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Die Stimme · 1934-09-14 · Heft 386 (14.9.1934) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 386 (14.9.1934)
Date
1934-09-14
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. T 14. Sept«mb«r 1W4 Ml STIMM« S«lt* « tet/was in« Ohr. Dann spricht er leise mit den Dajanim. Diese nicken ihm zustimmend au. Der Schammes verläßt lautlos die 'Synagoge und bald kehrt er zurück, eine Flasche Wein, Gläschen und Kuchen in Händen. Zu David Wolffsohns 20. Todestag: Der Kölner königliche Kaufmann ... Wäre mir ein noch so langes Leben beschiedem, jene Szene werde ich nie vergessen. Noch jetzt, wenn ich meine Augen schließe, sehe ich sie vor mir, die drei, die am Versöhnungstagc gegessen haben. Drei große, heilige Männer stehen auf der Almemor in der Synagoge und essen am .Tom Kippur vor den Augen der ganzen Gemeinde. Es waren Helden! „Ihr habt es von mir gefordert, ich habe es getan“, sagte der Rabbiner. — Seine Stimme ist, klar und bebt nicht mehr. — „Gottes Name sei gesegnet!“ Und die Gemeinde ißt mit und weint... Die Bibel ln 667 Sprachen Zurzeit vrird die Bibel in nicht weniger als 667 verschiedenen Sprachen und Dialekten verbreit,et, und zwar in 91 europäischen, 47 amerikanischen, 233 afrikanischen, 204 asiatischen und 92 ozeanischen Sprachen. Im Londoner Bibelhaus befindet sich eine Sammlung, die nicht weniger als 18.720 Bibeln umfaßt. Der Lektor der englischen Sprache an der Masaryk-Universität zu Brünn, Dr. Mann, arbeitet im Auftrag der englischen Bibelgesellschaft an einer Bibelübersetzung in die Zigeunersprache. Antl-Rosch Haschanah-Feldzug ln Sowletrußland Hörer der Universitäten und Hochschulen ■wurden zur Führung des antireligiösen Feldzugs an den hohen jüdischen Feiertagen mobilisiert. Die Aktion geht von der jiddischen Atheiöten-Gesellschaft „A p i k o j r e s“ aus, deren gleichnamiges Organ bittere Klage dagegen erhebt, daß in diesem Jahre die jüdischen Kommunisten in der Bekämpfung der religiösen Vorbereitungen zu den hohen jüdischen Feiertagen lau sind, so daß in verschiedenen Städten der Sowjetunion die jüdischen religiösen Kreise die Oberhand zu gewinnen versuchen. Der Minsk er „Oktiabr“ berichtet, daß die religiöse Judenschaft in Weißrußland unter der jüdischen Jugend agitiert, daß diese an den hohen Feiertagen die Arbeit ruhen läßt und die Synagogen besucht. Aus bisher unveröffentlichten Briefen David Wolffsohns Jerusalem, Anfang September.! ewig aktuellen Inhalt gefunden hatte. Ge- Die Kanonen donnerten, die Erde brannte,! blieben war ja die politische Aufgabe des das Chaos brüllte. Das war die Melodie j Zionismus: die Verwirklichung — ein Hauder Tage, in denen David W o 1 f f s o h n,'fen Arbeit, diplomatische Unterhandlungen, Herzls treuer Helfer und Nachfolger,' Konferenzen, Werbung, Organisation. Daß schwerkrank damiedcrlag. Am 15. Septemman dann Jahre hindurch Wolffsohns Leiber 1914 starb er. Unter den ZionistentunS folgte und at,oh keinen Geeigneteren führern. die nach Köln kamen, um ihm wußte, beweist seine Arbeitskraft und die das letzte Geleite zu geben, waren Proj Wirkung seiner Persönlichkeit, . die wohl fessor Warburg und Dr. Hantke für das auc,h an ihrer Aufgabe (und an ihren Konengere Aktionskomitee, Dr. Bodenheimer, gissen) gewachsen war. „Ich bin hierher- Dr. Klee und Jean Fischer für das große, gekommen, weil mir der Zionismus mehr „Wir versammelten uns in seinem Hause ais 0ine Phantasterei, weil mir der Zioam Sachsenring, wo er aufgebahrt lag — nismus mehr ist als die hebräische Sprache, unter der blau-weißen Fahne“, erzählt der i°b ailcb se,hr lieb habe, oder irgend Verwalter des Archivs der Zionistischen eine kulturelle Sache, sondern weil mir der Weltorganisation, Georg Herlitz, der da- Zionismus mein Leben, mein Volk, mein mals das Kartell Jüdischer Verbindungen Alles ist“ — ruft er auf dem neunten (Hamvertrat. „Die Beisetzung erfolgte auf dem ’ burger) Kongreß den Gegnern seiner Köln-Deutzer Friedhof. Auch Moses Heß( Politik zu, gegen deren Angriffe er sieh liegt dort begraben. Reden wurden nicht gemit einer Deutlichkeit, die nichts zu wtir halten. Aber man sang die Hatikwah..(sehen übrig läßt, zur Wehr setzt: „Wenn „Das ist unsere Trauer, daß wir unsere zum Kongreß kommen, möchte ich Armut, unsere Verwaistheit. ganz erfühlen“,! Ihnen den Rat geben, sprechen Sie Heber schrieb Theodor Zlozisty in der „Jüdischen ' ^cht von Dingen, die Sie nicht können. mdschau.“ .. Wie er in sich den litau- Wenn Sie aber sprechen, suchen Sie sich __.hen Osten seiner Geburtsstätte mit dem wenigstens das richtige Material zu verdeutschen Westen seiner wirtschaftlichen : schaffen, lernen Sie zuvor etwas von den Arbeit breit und straff überbrückte, so kaufmännischen . Sachen, das Kaufmannsband er die müde Gottergebenheit eines ’ bedrängten Ghettolebens an den Schöpfertrieb eines verjüngten Judentums...“ Auch in einer Sondernummer der „Welt“ j kleine Wolffsohn-Biographie von Friedeeretand würdevoll das Bild des Mannes, der j mann und eine größere von Abraham Rodoch eigentlich „nur ein Holzhändler“ war, binsohn informierende Dokumente dieses ein strebsamer, sparsamer, im ganzen wohl, bedeutsamen Lebens für das jüdische Volk, recht nüchterner Geschäftsmann. Doch Der Nachlaß selbst ist in erster Linie im handwerk ist nicht gar so schwer, aber gelernt will es sein.“ Außer den Kongreßberichten bilden eine seine edle, sagen wir großjüdische Gesinnung und das schöne Selbstbewußtsein Wolffsohn-Archiv im Gebäude der unter anderem aus dem finanziellen Erbe Wolffseines in der bürgerlichen Vorkriegswelt so | sohns errichteten Hebräischen Universitätsgeachteten Standes hatte ihn wirklich zum ( und Nationalbibliothek auf dem Scopus ge- Typ des königlichen Kaufmannes gemacht.^ sammelt. Etwa 20 Faszikel enthalten Immerhin, ein Kaufmann alB Fahnen-1 Briefe und Manuskripte Theodor Herzls; in träger — dagegen mochten viele, vor allem einem findet sich, bisher wohl unpubliziert, auch junge Menschen zunächst ein gewisses j ein außerordentlich interessant geschrie- Miißtrauen gehegt haben, als Wolffsohn Herzls Nachfolge antrat. Schließlich begriff man aber, daß die zionistische Bewebenes, für Herzl bestimmtes Memorandum über die Lage der russischen Juden und die Möglichkeiten der zionistischen Propaganda gung mit Pinsker und Herzl ja längst ihren unter ihnen; der Autor ist — Chaim Weizmann. Rund 160 Faszikel enthalt ten Wolffßohn-Material, Die Lebensbahn des „Litwak“, wie der — unbestimmt an wel« chem Tage — in Dobriany bei Kowno zur Welt gekommene Sohn des talmudweisea Rabbi Eisik sich selbst gern nannte, ist hier Station um Station belegt: eie führe aus der Chederenge in die Weltfreihedt, von der Memeler Talmudthoraschule nach Köln; doch1 wurde auch dort das Jüdische nicht einen Augenblick verdrängt: Wolffsohn gründete in Köln außer seinem Holzgeschäft gemein-? sam mit Max Bodenheimer — einen Paläw stina-Kotonisationsverein. Aber enst als der „Judenstaat“ erschienen war, hatte Wolffsohn die konkrete Aufgabe seines Lebens gefunden; er wurde gleichsam Herzls Ban-* kiershirn und seine kaufmännische Hand, und die im Archiv eingeordnete Korrespondenz zwischen beiden gibt von Wolffsohns umfassender praktischer Arbeit ein ebenso deutliches Bild wie die gleichfalls hier aufbewahrte Aktensammlung der El-Arisch-Expedition, des Jewish Colonial Trust, der Anglo Palestine Oo., der Angilo Levantino Banking Co., des Zionistischen Aktionskomitees und der Zionistischen Vereinigung. SchlagHohter auf dieses und jenes Ereignis der zionistischen Geschichte werfen' endlich auch die dem Archiv einverleibten Briefe Wolffsohns an seine Frau Fanny, die er zutiefst liebte und die ihm eine verständnisvolle Helferin war. So schrieb er einmal an sie: .. Du bist ein sehr guter zionistischer Sekretär und wirst den Magen-David- Orden bekommen, sobald wir einen solchen zu verleihen haben werden.“ Als Wolffsohn im Herbst 1898 als Mitglied der Kaiserdelegation Herzl nach Jerusalem begleitete, schrieb er am 16. Oktober aus Konstantinopel: „Mein liebes Muckelchen —> gestern mittag sind wir hier wohlbehalten angelangt. Welchen mächtigen Eindruck' Konstantinopel auf mich gemacht hat, kann: ich Dir nur mündlich schildern. Es ist die schönste und zugleich die schmutzigste und verfallenste Stadt, die ich je in meinem Le- Ausigaben. Das Jahr war schon bald um, der Hochzeitstermin rückte heran und das nötige Geld war lange noch nicht zustandegebracht. Verzweifelt, ohne Hoffnung, näherte sich der Mann seiner Heimat, fest entschlossen, da es augenscheinlich im Himmel anders bestimmt war, dem Vater des Bräutigams den wahren Zustand zu entdecken, und sollte es nicht anders geben, wenn auch gebrochenen Herzens, das Verlöbnis zu lösen. Müde und matt ließ er sich unweit seiner Heimatstadt am Rande des Waldes nieder; verzweifelt darüber, nach einem langen, mühevollen Jahre beschämt wieder nach Hause zurückkehren zu müssen, begann er bitterlich zu weinen. Plötzlich hörte er in seiner nächsten Nähe das Aufschlagen von Pferdehufen. Er erkannte den Reiter. Es war der Fürst Czatoryski, der Besitzer der um Piliw liegenden Ländereien, der zufällig hier jetzt vorbeiritt und den jammernden Juden bemerkt hatte. „Komm’ her, Jude!“ rief der Fürst. Erschreckt und zitternd näherte sich dieser in tiefer Vorbeugung vor dem auf hohem Rosse sitzenden Reiter. „Warum weinst du so jämmerlich?“ fragte der Fürst. Der Jude schwieg. Wie könnte er auch diesem hohen Horm erzählen, was das Herz eines armen unbedeutenden Juden bedrückt? Doch als ihm der Fürst gebieterisch zu sprechen befahl, s eh i kl orte er mit tränenerstickter Stimme, dem sichtlich von Mitleid ergriffenen Fürsten sein ganzes Leid, wie er nach einem Jahre müheii 11fl entheb rungsvollem Uraherwandems nicht die nötige Summo aufzubringen vermocht hatte und mm unverrichteter Dinge nach Hause zuriUkkehre und — was am schmerzlichsten für pm SPj daß er wahrscheinlich das Verlöbnis seiner Tochter aufzulösen gonötigt sein werde. „Wie,“ rief dor Fürst, „wogen eines so winzigen Betrages von einigen hundert Gulden so viel Jammer? Weine nicht Jude, hier hast du eine Summe, die für Mitgift und alle Hochzeit sausgaben roichlich genügt und für dich und deine Frau wird auch noch etwas Zurückbleiben.“ Mit diesen Worten holte er aus seiner Tasche ein Säckchen, das et dem Juden reichte, ritt ohne dessen Dank abzuwarten eiligst davon und verschwand bald aus den Augen des vor Überraschung und Staunen wie bewußtlos dastehenden Juden. Als unser Mann endlich mit zitternden Händen das Säckchen öffnete, waren seine Augen von den Menge der Golddukaten, von denen das Säckchen voll war, wie geblendet. Demütig erhob er seine Augen zum Himmel, dem Schöpfer für die ungewöhnliche erwiesene Gnade zu danken und nachdem er dem davongeeilten Fürsten tausend Segenswünsche nachgesandt, lief er schleunigst nach Hause und erzählte seiner Frau von der wunderbaren Fügung. Bald wurde auch die Hochzeit der Toohter mit Frohmut gefeiert. Er gab ihr eine größere Mitgift und reichere Ausstattung, als er versprochen und für ihn bliob noch eine hübsche Summe übrig, wodurch es ihm leichter als früher war, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Da kam Rosch Haschanah, der Tag des himmlischen Gerichtes. Satan, der Kategor, erhob schwere Anklage gegen das jüdische Volk. Die Juden behaupten — sagte er — Mitleid sei die erste ihrer National tilgenden, doch da« entspricht nicht dor Wahrheit. Im Gegenteil! Die Juden kennen kein Mitleid und nur heuchelnd wiederholen sie dreimal täglich die Psalmworte: „Gott ist gütig gegen alle und sein Erbarmen gilt allen seinen Geschöpfen“ tPsalm 14 S. 9). Diese Tugend besäßen nur Nichtjudew und zum Beweise führte er mit giftiger Zunge und geheucheltem Zorne die Geschichte von unserem armen Brautvater an, weil es ihnen eben, nach Meinung des Satan, an dem nötigen Mitleid gebricht und ein einziger Nichtjudo habe ganz allein und ungebeten, von wahrem Mitleid ergriffen, dies fromme Werk getan. Kaum hatte Satan seine schwöre Anklage beendet, als alle guten Engel ihr Gesicht vor Scham und Trauer verhüllten und ihre Köpfe unter Tränen senkten, während Satan und dio ihn begleitenden bösen Dämone siegesbewußt und frohlockend ihr Haupt erhoben. Vergebens suchte der gute Engel Michael, der Sanegor und Fürsprecher de« jüdischen Volkes, zu beweisen und darzutun, daß nicht durch. Mangel an Mitleid, das im jüdischen Herzen lebendig sei, die Juden unseren Mann in dessen Not nicht genügend geholfen hätten, sondern nur infolge ihrer großen Anmut.' Sie halfen, soweit sie es nur zu tun vermochten. Doch war die Verteidigung Michaels, angesichts der Wucht der Anklage Satans, nicht überzeugend genug und drang nicht durch. In den höchsten Regionen war die Verwirrung groß. Schwarze Wolken begannen den jüdischen Himmel zu bedecken und seine Sonne zu verdunkeln. Schon wurden Stimmen laut, ein verdammendes Urteil sei über Israel zu sprechen; doch entschied man sich schließlich dafür, den endgültigen Spruch bis zum Jom Kippur hinauszuschieben, um Michael noch Gelegenheit zu geben, bi« dahin neue Beweise für seine Verteidigung zu sammeln, die es ihm vielleicht ermöglichen könnten, Satan abzuwehren und ein böses Geschick von seinen Schutzbefohlenen zu wenden. Die Lage war in diesen Tagen für. Israel ernst und bedrohlich. Da traf e« sich, daß derselbe Fürst Czarfcoryski sich einen sehr teueren und besonders schönen und klugen Hund — der auf den Ruf „Barysz“ hörte — aus dem Auslande hatte kommen lassen. Barysz war ein sehr intelligentes Tier und verstand es, viele Kunststücke aufzuführen. Barysz war der Liebling seines Herrn, der auf seinen Barysz nicht wenig stolz war. Als der Fürst einmal vornehme Gäste bei sich hatte und diese auch auf die Intelligenz ihrer Hunde zu sprechen kamen, wollte der Fürst die Klugheit und besonderen Eigenschaften seines Barysz den Gästen vor Augen führen. Doch siehe da! Barysz versagte. Er, dor sonst seinem Herrn die Wünsche und Befehle aus den Augen las, rührte sich nicht von der Stelle, Es halfen weder strenge Befehle noch Schläge. Barysz wollte nicht gehorchen. Darob heftig erbost, jagte der Fürst den Hund — den er erst vor kurzem um teures Geld erworben — aus seinem Hofe. Ja, er verbot sogar seinem ganzen Gesinde und allen seinen Dienern dem Hund irgend welche Nahrung zu geben. Barysz lief in den Wald und als er hier nichts zu essen fand, kam er ins Städtchen und stand, vor Hunger winselnd, vor den Türen der Juden. Da er-? barmten sich die Juden des fast verschmachteten Tieres, labten und nährten es, trotz ihrer eigenen Armut und großen Entbehrungen und tun es auch bis auf den heutigen Tag. Diese« rührende, wahrhaft jüdische Mitleid mit dem fremden herrenlosen Hunde sollte nun gestern in der heiligen ernsten Stunde, am Vorabend des Jom Kippur, an geweihter Stelle im Angesicht der heiligen Lade vor Gott — gelobt sei Er! — bezeugt werden. Als nun heute Satan mit «einer Anklage wieder kam und siegessicher ein Verdammungsurteil über Israel besiegelt wissen wollte, da trat ihm Michael mit der Geschieht« des Hundes Barysz entgegen und bewies unwiderleglich, daß das jüdische Volk sich mit Recht der „Racbmanut“, des Mitleid«, als erstes seiner Haupttugenden rühmt und der Jude, der sogar für einen Hund, als ein Geschöpf Gottes, soviel Mitgefühl und Mitleid aufbringen konnte, um so mehr seinem eigenen Bruder gegenüber, dem Sohne seines Volkes, Mitleid an den Tag lege. Wenn dem armen Brautvater nicht genügend Hilfe geboten wurde, so war Armut, Not und Entbehrung der Grund und keineswegs Mangel an Mitleid, und wenn Israel von den Leiden der Galuth befreit und über ihm die Sonne der Erlösung wieder leuchten werde, dann erst würden alle seine Tugenden voll und ganz in Erscheinung treten. Michael blieb siegreich, Satan ließ die Anklage fallen und mußte sogar mit seinem Anhang zusammen mit Michael in das Lob der Juden mitstimmen. Engel und Seraphin sangen und wanden aus den Gebeten dor Juden einen Kranz um die Krone dos Allerhöchsten, gelobt sei Er. Da« drohende Unglück war gewendet und ein günstiges Urteil wird heute über Israel gesprochen und besiegelt.“

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