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Die Stimme · 1933-08-18 · Heft 295 (18.8.1933) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 295 (18.8.1933)
Date
1933-08-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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DIE STIMME Nr. 295 — 18. August 1935 & sSfei f 5>r. €Aaim (Jmta&owvew: SHe Zionistische Cröanisation ist tot — es tebe die Zionistische Cr£anisation großer fieta. Im Gegenteil. Es wird für ihn nur etaen Gewinn bedeuten, denn Mine moralisch« Kraft wird größer und stärker werden. Ein zweiter Teil hat aus gewissen Gründen mit dem Revisionismus geliebäugelt, ihn hinter den Kulissen gestutzt, um die offizielle Leitung in Schach zu halten und bei jhf für sich selbst an Bedeutung und Prestige tu gewinnen. Diese Karte haben sie Jetzt ausgespielt und — verspielt und werden ihre bisherige Taktile revidieren müssen. Außer ihrer kleinlichen politischen Ambition ist aber dieser Teil aÄg>emetn-zfonist»ch itn besten Sinne des Wortes. Frei von irgend welchen Klassenniteressen, sind sie den wesentlichen Problemen des Zionismus gegenüber von vornherein unparteiisch eingestellt, sowohl in politischer wie auch in ökonomischer Hinsicht. Ein dritter Teil vertritt nichts anderes als starren Doktrinarismus und Losungen, welche keinen realen Wert mehr haben. Und doch sondert er sich als eine eigene Gruppe ab — zum Schaden des Allgemeinen Zionismus. Möglich, daß steh hier persönliche Momente auswirken und vielleicht auch die häufig abstoßenden Bestrebungen des oben erwähnten ersten Teiles der Allgemeinen Zionisten. An diese Gruppe wird ein dringender Appell gerichtet werden müssen, ihre kleinliche Cüquenpoiitik endlich aufzugeben und sich dem Lager der Allgemeinen Zionisten anzuschfceßen. Der vierte TeÄ — und Ich bin sicher, daß er der überwiegendste Ist — ist der eigentliche ursprüngliche Herzische Allgemeine Zionismus, welcher den Zionismus aufgebaut und auf seinen Schultern vom ersten Tag an getragen hat und ihn noch heute trägt. Der Allgemeine Zionismus hat die Mission, das, was allgemein für alle Zionisten ohne Unterschied der Partei und Richtung ist, immer zu unterstreichen und die verschiedenen Teüe der Bewegung zusammenzuhalten, damit sie nicht allzu sehr auseinandergehen. Er ist die zentripetale Kraft des Zionismus. Darin besteht seine Existenzberechtigung. Und hier liegt seine sichere Aussicht für die Zukunft. Es Ist auch sicher eine ehrenhafte Rolle in der Volksbewegung. Aber daraus geht auch seine eigentliche Aufgabe in der Organisation Mar hervor. Es ist Aufgabe des Allgemeinen Zionismus, für die Durchführung von organisatorischen Maßnahmen, die auf das Zusammenhalten der Teile der Bewegung abzielen, zu kämpfen. Der Allgemeine Zionismus muß mehr a 1 e alle anderen die Autorität der Organisation zu stärken suchen nach innen und nach außen — ohne Rücksicht darauf, wer im gegebenen Moment an der Spitze steht. In der Propaganda muß der Allgemeine Zionismus für einen integralen synthetischen Zionismus arbeiten, welcher das ganze Volk umfaßt, die Gegenwart mit der Vergangenheit und Zukunft verbindet, Palästina an die Spitze aller nationalen Anstrengungen stellt, aber nicht das Volk in der Galuth mit seinen tagtäglichen Bedürfnissen opfert, eine Brücke zur gegenseitigen national-kulturellen Beeinflussung der Gahith und Erez Israels schafft, sich aktiv mit nationaler Erziehung und kulturellem Ueberbau der ganzen Nation befaßt und das ganze Volk zu seinem Existenzkampf, besonders aber für den Aufbau in Erez Israel organisiert In der Aufbauarbeit in Palästina steht wieder der Allgemeine Zionismus vor der Volkseinheit, vor all dem, was vereinigt, was nützlich und mrtwendlg für die Gesamtheit des Volkes ist, und bemüht sich, die unvermeidlichen Reibungen zwischen den Interessentengruppen zu verhindern oder wenigstens stark abzuschwäohen. Und endlich in der Politik steht der Allgemeine Zionismus vor einer klaren, eindeutigen Formulierung des nationalen Ideals. Aber er jagt nicht Phantomen und Phantastereien nach und treibt keine Demagogie mit Losungen, däe keinen realen Wert besitzen. Es versteht sich, daß, um diese Rolle des Zusammensohließens und Zusammenhaltens spielen zu können, der Allgemeine Zionismus vorher in sich selbst vereinigt und einig sein muß. Das soll mit der ganzen Kraft auf diesem Kongreß durchgeführt werden. Ich habe nur ki allgemeinen Strichen das Btd eines konstruktiven, fruchtbaren Allgemeinen Zionismus gezeichnet. Es ist noch Platz für Verbreiterung und weitere Detalierung der Ideologie und des praktischen Arbeitsprogramms, wenn nur der gute Wille vorhanden ist. Es ist aber für mich klar, daß nur dieser Weg für den Allgemeinen Zionismus gangbar ist, daß er nur so seine historische Aufgabe erfüllen und den ihm gehörigen Platz in der Bewegung behaupten kann. Und nur so kann er eine Renaissance erleben. Das Volk wird seine erlösende Rolle erkennen und Ihm das frühere Vertrauen wieder schenken. ResfauraHf klosfemeubnraer Keller Wien, l, Renngasse Nr. 10 Exquisite Küche — Vorzügliche Weine —• Aufmerksamste Bedienung •—, . — 00 --- 00 — 00 — 00 — 00 — . — . — . — An heißen Tagen angenehmster Aufenthalt im »Alton Klotferhof” Nußdorf, XIX., Hackhofergasse 13 mmm .. ... ,, ... Qq ... 00 — 00 — .. — .. — . — Inhaber i I, Bandera Die letzte Zeit hat wieder bewiesen, daß der Zionismus ideologisch recht hatte. Aber auch, daß seine Handlungen zweckentsprechend waren. Nur das Organ — die Organisation — ist in Stücke zerrissen. Die Arbeit in Erez Israel hat uns überzeugt, daß wir bereits eine Reihe von Wegen gefunden haben, welche von allen zionistischen Parteien gegangen werden können, und daß es ein Verbrechen sei, die Sonderexistenz dieser Parteien fortzusetzen. Es ist die Forderung der Stunde, die einheitliche Zionistische Organisation, wie sie am Beginn der Herzischen Aera bestand, wieder aufzurichten. Und dies sind die gemeinschaftlichen Wege: 1. Die Zionistische Organisation muß stark sein, damit sie in hohem Maße nach außen hin auf England und den Völkerbund und nach innen auf den Jischuw in Erez Israel wirken kann. Man muß gegen die Lüge ankämpfen, als ob der Aufbau von Erez Israel ohne das Jüdisch-staatliche Moment, d. i. die Zionistische Organisation, möglich wäre. Eine starke Zionistische Organisation, d. h. eine einheitliche, eine stark disziplinierte. Eine starke Zionistische Organisation bedeutet eine innerlich nicht zerrissene, bei der die Führer wissen, daß hinter ihnen eine starke gut organisierte Masse steht, die sich ihren Führern und den Beschlüssen des obersten gesetzgebenden Organes bedingungslos unterwirft. Wer die Disziplin nicht anerkennt, schwächt die Kraft der Bewegung und sein Platz ist außerhalb ihr. All diese Kräfte werden zugrunde gehen und die zionistische Bewegung wird ohne Zweifel den Verlust verwinden, so war es in der Vergangenheit und so wird es auch in Zukunft bleiben. 2. Volle jüdische Arbeit im Jischuw in Erez Israel. Ohne diese besteht keine Hoffnung, den Zionismus zu verwirklichen. Der Kampf um diese Arbeit wird erfolgreich sein, wenn er durch eine starke und einheitliche zionistische Organisation geführt werden wird. 3. Privatinitiative.1 Diese ist eine, der wichtigsten Kräfte .für den Aufbau des Landes, jedoch nur unter zwei Bedingungen: wenn sie sich lOOprozentiger jüdischer Arbeit in Stadt und Land bedienen wird und wenn dte Zionistische Organisation die bestehenden Hindernisse beseitigen wird. 4. Stärkung der nationalen Fonds (Keren Kajemeth' und Keren Hajessöd). Jedem Einsichtigen ist es klar, daß ohne nationales Kapital der Zionismus seine Pionierrolle in den neu zu erschließenden Gebieten (Chule, Transjordanien, Negew usw.) sowie die staatliche Rolle (Schulen Sanität u. dgl.) nicht wird erfüllen können. Es ist nicht wahr, daß die nationalen Fonds naturnotwendig einschrumpfen Bel Kopfschmerzen, rheumatischen und gichtischen Beschwerden wirken Togal-Tabletten rasch und sicher. Wenn Tausende von Aerzten dieses Mittel verordnen, können auch Sie es vertrauensvoll kaufen. In allen Apotheken des In- und Auslandes. Preis S 2.40. müssen; es ist umgekehrt kein Zweifel, daß eine starke Zionistische Organisation den Wert des nationalen Kapitals in den Augen des Volkes heben wird und daß das Volk mit dem ganzen Herzen für dieses Kapital beitragen wird, denn das Volk weiß heute, daß es sich selbst und seinen Kindern nützt, wenn es für die nationalen Ponds opfert. Eine wirklich geeinigte Zionistische Organisation wird auch alle Zionisten um die Arbeit zugunsten der Fonds konzentrieren und große Erfolge versprechen können. 5. Hebräische Kulturarbeit. Diese muß zu einem integralen Teil der zionistischen Arbeit und daher auch der Zionistischen Organisation werden. Grundlos ist die Trennung zwischen Organisation und hebräischer Arbeit, beide ziehen ihre Kraft aus einer Quelle: Volksauflebung. Die hebräische Weltorganisation kann sich nicht entwickeln, wenn sie ein unansehnliches Glied der Nation bleibt, sondern nur wenn sie zu einem entscheidenden Teil der zionistischen Bewegung wird. Und diese wiederum wird ihre Kraft um ein Vielfaches erhöhen, wenn die hebräische Kulturarbeit mit vollstem Ernst in die Zionistische Organisation hineingetragen werden wird. Zum Kongreß kann nur gewählt werden, wer hebräisch versteht. 6. Die Rechte, welche von der Zionistischen Organisation den Zionisten gewährt werden, sollen nur denen gewährt werden, die diesen Namen wirklich verdienen. Von einem Zionisten wird verlangt: a) daß er Schekelzahler sei, b) daß er die Disziplin der Zionistischen Welt- und Landesorganisation anerkenne, c) daß er die lOOprozentige Arbeit in Erez Israel anerkenne, d) daß er an der hebräischen Kulturarbeit Antel! nehme, e) Keren Hajetiod zahle, f) ein Selbstkontingent für den Keren Kajemeth aufbringe, g) Mitglied einer zionistischen Orts- und Landesgruppe werde. Audi das Recht der AI i j a h wird natürlich an die Erfüllung aller zionistischen Pflichten geknüpft. 7. Zionistische Jugend. Auch die Jugend, der wesentlichste Teil der zionistischen Bewegung, muß ein integraler Teil der Organisation sein. Die Beschäftigung mit der Jugend ist eine der hauptsächlichsten zionistischen Aufgaben. Auch diesbezüglich muß das Parteichaos ein Ende nehmen. Es ist notwendig, daß der einheitlichen Zionistischen Bad Taizmannsdorl das österreichische Franzensbad, hat durch die Einführung von Pauschalkuren alles getan, um dem Oesterreicher in dieser schweren Zeit den Besuch der heimischen Bäder zu ermöglichen, ln der verlängerten Kärntnerstraße, Nr. 57, befindet sich seit einiger Zett eine Ausstellung dieses Kurortes und sind alle näheren Auskünfte Uber Pauschalkuren bei der Reiseauskunftei Weiler & Co., Wien, VI., Mariahilferstraße 7, erhältlich. Organisation eine einheitliche und geeinigte Jugend zur Verfügung stehe bei ihrer historischen Aufgabe: Die jüdische; Jugend für den Aufbau von Volk und Land zu erziehen. Die Jugend wird innere Autonomie in bezug auf Erziehungsarbeit haben, aber in organisatorischer Hinsicht wird eine Jugend außerhalb der Zionistischen Organisation nicht anerkannt werden. Die Disziplin der Organisation er* streckt sich ebenso , auf die Jugend wie auf alle übrigen Teile der Organisation. Unserer Meinung nach fühlt jeder ernste Zionist, daß ohne Erfüllung der oben genannten Bedingungen die ZionL stische Organisation keinen Bestand haben kann. Und die Konsequenzen: Es ist der Zeitpunkt gekommen, alle ideologischen Föderationen aufzulösen und bloß die Landesföderation zu belassen. Jeder Zionist kann Verbänden angehören, die auf sozialen, politischen oder religiösen Grundlagen aufgebaut sind, jedoch haben diese Verbände innerhalb der Zionistischen Organisation gar keinen Einfluß als. Organisation. Innerhalb der Zionistischen Org.anisa** tion wird es nur Mitglieder geben, die in lokalen Zellen organisiert sind (Stadt^ Land). In jedem Lande wird es nur eine ein? zige zionistische Organisation geben, deren Disziplin, jedes.Mitglied ohne Ausnahme verpflichtet . Die Kompetenz der Landesorganisation im betreffenden Lande ähnelt der Kompetenz des, Kongresses für die ganze Welt. Nur die Landespolitik wird aus ihrer Kompetenz ausgeschlossen. Schekel. Jeder Jude kann einen Schekel erwerben, aber das Wahlrecht zum Kongreß (das aktive und passive)' ist bloß an die Zugehörigkeit zur Zionistischen Organisation und an die Erfüllung aller ihrer Verpflichtungen gebunden- Die Zahl der Schekel bildet die Grundlage für die Festsetzung der Zahl der Kongreßmandate. Die Wahlen zum Kongreß erfolgen in lokalen Wahlkreisen und auf Grund persönlicher Kandidaturen (u n d natürlich, nicht, auf Grund von Parteilisten). Chaluz. In jedem Lande wird bloß ein einziger Chaluz anerkannt, dessen Leitung dem Zionistischen Landeskomitee obliegt. Arbeiter-Histadruth in Erez Israel. In Erez Israel wird seitens der Zionistischen Weltorganisation bloß eine Arbeiterorganisation anerkannt werden. Jeder Chaluz, der ins Land kommt, muß ln diese Histadruth eintreten, denn ohne organisierte jüdische Arbeit besteht keine Möglichkeit, der Idee der jüdischen Arbeit zum Siege zu verhelfen. Die Arbeiterorganisation muß in sozialer und religiöser Hinsicht neutral sein. Ihre Leitung wird dem Mitglied der Exekutive anvertraut werden, das das Arbeiterdepartement leitet. Zionistischer. Landes-Delegiertentag. Dieser wird duroh die Lokalgruppen gewählt, denen alle in diesem Ort wohnhaften Zionisten angehören müssen. Dieser Delegiertentag wählt: 1. Das Zionistische Landeskomi ee, 2. den Hebräischen Landesausschuß, 3. die Keren Hajessod-Kommission, 4. die Keren Kajemeth-Kommission, 5. die Palästinaamts-Kommission (der Leiter wird von der Zionistischen Exekutive bestellt), 6. den Waad des Hechaluz. Was hier vorgeschlagen wird, bedeutet eine kopernikanische Umwälzung innerhalb der Organisation. Aber es gibt keine Wahl. Von ihrer Verwirklichung hängt die Verwirklichung des Zionismus ab. 1S00 m u. M. (Schweis) HOTEL BERGSTRANDBAD Bes. B. l.evin — 1, Rang, fl. Wasser und el.-Ansohl. In allen Zimmern, Appart. m. Bad. Südhalkons, Mod. Unterhaltunusr ume, Fing Pongsaal, l.ilt etc. Reduzierte Preis«. Mil BBsudtlBiiBniin Klndarhiioi METROPOl

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