Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 6 (1933)
- Issue
- Heft 305 (19.10.1933)
- Date
- 1933-10-19
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite % DIE STIMME Hf. SOS — m Oktober 193S Stelle r»d klang der Bericht der K. K. L-Referentin Frau Dr. A. Tartakower. Während die einzelnen Bezirksgruppen keinen gesonderten Bericht ablegten, wurde die Delegierte aus Linz mit Akklamation um einen solchen gebeten. Aus dem ausgezeichneten Referat ging hervor, mit welchem Eifer die Linzei Wizo-Grtippe in den beiden letzten Jahren ihre Arbeit geleistet hat und wie eng sie mit der Wiener Zentrale und dem Werk der gesamten zionistischen Frauenorganisation verbunden ist. Den Referaten der Frauen schloß sich würdig der mustergültige Bericht der Z. M. V. Mirjam (Jung-Wizo), erstattet von Fräulein Rosa Orünberg, an. Diese führte aus, welche Erziehungsarbeit schon in den verflossenen Jahren in den Mädchengruppen geleistet worden sei, ganz besonders aber im letzten Arbeitsjahr, da der Drang der zionistischen Mädchen nach Palästina unaufhaltsam gewachsen sei. Von den vier bisherigen Mädchengruppen der «Mirjam» ist eine eine reine Alijahgruppe, in welcher die Sichoth teilweise hebräisch abgehalten werden. Die Hachscharah-Bewegung unter den Mädchen nimmt zu. Derzeit besteht der Plan, zwei Jugendgruppen für Mädchen von 12 bis 14 und von 14 bis 16 Jahren zu gründen, wofür schon Anmeldungen vorliegen. Die Wizofrauen wurden aufgefordert, ihre Töchter und deren Freundinnen zum Beitritt zu veranlassen. Frl. Grünberg sprach auch von der praktischen Arbeit der «Mirjam» im verflossenen Jahr, die sich auf Ankauf eines Projektionsapparates für eine Lehranstalt der Wizo in Palästina sowie auf die Ausrüstung von Chaluzim bezog. Derzeit wird ein neues Palästinaprojekt von der Jungwizo in Angriff genommen. Der Kontakt mit der Frauenorganisation ist durch die Alijah einiger Mädchen und deren Fühlungnahme mit der Wizo*in Palästina wesentlich verstärkt worden. Nach Erstattung der Berichte wurde auf Antrag von Frau Brandeistein der abtretenden Leitung das Absolutorium erteilt, worauf Frau Dorli Teitelbaum den Sitz der Tagespräsidentin einnahm. Auf Grund einer von Frau Dr. Blauer vorgeschlagenen Liste wurde die neue Leitung, an deren Spitze wieder Frau Dr. Löwenherz und die Vizepräsidentinnen Frau Feder und Frau P a ß w e g stehen, unter lebhaftem Beifall der ganzen Versammlung gewählt. Mit einem wannen Appell, worin sie alle Mitglieder zu erhöhter Tätigkeit anspornte und die Aufforderung derMädchen^ der Jungwizo Mitglieder zuzuführen, unterstützte, schloß die Präsidentin die eindrucksvolle Generalversammlung. Dr. M. H. Die 8. Jtmg-Wizo-Konferenz *) In der Zeit vom 5. bis 7. August 1933 tagte in dem gastlichen Hause von Frau Marie P o 11 a k in Josefstal, C. S. R., die achte Bundestagung des «Kontinentalbundes Zionistischer Mä d ch en ver ei n i g u n ge n — Jugenddezernat der WIZ0», an der Vertreterinnen der Tschechoslowakei, Englands, Jugoslawiens, Lettlands, Oesterreichs, Polens und Rumäniens teilnahmen. Die Tagung bedeutet einen Markstein in der Entwicklung unseres Bundes. Von größter Wichtigkeit war es vor allem, daß der Kontinentalbund als solcher sich als Jung- Wizo für Mittel- und Osteuropa mit der Zentrale in Wien konstituierte und somit die bisherige Bezeichnung «Kontinentalbund» völlig aufgab. Daraus ergab sich die Notwendigkeit einer Reihe von organisatorischen Reformen, die eine engere Verbindung mit der Wizo zum Ziele hatten. Im Vordergrund der Beratungen standen neben den rein organisatorischen Fragen, die Probleme der Hacnscharah und Alijah innerhalb unseres Bundes, die gebieterisch nach einer Lösung verlangten. Die Jung-Wizo-Gruppen, insbesondere jene Polens und Rumäniens, forderten eigene Hachscharah-Stellen der Jung-Wizo, die einerseits eine wirklich gründliche und sachgemäße Ausbildung ihrer Mitglieder, die nach Palästina alliieren, gewährleisten, anderseits aber auch ein Aufgehen der Jung-Wizo in den bestehenden Chaiuzorganisationen der verschiedenen parteipolitischen Richtungen, wie sie gerade in Polen und Rumänien bestehen, verhindern sollen. In engstem Zusammenhang mit der Frage einer eigenen Hachscharah steht die Frage der Alijah, d. h. der Zertifikate. ln den bestehenden Chaiuzorganisationen, in deren Rahmen die Mitglieder der JW bisher Hachscharah gemacht haben, wurden sie bei der Verteilung der Zertifikate nicht entsprechend berücksichtigt und befanden sich daher im Nachteil gegenüber den Mädchen anderer Organisationen. Nur eine eigene Hachscharah bietet die Gewähr für einen proportioneilen Anteil der JW-Mitglieder an den Zertifikaten. Schließlich ist es notwendig, den Mädchen der JW, die als Einzeleinwanderinnen nach Palästina kommen, bei der Einordnung in das Leben des Landes an die Hand zu gehen und ihnen in der ersten Zeit nach ihrer Einwanderung die Möglichkeit einer Anlehnung und weitgehende moralische Unterstützung zu gewähren. Es ist selbstverständlich, daß alle diese Fragen nur einverständlich mit der Wizo gelöst werden können und so formulierte denn die achte Bundestagung eine Reihe von Wünschen und Anträgen an die unmittelbar darauf tagende Wizo-Konferenz, die die Schaffung von JW-Hachscharahstellen in der Galuth, den Anspruch auf eine größere Anzahl von Mädchenzertifikaten und deren proportioneile Verteilung an die Mitglieder der JW und schließlich die Gründung eines JW-Heimes in Palästina, eventuell im Rahmen einer der bestehenden Wizo-Institutionen und die Ermög- *X Wegen Raummangels verspätet Die Red* I lichung der Ansiedlung von JW-Mitgliedern, die über etwas Kapital verfügen, besonders im Hinblick auf die JW Deutschlands, zum Inhalte hatten. In bezug auf zionistische Politik betonte die Bundestagung die unbedingt überpolitische Einstellung sowohl des Gesamtbundes als auch der Einzel gruppen, wobei es aber den einzelnen Mitgliedern freisteht, sich außerhalb der Gruppen in zionistisch-politischer Hinsicht aktiv zu betätigen, unter der Voraussetzung, daß diese politische Tätigkeit nicht in die JW-Gruppen hineingetragen wird. Es verdient hervorgehoben zu werden, daß die JW-Be- * ¥ * Die Wizo versendet gemeinsam mit der jüdischen Frauen: wegung, die bis vor kurzem ausschließlich in den Ländern Mittel- und Osteuropas bestand, im abgelaufenen Jahre auch in Palästina und England Fuß gefaßt und schöne Fortschritte gemacht hat. So ist denn die Hoffnung gerechtfertigt, daß sich die JW-Bewegung zu einer weltumspannenden Organisation der weiblichen zionistischen Jugend entwickeln wird. Wenn auch die Interessensphären der verschiedenen Länder und Kulturkreise sich voneinander nicht unerheblich unterscheiden, so ist doch anzunehmen, daß die Gemeinsamkeit des Zieles alle diese Gruppen zu einer gemeinsamen Arbeit füreinander und miteinander vereinigen wird. Jung-Wizo Wien folgenden Aufruf an die AndiejUdisch^Frau! Wir wenden uns heute an Sie, eine jüdische Mutter, mit der Bitte, Ihre Tochter unseren Jugendgruppen näher zu bringen. In der heutigen, für uns Juden besonders schweren Zeit, wollen wir das jüdische Mädchen vor einem Sichverlieren Im fremden Chaos bewahren. Dies kann nur In einer Gern ein schaft gleichaltriger, Im jüdischen Geiste geführter Mädels geschehen. Hier allein Ist es möglich, unseren Töchtern den Sinn und das Zusammengehörigkeitsgefühl zum jüdischen Volke zu fördern und zu stärken. In der allernächsten Zelt werden von uns zwei neue Gruppen für Mädchen Im Alter von 12—14 und 14—16 Jahren gebildet. Einmal wöchentlich werden sie in unserem Helme, I., Jordangasse 7, 1. Stock, In der Zelt von 5Yz bis 7 Uhr abends, Zusammenkommen. Gemeinsam wollen wir die jüdische Geschichte durchnebraen, um so die große Vergangenheit unseres Volkes kennen und schätzen zu lernen. Ueber das Leben Im neuen Palästina werden sie hier unterrichtet werden. Die Bekanntschaft der Werke und Werte jüdischer Kultur wollen wir unserer Jugend vermitteln. Alle aktuellen jüdischen Fragen sollen hier besprochen werden. In dieser jungen jüdischen Gemeinschaft wird sich sicherlich auch Ihre Tochter gut fühlen und wir hoffen, daß unser Bestreben: jüdische Mädchen zu selbstbewußten, wertvollen jüdischen Menschen auszubltden, das Verständnis und die Unterstützung einer jeden jüdischen Mutter finden wird. Wir bitten Sie, gnädige Frau, Ihrer Tochter zu sagen, daß wir sie In unserem Heime In der Zelt von 5 «/2 bis 7 Uhr erwarten und ganz besonders freuen werden, wenn sie auch ihre Freundinnen und Kolleginnen mitbringt. Für die Z. M. V. Mirjam, Wien, L, Jordangasse 7: Berti Teller. Dr. Henny Lichtenstein - R a p p a p o r t Für die Wizo: Sofie Löwen herz. DifiJEnfwkkli^^ Von Gisela Blauer In der ganzen zionistischen Welt wurden die Beratungen der VII. Weltkonferenz der «Wizo», die knapp vor dem XVIII. Zionistenkongreß abgehalten wurde, mit lebhaftem Intpresse verfolgt Aber auch die nichtjüdische Umwelt, vor allem in dem Lande, in welchem die «Wizo-Konferenz» abgehalten wurde, schenkte der Tagung besondere Aufmerksamkeit. Ergab es sich doch, daß die «Wizo-Konferenz» fast alle lebenswichtigen Probleme behandelte, die später auch den Zionistenkongreß beschäftigten, natürlich vorwiegend vom Standpunkte zionistischer Frauenarbeit betrachtet. Angesichts der Bedeutung, die gegenwärtig der «Wizo» als aufstrebender jüdischer Frauenbewegung zukommt, und im Zusammenhang mit der Behandlung einiger Fragen, welche Gegenstand der Prager Beratungen bildeten und das Eingreifen der Frauenorganisation in fast alle Arbeitsgebiete des Aufbauwerkes in Erez Israel dokumentieren, ist es sicherlich von Interesse, einen kurzen Abriß der Entwicklung dieser Frauenbewegung zu geben. Kaum wenige Jahrzehnte sind es her, seit dem die Frage der Stellung der Frau innerhalb der gesitteten Gesellschaft überhaupt einer durchgreifenden Revision unterzogen wurde. Ansichten und Auffassungen, diie uns heute als selbstverständlich gelten, waren vor nicht gar langer Zeit als Verrücktheiten der Zeit oder als wahnwitzige emanzipatorische Bestrebungen verschrien. So mußte noch im Jahre 1910 August Bebel in der Vorrede zur 50. Auflage seines berühmten Buches «Die Frau und der Sozialismus» mit einer besonderen Begründung darauf hinweisen, daß neben den anderen wichtigen Fragen, die die damalige Zeit beschäftigten, eine der wichtigsten, die Frauenfrage sei und führte hiebei aus: «£s ist notwendig, die Frauenfrage speziell zu behandeln. Berührt doch diese wenigstens in Europa die größere Hälfte der Bevölkerung. Es handelt sich hier um die Stellung, welche die Frau in dem sozialen Organismus einnehmen soll, wie sie ihre Kräfte und Fähigkeiten nach allen Seiten entwickeln kann, um ein volles gleichberechtigtes und nützlich wirkendes Glied der menschlichen Gesellschaft zu werden.» Wenn man von einzelnen starken aufragenden Frauengestalten aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts absieht, so kann man das Jahrzehnt 1890 bis 1900 als die «Zeit des Erwachens der Frauen» bezeichnen. Alle fortschrittlichen allgemeinen Bewegungen, der Sozialismus, die Friedensbewegung mit ihrer großen Vorkämpferin Bertha von Suttner, alle fanden in den Frauen jener Zeit Mitstreiterinnen und Führerinnen. Eine große Zahl von Jüdinnen schloß sich diesen Bewegungen an. Erst allmählich entwickelte sich der Typus der arbeitenden, modernen Frau, die gleich ihren männlichen Berufsgenossen, alle Mühsale des Lebens auf sich nehmen mußte. Als der politische Zionismus unter Herzl sein eigentliches Arbeitsprogramm festlegte, war von vornherein der jüdischen Frau im Rahmen der zionistischen Bewegung eine bedeutende Rolle zugedacht, die sie leider in den Anfängen nicht verwirklichen konnte. Die Gleichberechtigung der Frau auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens war in der zionistischen Bewegung schon bei ihrer Entstehung proklamiert worden, was überall sonst erst nach harten Kämpfen viel später erreicht werden konnte. Es hat sich aber gezeigt, daß die jüdischen Frauen in dieser völligen unbeschränkten Freiheit nicht die politische Reife besaßen, die bei ihnen von Herzl und seinen Freunden als vorhanden angenommen wurde. Sie haben nicht verstanden, die Möglichkeit, sich als wesentlicher mitbestimmender Faktor eine führende Rolle in der nationalen Bewegung zu sichern, entsprechend auszunützen. Es muß jedoch betont werden, daß die Frauen der damaligen Zeit, die ernste Pflichten gegen sich selbst und gegen das jüdische Volk auf sich nahmen, sehr viel Wertvolles geleistet haben. Die einen waren für die Ausbreitung der zionistischen Idee und Mehrung der Geldfonds tätig, die anderen schufen segensreiche Institutionen in Palästina. Aber der größere Teil der jüdischen Frauen blieb der zionistischen Idee gegenüber indifferent. Es darf aber nicht verkannt werden, daß sich die jüdische Frauenwelt unvergängliche Verdienste dadurch erworben hat, daß sie in fast allen Ländern im Wege allgemeiner Hilfsorganisationen, besonders in Zeiten schwerer Not, aber auch bei normaler Entwicklung viel zur Linderung jüdischen Elends beigetragen haben. Hier haben nationalgesinnte neben indifferenten Frauen eine Tätigkeit entfaltet, die der seelischen Einstellung der Frau entspricht. Allmählich beginnt das Interesse für alle Ersoheimmgen des jüdischen Gemeindelebens auch bei den jüdischen Frauen in sichtbarer Form in Erscheinung zu treten. Die Zeit ist wohl nicht mehr ferne, in der die Forderung, daß die Frauen auch in den Repräsentanzen der jüdisohen Gemeinden in vollem Maße als gleichberechtigte Mitglieder mitwirken dürfen, als Selbstverständlichkeit angesehen werden wird. Erst der vot ca. 13 Jahren erfolgten Gründung der Weltorganisation zionistischer Frauen war es Vorbehalten, alle national-jüdischen Frauenkräfte zu sammeln und sie zu einem mitunter entscheidenden Faktor in der zionistischen Bewegung in Erez-Israel und in den Galuthländern zu machen. Was vorher einzelne Frauengruppen, sofern solche bestanden, im engen Rahmen versuchten, das konnte natürlicherweise erst eine mächtige, länderumfassende große Frauenorganisation vollbringen. Es kann nicht hier in diesem engen Rahmen ein Bild der bewundernswerten Leistungen unserer «Wizo», vor allem in Erez-Israel, in erschöpfender Weise entworfen werden, aber der Hinweis auf die großzügige Produktivierungsarbeit, wie sie in den Erfolgen der landwirtschaftlichen Mädchenschule in Nahalal und den zahlreichen Mädchenlehrfarmen zum Vorschein kommt, genügt, um das schöpferische Werk der «Wizo» im Dienste des Aufbaues zu kennzeichnen. Aber nicht nur Kolonisationsarbeit, sondern auch das Eingreifen in das vielverzweigte Gebiet sozialer Frauenarbeit, drückt diesen Bestrebungen seinen Stempel auf. So sehen wir einerseits durch den erfolgten Zusammenschluß der zionistischen Frauenkräfte eine früher nie geahnte Befruchtung der spezifischen Frauenarbeit in Erez Israel, andererseits aber das Entstehen einer mächtigen nationalen Frauenbewegung in fast allen Ländern. Die größeren Ziele haben auch markantere Frauenpersönlichkeiten zum Vorschein gebracht. War früher die im Öffentlichen Leben tätige Frau zumeist nur mit philanthropischer Arbeit verschiedener Art beschäftigt, so hat das Uebergreifen auf das Gebiet breiterer Volksarbeiten größere Anforderungen an die Fähigkeit und Energie gestellt und es Ist fürwahr erstaunlich, wie rasch wir Führerinnen von Rang unter den jüdischen Frauen entdeckten, die in meisterhafter Weise es verstehen, neben organisatorischer Aufbauarbeit, Leitung von Weltkonferenzen usw. auch ihre alltägliche Arbeit zu vollbringen. Was lange vorher der allgemeinen zionistischen Bewegung nicht gelungen war, nämlich gewissermaßen eine Revolutionierung des jüdischen Frauenlebens im zionistischen Sinne, das hat— man*kann es ohne Uebertreibung sagen — schon bisher die zionistische Frauenorganisation im großen Maße bewerkstelligt Eine Intensivierung der Kulturarbeit unter den Frauen und Erweiterung der Erziehungsarbeit für die heranwachsende weibliche Generation, sind nicht zuletzt die positiven und greifbaren Erfolge der «Wizo-Arbeit» in der Galuth. Aus der Fülle der auf der «Wizo-Konferenz» ln Prag behandelten Probleme seien einige erwähnt, die das Vordringen der Frauenarbeit im Rahmen der allgemeinen zionistischen Aufbautätigkeit anzeigen. So bildete die «Haohscharah»- und «AIljah-Frage der Frauen einen wesentlichen Teil ernster Auseinandersetzung, um die Grundlagen für die Ermöglichung eines breiteren Zustromes produktiver weiblicher Kräfte zu schaffen. Das Unrecht, das den alleinstehenden jüdischen Frauen bislang durch Verweigerung der Einwanderungsmöglichkeit zugefügt war, wurde mit allem Nachdruck nervorgehoben und hiebei die Notwendig-