Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 6 (1933)
- Issue
- Heft 312 (7.12.1933)
- Date
- 1933-12-07
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite S OIE STIMME /Cr. 312 — 7. Dßzemtifvr 1333 Zionistisches Lehen in Wien Vortragskalender des zionistischen Landeskomitees Ths | »' Redner Thema Donnerstag, t. ueze.no, 4 Uhr naeh:-rtt-*r*i isr. ixu.tucge.ne.ncle l„ Seitenstetten-Tempel Uuerrabb. Dr. David heuchtwang „Chajes-Gedenkrede“ Donnerstag, .. j-a/.t ..n,. ft Uhr nSends Sekt, ii, Praterstraiie i3, r.k-.i0-.s —1 Rabbiner ür. M. Rosenteid Oberkantor Gerson Margoliea ohaje3-uedciChtni8rede Liturgische Funktion Donnerstag, t. Dezemu. l'hr abends Sekt. VI, VIT, Loqualplatz 11 Brldgo- und Rummyabend Die Ivlubräume der Sektion VI/VH, VJ ., Loquuipiatz li, »mci tngucn au ti umuoenua geounet. Samtiicne Tages- und Jüdische Zeitschriften liefen nuf. Freitag, 8. Dezember 1R Uhr rhrnds Sekt. IT, Praterstraße 13 Oneg Sabbath mit Chumaschvortrag r rej tag, 8. Dezember J'-R Uhr rhr>-<ds Sekt. Trater, Jungstraße 8 Oneg Sabbath 1* reitag, 8. Dezeiuber 1' R cb^nds Sekt. XX, JägerBtraße 30 Oneg Sabbath t>amstag, D. Dezember |"br p liAnrlci hektiou Prater, ..Zum M^r^k-mer“ Makkaböerfetcr (Programm) Samstag, 9. Dezember 8 Uhr abends Sektion Prater, Gasthaus „Zum Marokkaner“ Große Makkabäerfeier Dir, Dr. Kellner: Festrede — Reichhaltiges Unterhaltungsprogramm — Ah 11 TThr Tnnz Samstag, 9. Dezember R Uhr phnnH«! muu junger Zionisten, VT.. T.onwalplatz 11 Etnpfangsabend mit Tanz Samstag, 9. Dezember 8 Uhr abends Sekt. Zwischenbrücken, XX., Mortaraplata 4, Caf6 „Mort'’rnmnrkt“ Geselliger Abend Jüdische Musik und Lieder (Eintritt frei) Sonntag, 10. Dezember 5 Uhr neebmittarrs Sekt. II u. Klub „Erez Israel", IT.. Prrterstrnße 13 Geselligkeitsnachmittag Montag, 11. Dezember Sekt. 11 11. Klub „Erez Israel", TT.. Praterstraße 13 Rabbiner Dr, K. Kupfer Seminar für Jüd. Geschichte Dienstag, 12. Dezember R Uhr ebondo Sekt XX, Jägerstraße 30 Dr. 0. Glaser Talmudvortrag Mittwoch, 13. Dezember R Uhr nhends Klub „Erez Israel" u. Sekt li, Praterstraße 13 Große Chanukkafeier (Programm) Mittwocn, 13. Dezember 8 Uhr abends Akadcm. Verband Allgemeiner Zionist"". TT., 13 Arbeitsgemeinschaft über Geschichte des Zionismus Mittwoch, 13. Dezember R TThr pbends Sekt. XX, Jägeretraße SO Prof. Dr.. Papo. Seminar für jüd. Geschichte Donnerstag, 14. Dezemb. R Uhr abends Sekt Vl/Vii u. Frauengruppe VI/VII. I.oomiplatz 11 Große Chanukkahfeler Samstag, 16. Dezemöer 149 Uhr abends Sehwarzenbergkasino, 1, Schwarzenborgplatz Große Mäkkabäerieier Dr. Desider Fried mannt Festrede Sonntag, 17. Dezember R Uhr abends Gdud Zeirim, Kunstspiele Pan. T.. Hlcmergasse Große Chanukkahfeler Sonntag, 1/. Dezember 7 TThr ab-nds Hebräische Schule, Sekt; tt. Prcterstrc ße 13 Große Ktnder-Chanukkahfeier Sonntag, IV. Dezember 3 Uhr n^ch^dtt-"-« Zion. 1-rauengruppe Vl/VU, r.oouainlatz 11 Großo Kinder-Chanukkahfeier - Sonntag, 17. Dezember 3 Uhr nachmlttogs Wizo VIII/1X, Hotel „Post“, T.. Fleischmarkt Großes Kindcr-Chanukkahfest Donnerstag, 21. Dezernb. 8 Uhr abends Verlautbarung des liehe Veranstaltung^ Werbetätigkeit, Vort Kärntnerstraße 28, , t 1 ubemtbb. Dr. David Feucht- I „Die sozialen- Probleme . bei Sekt H, Praterstraße 13 | wang | den PropheteI1.. Zionistischen Landeskomitses: Wir machen die Bezirkssektionen aufmerksam, daß sämtn und Propagandavorträge nur lm Vortragskalender verlautbart werden. Propaganda, räge und Veranstaltungen: Dr. Philipp F. Pickholz, Zionistisches Landeskomitee, L, Telephon R - 27 - 4 - 86, täglich ln der Zelt von 12 bis 1 Uhr mittags zu sprechen. Verlautbarung des Zionistischen Landeskomitees Die Bezirkssektionen werden darauf aufmerksam gemacht, daß trotz des Versammlun-gsverbotes die Abhaltung von Vorträgen belehrenden und unterhaltenden Inhaltes gestattet ist, wenn die Vorträge von der Vereinstätigkeit losgelöst werden. Ein weiteres Erfordernis ist, daß e'n Entree eingehoben wird und die Veranstaltung bei der Magistratsabteilung 52 an gemeldet wird. Wegen des Arrangements von Vorträgen wollen sich die Sektionen ipit Gg. Dr. P i c k h o 1 z ins Einvernehmen setzen. Vortrag Dr. Nachum Goldmann in Wien Dr. Nachum Gold mann, Präsident des Comitö des Ddldgations Juives, Leiter des jüdschen Weltkongresses, spricht M ontag, den 11. Dezember, halb 9 Uhr abends, im Festsaal des Hotel Continental, II., Taborstraßc 2, über «Das Schicksal der Juden in Palästina und in d e r ü a 1 u t h> Karten zu S 1.— und 50 Groschen im Keren Kajemeth, I. Kärntnerstraße 28, Radikalzionist. Verbandshejm, II. Praterstraße 11, Cafe Central, II. Taborstraße 8, Bücherstube Rath, II., Taborstraße 20 a und Cafö City, IX. Porzellangasse 1. /tnftündigungen und JRitteilun$en Zion. Sektion I. Neue Adresse: Caf£ de France, I., Schottenring 3, Donnerstag, den 7. Dezember, U Uhr abends, Vortrag des Herrn Prof. Kalman Kupfer iib.r «Die Entstehung der neuliebräischeii Literatur». Zion. Bezirkssektion Innere Stadt te.lt mit, daß von nun an die hebräschen Kurse im neuen Klubheim C a 16 de France, 1., Scholtenrmg 3, jeden Dienstag, V&ü Uhr abends, stattfinden, woselbst auch die englischen Kurse a!>- gehalt. n v erden. Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt — Klub Ercz Israel», W en. II.. Pralerstraßc 13. Mezzanin (Llayd Hot), Telephon R 44 3 45. Hebräische Kurse: für Anfänger: Montag und Mittwoch von halb 9 bs IQ Uhr abends; für Vorgeschrittene: Dienstag und Donnerstag von halb 9 bis 10 Uhr abends; für KindLr: täglich von halb 4 bis 7 Uhr abends. * Die Organisation zionlst. Frauen Oesterreichs (WIZO) veranstaltet am 18. Jänner 1934 im Offenbadi-Saal unter Leitung des bekannten Violoncllo- Virtuosen Joachim Stutschewsky und unter Mitwirkung von Hanna Schwarz. Israel Brandmann und anderer Künstler ein «Konzert neuer jüdischer Musik». Näheres wird noch rechtzeitig bekanntgegeben. Wizo Frauengruppe Meidling. Montag, den 12. d. M., Vortrag Dr. Oskar Grünbaums über «Englands Palästi napolit i k». Beginn halb 9 Uhr abends. Ort: Cafö Theresienbad, Schönbrunnerstraße. Hebräische Kurse der «WIZO». Die «WIZO» veranstaltet in der jordangasse 7 hebräische Kurse für Anfänger und Fortg.schrittene und organisiert auch eine Lesegeme.nschaft für solche, die bereits Kenntnisse der hebräischen Sprache besitzen. Der Anfängerkurs wird gegen ein geringes Entgelt zugänglich sein, der L:sekurs, der jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat stattfinden wird, ist unentgeltl'ch. Der Beginn der Kurse wird noch bekanntgegeben werden. Interessenten mögen sich schriftlich an die «WIZO», I., Jordangasse 7, wenden. Der Elternverein «Tarbutb» eröffnet ein T’nach-Seminar .für Hebräisch-Sprechende unter. Leitung seiner Lihrerin Frau Esther Schwarz. Anmeldungen in der hebräischen Schule «Tarbuth», XX., Othmarasse 46 Saal 2, jeden Montag, Dienstag, Mittwoch von bis 7 Uhr abends. Ein Chanukkahabend zugunsten der Scbülerausspeisung an der jüdischen Volks- und Hauptschule für Knaben und Mädchen, Wien, II., findet Dienstag den 12. Dezember 1933, um 7 Uhr abends im Festaaal des Hotel Bayrischer Hof, Wien, II., Obere AugartenstraBe 5, eine Akademie statt. Die Festrede «Aus dem Lande der Makkabäer» wird Dr. Leo Deutschländer halten. Ferner wirken mit: Herr Dr. Jakob Feldhammer mit Rezitationen und eine Gruppe aus Deutschland geflüclrletei jüdischer Künstler mit ernsten und heiteren Vorträgen. Restliche Karten an der Abendkasse. Jüdisches Jugendhilfswerk Herzl schließt die Einleitung zu seinem «Judenstaat» mit den Worten: «Wir werden sehen, ob uns schon die Jugend, die wir brauchen, nachgewachsen ist; de Jugend, welche die Alten mitreflt, auf starken Armen hincaisträgt und die Vernunftgründe umsetzt in Begeisterung». Die Jugend, die wir brauchen, wächst wohl nach, aber wir müssen ihr helfen. D e Not der jüdischen Jugend ist unsagbar. Während sie sich bis vor kurzem auf die östlichen Länder Europas beschränkt hat und im Westen die Assimilation scheinbar das Erziehungsproblem der Jugend gelöst Hatte, ist heute le'der der umgekehrte Zustand zu verzeichnen. Speziell in Mitteleuropa hat die Assimilation vollständigen Schiffbruch erlitten. Den früher als wenig günstig bezeichneten Zustand in Osteuropa müssen wir heute als den erträglicheren bezeichnen. Bevor die Jugend nach Absolvierung mühsamer Studien erkennt, daß sie keinerlei Aussicht hat, trotz besonderer Geistesgaben und trotz größtem Fleiß sich unter den Wirtsvölkern e.ne Existenz zu schaffen, ist es die Aufgabe der Verantwortlichen, durch richtige Beratung und Schulung die Jugend für einen sicherlich harten, aber Erfolg versprechenden Lebensweg in dem mit Ricrrnsdhritten aufstrebenden Lande unserer Vergangenheit, aber auch unserer Zukunft vorzubereiten. Darin erblicken wir die vomehmlichste Aufgabe des Zionismus. Unter dem Protektorate Seiner Ehrwürden, des Herrn Oberrabbiners Dr. F e u c h t w a n g. hat sich der Verein «Jüdisches Jugendhilfswerk — Gesellschaft zur Förderung der Ansiedlung jüdischer Jugendlicher aus Oesterreich in Palästina» gegründet. Dieser Verein steht unter der Führung des Herrn Dr. Paul B e r g e r und hat einen erfahrenen palästinercisdicfl Jugendführer, Herrn Rundstein, zur Mitarbeit gewonnen. Der wohlwollenden Haltung des Zionistischen Landeskomitees und besonders der Herren Dr. Grünbaum und Direktor A p t e r sowie dem Entgegenkommen des Herrn Direktors Alt mann ist es. zu verdanken, daß ein ausreichendes Jugendheim, dessen feierliche Eröffnung bevorsteht, dem Jugendhilfswerk als erste Tat gesichert werden konnte. Sowohl die Umschulung der Jugend in Werkstättenarbeit und in Kursen, welche demnächst be*» ginnen sollen, als auch die Ermöglichung der landwirtschaftlichen Hachscftarah erfordern die Mitwirkung aller Kreise, denen das Wohl und Wehe der Jugend am Herzen liegt. Nur wenn alle ihre Pflicht restlos erfüllen, wird das Jüdische Jugendhilfswerk, dem die wichtigsten Aufgaben der Jugenderziehung anyertraut sind, gedeihen und seinen Zweck erfüllen. AMe jüdischen Korporationen, in erster Reihe die Israelitische Kultusgemeinde, werden gebeten, die Bestrebungen des Vereines zu unterstützen. Außerdem wendet sich das Jüdische Jugendhilfswerk an die große jüdische Allgemeinheit mt folgendem Aufruf: «Bitte wollen S‘e einen Augenblick über folgende Tatsache nachdenken: Zweitausend jüdische Jugendliche in Oesterreich sind in schwerster Sorge um Ihre Zukunft Slz haben dt? Tatsache erkannt, daß die meisten intellektuellen Berufe ihnen verschlossen sind und wollen etoh umschichten, das beißt, zum Handwerk und zur Landwirtschaft umlemen. Das unterfertigte Jüdische Jugendhilfswerk hat cs sich zur Aufgabe gemacht, diesen jungen Menschen zu helfen. Zu diesem Zwecke hat es ein großes Jugendheim, eine Farm ln der Nähe Wiens und eine Farm In Palästina bei Haifa zu unterhalten. Denken Sie daran, wie leicht ln diesen besorgniserregenden Zeiten jeder von uns betroffen werden kann. Bitte, ne^en Sie Interesse an diesem Aufbauwerk und unterstützen Sie uns durch Ihre Mitgl'edschafL JÜDISCHES JUGENDHILFSWERK Wien, II-, Untere AugartenstraBe 35. Der Protektor: Dr. D. Feucktwang m. p. Für den Vorstand: Dr. Paul Berger m. p. Dr. Hugo Groß m. p.» * Sonntag Eröffnung des jüdischen Jugendheimes Die feierliche Eröffnung des Heimes des jüdischen Jugendhilfswerkes, II., Untere Augartenstn/lo 35, findet Sonntag, den 10. d. M., 12 Uhr mittags, in Anwesenheit Sr. Ehrw. Oberrabbiner Dr. David F e u c h tw a n g statt. Alle zionistischen Sektionen werden auf diesem Wege gebeten, ihre Vertreter zur Heimeröffnung zu entsenden. Jüdisches Jugendhilfswerk Das vom Zionistischen Landeskomitee für Oesterreich ins Leben gerufene Jugendhilfswerk hat bereits ein eigenes Heim, II., Untere Augartenstraße 35, erworben, dessen E i n w e i h u n g Sonntag stattfindet. Unter der Leitung des Herrn Prof. Dr. Wilhelm Zionistische Fraucitgruppo Vlli/IX (Wizo) Einmalige und einzigartige Attraktion für das zionistische Wien Große Kinder •Chanukka feier welcho am Soumag, den 17. Dezember 1933, 11m 8 Uhr nachmittags im Festsaal des Hotel Dost, Wien, I., Floischmarkt 24, Hingang Drachengasse, stattfindet. Karton, bei der Mirjam, I., Jordangasse 7, von 5 bis 7 Uhr; Frau Dr. Blauer, IX., Pfluggasso 9, Toi. A 19-6-11; Frau Dr. FinkoDfein, IX-, ADorstraßo 50, Tel. B 11-3 5tt; sowio bei allon Dainen des Vorslnudos.