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Die Stimme · 1932-10-20 · Heft 250 (20.10.1932) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 250 (20.10.1932)
Date
1932-10-20
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seit,: i. ::.\t i\i. - Io. UKtn'oer 1932 I JÜDISCHE GEMEIHD m Jüdische Kuttuswählee sicheri Euch Euer Wahlrecht Auflegung dev Wählerlisten ab 4i. Oktober 3f£undmadkun£ I. VVahlfermin Auf Grund der vom Bundesministerium für Unterricht genehmi gten Bestimmungen des Statutes und der Wahlordnung der israletischen Kultusgemeinde Wien wird am Sonntag, den 4. Dezember 1932 die Neuwahl von 36 Mitghedern des Kultusvorstandes und 120 Vertrauensmännern der Kultusgemeinde stattfinden. II. Einsichtnahme in die Wählerliste Das Verzeichnis der wahlberechtigten Personen liegt ab Dienstag, den 11. Oktober 1932 bis einschließlich Freitag, den 28 Oktober 1932, von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 6 Uhr nachmittags (mu Ausnahme der Samstage und der auf die Sonntage fallenden jüdischen Festtage (Sukkoth) zur Einsichtnahme tiir die Kultusgemeindeangehörigen an folgenden Stellen auf: Für die Wahlberechtigten: I. Bezirk: 1., Seitenstettengas-e 2 (Steueramt); II. Bezirk: II, Tempelgasse 3; III und Xi Bezirk: III, Untere Viaduktgasse 13; IV., V. und X. Bezirk: V., Siebenbrunnengasse 1; VI. und VII. Bezirk: VI, Schmalzhofgasse 3; VIII. und IX. Bezirk: IX Müllnergasse 21; XII. bis XV. Beizrk: XV., Turnergasse 22; XVI. und XVII. Bezirk: XVI, Hubergasse 8; XVIII III. Reklamationen und XIX. Bezirk: XVIII., Schopenhatierstraße 39; XX. Bezirk: W. 0.) das 21. Lebensjahr vollendet haben, welche mindestens in den dem Jahre der Wahl vorausgegangenen zwei Verwaltungsjahren in Kuitnssteuervorschreibung gestanden sind und die ihnen für das Jahr der Wahl oder für eines der XX , Kluckygasse 11; XXI. Bezirk: XXI, Holzmeistergasse 12. Das aktive Wahlrecht haben alle Angehörigen der israelitischen Kultusgemeinde Wien ohne Unterschied des Geschlechtes, soferne sie am Tage der Wahlausschreibung (§ 9, Der Tag der Wahlausschreibung ist der 4. Oktober 1932 drei vorausgegangenen Verwaltungsjahre statutengemäß vorgeschriehene Kultussleuer bis zum Ablauf der Reklamationsfrist (§ 9. W. 0.) entrichtet haben. Reklamationen wegen Auslassung wahlberechtigter oder Aufnahme von nicht wahlberechtigten Personen sind bis spätestens Freitag, den 28. Oktober 1932 In der Amtsdirektion der Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, schriftlich einzubringen. IV. Erstattung von Wahlvorschlägen Die Wahl erfolgt nach dem System der Verhältniswahl (Proportionalwahlrecht) auf G^und von Wahlvorschlägen, welche von jenen Wählergruppen (Parteien), die sich an der Wahl beteiligen, frühestens drei Tage nach Auflegung der Wählerliste, d i anr 14. Oktober 1932 und spätestens dreißig Tage vor dem Wahltage, d. i am 4. November 1932, bei dem Präsidenten der Kultusgemeinde einzureichen sind. Die Vertreter der Wählergruppen (Parteien) erhalten über Verlangen von der Amtsdirektion der Kultusgemeinde die vom Präsidenten der Kultusgemeinde gemäß § 29 der Wahlordnung erlassenen Erläuterungen einzelner Bestimmungen der Wahlordnung und Muster.ormulare der Wahlvorschläge. Wien, am 4. Oktober 1932. Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien: Prof. Dr. Alois Pick nr. p. Das Zentral-Wahlkomitee der Zionistischen Liste hat sich bereits konstituiert und amtiert in der zion. Bez.-Sektion, II., Praterstraße 13 (Telephon R 44-3-45) von 9 bis 12 vorm, und von 3 bis 6 Uhr nachmittags. * Abschriften des Wählerverzeichnisses können von den wahlwerbenden Parteien gegen Vergütung der Eigerkosten (S 50. pro Stück) bei der Amtsdirektion der Israelitischen Kuhiiv.'vu.-mde bezogen werden. Die Arbeit des Keren Ka je* meth Landeskonferenz des Keren Kajemeth. Die diesjährige Landeskonferenz des Keren Kajemeth findet am Donnerstag, den 20. d., ]/48 Uhr abends, statt (und nicht, wie bereits angezeigt, am Montag, den 17. d.), und zwar im Saale der zionistischen Bezirkssektion, II., Praterstraße 13. Tagesordnung: I. Wozu braucht der Keren Kajemeth eine Bodenreserve? Referent Gg. Adolf Böhm. 2. Bericht über das vergangene Jahr. Referent Gg. Dr. Chaim Tartakower. 3. Die Arbeit des neuen Jahres. Referent Gg. Dr. Chaim Tartakower. 4. Debatte. 5. Neuwahlen. 6. Verlesung der in den «Pinkas des Keren Kajemeth» Eingetragenen. Gesellschaftsabend des Keren Kajemeth (Voranzeige). Am 10. Dezember oder spätestens am 17. Dezember veranstaltet der Keren Kajemeth im Großen Konzerthaussaal einen Gesellschaftsabend unter Mitwirkung von bedeutenden Schriftstellern und Künstlern. Anschließend Tanz. Fahrkarten aller Art kaufen alle Gg. zu Origlnalprelsen unter Berufung auf den Keren Kajemeth im Reisebüro, I., Seilergasse 3. Silberbuch des Keren Kajemeth: Elieser Dittersdorf ZionistenI Spendet für den Wahlfonds! Wir haben bereits mit den Vorarbeiten zur bevorstehenden Wahlkampagne eingesetzt und in den einzelnen Bezirken haben sich bereits zahlreiche Gesinnungsgenossen zur Mitarbeit angemeldet. Das Zentral- Wahlkomitee der zionistischen Liste hat seine Arbeiten bereits aufgenommen und entsprechende Maßnahmen getroffen, um die Wahlkampagne erfolgreich durchzuführen. Im bevorstehenden Kultuswahlkampf gilt es, nicht nur die Zahl unserer Mandate zu vergrößern, sondern der seit dreißig Jahren von den Zionisten erhobenen Parole «Erobert die jüdischen Kultusgemeinden» zum Siege zu verhelfen, um die Umwandlung der Kultusgemeinde in die jüdische Volksgemeinde durchzufüliren. An Euch, Zionisten, ergeht nun der Ruf. sich dem Zentrai-Wahlkomitee zur Mitarbeit zur Verfügung zu stellen. Der Erfolg der Wahlkampagne wird aber vor allem davon abhängen, ob wir, der schweren Aufgabe bewußt, in der Lage sein werden, eine entsprechende großzügige Wahlpropaganda durchzuführen. Zu diesem Zwecke aber erfordert es nicht nur Menschen, die ihre Mitarbeit zur Verfügung stellen, sondern vor allem drei Dinge: Geld, Geld und wieder Geld. Wir haben daher einen Wahlfonds ins Leben gerufen, dessen Stärkung die Aufgabe eines jeden. Zionisten sein muß. Wir sind uns der heute schwierigen wirtschaftlichen Situation voll bewußt, daß die großen Einzelspenden früherer Jahre heute nur mehr durch eine g esteigerte Massensammlung ersetzt werden müssen. Wir appellieren daher an alle Zionisten, den Wahlfonds mit allen ihren Kräften zu stärken und eine energische Sammeltätigkeit für den zionistischen Wahlfonds zu entfalten. Alle Bezirkskommissionen werden dringendst gebeten, in den nächsten Tagen die für den Wahlfonds übernommenen Blocks im Zentralwahlkomitee zu verrechnen. Das Zentrai-Wahlkomitee der Zionistischen Liste. Ein Wahlkomitee der Wizo In ihrer letzten Generalversammlung hat die Wizo mit Begeisterung von der Aufstellung einer gemeinsamen zionistischen Liste für die bevorstehenden Kultuswahlen Kenntnis genommen und den einstimmigen Beschluß gefaßt, an den Propagandaarbeiten mit aller Energie Anteil zu nehmen. Es wurde zu diesem Zwecke ein eigenes Frauenwahlkomitee gegründet, das seine konstituierende Sitzung bereits für kommenden Dienstag anberaumt hat. Nähere Auskünfte sind im Zentralwahlkomitee, II., Praterstraße 13, und bei der Vizepräsidentin der Wizo, Frau Sabine Passweg, IX., Schlickgasse 5, zu bekommen. Einsichtnahme in die Wählerliste. Die Wählerliste für den Wahlbezirk Prater liegt im Heim der Sektion II., Jungstraße 8, auf und kann täglich zwischen 7 und 10 Uhr abends eingesehen werden. Zionistische Kultuswählerversammlung. Mittwoch, den 26. d., 8 Uhr abends, i-indet im Hotel Continental, II., Taborstraße 8, eine Kultuswählerversammlung statt, bei der Doktor Desider Friedmann, Dr. Josef Löwenberg und Oberbaurat Ing Robert Stricker sprechen werden. anläßlich seiner Bar Mizwah durch seinen Lehrer Schlomo Altschüler (Nr. 118). Büchsenleerung. Wir machen darauf aufmerksam, daß mit einer einzigen Ausnahme alle Mitarbeiter des Keren Kajemeth die Büchsenleerung uneigennützig durchführen. Der Keren Kajemeth hat sich entschlossen, von nun an auch Spenden von S 2.— angefangen namentlich auszuweisen. Plnskors Autoemanzipation in einer Neuausgabe, veranstaltet vom Keren Kajemeth Deutschland, ist im Keren-Kajemeth-Büro zum Preise von 50 Groschen erhältlich. Diese wunderbare Schrift Pinskers b e s i t z t aktuellstes Interesse. Liederkarten. Zwölf palästinensische Lieder, enthaltend den Originaltext samt Noten, sind zum Preise von S —.15 pro Karte erhältlich. Briefpapier mit Ansichten aus Palästina. Die erste Serie, enthaltend zwölf verschiedene Ansichten, ist er- Nachtfem unser« erste PalSstinareise komplett ist, fuhren wir eine zweite Gesellschaftsreise am 8. November 1932 nach Palästina Die Diireliliilmin:; Tt Iff.is« m Händen der „C * r O. m. h. H. — Anmeldungon fiir die Herbsfroise in der Verwaltung unsere; Blattes m ö u; I i c h s t ti rri gehend, weil nur mehr beschrankte Anzahl Platze zur Verfügung stehon111 Voranzeige Am I3 Dezember g«*ht von Wien eine roo der .Pag'1 r. 0. m h H geführte I ndustrlelleo-Orupp« oaefc Palästina ab welche ausschließlich Müg'ichkelten industrieller umi sonstiger wirtschaftlicher N'cugriindungcn in Tel Awiw, Haifa und Jern-alem studieren will Die Rückreise erfolgt voraussichtlich schon Kn de. Dezember Auel) für diese Reise kilnnen Anmeldungen bei dar Verwaltung unseres Blattes entgegengenommen werden Unsere F i ii h i n h r s r q i s e 1 9 fl 3 wird in Anbetracht des Umstandes, daß wir hener bereits zwei Palästina-Reisen gemeinsam mit der ..Pag ‘ r O m. b. H organisieren, erst im April 1033 — zu Pcssacb — nach Palästina durrhgefiihrt werden Voranmeldungen werden .selnm jetzt, ebenso wie fiir die sehr ermäßigte Studenten* Ferienrei-.' i>u der Verwaltung unseres Blattes entgegengenom» ni-ri; Z-'lihic.- aMi'li ln Teilbeträgen mfitr'irh fh<s zum ffe-h-* schienen und im Keren-Kajemeth-Büro erhältlich. Preis einer Serie (ein Dutzend) S 2.25. Das Briefpapier wird auch einzeln abgegeben. Preis eines Bogens samt Kuvert S —.19. Die Mädchengruppe «Mirjam» hat b 1 a u - w e i ß f Yo-Yo-Spiele hcrstellen lassen, deren Reinertrag dem Keren Kajemeth zufällt. Diese sind im K. K.-Bureau und im Heime der Mirjam, I., Jordangasse 7, zum Preise von 60 Groschen erhältlich. $He hebräische fötwehunt Gewaltiger Fortschritt des „Tarbuth“-Schul« Werkes in Polen Ein Wunder geschieht vor unseren Augen: In dem wirtschaftlich gebrochenen Judentum Polens entwickelt sich ein völlig hebräisches Schulwerk, vom Kindergarten angefangen bis zu den Mittelschulen. Die traditionelle jüdische Schule, das Cheder, Ist verschwunden; an dessen Stelle trat die Tarbuth-Schute, die sowohl allgemeines, als auch jüdisches Wissen in hebräischer Sprache dem jüdischen Kinde: vermittelt. In den letzten drei Jahren haben die Tarbuth- Schulen 7000 neue Schüler erhalten. Der Lebensdrang dieser neuen jüdischen Schule ist so mächtig, daß selbst die polnische Regierung sich gezwungen sah, ihr das Oeffentlichkeitsrecht zu verleihen. Der Kampf ist noch nicht abgeschlossen, aber die Tarbuth-Leitung setzt ihn mit Energie und Zähigkeit fort. Wer sich überzeugen will, wessen der jüdische' Geist und der Glaube an die Zukunft eines' hebräischen Volkes auch in der G a 1 u t fl fähig ist, def lese die bescheidenen Mitteilungsblätter der «T a r b u t h». Hoher Besuch im Wiener Türkischen Tempel am Jom Kippur Am jüdischen Versöhnungstag beehrte der jugoslawische Gesandte, Se. Exz. Herr Georges Nastass i j e v i t s c h, in Begleitung des jugoslawischen Generalkonsuls, Herrn George J o s i m o v i c, den sephardisch-israelitischen Tempel, II., Zirkusgasse 22, mit seinem Besuche und verweilte eine Stunde beim Gottesdienste. Seine Exzellenz beglückwünschte den Vorstand sowie die jugoslawischen Mitglieder der Gemeinde zu diesem hohen Feiertage und sprach sich über den weihevollen Gottesdienst sehr lobend aus. Zionisten der Leopoldstadt! Assimilation und Amehaarazuth nagen am Judentume. Unsere Kinder werden täglich mehr vom Judentume entfremdet. Es ist höchste Zeit, unsere Pflicht zu erfüllen und für die jüdische Erziehung unserer Kinder zu sorgen. Schicket sie in die hebräische Schule, wo sie im rein-nationalen und religiösen Geiste erzogen werden. Einschreibungen finden statt: Dienstag, den 25., Mittwoch, den 26., Donnerstag, den 27. Oktober, von vier bis sechs Uhr nachmittags. Unterrichtsbeginn: Mittwoch, den 26. Oktober, um 4 Uhr nachmittags. Der Unterricht ist unentgeltlich. Schullokal: Zionistische Bezirkssektion, II., Prater- Straße 13, 1. Stiege. uroilnijltnr» <NKNillfailN zionistische Erkennungszeichen ■■■■■■idlt blau-weiße Stecknadel (Vertrieb: Keren Kalemelb) Zionistisches Leben in Wien!

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