Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1933-12-07 · Heft 312 (7.12.1933) · page 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 312 (7.12.1933)
Date
1933-12-07
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/3053752-3054015-3054066--3882-3059436
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 312 - 7. Dezember 1933 OIE STIMME S^fe 9 Zionistische Bezirks-Option M — Klub „Er«/ Israel" ‘ Chanukka-Feier Mittwseh, 13» Dezember 1933 (25. Klslew), 8 Uhr abend«» Im Ch&je«-8aal der Zlönletlschen Bezirks- Sektion Leopoldstadt, II., Praterstrafis 13 (Lloydbdf). Festrede: Dr. Abraham Äshmsrlsr. Mitwirkend: Oberkantor Em. Fränkl (Lichterzünden und jüdische Lieder); JQ<fi«eh*r Qesengverelrt (Dirigent: Israel Brandmann); Alice Sohwart (Klavier); Hebräischer Dialog von David Frlsehmnün (gesprochen von M. Qelband und W. Weinberg); „Chanukka oder,..?“ (Einakter v. Jl2chak Harzberg). Stein werden daselbst ab Mitte Jänner Vorträge, Kurse und Seminare aller Art abgehalten werden, insbesondere Über jüdische Geschichte, über das Wesen des Zionismus und über sonstige jüdische Probleme. lut Beachtung! Vom Zentralbüro der Mlsrächl-Ofgaftlsatlon in der tschechoslowakischen Republik erhalten wir nachstehende Mitteilung mit der Bitte um Veröffentlichung: Die in Wien erscheinende «M i s r a c h i, Jüdische Zeitschrift» besitzt seit dem 1. September d. J. nicht mehr den Charakter eines offiziellen Organs der Misrachi-Orgänisation in der tschechoslowakischen Republik. Die in dieser Zeitschrift vertretenen Ansichten entsprechen nicht den in der tschechoslowakischen Misrachi-Organisation herrschenden Prinzipien. Misrachi-Organisation in der tschechoslow. Republik. Die Arbeit des Keren Kaie* meth Ein neues Sammelmlttel: Sefer Hajeled — Das Kinderbuch D&s Hauptbureau des Keren Kajemeth hat neben dem Goldbuch efn neues Buch elngeiührt: Das Kinderbuch. In dasselbe können alle auf das Leben von Kindern bezügliche Vorkommnisse, von der Geburt bis zur Bar Mizwah, eingetragen werden. Für jede Eintragung erhält der Eingetragene ein herrliches, in leuchtenden Farben hergesteUtes Diplom direkt aus Jerusalem. Die Kosten der Eintragung betragen zwei Pfund. Der Entwurf des Diplomes stammt von der Hattd Grete Krakauers, der bekannten in Erez Israel wohnenden österreichischen jüdischen Künstlerin* Goldbuch-Eintragurtg DA Abraham Schmerler Flk diese Eintragung ist bisher durch die Zionistische fiezirkssektiort Leopoldstadt der Betrag Von S'327;— eirtgefcäbgen.’ . ^rrt Goldbuch-Eintragung Mder Henlsch Für diese Eintragung Ist ein weiterer Betrag von S49.— eingegangen, so daß insgesamt S 138.—> beim Keren .Kajemeth bereits erlegt wurden. Garten auf den Namen «WIzo»-Htetzing Die «WIZO»-ttietzing hat beschlossen, einen eigenen Garten zu stiften. Der erste Betrag ist bereits eingegangen. Gebrauchte Market Der Keren Kajemeth ersucht um Ueberlassung gebrauchter Marken, da er für sie lohnende Verwendung hat. Mitteilungen des Karen Kaie* meth Wio.n, I., Ivinitnerrtraße 28, Tel. R 27-3-20, rostsp.irke.-^en- Kootö A 100.208. Ausweis Ne. 4. Summe der Eingänge vom 16. bis 30. November 1933 .S 7.505.42 „Hosftoth" (Aktion des Herzl-Klubs).K 41.80 Summe der Eingänge von Rosel« Hasohnnah 6603 8 20.783«—- Summe der „Hozaoth“ Veld Rosch Hasehanah 6693 8 1.866.85 8pealfikatlon der Eingänge nach Spendenarten. Usslschkitt-Kolonie ....... 8 4.550.-- Thoraspenden 8 1.406.29 Büchsen. 8 894.36 Silberbuch ........... S 196.13 Allgemeine Spenden ...... . B 171.33 Goldbuch .. . . *«....«.S 138.06 Raumspenden 8 110.71 Imltaschen ..■•••••...8 38.44 8 7.506.32 „Hozftöth".8 41.80 , 8 7.547.12 Spezifikation der Bezirksselctionen und Gruppen (alphabetisch geordnet). Zentrale 8 6846.31; Raden 25.—; Bnal Brith 40.87; Chajes-Realgrs'mnaslum 8.—; Elsenstadt 27.70; Bmunah 82.04; Hakoah 0.70{ Hasmonäa-Makkabl 14.60; Hlstadruth Gordoöia 68.46; Hohenau 30.—: Jgrd. Vor. radile Zionisten 48.29; Lackenbach 11.90; Mirjam 118.08; Mlschmar Haowdlm-JSAJ. 120.—; Salzburg 8.—; Sektion It. 164.16; Sektion Prater 88.09; ttt. 8«.—; IV./V. 80.—; VI./VIL 4.82; VIII./IX. 171.10; XIII. 29.90; XX. 70.—; Zwlschenbrüeken 2.—; Tcheleth Lawan 80.78; Union der Zion. Revls. 9.S8; Wlzo 228.82; Ziroth Mlsrochl 7.60; Zlrenu 181.83. Ueeischkln-Kolonie: 8 4563.— Fr. König; 150.—; Reitleb & Co. 600.—; Ussischkin- Veranstaltun&en anläßlich seines Wiener Aufenthaltes 8900.— (Dr. Siegfried Plaschkes 200.—, Dr. N. Geier 10.—, Nathan Bernstein 50.—, Dr. Klarmann 5 60, Hofrat Doktor Ludwig Werner 6.—, Öberflnanzrat Dr. Hugo Benedikt BÖ.—, Max Eckstein 100.—, Prof. Dr. Samuel Krauß 10.—» Friedrich Karbach 50.—, Julius Krüpnik 100.—, Dir. Moses Meier 25.—, Dr. Max Sllberberg' 10.—, Ignatz Kerpner 20.—, Dir. Josef Kremenezky 600.—, ßandor Wolf 200.—, Oskar Schramek 50.—, R- Königfest 300,—, Doz Dr. Rudolf Strizower 50.—, Dr. Georg Stein 50.—, Dr. Norbert Doftan 50.—, ß. Appenzeller 20.—, Dr. David Rothblum 100.—, Theodor Kremenezky 100.—, Hetnribh Chalmowlcs 20.—, Hutschnecker 13.—, Dir. Bernhard Doregger 100.—, Selig Weltzmann 25.—, Dr. E. M. Zweig 20.—, Dr.. Philipp Rezek 100.—, Prof. B. Gottlieb 60.—. Markus Greif 20.—, Dr. Schaplra 6.—, Frau Dir. Larhpel 20.—, Dr. D. Lunenfeld 50.—, Dr. Karl Pollak 15.—, Dr. Bimon .Horowite 40.—, Saul Haber 100.—, Doktor Miohael Steinberg 10.—, -Dr. Jösef Blauhorn 8Ö0.—, Frau Fanny Weiß 10.—, Prof. Dr* Ludwig Braun 35.—, Doz. Doktor W^demar^ Goldschmiedt 20.—, Ober-Ing. Otto Krasny 20.—, Adoif Hecht 25.—, Komm.-Rat Kar’ Klemperer 40.'—, Komm.-Rat Jules Göurary 50.—, Jakob Straßberg 10.—, Moses Ungerfeld 4.50* Dir. GerBon Wlttlln 50.—, Dr. Desidcr Friedmann 21.97, .Apotheker Isidor Groß 50.—, Diverse 63L03). . . . .. Thoraspsndsn i S 140&29 Tempel XIX., Doilnergasse, 788.—; „Blkur Cholim“ durch S. Oesterreicher 35.—; durch Kultusgemeinde?S4,04 (Oberrabbiner Dr. Feuchtwang 25.—, Dr. »Viktor Kellner ßAiele,an die, fcodaktCem Wir erhalten aus unseren Leserkreisen die folgenden Zuschriften, denen wir gerne Raum geben: Radio Wien Ist seines hochwertigen, künstlerischen Progrmrimes wegen so ziemlich in der ganzen Weit beliebt Allerdings wird dieser wert zeitweilig durch die der österreichischen Ravag aufgezwungene politische Abwehrpropaganda beeinträchtigt. Vor einigen Tagen hat der. Generaldirektor der Ravag eine Rede gehalten, in der er u. a. ausführte: «Gegen 94 Prozent der Bevölkerung in Oesterreich sind Katholiken. DieSer Tatsache müsse Rechnung getragen werden. Wenn der Rundfunk mit der Bevölkerung verwachsen »oll, ist die Gestaltung des Gesamtprogrammes im christlichen und österrechlschen Gedanken eine Selbstverständlichkeit.» Die Wiener «Judenpresse» hat die Rede des Generaldirektors gebracht, doch den Passus mit der Neugestaltung des Programmes in christlich-,österreichischem Sinne unterschlae n. Wahrscheinlich will diese sogenannte Judenpresse aus artgefühl die ohnedies schon so sehr nervös, gewordenen Juden schonen! Außer dieser Haltung der Zeitungen sei in diesem Zusammenhang auch auf eine andere wichtige Tatsache hingewiesen: Die Ravag, hat seit einigen Tagen 500.000 Abonnenten. Von diesen 500.000 Abonnenten wird sie erhalten.. Es wäre nun interessant, zu wissen, ob diese Abonnenten sich auch zu 95 Prozent aus Katholiken rekrutieren. Die Antwort, die wahrscheinlich nicht kommen wird, und die Schlußfolgerung, ob die Ravag dem Gedanken des prozentmäöigen Teiles der Abonnenten, die n I c h t Katholiken sind, in irgendeiner Form Rechnung tragen wird, halte ich jedoch mit Rücksicht auf die schweren Probleme, die das österreichische Judentum gegenwärtig bewegen, von sekundärer Bedeutung. J. b. M.' Die Wiener Ufa gegen die Juden Hitlers Arm reicht weit! Es genügt ihm nicht, daß bei ihm im «Dritten Reich» einige Hunderttausend Menschen zum Hungertod verurteilt sind, daß er Existenzen ruiniert, Verzweifelte in den Selbstmord treibt, ‘viele Zehntäusende in die Fremde jagt, wo sie ein armseliges Leben führen müssen. Nein, selbst im Auslande soll man fühlen, daß bei Hitler Juden nicht zu den Menschen zählen, daß Juden keinen Anspruch auf Arbeit und Betätigung und das notwendige Existenznjinimum haben. Ueberall. wo Hitlers Einfluß waltet, werden die Juden aus ihren Stellungen gedrängt, um Verdienst und*Leben gebracht. ' Die Wiener Ufa, die schon einmal, im Frühjahr, sich zu einer Gleichschaltungsaktion aufgeschwungen hat, hat nun den letzten luden in ihrem Unternehmen gekünd'gt. Angestellte, die schon viele Jahre Im HaiiM beschäftigt sind, mußten ihre Arbeit niederlegen und den Platz anderen, die wahrscheinlich in ihrer Gesinnung Herrn Hitler näherstehen, überlassen. Die Ufa besitzt in Wien ein Kino, das Ufa-Ton-Kino in der Taborstraße, und bringt ihre Filme außerdem in sieben weiteren Theatern, und zwar im Gartenbau-, Busch-, Kärntner-, Haydn-, Votivpark-, Stafa- und Ko I osseü m-K i no, heraus. Der Besuch dieser Kinos hat sich bekanntlich zu einem großen Teil aus jüdischem Publikum rekrutiert, also aus einer Gesellschaftsschicht, der die Ufa mit ihrer letzten Handlungsweise ins Gesicht schlägt. Durch ihre Kündigungen in Wien hat die Wandernot bilde Palästina als die von allen Mächten der haben will. Im Rahmen , ihrer Firma so zu handeln, ist ihr juridisches Recht. Aber es gibt noch kein Recht, das das jüdische Publikum zwingen kann, in die Kinos der Ufa und ihrer Filme zu gehen ... T e 1 - A w I w, 6. November 1933. A n d i e R e d a k t i o n der «S11 m m 0», Wie n. “ In einer der letzteh Nummern der «Stimme» erschien eine Notiz, die von der «Ita» hsitührt und die auch in andere Zeitungen Eingang gefunden hat, unter dem Titel «Ein wahderer-Zelt lag er im Zentrum Tel- Awtws». Es wird dort folgend1:« gesagt: «Infolge starken Wohnungsmangels, verursacht durch die große Einwanderung, besonders aus Deutschland, hat sich die Stadtverwaltung veranlaßt, gesehen, im Zentrumvon Tel-Awiw an der Kreuzung der Nächmäril- und Achad-Haarii-Straße ein Zeltlager für die Nt-ueinWanderer zu errichten. Die Lage der Zeltbewohner »t um so bedauernswerter, als die Regenperiöde frühzeitig hereingebrochen Ist.» loh wofane ln der Achad-Haam-Straße und nabe mich davon überzeugt, daß an diesem Bericht höchstens nur das richtig ist, daß in Tel-Awiw Wohnungsmangel herrscht. Sonst ist aber alles von A bis Z unrichtig. Folgendes dagegen ist richtig: Drei Zeltbewohner an) Jarkön, also ziemlich außerhalb der Stadt, haben tu ihrer Bequemlichkeit ihren Wohnsitz auf einen zufällig in der Stadt freien Platz verlegt. Die Inhaber der Zelte sind lange vor Beginn der neuen großen Einwanderung Ins Land gekommen. Die Stadtverwaltung hat damit nicht im geringsten zu tun. Die drei Zelte sind auch schon Wieder von dort verschwunden, da man sie dort scheinbar nicht dnld.n wollte. Wie man aber da von einem «Zeltlager» für «N e u e i n w a n d e r er» sprechen kann, ist mir völlig ein Rätsel. Zum Schluß sei noch bemerkt, daß es aüch ar nicht regnet, vielmehr herrscht wunderbares Wetter und rennt dr? Sonne noch zieml’ch ausgiebig. Soll vielleicht gerade letzterem Umstand die Phantasie des Berichtes zuzuschreiben sein? MR Ziottsgruß Saul Wein re b. 20.—, Emantiel Blumenstein 5.—. Dr. Ftcinborg: 10.-—, O. Reicher 10.—, Dr. Simon Hendier 5-—, Josof Donath 5. -—, Bethaus XV 103.50, Bethaus XXI 1 15.50, von allen KultuSgemolnde-Spenden minus 6 Prozent); Oberlehrer Oskar Gero, Eisenatadt, 2.50; Erleb Dasnhc, Hohenau. 20.—; Marek Daache, Nieder-Abadorf, 10.—; „l'oMi Jlzchak“ durch Juda Schmiedt 87.75 (Jehuda Schmiedt 6.—, Israel Kate 3.—, Seidmann 3.—, Jakob Rosenstrauß 2.—, Wald 3.—, schwamm 8.—, Aschhorns 11.—-, Herzei Roth 2.—, Markus Bartfeld 19.50, Jona Tmbcrmann 4.—, Mendel Goldsrhmiodt 3. —, Karl Feidmr 2.•—, Munrsc.h Schmiedt 2.—, Bnruch David 2.—, Eliazar Rokach 5.—, Benzion Slhrrcr 2.f>0, Starer 5—, Klelnfeld 2.50, Ocdnljahu Schärf 2.—. Diverse 3.25); Bethausverein Hrdberarstraße 36.—; .Xourloggor-Tompel 145.---. Silberbuchi S 195.13 Für S. B. Karl Hirsch durch redik. .Tugend j5.83; Nctlj und Heinrich Baumgarten anl. Ihrer füllt. Hochzeit durch die Geschwister 36.—; Morenu Josef hon Clmim HrRoben anl. seines 8ft. Geburtstages 35.—; Ignatz Kornb’um-Rnla Eckstein anl. Ihrer Vermählung; durch Chaim Weinber^er und Juda Löw 85.—; „Tomchej Jcschurun" fiir S. Mehl 2.—; „Wlzo“ VIII durch Frau Rosailc Leser a. N. Frau Dr. Finkelstein 27.—; „Zlrenu" a. N. Fritz Fisch! 20.96; „Zlrenu" a. N. Richard Müller 24.34. Allgemeine Spenden: S 171.33 Elisabeth Jäckel 5.—; durch Mgr. Barkicz, Baden: Rösch-Hoschanah-Aktlon (Nachtrag) 16—; Dr. Rudolf Laekenbacher 0.—; durch Dr. Walter Werner 24.C0; durch Egon Zehngut, Eisenstadt, 24.20; (Sammlung beim Vortrag des David Breuer 2.—, Sammlung des Bcrtnold Zohngu» 8.—, Sammlung beim JIL Jom lJrith des „Ilaschomer Hadatl 2.—, Sammlung ln Mattersbürg durch Bertholot Zelmgut 4. —, Sammlung ln Mattersbürg durch Leo Schön 5.50, Spende des Kultusprösldentcn AVilhelm Schneider 5.—, Sammlung bei Hochzeit Schey-Fürst 2.70); Sammlung für Kfar Makkabl durch „Hasmonlia-Makkabi“ 14.60; .Toset Schönhorn, Salzburg, 2.—; Sammlung beim Vortrag Doktor Kobler durch „Wizo" und Sektion VI/VII 8.64; „Math Jaakow" durch Littmann Kal mann Kaarah 8.10; Sektion XIH diverse Sammlungen 29.90; Johanna Medak 2.—; Sammlung bei Hochzeit Gruszka durch Frau Andermann-Frau Brandelsteln 4*—; Sammlung bei Hochzeit Akner-Adler durch Frau Brandei stein-Frau Andermann 22.—; (Akner 6. —, Mendl 2.—’, Adler 2.—, Diverse 18.—); Zlrenu diverse Sammlungen 4.55; Diverse 1.74. Goldbuch: S 133.03 Moses Schwager f. G. B. Dir. Gorson Wittliu 2.—; Radlk. Jugend f. G. B. Dr. Israel Waldmann 27.46; durch Leo Schräge f. G. B. Dr. Abraham Schmerler C5.—- (Isidor Lebensohn 6.—, Ignatz Müller 10.—, Moses Singer 10.—, Sal. Schaplra 50.—, David Horowltz 10.—. Sammlung durc) Schräge 10.—); Frau Rasolle Leser (. G. B. Dr. Siegfried Plaschkcs 18.60. Baumspenden; S 110.71 Chajes-Realgymnasium 8.—; Mlschmar Haowdim- JSAJ. für Garten Alfred v. d. Walde 20.—; Sammlung durch Dr. Seherzer bei Brith Mllah Joel ben Benzion Fuchs 17.— (Dr. Seherzer 2.—, Dr. Gottlieb 2.—, Adolf Fuchs 2.—, Benedikt Fuchs 2.—, Heksch 2.—, Diversa 7.—); durch Seidmann: Mgr. Gang für „Stella ugd Moritz Fleischmann- Garten" 20.—; Sammlung bei Hochzeit Mahvi Kampf-Isra<d Herzlich durch Frau Rosa Hecht und Bettl Reinharz 24.18 (Herzlich 3.—, Israel Mandl 2.—', Herr und Frau Heinrich Winschauer 2.—, Diverse 17.15); für Garten „Wizo" Meidling durch Frau Kam.-Rat Kohn 21.56. Imitaschen: S 38.44 Dr. Edgar Breitner 5.04; Hans Heller 9.88; Frau Direktor Lampel 3.82; „Zlrenu“ 17.32; Diverse 2.38. Internationale jüdische Wanderfüisorgekonterenz in Wien Im Sitzungssaale der Israelitischen Kultusgemeinde Wien wurde in diesen Tagen eine von der «Zentraikommis- 8ion für soziale Fürsorge der Wiener Kultusgeme.nde» zwecks Ausgestaltung des Fürsorgewesens zugunsten jüdischer Emigranten einbsrurene Vanderfürsorge-Konferenz abgehalten. Den Vorsitz führte der Leiter der Zenträlkommission Dr. Isidor Klaber, an der Verhandlung beteiligten sich auch der Präsident der israelitischen Kuitusgeme.nde Wien, Dr. Desider Friedmann, die beiden Vizepräsidenten Dr. Jakob O r n s t e i n und Dr. Joseph Löwenherz sowie der Amtsdirektor Regierungsrat Guido F u c h s g e 1 b. Das Österreich.sehe Hilfskomitee für die deutschen Juden war uurch seinen Präsidenten Wilhe.m Kux vertreten, neben Delegierten der jüdischen Gemeinden Oesterreichs waren solche aus der Tschechoslowakei (Füraorgezentraten in Frag, Brünn und Lundenburg), aus Uu< garn, der Israelitischen Allianz in Wien, des Wiener Palästina-Amtes, des Weltverbandes jüdischer Studenten und des Chaluz erschienen. Eine Reihe Großgemeinden und Organisationen, u. a. in Warschau, Krakau, Lemberg, Sotia, Saloniki, Triest, Zürich, HJCEAl-Paris, hatten Begrüßungs¬ und Zustimmungserklärungen gesandt. Nach Eröffnung der Tagung durch Dr. Klaber hielt Präsident Dr. Des.der Friedmann eine eindrucksvolle Ansprache, in der er das jüdische Wanderprob.em beleuchtete, das infolge der Ereignisse in Deutschland eine katastrophale Wendung erfahren hat. Dies sei um so bedauerlicher, als gerade die deuts^ien Juden in den letzten Jahrzehnten großzügige Hilfsaktionen iür jüdische Wanderer durchgefilhrt und noch in jüngster Zeit die Wanderfürsorge in Mitteleuropa entscheidend beeinflußt hatten. Der Wanderfttrsorge müsse das Prinzip der konstrukt.ven Hilfe zugrunde gelegt werden, wie dies auch auf d~r Londoner Hilisuonferenz für die deutschen Juden zum Ausdruck gekommen sei. Ueber die Londoner Konferenz berichtete dann Präsident Dr. Friedmann, der auf derselben die Juden Oesterreichs vertrat. Einen Lichtpunkt in dieser 2flrit jüdischer Wanderernot bildet Palästina als die von allvi Mächten der Welt anerkannte nationale Heimstätte des jüdischen Volkes. Deshalo müsse gegen die Beschränkung der Einwanderung in diesem Lande mit aller Entschiedenheit aurgetreten werden. Die Frage der Produktivierung, der Berufsamschichtung der Juden müsse von seiten der organisierten jüdischen Gemeinschaft die nötige Aufmerksamkeit zugewandt werden. Die im Rahmen der Fürsorgezentrale der Israelischen Kultusgemeinde Wien ausgeübte Wanderfürsorgetätigkeit hat durch das Zusammenwirken mit anderen jüdischen Gemeinden Oesterreichs und des Auslandes wertvolle Leistungen vollbracht, und es sei daher wichtig, dieses konstruk-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.