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Die Stimme · 1933-09-07 · Heft 299 (7.9.1933) · page 2

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Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 299 (7.9.1933)
Date
1933-09-07
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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DIE STIMME kr. 299 — 7. September 1933 Mit Zahlungen auf dem Sonderkonto I untereinander in Paläitinapfunden ausgezahJt. b) Einzahlugnen bis zu 50.000 Mark pro Person für sofortige Investierung bei späterer Auswanderung Für die Bank der Tempel-Gesellschaft ist bei der Reichshauptbank ferner ein Sonderkonto II eingerichtet worden. Auf Antrag können die Devsienbewirtschaftungsatellen deutschen Staatsangehörigen jüdischen Volkstums, die zurzeit noch nicht aus wandern, sich aber gleichwohl schon jetzt eine Heimstätte in Zahlung von Beträgen bis zu höchstens 50.000 Mark je Zahlung von Beträgen bis zu höchstens 500.000 Mark je Person auf diesem Konto (ebenfalls zugunsten einer in Palästina zu errichtenden jüdischen deutschen Treuhandgesellschaft bzw. bis zur Errichtung dieser Treuhandgesellschaft zugunsten der Anglo Palestine Bank Ltd.) erteilen. Das Sonderkonto II wird in gleicher Weise wie das Sondrekonto I zur Bezahlung deutscher Warenlieferungen nach Palästina verwendet, mit der Besonderheit, daß über dieses Konto erst nach Auflösung des Sonderkontos I verfügt wird. Auch Auswanderern kann die Genehmigung zu Einzahlungen auf das Sonderkonto II für Beträge erteilt werden, die über die von der Auswandererberatungsstelle als angemessen anerkannten Summen hinausgehen, jedoch ebenfalls bis zu höchstens 50.000 Mark je Person (einschl. der in Devisen zugeteilten Beträge). Erwirbt eine Person, die ihren inländischen Wohnsitz noch nicht aufgegeben hat, infolge der Einzahlung auf Sonderkonto II durch Eingang entsprechender Waren- Delegierter Ringel erstattet den Bericht der politischen Kommission. In der Resolution dieser Kommission, die nach Ablehnung von Minderheitenanträgen angenommen wurde, wird gesagt, daß die Katastrophe, die die Juden in Deutschland betroffen hat, aufs neue gezeigt hat, daß die Judenfrage eine der brennendsten Weltfragen darstellt und daß der Zionismus und Palästina die grundlegende Lösung der Judenfrage bedeuten. Palästina ist das einzige Einwanderungsland für eine größere jüdische Einwanderung und bewahrt damit das jüdische Volk vor gänzlicher Hoffnungslosigkeit. Die Absorbierung Zehntausender jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland ist zu einem internationalen Problem geworden, dessen Lösung durch den beschleunigten Aufbau des jüdischen Nationalheimes in Palästina heute nicht nur im Interesse der Juden, sondern auch im Interesse der Welt liegt Daher müssen die Tore Palästinas weit geöffnet werden für die jüdische Einwanderung. Angesichts der gegenwärtigen Notlage, durch die große Massen zum Verlassen Deutschlands gezwungener Juden heimatlos werden, wendet sich der Kongreß an die Regierung der Mandatarmacht mit einem besonderen Appell, der größtmöglichen Anzahl dieser Auswanderer die Einwanderung nach Palästina zu erleichtern. Der Kongreß beauftragt die Exekutive, das Tatsachenmaterial betreffend die gegenwärtige Lage der Juden dem Völkerbund zu unterbreiten zwecks Aufstellung eines Planes einer internationalen Aktion für die Ansiedlung von Juden in Palästina, entsprechend früheren vom Völkerbund vorgenommenen Aktionen für die Repatriierung von Flüchtlingsmassen. In Anbetracht des besonderen Interesses, das die Vereinigten Staaten Amerikas für die Lage des jüdischen Volkes und den Fortschritt des jüdischen Nationalheimes wiederholt bekundet haben und unter Bezugnahme auf den Vertrag, der zwischen den Vereinigten Staaten und der Mandatarmacht über Palästina geschlossen wurde, appelliert der Kongreß an die Regierung und das Volk der Vereinigten Staaten, an der Durchführung der oben erwähnten Aktion mitzuarbeiten. Der Kongreß beschließt die Schaffung einer besonderen Zentralstelle zwecks Durchführung der großen Einwanderungsaktion von Juden aus Deutschland nach Palästina, die im Einvernehmen mit der Exekutive alle einschlägigen Arbeiten in ihrer Hand vereinigen soll. Die Exekutive wird beauftragt, in allernächster Zeit eine Koniin renz derjenigen jüdischen Organisationen zu veranlassen, die sich mit Auswanderung und H i 1 f s a r b e i t beschäftigen, um die Probleme der Auswanderung und Ansiedlung von Juden aus Deutschland zu behandeln. Die zionistische Zentralstelle soll darauf hinwirken, ZU DEN HOHEN FEIERTAGEN Meine Damen! Reut« Ooldschmidt, I., Neuer Markts, Telephon R 21-1-90 macht Ihnen die elegantesten Kleider nach französischen Modellen nach Maß um 30*— Schilling Fasson > immmsmmsmmmmmsmmmmmmmsmsmmmmmmmmmsmmsmmam Anläßlich der hohen Feiertage veranstaltet die Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt auch dieses Jahr, wie alljährlich, an den hohen Feiertagen einen Gottesdienst im Zentralgeh&nde, I!., Taborstraße 8. Zählungen bei Oer Treuhantfgeielleefiftft In Pallitlni dort ein Guthaben in PaUstlnapfunden, so Ist «diese* Guthaben nach den Grundsätze« der Durchführungsverordnung zur Devisenverordnung der Reichsbank anzubieten. Die Reichsbank ist aber bereit, dem Pflichtigen diese Guthaben zunächst auf 6 Monate zu befassen und diese Frist auf Antrag und bei Vorlegung eines befürwortenden Gutachtens des Palästinaamtes Berlin entsprechend zu vertflngem. Will ein solcher Inländer über lein Guthaben zum Ankauf von Land in Palästina oder zu sonstigen Anlagen dort vep* lügen, so hat er die erforderliche Genehmigung bei der zuständigen DevisenbewirtschaftstungsStdlc unter Vorlage einer Bestätigung des Deutschen Generalkonsulates in Jerusalem über die ernsthafte Abilcht der Anlage Bei rheumatischen Beschwerden aller Art haben sich Togal-Tabletten ganz hervorragend bewährt. Zahlreiche Dankschreiben über Togal bei veralteten Leiden, bei denen kein.anderes Mittel half. Es wirkt in hohem Maße als Inneres Antiseptikum. Ein Versuch überzeugt I In allen Apotheken des In- und Auslandes. Preis S 2.40. nachzusuchen. Für andere Zwecke als für Anlage in Palästina kann eine Genehmigung zur Verwendung des Guthabens nicht erteilt werden. Die übrigen Punkte regeln die jüdische Auswanderung nach anderen Ländern, die Freigabe des Wertpapierbesitzes und die Behandlung des zurückbleibenden Guthabens der Auswanderer. daß eine Zentralisierung und Koordinierung der gesamten auf Palästina bezüglichen Hilfsarbeit erfolgt. Von der neu geschaffenen Zentralstelle und von der Exekutive erwartet der Kongreß die sofortige Ausarbeitung und Inangriffnahme konkreter Pläne für die Einwanderung und Seßhaftmachung vieler Tausender von Juden aus Deutschland in Palästina. In der Erkenntnis, daß die Durchführung dieser Aktion eine der brennendsten Aufgaben der zionistischen Bewegung ist, richtet der Kongreß an jeden Zionisten und an alle Juden der Welt den Appell, nicht nur mit Worten, sondern auch mit opferwilligster Tat dazu beizutragen, daß dieses Werk, daß gewaltige finanzielle Mittel erfordert, in nächster Zelt und in vollem Ausmaß gelinge, Der Kongreß beauftragt die Exekutive, die im Jahre 1929 eingeleitete Aktion zur Erreichung einer von dem Völkerbund unterstützten und garantierten 1 n t e r ii-a fl o h'a l e n A n 1 je 1 h e jetzt ' energisch wieder in Angriff zu’nehmen. Bezüglich der lnterpellationebeantwortung über angebliche Transfer-Verhandlungen mit der deutschen Regierung erklärt die Resolution: Der Kongreß übergibt die Frage der in der Interpellation vom 24. August erwähnten Vereinbarung dem Aktionskomitee zur näheren Prüfung mit der Maßgabe, daß nichts geschehen oder zugelassen wird, was zu der Stellungnahme des Kongresses in der deutschen Judenfrage in Widerspruch steht Der Kongreß bestätigt den Beschluß des Aktionskomitees vom August 1932 in bezug auf die French- Berichte sowie den Standpunkt, den die Exekutive der Jewish Agency in ihrem Memorandum über diesen Gegenstand formuliert hat. Der Kongreß stellt fest, daß die Entscheidungen der britischen Regierung in bezug auf die French-Berichte, die die Wiederansiedlung einer gewissen Anzahl dislozierter Araber und Veränderungen in der Gesetzgebung betreffend die Pächter vorsehen, ln Widerspruch stehen zu den im Briefe des Premierministers enthaltenen Zusicherungen, daß der Entwicklungsplan der Ansiedlung von dislozierten Arabern und von Juden auf dem Lande dienen sollte. Die Exekutive wird beauftragt, diese Angelegenheit mit der Mandatarmacht zu erörtern, um sicherzustellen, daß bestimmte landwirtschaftliche und städtische Vorteile, die den Juden aus den Mitteln der neuen, vom britischen Schatzamt grantlerten Anleihe erwachsen sollen, ihnen in gleicher Weise wie den Arabern, das heißt auf der Basis der Parität zuteil werden. Der Kongreß stellt fest, daß die bisherigen Ergebnisse der «Untersuchung über die dislozierten Araber» die Behauptungen der Jewish Agency bestätigen und die Unrichtigkeit bewiesen haben, daß jüdische landwirtschaftliche Ansiedlung in Palästina eine Dislozierung arabischer Weise in einem solchen Ausmaße verursacht habe, daß ein ernstes soziales Problem entstanden sei. Der Kongreß stellt mit Bedauern fest, daß trotz dieser Ergebnisse der Untersuchung über dislozierte Araber die Tendenz der Bodengesetzgebung in den letzten Jahren verschlimmert worden ist. Die neue Verfügung ist geeignet, eher Hindernisse für den Bodenerwerb durch Juden zu schaffen und landwirtschaftlichen Fortschritt zu hemmen, als den Pächtern Schutz zu gewähren. Der Kongreß betrachtet mit tiefer Besorgnis die ungünstigen Auswirkungen, die sich aus dieser Ausnahme für die jüdische Siedlungsarbeit ergeben können. Die Exekutive wird beauftragt, der Regierung klarzulegen, daß er gegen dieses Gesetz Ist und seine Handhabung genau zu verfolgen, um der Regierung geeignete Vorschläge zu machen. Der Zionistenkongreß proklamiert noch einmal den Wunsch des jüdischen Volkes, das im Aufbau seines nationalen Heimes begriffen ist, Beziehungen des Friedens und der Zusammenarbeit mit dem arabischen V o 1 k in Palästina und in den Nachbarländern auf der Basjs unbehindertenFortschrittesjüdischerEinwanderungundSiedlung ln Palästina zu schaffen. Der Kongreß erklärt, daß es nicht nur keinen Gegensatz zwischen den Bestrebungen des jüdischen Volkes und def» lebenswichtigen Interessen der arabischen Massen gibt, sondern daß die Jüdische Kolonisation der wichtigste Faktor in der Entwicklung des Landes ist, der weiten Teilen seiner nichtjüdischen Bevölkerung Wohlstand bringt. Der wachsende Kontrast zwischen West- Palästina, dessen Entwicklung in rapidem Fortschritt begriffen ist, und Trans Jordanien, das sich in wirtschaftlicher Stagnation befindet, erweist die bessere Position desjenigen Landes, das die Wohltat jüdischer Entwicklungsarbeit genießt. Der Kongreß drückt seine Sympathien mit den Bestrebungen der Einwohner Transjordaniens zwecks Verbesserung ihrer Lebensbedingungen aus, und verzeichnet mit Genugtuung die ersten Symptome der Erkenntnis auf ihrer Seite, daß die ökonomische Errettung Transjordaniens durch arabisch-jüdische Zusammenarbeit in diesem Lande erreicht werden wird. Der Kongreß hofft, daß mit Hilfe der Mandatarmacht ein Weg gefunden wird, um diese Kolonisation zu ermöglichen. Die Exekutive wird beauftragt, ihre Bemühungen fortzusetzen, um die Beziehungen gegenseitiger Verständigung zu fördern und den Weg für eine gemeinsame Aktion von Juden und Arabern in Westpaläetina und in Transjordanien zu bahnen. Der Kongreß betont das Recht des Jischuw in Palästina, von der Regierung eine seinen Bedürfnissen angemessene Subvention für Erziehungs- und Gesundheitswesen zu verlangen. Der Kongreß nimmt Kenntnis von der Vergrößerung der Subvention für das jüdische Erziehungswesen und von der erstmaligen Gewährung einer Subvention für das Gesundheitswesen und für landwirtschaftliche Forschungsarbeit. Der Kongreß hält aber diese Subvention nicht für genügend im Verhältnis zu den Lebensnotwendigkeiten des Jischuw und zu seinem Anteil an den Einnahmen der Regierung. Der Kongreß ersucht die Exekutive, ihre Bemühungen zur Erhöhung der Subvention auf einen, diesem Anteil entsprechenden Betrag fortzusetzen. Der Kongreß nimmt die Entscheidung der Palästina-Regierung zur Kenntnis, wonach sie Maßnahmen treffen werde, damit jüdische Arbeiter einen Anteil an den öffentlichen Arbeiten erhalten. Er betrachtet dies als ersten Schritt zur Erfüllung der bezüglichen Zusage in dem Brief des Premierministers an Dr. Weizmann. Die Exekutive wird beauftragt, ihre Bemühungen fortzusetzen, um den Anteil der jüdischen Arbeiter auf ein Niveau zu bringen, das dem jüdischen Beitrag zu den öffentlichen Finanzen genau entspricht und den jüdischen Arbeitern die Zuteilung eines entsprechenden Anteils auch an den Arbeiten der Stadtverwaltungen sichert. Angesichts der ununterbrochenen und wachsenden Verfolgung gegen die Träger des Z i o n i s m u s in So w jetruß 1 a n d, wiederholt der XVIII. Zionistenkongreß seinen energischen Protest gegen diese, unter unwahren Vorwänden veranstalteten Verfolgungen seitens der Sowjetreglerung. Der Kongreß stellt mit Erbitterung fest, daß in letzter Zeit auch die Verfolgung zionistischer Verbannter, deren Verbannungs- und Haftzeit bereits beendet ist, erheblich zugenommen habe. Die Exekutive wird beauftragt, alle möglichen Schritte zu unternehmen, um die Auswanderung aller, wegen ihrer zionistischen Gesinnung Verfolgten, aus Sowjetrußland zu ermöglichen. Der Kongreß sendet den schwer für das zionistische Ideal kämpfenden und leidenden Zionisten in der Sowjetunion seine brüderlichen Qrüße der Ermutigung. Im Schlußteil der Resolution wird die Exekutive beauftragt, unverzüglich Schritte zu unternehmen, damit die Ueberführung der Gebeine Theodor Herzls im Frühjahr 1934, jedenfalls aber vor dem 30. Jahrzeitstag erfolge. Der Kongreß wählt eine besondere Kommission, die bei der Durchführung dieser Aufgabe mitzuwirken hat, bestehend aus den Herren: Adolf Böhm, J. de Haas, Johann Kremenetzky, Leo Motzkin, Michael Ringel und M. M. Ussischkin. Jüdische manchen vor der “ Dr.Kr ügerHeim Wien, 11. Malzgasse 7. Tel. A 48-0-77. Zweijärige Fachschule für Weißnähen und Kleidermachen mit Oeffentltchkeltsrecht. Einjährige Haushaltungsschule und zweimonatige hauswirtschaftliche Vorbereitungskurse für Palästina; streng rituell. Viele sonstige Ausbildungsmöglichkeiten 1 Privat-Volksu. Hauptschule mit OdfentlichkeitsreUu. Prospekt auf Wunsch. Internat. Mittelstandspreise. Berutsberatung täglich von 10 bis 12 Uhr. Die (Resolutionen des (Kongresses (Die politische (Resolution Sichert Eure Stiftungen durch Deponierung beim Keren Kalemeth 352504

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