Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 8 (1934-1935)
- Issue
- Heft 386 (14.9.1934)
- Date
- 1934-09-14
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit« 6 Ml «TIMM9 Nr. f — 14. September 1934 tm Oesterreich Ehrung des Vizepräsidenten Dr. Löwenherz durch den Wiener Kultusvorstand Donnerstag, den 13. September, fand im Sitzungssaal der Wiener Kultuegemeinde eine öffentliche Plenarsitzung de« Kulfcusv Standes statt. Präsident Dr. Desider Fri( mann eröffnete die Sitzung mit ein herzlichen Willkommengruß an den Vi Präsidenten und Finanzrefrerenten der I meinde Dr. Josef Löwenherz anläßl seiner Rückkehr aue Amerika- Präsidi I>r. Friedmann benützte die Gelegen!* um dem verdienstvollen Vizepräsidenten seinem 50. Geburtstage die herzlichsl Glückwünsche des Vorstandes und des | samten Kollegiums zum Ausdruck zu br gen. Präsident Dr. Friedmann würdigte herzlichen Worten die Verdienste ( Dr. Löwenherz um did Wiener jüdisc Gemeinde, wies auf seine selbstlose u vorbildliche Pflichterfüllung im Dienste < Gemeinde hin, und schloß mit den herzlh sten Wünschen für das weitere Leh I>r. Löwenherz’ und seiner Familie. Vizepräsident Dr. Josef Lüwenhe dankte gerührt für die ihm erwiese Ehrung, die ihn, dem aus allen Kreisen u Schichten der jüdischen Bevölkerung seinem Geburtstag zahlreiche Sympath Kundgebungen entgegengebraoht wurde mit besonderer Genugtuung erfülle. Dokt Löwenherz gab der Hoffnung Ausdruc noch lange Jahre im Dienste dieser G meinde, für die er nunmehr bald ein Ja! zehnt an exponierter Stelle arbeitet, gemei sam mit seinen Mitarbeitern wirken : dürfen. Dem Jubilar Dr. Löwenherz wurde vo gesamten Vorstande eine herzliche Ovati< bereitet. Dr. Josef Alles äte Obmann der zionistischen Mandatare der Israelitischen Kultuegemeinde und auch für das zionistische Landeckomitee in Wien und dankte dem Dabingeechiedenen in feurigen, zu Herzen gehenden Worten für seine zionistische Arbeit, für sein mannhaftes Eintreten jederzeit für jüdische Belange, Seine erfolgreiche jüdische Arbeit fn Baden wfrrd nicht vergessen werden. In der nächsten Ausschtiösitzung der Ba dener Knltttsgemeinde wird der Antrag ein gebracht werden, den Namen Anton Sterns ins goldene Buch der Kultus gemeinde Baden einzutragen. Dr. Rudolf Lackenbacker. L Anton Stern (Baden) Herr Anton Stern. Er wurde zember 1859 als Sohn sehr arm am mittellos, 18 Jahre alt, nach Wien und ar beitete sich aus eigener Kraft empor. E seiner größten Erfolge im Leben war 25 Jahren die Übernahme des Cafd Prl in Wien. Während dieser Tätigkeit erl er für viele Verdienste den Franz-Jof Orden. 1914 übernahm er in Pistyam Cafe Kursalon und bekam während Krieges das Silberne Verdienatkreuz. reits vor 30 Jahren kandidierte er in V mit Plaschkes zusammen, als einer c frühesten Weggenossen Th d q r H e r z 1 s, seit dieser Zeit vom zion sehen Ideal beseelt. 1920 kam er nach den als Besitzer des Cafe Schopf und tätigte eich bald im jüdischen Gemeii leben. Bis zur Neuwahl im Juni 1934 ■ er durch 3 Jahre Präses der Israelitisc Kultusgemeinde in Baden und konnte v rend dieser Zeit mannigfache Erfolge sei ersprießlichen Tätigkeit reifen sehen. N der Neuwahl verzichtete er infolge seines Alters auf die Stelle eines Präses, er wollte nur ein einfaches Mitglied des Kultusausschusses sein, der seine Erfahrungen als Mitglied der zionistischen Fraktion weiterhin dem Judentum zur Verfügung stellt. Aber schon nach kurzer Zeit machte ein Schlaganfall am 6. d. M. seinem arbeitsreichen Leben ein schmerzloses, schnelles Ende. Das Leichenbegängnis am 7. d. M. zeigte von der ungeheuren Popularität und dem Ansehen des Alterspräsidenten der Badener Kultusgemeinde. Es waren erschienen der Badener Stadtpfarrer Kanonikus Stoiber, Vizebürgermeister Dr. Hahn, Vertreter sämtlicher Behörden, der Gesamtvorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Baden und Vertreter der Umgebung nobet einer unabsehbaren Menge, die dem Verblichenen das letzte Geleite gab. In der Zeremonienhalle sprach nach den rituellen Gebeten der Präsident Dr. S. Deutsch und würdigte in treffenden Worten die Tätigkeit des Verstorbenen für die Badener Judenechaft. Sodann sprach Diplomkaufmann Wilhelm Mandl für den Israelitischen Wirtschafteverein in Baden, in welchem Herr Stern lange Jahre dem Vorstand angehörte, Sodann sprach m Klein«« sfonMiidMS Wörterbuch Be- Zahlreiche Leser unseres Blattes, die erst seit kurzer Zeit Zionisten sind, hoben 3h mitgeteilt, daß sie oft Ausdrücke ln. hebräischer Sprache, abgekürzte Bezeichnt nungen von OrganisaHonsinstanzm usw. nicht verstehen. Wir bringen daher ab it, heute tot Fortsetzungen ein kleines zionistisches Wörterbuch. tu m AC en- Abkürzung für Actions Comltö, die vom Kongreß gewählte Körperschaft, die von der Exekutive in der Zeit stoischen den Kongressen einberufen iclrd in Agudas Jteroel Vereinigung der bisher antizionistischen Orthodoxie m AliJaJa „Aufstieg“, jüdische Einwanderung nach Palästina Akiba Allgemeine zionistische Jugendorganisation Allgemein« Zfotricten li- Die Partei der Mitte, vereinigt tm Weltverband Allgemeiner Zionisten ,n Assefali Versammlung Assefat Hanichwarim z Versammlung der Gewählten“, Jüdische Nationalversammlung Palästinas ie Awodah aamth d „Selbstarbeit**, Parole der jüdischen Arbeiter Palästinas für Wirtschaft ohne Lohnarbeit u Awodah Iwrith ,Jüdische Arbeit“, Parole zur Beschäftigung nur jüdischer Arbeiter in Palästina 3> Betar >r Name der Festung Bar Kochbas. Abkürzung für Brith Trumpeldor (revisionistische Jugendorganisation) Bezalel Kunstgewerbeschule in Jerusalem, begründet von Boris Scftatz BHu u Abkürzung von „Beth Jaakow Lechu Wenelchu“ (Hans Jaakob, laßt uns aufbrechen), Bezeichnung der ersten zionistischen Einwanderer nach 1882 q Bne Benjamin Q „Söhne Benjamins“, Organisation der palästinensischen Kolonisten Boded Einzel-Einwanderer, Mehrzahl: Bodedim Boger Älteste Stufe der Jugendgruppen 1 Büsten ai „Der Gartenbauer“, Zeitschrift des Verbandes der palästinensischen Kolonisten | Britb Habirjonim oder Brith Hachajil „Kriegerbundrevisionistische Wehrorganisation Brith Hazobar Union der Zionisten-Revisionisten 2 Brith Iwrith oiamith Weltverband zur Verbreitung der hebräischen Sprache ■ r Brith Scbalom „Friedensbund“, ' kleine Gruppe palästinensischer Intellek- ( tueller r Brith Trumpeldor r Revisionistische Jugendorganisation, benannt nach Josef ( Trumpeldor i | Chaklai Landwirtschaftlich Chalukah 5 Verteilung“, Organisation zur Sammlung von Spenden für arme fromme Juden in Palästina Chaluz, weibl. Chaluzah Mehrzahl Chalurim, bzw. Cbaluzoth „Pionier*1, jugendliche Palästina-Einwanderer Chawer, wrihl.: Chawerah Genosse, Freund Cbazith Haam „Schild des Volkes“, revisionistische Zeitung in Tel-Awiw Chewer hakwuzoth Vereinigung der Kwuzoth (siehe Kwuzoth) - Chinnch Erziehung Chowewe Zion „Zionsfreunde“, zionistische Vereinigung b Osteuropa vor Entstehung der zionistischen Weltorganisation Choeer Rundschreiben Chug Gruppe t Chug hanoar Zusammenfassung der Jugendgruppen G Chug iwri Zusammenfassung der hebräisch Sprechenden s Chuz Ia arez „Außerhalb des LandesGebiete außerhalb Palästinas d Dawar „Wort“, poale-zlonistische Tageszeitung in Tel-Aiotw s Doar Hajom „Tagespost“, rechtsgerichtete, bürgerliche Tageszeitung in a Jerusalem fc Dror „Freiheit**, Jugendorganisation der Poale-Zkm dr Dunam Bodenmaß in Palästina, 1 Dunam 1000 m* D Emek Tal ti Em«k Chefer Siehe Wadi Chawarith Emek Jeereel Zionistisches Siedlungsgebiet zwischen Haifa und dem Jordan- 1 gebiet \ Emek Sebulun Land an der Haifa-Bucht t Emlgdlrecl Gesellschaft zur Förderung der jüdischen Emigranten * Erez Land f Erez Israel „Land Israel“, Palästina Erez Israel owedeth „Arbeitendes Erez Israelpoale-zionistische Arbeiterschaft in Palästina Ewer Hajarden Transjordanien, Gebiet östlich des Jordan »Anläßlich des Rosdi - Haschanah- Festes sind mir von Korporationen7Verbänden und einzelnen Personen derart zahlreiche Glückwünsche zugekommen, daß ich außerstande bin, allen einzeln hfefSrzu danken. Ich bitte alle, auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank und die Erwiderung aller Wünsche entgegennehmen zu wollen. Dr. Oskar GrUnbaum." Redakteur Dr. Jakob Rosenthal und Familie wünscht allen Verwandten, Bekannten und Freunden ein herzliches aits “ihm B. LUSTMANN ll«r Obere Donaustraße Nr. 43 wünscht allen Freunden MD “1ÖD Zum Tode Dr* Sigmund Münz Wie die Tagespresse bereits meldete, verstarb plötzlich der bekannte Wiener Schriftsteiler und Journalist Dr. Sigmund Münz am 7. September in Budapest, wo er dem Internationalen Journalistenkongreß beiwohnte. Dr. Münz sta.nd ion 75. Lebensjahre. Dr. Sigmund Münz, der 1859 in Leipnik (Mähren) geboren wurde, war ein hervorragender Vertreter der Wiener journalistischen Schule. Seit 1892 war er Mitarbeiter der „Neuen Freien Presse“, vorwiegend in *em der auswärtigen Politik, und pflog als solcher mit dem Begründer des moder- Zionismus, Theodor H e r z 1, intime, indschaft. Münz war es, der den Proor Thomas G. M a s a r y k, jetzigen Pränten der tschechoslowakischen Republik, die Polnaer Ritualmordaffüre aufmerkmachte, die mit der Verurteilung des huldigen Leopold Hilsner endete, und :ämpfte Seite an Seite mit Masaryk für Durchbruch der Wahrheit. Dr. Siegmund z schrieb eine Reihe viel beachteter Abllungen zur politischen Geschichte der enwart, besonders Deutschlands und rreiohs. In der letzten Zeit war er mit Zusammenstellung seiner Lebenserinnerungen beschäftigt. I HERRENSCHN EIDER-ATELIER JOSEF KLEIN WIEN,I., SCHELLINGG ASSE 7, TEL. R 22-8-51 ELEGANTE ERSTKLASSIGE AUSFÜHRUNG I MASSIGE PREISE räk IN JEDES JÜDISCHE HAUS Jm E> „DIE STIMME" V die deutschen Judenverfolgungen London, 7. September. Aiuf dem gegenwärtig in Weymouth genden Kongreß der englischen ewerkschaften sprach der Generalkretär des Kongresses und der Präsident * internationalen Verbandes der Gewerkhaften W. M. C i t r i n e ein Verdamungsurteil iiibor das System der Ver- Igung und der Unterdrückung der Juden iroh die nationalsozialistische Regierung in VORSORGE-VKRSICHESWNG DIB LKISTUMO S 300— $ 15— S 300*— I C H 1111 H 0 UNFALL-, INVALIDITÄT KOJXEN-; BEITRÄGE: 300*— BEITRAGE SPITAL;.''.:; Operation; S 5 S 100* lebensv;e:w.-gei. pßgjfyx W I E N, j:>R'I 'E'iM:;:E':#-.G/'A&S'&t