Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 6 (1933)
- Issue
- Heft 271 (16.3.1933)
- Date
- 1933-03-16
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Wt« 0 . QIC STIMME Äff. 271 — 16. M8rt 1039 Jüdlstfter 'Spott X u SCHACH In Aufträge der Schachsektion Hakoah redigiert von Oskar Schleslneer SC * Nummer 2 ta. März 1933 Aufruf an di« SchaehweUl Großmeister Rubinstein in bitterster Not Gerade in den Tagen, da die Schachwelt den 50. Geburtstag eines ihrer Größten gefeiert hat, des auf detn ganzen Erdenrund, allüberall, wo Schach gespielt wird, verehrten Meisters R u b i n s t e i n, wird die traurige Nachricht bekannt, daß dieser Heros der Schachwelt in Brüssel in bitterster Not lebt und mit seiner Familie geradezu vom Hungertod bedroht ist. Rubinstein hat nicht die Kraft, um sich aufsuraffen und auf sein Elend selbst aufmerksam zu machen. Hier muß die Schachwelt helfend eingreifen, um zu verhindern, daß wir wieder einen Fall Takäcs erleben. Ein Genie wie Rubinstein, der durch die geistige Tiefe seiner Schachpartien Hunderttausenden von Menschen in allen Ländern der Welt ungezählte Stunden des Genusses bereitet bat, darf in der Stunde der Not nicht im Stiche gelassen werden! Dl« <Wiener Schach-Zeitung» hat sich an die Spitze einer Aktion gestellt, die zum Ziele hat, Rubinstein zu helfen. Sie wird eine Sammlung Rubinsteinscher Partien, mit Anmerkungen von Hans K m 0 c h, herausgeben. Voraussetzung ist die S u b s k r i p t i o n*) des Buches durch eine entsprechend große Zahl von Interessenten und insbesondere freiwillige Spenden aus allen Schachspielenden Ländern. Die «Wiener Schach-Zeitung» hat die Verwaltung dieser zu einem Rubinstein-Fonds vereinigten Spenden übernommen. Helfet sofort und helfet ausgiebig. * Unser Akiba Rubinstein in Notl Da bedarf es wohl nicht vieler Worte, um unsere Leser zur Hilfeleistung für den Großmeister zu bewegen. Jeder erfülle seine Ehrenpflicht! •) Der Subskriptionspreis beträgt 10 österr. Schilling; Ueberzahlungen werden dankend entgegengenommen. Subskribenten, die mindestens den doppelten Betrag einzahlen, erhalten ein von Rubinstein mit persönlicher Widmung handschriftlich unterfertigtes Exemplar. Alle Einzahlungen sind zu richten an die «Wiener Schach-Zeitung», Wien, IV., Wiedner Hauptstraße 11. Ein prompt wirkendes schmerzstillendes Mittel ist, wie über 6000 notariell beglaubigte Aerztegutachten beweisen, Togal. Beschwerden in den Gelenken und Gliedern, gichtische und rheumatische Beschwerden, Kopfschmerzen werden nach vorliegenden Urteilen mit Togaltabletten mit glänzendem Erfolg bekämpft Togal ist in jeder Apotheke zu naben. ^Jöd itehet^ \ Pf adf intferbiiitd \ \Ösf erreichst Dienstag, den 21. März 1933, 8 Uhr abends im Josefsaal, Wien, 8. Bezirk, Joselagasse Nr. 12 Purimakademie Programm : Horuck-nach Palästina (3. Aufführung) von Bobby Weiser Karten bei den Bundesmltgiledern Preis« Komblnaiionaaufgabe RUBINSTEIN Schwarz: Kh8, Dg3, Tc8 und M, Le4, Ba7, b7, 8, g7 und h7 <10 Steine) A B C D E F G f ABCDEPOH SALWE Weiß: Khl, De7, Tdl, d2, Sh2, Ba5, b2, d4, d5, e3 und g4 (tl Steine) Rubinstein, der Führer der schwarzen Steine, verstand es in dieser Stellung, durch eine ebenso einfache -ds elegante Kombination, die Partie für sich 2U entscheiden. Wie spielte er? Unter den Einsendern der richtigen Antwort setzen wir Krejciks «13 Kinder CaTssens» als Preis aus. Es genügt die Angabe des ersten Zuges. Einsendefrist: 22. März 1933. Wir bitten unsere Leser um recht rege Beteiligung. jit saiawunrwpsa m mbb I. Purlmfesi Samstag» 25. Märx 1933,8 Uhr abends Pestsäla Hotel Continental Akademie unter Mitwirkung prominenter jüdischer und deutscher Schauspieler, erstklassige Jazzkapelle. Der Reinertrag dient zur Errichtung eines eigenen Heimes zwecks Förderung des Jüdischen Theaters in Wien. Entree im Vorverkauf S 2 — Näheres heutige Notiz Nachrichten Hakoah (Cafe Rabel, I., Wallnerstraße 2. Spielabende und Mitgliederaufnahme täglich ab 7 Uhr abends) Khibturpier. Stand nach der zehnten Runde: Hauser 9, Feingold 7 (1), Glaß 6V6 (2), Beutura 614 (1), Rubinstein 6 (2), Weinstock 5>/a (1), Schlesinger 5V4, Geller und Hirschhorn je 4, Koväcs 3H, Irnich 3, OriU 2ty, Ksuftei) 2 (1), Mettal 0. Es sind noch drei Runden ausständig, die recht spannende Kämpfe um die Placierung versprechen. Nächster Spieltag: Montag, den 20. d. M. Vereinswettkampf, H a k o a h I—A u s t r 1 a I 6% :1 Durch diesen hohen Sieg hat sich unser Verein die Möglichkeit verschafft, den Meistertitel zu holen. Alles hängt von dem letzten und entscheidenden Wettkampf gegen Hietzing am 25. März ab. Oesterreich Wien. Bel der am 13. d. M. stattgefundenen Generalversammlung des Oesterreichischen Schachverbandes wurde Herr J. Kotek zum Vorsitzenden wiedergewählt. Linz. Im Rahmen der Meisterschaftskämpfe fand ein Städtewettkampf Linz—Steyr statt, welcher 3:3 unentschieden endete. Außerhalb der Konkurrenz wurde noch auf weiteren neun Brettern gespielt. Das Gesamtergebnis war 8H:6% für Linz: Mond Paris. Lasker redivivua? Am 18. Mär» wird Lasker 1m altehrwürdigen CaN de la Regence eine Simultan- Vorstellung auf 30 Brettern geben. Soll das ein Zeichen für den Wiedereintritt in die Schacharena sein? Das wäre eine richtige Sensation! Bei der Hakoah weckt diese Nachricht die Erinnerung an die im Jahre 1922 von ihr arrangierte Produktion Lasker». Es war eine der schönsten Veranstaltungen der damals noch so jungen Sektion. Alle Zuschriften sind an «Die Stimmev-Schachredaktion, Wien, I., Kämtnerstraße 28, zu richten. Du wirklich hffffgc Schuh* quolto linden Sn bei »DA-HO« (Inh. David HorouAlz) WitnlL^lahorsttaß^h^Ib Ecke Gredlerstraße 31 QualHUlewaee tu dufieeei billigen PeeUen. Bel Berufung auf die »Mm» me• I PiOMiii Uebaü FuOboll Wacker gegen Hakoah 5:1 (2:1) Wackerplatz. 12.000 Zuschauer, Schiedsrichter Mltes So unglaublich es auch im Anbetracht der hohen Niederlage klingen mag: Die Hakoahner hatten in diesem Wettspiel ganz große Siegesmöglichkeiten, gaben diese aber teils durch Pech, teils durch Unfähigkeit aus der Hand. Wacker spielte die letzten 40 Minuten mit nur 10 Mann, da der bereits vor der Pause verletzte Flügelsttirmer Bossak knapp nach Helbzeit wegen einer Verletzung ausscheiden mußte. Merkwürdigerweise spielten die Hakoahner im ersten Spielabschnitt, als die Gegner noch komplett waren, eine ausgezeichnete Rolle und beherrschten lange Zeit das Feld. Eine ganze Reihe von gut angelegten Angriffen waren jedoch zur Erfolglosigkeit verurteilt, da der Mittelstürmer Stern wieder einmal eine jämmerliche Rolle spielte und auch Reich, der im Mittelfeld verblüffende technische Kunststücke zeigte, drei totsjehere Chancen auf geradezu stümperhafte Art vcrklopfte. Kritik der Leistungen: Löwy Heß seine sonstige Sicherheit vermissen und war an zwei Toren stark beteiligt. Amster bot eine anständige Durchschnittsleistung, während Stroß In einigen Fällen durch folgenschwere Indolenz seine sonst gute Leistung vergessen ließ, ln der Halfreihe bot Bela Guttmann durch 60 Minuten eine abgerundete Leistung, klappte aber dann zusammen. In Anbetracht des vollständigen Versagens und der nicht Bzu verurteilenden Ambitionslosigkeit Sterns, ist das issen des alten Deckungspiloten leicht verständlich. Die Flügelhalves Donnenfeld und Heß arbeiteten sehr ungleichmäßig und speziell Donnenfeld mußte seinen berühmten Gegner Clschek oft passieren lassen. Der Angriff hatte an Reich einen glänzenden Mann, der aber leider diesmal mit einer einzigen Ausnahme als Schütze jämmerlich versagte. Ueber Stern soll nichts weiter gesagt werden. Ehrlich und Weißkopf zeigten in der ersten Halbzeit annehmbares Stürmerspiel. Kurze Spielchronik; Vom Start weg gehen die Hakoahner ln guttm Zusammenspiel, scheitern aber an der Kunst Carts. Eine ganze Reihe glänzender Torchancen werden von ihnen nicht »usgenützt, wobei sich besonders Reich und Stern hervortun. Reich erzielt aus schwierigster Position in der 37. Minute mit Prachtschuß den Ausgleichstreffer. Mausner wird vor dem Tor von Urkül zu Fall gebracht, Miesz schreitet aber nicht ein. In der letzten Sekunde der ersten Halbzeit nützt Cischek ein Mißverständnis zwischen Stroß und Donnenfeld aus, läuft vor und sendet unhaltbar ein. Nach Halbzeit spielt Hakoah eine inferiore Rolle, wobei der Kampf oft ausartet. Uridll eröffnet die Feindseligkeiten, indem er Weißkopf einen Kinnhaken verabreicht, welches Vergehen von Herrn Miesz nach langem Ueberlegen mit einer sanften Verwarnung bestraft wird, Heß und Walzhofer tauschen einige Liebenswürdigkeiten aus, die Stimmung wird errest und cs kommt zu dem eingangs erwähnten Elfmeter (16. Minute). Der Kampf flaut ab und zwei Tore in der 30. und 32. Minute führen das Endresultat herbei, Hakoah: Löwy, Stroß. Amster, Donnenfeld, Guttmann, Heß, Reich, Mausner, Stern, Ehrlich, Weißkopf. H. Sp. Achtung! Achtung! Verlangen Sie ausdrücklich Palästina-Weine «Karmel Original», S. Friedmann & Söhne, Haifa Petach Tikwah, sowie in- und ausländische Weine bester Qualität unter Aufsicht K“ts'>bvt -inaa wi' ann nur von der Firma Ml. MUcwPÄMdcJ Wien, 2., Seb. Kneippgasse 3, Tel. R 49*7-00 Erhältlich auch in allen Delikatessen* und Lebensmittelgeschäften Zionistische* Landes homiiee für Oesterreich - WIZQ Samstag* den 48. Mär% 4983,8 Uhr abends* Konxevihaus (Uh Lothringerstraße 20) GESEllSCHAFTSSBENO Karten erhältlich; LandeskomVee, h Karnlnerstraße 28, und Konzerthaus Mitwirkend: Irene v.Zitahy* Irene Seidnee» Dr. O. Teller» S. SiucUari* Dario Medina» S. Üdlersherg» die Komponisten Bichard Pull u. Waldemar Qiblsch lanzmusih: lsy Geiger