Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1934-09-28 · Heft 388 (28.9.1934) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 388 (28.9.1934)
Date
1934-09-28
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3053752-3054140-3054143--4522-3060149
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 10 DIE STIMME Nr. 388 m- 28. 'September M8& garien^ vor. das. soweit es sich auf das Wahlrecht bezieht, wie folgt lautet: 1. Vollständige Liquidierung des Sehekelsystems. An Steife des Sehekefzalüers tritt der — via Landesverband — organisierte Zionist. 2. Die Zionistische Organisation besteht aus Landesverbänden, die eine gleichmäßige Orqanisationsstruktur in allen Uindern auf weisen. Die Landesverbände sind einheitliche, auf fester, individueller Mitgliedschaft auf gebaute und demokratisch verwaltete Körperschaften. 3. Alle Zionisten eines Landes beteiligen sich ausnahmslos am Landesverband, der die gesamte zionistische Tätigkeit (Palästina- und Galutharbeit) umfaßt. Der Landesverband ist der einzige legitime Vertreter der Exekutive in einem Lande. 4. Der Kongreß setzt sich aus Vertretern der Landesverbände zusammen. Landesverbände, die ihren Mitgliedsbeitrag auf Grund ihrer Mitgliederzahl der Exekutive nicht überweisen, verlieren das Recht, sich am Kongreß zu beteiligen. 5. Jeder organisierte Zionist, der sich im Besitze der von der Exekutive ausgestellten Mitgliedskarte befinxlet und seine Verpflichtungen gegenüber dem Landesverband erfüllt hat, hat das Wahlrecht zum Kongreß. 6. Das aktive Wahlrecht ist an das erreichte 21. Lebensjahr gebunden, das passive Wahlrecht an das erreichte 28. Lebensjahr und an eine dreijährige Mitgliedschaft in der Zionistischen Organisation. 7. Die Bestimmungen für die Wahl zum Kongreß gelten auch für die Wahlen in die Verwaltungskörperschaften der Landesverbände. Die Prüfung derartiger Vorschläge "wird Sache der auf Grund des Kongreßbeschlussee eingesetzten Kommission sein. Es wäre hoch an der Zeit, daß sie endlich sichtbar in Aktion tritt. Hoffentlich wird das Organisations-Departement der Exekutive Gelegenheit haben, der nächsten Sitzung des Aktionskomitees über seine bisherige Tätigkeit auf dem Gebiete der Organisations- . yeform erfreuliches zu berichten. Kleines zionistisches Wörterbuch (Fortsetzung) Galil Galil Galil Haäljon Galil Hatachton Galuth Gasos Gdud Giwa Giwat Chajim Haarez Habimah Hachscharah Hadassah Hanhagah oder Hanhalah Hanhalah zionit Haolam Haowed Hapoel Hapoel Hazair Hechaluz Hias Hicem Hicor High Commissioner Histadruth Histadruth Haowdim Hitjaschwut Horrah Hule Ica Kreis Galiläa, Kordpalästina Nordgaliläa Südgaliläa Exil, Diaspora, die Länder außerhalb Palästinas Palästinensische Limonade Ortsgruppe, Lager, Kompagnie Höhe Siedlung im Wadi Chawarit, benannt nach dem im Jahre 1933 bei Tel-Aviv ermordeten zionistischen Führer Dr. Chajim Arlosoroff „Das Land“, linksbürgerliche Tageszeitung in Tel-Aviv „Die Bühne“, hebräische Theatervereinigung in Palästina Vorbereitung“ für Palästina „Die Palme“, zionistische Frauenorgamsation in Amerika zur Förderung medizinischer Einrichtungen, vor allem Krankenhäuser, in Palästina Leitung Zionistische Exekutive „Die Welt“, hebräische Wochenzeitung der zion. Exekutive Organisation jüdischer Handwerker zur Vorbereitung für Palästina „Der Arbeiter“, Arbeiter-Sportorganisation „Der junge Arbeiter“, frühere Arbeiterpartei in Palästina; Wochenzeitschrift der Vereinigten jüdischen Arbeiterpartei Palästinas Organisation der Chaluzim Gesellschaft zum Rechtsschutz für jüdische Emigranten Vereinigung der Organisationen Hias, lea und Emigdirekt zur Förderung der Auswanderung und Kolonisation von Juden Gesellschaft zur Förderung der jüdischen Kolonisation in Sowjetrußland „Oberkommissär“, Leiter der palästinensischen Regierung Organisation „Arbeiterorganisationallgemeine jüdische Gewerkschafts- Organisation in Palästina Ansiedlung, Kolonisation Jüdischer Volkstanz Sumpf gebiet nördlich vom Tiberias-See; für jüdische Großkolonisation in Aussicht genommen Abkürzung für „Jewish Colonisation Association“, von Baron Hirsch gegründete Gesellschaft zur Förderung der Ansiedlung von Juden am Lande Gedenkfeiern für Dr. Victor Jakobson u. Oskar Wassermann Die Exekutive der Zionistischen Organisation und der Jewish Agency veranstaltete am 20. September eine Gedenkfeier, die der Ehrung der im letzten Monate verstorbenen zwei führenden Mitarbeiter, der Herren Doktor Victor Jacobson, Mitglied der Exekutive, und Oskar Wassermann, Mitglied des Administrative Comitee, geweiht war. Ansprachen hielten: Prof. Brodetsky im Namen der Exekutive, Sir Ctemond d’Avigdor Goldsmid im Namen der Jewish Agency und Dr. Martin Rosenb 1 ü t h im Namen der deutschen Zionisten sowie in seiner Eigenschaft als langjähriger Mitarbeiter von Dr. Jacobson in Kopenhagen und von Herrn Wassermann im deutschen Keren Hajessod. Die Feier schloß mit dem Absingen der Tikwah. DIN PRIVATAHGESTELLTEN DIE VORSORGE-VERSICHERUNG MONATLICHE PRÄMIE »< H I L L I N Ci 3-60 STERBEGELD RENTE* ' UNFALL-TOD 'UNFALL#: -i INVALIDITÄT, KOSTEN- <>: BEITRÄGE: SPITAL OPERATION DIE LEISTUNG S 300— S 15 — S 300*— S 300*— S S-— S 100*— Lebensvers.-ges. phonix WIEN, I-, R I E M E R CASSE 2 Imi Irgun Irgun leumi Irgun meschutaw Ifa „Mit mir“, Sammeltasche des jüdischen Nationalfonds Organisation Revisionistische Gewerkschaft „Gemeinsame Organisation“ jüdischer und arabischer Arbeiter Äbk. für Jüdische Telegraphen-Agentur; Nachrichtenbüro Aus der jüdischen Presse Zionismus im Irak ln „The Canadian Jewish Chronicle“ (Montreal) schreibt Julian Meitzer: Im Irak ist zionistische Betätigung streng verboten und bisher konnte zionistische Propaganda nur heimlich betrieben werden. Die strenge Regierungskontrolle wurde jetzt verschärft, wie sich aus der Verhaftung und Ausweisung zionistischer Agitatoren aus Basara im Persischen Golf ergibt. Juden im Irak, die sich über die Vorgänge im Zionismus orientieren wollen, sind auf den Schmuggel zionistischer Zeitungen aus Europa und Indien angewiesen. Die antljüdiscke Boykottagitation der Araber „Haarez“ (Tel-Aviv) lenkt die Aufmerksamkeit auf die Agitation arabischer Führer zur Einführung eines antijüdischen Boykotts und zur Aufstellung arabischer Posten vor jüdischen Geschäften. Die Zeitung erinnert daran, daß die Araber durch die Belieferung der Märkte mit Lebensmitteln von jüdischem Geld leben und daß ein Boykott die Araber mehr treffen würde als die Juden. Die Zeitung weist weiter auf die große Zahl in jüdischen Unternehmungen beschäftigter Araber hin. Bei den 129 Neubauten in Jerusalem, von denen 102 von Juden und nur 26 von Arabern aufgeführt ■wurden, seien unter 1749 Arbeitern 783 Araber beschäftigt, ln Haifa sind 3636 Arbeiter beschäftigt, davon 920 in den Tabakfabriken und 530 in der Bauindustrie. Sehr viele von diesen Arabern stammen gar nicht aus Palästina, sondern aus dem Hauran. Im Hafen von Haifa sind 734 arabische Arbeiter beschäftigt, darunter 300 aus dem Hauran. Haarez fordert den Jischuw auf, hier Wandel zu schaffen. „Unruhe und Erbitterung" Dr. I. Schwarzbart schreibt in der Chwila: „Unsere Besorgnis wegen des Legislative Council wird durch das Schweigen, in das sich die Exekutive hüllt, gesteigert. Wir wissen, daß die Exekutive die Entwicklung der Angelegenheit wachsam verfolgt, daß sie aktiv ist, daß sie den Standpunkt des Kongresses und Aktionskomitees in dieser Sache vertritt, und wir sind überzeugt, daß, sollte sie vor eine drohende Situation gebracht werden, sie die Direktiven des Aktionskomitees oder sogar des Kongresses cwholen würde ... Die Exekutive begeht jedoch einen psychologischen Fehler, Indent sie die zionistische Öffentlichkeit und beson<* ders die Mitglieder des Aktionskomitees int Dunkel über die von ihr gemachten Schritte läßt und den Eindruck erweckt, als ob sie untätig wäre. Wir sind uns dessen bewußt4 daß es schwer ist, während der Dauer vort Verhandlungen die einzelnen Etappen behanntzugeben, und doch ist in gewissen Situationen ein stärkerer Kontakt mit derrt Volke geraten... Wir richten an die Exekutive das Verlangen, sie möge in einen engeren Kontakt mit. der Peripherie der Bewegung treten und somit die herrschende Unruhe in eine treibende Kraft, auf die sich die Exekutive in ihrem Kampfe stützen könnte, verwandeln ... Die zweite Quelle, der Unruhe ist der palästinensische Jischuw... Wir fürchten, daß sich Personen oder Gruppen finden werden, die von der einheitlichen jüdischen Front desertieren werden. Unsere Führer dürfen sich nicht von den Dingen überraschen lassen, sie müssen rechtzeitig eingreifen... Man muß an die Konsolidierung des ganzen Jischuw schreiten und nicht um kleinliche Sachen, wie die Wahlordnung zum Waad Leumi kämpfen... Wir verlangen auch von der Exekutive, daß sie dem letztens so tragische Ausmaße annehmenden Problem der illegalen Einwanderer mehr Verständnis entgegenbringt und diesem. Verständnis auch äußere Formen gibt... Die Exekutive muß von dem grünen Tische weg, sich der Unruhe, die in Verzweiflung, Erbitterung und Aufstand ausbricht, bewußt werden.., Zur Frage des inneren Friedens In der „Selbstwehr“ schreibt h. I. übe/, die Ablehnung des Friedensvorschlages dem Arbeiterpartei durch Weisl in der Jerusalem mer revisionistischen Zeitung „JardenVom allem lehnt Weisl die Forderung des Mani* festes mich Aufgabe des Boykotts gegen di# nationalen zionistischen Fonds ab und er* klärt, daß man von den Revisionisten nicht fordern könne, für diese zu arbeiten, genau so, wie es ein Unding wäre, etwa von Be# Gurion einen Beitrag für den Keren Tel Chaj zu verlangen. Dieser Vergleich hinkt ganz gewaltig. Der Keren Tel Chaj ist ei# Parteifonds der revisionistischen Union, der, Keren Kajemeth Leisrael und der Kereit Hajessod hingegen sind nationale Fonds irh weitestem Sinne des Wortes... Nirgendwo ist zu erfahren, wozu eigentlich die Gelder* die man für den Keren Tel Chaj sammelt^ verwendet ‘werden...; von irgend einer kon* struktiven Tätigkeit des Keren Tel Chaj in\ Palästina ist nichts bekannt... Jabot ins kg erklärt, die Revisionisten hätten nie eind. Boykottparole gegen den KKL. herausgegeben ... sie hätten nur... ihr Hauptaugenmerk dem Keren Tel Chaj zugewendet\ den sie als den nationalen Fonds betrachten. Das ist ja nur eine andere Formulierung für dasselbe, was bisher offen von den Revisionisten als Boykott bezeichnet wurde..4 Auch die Forderung des Manifestes nach unbedingter Respektierung der Autorität der, offiziellen Instanzen der zionistischen Bewegung lehnt Weisl ab... Er kann sich jedoch noch immer nicht zu dem einer solchen Haltung gemäßen, einzig konsequentert Schritt entschließen, die Organisation zu verlassen... Jabotinsky wird die Parole ausgeben, ob die Revisionisten die zionistische Organisation verlassen oder den nächsten Kongreß „erobern“ sollen. Dieses Spiel mit der zionistischen Organisation, das nun, schon lange genug dauert, ist unwürdig, und es wäre an der Zeit, daß hier einmal eine klare und reinliche Entscheidung getroffen werde. Die Revisionisten haben... im letzten Jahre keine Schekel erworben.. < Sie betrachten sich demnach nur von Fall zu Fall, wofür taktische und nicht Gesinnungsgründe maßgebend sind, als Mitglieder der Herzischen Organisation... Die Antwort der Revisionisten gibt jenen recht, die von vornherein den Bemühungen, bei der Herbeiführung einer sinnvollen Kooperation aller zionistischen Gruppen, die Revisionisten mit einzubeziehen, skeptisch gegenüberstanden .. G ROSSE WERBEVERSAMMLUNG Donnerstag, den 4. Oktober 1934, ya9 Uhr abends, Sektion XX., JägerstraBe 30 .- - --» Dr« Oskar Qrttnbailllty Präsident des Zionistischen Landeskomitees für Österreich: ENGLAND UND DIE JUDEN“

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.