Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 6 (1933)
- Issue
- Heft 312 (7.12.1933)
- Date
- 1933-12-07
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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In Deutschland verboten Erscheint feilen Donnerstag Redaktion und Administration: Wien, 1. Bo*., KirntnorstraB« Nr. 28, Telephon R-27-4-85 HedaktionaaehluB: Dienstag abands Beiugibedmgungtnt Monatl. 8 1.50. vierteljährlich 8 4.20, ganzjährig 8 16.— Für das Ausland: Deutsehland vierteljährlich i rd 3.—, Tseheehoslowskei viertelj. Ke 24.— Jugoslawien viertelt. Dinar 40.—, Polen vierteil. 2!oty 6.6U, Ungarn viertelj. Pengo 4.2j. Rumänien viertel/. Lei 120.—, übriges Aus land vierteljährlich Schweizer Franken 4.bU. Poetsetieek * Konti: Oesterreich Nr. D113.546, Polen Nr. 191.199, Isoheeho- Slowakei Nr. 5UU.230, Jugoslawien Nr. 40.8/9. V.b.K Preis einer Nummer 35 Q JÜDISCHE ZEITUNG 6. Jahrgan: Wien, Donnerstag, 7- Dezember 1933 (19« Klslev 5494) Nummer 3U Jüdische Palästina-Wanderung vor dem Unterhaus Der Kolonieminister erklärt, daß die Besserung der Wirtschaftslage eine Erhöhung der Einwanderung bedingt — Ein* Wanderungspolitik durch Araberunruhen nicht beeinflußt — Legislative Council wird die Machtbefugnisse des High* Commissioner nicht beschränken London. Generalmajor Sir Alfred Knox (konservativ) richtete im Unterhaus an den Kolonienminister die Frage, wie es komme, daß in den ersten acht Monaten 1933 fünfmal soviel Einwanderer mit Erlaubnis der Palästina- Administration nach Palästina kommen durften als in jedem der Jahre 1932 und 1931. Kolonienminister Sir Philip Cunliffe*Lister erwiderte: Der Hauptgrund für die Zulassung einer erhöhten Zahl von Einwanderern nach Palästina ist die außerordentliche Besserung ln der Wirtschaftslage des Landes, die zuletzt Platz gegriffen hat Diese Besserung der Wirtchaftsläge hat Einwanderer der Kapitalistenklasse in das Land gelockt, wodurch es dem High-Commissioner ermöglicht wurde, die Halbjahresquoten für Einwanderer aus der.Kategorie der Arbeitnehmer zu erhöhen- Auf die Frage von Sir Alfred Knox, ob nicht diese erhöhte Einwanderung die direkte Ursache der letzten .arabischen Revolte war, erwiderte Sir Philip Cunliffe-Lister: Nein, das glaube ich bestimmt nicht! Der High-Commissioner befolgt auch in der Einwanderung eine absolut unparteiische Politik; nämlich die Politik der Regierung, daß die Zahl der Einwanderer in Palästina einzig und allein von der wirtschaftlichen Aufnahmefähigkeit des Landes abhängig gemacht werde. Colonel Josiah Wedgwood (Labour) fragte, ob der Kolonienminister wegen der arabischen Unruhen in Palästina eine Aenderung in der Politik der Zulassung jüdischer Einwanderer eintreten lassen werde. Sir Philip Cnnliffe-Llster erwiderte kurz: Nein. Colonel Wedgwood: Soll ich diese Antwort so verstehen, Rasiere Dich gut und billig £ n Ik C oesierreichisches jUllj Quaiitms Fabrmai Ueberall erhältlich daß die Araber-Tumulte k e i n e n E i n f 1 u ß auf die jetzt In Palästina vor sich gehende Erfassung und Ausweisung vonJuden haben? Sir Philip Cunllffe-lister: Was hat diese Frage mit der vorhergegangenen zu tun? Sie fragten, ob Irgendein Wechsel in der Politik der Regierung hinsichtlich der Einwanderung eingetreten sei; die Antwort war ein klares Nein. Colonel Wedgwood: Ist diese Erfassung und Ausweisung von Juden in Palästina Ausfluß einer alten oder einer neuen Politik? Sir Philip Cunliffe-Lister: Nur die vom High-Commissio frais n osten und zur Ltvaatetasse lad Tte-tiiiii? Ein Geschenk an unsere Leser Großes Preisausschreiben der „Stimme** Welcher Jude fühlt heute nicht den sehnlichen Wunsch, eine Reise nach Palästina zu machen? Welcher Jude hat nicht die Sehnsucht, jenes einzige Land in der Welt mit eigenen Augen zu schauen, wo Juden nicht nur ln Freiheit und Frohsinn als private Menschen ihrer Arbeit nachgehen, sondern wo eine jüdische Gemeinschaft mit Begeisterung an der Neubildung einer Heimat für das gesamte jüdische Volk arbeitet? Welcher Jude fühlt nicht das Verlangen, die einzige jüdische Stadt der We)t, den «Frühlingshügel» Tel-Aviv, mit eigenen Augen zu sehen, die Hebräische Universität am Skopusberge und das Amphietheater am Oelberg, welcher Jude sehnt sich nicht aus der Bedrängnis und Düsternis des Heute, aus einer von Haß erfüllten Umgebung, wenn auch nur für wenige Wochen oder Tage, in jene freien Siedlungen des Emek, wo Juden durch Idealismus und Zähigkeit ln einem Ringen mit der Natur ein Paradies geschaffen haben. Tel-Aviv, mit seinem phantastischen Purimkarneval und der großen Levantemesse, die auch in diesem Frühling stattfindet, Ist der Traum jedes Juden. Das Judäische Gebirge mit seinem märchenhaft schönen, weiten Ausblick, der Kranz jüdischer, blühender Siedlungen, der neue, eben eröffnete Hafen von Haifa, <fle «Stadt der Zukunft», und das «Tor des Ostens» sind Träume und Wünsche, die zu realisieren nur wenige Menschen heute ln der Lage sind. Die «Stimme» will den Freunden, Lesern,alten und neuen Abonnenten ein Geschenk machen. Es gibt heute kein schöneres Geschenk, das eine jüdische Zeitung ihren Förderern, Lesern und Abonnenten machen kann, als ihnen die Möglichkeit zu einer Reise Ins jüdische Palästina zu geben. Die «Stimme» hat sich daher entschlossen, zu diesem Zwecke ein großes Preisausschreiben za veranstalten, dessen Bedingungen, die wir untenstehend veröffentlichen, so einfache sind, daß sie wirklich einem Geschenk an unsere Leser glelchkommen. Die Parole der „Stimme“ lautet: Auf nach Tel-Aviv! Unsere Bedingungen sind: Jeder Abonnent der «Stimme», der das Jahresabonnement für das Jahr 1934 im Betrage von S 16.— bis spätestens 20. Februar 1934 bar bezahlt, erwirbt dasAnrecht, an folgendem Preisausschreiben teilzunehmen: Die «Stimme» ist ln der Lage, dank der liebenswürdigen Mitwirkung de3 Reisebüros Compass Tours, Wien, DL, Spitalgasse 3, folgende 2 Preise auszusetzen: 1. Preis: Für Werber, die in der Zelt vom 7. Dezember 1933 bis 15. Februar 1934 mindestens 5 Abonnenten für die «Stimme» werben, die das Abonnement für 1 Jahr vorausbezahlen: 1 Schiffskarte HL Klasse tour und retour Triest—Palästina, einschließlich Ein- und Ausbootungsgebühr sowie Landungsspesen, überdies erwirbt der Gewinner einen Kupon, der ihm die Möglichkeit eines unentgeltlichen 5tägigen Aufenthaltes Im erstklassigen Hotel Palatin in lel- A v i v gewährt. 2. Preis: Für Abonnenten der «Stimme»: Eine Schiffskarte UI. Klasse tour und retour Triest—Palästina, einschließlich Ein- und Ausbootungsgebühr und Landungsspesen. Selbstverständlich ist auch die A u f z a h 1 u n g für die 1L Klasse möglich.^. Den Gewinnern steht es frei, die Fahrt mit einer der beiden Gesellschaftsreisen des bekannten Reisebüros Compass Tours anzutreten, die von diesem Büro zu den Osterfeiertagen, Mitte März, oder zur Levantemesse, Mitte April, veranstaltet werden. Die Abonnenten, die mit Ihren Gebühren für das Jahr 1933 im Rückstände sind, müssen, um an diesem Preisausschreiben teünehmen zu können, den Nachweis der inzwischen erfolgten Bezahlung erbringen. Außerdem gelangen noch 50 Trostpreise für die Abonnenten in Form von Büchern bekannter Autoren zur Verteilung. Die Auslosung der Preise findet am 26. Februar 1934 im Büro des 7> en Landeskomitees unter Aufsicht des öffentlichen Notars Dr. Hanns Babtik, Wien, L, Naglergasse 9, statt»