Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1933-12-07 · Heft 312 (7.12.1933) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 312 (7.12.1933)
Date
1933-12-07
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/3053752-3054015-3054066--3879-3059433
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

DffiSTfMMfc itfr. 812 7. Dezember 1988 Reffe 8 ..... h» Ghetto zurückführen. Das steht im «Jüdischen Arbeiter» und nicht in der «Wahrheit». Aber Herr L R. fürchtet offenbar, daß die Leser der «Stimme» noch immer nicht davon überzeugt sind, daß der konfessionslose Genosse Braunthal ein «aufrichtiger Mitkämpfer» des Poalezionismus in Oesterreich ist, er keift also weiter. Er erzählt uns von dem «überheblichen kleinen g», von dem «großsprecherischen kleinen g» und — als pifcce de resistance — von dem chohlköpfigen kleinen g». Womit offenbar der Geistesriese L. R. bewiesen hat, daß das kleine «g» infolge seines Kretinismus nicht einsieht, daß Genosse Braunthal ein aufrichtiger Mitkämpfer ist, dessen Akquisition ufbi et orbi verkündet werden muß. So weit, so schlecht. L. R. scheint aber doch zu meinen, daß Keifen kein Argument ist, und er kommt uns mit 'Wissenschaft». Lassen wir ihn selbst sprechen: «Da uns das hohlköpfige g herausgefordert hat, wollen wir ihm erklären, daß unseres Wissens nach es für keinen Juden wie für keinen Angehörigen eines anderen Volkes verpflichtend ist, sich für eine Religion zu bekennen. Wir vertreten wohl den Standpunkt, daß jeder Jude der Kultusgemeinde angehören muß, da es im Galuth keine andere konstitutionelle Bindung des einzelnen an die jüdische Gemeinschaft gibt, aber eines Bekenntnisses zur jüdischen Religion bedarf es nicht, um sich zum jüdischen Volke zugehörig zu betrachten.» Dazu darf man wohl sagen, daß die von L. R. verkündete «Ideologie» von allen bürgerlichen Zionisten und — wie wir hoffen — von den meisten Poalezionisten abgelehnt werden wird. Sie alle stehen mit dem «hohlköpfigen kleinen g» auf dem Standpunkt, daß Zugehörigkeit zum Vom Wiener Stadtschulrat konzessionierte Jüdische Kochschule stieng koscher, Leitung: C. ftobwarz. Dialkurse, einfache bis teinsie Küche. Rohkost, Nationalspeisen, Anmeldungen. Auskünfte; Wien, 1L Bez^ Uoilandstiaße 2, III. btiege, Ij41 judentum nicht nur das Bekenntnis der Zugehörigkeit zum jüdischen Volke, sondern als unabdingbares Korrelat, auch die Zugehörigkeit zur jüdischen Religionsgemeinschaft erfordert. L R. gibt zu, «daß jeder Jude der Kultusgemeinde angehören muß», meint aber, daß es für niemanden «verpflichtend ist, sich für eine Religion zu bekennen». L. R. windet sich hier in Krämpfen. Soviel entnimmt man aber seinem Kreißen, daß es auch nach L. R. Verpflichtung des Genossen Braunthal wäre, der Kultusgemeinde anzugehören. Aber offenbar ist dies L. R. nicht gar so wichtig. Denn er erklärt mit Emphase, er freue sich über Julius Braunthals mutige Worte. Julius Braunthal ist für ihn nach wie vor der aufrichtige Mitkämpfer und er meint: Braunthals «aufrichtige Worte» berechtigen ihn zur Hoffnung, daö «Braunthal und andere jüdische Genossen sich restlos auf unsere Seite schlagen werden». Das wird dann jedenfalls eine sehr interessante Gesellschaft sein. Wir haben schon letzthin erklärt, daß wir weder mit Herrn Braunthal noch mit anderen, aus dem Judentum Davongelaufenen etwas gemein haben wollen. Diese Gesellschaft überlassen wir gerne Herrn L. R. Wir aber wollen es uns merken, und die jüdische Oeffent!ichke:t wird es ankreiden, daß der «Jüdische Arbeiter» mit Renegaten gemeinsame Sache macht und daß er «ich außerdem noch zu ihrem Schützer aufwirft Die jüdische Oeffentlichkeit wird es auch ankreiden, daß dem «jüdischen Arbeiter» das Bekenntnis zur jüdischen Religion überflüssig erscheint, daß ihm zwar die Zugehörigkeit zur Kultusgeraeinde notwendig erscheint, daß er aber auch von diesem Erfordernis Dispens erteilt, wenn es sich um konfessionslose Größen aus der Wienzeile handelt. Augenscheinlich gilt dieser Dispens auch für die konfessionslosen Familienangehörigen des Genossen Bräunthal. A propos: GrößeI Lieber L. R., Sie wissen, wer das kleine hohlköpfige, vordringliche kleine g. ist, von dem Sie sich «herausgefordert» fühlen. Darf Ihnen das hohlköpfige kleine g. etwas sagen? Nein? Nicht? Es ist aber so «vordringlich» und sagt es doch: Si taeuisses phllosophus mansisses. Und noch etwas: Die erste Blamage mit dem «aufrichtigen Mitkämpfer» war überflüssig; die zweite Blamage durch die Sekundantendienste für Deserteure aus dem Judentum war unverantwortlich. g. ZIONISTISCHE BKZIRKSSEKTION 1V/V Sonntaz, 10. Dezember 1933, präzise halb 9 Ubr abends, bn Festsaale des Hotel Continental, Wien, II. TaborstraBe 4 Bunter Abend unter der Devise JUDEN FÜR JUDEN MU wirkende: Josef Zlnblcr, Konzertmeister Cllll Wans, Qrotesken J. SegaLRoieabach. palästinensische Lieder Fanny Cleva, Opernarien Jakob Feldhammer, Rezitationen Eis« Kaufmann, Chansons Conference: Erleb Mann (Josefstädter Theater) Arrangement: Jüdische Kunststelle Kartenverkauf (Karten zu S 1.80, 2.—, 2.80) t Zion. Büro. I., KämtnerstraUe 28, Jüdische Kunststelle, II., AspernbrUckeneasse 2, Müller, IV., Argentlnierstraüe 62, Feldschuh, V., Wiedner HauptstraOe 90, Helmann, V„ Wiedner Hauptstraße 71, „Pag“, VI., Caplstrangasse 2 (Artbur Holzer), und bei allen Vorstandsmitgliedern. Das ganze Reinerträgnis fließt dem „Mtfal Arlosoroff“ zu (Neues Sledlungsv.erk In Palästina zum Gedächtnis Chaiui Arlosoroffs). Für die Gesundheit ist das Beste gerade gut genug! Ein rasoh und sicher wirkendes Mittel bei rheumatischen und gichtischen Beschwerden, sowie bei Kopfschmerzen sind die seit 18 Jahren glänzend erprobten Togaltabletten. Die große Belt, btheit verdankt Togal den vielen ausgezeichneten Erfolgen, die zahlreiche Aerzte, Kl niken und Krankenanstalten mit diesem Präparat erzielten. Togal ist stark narnsäurelöscnd und geht daher direkt zur Wurzel des Uebels. Sie bekommen es in jeder Apothek% THEATER KUNST UTERATIIR Ein Roman aus dem Wiener Jüdischen Leben von gestern „Heimweh nach Wien“, Roman von Leopold Htchler, R. Lowit*Verlag, Wien Mit der gleichen wehmütigen Liebe und Hingabe an das Milieu hat der Dichter des «Moses Mautner» einen neuen Roman geschrieben: «Heimw h nach Wien». Der Autor versetzt uns in die Atmosphäre des Wiener jüdischen Bürgertums um die Jahrhundertwende. Seine Gestalten, die er in dem neuen Roman lebensvoll und stark zeichnet, atmen diese Atmosphäre einer längst verklungenen und in sich geschlossenen Zeit Hichler liebt diese Zeit und dringt in sie mit viel Gestaltungskraft und künstlerischer Eigenart ein. Das ist das Stärkste in HicMers vorliegendem Roman. Er zaubert uns eine in unserem von Rassenkampf durchwühlten Heute doppelt wohltuende behagliche Atmosphäre vor, die doch auch genügend jüdische Empfindung und gesunden Humor aufweist. Die Heldin des Romans, die sozusagen die Schwester des früheren Helden, des Karl Mautner, ist, krankt an einem ungestillten Heimweh nach der Heimat ihres Herzens. Ueber die Fabel des Romans weit hinaus ist es ein Buch, das vor allem mit starkem Einfühlungsvermögen und viel Herz geschrieben ist und sicher auch den Weg zu den Herzen einer zahlreichen Leserschaft finden wird. «Hanigun» Zu Ihrem Wiener Konzert Dieser Jungen Sängerschar und ihrem Führer ging ein großer Ruf voran. In der letzten Zeit führen sie in triumphalem Zug durch viele Städte der Tschechoslowakei und haben auch während des ZionistenÖcongresses in Prag Aufsehen erregt MH Recht! Diese jungen, stimmgewaltigen und musikalisch außerordentlich geschulten Sänger smd keine Chorsänger im alltäglichen Sinne, keine Zufallssänger. Und der Initiator, die Seele dieser hervorragenden Vereinigung ist auch kein Chorleiter von gewöhnlichem Format. Wenn der Vergleich mit dem Donkosakenchor öfters als es wünschenswert wäre, ausgesprochen wurde, kann sich dieser Vergleich höchstens in Bezug auf die Präzision und dynamischen Effekte beziehen. Der künstlerische Wert Heute „H anigun" Die 30 jüdischen Sänger aus Deutschland 8 Uhr, Großer Konzerthaussaal Kasse dp.Honenden). Looer u.Konzertnaus dieses Chors liegt ganz wo anders. Vor allem ist es das erstemal, daß ein Ensemble den echt jüdischen Pathos, die arythmische Extartiik, die chassidische Verzücktheit, das Hinträumen einer Melodie präzise und doch phantasievoli hervorbringt. Wenn e i n Sänger oder Instrumentalist, d^r über diese jüdische Eigenart in der Wiedergabe verfügt, frei und künstlerisch singt oder spielt, bewundert man ihn; diese Freiheit in der Rythmik m tinem Chor zu hören ist ein künstlerisches Ereignis. Dazu gehört nicht nur e,ne ungeheure Arbeit des Leiters, nicht nur seine tiefschürfenden Kenntnisse des Wesens der jüdischen synagogalen und weltlichen Musik; dazu muß jeder Chorsänger die Schönheiten und Eigentümlichkeiten dieser Musik erlebt haben, er muß diese Musik, diese phantasievotle Arythmie im Blut haben so etwa wie ein Wiener den eigentümlichen Rythmus und Charme des Wiener Walzers. Und noch etwas: die Phrasierung der synagogalen Gesänge ist beim «Hanigun» immer dem Inhalt des Textes vollauf angepaßt. Vom ersten Teil des Programmes — dem synagogalen — machte den größten Eindruck «U n e s s a n e t o i k e f» und «S'f i r a>, wobei die Soli von zwei außerord. ntlichen Sängern E. Gotthelf und I. M a g i d o vorgetragen wurden. Auch die Herren W. Kathammer, Händel und L. Schwarz erwiesen sich als geschmackvolle Sänger m den Soli der Werke «A d o n o j M o 1 o c iu und «ü m n o m ken» (beide Werke sind kunstvolle Bearbeitungen von dem Dirigenten des Chors Ch. Winawer). ln B.mbaiums «Wschomru» hörte man die angenehmen Stimmen der Solisten B. S a 1 n o und W. Philipp. Der zweite Teil wurde größtenteils der weltlichen Musik gewidmet. Nach dem weniger wertvollen snamoiisoben Gesang von Kopf hörte man ein Yemenitiscnes Kameltreibenied «Gamali». Wie viel Poesie liegt in diesem Werk und wie stimmungsvoll wurde es vorgetragen. Dann kamen Volkslieder: Winawers Bearbeitung von «As Moschiach w e r d k u m e n» ist schon psychologisch eigenartig: er läßt die Frage von Bässen —- also nicht wie gewöhnlich von einem Schulbuben, sondern von erwachsenen Chasadim — und die darauf folgende Antwont — von dem Rebben als von einem üb. rirdischen Wesen in dünnem Falsett singen. Die Interpretation dieses Liedes rief einen Sturm der Begeisterung hervor. Mit einer Virtuosität sondergleichen, sowohl inr Dynamischen als auch im Rhythmischen, meisterte Winawer dieses Lied wie auch das <R e g e n d 1» und bestätigte den Ruf als großer Musiker und Chordirigent. Im «Regendl» verstand er ganz eigentümliche Klangeffekte (Geoetmurmeln, Regengtiüu.sch, Klopfen des Regens an die Scheiben usw.) hervorzuzaubern. Die zwei letzten Werke «Das jiddische Lied» von Kopf und die Zugabe «Alleluja» sind als Kompositionen nicht hoch zu werten. Gerade dieser Umstand, daß sogar so eine ideale Chorvereinrgung gezwungen ist, manchmal weniger wertvolle Werke aufs Program zu setzen soll ein Fingerzeig für junge jüdische Tondichter sein, mehr Chorwerke zu schreiben. Diesen Wunsch hat auch der hochtalentierte und sympathische Führer dieses besten jüdischen Chors Ch. Winawer, der sich in einem Gespräch mit mir über den Mangel an schönen Chorwerken beklagte. Das Konzert war leider nicht gut besucht. Es hätte jedenfalls ein ausverkauftes Haus verdient. Holfentüch wird das beim zweiten beute stattiindenden KonvmmemnmBmsmmB-mmmmpmeammammmsssm ZIONISTISCHE BEZI K KSSEKTION LKOPOLÜSTADT M IL8J1L."I «Li—i JUIBM.LJ L g Jl »« ■ I «JLJ , -.. —^T —» Donnerstag, den 7. Dezember 1933 V?03 ,3 || am 8 Uhr abends, Im Chaiss-Saal der Sektion, 1L, Praterstraüe 13 Mezzanin (Lloyd-Hof) ctales-Jaiirzeitltiar Gedenkred«: Prof. Or. M. Kosetileld, ,Cha!es als Führer nnd Mensch“. Kantorale Funk ion: Ooerkantor Gei so i Margolies zert der FaH sein. Es wäre eine Pflicht des jüdischen Publikums Wiens diese einzigartige Chorvereinigung zu fördern, um so mehr als diese Pflicht des Besuches mit einem künstlerischen Hochgenuß verbunden Ist Jul. Wolfsohn. Die Karawane Vor einigen Tagen stellte sich «Die Karawane» der breiten Oeffentlichkeit in Ossip D y m o v s «Der Sänger seiner Trauer» (die deutsche Bühnenbearbeitung besorgte Oskar R o s e n f e 1 d) vor. Regie führte Elias J u b a 1. Das war eine ganz erlesene Aufführung! In Wien wurde die Geschichte von Joschko, dem Dorimusikanien, schon von verschiedenen Truppen gespielt, aber so jung und gesund, so märchenhaft und realistisch zugleich, wurde sie von keiner dargestellt. Die theätersiclveie Hand diesem jungen Regisseurs scheint nicht nur von einer starken Persönlichkeit, sondern auch von einem phantasiereichen, intnitiven, wahrhaft künstlerischen Geist befehligt zu werden. Ein roßer Regisseur ist im Kommen... Den Joschko spielte chaffer — ein interessanter, wunderbarer Schauspieler. Den Kaminfeger, Sperber — eine ganz große Begabung! In ckn übrigen Rollen: Herr PoMand, Frl. Bary, Frl. Sergin, Herr Schulz — alle wirkliche Künstler, geführt von einem geborenen Führer. D. P. dtUAaXr and. Vjtoiävaßutnd, Im dichtgefüllten Festsaal des Hotel Continental ging das Konzert’Dulizkaja-Leibovici vor sich. Die Dulizkaja schöpft aus dem Vollen der ostjüdischen Gesangskunst. Mit ihrer gutgeschulten und schönklingendea Stimme gehört die Dulizkaja heute zu den besten Interpretinnen des ostjüdischen Liedes. Sie verbindet großes Können mit starkem Einfühlungsvermögen ln das Milieu ihres Vor träges und erzielt so immer starke Wirkung. Ihr diesmaliger Konzertpartner L e i b o v i c i erwies sich als ein Geiger von Qualität und großer Technik. Betty Lewin und Max Röß- . ler am Klavier trugen viel zum Gelingen des Abends bei. VoLksbildungsverem «Jüdisches Volksheim» IL, Blumauergassel Samstag, den 9. Dezember 1933, 20.30 Uhr, liest Doktor Max W e i n r e i c h, Leiter des jüdisch-wissenschaftlichen Institutes in Wilna, über «Ein neuer Weg jüdischer. Jugendforschung». Gäste willkommen 1 Voranzeige: Sonntag, den 17. Dezember, 20 Uhr, Makkabäer-Feier. Festrede: Dr. Franz Koble’r. Die Juden Wiens. — Geschichte, Wirtschaft und Kultur; betitelt sich das neue, reich illustrierte Buch von Han? T i e t z e, das alle Seiten des materiellen und individuellen Lebens der Wiener Juden erschöpfend und lebendig behan-' delt Preis S 18.90. Ferner empfehlen wir: Kurt Stechert: Palästinabericht eines Nichtjuden. Broschiert S 4-20, gebunden S 6.30. — Joachim Prinz: Wir Juden. Besinnung, Rückblick, Zukunft Kart. S 8.90, gebunden S 10.20.— Reichste Auswahl an alter und neuer jüdischer Literatur stet» bei R. Löwit (Dr. Präger), Wien, I. Wollze-ile 6. Jüdische Bühne Ab Freitag, den 8. Dezember täglich in der Jüdi- sehen Bühne, II., Praterstraße 60, R 43-4-59, «A Majsae fmamiri» (eine Geschichte aus alten Zeiten). Lebensbild in 4 Akten mit Gesang von Wilner. Beginn 8.30 Uhr. Silm «Ihre Durchlaucht, die Verkäuferin» Gestern fand im Apollo die Premiere der heitere# Toqtfilmoperette «ihre Durchlaucht, die Verkäuferin» statt, die Karl Hartl nach dem seinerzeitigen . großen Bühnenerfolg «Meine Schwester und ich» schrieb und inszenierte. Die Musik stammt aus der Feder des Komponisten Ralph Benatzky, dem wir eine Unzahl populärer Lieder und Schlager verdanken. Willy Forst spielt diesmal eine Art Hans im Glück, der nur m.t einer Handtasche und ’ mit einem Regenschirm bewaffnet von der Landstraße fci ein herrliches, verwunschenes Schloß kommt, auf dessen Rasenflächen Schäfer und Schäferinnen nach Mozarts «Bastien und Bastienne» den Ro:gen Rehlingen. In diesem verwunschenen Schloß wohnt eine bildschöne Prinzessin, die von Liane Haid dargestellt wird. Liane Haid war bei der Premiere persönlich anwesend. Ein aufregender Moment im Kreuzldno Eine junge, schöne Reiterin gewahrt plötzlich ein« taiusendköpföge Büffetherde, die auf sie zubraust. Ihr Pferd wird niedorgestoßen — schon scheint es um sie geschahen zu sein. Da bahnt sich ein fremder Reiter einen Weg durch die Herde, reißt einen Ries:nbüffel zu Boden und schützt durch diiese natürliche Mauer das Mädchen vor dem Zertrampeltwerden. Das ist einer unter den vielen aufregenden Momenten in dem neuen Sensationsfilm der Fox: «Die Sklavin der schwarzen Geier» mit George O’B r i e n, der ab 8. Dezember im Kreuz- und S chäffe r-K in o zu sehen sein wird. Jüdische Kunststel e H., Apernbrückenstr. 2. Tel. R 48-2-91. Bureau: 9 bis 18.30. Den Mitgliedern stehen ermäßigte Karten für folgende Theater zur Verfügung: Staatsth.ater, Scala, Kammer- Spiele, Komödie, Caswotneater, Theater a. d. Wien, Der hebe Augustin. Konzerte: «Hanigun». 30 jüdisch« Sänger aus Deutschland, 7. Dezember, Großer Konzer'.haussänl. Vorträge: Fritz Grünbaum spricht ülwr «Uvoior als Weltanschauung» am 14. Dezember, Vort a g -ioI: «Mirjam», I., Jordangasse 7. Beginn %8 Uhr. — C’kJm-ilubteur Georg VVoIf-am 21. Dezember Im Vortrag.ssual dar «Mirjam», I., Jordanngassa 7, «Der leidende Moses» Va8 Uhr. Künstlerbaus: ReklAme-AuMteUung.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.