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Die Stimme · 1933-12-07 · Heft 312 (7.12.1933) · page 2

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Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 312 (7.12.1933)
Date
1933-12-07
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seife f VTE STIMME itfr. 'S 12 — 7. Dezember 1PX3 DAX (2009 m) OTTOH/MIS Pächter : Preisen. Berg-Restaurant der Raxbahn Krontiis Alpenhotel und Pension „Kneooenhof verleihufid, Öffentliche Pcrnsfrcciisalle Postamt Cdlacü. i’cnsion ab S 16.' Pension u.Resiaurant .Kronlthhof Rcsc. mau Kni:ii.i.- oi Pttchier: Camillo Kronlch H>0 Betten. Zentralheizung, stdmJlg Skikiirse. Skiverlelhunji, Pension ab S . Ocifentllebo Perniprecbs teile Reichenau Ottohaus, Postamt HIrschwanf. N.-Oe. Camillo KfOllOh. — Sklhurs», Sklverleihung. — Qute Wiener KOthO bei tnSSlten am FuOa Garagen, der Rax 000 ffl. Zentralheizung, FlieÖWasser. llegehattt, Autobusverkehr, Sklgelände. Rodelbahnen, Ski- und Rodel- .'.int L um Folie der Rax. MO m. Hochplateau. Zentralhelgung, FH«8*-asser, Llegohafle, Garage, Autohnv verkehr SkigeUnde, Rodelbahnen, Ski-, Rodel- und Boli-Veflellmn«, öffentliche Fernscrechstelit? lic:ision «ln S 10 — ner festgesetzte Zahl von Einwanderern in Palästina ist maßgebend. Es ist das Beste für alle, die es angeht, wenn darauf gesehen wird, daß die Einwanderer durch die geeigneten Wege ins Land kommen, um nicht als unberechtigte Einwanderer zu gelten. Colonel Wedgwood: Da nun etwa 20.000 Personen so nach Palästina gekommen sind, erwfigt der Kolonienminister, diese große Menge attszuweisen, sie etwa nach Deutschland zurflckxuschicken? Auf diese Frage erfolgte keine Antwort. Colonel Wedgwood fragte zum Schluß noch, ob der \ »u Kolonienmblistef vor kurzem Im Unterhaus angekündigte Legislative Council for Palestine die Kontrolle über die Polizei ausüben werde. Kolonienminister Sir Philip Cunüffe-Lister erwiderte: Nein, Ich habe schon In meiner Antwort in der vergangenen Woche klargestellt, daß niemals daran gedacht worden war, daß der au errichtende Legislative Council die Exekutivgewalt and die Autorität des High-Commissioner Irgendwie beeinträchtigen solle. Welimann fordert ffltflsdie Vertretung tm Völkerbund London, 1. Dezember. Die Zionistische Vereinigung für Groß* britannien und Irland veranstaltete in London unter dem Vorsitz Lady Erleghs eine von vielen Tausenden besuchte Massenkundgebung für das jüdische Recht auf jüdische Einwanderung nach Palästina. Der Hauptredner des Abends war Dr. Chaim Weizmann, der von der Versammlung enthusiastisch begrüßt und gefeiert, unter anderem folgendes ausführte; Das wichtigste für die Juden: Eigene Flagge, eigener Paß, eigene Vertretung im VSlkerbnnd Mir wurde eine bestimmte Aufgabe übertragen, die ich angenommen habe: deutsche Juden nach Palästina überzuführen. Das Schicksal der deutschen Juden beschäftigt heute die gesamte Judenheit. Fragen, die vor 30 Jahren Diskussionsstoff waren, haben heute aKute Bedeutung erlangt. Weizmann gab einen Ueberbllck über die Epoche der Emanzipation und der Assimilation und bezeichnete es als besondere Tragik des deutschen Judentums, daß Viele der durch die neuen Maßnahmen Betroffenen aus jüdischem Zusammenhang fast völlig losgelöst waren und eigentlich nicht einmal wissen, warum sie leiden, während etwa der polnische Jude in seinem jüdischen Bewußtsein Rückhalt finde and daraus die Kraft schöpfe, Leiden auf sich zu nehmen, die er um seines Judentums willen trägt. Die Erschütterung der letzten Zeit habe allerdings auch im deutschen Judentum zu tiefem Wandel geführt. . PalOslina-AbfailiiiMi JOSEF POPPER Internationale Transporte, Wien, II., Taborstr. 22. Telephon R 48-5-10, R 49-5-70 Serie. In Palästina: The Levant Bonded Warenhouses Co. Ltd., wvd nnny nmt&n mann Haifa, Telephon 346’jgj Jaffa, Telephon 36 Spezial-Warentransporte, Uebersiedlungen, Verpackungen für Palästina, Transport- und Reisegepäckversicherungen. Auskünfte jeder Art über Palästina, Zur Frage der Palästina-Einwanderung erklärte Wetzeiann mit Sachdtnck die Einwanderungsgcsttze Palast.nas müßten dem Leben angepaßt werden und nicht das Leben den Gesetzen. Wir werden, erklärte Weizmann, um unsere Rechte kämpfen und die heutigen Schwierigkeiten überwinden, wie wir die Schwierigkeiten des Jahres 1929 überwunden haben. Das jüdische Volk sei entschlossen, keines der Rechte aufzugeben, die Ihm durch das Palästina-Mandat zugestanden worden sind. In diesen: Jahre seien schon 30.000 Juden nach Palästina gekommen, aber das sei noch immer zu wenig, nur England erscheine es schon viel Man werde einen Kampf darum führen müssen, daß den Notwendigkeiten des jüdischen Volkes in seiner schwierigen Lage mehr Rechnung getragen werde als bisher, und es sei za hoffen, daß dos englische Volk, das Gefühl für Gerechtigkeit besitzt, sich den Forderungen nicht verschließen wird, die der Not eines 10-Mfllionen-Volkes entspringen. Es gelte aber, diese Fo£ derungen in Würde zu vertreten und nicht dadurch, daß Steine durch Fensterscheiben geworfen werden. Palästina, fuhr Weizmann fort, sei der Prüfstein für das gesamte Judentum. Danach, was 6le ln Palästina leisten, würden die Juden In der ganzen Welt beurteilt werden. Das Wichtigste für die Juden sei die eigene Flagge, der eigene Paß und eine eigene Vertretung im Völkerbund. Zum Schluß wies Weizmann auf die außerordentlichen Möglichkeiten hin, die für die jetzige Generation in Palästina^ bestehen. Allein der Haifaer Hafen und die Irak- Petroleumleitung böten Möglichkeiten von ungeahntem Ausmaß. Haifa, dessen Umgebung in jüdischen Händen ist, werde mit Leichtigkeit eine Bevölkerung von 600.000 Seelen aufnehmen können und Alexandrien an Bedeutung nicht nachstehen. Diese 600.000 Neüeinwanderer müssen Juden sein. Jfldischer Aufbau für Joden, nicht fflr transjordanische Bedninen der Palästina- Professor Brodetsky gab eine Analyse der Methoden bei der Feststellung der Einwandererquoten und wies nach, daß die Zahl der ausgegebenen Zertifikate dem tatsächlichen Bedarf an Arbeitskräften durchaus nicht angepaßt ist. Jüdische Unternehmungen seien durch Arbeitermangel gezwungen, den Betrieb einzuschränken oder können geplante Erweiterungen nicht durchführen. Es sei dem Sinn des jüdischen Paiästinaaufbaus entgegengesetzt, wenn Beduinen aus Transjordanien in jüdische Betriebe einströmen. Denn nicht für Transjordanier werde Aufbau durchgeführt, sondern für Juden. Ben Gurion schilderte die Auswirkung der von der Palästina-Regierung in letzter Zeit getroffenen Maßnahmen gegen die sogenannte illegale Einwanderung und setzte die schweren wirtschaftlichen Gefahren auseinander, die durch die Ausweisung von Juden heraufbeschworen werden, die zwar als Touristen ins Land gekommen sind, aber dort längst Wurzel gefaßt haben und vielfach wichtige wirtschaftliche Positionen einnehmen. CXRacasMBnxcnRMeHM Ansiedlung deutsch fr luden an der Bucht von Haifa MHERHERHBREI Or. Buppln and leib lalle Ober das SiediiandsproRramm H a i f a. In Haifa fand die Eröffnung der Keren-Hajessod- Kampagne in Palästina für das Jahr 1933/34 durch den Direktor des Aufbaufonda Leib Jaffe gleichzeitig mit einer Feier anläßlich des Beginnes der Ansiedlung deutscher Juden auf den Ländereien des Nationalfonds an der Haifa-Bucht statt. Der Plan der Siedlungsaktion wurde von Dr. Arthur Ruppln entwickelt Die Feier fand im Anschluß an eine von der Leitung des Keren Hajessod veranstaltete Fahrt von 10 Journalisten durch die Keren-Hajessod-Sledlungen statt. Leib Jaffe schilderte den geistige« Niedergang der russischen Juden, die schwierige Wirtschaftslage der Juden in Polen und Mitteleuropa, behandelte das Emigrantenprobiem und wies auch darauf hin, daß die amcriluuüsche Judenheit einen schweren wirtschaitlichen Rückschlag erUtten hat Angesichts dieser Gesarr.ti.sge habe der Zionismus besondere Bedeutung gewonnen. Ohne Zionismus, ohne Palästina, ohjt* nationale Wiedergeburt gebe es für des jüdische Vo.k — und das werde immer von den breitesten jüdischen Massen erkannt — keine Zukunft Im Wiederaufbau Palästinas spiele dtr Keren Hajes* s o d, dessen Sammlungen in den nächsten Monaten auf füllt Millionen Pfund angewachsen sein würden, eine bedeutende Rolle. Im E m e U allein seien Im vergangenst! Jahre 40.009 Pfund durch den Fonds zur Konso'.kUzntoj d* •inüv/irtoCLa.t k.icn L.euuingcn Ln westlichen Teil der Ebene investiert worden; weitere hohe Beträge wurden für Neubauten ln Nahallal, für dia Konsolidierung der östlichen Siedlungen und für den Ausbau der Niederlassungen ausgegeben. Für landwirtschaftliche Kolonisation allein wurden 03.000 Pfund verwendet Zu Ehren von Nathan Laskl werde die Emsk-Siedlung Kfar Gun künftighin Kfar Nathan Laskl heißen. Zwei Drittel der Ergebnisse der jetzt durchgeführtefl Arlosoroff-Aktion würden für Neukolonisation durch den Keren Hajessod auf Ländereien des Nationällonds, dem ein Drittel der Arlosoroff-Aktion Zufälle, verwendet werden. Von dem durch den Central Brill:1!: Fund für deutsche Juden gesammelten Betrag von 200.000 Pfund seien 115.000 Pfund für verschiedene Aufgaben in Palästina bestimmt Außerdem seien in Südafrika, Argentinien, Italien und Aegypten weitere 100.000 Pfund für die Ansiedlung deutscher Juden In Palästina aufgebracht worden. Es stünden so:n t über 200 000 Pfund für diese Aktion zur Verfügung. Nunmehr beginne der Keren Hajessod mit der Errichtung der ersten 23 Häuser für jüdische Einwanderer aus Deutschland im EmekZebulutl (Gebiet an der Haifa-Bucht). Diese Häusergruppe soll deo Anfang zu einer großen Vorstadt bilden. Die Errichtung der Häasergruppe sei durch eine Spende von S i d n e y K e i.t h in Melbourne ermöglicht worden. Zum Schlüsse wies Leib Jaffe auf die opferwillige Mitarbeit der palästinensischen judenheit an den keren-Hajessod- Sammlungen hin. 200 FamTen weiihn im Haita-Geü.et angesieM Dr. Arthur R u p p i n, der Leiter der Palästina-Exekutive der Jewish Agency und Repräsentant des Zentralbüros zur Ansiedlung deutscher Juden in Palästina, erklärte, die OrganisierungdererstenGruppejüdis ch Vr Einwanderer aus D e u t s c h 1 a n d zur Ansiedlurig auf dem vorstädtischen Gelände von Haifa bilde die er h t«: E tappe bei der Durchführung eines großzügigen Planes.’ Der Jüdische Nationalfonds habe ein Gebiet von *1700 Dunam an der Haifa-Bucht zur Verfügung gestellt, wo nun-; mehr der erste Kern einer großen jüdischen Niederlassung; entsteht'. Die Siedlungsanwärter seien 'tfom'jüdischen Nätfö-2 nal.'onds und vom Zeritralämt1 'zur Ansiedlung ' deutscher” Juden ausgewählt worden. Der bekannte jüdische' StädtC-ibauer Richard Kaufmann habe einen Plan zür AriSledlung von 200 Familien ausgearbeitet. Jede Fdmiiie werde7 ein Dunam Boden auf 49 Jahfe in Erbpacht erhalten; 25 Familien werden je ein weiteres Dunam und aridere 25 je drei weitere Dunam für eine gewisse Zahl von Jahreri zugewiesdn erhalten, um Gartenbau und Geflügelzucht be-' Weibnaait»relse nach POE und Csern » wii z itei.xH ienst „Cse/nourltser Sonder - Dk Zug Pia zkarten Sammelpaß Antahrt: Donnerstag, 21. Dezember o*30h Rückkunft: Montag, 8 Jän. Auskünfte und Allgemein« Pro-pekto Zcttuiiu“, I , Sohu'erstrebe i 3, („Der Wiener Tag**), Tel. II 21 6 78, jun l l’oln. Verkehrsbiiio „Francopok“, UI., Heimweg 1, Tel U 16 4-Dü Anm. tätlich vo » ü—lrt Uhr treiben zu können. Es sind vier .Häusertypen vorgesehen zum Preise von 169 bis 359 Pfund, wozu noch 100 bis 150 Pfund für Nebengebäude, Gartenanlagen usw. hinzukommen. Jeder Siedler werde 300 bis 500 Pfund investieret! müssen. Der Aufwand für Miete, der im Budget der Einwohner von Haifa einen großen Posten ausnuicht, .werde für diese Siedler, wegfallen, außerdem würden sie sich das Gemüse für den Haushalt selbst ziehen können, somit her deutend niedrigere regelmäßige Ausgaben als sonst Stadtbewohner haben. Diese Vorteile seien für deutsche Juden von besonderer Bedeutung, da diese einige Zeit zuwarten müssen, ehe sie sich ihren Lebensunterhalt verdienen können. Die Zwischenzeit müssen sie zum Erlernen der hebräischen Sprache und zum Kennenlernen der örtlichen Verhältnisse benutzen. So werde die neue Siedlung eine Art von Uebergangsniederlassung darstellen, von der aus die Einwanderer aus Deutschland in Ruhe und mit möglichst geringem Kostenaufwand die wirtschaftlichen Möglichkeiten studieren können, die ihnen das Land biete. Die Kinder würden in dieser Umgebung Gelegenheit haben, in Haus „Thtee Stars“ Kohle* Koks * Anthrazit ■■■■■■ NOCHST8R OVAMTXTBN ■MM Keuch» IV- Araenfinierttf« 22* Tel- Serie U 47*5-40

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