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Die Stimme · 1933-07-06 · Heft 289 (6.7.1933) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 289 (6.7.1933)
Date
1933-07-06
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 289 — 6. Juli 1933 DIE STIMME 8e9!*0 Weltpolitisch« Rundschau Oberrabbinev Doktor David FeueMwang Cfn Bild seines literarischen Schaffens Von Studfenvat Pro#« Dr« M. Rosenfeld Der Nachfolger H. P. C h a j e s’ im Wiener Oberrabbinat ist der jüdischen Oeffentiichkeit nicht unbekannt. Sein zehnjähriges Wirken in seiner Heimatsgefneinde Nikolsburg, wo er seinemgelehrten, besonders als gediegener Ph.lokenner bekannten Vater Dr. Meir Feuchtwang im Rabbinate folgte, mehr noch die drei Jahrzehnte seiner segensreichen Tätigkeit in Wien gaben Gelegenheit genug, die bedeutsame Persönlichkeit des neuen Wiener Ob.rrabb’ners kennenzulernen. Der hohe Ernst seiner Auffassung des Berufes eines religiösen Führers im jüdischen Volke, der Ruf seiner Meisterschaft auf der Kanzel sowie . seines vielgestaltigen karitativen Wirkens wird gekrönt von einer in unserer so überaus skrupellos «sachlichen» Zeit ganz ungewöhnlichen Vornehmheit und Konzilianz tm Umgang mit jedermann. Es erübrigt sich, die Verdienste Dr. Feuchtwangs als Rabbiner, Redner, S.eteb.ger und Schulmann in den vier Dezennien seiner Wirksamkeit zu schildern Hier soll nur ein Versuch gemacht werden, die wissenschaftlichen und literarischen Leistungen Dr, Feuchtwangs festzuhallen, wobei mit der Berufung Dr. Feuchtwangs auf das Wiener Oberrabbinat die Kontinuität in der Reihe der glanzvollen Repräsentanten des Judentums, die von h:er aus gewirkt haben, gewahrt ist Die Zeit, ln welcher David Feuchtwang die Universität bezog, war die der ersten großen Erfolge der modernen assyriologischen Forschung. Auf den" jungen Studenten, der das Judentum und seine Quellen in ihren Beziehungen zu der Umwelt, aus welcher sie entscheidend beeinflußt wurden, erforschen wollte, übte die Assyrilogie die stärkste Anziehungskraft aus. Die inhaltliche und sprachliche Verwandtschaft der durch die Assyriologie entzifferten literarischen Urkunden des alten Orients mit der Bibel wurde augenscheinlich und als zuverlässiger Wegweiser zum Verständnis des kulturellen Hintergrundes der biblischen Welt erkannt. Unter Eberhard Schräders Anleitung bilden dessen Jünger in Berl'n den «Akademischen orientalischen Verein», der zur Keimzelle der wissenschaftlich so unendlich fruchtbaren «Vorderasiatischen Gesellschaft» geworden ist. Hier arbeitet David Feuchtwang neben Hugo WinckIer und anderen später berühmt gewordenen Vertretern der. A s s y r i ologie. Als Frucht dieser Studien veröffentlicht er vom Jahre 1887 ab mehrere Arbeiten über grammatische und etymologische Untersuchungen in der «Zeitschrift für Assyriologie» (Leipzig) und im «Magazin für die Wissenschaft des Judentums» (Berl.). Manche seiner Forschungsergebnisse, wie /. B. in der Abhandlung «Lexikalisches zur Prisma-Inschrift Tigfath Pilesers b («Z.itschrift für Assyriologie», V, S. 90 ff., Leipzig 1890), sind dauernder Besitzstand der L e x i k o g r aphie geworden. Ebenso fand die in der «Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums» publizierte Serie von «Assyriologischen Studien» (Jahrgang 1897, S. 193 ff., S. 385 ff., S.6 577 ff., Jahrgang 1898, S. 145 ff., Jahrgang 1905, S. 257 ff.) viel Beachtung, ln der gleichen Zeitschrift erschien sein «Moses und Hammurabi» (Jahrgang 1904, S. 385ff.). Die Ergebnisse dieser und anderer wissenschaftlicher Studien führte er sodann in populärer Fassung in zahlreichen Aufsätzen einem breiteren Lesepublikum vor. So: «Zur Urgeschichte Palästinas» ( B. Oe. W. vom 3 Juni 1892), «Babylonische und hebräische Literatur» (Daselbst vom 17. März 1893), «Die Keilinschriften und das Alte Testament» (Daselbst vom 7. Juli 1895). In diesen assyriologischen Studien beschäftigt sich Feuchtwang vorzugsweise mit den Beziehungen zum hebräischen Schrifttum, zur Bibel und zum Talmud. Hier sind es wieder religionsgeschicfo fliehe und rechtsteundl'che Themen, die ihn besonders anziehen. Im Jahre 1889 behandelt er in der Zeitschrift für Assyriologie «Die Höllen Vorstellungen bei den Hebräern» (IV, S. 41 ff.). Seine «Studien zum babylonischen Rechtswesen» erscheinen am gleichen Orte (V, S 23 ff. und VI, S. 437 ff.). Sie dienen der Vergleichung des alten babylonischen Rechtes mit dem talmudischen und wiesen einer späteren Spezialliteratur auf diesem Gebiete die Wege. Er war auch der erste, der auf die kananäisch-aramäischen Bestandteile der im ägyptischen Archiv zu Tefl-el-Amama aufgefundenen etwa 300 Keilschriftbriefe hinwies. Dem Stamme dieses ersten wissenschaftlichen Arbeitsgebietes Feuchtwangs, der Assyroligie, entsprießen zwei Zweige, denen im folgenden sein Schaffen gilt: der vergleichenden Religionsgeschichte und Sagenkunde auf der einen Seite und anderseits der A p o 1 o g e t i k. Die Resultate der assyriologischen Studien finden ihren Niederschlag in der Erkenntnis der Gemeinsamkeit der kosmischen Vorstellungen bei den Juden und den vorderasiatischen Völkern. Der Auswertung dieser Ergebnisse verdanken wir die tiefschürfende und umfassende Arbeit Feuchtwangs über «Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien» (Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums, 1910, S. 535 ff., S. 713 ff., 1911, S. 43 ff.). Diese Arbeit, deren Endresultate dauernden Wert erlangten, fand ihren Nachhall in einer extensiven literarischen Diskussion. Hier ist auch Feuchtwangs Arbeit über den «Ttenkreis in der Tradition und im Synagogenritus» (Monatsschrift für Geschichte u. Wissenschaft des Judentums, 19J5, S. 241 ff.), die astrale Einflüsse auf den Ritus aufzeigt, zu erwähnen. Bedeutsam und voJl origineller Gesichtspunkte sind die «Studien zura Buche Ruth» (Menorah, 1926, S. 78 ff.) und «Sabbath» (Daselbst, S. 487 ff.). Der andere Zweig der Auswertung der Msyriologiscfien i Studien Feuchtwangs ist eminent aktueller Natur, er betrifft dte durch die Angriffe Franz Delitzsch’ auf das Judentum notwendig gewordene Abwehr. Franz Delitzsch veröffentlichte seine in Anwesenheit Wilhelms II. gehaltenen Vorträge «Bibel und Babel» mit der Tendenz, den Nimbus der Bibel und des Volkes, aus dem sie hervorging, zu zerstören. Mit seinen Arbeiten «Zur Aufklärung über Babel und Bibel» (Sonderabdruck aus den Monatsblättem des Wissenschaftlichen Klubs in Wien, XXIV. Jahrgang, 1903) und «Bibel und Bab-b (B. Oe. W. vorn 6. März 1902) griff Feuchtwang als erster in Oesterreich jüdischerseits in den damals aufsehenerregenden wissenschaftlichen Streit ein. Er stand dieserhalb in Korrespondenz mit seinem alten Lehrer Eberhard Schräder und mit Julius Oppert in Paris, der dort in die OriginaKnschriften Einsicht nahm, auf welche sich Franz Delitzsch in seinen Vorträgen berufen hatte. Diese apologetischen Arbeiten Feuchtwangs fanden in der wissenschaftlichen Welt allgemeine Würdigung und Anerkennung. Nochmals hielt Feuchtwang mit Delitzsch gründlich Abrechnung in seinem Aufsatz «Die große Täuschung. Ein neues Buch von Franz Delitzsch» (Freie jüd, Lehrerstimme, 1920, S. 49 ff.). Aus der großen Zahl der bibelexegetischen Arbeiten Feuchtwangs seien hervorgehoben: «Interpretationsstudien» (1906), «Genesis XXIV» (Jeschurun, 1921), «Bibeiwissenschafti'che Irrungen» (Freie jüd. Lehrerstimme, 1916, S. 61 ff.), die den konservativen Standpunkt in der Bibelforschung vertreten. Mit einem klassischen Bibelkommentator befaßt sich seine Arbeit «Einige Bemerkungen zu Aben Esma, dem Historiker» (Mag. f. d. Wissenschaft des Judentums, Berlin 1890). Auf dem Gebiete der Talm u'df o rs.chu n g veröffentlichte Feuchtwang Abhandlungen exegetischer und balachischer Natur. So unter anderem; «Noch einmal die erste halachisChe Kontroverse» (Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums, 1894, S. 385 ff. .und S. 433 ff.), «Erklärung einer Talmudsfelle» (Daselbst, 1895, S. 693ff.), «Der Zusammenhang der Mischna itn Traktat Edujoth», in der Festschrift zum 70. Geburtstage David H o f f m a n n s, Berlin 1914. Der Jüdischen Geschichte dienen Aufsätze wie: «Zur Geschichte der Juden in Oestenreich» (Isr. Monatsschrift, Berlin 1888, Nr. 50) und vor allem die im Gedenjcbuch zur Erinnerung an David Kaufmann erschienenen «EpWhaphien mährischer Landes- und Lokalrabbiner von Nikolsburg» (Breslau 1900), sowie «Märtyrergräber in Nikoisburg» (Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums, 1903, S. 356 ff.) und «Nikolsburger Epithaphien» (Mitteilung zur jüd. Volkskunde, 1907, Heft I). Dankenswerte Beiträge zur jüdischen Geschichte sind auch die teil auf historischen Forschungen beruhenden Und, soweit sie Zeitgenossen betreffen, aus persönlicher Kenntnis des Behandelten hervorgegangenen biographischen Publikationen Feuchtwangs. In erster Reihe «Der Rabbi von Rothenburg» (Freie jüd. Lehrerstimme, 1912). Diese Skizze wurde in dem Novellenbande «Volk des Ghetto» (München, Georg Müller, 1916) nachgedruckt Dann in der Adolf Schwarz- Festschrift erschienene Abhandlung über «Markus Benedikt» (Rabbi Mordecbai Benet, Wien 1917). Ferner: R. Israel Hildesheimer (1890), Dr. Moritz Steinschneider (1896), R. Wolf Isak Dünner . (1900), R. S. Hurwitz (1900), R. Samuel Löw (1907), Eberhard Schräder (1908), Lektor Meir Frtedmann (1908), Rabbiner Dr. Adolf Schmiedl (1903), Hofrat Dr. H. v. Müller (1913), Geh. Reg.-R. Prof. Dr. Jakob Barth (1914), Prof. Dr. Abraham Berliner (1915), Dr. Gustav Kohn (1915), Moritz Güdemanns, Anteil an der Wissenschaft des Judentums (Monatsschrift für Gesohichte und Wissenschaft des Judentums, 1918, S. 161 ff.),. Oberrabbiner Doktor Moritz Güdemann (1918), Prof. Wilhelm Jerusalem (1923) und Chajes («Die Stimme», 1928). Es versteht sich von selbst, daß Dr. Feuchtwang, der durch fast drei Jahrzehnte die Inspektion des jüdischen Religionsunterrichtes an den mittleren und höheren Lehranstalten Wiens leitete und in den Lehrerkonferenzen den Vorsitz führte, seine Auffassung pädagogischer Probleme in einer größeren Anzahl voh Abhandlungen und Zeituuigsaufsätaen niederlegte. Vom Kanzelredner Dr, Feuchtwang künden die vier Bände klassischer «KanzeJreden» (Wien, 1900—1906), die eine wesentliche Bereicherung der homiletischen Literatur darsteifen. Diese und eine große Anzahl einzeln erschienener Predigten sind ihrer Aktualität halber ein oft charakteristisches Spiegelbild der Zeitgeschichte. Unzählig sind die von Dr. Feuchtwang veröffentlichten Kritiken und Besprechungen bedeutsamerer Neuerscheinungen judaistischen Inhaltes, Aufsätze und Abhandlungen Feuchtwangs über Fragen dsr Religionsphilosophie, der Ethik, des jüdischen Rechts und vieler anderer Gebiete der nationalen Kultur sind in zahlreichen jüdischen Zeitschriften verstreut Es gibt wohl kaum ein wichtigeres Ereignis im Leben des jüdischen Volkes in den letzten 40 Jahren, zu dem Dr. Feuchtwang nicht in Wort und Schrift Stellung genommen hätte. Der neue Wiener Oberrabbiner kann wahrlich auf ein vojlgerütteit Maß literarischen Schaffens zurückblicken, bei dem das Quantum niemals das Quäle erdrückt hat Möge das neue, hohe Amt ihm auch zur Fortsetzung achter literarisches Produktivität Muße und Kraft geben. Nun ist die Abrüstungskonferenz vorbei. Sie hat sich auf Mitte Oktober vertagt, aber wenn sie sich dann tatsächlich wieder versammeln sollte, so wird es nur zum Abschiednehmen vom schönen Genf sein. 17 Monate saß die Konferenz dort beisammen und sie war — wie jede Konferenz vorher, wie so viele nachher — eine Totgeburt. Immer standen die Paare einander gegenüber: Vorne Frankreich und Deutschland, im Hintergrund die angelsächsische Welt und Japan. Wunderschöne Reden über den Frieden wurden gehalten, (Die schönste hörte man nicht aus Genf, sondern aus der Krolloper und der Redner war Adolf Hitler.) Aber hinter allen diesen Reden klirrte die französische These vom potentiel de guerre, von der Kriegskraft einer Nation. Einstmals lernte man von Frankreich die Deklaration der Menschenrechte. Immerhin hat die Konferenz die Ansätze zu dem Viermächtepakt gebracht, der noch im Juli in Rom unterzeichnet werden soll. England, Frankreich, Italien und Deutschland kamen überein, — das ist so der Sinn — durch 10 Jahre keinen Krieg zu führen und keine Revision der Friedensverträge zu verlangen oder zu fördern. Daß Deutschland dies zugesteht, hat ja höchlichst überrascht, ist aber nur als ein neuerlicher Beweis zur Kenntnis der braunen Psyche zu werten. Denn 2 Wochen nach der Neurathschen Erklärung wurde in Deutschland der Presse mitgeteilt: Es d U rfe nichts mehr über die Ausbildung in den Arbeitsdienstlagern geschrieben werden und es dürfe keine Standortänderung der Polizei oder der Reichswehr gemeldet werden. Gleichzeitig erfuhr man, daß die Rüstungsindustrie Deutschlands fieberhaft arbeite, natürlich nur behufs Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Das ist im Deutschland des Friedens. Und. darum hat Frankreich eine Generalrevision des Sperrfortgürtels angeordnet, hat Amerika 23 neue Kriegsschiffe auf Stapel gelegt, hat Japan das Gebiet von Mandschuria bis zur großen Mauer eingesteckt und in eine Art Militärgrenze umgewandelt. Diese Abrüstungskonferenz hat begonnen, als in Deutschland noch ein gewisser Papen Kanzler war. Damals war noch die Autorität Brünings lebendig und man versuchte, ihm zu glauben. Auch stand man lange Zeit zu sehr unter dem Druck des chinesisch-]apanir sehen Krieges im Frieden und wartete neugierig auf die Entwicklung an der Sowjet-Grenze. Es kam dann der Umschwung in Deutschland, der sich in dem bengalischen Licht des Reichstagsbrandes präsentierte, als eine hübsche Ueberraschung, die als erste Folge eine Untersuchung des deutschen potentiel de guerre mit sich brachte. Man beschloß, die Schupo und die S. A. und S. S., die sich ja im Krieg gegen unbewaffnete Juden und Kommunisten mit Lorbeer bedeckt hatten, in die militärische Kraft einzurechnen. Italien stimmte dagegen, Oesterreich, das ja einiges über diesen Gegenstand weiß, enthielt. sich der Stimme. Von nun an war die Konferenz, da sie von Deutschland sabotiert wurde, nur mehr ein Diskussionsklub. Jetzt ist auch dort Schluß. Aber der Viermächtepakt, der, wie gesagt, beschlossen, aber nicht besiegelt ist, hat inzwischen einen Ableger bekommen, die Londoner Konvention, zwischen Rußland, den Randstaaten und Polen, miteinander keinen Krieg zu führen. Rumänien und die Tschechoslowakei wollen sich noch im Sommer anschließen. Und das ist wohl eine der größten Sensationen dieser Tage! Rußland anerkennt alle Friedensverträge seit 1919, findet sich mit dem Verlust Bessarabiens ab und schließt sogar mit der finnischen Lappobewegung, die den Kommunisten das politisch« Recht genommen hat, Freundschaft. Was ist da geschehen? Das ist die Reaktion auf das berühmte Memorandum, das der selige Hu genberg mit Wissen des Reichskabinetts vor 3 Wochen der Londoner Konferenz vorgelegt hat Darin stand, daß Deutschland Kolonien haben müsse und daß es auch in Europa Land als Lebensraum beanspruche. Die grandiose außenpolitische Dummheit der neogermanischen Politik hatte zu früh geplaudert. Die Londoner Diplomaten — es sind jetzt 2000 dort — begannen eifrig zu diskutieren. Hugenberg flog nach Berlin zurück und dort aus dem Kabinett heraus. Aber das nützte nichts mehr, Litwinow war auch in London, beeilte sich, mit England Frieden zu machen, und schloß unter kräftigster Mitwirkung der französisch-englischen Regierungen die Konvention mit den Randstaaten ab. Die Drohung der gepanzerten Faust hat also einiges zustandegebracht, was man noch im Jänner, da noch Herr Schleicher im rosigen Licht atmete, für undenkbar gehalten hätte. Frankreich und Italien verständigten sich, Rußland und die Randstaaten „garantieren einanuer uie Integrität. Anders ausgedrückt: Die Hitler-Politik hat wieder zur Einkreisung Deutschlands in W»st und Ost geführt. Im Südwesten ist die österreichische Lücke und man muß sagen, daß sich Deutschland mächtig anstrengt, auch diese für sich zu schließen. Es hat es zuwege gebracht, daß es den einzigen außenpolitischen Rückhalt, die Stimme Oe6terreich* Im Völkerbund, verliert. Und das nicht etwa

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