Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 6 (1933)
- Issue
- Heft 310 (23.11.1933)
- Date
- 1933-11-23
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 310 — 23. November 1933 Seife 8 Bemerkungen xu einer aktuellen Schrift Unter dieser Ueberschrift bespricht die «ReichSr» post» in der Folge vom 16. November die Publikation des früheren Unterrichtsministers und gegenwärtigen Obmannes der christlichsozialen Partei Dr. Emmerich Czermak «Verständigung mit dem Judentum?» Da, wie die «Reichspost» schreibt, in dieser Schrift die Judenfrage rückhaltlos aufgerollt und gezeigt wird, was ist, was droht und was geschehen kann und nach Ansicht des Verfassers geschehen muß, um zu einer für alle Beteiligten erträglichen Ordnung zu gelangen und die Ausführungen des Verfassers in der «ueioiispost» weder abgelehnt noch auch nur in ihrer Richtigkeit angezweifelt werden, muß jeder, der die Schrift Czermaks nicht kennt, zu der irrigen Anschauung gelangen, daß der Artikel der «Reichspost» sich den Grundideen des christlichsozialen Führers anschiießt und daß die darin gezogenen Schlußfolgerungen sich mit denen seiner Schrift decken. In Wirklichkeit ist dies aber nicht der Fall. Wir sind wohl in keiner Weise berufen, die Schrift Czermaks — die wir in einem sehr wesentlichen Punkt ablehn en m ü s s e n, die aber als Versuch einer Auseinandersetzung in der Judenfrage einer ernsten Erörterung bedarf — gegen die «Reichspost» zu verteidigen, in deren Aufsatz von den Czermakschen üedankengüngen nichts übrigbleibt als eine Forderung, die als das Begehren nach einer Sonderstellung der Juden aufzufassen ist. Wohl aber halten wir eine Gegenüberstellung für notwendig, einerseits, um die jüdische Oeffentlichkeit nicht im Unklaren darüber zu lassen, welchen Schwierigkeiten die von uns so oft herbeigesehnte Verständigung «von Volk zu Volk» noch zu begegnen haben wird, wenn selbst in einer von derselben Weltanschauung getragenen Partei derartige gegensätzliche Ansichten vorhanden sind, andererseits aber auch, um eindeutig zum Ausdruck zu bringen, daß kein sich seiner Verantwortung bewußter Jude jemals auf Verhandlungen eingehen wird, die letzten Endes unsere Zustimmung zu Ausnahmsgesetzen fordern, oder wie dies umschrieben wird, zu einem «wirklich brauchbaren Recht für die im Lande wohnenden Juden». Es ist zunächst notwendig, in Kürze den Inhalt der Czermakschen Schrift zu wiederholen. Der Verfasser anerkennt, daß die Juden das «konservativste unter den Völkern des Abendlandes sind» und er bezeichnet das «liberale, sozialistische, bolschewistische Judentum als ein entartetes Judentum». Er anerkennt, daß man bei anderen Völkern vergebens nach einer «so starren Bewahrung nationaler Sitten und Begriffe, nach einer so ehrwürdigen, auf strenger Tradition beruhenden Kultur suchen würde.» Er gibt zu, daß sich nicht das gesamte Judentum dem Liberalismus und Marxismus ergeben hat, er verweist darauf, daß in einem Großteil des jüdischen Volkes, insbesonders in Mittel- und Osteuropa, das Judentum im Kern und im Wesen erhalten geblieben ist, und er anerkennt, daß sich der wertvollste Teil des Judentums der jüdischnationalen, zionistischen Bewegung angeschlossen hat. Er zitiert in diesem Zusammenhang offensichtlich mit seiner eigenen vollen Zustimmung die «Jüdische Rundschau», die den auch von anderer zionistischer Seite bei vielen Gelegenheiten zum Ausdruck gebrachten Gedanken ausführt, daß ein von Mutterboden und Volkstum losgelöstes, in eine seelische und kulturelle Haltlosigkeit hineingezogenes Judentum zu einem Faktor kultureller Negation werden kann, was aber nicht eine Folge des Judentums, sondern eine Folge der Zersetzung des Judentums durch die Assimilation sei. Auch Czermak spricht seine Ueberzeugung aus, daß die Forcierung der Assimilation beiden Teilen — Juden und Nichtjuden — Schaden gebracht hat, daß der Assimilation ein Ende gemacht und daß die Anerkennung der Juden als Nation mit «Zuerkennung der einer solchen zustehenden Ansprüche und Rechte» erfolgen muß. Mit sichtlicher Abneigung steht er den Judentaufen gegenüber (selbstverständlich, soweit nicht einzelne Fälle aus voller Ueberzeugung erfolgen). Er findet die auch in seinen Kreisen sich manchmal vorfindende Meinung, man müsse den Juden die Taufe recht leicht machen, «unverständlich» und er lehnt die Taufe als «Wundermittel der Verwandlung eines Juden in einen Deutschen» ganz eindeutig ab. Er findet sehr heftige Worte gegen jene jüdischen «hauptsächlich aus Geld- und Zeitungsmenschen zusammengesetzten Kreise, die keine Opfer scheuen, um die nationale Bewegung im Judentum zu bekämpfen» und er erweist sich hier und auch an anderen Stellen seiner Schrift als guten Kenner der zionistischen Literatur. Nach Czermak soll der Antisemitismus nur ein Kampf «gegen das wurzellose, gegen das entartete Judentum sein», welches das eigene Volk so unsäglich gerne gehässig behandle, das jüdische Volk und seine nationale Religion solle aber geachtet und geschätzt werden. Auch ein Schutz der Deutschen sei notwendig, aber nicht etwa vor den Bekennern der jüdischen Nation und Religion, sondern vor den national und religiös heimatlos gewordenen jüdischen Schädlingen. Eine Teillösung der jüdischen Frage erblickt der Verfasser in der Errichtung einer jüdischen Heimstätte in Palästina und erklärt es für die weitere Entwicklung des Problems und für seine beruhigende Gestaltung als b edeutsam, welche Entwicklung die jüdische Heimstätte nehmen wird. Da der Verfasser aber die Ueberzeugung hat, daß ein Großteil der Juden immer verstreut bleiben wird, hält er zur Sicherung einer wirklich brauchbaren staatsbürgerlichen Einordnung der jüdischen Mitbürger die Schaffung eines «b e s o n d e r e n Minderbeitsrechtes» tür notwendig, das der spezifischen Situation der Juden gerecht wird und das insbesonders die wirtschaftliche und soziale Eingliederung der Juden in das Gastvolk — über diesen. Begriff wollen wir in diesem Zusammenhänge nicht diskutieren, richtig und auch im Sinne der Ausführungen Czermaks konsequenter wäre der Begriff «Staatsvolk» — so regelt, daß möglichst wenig Anlaß und Gelegenheit zu Haßkonflikten übrigbleibt. (Zu diesem letzten Punkt werden am Schluß dieses Artikels noch einige Bemerkungen zu machen sein.) Während also Czermak das Hauptgewicht auf das nationale Moment der Judenfrage (egt, erklärt die «Reichspost» ars ausschlaggebender das «Bekenntnis zum Mosaismus». Den geschichtlichen Beweis hiefür glaubt sie mit dem Hinweis auf «das ganz besonders zum Stein des Anstoßes gewordene Ostjudentum» zu erbringen, «da es sich bei diesem nicht seiten blondhaarig-Iangschädligen Volk gar nicht um Semiten, sondern um vor einem Jahrtausend zum Judentum übergetretene Chasaren handelt.» (Im Reich der Chasaren sind, wie bekannt, um die Mitte des achten Jahrhunderts hauptsächlich die führenden Familien zum Judentum übergetreten. Im übrigen wohnte in diesem Lande ein Gemisch asiatischer und europäischer Stämme, darunter auch Juden, die dort vor Verfolgungen Schutz suchten. Als dieses Reich im elften Jahrhundert zerstört wurde, wurden die Chasaren in alle Windrichtungen zerstreut. Eine Vermischung mit anderen jüdischen Siedlungen des Ostens ist in Wirklichkeit nicht nachweisbar.) Diese Beweisführung ist aber für die «Reichspost»-notwendig, denn sie will zum Schluß gelangen, daß durch die Taufe zwar ein Wechsel der Nation oder Rasse nicht bewirkt wird, daß aber nach der Taufe Sprache und-nationales Bekenntnis für die Bestimmung der Volkszugehörigkeit keineswegs belanglos sind, was also im wesentlichen doch nichts anderes besagt, als daß über den Umweg der Taufe der Wechsel der Nation möglich ist Wir wollen nicht bestreiten, daß es auch Juden gibt, die aus Ueberzeugung das Christentum annehmen. Es handelt sich hier aber. um so singuläre Fälle, daß sie praktisch nicht in Betracht kommen. Im allgemeinen muß aber gesagt werden, daß es immerhin auffällig ist, wenn sich das «demütig huldigende, willig annehmende Sicheinfühlen in das Karfreitagsmysterium», das der Allerweitsverführerin Kundry Erlösung gebracht hat und das nach der von der «Reichspost» betonten christlichen Auffassung allein den auf dem Judenvolk lastenden Fluch aufheben kann, sich besonders häufig gerade dann bemerkbar machte, wenn eine reiche Jüdin einen kaiserlichen Gardeoffizier heiratete oder sich ein Staatsbeamter den Weg für eine leichtere Karriere ebnen wollte, wie es überhaupt auffallen>mußf daß die Taufe bei arm en Juden nur sehr vereinzelt vorkommt. Es muß uns also in diesem Zusammenhang die Bemerkung gestattet sein, daß der Schreiber des Reichsposiartikeis wohl jenen Kreisen angehört, deren Bestreben, den Juden die Taufe recht leicht zu machen, Czermak, «unverständlich» findet Wir müssen auch sehr fürchten, daß durch das Propagieren solcher Ideen jener Zersetzungsprozeß im Judentum befördert wird, der auch nach Ansicht C z e r m a k s die Wurzel alles Uebels ist. Doch die «Reichspost» wünscht ja nicht die Sammlung des Judentums, denn es ist «zur Zerstreuung verurteilt bis zum Tage seiner Erkenntnis und Erlösung», j u d e n s t a a t Palästina? «Nur ein der christlichen Tradition entfremdetes, von seiner ruhmvollen Geschichte abtrünniges Europa» konnte sich ein solches Projekt zueigen machen, und nur Staatsmänner, die vom «Gott will es»-Geist der Kreuzzüge weit entfernt sind, konnten sich nach Ansicht der «Reichspost» auf. den abenteuerlichen Versuch einlassen, den zerstörten Tempel in Jerusalem wieder aufzubauen, ohne zu bedenken, daß «die Flammen des göttlichen Zornes» den Frevel wieder vernichten werden. Selbst wenn wir davon absehen, daß der Triumph über die zweite Zerstörung des Tempels seinen Höhepunkt in der Huldigung Roms vor dem kapitolinischen Jupiter gefunden hat und der «Gott will es>- Geist den «Ungläubigen»,, gegen die er die Kreuzzüge ausausgerüstet hat, viel weniger antun konnte als den wehrlosen Juden Europas, von denen durch die Kreuzfahrer ungezählte Tausende erbarmungslos hingeschlachtet wurden, müssen gegenüber solchen Auslassungen alle Argumente schweigen. Wir können uns nur mit dem Gedanken trösten, daß es viele Christen geben dürfte (innerhalb und außerhalb Oesterreichs), die nur kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen werden, daß der «Zorn Gottes» sich momentan der Araber als Werkzeug bedient, deren «blutige Ausbrüche der Erbitterung» sich allerdings bisher weniger an den immerhin nicht ganz wehrlosen Vertretern «der jüdischen Landnahme», als an den wehrlosen, dem Bibelstudium ergebenen Angehörigen der jahrhundertealten Siedlungen ausgetobt haben. Aber eine Rosine findet die «Reichspost» dennoch in dem ihr sonst ganz ungenießbar erscheinenden Czermakschen Kuchen. Sie ist sehr zufrieden damit, daß Czermak die Abwanderung nach Palästina nur als den «bequemeren Teil» der Ordnung in der Judenfrage gelten läßt, die ganze Ordnung aber bloß in der Schaffung «eines wirklich brauchbaren Rechtes für die im Lande wohnenden Juden» erblickt. Nun konzediert uns die «Reichspost» allerdings, daß man das Ghetto des Mittelalters durchaus nicht für «eine ideale Lösung» zu halten braucht, aber etwas für die Gegenwart Symbolhaftes und Wegweisendes halte ihm an, indem es die Tatsache der Zerstreuung als gottgewollt hinnimmt und gleichzeitig für ein geordnetes Auseinander und Nebeneinander de» .Wesensverschiedenen sorge. (Warum das Ghetto trotz seiner fürsorglichen Ordnung die entsetzlichen Judemriassakres nicht verhütet, sondern begünstigt hat, ist von der «Reichspost» nicht aufgeklärt. Wir werden deshalb weiter bei unserer Ansicht bleiben, daß derselbe barbarische Ungeist, der die Juden niedergemetzelt hat, sie auch ins Ghetto gesperrt und von normalen Lebensbedingungen ausgeschlossen hat.) Der letzterwähnte Teil der Czermakschen Schrift nähert sich in der Tat in manchen Punkten sehr bedenklich nationalsozialistischen Gedankengängen. Wir stimmen ihm vollständig zu, wenn er von uns verlangt, daß wir in der nationalen Kultur der Deutschen nicht anders denn als Gäste sprechen dürfen. Uns Zionisten waren stets jene Juden ein Greuel, die sich auf die nationalen Lehrmeister der anderen Völker aufzuspielen suchten. Die Loyalität gegenüber dem Staat muß von uns nicht erst verlangt werden, kein Gutgläubiger kann behaupten, daß sie uns jemals gefehlt hat Wenn uns aber gesagt wird, daß das Judentum, dessen Nationalbewußtsein Czermak gestärkt haben will, seine richtige Heimat doch in Palästina hat und daher nur einen Teil seiner Liebe «dem Gastland schenken kann und darf», müssen wir dem entgegenhalten, daß die Liebe zu unserer österreichischen Heimat aus diesem Grunde ebensowenig angezweifelt werden darf, wie beispielsweise die Liebe deutscher Minderheiten zu Staatsverbänden, in denen sie nicht das staatsführende Volk sind. Und es hätte dieses Argumentes nicht bedurft, um uns begreiflich zu machen, daß wir keinen Anspruch aur die «Führung» des Staates haben. Die größten Bedenken muß es aber bei uns hervorrufen, wenn Czermak von der Schaffung eines «besonderen» Minderheitenrechtes spricht, das der «spezifischen Situation» der Juden gerecht werden soll und in «wirtschaftlichen Fragen eine wohlüberlegte Grenze» gezogen haben will. Lebt noch immer das Märchen von der wirtschaftlichen Uebermacht der Juden? Ist die jüdische Bevölkerung noch nicht genügend verarmt? Ist es noch nicht genug, wenn fast siebzig Prozent aller jüdischen Leichenbegängnisse auf Kosten der Kultusgemeinde erfolgen, wenn die Zahl der von ihr befürsorgten Fälle schon im vorigen Jahre fast Fünfzigtausend erreicht hat? Nähert sich die Not in den Wiener jüdischen Vierteln nicht schon dem furchtbaren Elend der jüdischen Massen des Ostens? Kann es im Interesse der Wirtschaft liegen, die beschränkten Existenzmöglichkeiten der Juden noch mehr einzuengen? Czermak anerkennt die Bestrebungen der Zionisten nach beruflicher Umschichtung der jüdischen Massen. Sind solche Bestrebungen aber jemals vom Staat eunterstütztworden? Und kann ihnen ein größerer Erfolg beschieden sein, wenn sie nicht einmal die moralische Unterstützung finden und ein großangelegter Umschichtungsversuch, wie er im Zionismus zu erblicken ist, von der «Reichspost» unseren christlichen Mitbürgern als «frevelndes Kreuzen der Wege der Vorsehung* hjngestellt wird? Erkennt man die zionistischen Bestrebungen als Lösung oder auch nur als Teillösung der Jude».- frage an, dann müssen auch die christlichen Kreise dafür sorgen, daß der Zionismus bei den jüdischen Volksmassen, die in ihrer Bedrängnis begreiflicherweise für die» Stimmen der Umgebung sehr feinhörig sind, nicht durch Ausfälle der geschilderten Art diskreditiert wird. Die nationalen Juden sind, seitdem die Minoritätsfrage Gegenstand internationaler Diskussion geworden ist, stets für den Ausbau des Minoritätenschutzes eingetreten, im eigenen Interesse, aber auch im Interesse aller anderen Minderheiten. Der Zweck jedes Minderheitsrechtes ist der Schutz der Minderheit und nicht die E i n s c h r ä nk u n g ihrer Rechte. Der politische Ausschuß der Völkerbundversammlung vom 10. Oktober 1933 hat den Wunsch ausgesprochen, daß auch jene Staaten, die gegenüber dem Völkerbund nicht gebunden sind, dennoch bei Behandlung ihrer Minderheiten der Rasse, Religion oder Sprache mindestens das gleiche Maß der Gerechtigkeit und Toleranz beachten werden, die von den Verträgen und nach der ständigen Praxis des Völkerbundrats gefordert wird. Oesterreich gehört aber zu jenen Staaten, die durch Vertrag an die Bestimmungen zum .Schutze der Minderheiten gebunden sind. Zum Schutze jeder Minderheit, auch der jüdischen. Diese in die österreichische Verfassung aufgenommenen Bestimmungen können ohne Zustimmung des Völkerbundes nicht abgeändert werden. Der Vorschlag eines besonderen Minderheitsrechtes1 für die Juden, das Verlangen nach Schaffung eines brauchbaren Rechtes für sie erinnert sehr deutlich an die Rede des deutschen Vertreters Gesandten Keller vor der politischen Vötkerbundkommissnon — Deutschland ist bekanntlich, bloß in Oberschlesien zum Minderheitenschutz vertraglich verpflichtet — der die Verbindung der Judenfrage als eines «besonders gelagerten Rassenproblems» mit den sonstigen Minderheitenfragen ablehnte. Seine Ausführungen wurden von den Vertretern des Völkerbundes mit Gelächter aufgenommen. Wir Juden werden in dieser Frage niemals einen anderen Standpunkt einnehmen, als den vom Nationalitätenkongreß im September 1933 wieder mit Nachdruck betonten, daß nämlich im Falle der Durchführung nationaler Dissimilationen jene Freiheiten und Rechte, für welche die europäischen Minderheitskongresse von allem Anfang eingetreten sind, uneingeschränkt aufrechterhalten bleiben. Für ein jeder Minderheit in gleichem Maße zugute kommendes Recht, wie es ln unserer Verfassung auf Grund internationaler Verträge verankert ist, werden wir jederzeit eintreten. Ein besonderes Judenrecht werden wir aber mit aller Entschiedenheit ablehnen und an unserer vollen bürgerlichen GleichberecJUi* gung darf nicht gerührt werden«