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Die Stimme · 1934-09-14 · Heft 386 (14.9.1934) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 386 (14.9.1934)
Date
1934-09-14
Page
– (sequence 4)
Language
German
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telto '4 DIE STIMME Nr. 1 14. September 1954 PALÄSTINA - TRANSPORTE 'jtnttr m*6 {jiiBono BRODER & FENYO Wien, I., Franz-Josefs-Kai 7-9, Telephon R 26-0-67 und R 26-1-67, übernehmen zu kulantesten Be. dingungen Übersiedlungen, Warentransporte via Galatz, Triest und Constanza nach Palästina Auskünfte: Ernst ULLMANN, Leiter der Palästina-Abteilung 'diese beiden Fonds repräsentieren, aufs nach-1 Keren Kajemeth nicht aufhört, aber daß er drücklichste zu stärken. Man muß wissen. | für jeden einzelnen seiner Bekenner bei daß der Zionismus bei Keren Hajessod und i ihnen zu beginnen hat. Palästina meldet: kaum 35 Prozent der neuen ChaJuzim auf landwirtschaftliche Arbeit. Wie wir bereits mitgeteilt haben, beschloß die Exekutive der Jewish Agency, alle Ohtaluzitn, die von der J owteh Agency Zertifikate erhalten, dazu zu verpflichten, daß sie unbedingt zur landwirtschaftlichen Arbeit übergehen. Andernfalls erhalten eie nicht die Darlehen, die von der Jewish Agency allen Ghaluzim für ihre ersten Ausgaben bis zur Einordnung im Lande gewährt werden; sie verlieren sonst ferner das Recht, später ihre Angehörigen nachkommcn au lassen und mit Hilfe der zionistischen Fonds selbständig angesiedelt au werden. Das Einwanderungsdepartement der Jewish Agency wird noch weitere energische Maßnahmen treffen, um den Zustrom neuer Arbeitskräfte in die jüdische Landwirtschaft zu vergrößern. Die Stadtratswahlen in Jerusalem nicht, Parole.“ sie haben keinerlei konstruktive Verurteilung illegaler Palästina- Einwanderer Jerusalem, 12. September. Von den sechs jüdischen Kandidaten bei den gegenwärtig stattfindenden Wahlen zum Stadtrat von Jerusalem wurden der Vorsitzende des Waad Leumi Isaak Ben Zwi und der Rechtsanwalt Daniel Auster ohne Abstimmung in den Stadt- Tat entsandt. Nur über die Besetzung der vier restlichen jüdischen Mandate wird durch Abstimmung entschieden werden. Es gilt als sicher, daß Ben Zwi in dem neugewählte Stadrat das Amt des V i z e b ü rgermeisters bekleiden wird. Revisionistische Wühl« arbeit Jerusalem, 13. September. Das Vorgehen der Revisionisten in Jerusalem, die, nachdem ihre starke Agitation unter den Juden für einen Boykott der Stadtratßwahlen kein Echo gefunden hatte, völlig unerwartet ihre Taktik änderten und die Aufstellung einer eigenen Kandidatenliste gegen die vereinigte Liste sämtlicher jüdischen Parteien und Gruppen Jerusalems beschlossen, hat im Jischuw, und zwar sogar in den Kreisen, die bisher den Revisionisten nahestanden, große Erregung hervorgerufen. Die „Agudas Jisroel“, an die sich die Revisionisten mit dem Vorschläge wandten, mit ihnen einen Block zu bilden, und der sie mehr Mandate anboten, als sie auf der vereinigten jüdischen Liste hat, lehnte den Vorschlag der Revisionisten ab. Das gleiche taten der Verband der sefaidischen Juden und der Verein der jüdischen Hausbesitzer Jerusalems, an die sich die Revisionisten mit dem Vorschlag wandten, sich ihrer Liste für die Stadtratßwahlen anzuschließen. In einer Versammlung der Allgemeinen Zionisten Jerusalems wurde eine Resolution angenommen, in der der Versuch der Revisionisten, die Einheitsfront der jüdischen Bevölkerung Jerusalems zu brechen, verurteilt und alle Allgemeinen Zionisten aufgefordert werden, die Einheitsliste zu unterstützen und die Störer der Einheit zu bekämpfen. Die Versammlung beschloß gleichzeitig, daß jeder Allgemeine Zionist, der den Versuch, die Einheitsfront des Jischuw zu brechen, unterstützen würde, vor das Parteigericht gestellt werden soll. Für die im Jischuw herrschende Stimmung ist das Auftreten der rechtsgerichteten I hebräischen Tageszeitung „Doar Hajont“ charakteristisch, die bisher stets die Politik der Revisionisten zu unterstützen pflegte. Der ,Doar Hajo m“ veröffentlichte in den letzten Tagen einige Artikel, in denen die Haltung der Revisionisten scharf angegriffen wird. In einem dieser Artikel mit dem Titel „Für Einigung, nicht für Trennung“ wird unter anderem ausgeführt: ,,Es ißt zu hoffen, daß die Revisionisten noch in letzter Minute ihre Haltung aufgeben werden, weil sie einen außerordentlichen Durchfall erleben würden. Ihre ganze ,Weisheit“ und Kunst besteht darin, die Gruppen gegeneinander aufzuhetzen, die Sefardiim gegen die Aschkenaßim, die Misrachisten einer Gruppe gegen die der zweiten, die Allgemeinen Zionisten einer Richtung gegen die der zweiten auszuspielen. Ein positives Programm aber haben sie DSe Chaluz-Einwanderung und die Landwirtschaft Jerusalem (Palcor), Die außerordentlichen Maßnahmen, die in der letzten Zeit vom Einwanderungsdepartement der Jewish Agency ergriffen wurden, um die neuen Chaluz-Emwanderer in die landwirtschaftliche Arbeit Palästinas zu lenken, haben dazu geführt, daß die Zahl der Ghaluzim, die sich sofort nach ihrer Ankunft im Lande landwirtschaftlicher Arbeit zuwenden, jetzt fast doppelt so hoch ißt wie früher. 1734 Arbeitereinwanderern, die ßich in den letzten sechs Wochen bei der Histadruth einßchreiben ließen, gingen 1035, das heißt mehr als 61 Prozent, auf Arbeit in die Kolonien und die landwirtschaftlichen Arbeitersiedlungen. In den früheren Monaten gingen nach Amerika und Canada C.U na« W H iwsäi KOSCHERE KOCHE unter Aufsicht des Beth Din (London) REPRÄSENTANZ* WIEN Iv KARNTNERRING 4 Jerusalem, 12. September. Neun auß Sowjetrußland geflüchtete Juden, die am 24. Juli in Wadi Hawarith alß illegal Eingewanderte verliaftet worden waren, sind vom englischen Poliizeirichter in Haifa zu je zwei Monaten Gefängn i s verurteilt worden. Mit Rücksicht darauf, daß die Verurteilten nach Sowjetrußland nicht zurückkehren können, hat der Richter den Verwaltungsbehörden nahegelegt, diesen Einwanderern, falls sie sich durch ihr Verhalten dessen würdig erweisen, die dauernde Niederlassung zu gestatten. Von den Richtern in Safed und Tiber ias wurden 21 Juden und 31 Araber wegen illegaler Einwanderung zu zwei Monaten Gefängnis und nachfolgender Ausweis ung verurteilt. Auf administrativem Wege wurden 100 illegal eimgewanderte syrische Araber außer Landes geschafft. Ein Jüdischer Vizebürgermeister in Haifa Schabbatai Levy, einer der vier jüdischen Stadträte von Haif a, ist zum Vizebürgerm ei ster von Haifa ernannt worden. Seit fünfzehn- Jahren war das Vize-, bürgermeisterämt in Haifa von einem Christen besetzt. Der Bürgermeister -ist nach wie vor ein M o s 1 e m i t. Dreieinviertel Millionen Pfund Überschuß der Palästinaregierung Wie offiziell mitgeteilt wird, beträgt der Überschuß der palästinensischen Staatskasse per 31. Juli dieses Jahres 3,215.000 Pfund. Kampf für die jüdische Arbeit in Haifa iiiiiiiiiiiiiiiiiiijH Jerusalem (Palcor). Ein reicher Warschauer Jude narnenß Borovsky hat den Bau seine« großen Hauses in Haifa einem arabischen Bauunternehmer übertragen, der ausschließlich arabische Arbeiter beschäftigt. Die jüdischen Institutionen und Organisationen Haifas haben sich bereits wiederholt an den genannten Borovsky mit dem Ersuchen gewandt, dem Boykott der jüdischen. Arbeit beim Bau seines Hauses ein Ende zu setzen. Alle diese Versuche sind jedoch ergebnislos verlaufen. Die Haifaer Histadruth beschloß daher, beim genannten Bau jüdische Arbeiter als „Posten“ aufziistellen. Die Polizei intervenierte, und als die Posten den Bau nicht verließen, verhaftete sie die Teilnehmer am Poßtonstehen. An die Stellen der verhafteten Posten traten sofort neue, aber auch sie wurden von der Polizei verhaftet. Da die Arbeiter, die Posten standen, den Platz nicht freiwillig räumen wollten, machte die Polizei von ihren Stöcken Gebrauch, und ein großer Teil der jüdischen Arbeiter wurde verwundet. Das Gericht verurteilte zunächst 46 der verhafteten Arbeiter zu einem Monat und sechs zu drei Monaten Gefängnis. Zwei Tage später wurden weitere 13 Arbeiter zu drei Wochen und sieben zu fünf Wochen Gefängnis verurteilt. Unter dem starken Druck der jüdischen öffentlichen Meinung stellten die beiden jüdischen Architekten, die die Arbeit beim Bau des Herrn Borovsky leiten, die Arbeit ein und meldeten dem Bauherrn nach Warschau telegraphisch, daß sie gezwungen seien, die Bauarbeit zu unterbrechen, weil sie bereits zur Verhaftung und Verwundung von Dutzenden jüdischer Arbeiter geführt habe. Im Zusammenhang mit diesen Vorkommnissen lud der Haifaer Gouverneur die Leiter der Haifaer Histadruth vor und ersuchte sie, die Posten als gegen das Gesetz verstoßend zu beseitigen. Die Vertreter der Histadruth erklärten, daß ihr Kampf nicht gegen die aut' dem Bau arbeitenden arabischen Arbeiter, sondern gegen ihren jüdischen Arbeitgeber gerichtet sei, der die jüdische Arbeit boykottiere und dadurch Verrat an seinem Volke begehe. Die jüdischen Arbeiter würden den Kampf für die jüdische Arbeit forteetzon, weil dies nicht nur ein Kampf für ihre eigene Existenz, sondern für die Zukunft zehn tausender Juden sei, die in der Diaspora litten und um die Einwanderung nach Palästina und Arbeit im Lande kämpften. Nach diesen Vorkommnissen unterbrach der arabische Bauunternehmer dio Arbeit am Bau des Gebäudes. Inzwischen traf ein Telegramm des Herrn Borovsky ein mit der Anordnung, auf dem Bau jüdischer Arbeiter zu beschäftigen. König Albert von Belgien und die Krone von Palästina Brüssel, 6. September. In der belgischen Presso wurde in letztee Zeit auf die Tatsache aufmerksam gemacht,; daß während des Weltkrieges dem vor einii gen Monaten tödlich verunglückten König Albert die Krone eines in Palästina zu errichtenden Königreiches durch Frankreich, Italien und dem Vatikan angeboten wurde. Dieses Angebot wurde jedoch von König Albert abgelehnt. Die Meinungen darüber, was den König zu dieser Ablehnung veranlaßt habe, gehen auseinander. Während der bekannte katholische Führer und gründliche Kenner der Orient - Probleme F. van der Bosch die Ansicht vertritt, daß der König es vermeiden wollte, sich die Gegnerschaft der englischen Protestanten zuzuziehen, veröffentlicht Camille Huysmans, der mit dem König eng befreundet war, in der A n t w e r p e n e r „V o 1 k s z e i t u n g“ die Mitteilung, der König habe sich ihm gegenüber dahin geäußert, er habe die Krone Palästinas ausgesohlagen, weil er tiefe Sympathien für die zionistische Bewegung empfand. „Dieses Land“, so habe der König erklärt, „muß dem jüdischen Volke gegeben werden, das endlich auch seine eigene Heimat haben soll.“ „Dr. Krüger-Heim“ gemeinnützige Zenfrolnnstult für MMchenerziekung und Fortbildung Wien, II., Malzgasse 7 Tel. A 48-0-77 Internat Halbintemat Externat Frauenberufsschulen Neu: Klndergärtnerlnnenbi!dung8ansta!t mit Staatsprüfung Fortbildungsschule s Kochen, Nähen Gartenbau, allgemeine Bildung Prospekte auf Wunsch Mendl Friedmann « Sohn II., Praterstraße Nr. 66 wünschen allen Gesinnungsgenossen Privat-Klndergarten Wien, II., Ferdinandstr.19, Tflr6, Tel.R 47-6-43 geöffnet täglich von 9 bis V*6 Uhr Methode Fröbel-Montessori Individuelle Behandlung Aerztlidie Aufsicht Modernste Beschäftigungsmittel Französischer Unterricht Konversation. Schulnachhilfe, Prüfungen, Handelskorrespondenz, auch außer Haus Sprechstunden von 1 bis 4 Uhr XVIII., Schulgasse Nr. 79, Tür 4 KINOPROCRAMME DER WOCHE KREUZ-KINO fc.yff’äÜS Prolongiert: (In derGewaltdes Maschinenmenschen) Vorstellungen s 4, %6, V,8, 7410 Uhr Leogoldsifidfer Volkskino Toi ephon8 H r"f-0S-2a 7* Vom Freitag, 14., bis Donnoretag, 20. September t Lude Englisch in: Heine Frau, die SdiQtzenk6nl$ln WochentußB */»6, ‘/A V4° Uhr, Sonn- und feiertags '/»•! Uhr Jude! Stell dir am Jom Kippur die Frage: Habe Ich meine Pflldit dem Keren Kajemeth gegenüber erfüllt? Spende beim Thoraeufruf für den Keren Kajemeth I

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