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Die Stimme · 1933-01-12 · Heft 262 (12.1.1933) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 262 (12.1.1933)
Date
1933-01-12
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 DIE STIMME Nr. 262 — 12. Jänner 1933 Zur österr. Erstaufführung der „Einzigen Lösung“ .Mit dem Lehrstück «Die einzige Lösung» von SaMy Lewin, Musik von Daniel Samburski. wird ein neues Werbemittel in den Dienst der zionistischen Propaganda gestellt. Seine österreichische Erstaufführung erfolgt Mittwoch, den 1. Februar, im Margaretner Votksbrldungshaus. Die deintsche Judenheit erlebt den Zusammenbruch ihrer geistigen Welt. Die Judenfrage, die sie seit einem Jahrhundert glaubt überwunden zu haben, steht wieder vor Ihr. Auf alle Bezirke des Lebens wirft sie ihre Schatten. Wieder einmal steht sie einer geschlossenen Mauer gegenüber; sie kämpft verzweifelt gegen die Symptome ihrer Not an. Sie sieht nicht die wirklichen Zusammenhänge und solange sie die wahren Ursachen ihres Niederganges nicht erkannt hat, findet sie keinen Ausweg. Wir wollen die wahren Ursachen der wirtschaftlichen Judennot zeigen. Wir zeigen die Ueberwindung der Judennot durch den Zionismus. Wie zeigen die Lösung der Judenfrage in Palästina. Wir zeigen «Die einzige Lösung». onlsilsches Schriftenreihe des zionistischen Landeskomiiees Die neue Broschüre; «Probleme des allgemeinen Zionismus» mit Beiträgen von Prof. Brodetsky, London, und Dr. Schwarzbart, Krakau, ist bereits erschienen. Preis pro Exemplar 20 Groschen. Von der Broschüre Dr. Ruf eisen: «Z u r Z ionist i sehen Ideologie» ist noch eine beschränkte Anzahl von Exemplaren zum Preise von 10 Groschen pro Exemplar vorhanden. Beide Broschüren können gegen Barzahlung im Sekretariate des Zionistischen Landeskomitees angefordert werden. Die Arbeit des Keren Kaje* meth Eingänge der Chajes-Aktion. Bisher insgesamt S 432.—. In der letzten Woche gingen ein: Zentrale S 60.—, Alland S 32.—, Mirjam S 40.—, WIZO-Prater S 19.—, Sektion II. S 55.—, Sektion III. S 112.—, Sektion VIIF/IX. S 10.50, Sektion XIII. S 7.—. *-i>i e Ä'k ti o n i n zionistischen Kreisen. In einer Reihe von Gruppen wurde mit der Arbeit für die Aktion begonnen. Es liegen bereits von einigen diesen Gruppen Teilresultate vor, so z. B. von der Sektion VIII/IX und II. Die in Al 1 an d befindlichen Gg. haben in der Anstalt mit Hingabe und gut vorbereitet die Aktion durch- und das Resultat an den Keren Kajemeth abgeführt. Der Jüd. Hochschulausschuß hat eine Reihe von Mitgliedern zur Verfügung gestellt, die in dem Hochschulausschuß nahestehenden Kreisen für Bäume und Gartenstiftungen werben werden. Die Aktion soll in 2 Wochen abgeschlossen we ’x Die KKL-Kommissärinnen der WD.l) hielten am 10. d. eine Besprechung ab, die ebenfalls der Organisierung der Chajes-Aktion in WIZO-Kreisen gewidmet war. Das Ziel dieser Arbeit soll es sein: Schaffung von Gärten durch die einzelnen Sektionen, welche den Namen dieser Sektionen oder Einzelpersonen tragen werden, die die WIZO zu ehren beabsichtigt. Die C h a j e s-A ktion in allgemeinen jüdischen Kreisen In den Bnai-Brlth-Kreisen wird bereits eifrig mit dem Ziele gearbeitet, Gärten zu sti'ten, durch die angesehene Mitglieder geehrt werden sollen. In einer Reihe von Tempeln und Bethäusern haben sich die Präsidenten an die Spitze der Aktion gestellt, die bezweckt, die Mitgliehder anläßlich des Thoraaufrufes zu Baumspenden zu veranlassen. Auf diese Weise sollen Gärten Zustandekommen. die den Namen des Tempels tragen und so mit unserem Aufbauwerke für alle Zeiten verbinden sollen. Einzelpersonen.Einzelpersonen benützen die Gelegenheit, um auf Namen ihrer Lieben Gärten zt* stiften. Sie wollen nämlich einerseits den Namen derselben — soweit es sich um Verstorbene handelt — in Erez Israel erhalten, andererseits möchten sie, daß diese Gärten im «Chajes-Wald» Aufnahme finden. Chajes—Gedenknummer. Anläßlich der Chajes- Aktion erscheint ein Chajes-Erinnerungsheft des Keren Kajemeth, das voraussichtlich enthalten wird: Erinnerungen von Prim. Dr. J. Robinsohn s. A. ah seinen Freund, eine nachgelassene (in der Gesamtausgabe von Chajes-Schriften nicht veröffentlichte) Rede des Oberrabbiners über «Moses», einen Situationsplan des Vorlesungen (ehuda Ehrenkranz Jehuda Eh renkranz wirkt am 14. d. M. bei der B i a 1 i k - F e i e r der Histndruth Iwrith mit und liest Dichtungen von B'ali'k in hebräischer Sprache. Am 22. d. bringt der Künstler bei der Borochow-Feier der Paale Zion soziale Dichtungen zum Vortrag, und am 28. d. M. rezitiert er bei der Feier der Russen in Wien im Kursalon (Stadtpark) Dichtungen aus dem jüdischen Leben. — Am 9. Februar gibt F.hrenkrntiz im Architektenvereinssaal einen eigenen Abend, bei dem er «Visionen der Weltliteratur» zum Vortrag bringen wird. Unter anderem liest Jehuda F.hrenkranz in diesem Programm zum erstenmal aus der Bibel. Der Kartenvorverkauf für diesen Abend hat bereits begonnen. BUcherschau Das Chajes-Werk (Reden, Vorträge, Biographie) Eine Novität, die auf dem Büchertisch keines gebildeten Juden fehlen darf, ist das soeben erschienene Chajes-Werk. In zwei Monnmentalbänden zum Preise von S 25.— ist es zu beziehen von Dr. M. Rosenfeld, XX., Brigittenauerlände 46. in Wien Chajes-Waldes, photographische Aufnahmen des Chajes -Waldes in Ben Schemen, des Chajes- Grabsteines und ein Chajes-Bild. Silbernes Buch des Keren Kajemeth. Nr. 127; Hanna Stern durch die Zion. Bezirkssektion Leopoldstadt, Nr. 128; Hugo Z w i S c h e r z e r anläßlich der Pidjan-Haben-Feier am 11. Dezember 1932, Nr. 129: Oberkantor Gerson Margulies durch die Zion. Bezirkssektion VIII/IX, als Dank für seine Mitwirkung bei der diesjährigen Makkabäer-Feier. Sammlungen bei Veranstaltungen. Die letzte Landeskommissions-Sitzung, welche am Donnerstag, den 5. Jänner abgehalten wurde und außerordentlich zahlreich besucht war, hat einhellig beschlossen: Die zionistischen Gruppen und Föderationen werden daran erinnert, daß dem Keren Kajemeth das Recht zusteht, beiallenöffentlic henVersam mlungenundVeranstaltungeneineSammlungfür den Keren Kajemeth durchzuführen. DieLandeskommissionbeschloß ferner, mit aller Kraft dahin zu wirken, daß bei diesen öffentlichen Versammlungen eine 10- Minuten-Pause eingefügt werde, die der Sammlung für den Keren Kajemeth, gewidmet werde. lOprozentige Abgabe für den Keren Kajemeth. Auf Grund von Kongreßbeschlüssen sowie von Beschlüssen einer Reihe von Delegiertentagen sind alle Gruppen verpflichtet, von ihren Veranstaltungen 10 Prozent an den Keren Kajemeth abzuführen. Der Keren Kajemeth erinnert die Gruppen an diesen Beschluß und teilt mit, daß er mit aller Energie für die Einhaltung dieser Verpflichtung eintrete'n werde. Chanukah-Mbend der Zion. äsezirkssektion Leopoldstadt Sariising, 31. Dezember 1932, veranstatete die Zion. Bezirkssektion Leopoldstadt, gemeinsam mit dem Klub «Erez Israel.» im Festsaal des Hotel «Continental» eine Ciiartukahfeier, die in jeder Hinsicht als äußerst gelungen bezeichnet werden kann. Die Veranstaltung begann mit einer großangelegten Festrede des Herrn Dr. Josef Löwenherz über die gesch/ic'htliche Bedeutung der Makkabäer-Epoche und der Lichtfeste für die Gegenwart sowie über die Verpflichtungen, die uns die Erinnerung an die großen Helden auferlegt. Dieser Rede, die einen starken Eindruck hrinterließ, folgte ein auserlesenes künstlerisches Programm, das reichen Beifall fand. Die Violm virtuosin Adele Bauminger spielte mit Feinheit und exakter Technik «Zigeunerweism» von Sara-sate und «Kol Nidre». An' Flügel begleitete sie Prof. Mittler. Dr. Max Honig, ein junger Sänger von bezwingendem Scharm, sang, sich selbst am Klavier begleitend, einige entzückende jiddische Volkslieder. Dr. Oskar Teller und Viktor Schlesinger gaben einige ihrer neuen, ganz ausgezeichneten pollt'sch-satirischen Kuplets und Quodlibets zum besten. Gerttie Sitte erwies sich als ehre künstlerische Tänzerin von besonderem Format und starker persönlicher Note, ilhr Chopn-Walzer und der Marionett.münz begeisterten das Publikum. Bob und Berty, das beliebte Doppelflügelpiar, gab einige Chansons und lustige Parodien zum besten. Die Conference lag in den bewährten Händen des Dr. Sem Wolf. —-k. —d. Abschiedsabend für .Hanna Stern Für das langjährige und bewährte Mitglied des Klubs «Erez Israel» und Ausscluißmitglied der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt Fräulein Hanna Stern, die in diesen Tagen Wien verläßt, wurde am Samstag, dem 7. Jänner, ein Abschiedsabend im internen Kreise ihrer besten Freunde und Freundinnen veranstaltet. Abschiedsansprachen hielten der Präsident der Sektion, Dr. Abraham Schmerler, Direktor Gerson W i 111 i n, Vizepräsident der Sektion Isidor L e b e n s o h n, Präsident des Klubs «Erez Israel» Markus G e I b a n d, Lehrer Jizchak Herzberg und Josef La ncztiier aus Berlin. In allen Reden wurde die langjährige zionistische Tätigkeit der Gesinnungsgenossin Hanna Stern während der schweren Zeit hervorgehoben. Bei dieser Gelegenheit wurde Hanna Stern in das Silberne Buch eingetragen. dunek.! Neugtilndung einer Wizoföderation in der Bukowina durch Frau Dr* Hartha Hofmann Wie aus Czernowitz vom 5. Jänner berichtet wird, gelang es Frau Dr. Martha Hof m n n n, die von der Zentrale der Wizo in London nach der Bukowina delegiert worden war, dort eine W i z o-F Öderation zu organisieren, in welcher sämtliche bereits bestehenden oder neugegründeten zionistischen Frauen gruppen des Landes durch einen Zentralrat zusammengefaßt wurden. - - Ausführlicheres über die sehr erfolgreiche Vortrags- und Organisationsreise der Frau Dr. Hofmann werden wir in einer der nächsten Nummern der «Stimme» bringen. „WIZO“ und Keren Kajemeth Zwischen der Exekutive der Wi z o und dem Haupt bureau des Keren Kajemeth ist eine Vereinbarung zustande gekommen, durch welche die reguläre Keren-Kajemeth-Arbeit in das Tätigkeitsprogramm der Wizo in allen Ländern rnit aller Energie aufgenommen ist. ln allen Ländern werden die Wizo-Landesgruppen Kontingente des Keren Kajemeth übernehmen, zu deren Aufbringung alle Wizo-Frauen heranzuziehen sein werden. Die Wiizo-Exekutive errichtet eine eigene K. K. L.-Abteilung in London, die eine genaue Statistik über die Leistungen der Wizo-Gruppen führne wird. Alle Wizo-Gruppen werden verpflichtet, bis spätestens 28. Februar erstmalig über ihre Leistungen im neuen jüdischen Jahre zu berichten. Der Lag b’Omer-Tag wurde zu einem Tage des Keren Kajemeth bestimmt, an welchem die Frauen ganz besonders an die Ideologie des Kerren Kajemeth zu erinnern sind. Dieser Tag soll der geistigen und materiellen Propaganda des Keren \ajemeth in der ganzen Welt gewidmet sein. In jedem Lande hat die Wizo eine K. K. L,-Kommission zu bilden, an deren Spitze die K. K. L.-Kommtssärin der Wizo und einige andere leitende Personen zu stehen haben. An dieser Kommission, die für die Arbeit des Keren Kajemeth im betreffenden Lande verantwortlich ist, wird sich auch ein Vertreter des K. K. L.- Landcsbttreaus beteiligen. Der Großteil dieser Forderungen ist in Oesterreich schon seit einer Reihe von Jahren verwirklicht, der faktisch bestehende Zustand erhält durch die Vereinbarung zwischen den Hauptbureaus seine feierliche Sanktion. Der Keren Kajemeth und die Wizo in Oesterreich versprechen sich durch diese Sanktion eine erhöhte K. K. L.- Arbeit in Oesterreich, speziell anläßlich der jetzt in Oesterreich durchgeführten Chajes-Aktion, die die Komplettierung des Chajes-Waldes zur Aufgabe hat. Konstituierung der zionistischen Bezirkssektion Hietzing Am 4. d. M. fand int Saale des Caf6 Hietzmgerhof die Konstituierung der Bezirkssektion Hietzing statt. Direktor Epstein begrüßte als Vertreter des Landesverbandes für Oesterreich die Aktivierung der zionistischen Arbeit. .. Im 13. Bezirk;und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Arbeit auf diesem schwierigen Boden durch Erfolg gekrönt werde. Bei der darauffolgenden Wahl wurde Dr. Ernst B r ü nner zum Obmann, Fürsorgerat Max Sprinzelis zum Obmannstellvertreter gewählt. Auif Grund des Referates des Proponentenkomitees beschloß die Versammlung, die Arbeit intercsivst aufzunehnen und schon in allernächster Zeit an die Oeffenttichkeit zu treten. Geplant ist für die nächste Zukunft eiine große Veranstaltung mit prominenten Referenten. Es wäre zu begrüßen, wenn der neugewählte Ausschuß, dem durchwegs bewährte Kämpfer für die zionistische Idee angehören, Erspießliches in diesem bisher vernachlässigten Bezirkt leisten würde. Ffir den Chajes-Wald Die jüdischen Patienten der Heilanstalt Alland gedenken ihres Führers Zwi Perez Chajes und stiften zur Ko mlettlerung des Chajes-Waldes, durch welchen der Name unseres Führers kommenden Generationen in steter Erinnerung bleiben soll, drei Bäume, und zwar je 1 Baum auf Namen des Herrn Jakob Rothmann (Wien) und des Herrn Sdndor Goldfinger (Budapest). Diese beiden haben durch ihre unermüdliche Tätigkeit im jüdischen Tempel AHands bewiesen, d>aß überall, und sei es auch auf ungünstigstem Boden; zionistische Arbeit geleistet werden kann, wenn der nötige Willle vorhanden ist. Der dritte Baum wurde auf Namen de* Herrn Jakob Flick s. A. gestiftet. Liga ffir das arbeitende Palästina in Oesterre ch veranstaltet am 17. Jänner 1933, präzise 8 Uhr abends, rm Offenbach-Saal, Wien, IV., Treitelstraße 3 (nächst dem Kämtnertor) einen Abend Dela Liplnsknja. Die Künstlerin tritt nach längerer Pause wieder in Wien auf und bringt diesmal in ihrem Programm eine Reihe jüdischer Nummern (Volksweisen, Charaktertypm u. dgl.). Der gesamte Reinertrag dieser Veranstaltung fließt dem Palästina» Arbeiterfonds zu. Karten zum Preise von S 2.— bis 6.-- an folgenden VorverkaufssteMen: Poale Zion-Hitacbduth, II., Blumauergasse 1; Hechaluz, XX., Kluckygasse 7 (von 3 bis 6 Uhr, Tel. A 45-4-17); Palästina-Amt, I., Kärntmerstraße 28; Liga, II., Praterstraße 11. Gesprochene Zeitung Nr. 1, veranstaltet von der Sektion XVI/XVII mit der Frauengruppe Wizo XVI/XVII, findet am Donnerstag, den 19. d. M., 20 Uhr, um Grand Caf6 Hernals, XVI!., Hernalser Gürtel 37, statt. Leitartikel: Politischer Zionismus. — Dr. Nahum Blauer; Frauenarbeit ln Palästina — Frau Bauer; Jugendprobleme — Frau Dr. Henriette Rappaport- Liechtenstein- Feuilleton (Theodor Herzl) — Dr. Z. F. F i n k e I s t e i n. Zionisten des Hill. Bezirks, tretet der zionistischen Organisation Anmeldungen eintt »u eichten an: De. Bvnti Beunnee XIII., Fashotdgasse *

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