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Die Stimme · 1934-10-05 · Heft 389 (5.10.1934) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 389 (5.10.1934)
Date
1934-10-05
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Sb.id a Dil STIMM! Nr. 389 — 5. Oktober 1984 wurde vollständig klar, daß Dreyfus unschuldig ist! Es war etwas ganz Kolossales/1 Ein halbem Jahr später durfte Dreyfus die Teufeleinsel verlassen, die Revision des Prozesses wurde beschlossen. ..der spannendste Roman, den das neunzehnte Jahrhundert hervorgebraeht hat. schien sich einem versöhnlichen Ende zu zun eigen. Die Dreyfus-Affäre bedeutete mehr als einen Justizirrtum, wie er von menschlicher Unzulänglichkeit immerdar unzertrennlich ist. und mehr als der eigentlich davon Betroffene wohl darunter versteht", schrieb Herzl damals in der ..Neuen Freien Presse“ und in der ..Welt". „Der Name und die Person Dreyfus“ sind nicht mehr als der Name und die Gemarkung eines vorher unbekannten Dorfes, um das eine weltgeschichtliche Schlacht gewütet hat. Das war es, eine der größten politischen Schlachten unserer Gegenwart. Gesiegt hat das glorreiche Fähnlein der Freiheit und Gerechtigkeit.“ Der Geisteskampf und der Ausgang der Affäre seien ein Zeichen dafür, „daß eine unauslöschliche Sehnsucht nach Gerechtigkeit die Herzen der Menschen bewohnt. — der Mehrheit, wenn schon nicht aller Menschen. Daß wir darum nicht verzagen sollen an einer besseren Zukunft unseres Geschlechts. Daß aus dem Schicksal eines einzelnen tmvergeßbare Lehren der .Milde sieh ergeben. Und daß wir mehr noch als nach der Revision schlechter Urteile danach streben sollen, eine Revision der Vorurteile herbeizuführen. Solche Botschaft ist heute durch die Drähte hmausgezittert nach allen fernsten Punkten der bewohnten Erde. Und das war der Grund, warum sehr viele Menschen die Nachricht von der Revision der Dreyfus-Sache begrüßten, als wäre ihnen persönlich etwas Gute« widerfahren. Zu den Festen der Menschlichkeit sind alle Menschen eingeladen.“ Der zweite Dreyfus-Prozeß in Rennes, der um die gleiche Zeit stattfand, zu der der dritte Zionißtenkongreß in Basel tagte, war kein Fest der Menschlichkeit. Obwohl Dreyfus’ Unschuld offen zutage trat und alle Welt einen Freispruch erwartete, wurde er erneut verurteilt — mit fünf gegen zwei Stimmen. „Fünf gegen Zwei“ überschrieb Herzl den Leitartikel in der „Welt“, in dem er diese« Urteil glossierte. „Samstag, den 9. September 1899, in den Abendstunden, wurde eine merkwürdige Entdeckung gemacht, die auch wirklich nicht verfehlt hat, allgemeines Aufsehen in sämtlichen, mit Telegraphendrähten versehenen Weltteilen hervorzurufen. Es wurde nämlich entdeckt, daß einem Juden die Gerechtigkeit verweigert werden kann, auß keinem anderen Grunde, als weil er ein Jude ist. Es wurde entdeckt, daß man einen Juden quälen kann, als ob er kein Mensch wäre. Es wurde entdeckt, daß man einen Juden zu infamer Strafe verurteilen kann, obwohl er unschuldig ist.“ So beginnt der Aufsatz. Fünf gegen Zwei: das ist etwa, das Stimmenverhältnis, dem die Juden überall gegenüberstehen. im besten Fall. In vielen, sehr vielen Fällen ißt das Verhältnis noch schlimmer; da wagt nicht einer dem Volksurteil, dem Volk«Vorurteil gegen die Juden, zu widerspreche!). So ist Dreyfus keine Person mehr, nur ein Beispiel. Es ist eine sentimentale und verkleinernde Auffassung, wenn man mitleidig das Leiden des Verurteilten nachzufühlen versucht. ..Das menschliche Leiden dieses Falles ist einfach unermeßlich. Man kann es nicht au-srechnen, so wenig man die Qualen eines Patienten ausrechnen könnte, an dem fünf Jahre lang die Chirurgen ununterbrochen herumgeschhitten hätten. Es Dt etwas Phantastisches. Doch es heißt, den Fall verkleinern, ins Läppische und Gemeine herunterziehen, wenn man ihn so betrachtet. Er ist der Jude in der modernen Gesellschaft, der versucht hat, sich der Umgebung anzupassen, ihre Sprache redet, ihre Gedanken denkt, ihre Schnüre an seinen Rock näht — und dem diese Schnüre mit Gewalt wieder henabgerissen werden. Dreyfus bedeutet eine Position, um die gekämpft worden ist, um die noch gekämpft wird, und die —■ täuschen wir uns nicht! — verloren ist!“ Zum zweiten Male hat er an die Menschheit geglaubt, hat er an die Menschlichkeit der Franzosen geglaubt, die ihm das zivili si er teste Volk der Welt waren, und zum zweiten Mal war er zutiefst enttäuscht worden. Jetzt faßt er klar: Dreyfus ißt der Jude in der modernen Gesellschaft, der sich völlig zu assimilieren sucht, Dreyfuß ist doch in vielem — der Held Jacob Samuel seines Stückes „Das neue Ghetto“, jenes Stückes, das er kurz vor dem ersten Dreyfus-Prozeß schrieb, daß damals vergeblich an die Pforten der Theaterkanzleien pochte und das nun (ßeit Jänner 1898) als Stück des Zionistenführers über viele Bühnen ging, bejubelt und bekämpft. Als er es niederschrieb, hatte er noch an die Kraft der Menschlichkeit zur Lösung der Judenfrage zu glauben versucht, hatte ein harmonisches Zusammenleben auf der Basis gegenseitigen Verständnisses, gegenseitiger Duldung noch für möglich gehalten. Als sein Stück aufgeführt wurde, war er. längst anderer Ansicht; nur die Auswanderung, die Konzentration auf ein eigenes Land, die Selbstbefreiung konnte Hilfe bringen. Jetzt fiel ihm ein, daß dieser Glaube an die Lösung der Judenfrage auf dem Wege der Humanität durch den Pariser Dreyfus-Prozeß zerstört worden war. Um die gleiche Zeit mit dem eben zitierten Aufsatz schrieb er einen großen Aufsatz, „Zionismus“, für eine amerikanische Zeitschrift. Er sprach darin auch über seinen eigenen Weg zum Zionismus. Er erklärte offen, daß ihn und viele andere nicht reiner Idealismus dieser Lösung zugeführt hätte, sondern der neue Feind, der Antisemitismus. Von der ersten Erregung, in die ihn 1882 Diihrings Buch vernetzte, bis zum Entschluß, habe er zwölf oder dreizehn Jahre gebraucht. Und nun, 1899, viereinhalb Jahre nach dem, erzählt er zum ersten Mal, daß der Dreifus-Prozeß ihn zum Zionisten gemacht habe. Der Wutschrei den Menge, ,,ä mort, ä mort les juifs!“, gellte ihm wider in den Ohren. Er erinnerte sich eines Gesprächs mit einem hohen Offizier, wohl dem italienischen Militärattache Panizzardi, dem er damals klarzumachen suchte, daß Dreyfus nicht schuldig sein könne. „Ein Jude“, sagte er dem Oberst, „der als Generalßtabsofflaier eine Laufbahn der Ehre geebnet vor sich hat, kann ein solches Verbrechen nicht begehen... Die Juden haben infolge der langen bürgerlichen Ehrlosigkeit eine oft krankhafte Sucht nach Ehre, und ein jüdischer Oberst ist in dieser Beziehung ein potenzierter Jude.“ Der Fall Dreyfus, schrieb er jetzt, bedeute die Aufhebung der Menschenrechte für die Juden, die Beseitigung der Emanzipation. In diesem Sinne versucht er nun die „eigentümliche Erregung“ zu erklären, von der er damals seinem Blatte drahtete. „Bis dahin hatten die meisten von une geglaubt, die Lösung der Judenfrage sei von der allmählichen Entwicklung der Menschheit zur Duldung zu erwarten. Wenn aber ein im übrigen fortschreitendes, gewiß hochzivilisiertes Volk auf solche Wege gelangen konnte, was war von anderen Völkern zu erhoffen, die noch heute nicht auf der Höhe sind, auf der die Franzosen bereits vor hundert Jahren hielten?“ Das ißt es also, was der Dreyfus-Prozeß für ihn bedeutete. Nicht einen plötzlichen Hinweis auf die Judenfrage, die ihm bis dahin unbekannt gewesen wäre; noch we¬ Das im Jahre 1919 auf initiative der Herren Dr. A. Hantke und Br. Th. Zloc is t i in Berlin gegründete Zionistische Archiv wurde im November 1933 gemäß einem Beschluß der Zionistischen Exekutive nach Jerusalem überführt und befindet sich jetzt im neuen Gebäude der Exekutive der Jewish Agency for Palestine. Die zionistische Bewegung kennt das Archiv trotz seiner großen Bedeutung für die Geschichte des Zionismus und des Palästina-Aufbaus nur wenig. Das Archiv^ hat sich zur Aufgabe gesetzt, das gesamte vielseitige Material zur Geschichte des Zionismus seit seiner Gründung, seine Literatur, seine Presse, Dokumente, Briefe, Protokolle, Bilder und P hot o g raph ien zu sammeln. Dieses Material war früher über viele Länder zerstreut und befand sich bei Organisationen und Einzelpersonen, die oft seine Bedeutung für die Erforschung der Geschichte der Bewegung selbst nicht gebührend würdigten. Die dem Archiv zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel waren stets sehr beschränkt. Trotzdem gelang es dem Archiv, die verschiedenen Schwierigkeiten zu überwinden und das Material in einem Umfange in sich zu vereinigen, daß kein zweites Institut vorhanden ist, das sich mit ihm hinsichtlich des Umfangs der zionistischen Dokumente und Schriftstücke wie hinsichtlich seiner inneren wissenschaftlichen Ordnung und seines Aufbaues vergleichen kann. Das Archiv umfaßt heute: 1. Die Akten und Urkunden der Zentralbüros der Zionistischen Weltorganisation Wien (seit dem Jahre 1897), Köln und Berlin, einen Teil der Akten des Londoner Büros der Zionistischen Exekutive (1917—1925), die Akten des Kopen-\ ha g euer Büros der Zionistischen Organisation aus dem Weltkriege (1915—1920), die Akten des Berliner Büros der Zionistischen Organisation (1921—1924), die Akten des Hauptbüros des Keren Kajem et h Leisrael von seiner Gründung bis zu seiner Übersiedlung nach Jerusalem (1901—1922), soweit sie sich nicht auf die kolonisatorische Arbeit beziehen, sowie die Akten der Abteilung für Zentraleuropa des Keren Ii aj es s od. Insgesamt umfaßt das Archiv zirka 12.000 Aktenstücke. 2. Die Archiv-Bibliothek, die zirka 5000 Bücher und Broschüren über die Fragen des Zionismus und den Aufbau des jüdischen Nationalheims in 32 S p r achen (Hebräisch, Jiddisch, Englisch, Hebräischer Unterricht Mir Erwachsene LEITER ISAK HERZBERG Beginn des Unterrichtes : filr Anfänger Montag, 8. Oktober, a/k8 Uhr abends, für Foi tgeschrlttene Dienstag, 9. Oktober, 3/*9 Uhr abends Zion. Bez.-Sekt. Leopoldstadt II., PraterstraB« 13, Tal. R 42*407 niger die fertige Erkenntnis ihrer Lösung. Dem für das Schicksal de« modernen Juden bereitß sehr empfindlich, sehr wachsam Gewordenen nahm sie den Glauben, daß die Judenfrage durch da« Aufsteigen der Menschen zu wahrer Menschlichkeit gelöst werden würde. Er kannte vorher schon aus vielen Beobachtungen die Macht der Instinkte und Vorurteile im menschlichen Leben. Jetzt, bei dem wohllüstigen Haßrufen der Masse sah er mit seinen Augen, hörte er mit seinen Ohren, wie tief in den Instinkten der Judenhaß begründet sei. Wae wollten wenige Aufgeklärte gegenüber diesem gefahrdrohenden Pöbel, gefahrdrohend auch für sie selbst, wenn sie im Widerspruch zu seinen Meinungen und Strebungen handelten? Der Boden wurde ihm unter seinen Füßen weggezogen, ein tiefer Abgrund tat sich vor ihm auf, eine grenzenlose Einsamkeit hüllte ihn ein. Er verzweifelte an der Menschheit. In dieser Einsamkeit und Verzweiflung fand er im Laufe der folgenden Monate deü Gedanken, dessen Außführung er dann sein Leben widmete. Im „Judenstaat“ und an anderen Stellen hat er später geschrieben, daß zu allen großen Dingen ein wenig Verzweiflung nötig sei... Deutsch, Französisch, Polnisch, Arabisch^ Italienisch, Rumänisch, Russisch, Ungarisch Spaniolisch, Holländisch, Lettisch, Esthnisc Litauisch, Tschechisch, Slowakisch, Bulga risch, Serbisch, Griechisch, Slowenisch Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch Spanisch, Portugiesisch, Esperanto, Ukrainisch, Flämisch, Türkisch) zählt. Dies9 Bibliothek ist die größte aller zionistisehen Bibliotheken, obwoht in ihr viele Bücher und Broschüren fehlen« die durch verschiedene Organisationen und Verlagsanstalten herausgegeben wurden. 3. Die Zeitungssammlung. Das Archiv sammelt seit seiner Gründung samt* liehe in der ganzen Welt erschienenen und, erscheinenden zionistischen Zeitungen, so* weit es sie erreichen kann. Die Zeitungssammlung umfaßt zur Zeit Zeitungen i ft 24 Sprachen, die meisten seit dem Jahrei 1919; nur ein geringer Teil von ihnen, stammt aus früherer Zeit. 4. Die Bild er- und Photograph i e n - S a m m l u n g des Archivs zählt augenblicklich 900 Bilder. Dieses umfangreichen Quellenmaterials bedienten sich und bedienen sich für Untersuchungen über die Entwicklung des Zionismus und seiner Strömungen zahlreiche Schriftsteller und Gelehrte. Alle Sammlungen des Archivs sind nach den Grundsätzen der wissenschaftlichen Archivs geordnet. Das Archiv sieht es als seine Aufgabe an, in Zukunft von Zeit zu Zeit Informationen über den Inhalt seiner Sammlungen m veröffentlichen, vor allem aber darin, die Sammlung weiteren Materials fortzusetzen und in sich die gesamte Literatur und das gesamte Material zur Geschichte des Zionismus zu vereinigen. Das Archiv hofft, daß alle Organisationen, Institute und Privatpersonen, bei denen sich solches Material befindet, es ihm durch Vermittlung der Jerusalemer Exekutive der Jewish Agency als Eigentum oder Depot zur Verfügung stellen werden. GROSSFLEISCHHAUEREI flEGM. KORNMEHL ZENTRALE, IX., BERGGASSE NUMMER 19 TELEPHONNUMMER: A 17-3-99 und A 1S-9-34 Lieferant für Heilanstalten Abteilungen f. 'ntPS-Flelsch unter Auteloht dea Ehrwürdigen Rabblnatsder Israelitischen Kultusgemeinde Wien Autosiiatollung kostenlos IX. Llö, XVIII.,Währingerstraße71 die Pogrome in Frankfurt abstellen zu lassen. Doch nun die Alliierten wieder in Gefahr sind, daß ihre Länder von den inzwischen wieder begeisterten Armeen Napoleons überflutet werden, wissen sie in diesem Augenblick keinen anderen Ausweg, als — die Hilfe Rothschilds anzurufen. Im Familienrat ist Nathan, der führende Kopf der Fünf, für die Unterstützung der Verbündeten gegen Napoleon. Aber kaum sind die Diplomaten Taillerand, Metternich und Ledrantz im Rothschildschen Hause des Frankfurter Ghettos, hat Nathan seine Ansicht geändert und erklärt, die Hilfe Napoleon zu geben, von dem die Juden Gleichberechtigung und Freiheit erwarten dürfen. Die Diplomaten der Alliierten sehen die Schwierigkeit ihrer Situation ein und erklären sich bereit, diese Rechte alß Preis der Roth.schildschen Hilfe zu gewähren. Die Diplomatenschlacht Ist vorüber, die Börseschlacht beginnt. Napoleon wirft seine letzten Bataillone gegen Wellington und siegt. Englands Kredit droht ins Wanken zu geraten, an der Londoner Börse herrscht unbeschreibliche Panik. Der einzige ruhende Pol im wogenden Aktienmeer: Nathan Rothschild, der auf seinen Schultern den Kredit des großen englischen Imperiums trägt und — rettet. Der Film „Die Rothschilds“ kann als ein Dokument der Zeit gewertet und empfunden werden. Ein Dokument, dessen Menschentum und Edelsinn durch die schauspielerisch grandiose Leistung Georg A r- 1 i s s in reinste Höhe gehoben wird. Es ist diie große, reine Liebe, ja sogar Ehrfurcht, mit der dieser amerikanifichg Schauspieler die Hauptgestalten Amschel und Nathan darstellerisch zeichnet. Eine Liebe zum jüdischen Wesen, zu jüdischem Menschentum, zu jüdischer Art, die aufs Wunderbarste durch eine außergewöhnlich starke Gestaltungskunst ergänzt wird. Er ist der Schauspieler, der mit einem Minimum von Gesten und Mitteln eindringlichste Wirkung zu erzielen vermag. Alles, Geste, Haltung, Gang, Tonfall, sie alle sind Elemente einer auserlesenen sublimierten Kunst. Unvergeßlich Arliss in der Szene an der Londoner Börse, wie er als gewiegter Bankier, den Zylinder am Kopf nach rückwärts geschoben, mit der weißen Blume im Knopfloch, die Hände in den Hosentaschen, daherschreitet, mit der ganzen großen, auf Jahrtausende blickenden geistigen Überlegenheit, mit einem Schuß unvergleichlicher Ironie, deren letztes Mysterium eine kleine Taube ist, die zum Juden Rothschild immer zwei Tage früher als zu dem Ministerium den Weg findet... ist wie eine aus dem Rahmen getretene, lebendig gewordene Studie holländischer Meister. Arliss’ Spiel prägt ßich dem eBsucher ein und läßt ihn noch lange nachher nicht los. Auch die anderen Rollen des Films sind mit ausgezeichneten Schauspielern besetzt, deren Typen den Rahmen schmücken. So vor allem Gudula der Helen W e s 11 e y, die Florence Arliss’ als Gattin und Loretta Young als Tochter Nathans und Boris Karloff als Ledrantz. Dem Regisseur und dem Filmbuchdichter ist man dankbar. Georg Arliss’ aber liebt man um der Stunden willen, die man bei diesem Film verbracht hat. Das Archiv der Zionistischen Weltorganisation

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