Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 6 (1933)
- Issue
- Heft 307 (3.11.1933)
- Date
- 1933-11-03
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seife 19 DIE STIMME tot 907 — 3. November 1038 Jüdische Kunststelte, HL, Aspombrückengasse 2 Telephon R-48-2-91 Bürostunden: 9 bis 19 Uhr Den Mitgliedern stehen ermäßigte Karten zur Verfügung: Btirgthenter: Sonntag. 5. November, «König Ottokar* *; Stantsoper: Samstag. 4. November, «Boris Gudonow»; Sonntag. 5. November, Ballettabend; Deutsches Vollcstheater, Scala, Kammerspiele, Theater an der Wien, Moultn Rouge, «Der liebe Augustin*. — Samstag, 4. November, 8 Uhr, Künstlerspiele «Pan»: Abend jüdischer Kunst (Szene aus Ernst Hardts «Salomo*, Gertrud Kraus, J- Stutschevsky, Das jüdische Lied im Bild). — Dienstag, 7. November, Großer Konzerthaussaal: «Hanigun*, jüdischer Männerchor aus Deutschland. Sensationskonzert! Jüdischer Lieder- und Violinabend Hilda Duiizkaja — Janko Leibovici Die bekannte Künstlerin Hilda Duiizkaja wird am 19. November 1933 im Festsaale des Hotel «Continental* nach einer längeren Pause wieder vor das Wiener Publikum treten. Die Künstlerin bringt eine Reihe neuer Volks-, hebräischer, synagogaier und Palästinalieder. Gleichzeitig tritt auch der Gegenvirtuose Janko Leibovici auf, der mit seinem meisterhaften Spiel überall großen BeifaH erntet. Karten für diesen Abend sind zu haben: Bücherstube Rath, II., Taborstraße 24; «Jüdische Kunststelle*, 1L, Aspernbrückengasse 2, und im Hotel «Continental*. Festabend des Bundes jiid. Frontsoldaten (Gruppe Leopoldstadt) Samstag, den 18. November, findet anläßlich des einjährigen Bestandes der Gruppe Leopoldstadt des «Bundes jüd. Frontsoldaten Oesterreichs (Bezirksführer Alfred May) ein Festabend im Hotel «Post» um 20 Uhr statt. Im Rahmen dieses Festabends findet eine Akademie, ausgeführt von erstklassigen jüdischen Künstlern, statt. Karten zu S 2.— (Abendkasa S 2.50) in der Bundeskanzlei, II., Aspernbrükkenstraße 2. Zur Eröffnung der Jüdischen Bühne In Wien Der bekannte jüdische Schauspieler Adolf Bell hat die Direktion der Jüdischen Bühne übernommen und keine Mühe gescheut, um dem jüdischen Publikum echte jüdische Theaterkunst im würdigen Rahmen zu bieten. Der Theatersali, VVien, JL, Praterstraße 60, wurde sehr geschmackvoll renoviert und bedeutende jüdische Künstler wurden aus dem Auslande für die ganze Wintersaison verpflichtet. Alle Vorsorgen sind getroffen, um dem kunstverständigen jüdischen Theaterpublikum ein gutes Repertoire zu bieten. Die Direktion und die Schauspieler der Jüdischen Bühne, IL, Praterstraße 60, erwarten daher vom Wiener Judentum eine rege Anteilnahme und hoffen auf zahlreichen Besuch. Ein hebräischer Liederabend Samstag, den 7. Oktober 1933, gab Konzertsänger J. begal-Rosenbach einen hebräischen Liederabend, welcher vom jüdischen Publikum stark besucht war. J. Segal- Rosenbach sang meistenteils neue palästinensische Lieder sowie eine reiche Auswahl von ostjüdisohen Volksliedern. 5em Repertoire erschöpft sich nie. Er bringt stets etwas Neues und mit besonderem Interesse lauschten die Zuhörer samen Gesängen. Auf dem Programm standen Engel, Milner, Roskin, Binder, Texte von Bialik, Tschaikowski, Perez Rosenfeld. Ernste und heitere Volkslieder ergänzten das Pro- ,■!' SegaJ-Rosanbach mußte zahlreiche Zugaben gewahren. Professor Josef Zimbler brachte mehrere Violinkonzertstücke (ostjüdische Weisen) mit Virtuosität zum Vortrag. Kapellmeister Rudolf Beck (vom jüdischen Gesangsverein uns bekannt) war ausgezeichnet. — Osia— der Malckabi-Siedlung werden wird. Deshalb sollte jeder einzelne eingedenk sein: Tua res agitur. * Ohne eine systematische Aufklärung und Erziehungsarbeit im Geiste des Makkabi kann eine dauernde erfolgreiche Mitarbeit am KKL nicht gewährleistet werden. Der Jüdische Nationalfonds' hat sich seit jeher im ureigensten Interesse die Durchdringung der Jugend mit seinem Ideengehalt zur Aufgabe gemacht. Auch bei uns muß nun eine intensive Aufklärungsarbeit einsetzen, um den noch abseits stehenden Teil unserer Jugend für die praktische Arbeit am Aufbau Erez Israels zu gewinnen. Jeder Büchsenleerer muß sich der Bedeutung und des sittlichen Wertes seiner Arbeit bewußt sein. Nur so wird er tagein, tagaus das heilige Gebot der Erlösung des Bodens erfüllen können. «Das ist es, was den Menschen zieret und dazu ward ihm der Verstand, daß er im tiefsten Herzen spüret, was er erschafft mit seiner Hand.» Die erzieherische Seite der Kfar Hamakkabi-Aktion darf daher nicht übersehen werden. Der Jüdische Nationalfonds braucht nicht nur die Jugend, die Jugend braucht auch ihn, da er ihr praktische Möglichkeiten zur Arbeit und Pflichterfüllung zeigt. Es ist ein unbestreitbares, historisches Verdienst des KKL, die von so manchen anderen Instanzen vernachlässigte jüdische Jugend in den Bann seiner Arbeit und seiner Ideen gezogen zu haben. Wer diese Jugend bei der Arbeit gesehen hat, weiß, daß die Saat herrlich aufgehen wird. Möge auch der Makkabi in den edlen Wettkampf um die Palme des Erfolges in der Sammlerarbeit eintreten. Wenn jeder Makkabi immer und überall an seine Pflicht gegenüber dem Aufbau einer Heimstätte für das verfolgte Volk der Juden denken wird, wird die erste jüdische Sportsiedlung auf dem Boden des Nationalfonds ein« leuchtende Wirklichkeit und ein neues Ruhmeskapitel in der Geschichte des Makkabi werden. * Wie uns der österreichsiche KKL mitteilt, hat der Makkabi der Tschechoslowakei für den Kfar Makkabi bereits 1000 Pfund aufgebracht. Auch in Wien hat der Jugendbund «Makkabi-Hazair- Zeirejnu» mit dieser Arbeit begonnen. Gegenwärtig weilt Dr. Alexander Ro s e n f e 1 d in Wien, der im Aufträge des Weltmakkabi diese Aktion in Oesterreich neu zu organisieren und für dieselbe alle jüdischen Sportler und Freunde des Jüdischen Sportes heranzuziehen beabsichtigt. «Hanlgun», die 30 Jüdischen Sänger 30 jüdische Sänger, ehemalige Mitglieder deutscher Opernhäuser, haben sich zu einem Chor vereinigt, der unter Leitung Ch. Winawers synagogale .Gesänge, sowie jüdische Volkslieder zur Aufführung bringt Der Chor hat bereits in verschiedenen Städten des In- und Auslandes konzertiert und hat überall geradezu sensationelle Erfolge errungen. Das erste Wiener Auftreten des Chores findet am 7. November, 168 Uhr abends, im Großen KonzerthaussaaJ statt und wird dem Konzert bereits mit großem Interesse entgegengesehen. Die Darbietungen des Chores wurden von der Presse auch wiederholt mit denen der weltberühmten Donkosaken verglichen. Karten für das Konzert am 7. November sind an der Konzertkasse Dr. Hohenberg, 1., Oper (Operngasse), sowie an der Konzerthauskasse und in der Jüdischen Kunststeile erhältlich. Aus der jüd. Studentenschaft Jüd, Akad. Juristenverein. Die kürzlich stattgefundene Generalversammlung wählte Koll. Stupp zum Obmann, die Koll. Bernfeld und Pachtmann zu Vizeobmännern. Instruktor Dr. jtir. et rer com. Dr. Fiedler leitet auch heuer Vorbereitungskurse zur ersten Staatsprüfung. Fener werden Pflichtübungen aus dem Römischen Recht (Buttermann) und Uebungen aus dem Handelsrecht (Dr. Bronner) abgehalten. Anmeldungen täglich im Zentralverein der Jüd. Studentenschaft, IX., Alserstraße 26. Jüd. Akad. Tedmlkerverband. In der diesjährigen Generalversammlung wurden gewählt: Obmann: Koll. Goldberg; Obmannstellvertreter; Brod, Müller; Ausschußmitglieder: Chazer, Danon, Goldmann, Gutmann, Roth. Sportarat der jüdischen Studentenschaft. Anmeldungen zum Trockenski- und Gymnastikkurs, Schwimm- und Leichtathletiktraining täglich von 6 bis 8 Uhr im Zentralheim der Jüdischen Studentenschaft, IX., Alserstraße 26. Skikurs des Sportamtes der «Judäa* Das Sportamt des Gesamtverbandes jüdischer Hochschüler Oesterreichs «Judäa» veranstaltet in der Zeit vom 24. Dezember 1933 bis 6. Jänner 1934 einen Anfänger- und Tourenkurs in Mitterau. Geboten wird: Bahnfahrt hin und zurück, geheizte Zimmer, Betten, 5 Mahlzeiten (zweimal täglich Fleisch), staatlich geprüfter Skilehrer, Gepäcktrans¬ Getmelnsame Vertretung der Zionisten Oesterreichs Am 28. Oktober fand eine Besprechung von Delegierten aller zionistischen Gruppen Oesterreichs statt, in der einstimmig beschlossen wurde, eine gemeinsame Vertretung zu konstituieren zum Zwecke der Ermöglichung eines gemeinsamen Vorgehens in zionistischen und jüdischen Fragen. Zum Vorsitzenden dieser Vertretung wurde Adolf Böhm gewählt. Zionistische Bezirkssektion LeopoldstacU—club «Erez-Jisrael. Wochenprogramm Freitag, 3. November, %8 Uhr abends: Oneg-Sabbath mit Chumasch-Vortrag; Sonntag, 5. November, 5 Uhr nachmittags: Gesellschafts- Nachmitta"; Montag, 6. November, 8 Uhr abends: Seminar: Rabbiner Or. K, Kupfer; port, Skikonkurrenawr mit Preisen. Eigener Arzt fährt mit. Es bestehen auch sieben- und zehntägige Arrangements. Preis: S 71.— für Mitglieder der «Judäa», S 76.—- für Nichtstudenten. Einzelzimmer S 5.— Zuschlag für die ganze Kursdauer. Utifallsvem* sichenmg gegen ganz geringen Beitrag. Ausführliche Auskünfte und Anmeldungen im neuen Zentralheim der «Judäa». IX., Alserstraße 26, Hochparterre, Montag bis Donnerstag von 18 bis 20 Uhr, Mittwoch von 14 bis 15 Uhr, Freitag von 12 bis 14 Uhr. Die Interessenten werden gebeten, bis längstens 20. November 1933 sich anzumelden, dia für spätere Anmeldungen die Teilnahme nicht gesichert werden kamu Das Wirtschaftsamt vermittelt sämtliche Ausrüstung»- und Bekletdungsartikel zu bedeutend ermäßigten Preisen. Jüdisches Jugendhilfswerk Unter der Patronanz des Landeskomitees und unter dem Protektorat seiner Ehrwürden des Herrn Oberrabbiners Dr. Feuchtwang hat sich der Verein «Jüdisches Jugendhilfswerk, Gesellschaft zur Förderung der A n Siedlung jüdischerJugendlicherausOesterreich in Palästina» gegründet. Der Zweck des Vereines liegt vornehmlich in der Umschulung jüdischer Jugendlicher für gewerbliche Berufszweige und die Landwirtschaft, um sie für die Ansiedlung in Palästina vorzubereiten. Da die freien Berufe keine Existenzmögtichkeit für die vielen Anwärter mehr bieten, muß die Jugend für praktische Berufe erzogen werden. Wer im Inlande keine Verwendung findet, soll in Palästina seinem Berufe nachgehen. In Palästina ist ein derartiger Aufschwung zu verzeichnen, daß junge Leute, welche über praktische Kenntnisse verfügen, leichter untergebracht werden können. Den Eltern und Erziehern wird empfohlen, dem Vereine, der Über ein Jugendheim und eine landwirtschaftliche Farm verfügt und in absehbarer Zeit Fachkurse und Vorträge veranstalten wird, zahlreich beizutreten. AnmeldungenundAuskünfteinWien, II., Untere Augartenstraße 3 5. Donnerstag, 9. November, 8 Uhr abends: Vortrag: Rabbiner Dr. E. Murmelstein: «Der Talmud als innerjüdisches Kampfobjekt.* Hebräische Kurse: Jeden Montag und Mittwoch von %9 bis 10 Uhr für Anfänger; Jeden Dienstag und Donnerstag von %9 bis 10 Uhr für Vorgeschrittene. Kennen Sie Togal? Togaltabletten sind ein rasch und sicher wirkendes Mittel bei rheumatischen und gichtischen Beschwerden sowie Kopfschmerzen. Die große Beliebtheit verdankt Togal den vielen ausgezeichneten Erfolgen, die zahlreiche Aerzte und Kliniken mit diesem Präparat erzielten. Togal ist stark harnsäurelösend und geht daher direkt zur Wurzel des Uebels. Es wirkt ferner in hohem Maße als inneres Antiseptikum. Jeder Apotheker führt Togal. Zionistisches Lehen ln Wien Vortragskalender des zionistischen Landeskomitees Tts' J L o « a1 Redner Thema Donnerstag, 2. Novemb. B. Sektion, X., Leibnitzg. 1 Dr. Michael Steinberg „Das Problem der deutschen Juden und der Zionismus“. Donnerstag, 2. Novemb. 8 Uhr abends B. Sekt. XIII, Cafd Hietzingerhof, Hietzinger Hauptstr. 22 Dr. Leo Goldhammer 16 Jahre Balfour-Deklarätion Freitag, 3. November B. Sektion II, Praterstraße 13 Oneg Sabbath j Samstag. 4. November R Sektion, XX., jägerstr. 30 Einweihung des neurenovierten Heimes Sonntag, 5. November 8 Uhr abends Baden Dr. Z. F. Finkeistein Plnsker und seine Zeit Dienstag, 7. November 8 Uhr abends B. Sektion Währing, „Zum wilden Mann“, XVIII., Währingerstraße 85. Dr. Oskar Grünbaum Dr. Deslder Friedmann Zionismus und Judennot Die Lage der Juden Dienstag, 7. November 8 Uhr äbends B. Sektion III, Caf6 Lowrana, Löwen gasse Dr. Moritz Harnik Mit dem Auto in Erez Israel Donnerstag, 9. Novemb. 8 Uhr abends B. Sektion VT/VIT, Loqualnlatz 11 Prof. Dr. WUhelm Stein Das Judentum ln den neuen Strömungen der Gegenwart Donnerstag, 9. Novemb. 8 Uhr abends B. Sekt. XIII, Ca£6 Hietzingerhof, Hietzinger Hauptstr. 22 Dr. Moritz Harnik Dr. Richard Taussig Meine Eindrücke ln Erez Israel Geschichte des Zionismus vor Herzl Samstag, 11. November 8 TThr abends B. Sektion VI/VIT, Loquaiplatz 11 Einweihung des neuen Heimes Samstag, 11. November 8 Uhr abends B. Sektion XX, Jägerstraße 30 Dr. Z. F. Finkeistein Chowe-Zion-Bewegung Mittwoch, 15. Novemb. Zlrenuheim, Wiedner Hauptstraße 130 Dr. Oskar Grünbaum Dr. Josef Löwenherz Dissimilation und Assimilation Die Aufgabe der Zionistischen Organisation unter Berücksichtigung der Lage der Juden Donnerstag, 16. Novemb. 8 Uhr abends B. Sekt XIII, Caf6 Hietzingerhof, Hietzinger Hauptstr, 22 Prof. Dr. Wilhelm Stein Prof. ür. Leo Menczer Aktuelle zlonist. Probleme Parteiungen im Judentum Dienstag, 21. November 8 Uhr abends B. Sektion Prater, II., Jungstraße 8 Dr. Oskar Grünbaum Assimilation und Dissimilation