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Die Stimme · 1932-10-20 · Heft 250 (20.10.1932) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 250 (20.10.1932)
Date
1932-10-20
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr. 250 — 20. Oktober 1Ö32 DIE STIMME Seite LITERATUR UND KUNST In memariam Arthur Mm Dieser Rabbinerkopf ist — nicht Jude gewesen. Dies Kind einer Wiener «Mischpoche» hat sich mit 19 von ihr losgesagt, mit 30 angefangen, intensiv an sie zu denken, mit 50 begonnen, sich zu ihr zurückzusehnen, mit 60 laut sich zu ihr bekannt, und wenn ■ er 70 geworden wäre, er hätte ganz zu ihr zurückgefunden. Aber er ist vorher gestorben. Auf halbem, auf dreiviertel Wege. Vor ein paar Monaten noch, sein «Judenbuch» (die Verherrlichung «seines» Judentums, einer Mission, so wie er sie verstand) war gerade erschienen — da schrieb er uns darüber: er sei aus der Gemeinde ausgetreten, schon vor 40 Jahren, aber-er beginne, sich als Jude, nur als Jude zu fühlen. Alltägliche Geschichte bei Leuten dieses Werdeganges. Das Bürgerliche ihres Elternhauses stößt sie als junge Menschen ab, viel Jüdisches scheint ihnen untrennbar identisch mit diesem Bürgerlichen, sie werden Lyriker, Weltbürger, Kinder des Kosmos im allerumfassendsten Sinn und wollen dann, wie Kahane es in seinem letzten Brief an uns sagt, «freiwillig keiner wie immer gearteten Organisation angehören». Es erscheinen seine «Lieder» (1910), sein Roman «Clemens und die Mädchen», die «Tarnkappe», «Willkommen und Abschied», der «Schauspieler», es kommt der Ruhm, die riesige Leserschaft aus allen Kreisen, es scheint dem populären Schriftsteller, als stünde er, der Künstler mit seinem Werk, wirklich über allen gemeinschaftlichen Bindungen. Aber dann, um die Mitte der Dreißig, kommt der «Betrieb», die Wirkung nicht auf anonyme Leserschaft, sondern auf blutvolle, nahestehende, einzelne Menschen. Dann kommt der Kreis um Reinhardt, der Posten als «sein» Dramaturg, der Verkehr mit Autoren, Schauspielern, Künstlern. Und es stellt sich heraus, daß es eine besondere Sprache vom Juden zum Juden gibt — eine Sprache, die auch er, Kahane, redet. Es wird ihm deutlich, daß viel mehr als er glaubte, vieles, was er für persönliches, individualistisches Besitztum hielt, eigentlich gar nicht nur-sein, sondern gemeinschaftliches Gut Ist. Gut einer Gemeinschaft, die — aus lauter Juden besteht. Alle projizieren ihre eng künstlerische Aufgabe in einer besonderen Art auf große, menschheitsbeglückende Hintergründe, alle tragen in sich eine Mission zu träumen, träumend zu wirken, über das Berufliche und Volkshafte hinauszugreifen. Da bekennt Kahane sich zu dieser Gemeinschaft. Er. zeichnet sie im «Tagebuch eines Dramaturgen». Er schreibt für sie und mit ihr «Die Kraft der Stimme», Novellen aus der — Bibel. Aber hat ihn einmal dies Gemeinschaftsgefühl gepackt, läßt es ihn nicht mehr los. Es beschäftigt ihn, er untersucht es und findet: diese von ihm angebeteten Güter sind gar nicht, wie er zuerst glaubte, spezifisch künstlerisch-jüdisch. Sie sind dem einfachen Juden of the Street genau so zu eigen. Es ist nicht Reinhardt, den eigentlich er verehrt, sondern es ist, was in Reinhardts Stamm, in seiner simplen Wiener Mischpoche Goldmann steckt. Bei dieser Erkenntnis war Kahane angelangt, als er vor zwei Jahren sein «Judenbuch» schrieb, eines der schönsten Bekenntnisse, das je ein Maranne abgelegt hat. Er erfaßt dort zutiefst das Wesen der «Mischpoche» und dehnt auf sie aus, was er vorher an Schönem bei den Künstlern, die um den Dramaturgen waren, gefunden hatte. Weiter ist Kahane nicht gekommen. Dies, die Zu- «Franz-Josef»-Bitterwasser schafft allgemeines Wohlbefinden und klaren Kopf. Fu&ball F. A. C.-Hakoah 3:2 (2:1) Ein wüstes Skandalspiel. 2 Ausschlüsse. Hohe Warte. 11.000 Zuschauer. Schiedsrichter Brand- *r«iner. Dieses äußerst unerquickliche Spiel nahm einen irregulären Verlauf, da unter der Patronanz des vollkommen energielos amtierenden Schiedsrichters Brandweiner der Kampf speziell in der zweiten Spielhälfte in unerhörter Weise ausartete und die Spieler mit Privatfehden so ln Anspruch genommen waren, daß sie an das Fußballspielen vergaßen. Wie gewöhnlich, waren die Hakoahner auch diesmal die Leidtragenden, da ihre Nerven diesem Höllenwirbel nicht gewachsen waren. Die Floridsdorfer kamen erst in den letzten Spielminuten durch ein leicht zu verhütendes Tor zu einem unverdienten Siege. Verantwortlich für die turbulenten Szenen auf dem Spielfelde ist in erster Linie Herr Brandweiner, der es verabsäumte, die von Beginn an roh spielenden Floridsdorfer in die Schranken zu verweisen. Mit fortschreitender Spieldauer wurden die Attacken auf die Knochen der Hakoahner immer ordinärer und schließlich mußten sich die Hakoahner tätliche Insulten, wie Fußtritte und Ohrfeigen vor den Augen des «Schiedsrichters», gefallen lassen. Die längste Zeit ließen sich die jüdischen Spieler nicht provozieren, als sie aber die vollkommene Passivität des Spielleiters erkanngehörigkelt zur «Familie» nun noch mehr auszudehnen, den Rahmen zu weiten bis zu den organisatorischen Zusammenschlüssen der Judenheit und sich in diese so einzutun wie in jene — dazu hat es ihm an Zeit gefehlt. Das Herz hat vorher ausgesetzt. Es ist, sagen die Leute, schon immer ein leidendes, weil ein menschensuchendes Herz gewesen ... E. C. Rettet das indische T toter! Vor uns liegt ein Aufruf für die «Jüdischen Künsllerspiele», den wir aus Platzmangel nur auszugsweise wiedergeben können: ... Die trostlose Wirtschaftslage hat es bisher diesem einzigen jüdischen Theater Wiens unmöglich gemacht, das Theater zu eröffnen, wenn nicht die jüdische Oeffontlichkeit in letzter M:nute hei end beispringt. Der Wegfall dieses Kunstunternehmens wäre ein kultureller Verlust für die Wiener jüdische Bevölkerung, er wäre aber auch ein Schaden für eine große Zahl jüdischer Familien trefflicher Künstler, die der schwersten Not rreisgegeben sind. Die jüdische Oeffcntlichkeit kann und muß helfen. Zunächst die jüdischen Vereine. Wenn jeder jüdische Verein eine Vorstellung kauft und e:nen entsprechenden Vorschuß leistet, so ist dem Theater und seinem Ensemble in erhebhehem Maße geholfen. Aber auch an die zahlreichen Freunde und Förderer der jüdischen Sprache und des jüdischen Theaters ergeht der Ruf, in allerletzter Stunde einzugreifen, ehe jüdische Kultur und jüdische Menschen, die ihr anhängen, geschädigt werden. Die Mitglieder des gefertigten Äufru es haben sich der wackeren Kiinstlerschar an die Seite gestellt und vereinigen sich mit ihr in der Bitte, die jüd'schen Ve-eine und jüdischen Gönner mögen in allernächster Zeit ihr Scherflein zur Erhaltung der «Jüdischen Klinstlcrspiele» beitragen. Für das zion Landeskomitee: D". M Steinberg. Verband der Radikalen Zion'sten: Dr. L. PI a s c h k c s. Verband der Revisionisten: Oberbaurat Ing. R Stricker. Union Deutsch-Oesterreichischer Juden: Dr. Ornstein. W. I. Z. 0.: Frau Sofie Löwenherz. Poale Zion und Hitachduth: Mendel Singer. Rezitationsabend Jehuda Ehrenkranz Jehuda Ehrenkranz gibt Mittwoch, den 26.d.M. im Architektenvereinssaal, I, Eschenbachgasse 9, um 8 Uhr abends einen Rezitauionsabend mit neuem Programm unter dem Titel «Aus dem jüdischen Leben». Zum Vortrag gelangen: Aus dem Jiddischen übertragen eine Kindergeschichte von Schalom Asch und eine Humoreske von Seholem Alejchcm, aus dem Hebräischen übertragen ein Kriegserlebnis von Avigdor Hameiri, ferner zwei Dichtungen Wiener Schriftsteller: «Der Märtyrer» von Oskar Rosenfeld und «Der Seder», ein Kapitel aus dem demnächst erscheinenden Roman «Heimweh nach Wien» von Leopold Hichler, dem Verfasser des Romans «Moses Mautner und sein Sohn». Die Vorhragsstücke sind Miniaturen aus dem Leben der Juden in Ost und West. — Karten zum Preise von 1 bis 3 Schilling, Siehnlätze 50 Groschen, in den Buchhandlungen M. Rath, II., Taborstraße 20 a, R. Lanyi, I., Kärntnerstraße 44 und an der Abendkassa. Jüdische Künstlerspiele, 11., Praterstraße 34. In den Jüdischen Künstlerspielen findet Sonntag, den 23. d. M., eine Sondervorstellung statt. Zur Aufführung gelangt «M o d e r n e Lieb e», Komödie in drei Akten von B. S'goll unter Mitwirkung der Herren L. lungwirt und A. Griminger. Beginn der Vorstellung halb 9 Uhr. * Arthur Schnitzlers jüdische Persönlichkeit. (Zumr ersten Todestag.) Ueber dieses Thema spricht auf Einladung der Wizo am Montag, den 24 Oktober, 5 Uhr nachmittags, im Klubheim der Z. M. V. Mirjam, I., Jordangasse 7, Frau Doktor Martha Hofmann. Berichtigung. Der «Jüdische Verein Nord- Ost» in Wien, 11., Taborstraße 21a, ersucht uns, mitzu- (eilen, daß die im «Jüdischen Jahrbuch für Oesterreich» veröffentlichten Daten, diesen Verein betreffend, auf unrichtigen Informationen beruhen. Präsident dieses Vereines ist nicht Herr Dr. Jacob Rapaport, sondern Herr Adolf Hecht, der seit genau 25 Jahren an der Spitze des Vereines steht und erst vor kurzem in Anerkennung seiner besonderen Verdienste zum lebenslänglichen Ehrenpräsidenten dieses Vereines ernannt wurde. ten, ließen sich einige zur Selbstjustiz hinreißen, was sicher nicht in Ordnung, aber dennoch sehr begreiflich war. In der 25. Minute der zweiten Halbzeit wurde F.isenhofer von drei gegnerischen Spielern tätlich insultiert und setzte sich zur Wehr. Selbstverständlich wurde Herr Brandweiner jetzt energisch und schloß Elsenhofer völlig unbegründet aus. Mit ihm mußte auch der Floridsdorfer Juranic den Platz verlassen. Nun zur sportlichen Seite dieses unsportlichen Schauspieles. Der einzige Mannschaftsteil der Hakoah, der diesmal entsprechen konnte, war die Deckung. Dafür fiel der sonst so verläßliche Tormann Löwy völlig um und ist für alle drei, zumindest aber zwei Verlusttore verantwortlich zu machen. Er ließ jede Initiative vermissen und es ist bezeichnend, daß alle drei Treffer aus Kopfstößen resultierten. Auch Amster konnte diesmal absolut nicht befriedigen, während Feldmanns Leistung bei einiger Nachsicht noch als ansprechend bezeichnet werden kann. Ausschlaggebend für den Mißerfolg war aber nicht allein das schwache Spiel der Verteidigung. Die Stürmer hätten genug Gelegenheit gehabt, schon in der ersten Hälfte, als der Ball noch ohne Lebensgefahr geführt werden konnte, das Spiel zugunsten der Hakoah zu entscheiden. Das katastrophale Versagen des Mittelstürmers Mausner, der die günstigsten Torchancen vergab, erschütterte die Kampfkraft der gesamten Mannschaft. Reich bot e:ne blendende Leistung und bereitete eine Unmenge Scorechancen, die aber jämmerlich vergeben wurden, vor. E'senhofer war nicht so beweglich wie sonst. Ehrlich - Weißkopf kamen oft schön vor, speziell letzterer hatte aber unter dem derben Spiel der Gegner von Anfang an zu leiden. Hakoah ist gleich in Front. Schüsse Weißkopfs und Eisenhofers werden abgewehrt. Die Floridsdorfer ripostiereti und in der 6. Minute fällt nach Flanke Langer» durch einen Kopfstoß Juranic’ das erste Tor. Mausner bringt gleich darauf ebenfalls durch einen Köpfler den Ball ins gegnerische Tor, der Schiedsrichter entscheidet aber off side. Gleich darauf steht Mausner allein mit dem Ball vor Platzer, vergibt aber jämmerlich. Weißkopf wird vom gegnerischen Torhüter, der ihm mit beiden Füßen in Hiden-Manier in den Bauch springt, gefoult, Feldmann verwandelt den Penalty (21. Minute). In der 35. Minute macht Stroß foul an der Strafraumgrenze. Der Freistoß wird an den untätigen Löwy vorbei durch Jordan eingeköpft. Reich bereitet durch wunderschöne Läufe drei glänzende Torchancen vor, die atfle von Mausner vergeben werden. Nach Halbzeit drängt Hakoah und in den 9. Minute gleicht Mausner unter Beihilfe Czerwenkas aus. Die Floridsdorfer werden nervös und schüchtern die Hakoahner durch gemeingefährliches Spiel ein. Reich und Ehrlich werden ängstlich. Eisenhofer und Mausner, die furchtlos weiterkämpfen, werden ununterbrochen gefoult und müssen sich vor den Augen des Schiedsrichters Fußtritte und Faustschläge gefallen lassen. In der 25. Minute wird Eisenhofer in oben geschilderter Weise insultiert, wehrt sich und wird ausgeschlossen. Die Hakoahner verlieren den Kopf und müssen fünf Minuten vor Schluß, nach einem überflüssigen Corner. durch einen Köpfler Jordans zum dritten Male kapitulieren. Löwy gab dabei einen unbeteiligten Zuschauer ab. Hakoah hatte die gegen Floridsdorf obligate unglückliche Niederlage erlitten. Hakoah: Löwy: Feldmann. Amster: Stroß, Drucker, Donnenfeld; Reich, Eisenhofer, Mausner, Ehrlich, Weißkopf. Sp. Handball Hakoah-Badner A. C. 9:5 (6:4) Den Blau-Weißen getang es, die vorwöchige Schlappt wieder gutzumachen und auf dem gefürchteten Badener Sportplatz vor emer großen Zahl radau-antisemitischer Zuseher die gute Badener Elf glatt und rvcher zu besiegen. Die Hakoah bot in Anbetracht des morastigen Bodens eine ausgezeichnete Leistung, obwohl sie durch das Fehlen des erkrankten Mon!s gezwungen war, die Mannschaft umzusteüen. Feri im Tor hehagte der klebrige Boden nicht, trotzdem bot er eine gute Leistung. Die Backs Rosenfeld und Stein taktisch klug, in der Läuterre'he dominierte der unverwüstliche Kapitän A. Blau. Auch Wiesner und Schläger entsprachen. Im Sturm: Schwarz, Weiniger, Klein, Kraus, l^ndau, wurde flott kombiniert und schön geworfen. Die Treffer erzielten: Klein (3), F. Weiniger, Krauß, Landau (je 2). Die Hakoah-Schüler besiegten in der Meistercshaft Währing 2:0 (0:0). * Samstag, den 22. d. M., findet auf dem Lehrerplatz in Hernals ein prächtiges Doppel-Cupspiel statt. Um 14 30 Uhr spielt die Hakoah gegen die derzeitig beste Elf Wiens, den Wiener Sportklub, und wird bestrebt sein, ehrenvoll abzuschnejden. Um 16 Uhr spielen W. H. C. Altturm gegen Austria. Der Besuch der Veranstaltung, an der die Hakoah auch finanziell partizipiert, wird sich lohnen. Schwimmen Der Schwimmklub „H a k o a h» veranstaltet am 5. und 6. November in der Sporthalle des Dianabades ein internationales Schwimm- und Wasserballmeeting, zu dem bereits Nennungen mehrerer ausländischer Rekord-Schwimmerinnen und -Schwimmer vorliegen. Der Kartenverkauf zu dem Meeting, das einen interessanten Verlauf zu nehmen verspricht, hat bei den Schwimmabenden der HakoaJi bereits begonnen. Anüündi&uniten und JHifteilimgen Die Generalversammlung der Org. Zion. Frauen Oesterreichs fand am 17. d. M. unter zahlreicher Beteiligung der Mitglieder statt. Ein genauer Bericht wird in der nächsten Nummer unseres Blaittes erscheinen. Generalversammlung der zlon. Fraueng uppe Mariahilf- Neubau, im Klublokal, Cafe «Mariahilf», Mariahilferstraße 89 a, am Donnerstag, den 20. Oktober d. J., präzise halb 8 Uhr abends. Referenten: Dir. Josef L ö w e n h e r z, Fr. Dr. Li c htenstein-Rappaport über «Kultusgemeindewahlen und die Frauen». Gleichzeitig werden Einschreibungen zu den neu zu errichtenden hebräischen Kursen für Erwachsene entgegengenommen. V. Z. H. Z. P. Chajes. Die diesjährige Generalversammlung des Vereines zionistischer Hochschüler Z. P. Chajes findet am Donnerstag, den 27. d. M, im Heime der Zion. Bezirkssektion Leopoldstadt, II., Praterstraße 13 (Lloydhof), statt. Beginn pünktlich halb 8 Uhr. Alle Abiturien;en des Jüdischen Realgymnasiums werden hiemit aufgefordert, zuverlässig zu erscheinen. Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt, Praterstraße 13. Anläßlich Schmini Azereth und Simchath-Thora-Feiertage Gottesdienst mit Hakafoth unter Mitwirkung des Herrn Kantors Dawid Teig: Freitag, den 21. d. um- %5 Uhr nachmittags, Samstag, den 22. d., 9 Uhr vorm. (Maskir) und um 4Uhr nachmittags. Gesellige Zusammenkunft, anschließend Hakafoth, Sonntag, den 23. Oktober um 9 Uhr vormittags. Die Mitglieder werden eingeladen, zahlreich zu erscheinen. Gäste willkommen. Der V. Z. H. (Verband zionistischer Hochschuüer) cd* öffnet seine diesjährige Tätigkeit mit einer Reihe von Kursen und Vortragsabenden. Wir beginnen Hebräischkurse für Anfänger und Fortgeschrittene, einen Redner- und Propagandistenkurs unter Leitung von Professor Dr. Stein und einen Gymnastikkurs. Unser erster Vortragsabend findet Dienstag, den 25. Oktober 1932, präzise 8 Uhr im Heim, II., Praterstraße 13, statt. Es spricht Herr Dr. S. Wolf über «Judentum und Zionismus». Bei dieser Gelegenheit wird auch alles Nähere über unsere Kurse verlautbart werden. Simchath-Thora-Veranstaltungen der Misrachi-lugond Wien (II., Hollandstraße 10). Samstag, den 22. d. M., 6 Uhr abends Hakafoth. Sonntag, den 23 d. M. (Simchath Thora), 8 Uhr früh Minjan. Halb 3 Uhr nachmittags gesell ge Zusammenkunft und Abschiedsfeier für Ch Menachem Schindler anläßlich seiner Abreise nach Erez Israel. Alle Veranstaltungen finden in unserem neuen Heim. II., Hollandstraße 10, statt. Die Abreise Ch. Schindlers erfolgt am Dienstag, den 25. d. M., vom Südbahnhof. Alle Ch. werden aufgefoedert, zu allen Veranstaltungen zu erscheinen. Gästt herzlichst willkommen. Sporiblaii dev »Stimme«

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