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Die Stimme · 1933-07-06 · Heft 289 (6.7.1933) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 289 (6.7.1933)
Date
1933-07-06
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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DBB 8TIMMB Nr. m — 9. ]tfl TW VBul v- •HSTSTftTTEA V rt« lEDERmHHH U. H. Wien, 1. Bezirk, Kärntnerstraße Nr. 61 Haltestelle der Bidoer Elektrischen Selbstbedienung, keinerlei Neben- H bis 3 Uhr Ment Spesen. Speisen u. Getränke f. jeden OANZTÄQIG ÖEÖFPNEt Geschmack b, zeitgemäßen Preisen BÖRGER STÖBBRL Madernst eingerichteter Betrieb I1T1 fl UAQFRRR Sehenswürdigkeit der Stadt Ul lUnHUbllUll % Die tschechoslowakische Regierung und der ZlonlstenkongreB Prag. Der stellvertretende tschechoslowakische Außenminister Krofta empfing den Abgeordneten Dr. Angelo Goldstein und den Leiter des Büros des Zionistenkongresses, Dr. Kahn, zu einer längeren Unterredung, die außerordentlich freundschaftlich verlief. Minister Krofta versprach dom Kongreß die bereitwillige Hilfe der Regierung. Unter anderem sind auch Erleichterungen in der Visen-Erteilung für Kongreß-Delegierte und Besucher in Aussicht gestellt. Wahlen zum 18. Zionistenkongreß London. Wie das Zentralbüro der Zionistischen Organisation meldet, hat die Exekutive Herrn Dr. Leo Lauterbach zum Kommissar für die WeltwahlHste ernannt. 400*000 Schekalim In Polen abgesetzt Warschau, Nach vorläufigen Aufstellungen sind ln ganz Polen zum 18. Zionistenkongreß 400.000 Schekalim verkauft worden. Noch niemals wurde in Polen eine so hohe Schekelzahl erreicht. In Zentralpolen werden zum Kongreß 7 Wahllisten aufgestellt, und zwar von Eth Liwnoth, Al Hamischmar, Misrachi, von den beiden revisionistischen Gruppen und von zwei Wahlgruppen der zionistischen Linken, nämlich von den rechten Poale Zion gemeinsam mit Haschomer Hazair und von der Histadruth, Imposante Herzlkundgebung Im bis aufs letzte Plätzchen dicht gefüllten Festsaale des Hotels «Bayrischer Hof» fand Dienstag abends eine vom Zionistischen Landeskomitee veranstaltete Herzl-Gedenkfeier statt, die einen überaus würdigen Verlauf nahm. In groß angelegter Rede würdigte Dr. Z. F. F i n k e I s t e i n die Persönlichkeit des unvergeßlichen Führers Dr. Theodor HerzI, und unter stürmischen Beifallskundgebungen des interessiert lauschenden Auditoriums sprachen der Präsident des Zionistischen Landeskomitees, Herr Dr. Oskar Grünbaum, und die Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, die Herren Dr. Friedmann und Dr. Löw e n h e r z, über die Aufgaben des XVIII. Zionistenkongresses. Gesellschaftsreise zum Kongreß Anläßlich des XVIII. Zionistenkongresses, der vom 16. bis 30. August in Prag stattfinden wird, veranstalten die Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt und der Klub «Erez- Israel» eine Gesellschaftsreise. Anmeldungen und Auskünfte im Sekretariat der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt, II., Praterstraße 13, Mezzanin (Llovd-Hof), Tel. R 44-3-45. An die Juden Oesterreichs! Gewisse Kreise bemühen sich, die Fremden und auch die einheimische Bevölkerung vom Besuche der österreichischen Kurorte und Sommerfrischen abzuhalten. Wür betrachten es als unsere patriotische Pflicht, dafür zu wirken, daß die österreichische Volkswirtschaft durch die Bemühungen der angeführten Kreise nicht geschädigt werde. Die Jüdische Kultusgemeinde in Wien und auch in anderen Städten wandte sich bereits an die Juden Oesterreichs und des Auslande mit der Bitte, Sire Urlaubszeit in Oesterreich zu verbringen. Nun rufen auch wirallejuden Oesterreichs auf, ihren Sommer Urlaub in österreichischen Kurorten und Sommerfrischen zu verbringen, wie auch ihre Verwandten und Freunde im Austande einzuladen, das gleiche zu tun. Von dem Bestreben geleitet, den Besuch der weltbekannten österreichischen Kurorte und Sommerfrischen zu fördern, Ist eine Informationsstellefür dasjfidische Publikum eingerichtet worden, wo alle Auskünfte mündlich oder schrfftlch unentgeltlich erteilt werden. Die Unterzeichneten sind überzeugt, daß die jüdische Bevölkerung Oesterreichs von dieser Einrichtung Gebrauch machen und mit aller Kraft bei der Werbetätigkeit für die Hebung des Fremdenverkehres, im Interesse der österreichischen Volkswirtschaft, mitwirken wird. Jeder erfülle sef ne Pflicht t Auskünfte erteilt Informationsstelle bei der KKL.-Versicherungs-Abteilung, Wien, 1L, Aspernbrückengasse 2, Telephon R 43-500. Bund Jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs, Jüdische Volkspartei, Makkabi Weltverband (Kreis Oesterreich), Union Österreichischer Juden. Versammlung der Fürsorgeräte der Wiener Kultusgemeinde Eindrucksvoll gestaltete sich die am 20. Juni 1. J. im Sitzungssaale des Alten Rathauses unter dem Vorsitze des Obmannes der «Zentral-Kommission für soziale Fürsorge der isr. Kultusgemeimde Wien», Herrn Dr. Isidor K1 a b e r, abgehaltene Versammlung der für die laufende Mandatsperiode des Kultusvorstandes berufenen Mitglieder der Bezirksfürsorgekommissionen, der Fürsorgeräte der isr. Kultusgemeinde. Der angestrebte Zweck, den für aMe Wiener Bezirke bestellten 404 Fürsorgeräten, von denen sehr viele zum erstenmal dieses Ehrenamt bekleiden, Wesen und Aufgabenkreis der jüdischen Wohlfahrtspflege darzulegen, wurde vollauf erreicht. Die Fürsorgeräte haben auch bei dieser Gelegenheit die schriftlichen Instruktionen betreffend ihr Haupttätigkeitsgebiet, den Erhebungsdienst, ferner die in Verwendung stehenden Formularien sowie die neu ausgegebenen Sammelblocks ln Empfang genommen. Nach Begrüßung der zahlreich Erschienenen, unter denen auch die Mitglieder der Zentralkommission und Beiräte zu sehen waren, durch den Vorsitzenden ergriff Vizepräsident Dr. Jakob 0 r n s t e i n das Wort, wobei er einen interessanten Ueberblick über die Entwicklung des jüdischen Wohlfahrtswesens in Wien gab. Wie fest verankert die Betätigung der praktischen Nächstenliebe bei uns Juden ist, wies er an charakteristischen Aussprüchen des jüdischen Schrifttums nach. Vizepräsident Dr. Josef Löwenherz schilderte sodann in einer gehaltvollen Rede zunächst die f i n a n z i e 11 e n Grundlagen der Fürsorgetätigkeit der Kultusgemeinde, die im ganzen mehr als sämtliche Einnahmen am Kultussteuern, nämlich S 2,400.000.—, hievon für die offene Fürsorge allein S 700.000.—, ausmachen. Mindestens zwei Millionen Schilling müßte die für die Kultusgemeinde wiederholt verlangte, gesetzlich verbürgte Subvention der österreichischen Bundesregierung betragen, wenn man die an eine andere Religionsgemeinschaft, die der Kopfzahl nach weitaus kleiner ist als die jüdische, geleistete Subvention in der Höhe von S 600.000.— jährlich berücksichtigt. Um den infolge des rapiden Anwachsens der Zahl der Fünsorgebedürftigen gesteigerten Anforderungen halbwegs gerecht zu werden, müssen außerordentliche Anstrengungen gemacht werden, und die Fürsorgeräte seien vor allem berufen, nach Kräften auch bei der Aufbringung von neuen Mitteln mitzuwirken. Die Wahrnehmungen, die die Fürsorgeräte auf Grund unmittelbarer Eindrücke empfangen, werden sicherlich ein Ansporn sein, um die notwendigen Hilfeleistungen möglich zu machen. Die eingeleitete Hilfsaktion zugunsten der jüdischen Flüchtlinge aus Deutschland habe ein verhältnismäßig erfreuliches Ergebnis gezeitigt, so daß alle erforderlichen Maßnahmen bisher getroffen werden konnten. Mit besonderem Beifall wurde die Mitteilung aufgeaiommen, daß im Rahmen der sozialpolitischen Maßnahmen der Kultusgemeinde in allernächster Zeit zwei Gebiete der produktiven Fürsorge, nämlich die Zentralisation und der Ausbau der Arbeitsvermittlung sowie die Gewährung von zinsenfreien Darlehen (Schaffung einer Gemiloth Chesed-Kasse) für konstruktive Zwecke, im Sinne der bereits geleisteten Vorbereitungsarbeiten der Verwirklichung nähergebracht werden. Obmann Dr. Isidor K1 a b e r behandelte schließlich eingehend alle Zweige der sozialen Fürsorge, indem er einen tieferen Einblick in die Arbeitsmethoden der Fürsorgeorganisation der Kultusgemeinde bot. Im Zusammenhang mit der Schilderung der Institutionen wie Spital und Versorg u n gsanstalt, wies er auf die Notwendigkeit der längst angestrebten Organisierung der Krankenfürsorge hin, die nunmehr ehebaldigst in Angriff genommen werden soll. Die Rationalisierung der sogenannten Erholungsfürsorge und Erweiterung der Ferialaktionen der Jugendlichen werde man jetzt besonderes Augenmerk zuwenden. Die Art der Mitwirkung der freiwilligen Helfer müsse derart gestaltet werden, daß hiemit der größtmögliche Nutzen bei Vermeidung einer Behinderung des technischen Apparates für das Fürsongeweaen ‘UITB5J uapjBM jpizja Gründung der Ortsgruppe Graz des „Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs14 Mittwoch, den 28. Juni 1933, faaid im Sitzungssaal der Kultusgemeinde Graz die Gründung der Ortsgruppe Graz des «Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs» statt. In Anwesenheit des Vorstandsmitgliedes Dr. Ernst L a m b e r g, Rechtsanwalt in Wien, wurde die Wahl des Ausschusses vorgenommen, an dessen Spitze Ing. Dr. Ernst Wechsler steint. Alle in Graz lebenden jüdischen ehemaligen Frontsoldaten meldeten ihren Beitritt an und nach Begrüßungsansprachen des Landesrabbiners Prof. Dr. Herzog, des Vorstandes der Kultusgemeinde Dr. Sonnenwald, welcher selbst Frontsoldat war, des Vizepräsidenten der B’nari B’rith Loge Graz Dir. Paul Wolf und eines Vertreters der «Hakoah» Graz wunde die Ortegruppe Graz durch Herrn Dr. Lamberg für konstituiert erklärt und die Versammlung geschlossen^ Aus der jüdischen Studentenschaft Gartenfest des Jüdisch-Akademischen Juristenvereins und Jüdisch -Akademischen Philosophenvereins. Der Jüdisch-Akademische Juristenverem und der Jüdisch- Akademische Philosophenvereiin veranstalten Samstag, den 8. Juli, ein Gartenfest am Konstamtinhügel. Beginn y29 Uhr. Karten im Vorverkauf im Zentralhedm, IX., Alserstraße 26, täglich von 7 bis 9 Uhr, k S 2.—. An der Abendkasse Preise erhöht. Jüdisch-Akademischer Philosophenverein, IX., Alserstraße 26. Der Jüdisch-Akademische Philosophen verein veranstaltet Sonntag, den 9. Juli, einen Ausflug nach DUrnatein. Hin- und Rückfahrt erfolgt mit Beischiff. Abfahrt Wien 7.30 Uhr vormittags, Ankunft Wien 8.05 Uhr abends. Fahrpreis (50 Prozent Ermäßigung) S 5.—. Anmeldungen und Auskünfte im Hochschulausschuß, IX., Zimmermannpta tz 8, täglich von 1 bis 2 Uhr mittags bis 7. d. M. Gäste herzlich willkommen I Jüngere Frau oder Fräulein verläßlich und sauber, für mehrwöchigen Landaufenthalt su leidender Dame per sofort gesucht. Einige Pflegekenntnis« erwünscht, doch nicht Bedingung. Vorzustellen zwischen Y22 und V23 Uhr nachmittags oder zwischen 7 und 9 Uhr abends. Wien, I!., Obere Augartenstraße 14/TI/15 Mieder-, Kleider- und Wäschenähen, Schnittzeichnen und Zuschneiden lernen Sie nach leichtfaßlicher Methode gründlich in den Fachschulen und Salons POLLAK - SCHALLINGER VI. Mariahilferstraße 45, 7. Stiege, 1. Stock, Tel. B 25-7-41 Etsatz der Meisterlehre, Ausbildung zu Direktricen Die einzigen SOMMERREISEN nach Polen im Juli für 31 und 10 Tage. Abreise 15. Juli. Vlaa gratl Auskünfte und Prospekte: Reisebüro SchenkerftCo. I. Schottenring 9, R 50-5-10. Büro E. Ferstel, I. Kärntnerring 12, U 40-301 Sonderamieboi Flavlus Joaephus, lüdischer Krieg, iüdlschf Altertümer, 3 Bände, schön geb. S 11*80 Qrätz, Geschichte der fuden, 3 Bände, Leines S 11*80 Weist, Der Kampf um das Heilige Land Palästina. 44 Illustrationen, 4 Karten, Leinen, statt S 20 — S 4*80 HerzI, Der Judenstaat, br. 1 UM Lehrbücher der Hebräischen Sprache und Wörterbücher stete billig lagernd OuchhaiMiluiig JOSEF BBLF, Wien, I* Rabenstaig Nr. 3 Pension „Sonnenli of* Seefeld ln Tirol, 1200 m Modernes Haus, fließendes Kalt- und Warmwasser, sönnige Liegeterrasse, staubfrei, freier Rundblick Pensionspreis S 10*— bis 12*— Besitzer: Andreas Malr IDle orih. 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