Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 6 (1933)
- Issue
- Heft 262 (12.1.1933)
- Date
- 1933-01-12
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 262 — 12. Jänner 1933 DIE STIMME Sei!« 0 Achtung! flenderung der Tel. Nr. der „Stimme“ Wir machen aufmerksam, daß die Telephon Nummer der „Stimme“ (Redaktion und Administration) lautet: R-27-4-85 Zionisten fff Der In erschreckender Weise um sich greifende Antisemitismus der Tat, die Verdrängung der Juden aus allen Gebieten des öffentlichen Lebens, aus Aen.tern, Schulen und wirtschaftlichen Positionen, machen den Ausbau und die weiteste Verbreitung des zionistischen Wochenblattes „Die Stimme•• •rum Gebot der Stunde. «Die Stimme», in der alles, was zur Stärkung des Judentums und der Zukunft des jüdischen Volkes dient, weitestgehende Förderung und Verbreitung findet und fjie dem fortschreitenden Aufbauwerk ln Palästina ungeteilte Aufmerksamkeit widmet, betrachtet es als ihre nicht minder wichtige und vornehme Aufgabe, sich gegen Bedrängnis und Not ln der jüdischen Gasse zu erheben. Dringender denn je Ist jetzt der Ausbau der «Stimme» zur wirklichen publizistischen Tribüne für alles, was um die jüdische Gasse und ln ihr vorgeht, notwendig; wirksamer und eindringlicher denn je muB „Die Stimme“ ertönen, da jüdische Existenz und jüdisches Wesen so sehr bedroht sind, da es gilt, jüdische Würde und jüdische Ehre zu verteidigen. Der Monat Jänner ist zum Werbemonat für „Die Stimme“ bestimmt worden. Im Laufe des Monates Jänner muß die Anzahl der Abonnenten bedeutend erhöht werden, damit die Ausgestaltung unserer Wochenschrift zu einem wirklichen, das gesamte jüdische Leben umfassenden Volksblatt ermöglicht wird. Jeder Zionist, der es bis jetzt versäumt hat, «Die Stimme» zu abonnieren, soll das in den nächsten Tagen nachholen und überdies im Laufe des Monates Jänner mindestens 5 neue Abonnenten für «Die Stimme» werben. Zionisten! Beherzigt diesen Aufruf! Werbet Abonnenten für „Die Stimme“ Je größer der Leserkreis der «Stimme», desto machtvoller unsere Propagandatätigkeit für alle Interessen des jüdischen Volkes und den Aufbau Erez Jisraels. Die Redaktion «Die Stimme» Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich: Dr. Z. F. Finkeistein, Dr. Desider Friedmasn, Dr. Oskar Grünbaum, Dr. Josef Löwenherz, Dr. Michael Steinberg. . Gefällige Anmeldungen von Abonnements sowie Angabe von hiefür in Betracht kommenden Adressen sind an die Administration «Die Stimme», I., Kärntnerstraße 28, Tel. R 27-4-85, zu richten. Probenummern werden gratis eingesendet Der Keren ülifoh erläßt folgenden Huf ruf: Juden, Jüdinnen! . - gre* Israel soll unser werden, Erez Israel erwacht zu neuem Leben. Es ist die Quelle neuen Judentums und die Heimstätte der überall bedrängten and verfolgten Juden. Es Ist heute das einzige Land, das keine Wirtschaftskrise kennt, .fo dem es kein Massenelend, keine Arbeitslosigkeit gibt. Das Land braucht neue Menschen, neue Arbeitskräfte. Dank dieser Tatsache wurde den Juden von der Palästina-Regierung für das zweite Halbjahr 1932 4500 Einreise-Zertifikate erteilt, die es einigen Tausend jüdischer Menschen ermöglichen, ins Land zu kommen. Die für Oesterreich bestimmten Zertifikate, auf die 60 Personen nach Erez Israel fahren sollen, müssen bis Ende Jänner ln Anspruch genommen werden. Wir 'haben Menschen genug und übergenug, die nach Palästina gehen wollen, oft auch gehen müssen, und deren Qualifikationen uns die Gewähr dafür geben, daß de im Lande wertvolle Arbeit leisten werden. Aber es fehlt Urnen an Geld, um die Reisespesen nach Erez Israel tragen zu können. Diesen Menschen müssen wir helfen, müsset Ihr helfen. Ihr müsset Omen die Fahrt nach Palästina ermöglichen, sonst bleibt firnen Palästina verschlossen, an ihre Stelle treten arabische Kräfte, der Aufbau des jüdischen Erez Israel wird verzögert Um die Kosten der Auswanderung und.Ueberfahrt nach Palästina aufzubringen, wurde in Wien der Keren Alijah (Emigrationsfonds) gegründet Juden und Jüdinnen, an Euch alle ergeht der Ruf, für den Keren Alijah nach besten Kräften zu spenden. Jeder gebe, so viel er kann. Selbst die kleinste Spende ist wertvoll Wenn jeder von Euch seine Pflicht erfüllt werden alle diese kleinen Beträge zu einer •tattUchen Summe anwachsen. Gebet und gebet rasch. Jeder Tag ist wichtig, jeder Tag ist entscheidend für unser Werk. Vergesset nicht, daß Ihr dadurch helfet, jüdisches Elend In der Galuth zu (Indern und zugleich auch die jüdische Hehnat aufzubauen. Spendet für den Keren AUjah! Palästina-Amt Wien: Dr. Simon Horowitz. — Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich: Dr. Oskar GrAnbau m.— Poale Zion—Hitachduth: Mendel Singer. — Misrachl, österreichischer Landesverband: Rabbiner Friedmann. — Union der , Zion.-Revisionisten: Oberbaurat iStricker. — WIzo: Sofie Löwenherz. — Verband radikaler Zionisten: Dr. Leopold Plaschkes. Gefällige Geldüberweisungen sind zu richten an den Fürsorgeverein für jüdische Palästina-Emigranten, Wien, I» Kämtnerstraße 28, Postsparkassenkonto Nr. C-26.901. Bel- Stellung von alten und neuen Kleidungsstücken mögen dem Palästina-Amte, Wien, L, Kämtnerstraße 28 (Tel. R 27-4-86) bekanntgegeben werden und diese werden prompt abgeholt * Herr Dr. Benno Schallinger, HL, Landstraßer Hauptstraße 144, in memoriam ’Siegmund Wechsberg S 10.— für Keren Alijah. . . Anläßlich der am 10. Jänner 1933 stattgefundenen goldenen Hochzeit des Herrn Perez Groß, Lehrer i. R. der Baron Hirsch-Stiftung, hat Herr Dr. Heinrich Groß, XX., Denisgassc 23, S 10.— für den Keren Alijah gespendet. Kurze Wirtschaftsnachrlchen aus Palästina Der Orangenexport in vollem Gange Seit dem 8. November wird die neue Oramgenemte ständig exportiert. Bis Ende November waren bereits 326.832 Kisten zum Versand gebracht. Nicht weniger als 200 europäische Dampfer stehen für den Export zur Verfügung. Die Qualitätskontrolle wird streng gehandhabt. Die Frachtspesen wurden von den englischen Reedern von 1/9 auf 1/7 reduziert, aber norwegische Schiffsliinizn haben roiit arabischen Orangenexportouren bereits eine Frachtrate von 1/4 vereinbart. Die Bananen- und Olivenemte bedeutend reduziert Die diesjährigen Ernten von Banen und Oliven sind stark zurückgegangen. Damit im Zusammenhang sind die Preise, auch für Seife, gestiegen. Maßnahmen gegen den Schmuggel zwischen Palästina und Syrien In Anbetracht des Umstandes, daß die Zölüe in Palästina ungefähr 12 bis 15 Prozent vom Werte, diejenigen von Syrien jedoch zwischen 40 und 50 Prozent betragen, wurde in letzter Zeit das Ueberhandnehmm von Schmuggel- Versuchen zwischen beiden Ländern festgestellit. Die staatlichen Behörden haben die notwendigen. Maßnahmen zur Unterbindung dieses Schmuggels getroffen. (Bekanntlich besteht zwischen Palästina und Syrien nur für Waren, die m diesen Ländern erzeugt werden, Zollfrerheit.) » In Tel-Awiw ist nach mißglückten Versuchen nunmehr neuerdings eine Rasierklingenfabrik eröffnet worden, die Erfolg zu haben scheint. Die De 1 fi n er S eidenfabrik, die neuerdings mit der Produktion begonnen hatte, hat ihre ersten Stoffe auf den Markt gebracht. Die Fabrikation von wollener Unterwäsche schreitet günstig fort, ziumal der arabische Konsument auf den Markt getreten ist. Der polnische Im. und Export mit Palästina Während der ersten acht Monate des Jahres 1932 wurden aus Palästina laut amtlicher Statistik Waren im Aus Raummangel muß die nBesprechung des diesmaligen Wochen• abschnittes“ leider unterbleiben* Werte von 1,995.000 Zloty exportiert. Das bedeutet absolut mehr als nach Aegypten (1,670.000) und Syrien (1,500.000). In derselben Zeit bezog Polen aus Aegypten zwölfmal mehr als aus Palästina, und zwar 6,451000 gegen 400 000 Z’oty Der polnische Export nach Palästina ist um 33 Prozent höher als im Jahre 1931. Kleine Kunstnachrlchten „Die Mühle“ von David Bergeisohn in den Jüdischen Künsüerspielen Freitag, 13. d. M., 20.30 Uhr, findet in den Jüdischen Künstlerspielen, II., Praterstraße 34, die Uraufführung des dreiaktigen Schauspiels von David Bergeisohn «Die Mühle» statt. In den Hauptrollen treten die Schauspieler der Wilnaer Truppe auif: Josef Kamen, Jakob Weis* 1-itz, Dina König, Jochewed Weislitz und Emilie W e i s 1 i t z. Inszenierung: David Hermann. Regie: Joaef Kamen. Dekorationen: Gibson Schmergel. «Die Mühle» wurde in Polen mit großem Erfolg gespielt. Ludwig Satz in Wien Der berühmte amerikanisch-jüdische Schauspieler Ludwig Satz ist in Wien eingetroffen. Max Kreppei Seidenwaren Wien, I., Bauernmarkt 22 En gros En detail Tel ü 22-2-71 Kauf und Verkauf von Realitäten, Hypotheken!., II. und UI. Sätze, Bau* und Zwischenkredite, Uebäudeverwaltung Büro: 2., Leopold.sgasse 26 Tel. A-49-2-47 Wohnung: 2., Vorgartenstr. 150, Tel. R-41-8-88 Beh. konz. Realbüro Berufsmäntel Ges. Ge^ch. Modelle — Eigene Erzeugung nach Maß - Pfadfinderuniiormen I., Sterngasse 9 (Hoher Maiki). Certreterbesuch sofort - Telephon Nr. U 25-6-36 Samstag geschlossen ■»— 1IUIII Iffl—— Sdrahe-itbrahomovta II., läborsfraße 33 hat der Inventurverkauf bereits begonnen! Es gelangen die letzten Modelle in der bekannt guten Qualität zu fabelhaft billigen Preisen zum Verkauf, da wir im Frühjahr umbauen. 3a. SPEZIALARZT FÜR INNERE ERKRANKUNGEN ORDINIERT JETZT IX. ALSERBACHSTR. NR. 33 7*3 BIS 7,5 UHR NACHMITTAGS, TEL. A10591 Unsere Mittelmeerfahrt mit der »VULPMNIM« (36.000 Tonnen-Luxusdampfer . Italien—Griechenland Patäsiina — Aegypten Gesamtdauer 3 bis 5 Wochen, davon 10 oder 17 Tage Palästina. Gesamtarrangement Wien — Wien von $ 130,— aufwärts. Abfahrt von Wien: 3. April 1933 Anmeldungen bei der Verwaltung der »Stimme« oder bei der »Pag« r. G. m. b. H. Zionisten! Lese! und verbreitet »Die Stimme“!