Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 6 (1933)
- Issue
- Heft 280 (18.5.1933)
- Date
- 1933-05-18
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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DTE STIMME Xr. 280 18, Ma! 1003 f EMPFEHLENSWERTE KURORTE — SOMMERFRISCHEN - HOTELS — PENSIONEN Pension Griinglas und Kinderheim „Paradies4* Seebad Onute Pension Helsler Bflgelberg (Sehwili) Hotel Smetana Luhacovlce Mahren (C I. R.) Pension WelA Laurana “IM Hot«! Ettelwsia TM St Moritz-Dorf (Schweiz) Pension Jos. M. Engel Cirkvenica (Jugoslawien) Pension Stent Abt&zia IW Hotel de la Pal* toferlaken (Schweif) Pension Non Plnlsla Bled (Jugoslawien) Pension „Derna“ Monteeatjnf (Ifalla) Hotel Ffirstenhof Fnuisenabad (G S. R.) Pension „Viktoria** DubrovnUc (Ragupa) (Jugoslawien) . Pension „Genova4* Mootecatini (ftafla) Hotel Havld Lettner Marienbad Postatraß« 55 (C. 8. R.) Pension Ffirstenhof Semmering Hotel Libanon Aro$a (Schwel?) Hotel Walhalla Msrlaibad Schillerplatz (C* 8. R.) Pension Goldberg Bad Aussee W Hotel Hadassah w Scbula-Tarasp (Schweiz) Hotel Llaeoln Karlsbad (C. S. R.) m Hotel Vleterla WJ Sdiuls-Tarasp (Schweiz) Oer Weltverband der Allgemeinen Zionisten und der XVIII. Zionistenicongrell Die Leitung des Weltverbandes der Allgemeinen Zionisten hat nach Wien eine Tagung der Vertreter der Allgemeinen Zionisten aus Oesterreich, Ungarn und der Tschechoslowakei einberufen. Anwesend waren: Der Vorsitzende des Weltverbandes der Allgemeinen Zionisten, Dr. Ignaz Schwarzbart-Krakau, Dr. Oskar Grün« baum-W1 en, Dr. Nison Kahan-Budapest und Dr. Josef Rufeisen-Mährisch-Ostrau. Dr. Schwarzbart berichtete zunächst über die bisherige Tätigkeit der Leitung und Über die Verhältnisse Darum soll der Tag der jüdischen Mutter zugleich ein Tag des Spendens in ihrem Namen zum Erwerb jüdischen Bodens im jüdischen Lande werden. Sehon seit Jahren ist dieser Brauch durch die zionistische Prauenorganlsation «Hadassah» in Amerika eingetührt. Der jüdische National« fonds hat sich nun auch mit der Weltorganisation jüdischer Frauen «Wizo» verbündet, um ln allen Ländern den Tag der .jüdischen Mutter zu verkünden und mit Hilfe dar Jüdischen Frauen in der ganzen Welt den Besitz des Jüdischen Volkes an Heimaterde in Erez Israel zu vergrößern. Am Lag b'Omer, wenn die Frucht auf den Feldern Palästinas reift, wenn jüdische Männer an das Ernten des Getreides gehen und jüdische Frauen mit ihren frohen Kindern dem Erntefest entgegensehen — dann sollen überall in der Welt die Kinder des Hauses der Mutter ihre Liebe und Dankbar* keit, ihr Mitempfinden mit der Härte des Mutterloses in dar Oaluth, Ihre Hoffnung auf bessere Tage Im eigenen Lande beweisen. Am Lag b’Omer soll jeder jüdischen Mutter eine Gabe dargebracht werden, die der Festigung der Volksheimat dient: ein Baum auf ihren Namen gepflanzt, ein Dunam Erde für sie erworben, Ihr Name in dae Goldene Buch eingetragen oder die Kinder erwerben Im Namen der Mutter einen Anteil an dem Boden, den der Keren Kajemeth an diesem Tage der Weltorganisation jüdischer Frauen übergibt, damit sie darauf eine Anzahl neuer jüdischer Eltern mit ihren Kindern ansiedelt. So so!) der Tag der jüdischen Mutter verbunden sein mit einer Feier des Mutterschoßes der jüdisehen Erde, der sich endlich wieder aufgetan hat, um — inmitten der allgemeinen Vernichtung — neues jüdisches Leben zu gebären. In der Verbindung des Gedankens an die Mutter mit dem Gedanken an die Heimaterde wird der Tag der jüdisehtn Mutter das Huldigung an das ewige, unsterbliche lebw sein. des Allgemeinen Zionismus in den einzelnen Ländern, ferner über den Stand der Jugendbewegung im Allgemeinen Zionismus, Hierauf wurden in einer Reihe von Sitzungen, die Montag, den 15. Mai, und Dienstag, den 15. Mai, stattfanden, sämtliche programmatischen und aktuellen Fragen des Weltverbandes ausführlich besprochen. In allen Angelegenheiten wurde ein einheitlicher Standpunkt festgeatellt, Konform mit den Beschlüssen der Leitung des Weltverbandes wurde beschlossen, daß die Allgemeinen Zionisten selbständig ln den Wahlkampf zum XVIII, Kongreß elntreten. Es wurden ferner die Orundzüge eines gemeinsamen Aufrufes an alle Allgemeinen Zionisten festgestellt. Ausführlich wurde auch die Frage der Organisierung des Weltverbandes, seiner Taktik am XVUL Kongreß, seines Verhältnisses zu den Flügelorgänlsationen sowie die Organisierung der Jugendbewegung in allen Ländern, und zwar sowohl der chaluzischen als der Hochschülerbewegung, besprochen und diesbezügliche Beschlüsse gefaßt. Die Tagung kann als ein wesentlicher Fortschritt in der Inneren Festigung des Weltverbandes betrachtet werden. Die Leitung des Weltverbandes wird in der nächsten Zeit weitere Konferenzen der Allgemeinen Zionisten aus anderen Ländern abhalten. Zur Schekelfrage (Ein Refurmplan.) Es war ein unverrückbarer Grundsatz der Zionletisuicn Organisation, daß die Schekelquittung als Zählblatt für die Mitglieder der Organisation gelte. Jeder Zionist ein Schekelzahler — die Sclvkalim als Heerschau der Zionisten, ln der Praxis sind iedoch diese zwei Begriffe schon fange nicht mehr identisch. Und immer mehr erweitert sich der zahlenmäßige Abstand zwischen der Menge der Zionisten und der Summe der Scb’kalim. „ „ Mögen noch andere Faktoren für diese Zustände verantwortlich sein, doch ist sicherlich nicht in letzter Linie die Mangelhaftigkeit der organisatorischen Maßnahmen zur Erfassung der Schekeler daran schuld. Darüber ist schon vieles gesagt und manches versucht worden, jedoch ist eine richtige Lösung von entscheidender Bedeutung nicht ausfindig gemacht worden. Es wird daher gewiß nicht unangebracht sein, hiezu noch ein Wort zu sagen. Pk Unzufriedenheit mit dem gegenwärtigen Zustand entstand auf Grund nachstehender Erwägungen: 1. Die Zahl der insgesamt in einer Kongreßperiode (zwei Schekeljahre) aufgebrachten Sch’kalim Ist zu gering; 2. die un kongreßlosen Jahre, d. h, in dem auf die Kongreßtagung folgenden Jahre, erreichte Schekelzahl ist viel au gering; 3. die Ermittlung def für ein Mandat notwendigen Schekelzahl ist kompliziert, und schließlich 4. iit mit Rücksicht auf die schwankende Frist zur Beendigung der Kampagne gibt der Stichtermin zur Feststellung der Mandatzahl häufig Anlaß zu Unregelmäßigkeiten. faßt man schließlich alles, was in dieser Diskussion über die Schekelfrago gesagt wurde, zusammen, so fnt zweierlei festzustellen: Der Sehekel als solcher wird allgemein bejahV an ihm selbst soll nicht gerüttelt werden. Es muß jedoch'- ein Ausweg gefunden werden, wie die oben geschilderten Unzulänglichkeiten behoben werden könnten. Ich möchte folgende Lösung vorschlagen: a) Die Zahl der Mandate wird aut Grund der Ini ersten (kongreßlosen) Schekeljahr aufgebrachten Sch’kalim festgestellt. Die Zahl der für ein Mandat notwendigen Sch’kalim wird, da sie nur das erste, kongreßlose Jahr betrifft, entsprechend niedriger festgesetzt. b) Für die Ausübung des Wahlrechtes seitens des Schekelzahlers soll nur der letzte — im Kongreßjahr bezahlte — Schekel maßgebend sein. Ad a). Zunächst wird, da doch alle Parteien und Gruppen sowie Landsmannschaften an einer möglichst hohen Mandatzahl interessiert sind, in diesem ersten Schekeljahr eine eifrige Agitation allseits entfaltet wurden, um e/e höchstmögliche Mandats-(Schekel-)Quote zu erzielen. Weiters wird allen Unregelmäßigkeiten ln bo :ug auf Feststellung der Zahl der einem Wahlkreis zuko. 'inenden Mandate vorgebeugt, indem mit Ahlauf des Jahrec die Errechnung in aller Ruhe erfolgt. Endlich wird dies a. :lt den Vorzug naben, daß die Zahl der Mitglieder des Kor resses schon zu Beginn des Kongreßjahres feststehen wir \ Es wird dies nicht zuletzt auf clie technische Vorbercitu T des ... Kongresses eine günstige Wirkung aiisüben. Es wird *u-h nicht schaden, wenn dadurch wahrscheinlich das Kon eßgericht weniger beschäftigt sein wird. Ad b). Durch diese Maßregel wird das Interesse am Absatz und Erwerb des Schekels auch im zweiten, dem Kongr-'ßjahr, gewährleistet, und zwar sowohl des einzelnen Zionismen als auch der Parteien, Gruppen und Föderationen. Diese Regelung, go einfach sie ist, oder gerade weil sie so einfach ist, erscheint mir geeignet, Ordnung in die Sache zu bringen. Schaja Horowitz. Zionistenkongreß am 16. August Ort noch unbestimmt London. Die Exekutive der Zionistischen Weltorganisation kündigt offiziell die Einberufung des 18, Zionistenkongre&a@s für den 19. August an. Dia Verhandlungen über die Wahl des Kongreßortes sind noch night abgeschlossen. Die diesbezügliche Entscheidung durfte in wenigen Tagen fallen. Karlsbad wird auch weiterhin in erster Reihe In Betracht gezogen, obwohl von mancher Seite andere Kongreßorte, unter ihnen Insbesondere London, mit großem Nachdruck vorgeschlagen werden* Der Endtermin für die Abrechnung der Schekelgelder wird auf den 2Q. Juni festgesetzt. Laut den an diesem Datum bei der Exekutive bezahlten und abgerechneten Schekalim wird die Zahl der Kongreßdelegiorten für jedes Land bemessen werden. Ueber das Ergebnis der Delegiertenwahlen muß die Exekutive spätestens am 1. August informiert sein.