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Die Stimme · 1932-12-29 · Heft 260 (29.12.1932) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 260 (29.12.1932)
Date
1932-12-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 DIE STIMME «>.. c *». üv*.cniücf 1932 Palästina-Rundschau Zum 10, Todestag von Elieser Ben Yehuda Oie Chanukah-Woche in Palästina — eine Ben Yehuda-Woche Jerusalem. Der nationale Jischuw in Palästina begeht die Chanukah-Woche dieses Jahres als Ben Yehuda-Woche aus Anlaß des 70. Geburtstages und des 10. Todestages des hervorragenden hebräischen Lexikographen Elieser Ben Y e li u d a, Verfassers des «Thesaurus» und anderer hebräischer Wörterbücher. Geburtstag und Todestag Ben Yehudas fallen beide in die Chanukah-Tage. Unter der Führerschaft des Dichters Chaim Nachman Bialik und des Bürgermeisters von Tel-Awiw, Mayer Dizengoff, hat sich ein Komitee gebildet, welches in ganz Palästina, insbesondere ln den Schulen, Ben Yehuda-Dedenkfeiern veranstaltet. Die Theater werden Festvorstellungen geben. Die jüdischen Schulkinder in Jerusalem werden in einer Prozession zum Grabe Ben Yehudas auf dem Oelberg ziehen. In dem Hause, in dem Ben Yehuda lebte und starb, wird eine Gedenktafel angebracht. Das Komitee plant ferner, das Ben Yehuda- Haus ln ein Museum umzuwandeln, die Verwaltungen der Städte und Kolonien aufzufordern, Straßen nach Ben Yehuda zu benennen, schließlich Fonds zur Vollendung und abschließenden Herausgabe des großen Ben Yehuda-Lexikons aufzubringen. Auch soll für die Publizierung anderer grundlegender Schriften Ben Yehudas, die im Manuskript vorhanden sind, gesorgt werden. Waad Leutni zahlt Gehälter an die jüdischen Lehrer Jerusalem. Der Waad L c u m i, der kürzlich das bisher von der Jewish Agency kontrollierte hebräische Schulwerk in seine Verwaltung nahm, hat Anfang Dezember die erste Gehaltszahlung an die Lehrer vorgenommen. Zunächst wurden die Gehälter für Oktober ausgezahlt, es werden die größten Anstrengungen gemacht, um noch im Verlauf des Dezember die Gehälter für November zur Auszahlung gelangen zu lassen. Waad Leumi verhandelt mit der Regierung, um von hir die baldige Auszahlung der Regierungssubvention für das jüdische Schulwesen, die infolge der Nichtwiedereröffnung der Schulen zurückbehalten wurde, zu erlangen. Die Regierungsunterstützung für das hebräische Schulwesen beträgt gegenwärtig! 20.000 Pfund für das Jahr und soll laut Versprechen des High Commissioner erhöht werden. Eine Agudah-Tageszeifuns in Jerusalem Jerusalem. Die Palästina-Regierung hat der Agudas Jisroel die Erlaubnis erteilt, eine Tageszeitung in hebräischer Sprache in Jerusalem herauszugeben. Die neue hebräische Tageszeitung, die den Titel «Jisroel* führen wird, wird voraussichtlich Anfang 1933 zu erscheinen beginnen. Ehrende Einladung an einen Lehrer der hebräischen Universität Jerusalem. Dr. S. Adler von der Hebräischen Universität in Jerusalem wurde von der französischen Gesellschaft für tropische Medizin einge'aden, aus Anlaß des 25. Jahrestages der Gründung der Gesellschaft Anfang Februar 1933 eine Vorlesung im Pasteur-Institut in Paris zu halten. Arbeitsunruhe in Gan Scharon Arbeitern rteiler und Revisionisten treten gemeinsam in den Streik Jerusalem. Mitglieder der Allgemeinen Jüdischen Arbeiterföderation Palästinas (Histadruth Haowdim) und Mitglieder der nationalen Gewerkschaft der Revisionisten traten am 20. Dezember in Gan Scharon in den Streik, nachdem die Verwaltung des Gan Scharon, des im Besitze kanadischer Zionisten befindlichen großen Orangenhains, zum ersten Male seit Bestehen des Hains arabische Arbeiter eingestellt hat. ln sämtlichen Siedlungen der Scharon-Ebene herrsaht darüber g t>& ß t Erregung. 70 jüdische Arbeiter unter der Leitung des Histadruth-Führers Ben G u r i o n bildeten Streikposten und gaben ihre Entschlossenheit kund, die Arther an der Aufnahme der Arbeit zu verhindern. Die Lage ist ernst. Vifumerleichferung für Paläftinatourilten Jerusalem. Der High Commissioner Sir Arthur Wauchoper empfing den Sonderkorrespondenten der Jüdischen Telegraphen-Agentur, Boris Smoiar, und teilte ihm mit, daß die englischen Konsuln in Europa jetzt weitgehende Vollmacht haben, nach eigenem Gutdünken Touristen-Visa für die Einreise nach Palästina auszugeben. Die Araber und der Legislative Council Forderungen nach Verbot jüdischen Bodenkaufes und jüdischer Einwanderung Jerusalem. Das Organ des Jerusalemer Mufti «Al Jamea et Arabla» erklärt, die Haltung der Araber zur Frage des Legislative Council sei die gleiche wie im Jahre 1922, als die Araber die vom damaligen High Commissioner Sir Herbert Samuel ausgeschriebenen Wahlen zum Legislative Council sabotierten. Die Araber werden auch jetzt die Teilnahme an Ar Bildung eines Legislative Council definitiv zurückweisen, such wenn gewisse arabische Führer, die mit der Regierung In Verbindung stehen, den Council akzeptieren sollten. Die Mehrheit der Araber wird niemals für einen Council zu haben sein, der von der Regierung und den Juden gemeinsam kontrolliert werden würde. Die arabische Presse berichtet, daß eine Bewegung für Non-Cooperation entstehen wird, falls nicht bald ein Gesetz erlassen wird, das den Juden verbietet, Boden von den Arabern zu kaufen, und wenn nicht sofort eine Stoppung der jüdischen Einwanderung nach Palästina erfolgt. Die Zeitungen kündigen das baldige Zusammentreten einer Konferenz von Vertretern aller arabischem Parteien an. Diese Konferenz, die in Jerusalem abgehalten werden wird, wird eine Abordnung an den High Commissioner entsenden, die ihm die Forderungen über Verbot des jüdischen Bodenkaufes und Jüdischer Einwanderung unterbreiten wird. Erzeugung und Reparatur von Huren- und Damenm min. iww iHMir. MM Anfertigung nach Maß Spezialität: Arzte- und Pflegerinnenmäntel StiUntpfe repauieren, (topfen, anstrleken Bnf« ättifflhniNB Billigste Preis« mscheoeachätt Anna und Martha Epttuin Wien. VM., Skodagasse 30 Talephoa B 40-7-78 Nächst Altert trifte Der High Commissioner in der Hebräischen Universität Jerusalem. Der High Commissioner Sir Arthur Wauchope stattete der Hebräischen Universität einen Besuch ab. Er wird im den nächsten Tagen bei Gelegenheit der in der Universität stattfindenden Graduierungszeremonie eine Ansprache halten. Arabisch-jüdischer Zusammenstoß in einer Pica-Kolonie Ein Araber tot, zwei Juden verletzt Jerusalem. In der von der Palestine Jewish Colonisation Association (Pica) verwalteten Kolonie Pardeß Schana in der Nähe von Hedera kam es zu einem K o n f I i k t zwischen jüdischen Kolonisten und Beduinen, die mit ihrem Vieh jüdisches Feld besetzt hielten. Zwei Juden, die die Beduinen zum Verlassen des jüdischen Feldes bewegen wollten, wurden von den Eindringlingen angegriffen und schwer verletzt. Einer der Juden gab Zionisten! Die trostlose wirtsciiaftliche Lage trifft gerade uns besonders stark. Die Juden werden aus allen wirtschaftlichen Positionen verdrängt und der erstarkende Antisemitismus, Hand in Hand mit dem wirtschaftlichen Verfall der europäischen Länder, lassen keine Hoffnung auf eine Besserung aufkomrren. Der einzige Lichtpunkt ln diesem trostlosen Chaos ist das aufstrebende jüdische Palästina. Junge jüdische Menschen, hier wirtschaftlich entwurzelt, von allen Selten angefeindet und verfolgt, finden dort als aufrechte Menschen Arbeit, helfen an der Errichtung unserer nationalen Heimstätte mit. Der Aufbau Palästinas schreitet mit Riesenschritten vorwärts. Noch immer warten Tausends von Dunam jüdischen Bodens auf jüdische Arbeiterhände. Die jetzt ersetzende Allah soll den Bedürfnissen des Landes Genüge tun. D!e neuen Pflanzungen, die aufstrebende jüdische Industrie fordern sofortige Einwanderung. Auch unser Land hat Hunderte von Chaluzlm in der nächsten Zelt nach Erez Israel zu schicken. Allah erfordert Geldmittel — und diese fehlen unseren Chaluzlm. Es liegt nun an uns allen, die notwendige Einwanderung im Monate Jänner durch Aufbringung der erforderlichen Geldmittel zu ermöglichen. Jeder spende für den Keren Allah (Aliah-Fonds)! Jeder trage zur Ausrüstungsaktion beit Palästina-Amt, Wien: Dr. Simon H o r o w 11 z. zionistisches Landeskomitee für Oesterreich Dr. Oskar Grünbaum. Poale Zion — Hltachduth: Mendel Singer. VUsrachl, österreichischer Landesverb,. Rab. Friedmann. Union der Z!on.-Revlslonisten: Oberbaurat Stricker. W. I. Z. 0.: Sofie Löwenherz, Verband radikaler Zionisten: Dr. Leopold Plaschkes* Gefällige Geldüberweisungen sind zu richten an den Fürsorgeverein für jüdische Palästina-Emigranten, Wien, in seiner Bedrängnis einen Schuß ab, durch den ein Araber tödlich verletzt wurde. Die Beduinen versuchten dann, die Kolonie anzugreifen. Die Polizei traf rechtzeitig ein und trieb die Eindringlinge auseinander. Die beiden schwerverletzten Juden wurden in das Hospital überführt. Die jüdischen Deposits in Palästina Jerusalem. Die palästinensischen Finanzsachverständigen schätzen die Gesamthöhe der jüdischen Depos'tn bei palästinensischen Banken auf rund 5 Millionen Pfund, wovon 3,500.000 Pfund in rein jüdischen Banken, der Rest in Barclays Bank und m der Ottomanischen Bank deponiert sind. Kurze Wirischafisnachrichien In der Gegend von Acre haben deutsche Interessenten Böden erworben, um neue Orangenpflanzungen anzulegen. * Die Regierung hat für die Zwecke der Oelleitung Mosul—Haifa, die durch das Jesreel-Tal gehen wird, A blösen von 2500 bis 3000 Pfund per Dunam geleistet * Jeder Bewohner Tel-Awiws benützt den Autobus nach letzten Statistiken zweimal wöchentlich. Im Monat September sind in Tel-Awiw nicht weniger als 423.200 Passagiere in Autobussen befördert worden. * Die Anzahl der Geburten in Tel-Awiw im letzten Jak* betrug 1357, die der Todesfälle 634. * In London ist von einem Komitefe die Errichtung einar Marineschule in Tel-Awiw beschlossen worden, di« den Namen «Zebulun» tragen wird. Schaffung einer Zuckerindustrie in Palästina Jerusalem. Palästinensische und auswärtige jüdische Kapitalisten haben sich zusammengetan, um eine Zuckerfabrik, die erste in Palästina, zu errichten, die nicht nur Palästina, sondern auch Syrien, Cypem und andere benachbarte Länder mit Zucker beliefern solL Palästina konsumiert jährlich 12.000 Tonnen Zucker, der jährliche Zuckerverbrauch in Syrien, Cypern und Transjordanien wird auf 35.000 Tonnen geschätzt. Wanderung Saloniki—Palästina Saloniki. 22. Dezember. (J. T. A.) Während des letzten Besuches von Dr. Werner Senator in Saloniki wurde das Salonikier Palästina-Bureau reorganisiert. Dr. Senator, hat den Salonikier zionistischen Führer David Florentiii zum Vertreter der Jewsh Agency in Saloniki für Auswanderung«, fragen ernannt. Die Auswanderungsbewegung Saloniki—, Palästina nimmt von Tag zu Tag an Ausdehnung zu. Bis Ende Februar 1933 werden rund 300 Personen aus Saloniki nach Palästina gereist sein. I., Kärntnerstraße 28, Postsparkassekonto Nr. C-26.901. Beistellung von alten und neuen Kleidungsstücken mögen dem Palästina-Amt, I., Kärntnerstraße 28 (Telephon R 27-4-86) bekannt gegeben werden und diese werden prompt abgeholt. Eine epochale Erfindung (Neue Verjüngungsmethode) in der «Wiener Medizinischen Wochenschrift* berichtet Dr. E. Schrötter-Kristeili über einen neuen Apparat «Pelithe», der einen alten Traum der Menschheit verwirklichen solL Wir leben in einer nervenaufpeitechenden Zeit und vergeudet» im Lebenskampf unsere besten Kräfte. Nun soll «Pelithe* alten, aber auch jungen Männern, die ein Uebermaß an Kräfteverbrauch ausgleichen wollen, eine Quelle erneuerter Jugendfrische werden. — Aus der Idee der Steinachschen Methode ausgehend, die auf operativem Wege die Verjüngung suchte, ist es nach langjährigen Bemühungen gelungen einen Apparat zu konstruieren, der durch geniale Kombination radioaktiver und thermischer Strahlung der Verjüngung«. Sehnsucht der Menschheit zur Hilfe kommen soll. In Wien, Paris, Budapest, wie auch in Amerika wurde der Apparat klinisch erprobt und hat die gesamte Aerzteschaft ihrer Bewunderung über diesen Apparat in zahlreichen Attesten Ausdruck gegeben. Die Handhabung des Apparates ist sehr e:n« fach. Der Apparat wird durch einfaches Anstecken an di« e’ektrische Steckdose in Tätigkeit gesetzt, den Keimdrüsen wird in richtiger Dosierung radioaktive Strahlung und Wärme zugeführt und so findet man während des Schlafes die Jugendfrische wieder. Die Beschwerden, wie Blutdruck- Steigerung, Schlaflosigkeit, Angst. Kopfschmerzen, Nachlassen der Geschlechtsfunktion, schwinden nach Gebrauch des Apparates, den die Aerzte letztens, als wahres Wunden, ding begutachten Man kann hoffen, daß dieser Apparat ba’d ein wirkliches Volksmittel im Kampfe gegen alle Beschwerden des Kräfteverbnauches werden wird. SCHULE FiJB KÖRPgPBILDUNQ mmi mm Diplomierte Gymnastiklehrerin der Schule HelleraiiL VL, Theobaldgasse 19 (Ecke Mariahilferstraße 27, Mezzanin), Telephon A 39-3-45 Gymnastik, Rhythmische Gymnastik, Tanz (Akrobatik Ballett) Kurse für Kinder, Damen und Herren Kurstage: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 21 Uhr. An den anderen Tagen: Kurse und Einzelstunden in dea verschiedenen Bezirken. Gutschein. Dieser Gutschein berechtigt für eine unverhinefc» liehe Probestunde nur Dienstag, Mittwoch und Frattg von 9 bis 2) Uhr,

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