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Die Stimme · 1933-11-23 · Heft 310 (23.11.1933) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 310 (23.11.1933)
Date
1933-11-23
Page
– (sequence 10)
Language
German
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' Seife 10 DIE STIMME Nr. 310 — 23. November 1933 Zionistisches Lehen ln Wien Vortragskalender des zionistischen Landeskomitees T*r | Lo*al Redner Thema Donnerstag, 23. Xovemb. 8 Uhr abends Sekt II, Praterstraße 13 Dr. A. Schmerler Minoritätenrecht und Kulturautonomie, mit anschließender Diskussion Donnerstag, 23. Xovemb. 8 Uhr abends Sekt. VI/VII. Loqualplata 11 Dr. Frans Kobler Wie haben die Juden die Fremden behandelt? Donnerstag, 23. N’ovemb. Uj7 Uhr nhends Sekt. XIII, Hietzlnger Hauptstraße 22, Cafd Hletzingerhof Generalversammlung der Frauengruppe XIII — Wizo Donnerstag, 23. X’oveml . 1 ''.8 Uhr abends Sekt XIII, Hietzlnger Hauptstraße 22. Oafd Hletzingerhof Generalversammlung der Bez.-Sekt XIII Donnerstag, 23. Novcml 1<\<i Uhr abends Sekt XIII, Hietzinger Hauptstraße 22, Caf6 Hletzingerhof Dr. Otto Llfczis Der XVLLL Zionistenkongreß Freitag, 24. Xovemb * 'iS Uhr abends Sekt IT, Praterstraße 13 Oneg Sabbath mit Cbumaschvortrag Freitag, 24. Novemb. ,;tS Uhr abends Sekt Prater, IL Jungstraße 8 „Oneg Sabbath44 Freitag, 24. X*ovemb. Vs8 Uhr abends Sekt XX, Jägerstraße 30 „Oneg Sabbath** Samstag, 25. X’ovemb. 8 Uhr abends Sekt XX, Jägerstraße 30 Dr. Tulo Nussenblatt Zionistische Politik von heute Samstag, 25. Novemb. 8 l’hr abends Sekt. Prater-Wizo, Jungstr. 8 Generalversammlung Samstag, 25. Novemb. 8 Uhr abends Sekt II, Praterstraße 13 Literarisch-musikalischer Abend: „Der Sch&bbesgoy“ (Einakter) und Programm Sonntag, 26. Novemb. 5 Uhr nachmittags Sekt II, Praterstraße 13 Gesellschafts-Nachmittag Montag, 27. Novemb. 8 Uhr abends Sekt. V, TerrassencafS, Margarentplatz Geselligkeitsabend der Jugendgruppe Montag, 27. Novemb. 8 Uhr abends Klub „Erez Israel", II., Praterstraße 18 Generalversammlung des Klubs „Erez Israel“ Dr. Z, F. Finkeistein: „Dr. Leo Motzkln s. A.“ Montag, 27. Novemb. 8 Uhr abends Sekt XU-Wizo, Cafd „Thereslenbad“, Schönbrunnerstr. 271 Fr. Dr. Sophie Löwenherz Fr. Dr. Hennie Rappaport- ' Liechtenstein Dr. Ch. Tartakower Das Elnnjalelns der Wizo Aufgaben der jüdischen Frau in der Galuth und in Erez Die Erlösung des Bodens in Palästina Dienstag, 28. Novemb. V>9 Uhr abends Sekt IH. Cafd „Lovrana", Löwengasse Prof. Dr. Wilhelm Stein Die Aufgaben der Zionistischen Organisation Mittwoch, 29. Novemb. 8 Uhr abends Sekt. X. Gasthaus Schuh, Pernerstorfergasse 23 Fr. Dr. Hennie Rappaport- Llechtenstein Dr. Oskar Grünbaum Dr. Paul Berger Die jüdische Frau in der Galuth und in Erez Die Lösung der Judenfrage Zionismus und die Jugend Mittwoch, 29. Novemb. 8 Uhr abends Akadem. Verband Allgemein. Zionisten, II., Praterstraße 18 Plenarversammlung Mittwoch, 29. Novemb. 8 Uhr abends Sekt XX, Jägerstraße 30 Prof. Dr. Papo Seminar für jüd. Geschichte Donnerstag, 30. Novemb. 8 Uhr abends Sekt. VI/VII, Loqualplatz 11 Dr. Paul Berger Dr. Viktor E. Pordes Welche Folgerungen haben wir aus den Ereignissen in Deutschland zu ziehen 7 Assimilation und Antisemitismus Montag,4. Dezember 8 Uhr abends Hotel Continental, II., Taborstraße 4 Ein Jahr zionistische Kultusgemeinde 1. V Dienstag, 5. Dezember 8 Uhr abends Sekt III, Caf6 „Lovrana“, Löwengasse Prof. Dr. Albert Batscha Oberfinanzrat Dr. Benedikt Beno Deutsch Dr. Oskar GrUnbaum Dr. Egon Zweig-Jerusalem Gesprochene Zeitung Donnerstag, 7. Dezemb. 8 Uhr abends Sekt. II, Prateratraße. 13, Lloydhof Prof. Dr. H. Rosenfeld Oberkantor Gerson Margulies Chajes-Gedenkabond: „Chajos als Führer und Monaeh4* Gesang Donnerstag, 14. Dezemb. 8 Uhr abends Sekt. XVI/XVH, Caf<5 „Baldiahof", Ottakrlngerstraße 102 Fr. Dr. Hennie Rappaport- Llechtenstein Dr. Josef Löwenherz Die Judenfrage und ihre Lösung Die politische und wirtschaftliche Lage der Juden Samstag, 16. Dezember 149 Uhr abends Schwarzenbergkasino, 1, Sehwarzenbergplatz Große Makkabäerfeier Dr. Desider Fried mannt Festrede Verlautbarung des Zionistischen Landeskomiteesi Wir machen die Bezlrkssektionen aufmerksam, d«.fl sämtliche Veranstaltungen und Propagandavorträge nur im Vortragskalender verlautbart werden. Propaganda und Vorträge: Dr. F. Pickholz, anzutreffen täglich zwischen 12 bis 1 Uhr mittags im Zionistischen Landeskomitee, L, Kärntnerstraße 28. Tel. R 27-4-86. An die p« t. Vereine und Organisationen Die schwierige finanzielle Situation einer zionistischen Zeitung erlaubt es ihr leider nicht, Berichte und Ankündigungen von verschiedenen Vereinen und Körperschaften, mögen sie noch so edlen Zwecken dienen, unentgeltlich abzudrucken. Auch unser Organ, die «Stimme», das bisher weitherzig allen Ankündigungen und Berichten seine Spalten offen ließ, ist durch die schwere wirtschaftliche Situation nicht mehr in der Lage, dies im bisherigen Ausmaß zu tun. Wir machen die Vereine und Gruppen daher darauf aufmerksam, daß jede Einschaltung mit der Leistung eines wenn auch sehr bescheidenen Druckkostenbeitrages verbunden ist und bitten, hievon Kenntnis zu nehmen. Verlag «Die Stimme». Die Arbeit des Keren Kaje* meth Pinkas des Keren Kajemeth Anläßlich der diesjährigen Landeskonferenz des Keren Kajemeth wurden folgende Gruppen und Einzelpersonen in den Pinkas (Gedenkbuch des Keren Kajemeth Oesterreich) eingetragen: 1. Einzelpersonen (bereits in der vorigen* Nummer der «Stimme* veröffentlicht). ä Gruppen: Baden (Israel Komet); Bikh Herzl (Hein* rieh Neumann); Bruck-Neudorf (Marek Weinstein); Ghajes- Realgymnasium (Robert Feuerstein); Chug Zirim Or (Otto Chomet); Eisenstadt (Egon Zehngut, Eugen Hirschler); Güssing (Jehuda Deutsch); Haboneh (Rudolf Weitz); Haschomer Hadati (Rosa Süßer); Haschomer Hazair (Pinchas Sohreier); Tcheleth Lawan (Albert Protter); Histadruth Gordonia (Jehudith Feuchtbaum); Innsbruck (Ing. Josef Adler); Jüd. Pfadfinderbund Oesterreichs (Georg Hindels); Klagenfurt (Hansi Reinisch); Leoben (Simon Gewing); Mirjam (Rebekka Retter); Salzburg (Trude Pollak); Verband zion. Mittelschüler (Rosl Rottenberg und Gerda Gerstier); Verband radikaler Zionisten (Max Reiskin, Sonja Wieselberg, Max Kaufthefl und Otto Pick); «Wizo» (Ajalah Tartakower, Sophie Löwenherz); Wizo III. (Helene Wolf, Ella Silbiger, Lotte Sohallinger); Wizo VI./V1I. (Bettina Lampi, Erna Gutmann); Wizo XX. (Regina Glaser); Wizo XIII. (Paula Hermann und Rosl Kohn); Wizo VUI./1X. (Rosalie Leser); Wizo Prater (Nechama Windschauer, Rosa Andermann, Amalie Charasch, Helene Adler); Ziroth Misrachi (Esther Tabacznik); Sektion Prater (J. A. Gerstel, Josef Altmann); Sektion III. (Aexander Rafalowicz); Sektion X1I./X1V./XV. (Eduard Schreiber); Sektion XIU. (Bemard Spergel). Goldbttch Dr. Leopold Sofer 8. A. Der «Herzl-Klub» hat beschlossen, auf Namen des verewigten Dr. Leopold Sofer eine Qotdbucheintragung durchzuführen. Der erste Betrag für diesen Zweck wurde bereits beim Keren Kajemeth erlegt Thoraspeoden Im neugegründeten Bethaus, III., Steingasse 18, wurden beim Thoraaufruf für den Keren Kajemeth S 49.50 gespendet und an den Keren Kajemeth abgeführt. Der Spezialausweis erfolgte Im KKL-Ausweis Nr. 2. Bar Mlzwadi In Graz Bei der Bar Mizwah des Egon (Efraim) Landau, Graz, wurde für den Keren Kajemeth der Betrag von S 50.— gesammelt. Akademischer Verband Allgemeiner Zionisten Der Akademische Verband Allgemeiner Zionisten hat seine Tätigkeit zu Beginn des Wintersemesters wieder aufgenontmen. Mittwoch, den 1. November, fand die diesjährige Generalversammlung statt, bei der Herr Dr. Glücklich die Grüße des Landeskomitees überbraohte und zugleich dessen tatkräftigste Unterstützung zusagte. Der Präses Koil. Patron erstattete den Rechenschaftsbericht. Der Verein konnte trotz seines kurzen Bestandes und trotz des unregelmäßigen Studienbetriebes an den Hochschulen schöne Erfolge erzielen. Während des Koafresses in Prag fand eine Weltkonferenz der AHgemeiniondsfischen Akademiker statt, bei der ein Weltverband mit dem Sitze Hi Lemberg konstituiert wurde. Unser Verein ist dabei durch den Präses M. Patron vertreten. Der Referent betonte ferner die Notwendigkeit der Organisierung des jüdischen Akademikers, die heute dringender denn je sei. An der lebhaft geführten Diskussion beteiligten sich die Kollegen Zeliermayer, Brandt, Glück, Haber u. a. Nach der Ertemmg des Absolutoriums wurde folgender Ausschuß gewählt: Präses: cand. tbrol. et pihid. M. Patron; Vizepräs.: cand. jur. W. Haber; Schriftführer: cand. jur. K. Löbl; Chaluzreferat: cand. phil. et fcheol. E. Brandt; Fonds, Kassa: cand. phil. M. Glück. Kollege Patron entwickelte das Arbeitsprogramm für die nächste Zeit. Die Grundlage der Vereinsarbeit soll die hebräische Arbeit bilden, mit dem Zwecke, in möglichst kurzer Zeit eine volle Hebraisierung des Vereinslebens durchzuführen. Es werden (hei hebräische Kurse eingefühet: 1. für Anfänger, 2. für Vorgeschrittene, 3. Bibelkurs. Ferner werden zwei Arbeitsgemeinschaften eingerichtet, die eine durchgehende zionistische Ausbildung der Mitglieder vermitteln sollen. 1. Seminar für jüdische und zionistische Geschichte, 2. Seminar für ideologische Fragen. Außerdem werden Referate über allgemeine und aktuelle Probleme veranstaltet. Besonderer Wert soll auf die Pflege des jüdischen und hebräischen Liedes gelegt werden. Der Ausschuß hat sridt zur besonderen Aufgabe gestellt, Fragen der Produktivsterung des jüdischen Studenten zu behandeln und den Mitgliedern Möglichkeiten für Hachscharah zu geben. Der Verein wird in dieser Hinsicht die volle. Unterstützung des Landeskomitees finden. Ferner ist es dem Ausschuß gelungen, einige Arbeitplätze für unsere Mitglieder bei der Bruderorganisation «Chaluz Akademai» in Polen zu gewinnen. / Der neugewählte Ausschuß fordert alle Mitglieder und Kollegen auf, tatkräftigst mitzuarbeiten und die gemeinsame Sache rasch umf bald in großem Maße auszubauen. * Mittwoch, den 29. November, um 8 Uhr in der Bezirkssektion 11., Taborstraße 13, findet eine Plenarversammlung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Verteilung und Einreibung der Mitglieder in die einzelnen Kurse und Arbeitsgemeinschaften. 2. Haohschanah-Fragen. 3. Eventualia. Besuch im Jüdischest Lehrlingsheim „Zukunft“ Als unser Berichterstatter am zweiten Sukkohtag Freitag abends das jüdische Lehrlingsheim «Zukunft», Wien, IX., Grüne Torgasse 26, besuchte, saßen die Zöglinge im Speisesaal des Heimes in Erwartung des allwöchentlichen Freitagabend-Vortrages und sangen. Lauschend blieben wir auf der Treppe stehen und freudig überrascht hörten wir zu. Die Burschen sangen nämlich hebräische Lieder, Lieder, die von unserer Sehnsucht nach Palästina erfüllt sind, Lieder, die von der Arbeit der jüdischen Jugend in Palästina erzählen und ein neues, in Palästina erst jetzt aufgekommenes Land, das die jüdischen Menschen auffordert, nicht fremdes, sondern palästinensisches Brot zu essen. Esset, Kinder, das Brot unseres Landes, Der Weizen ist gewachsen am Ufer des Kinereth, Gearbeitet haben die Männer, die Männer von Daganja, Im Schweiße ihres Angesichtes. Dort leuchtet die Sonne siebenfach groß, Dort schläft der Arbeiter nicht, Der Schomer schlummert nicht. Es ist unser Bestreben, sagt uns der Direktor des Heimes zur Aufklärung, unsere Jungen für Palästina vorzubereiten. Wir erreichen dieses Ziel mit den verschiedensten Mitteln, ln den Hebräischkursen erlernen die Burschen die neuhebräische Sprache; in den Gesangskursen singen sie hebräische Lieder; in den Freitagabend-Vorträgen werden sie von den prominentesten Vertretern der jüdischen Oeffent- Hchkeit Über Palästina, Zionismus und andere jüdische Fragen belehrt; in den von ihren Führern abgehaltenen Sichoth werden alle kulturellen und politischen Fragen erörtert, die für das Judentum von Wichtigkeit sind; mit einem Wort, wir umgeben sie mit einer solchen Atmosphäre, daß selbst der Indifferenteste unter ihnen ein guter, überzeugter Jude werden muß. Wir bailten dieses Ziel auch bei der Berufsergreifung der Zöglinge vor Augen. Den Tendenzen unseres Vereines, der auoh Handwerkerverein genannt wird, entsprechend, bestreben wir uns, die Zöglinge einem Handwerk zuzuführen, und zwar einem solchen Handwerk, das in Palästina gebraucht und gesucht wird. Wir haben unter den Zöglingen Automechaniker, Mechaniker, Maschinenschlosser, Schlosser, Spengler, Installateure, Elektrotechniker, Maler, Gärtner, Tischler, Schuhmacher und Schneider, lauter Berufe, die in Palästina gesucht werden. Wenn ein Junge aber einen kaufmännischen oder einen solchen Beruf ergreift, der für Palästina ungeeignet ist, lassen wir denselben nach seiner Freisprechung von der «Hechaluz» oder vom «Haschomer Hazair», mit denen wir im engen Kontakt stehen, auf Hachschara senden, um sich auf landwirtschafüiche Arbeit vorzubereiten. Mit Stolz können wir darauf Hinweisen, daß mit unserer Hilf^ fn den letzten zehn Jahren an die 100 junge Arbeiter nach Palästina gesandt wurden. Auch die Zusammenstellung des Kuratoriums ist eine sichere Gewähr dafür, daß. unser Lehrlingsheim nur im jüdischen Sinne geleitet werden kann. Vier Rabbiner gehören dem Kuratorium an, Oberrabbiner Dr. Feuchtwamg, Ober-

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