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Die Stimme · 1934-12-07 · Heft 407 (7.12.1934) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 407 (7.12.1934)
Date
1934-12-07
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Sette 4 D(C STIMM! tft. 407 — 1, Dezember 1984 RABENSTEIG3 HIMMELPFORTGjS KOLLMERHOFö. 1 SÄMTLICHE ARTIKEL IN WÄSCHE UND WIRKWAREN SPOTTBILLIG! FÜHREND IN ETERNA- HEMDEN (von S 6 80 aufw.) Will die Exekutive einen modug vivendi zwischen den Flügelparteien herbeiführen, dann sollte sie sich darüber klar sein, daß es nur einen Verbindungsweg zwischen den Flügelparteien gibt und das ist der Weg über den Weltverband der Allgemeinen Zionisten. Daran kann auch Kurt Blumenfelds „Kidmah“ nichts ändern. Der Weltverband der Allgemeinen Zionisten wird trotz aller taktischen Kunststücke der Linken das entscheidende Wort haben. Je früher die Exekutive, die Linken und die Revisionisten das erkennen werden, desto eher werden wir den ersehnten Frieden haben. Jeder andere Weg wird nur die Gruppen jenseits von Ben Gurion und Jabotinsky stärken und die Organisation in Lebensgefahr bringen. Höchste Zeit zur Anmeldung für Ihre Reise nach Polen Wir fahren am 20. und 23. Dezember von Wien ab Anmeldungen: E. Ferstel, 1., Kärntnerring 12, Telephon U 43-301 PMÄSTINA^MELDET: Der gesetzgebende Hat London, 5. Dezember. (Z. T. A.) „Times“ interpretieren die letzte Jerusalemer Erklärung des High Commissioners Tür Palästina General Sir Arthur Wauch o p e über Legislative Council dahin, daß der ganze Plan beiseite geschoben wird. Palästina-Budget für 193S: Fünf Millionen Pfund Jerusalem, 4. Dezember. (2. T. A.) Die Palästina-Regierung hat das Budget für das Verwaltungsjahr 1935 mit 5,000.000 Pfund festgesetzt; 1933 betraf das Budget eine Summe von 3,500.000 Pfund. RESTAURATION Arnold Neumann Ungarische Küche WIEN, I., VORLAUFSTRASSE 2 Telephon ü 21-2-82 Volkstümliche Preise, beste Bedienung Vorteilhafte Arrangements für Hochzeiten u. Diners Die arabische Abordnung beim Oberkommissär Jerusalem, 4. Dezember. (2. T. A.) Wie bereits kurz berichtet, empfing der High Commissioner Sir Arthur W a uc h o p e eine arabische Delegation, die Beschwerden über die von Juden getätigten Bodenkäufe, sowie gegen die jüdische Einwanderung vorbrachte, von der sie behauptete, sie werde im kommenden Jahr dazu führen, daß die Juden die Bevölkerungsmehrlioit in Palästina erlangen. High Commissioner Sir Arthur Wauchope antwortete mit einer umfangreichen Erklärung, in der er eine Reihe wichtiger Palästina-Probleme, darunter auch die Übertragung der II u 1 e - K o n z o ss i o n an die Juden, berührte. In bezug auf den Legislative Council erklärte »Sir Arthur, fl i c Regierung halte an i h r e m 1930 i ri G e n f z u m Ausdr u o k g e brachten Standpunkt fest. Jeh glaube, sagte er, daß ein gesetzgebender Rat unter entsprechenden Vorkehrungen zur Sicherung dos Friedens und unter d e r G o w;l h r u n gehinderter Durchführung des Mandates auf Grund der in letzter Zeit eingerichteten lokalen Selbstverwaltung eingesetzt werden kann. Ich bedaure es. daß die Verwirklichung des Planes längere Zeit erfordert; sobald ich jedoch nach Ablauf eines entsprechenden Zeitraumes in der Lage sein werde zu beurteilen, wie sich die neuen Stadtverwaltung en b ew ähren, dann werde ich die Besprechungen über die Einsetzung des Legislative Council aufnohmen. Die Erklärung des Iligh Commissioner wurde auch in der Form eines amtlichen Conmiuniqites veröffentlicht. 14 Millionen Depositen in den palästinensischen Banken Nach Schätzung gut informierter Wirtschaftskrise ist der Betrag der D ep o s i t e n in den palästinensischen Banken in den letzten Monaten beträchtlich gestiegen und hat im September dieses Jahres die Summe von zirka 14 Millionen Pfund erreicht. Allein in den genossenschaft liehen Banken ist der Gesamtbetrag der Spargelder und Depots in den letzten ein undeinhalb Jahren um mehr als 1,500.000 Pfund gestiegen und betrug im Juni dieses Jahres 2XÄ Millionen Pfund. Die Depots werden durch die Banken mehr oder weniger in folgender Weise verzinst: In den Großbanken mit K bis 2%% jährlich, je nach dem Charakter des Depots, in den kleineren Banken mit 2 bis 5%. Die Zinsen, die die Banken für Kredite nehmen, bewegen sich zwischen 6 und 9% jährlich, je nach der Größe der Bank und der Art des Kredits. (Palcor.) Verhaftung von Einwanderungshyänen in Beiruth Wie aus B e i r u t h gemeldet wird, wurden dort durch die französische Regierung sechs ansässige Juden verhaftet, die sich mit der Leitung illegaler Einwanderung befaßt haben. Gleichzeitig wurden auch einige Araber verhaftet, die als Führer illegaler Einwanderer bis zur palästinensischen Grenze zu dienen pflegten. Die Verhaftungen wurden von den dortigen Juden mit G e n u g t u u n g angenommen, weil die Verhafteten als gewissenlose Schwindler und Ausbeuter von Einwanderern, die durch ihre Vermittlung zu reißen pflegten, bekannt waren. Die französische Regierung hat ferner eine Verordnung an die Polizeistationen auf dem Wege von Beiruth bis zur palästinensischen Grenze erlassen und sie angewiesen, alle vorbeifahrenden Automobile anzuhalten und die Pässe der Reisenden streng zu kontrollieren. (Palcor.) Aus der jüdischen Presse Jüdische Arbeit „Haare 2“ (Tel-Aviv) schreibt, daß das System des Streikpostenstehens, um indische Arbeit zu erzwingen, nicht den gewünschten Effekt gehabt habe; im Gegenteil habe die Zahl der nichtjüdischen Arbeiter in Kfar Saba eher noch zugenommen. Man müsse'deswegen noch nicht verzweifeln, aber man müsse andere Mittel anwenden als das Aufstellen von Streikposten und ähnliche Methoden der Pression. Man müsse das zionistische Moment in den V ord er grund stellen und den jüdischen Farmern bei der Ausicahl ihrer jüdischen Arbeiter freie Hand lassen. Man solle weiters den jüdischen Farmern Kredite unter der Bedingung geben, daß sie jüdische Arbeiter beschäftigen. Am wichtigsten sei es, für eine bessere Verständigung zwischen den Farmern und den Arbeitern in der Frage der jüdischen Arbeit zu wirken. Allgemeiner Zionismus In „Hazioni Haklali“ (Tel-Aviv) schreibt Dr. Max, Köllens eher, der Allgemeine Zionismus müsse darauf beharren, daß die allgemein-zionistviche Bewegung essentiell eine nationale und neutrale Bewegung sei, daß die Organisation auf der Basis eines rein nationalen Zionis m u s beharren m ü s s e und jedes andere Programm zurückweisen müsse, ob es nun religiös, sozialistisch oder faszistisch sei. Die anderen Gruppen im Zionismus mögen nach ihren Idealen streben, die im Zentrumt stehende Organisation müsse sich auf nationale Zwecke beschränken. Der Autor lehnt die sozialistische Theorie ab, die vom Marxismus beeinflußt ist, in dem er darauf hinweist, daß das Prinzip sozialer Gerechtigkeit ein grundlegender Teil der jüdischen Lehre ist und daß das Judentum den Klassenkampf ablehn e... Der Autor begrüßt den Friedensschluß zwischen Ben Gur Ion und Jab 0tl ns k y, dem er große Bedeutung beimißt. Ebenso große Bedeutung aber komme der Krakauer Konferenz der Allgemeinen Zionisten zu, durch welche die verschiedenen Gruppen innerhalb der Allgemeinen Zionisten aufgelöst wurden. Ex beklagt die Gründung der Gruppe Kidmah in Palästina; die Gründer dieser Organisation seien von Deutschland her nur zu gut als Menschen bekannt, die häufig den Weg zum Frieden verrammelt hätten. Obwohl diese Gruppe nicht bedeutend sei, stehe doch ihre Schädlichkeit außer Frage. Das könnte man schon aus der Feststellung eines ihrer Führer in der „Jüdischen Rundschau“ ersehen, wo er seine Bereitwilligkeit erklärte, mit den Linken ein Bündnis einzugehen. Dies allem sei geeignet, den allgemeinen Zionismus zu schädigen. Der Allgemeine Zionismus solle sich nicht um die Kidmah kümmern und in seinen Entscheidungen freie Hand behalten, ob es sich nun um den rechten oder den linken Flügel der zionistischen Bewegung handle. Aus der arabischen Presse „Ali am“ beruft sich auf die arabische Zeitung „Al Jama al Arabia“, die angeblich deswegen konfisziert worden sei, weil sie über eine geheime Unterredung zwischen Emir Abdallah und dem Mitglied der Exekutive Shertok berichtete habe. Bei dieser geheimen Unterredung habe es sich um Landtransaktionen gehandelt. Es sei nun die Frage, ob ein Übereinkommen zustande gekommen sei oder nicht. Wenn nicht, dann erhebe sich die Frage, ob der Emir Abdallah von Transjordanien die 3600 Pfund, die er von der Jewish Agency als Vorschuß bekommen habe, zurückbezahlt habe und wenn ja, ob in barem Geld oder in einem Scheck. (Die Zeitung scheint zu den Schecks des Emir Abdallah nicht viel Vertrauen zu haben. — Die Redaktion. „F eie st in“ berichtet über die zionistischen Bestrebungen, die Huleseekonzession zu erwerben. Wenn diese Transaktion zustande komme, dann loürden die Zionisten damit sehr große Bodenkomplexe, einen im Ausmaß von 110.000 Dumm und den anderen im Ausmaß von 65.000 Dunam, sowie große, zwischen diesen Komplexen liegenden Bodenflächen erwerben. Bei den früher einmal stattgefundenen Verhandlungen sei ein Kaufpreis von 100.000 Pfund genannt worden. „Al Daf a“ macht auf die Notwendigkeit aufmerksam, den Juden keinen Boden zu verkaufen. Leider sei aber der Geldzustrom in der letzten Vergangenheit so stark gewesen, daß die Zionisten immer neues Land kaufen konnten. Die arabischen Spekulanten hätten jüdische Bodenkäufe ermöglicht, es sei daher notwendig, den Plan der Zeitung „Felestin“ aufzugreifen und. eine arabische Landgesellschaft mit einem Kapital von 150.000 Pfund zu gründen, um. den Bodenmarkt zu kontrollieren zu können. An der Spitze dieser neuen Gesellschaft sollten nicht nur parteilose Menschen stehen, sondern auch Leute, die etwas von Volkswirtschaft verstehen und politisch interessiert sind. Die Zeit sei für die Gründung der Gesellschaft sehr günstig. Verlangen Sie auch im Restaurant, wie auch im Kaffeehaus ausdrücklich , Preblauer-Satterbrunn“, das gesundheitsfördernde, orfrischende österreichische Mineralwasser. Kinoprogramme der Woche KREUZ-KINO k.wÄl§ Das Zeichen der 4 Beginn: 4, a/*fi, */48. ‘/JOUhr Leonoldstädter l/olkskino TelephonBRr4§5»-23 * Vom 7. bis 10, Dezember NEUES PROGRAMM! Wochentags V,6, 7,8, 7,10 Uhr, Sonn- und feiertags ‘/,4 Ubr lUlltllA iUUU Telephon B 53-0-92 NEUES PROGRAMM! Rochus-Kino “n^Ä25727 Wochentags: VA 7. 9 Uhr; Sonntags: ‘/«4. 7»8. 7«8> 9 Uhr SCHAFFER-KIM V Telephon* B^O-lül Vom 7. bis 10. Dezember Menschen in Weiß Beginn : lA4, */„6, 1/48, %10 Uhr Schottenfelder-KIno Telephon°B 35-6-8faS8° Nf’ 22 Vom 7. bis 10. Dezember MASKERADE mit Paula Wessely Beginn wochentags: 7,0, 7 und 9. Sonn- und feiertags : V-.'l, 4, Va6, >/48, I) Ultr. Heimat-Kino KTe!eplhou Al^O-?«19 Vom 7. bis 13. Dezember NEUES PROGRAMM Wochentag: 5, 7, 9 Uhr, Sonn u. Feiert, ab 3 Uh Votivpark-Kino Telephon 18-8-96 Vom 7. bis 10. Dezember Juwelenraub auf der Kärntnerstraße Täglich: 4, %ß, 7a8, */410 Uhr Uraufführung des neuen Palastinafilms von Dr* Philipp Rezek Samstag, den 8. Dezember, pünktlich 8 Uhr abends, im Heim der Zion. Bezirkssektion Josefstadt—Alsergrund, IX., Währingerstraße 6/8 (Eingang Hörigasse 1) Karten daselbst und gegen teleph. Bestellung R 52-0-12

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