Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 6 (1933)
- Issue
- Heft 267 (16.2.1933)
- Date
- 1933-02-16
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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: Sette 7 DIE STIMME Nr. 267 — 16. Februar 1923 PRESSESCHAU Front des arabischen Presse Patäsiinas gegen Emir Abdullah Er wird beschuldigt, die Bewegung für Zulassung liidischer Arbeit in Transfordanien selbst organisiert au haben Jerusalem. Die arabische Presse Palästinas macht wiederum gegen den Plan einer jüdischen Arbeit in Transjordanien Front und erklärt, Emir Abduliah habe selbst die Petition der 21 prominenten transjordanischen Scheichs und Parlamentsmitglieder an den High Contmissioner für Palästina und Transjordanien und den Emir Abdullah angeregt, in der gefordert wird, daß den Transjordanlern die Freiheit gegeben werde, ihren Boden tu verkaufen, an wen sie wollen. Emir Abdullah wolle die Opposition der palästinensischen Araber gegen Verkauf von Boden an Juden schwächen, indem er den Anschein zu erwecken sucht, daß er gegen die Volksmelnung In Transjordanien machtlos ist. Nicht um Kapital ins Land zu bringen, um die Bevölkerung vor einer Hungerkatastrophe zu bewahren, sondern aus persönlichem Eigennutz wolle Emir Abdullah Juden nach Transjordanien kommen lassen. Die Zeitung «Isiqulal» erklärt, es werde sich bald zeigen, daß der Erklärung des Emirs Abdullah, er beabsichtige nicht, transjordanischen Boden an Juden zu verkaufen oder 2u verpachten, nicht zu trauen sei. Die letzte Nummer der ««Islamla» bringt nicht weniger als acht Artikel mit Angriffen auf den Emir Abdullah. Die Zeitung behauptet, hinter dem transjordanischen Österreich und Palästina Im Jahre 1931 Das soeben erschienene «Blue Book» 1931 bringt eine ganze Anzahl von sehr Interessanten statistischen Einzelheiten. Wir wollen heute nur Jene Interessanten Zahlen her- Vorheben, die sich Im Handelsverkehr zwischen Oesterreich und. Palästina ergeben. Es Ist daraus klar ersichtlich, daß der Rückgang 2unr Oroßtell Im Werte nur davon abhängt, daß eben die Preise gesunken sind und daß Oesterreich dadurch, daß die offhle'len Stellen gar kein Interesse für diesen aufstrebenden Markt, der Im Jahre für mehr als 7,000.000 Pfund Waren importiert, an den Tag legen undsich aus vielen Positionen herausdrängen lassen. , Insgesamt wurden nach Palästina exportiert: Im Jahre 1930: für LP. 130.408.—;!m Jahre 1931: für LP. 92.170.—. Den Hauptanteil hatten daran folgende Artikel: Hefe: 1930: 28.377 kg LP. 1332.—; 1931: 30.657 kg LP. 1511.— Bier: 1930: 13.180 Li LP. 247.—; 1931: 29.069 Lt. LP. 57a—. Glasware: 1930: LP. 4612.—; 1931: LP. 4256. Nägel: 1930: 30.298 kg LP. 877.—; 1931 (üb. 26 mm): (3.952 kg LP. 1354.—. Oefen: 1930: LP. 2248.—; 1031: LP. 1454.—. Eisen u. Stab: waren: 1930: LP. 2245.—; 1931: LP. 1141.—. " Orangen Kisi: 1930: LP. 12.246.—; 1931: LP. 4736.—. Baumwollwaren: 1030: 13.287 kg LP. 5141.—; 1931: 12.133 kg LP. 3776.—. Woll waren: 1930: 9169 kg LP. 4879.—; 1931: 3459 kg LP. 1472.—. SeidMiwaren: 1930: 1860 kg LP. 3300.—; 1931: 1976 kg LP. 3710.—. Schuhe: 1930: LP. 9705.-; 1931: LP. 836—. Papier: 1930: LP. 14 430.-; 1931: LP. 13.102.—. Karton usw.: 1930: 198.171 kg LP. 2748.—; 1931: 158.199 kg LP. 2010.—. Lampen: 1930: LP. 3044—; 1931: LP. 2073.— Palästina exportierte in der gleichen Zeit: Im Jahre 1930: für LP. 4619.—; im Jahre 1931: für LP. 14.092.— Darunter waren: Orape Frults: 1930: LP. 193.—; 1931: LP. 1019.—. Orangen: 1930: LP. 1932.-; 1931: LP. 2721.—. Erzeugung und Reparatur von Herren- und Dameuhce rmiii. MiHMtr. An’erMeung nach Maß Spezialist: Arzte» und Pfleger'nnenmäntel utmpfe repasaleien, stopfen, anstrlckun laHa fliMfllhtuHg Billigste Preise Mieoesch&n Unna und Martha Epstein Wien V1IU Skudagasse 30 Telaphon B (0-7-78 Nächst Alaerstraße Bodenkaufsabkommen stehe der Jüdische National* fonds, wenn auch nominell Engländer als Käufer' vorgeschoben werden mögen. Wenn auch der Repräsentant der englischen Regierung ln Amman dem Emir Abdullah den Rat gegeben hat, den Vertrag um einige Zeit zu verschieben, um sich nicht dem arabischen Zorn auszusetzen, so sei damit der Vertrag keineswegs begraben. Wie aus Transjordanien gemeldet wird, hat der Emir Abdullah in den letzten Tagen mindestens dreißig Telegramme von arabischen Führern Transjordaniens erhalten, in denen er dringend ersucht wird, seinen Boden an Juden zu verpachten, um Jüdisches Kapital ins Land hereinzubekommen und einer Hungerkatastrophe vorzubeugen. JPiirbn in Baden 11. März, halb 9 Uhr abends Hotel Stadt Wien Oele: 1930: LP, 73.—; 1931: LP. 502.—. Weine: 1930: LP. 356,—; 1931: LP. 1109.—. Bücher: 1930: LP. 172.—; 1931: LP. 82—. Goldmünzen: 1930: LP. 360.—; 1931: LP. 8015.—. Arabische Zigeuner raubten Jüdisches Kind Der Knabe In der C. S. R, Berehovo (Karpathorußfänd): Der diensttuende Gendarm amr Bahnhof Berehova beobachtete Freitag,.den 3. d. M., einen’14jäftrfgen Knäben, der ihm wegen-seines Benehmens ■r auffällfg schien. Dfer Gendarm sprach -den -Knaben, an,, dieser ..verstand. jedoch.. weder,.tschechisch, noch ... ruthenisch, Er - wurde aufs Kommissariat gebracht, wo sich heraussteülte, daß der Knabe bloß hebräisch versteht. Sofort wurde ein Dolmetsch herbeigerufen, dem der Knabe folgende Angaben machte: Er heiße Har-Zahav David und stamme aus Palästina, wo seine Eltern in einer Kolonie des Keren Kajemet arbeiten. Der Knabe pf'egte den Eltern das Mittagessen aufs Feld zu tragen. Eines Tages, er war. sieben Jahre alt, als er vom Felde heimkehrte, wurde er von arabischen Zigeunern überfallen, gefesselt und in den Wagen geworfen. Von Palästina kam er mit ihnen auf den Balkan und nach Rumänien. Seine Beschäftigung bestand darin, bei der Vorführung der Zigeuner in den Straßen Geld zu sammeln. Vor etwa 6 Monaten gelang es ihm, in Rumänien zu entfliehen. 3 Monate . wurde er jedoch von den Behörden gefangen gehalten und dann ohne Bestrafung freigelassen. Er wandert* nun von Dorf zu Dorf zu Fuß und ernährte sich vom Bettel. So kam er ln die C. S. R. nach Berehovo, wo er auf Intervention der jüd. Gemeinde in Freiheit belassen wurde. Der Kaufmann Samuel Klein hat sich indessen seiner angenommen, während die zionistischen Instanzen bemüht sind, durch Anfragen in Palästina die Aussagen des Knaben zu überprüfen. Das Judentum in Berehovo und in ganz Karpathorußland erwartet mit Spannung die Nachrichten aus Palästina, die ln dieses fast unglaublich anmutende Abenteuer klares Licht bringen dürften. Neue Form der Arbeitersiedlung in Palästina Jerusalem. Die von der jüdischen Arbeiter-Föderation Histadruth begründete Gesellschaft «Nir* hat einen Plan ausgearbeitel, nach dem es jedem jüdischen Arbeiter und Angestellten Palästinas ermöglicht werden soll, Siedlungen land zu außergewöhnlich günstigen Bedingungen zu erwerben. Jeder siedlungswillige Arbeiter wird ab Februar dieses lahres monatlich eine kleine Sparsumme in die Arbeiterbank einzahlen; erreicht die Sparsumme die Höhe von 00 Pfum, so übergibt 'lim «'Nir» eine Bodenm zi!i< und gewährt ihm andere Erleichterungen zur Ansiedlung. Der Jüdische Nationalfonds unterstützt warm diesen Plan. UBd tuareihredll rasch und seriös Kiirzfrlatlse Wechselkredite Wien, II., TaborstraBo Nr. 1, Nass. 21« Dr. T. Nussenölätt: Johann Kremenezky — 83 Jahre all «Null meine ich, daß das elektrische Licht durchaus nicht erfunden wurde, damit einige Snobs Hire Prunkgemächer beleuchten, sondern damit wir bei seinem Scheine die Fragen der Menschheit lösen. Eine, und nicht die unbedeutendste, ist die Judenfrage.» Herzl: «Judenstaat.» Johann Kremenezky hat diesen Oedanken Herzls am besten verstanden. Er, der mit seiner ganzen Stele ergeben war dem Pioniertum auf dem Gebiete der Elektrizität, gehört zu den ersten Pionieren der jüdischen Wiedergeburt, und ist heute mit Seinen dreiundachtzig Jahren der älteste lebende Chowewe und politischer Zionist. Zu unserer großen Freude feiert Kremenezky diesen Tag in geistiger und physischer Rüstigkeit. Welt über die Grenzen Oesterreichs, in aller Welt klingt ehrenvoll sein Name. In die verborgensten Winkel, wohin nur der Ruf Herzls gelang, drang auch der Name seines ergebenen Freundes,. Johann Kremenezky. Im Jahre 1850 in Odessa geboren, widmete er sich dem. technischen Studium und kraft seiner eigenen Leistung schwang er sich zu dieser Stelle empor, die er heute jnne hat. Er wurde zum wissenschaftlicher! und industriellen Pionier, dem seine vielen Erfindungen und seine .glänzende Organisationsgabe verdienten Ruhm und Anerkennung brachten. , Es wäre müßig, alle seine Auszeichnungen und Ehrenstellen aufzuzählen. Doch daß er Ehrenbürger der Technischen Hochschule in Wien und Bürger der Stadt Wien ist, soll nicht unerwähnt, bleiben. Kremenezky widmete sich seit seiner ersten Jugend dem zionistischen Ideal. An allen allgemeinjüdischen Aktionen ist er stets mit aller ihm stets innewohnenden Bescheidenheit zu finden. Anläßlich der russischen Pogrome In den achtziger Jahren finden wir ihn als Vertrauensmann der, Alliance Israelite, die den Emigranten.tatkräftig beisteht. Lange vor .Herzl gehörte Kremenezky zu den aktivsten zionistischen Arbeitern in seine? ihm längst zur Heimat gewordenen Stadt, in Wien. Zusammen mit seinem Freunde, .der . ihm noch heute als Arzt zur Seite steht, mit Doktor M. T. Schmierer, dem ersten Begründer der Kadimah, war Kremenezky schon im Jahre 1894, also noch vor dem Auftreten Herzls, bemüht, einen, jüdischen’. NäÖo- .nalfonds zu begründen. Wir besitzen den Anruf, aus . jener. Zeit,, er erschien.ini Juli, 1894 in Wien, dej jie Zwecke des heut?gern gtoßep . Fonds vorzeicHnet,,^ ja nöph mehr, er wird juch äiS K e r e n K ä j emet h bezeichnet. Diese Tatsache ist nicht nur für Historiker wissenswert! Und dem Keren Kajemeth, der größten eigenen nationalen Schöpfung des wiedererwachten Judentums, ist Kremenezky während seines ganzen Lebens mit all seiner Kraft treu geblieben. Als nach dem Anfrage Professor Schapiras aus Heidelberg der Kongreß an die Organisierung des Keren Kajemeth als polltisch-zionistischer Institution darangfng, war es wiederum Kremenezky, der sich ihm ganz widmete. Er organisierte ihn, leitete das erste Bureau in Wien und verlieh ihm. den großen Rahmen, die einem sozusagen staatlichen Instrument iukommt. Er scheute keine Opfer an Zeit und Geld, um den Keren Kajemeth populär zu machen, und ihm neue Freunde zuzuführen. Kremenezky, der reiche Industriekapitän, der richtige jüdische Notable, ging selbst hinaus unter seine Bekannten, Juden und Christen, und streckte buchstäblich allwöchentlich bittend, fordernd seine Hand aus um Opfergaben für die Erlösung des jüdischen Bodens. So entstand die große Schar der Spender, jenes Heer freiwilliger Mitarbeiter und Mithelfer. Kremenezky ging in stiller, unermüdlicher Arbeit Schritt um Schritt vorwärts. Er führte neue, von ihm erdachte Sammelmittel ein, welche schon größere Gaben heischten, wie das Telegrammblankett, die Büchse und das Goldene Buch. Er schuf auch die Selbsfbesteuerung. Und er selbst, der erfolgreiche Kaufmann, der neben Herzl sehr viele Mittel der ganzen Bewegung zukommen ließ, bedachte am reichlichsten den Keren’Kajemeth. Und daneben ging eine allgemeine und jüdische karitative Tätigkeit, an der auch seine verstorbene Gemahlin starken Anteil nahm. Viele Schulen verdanken seiner tatkräftigen Unterstützung die Möglichkeit ihrer Entstehung, so auch die erste öffentliche Frauenmittelschule in Wien. Als Theodor Herzl In die Geschichte des jüdischen Volkes eingrjff, unterstellte sich ihm ln grenzengausdertoaitimgett 9*1 b cf»! a ton Dt «o a 11 a it n * e a ' i r fl c « « am!) SorfdjBKe ofttte ieUtaebe Stofen, «toeutuctl and» ohne Qlnt>cri«ibuna ober ftnm« huno, $!tr* gibt *.. I ., tll.. m>»»tl)cH*ritfft« ein* tu S — 190/0 ©r. 90. ©als, I. Klinters« 12 Xd. K ‘iU'-ftü Zur Komplettierung des Chajes-Waldes fehlen noch 1.373 Bäume! Juden Wiensl Stillet Bäume und Gärten im „CHAJES-WALDE“ 13