Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 249 (13.10.1932)
- Date
- 1932-10-13
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3053752-3053963-3054003--3172-3058665- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seit« 4 DIE STIMME Kr. 249 — 13. Oktober 1932 die Mdrktetraße, die trotz der späten Stunde von Menschen — doch nur männlichen Geschlechts — wimmelt. Alle Geschäfte stehen offen und in den Kaffeehäusern bocken zu ebener Erde und auf den Flachdächern die nargilehschmauchenden Gäste. Nirgends ein feindlicher Ruf oder eine unwirsche Geste. Sogar die Neugier ist vornehm gedämpft. Freilich begleiten uns, ob spontan, ob von Judai unauffällig besorgt, zwei Polizisten. Und doch herrscht eine gewisse Spannung, die durch jedes Mißverständnis zum Ausbruch kommen kann. So wies ich mit dem Stock froherstaunt nach einer Firmentafel: Jack Salomon, Photographer. «Hurra, die erste Schwalbe!»; doch schon tupft mich ein Reisegenosse warnend an, denn unter der Firma hat der findige Hebräer große Bilder Seiner Majestät des Emirs und dessen königlichen Bruders Faisal vom Irak ausgehängt. Man könnte meinen, wir spotten ihrer. Gehen wir lieber weiter! Doch was soll dort die Ansammlung? Inmitten der Straße tragen zwei Araber, mit dicken Lederfäustlingen angetan, ein rhythmisches Stockgefecht aus. Durch Zurufe des Publikums «kösz!» (schön!) angefeuert, ergreifen die Streiter jetzt Säbel und kleine, buckelgeschmückte Metallschilde, die ihnen ein Tuchhändler aus seinem Laden reicht. Nach einem regelrechten Ritual, erst langsam und mit wiegendem Knie ausschreitend, dann immer beschwingter entfaltet sich der Schwertertanz. Man grüßt einander, nähert sich drohend und schlägt bald auf den nach vor und rückwärts wirbelndenSchild und bald auf den Straßenstein, daß die Funken nur so sprühen, um dann wieder rückwärts zu schleichen; jetzt stürzen sie mit wilden Hieben aufeinander los, bis schließlich der Sieger mit e'mem Triumphgeschrei dem Gegner symbolisch die Gurgel durchtrennt. Gleichen sie nicht jenen Samurais der Japanischen Kriegerkaste? Asien hier und dort... Das Spiel wird schließlich zu dritt fortgesetzt, indem der Mann in der Mitte sich des Angriffs von links und rechts zu erwehren sucht Die Kämpfer wechseln von Zelt zu Zeit und das Volk wird des Bewunderns nicht müde. Unser Reiseclan indes sammelt sich auf der Hotelterrasse zur Siesta, jeder ein Glas mit eisgekühltem Wasser vor sich. Wir sind dabei von unseren politischen Kompagnons flankiert. Denn auf der einen Seite sitzen in tadelloser Eveningdreß ein paar englische Oberbeamte, die — als «Berater» der autonomen Regierung hieher verschlagen — trüb über ihrem Whisky brüten. Und auf der anderen Seite — fein säuberlich geschieden — deren arabische Amtskollegen, doch Immerhin natives, welche in diesem Hotel die Weihe des Europäertums zu suchen acheinen. Wie von selbst fügt es sich, daß Judai die Bibel hervorzieht und uns was aus der Geschichte Rabbath Ammons vorliest: Wie von hieher der Moabiterfürst den Propheten Bileam berief, der die Heerscharen Josuas statt zu verfluchen segnete. Wie später die Anwnoniter die durch kein festes politisches Band geeinten Judenstämme bedrängten, bis Jephta mit seinen Schlagetots aus dem nördlich angrenzenden Gilead als Retter erschien. Auch wie David Hamelech Rabban erstürmen ließ und bei dieser Gelegenheit den Hauptmann Uriah an die Front in den Tod schickte, um sich dessen Frau Batschewa zuzueignen... Hier klopft ein Araber laut mit seinem Stock aufs Pflaster, Teilt er die moralische Entrüstung des Propheten Nathan über den naschhaften Judenkönig? Oder ist ihm bei den hebräischen Zitaten nicht geheuer, und er will den Zauber brechen, den sie — dies Stück Land heiß umwerbend — auszustrahlen scheinen? Er klopft uns lange gutl Hochfliegende Träume wiegten uns, die Betten waren gut, in den Schlaf. Um halb 6 Uhr schon pocht es an die Tür. «Auf!» Nach dem Frühstück ins Amphitheater, das kunstvoll aus dem gleißenden Marmor einer schöngeschwungenen Bergwand hervorgezaubert ist. Erst agieren wir auf der von stolzen Säulen umstellten Bühne, um dann von Stufe zu Stufe bis ganz hoch zu dem krönenden Tempelbau hinaufzusteigen, aus dessen Nischen die Götterbilder dem Schauspiel ihren Weihegruß sandten. Hier wiederhallte der Jubelschrei der 4000 Zuschauer, wenn sich unten die Gladiatoren zerfetzten oder wenn Kriegsgefangene und wilde Tiere sich zu Tode würgten. Wie viel jüdisches Blut hat diese kalten Steinplatten genetzt 1 Sah ich ja, noch als Student, in Carnuntum bei Wien den Grabstein eines aus Rabbah gebürtigen Centurio jener 10. Legion, welche aus Pannonien nach Jerusalem marschierte, um unter Titus’ Befehl Stadt und Tempel zu zerstören. Welt, wie klein bist du! Der antike Wandelgang, welcher sich unter den Zuschauersitzen hinzieht, bietet einen kühlen Auslug nach dem Bergrücken hinüber, wo das Schloß des Emirs, ein ebenso bescheidener wie geschmackloser Bau, steht. Darüber aber weht stolz die Nationalflagge; sie zeigt, in einer noch zu deutenden Symbolik, die Farben Schwarz- Weiß-Grün und roten Gösch mit weißem Ball. Beh. konz. Realbüro ING. H. MÜHLBAUER Kauf und Verkauf von Realitäten, Hypotheken L, II. und 111. Sätze, Bau- und Zwischenkredite, Gebäudeverwaltung Büro: 2., Leopoldsgasse 26 Tel. A-49-2-47 Wohnung: 2., Vorgartenstr. 150, Tel. R-41-8-88 MacmcIiKf Zionismus — Eine Analyse Von Psol. S. Brodefslty (London) Wir setzen mit dieser bereits angekündigten Abhandlung Brodetskys die Diskussion über Probleme des allgemeinen Zionismus fort. Die Redaktion. Es ist Usus geworden, vom Allgemeinen Zionismus ate von etwas der Vergangenheit angehörigem, von einem erledigten Machtfaktor zu sprechen. Die Allgemeinen Zionisten sollen, so wird behauptet, ständig im Abnehmen begriffen und dazu verurteilt sein, überhaupt zu verschwinden; sie hätten keine Jugend, könnten nicht Jugend an sich ziehen und deshalb sei ihre Zukunft hoffnungslos. Man kann wahrlich nicht behaupten, daß beim Allgemeinen Zionismus alles in Ordnung ist, oder abzuleugnen, daß dem oberflächlichen Beobachter der Allgemeine Zionismus als eine der Vergangenheit angehörige Bewegung scheinen mag, aus einer Phase unserer Entwicklung, die uns wohl in den ersten Stadien der zionistischen Arbeiten diente, jetzt aber anderen Kräften weicht. Ich bin jedoch überzeugt, daß der Allgemeine Zionismus ein wesentlicher Bestandteil des heutigen und zukünftigen Zionismus bleibt und daß er eine unentbehrliche Erscheinung unserer Organisation ist. Es ist deshalb eine Untersuchung der Bedeutung des Allgemeinen Zionismus wünschenswert, um so mehr als neue Richtungen bezwecken, dem Allgemeinen Zionismus eine falsche Deutung zu geben und ihm ein soziales und wirtschaftliches Ziel zu setzen, das eine große Anzahl von Allgemeinen Zionisten zurückweisen muß. Zum Zwecke der Untersuchung ist es vorerst notwendig^ das Wesen der Partetepaltungen in der zionistischen Organisation klarzulegen. In der britischen Politik können wir gewisse, endgültige Feststellungen über die Charakteristik der Mitglieder der einzelnen politischen Parteien machen. So wird ein Konservativer den sozialistischen Begri f der Gesellschaft negieren, ein Sozialist den kapitalistischen. Es ist unwahrscheinlich, daß ein Voltblutsozialist innerhalb der konservativen Partei gefunden werden kann und ein Volfblutkapitalist innerhalb der sozialistischen Partei. Die Parteien sind so gegenseitig nach gewissen Prinzipien gesondert und auf diesen basieren die Parteirichtungen. ln der zionistischen Organisation Jedoch sind die Parteibezeichnungen unvoli- ||Jüdische Mädchen || ■■vor der Berufswahl!! Zweijährige Fachschule für Kleidermachen und Wäschewarenerzeugung mit öffentlichkeitsrecht Staatsgültige Zeugnisse Einjährige Koch- und Haushaltungsschule mit erweitertem Lehrplan für allgemeine Bildung Modistenkurs Dr. Krüger-Heim, 2., Malzgasse 7, Tel. A-48-0-77 Internat Samstag Schulfrei Berufsberatung täglich von 11 bis 12 Uhr ständig und irreführend. Die Arbeiterzionisten glauben, «daß Zionismus der direkte Weg zur Realisierung des Sozialismus im jüdischen Leben» sei und daß «Sozialismus derWeg zur Realisierungdes Zionismus» sei (B. Locker, Views Juli, August 1932.) Bedeutet das, daß andere Zionisten Gegner des Sozialismus überhaupt oder des Sozialismus zum Zwecke der Verwirklichung des Zionismus sind? Ganz und gar nicht! Es gibt tausende Allgemeine Zionisten und Misrachisten, die sozialistisch eingestellt sind und trotzdem die Anwendung sozialistischer Prinzipien im Zionismus ablehnen. Hingegen strebt die misraohistische Partei die Verwirklichung des Zionismus auf Basis des traditionell jüdischen Glaubens und der religiösen Uebung an. Sie betrachtet die Thora als «einen integrierenden Teil der Zugehörigkeit zur jüdischen Nation» und «als Grundlage aller jüdischen Existenzberechtigung.» (M. Berlin, Views, Juli, August 1932). Bedeutet das, daß Zionisten, die nicht Mitglieder der misrachistischen Partei sind, dem jüdischen traditionellen Glauben und seiner Uebung bei der Verwirklichung des Zionismus feindlich oder gleichgültig gegenüberstehen? Gewiß nicht! Tausende Zionisten, die nicht der misrachistischen Partei angehören, sind nicht weniger als die Mitglieder dieser Partei bestrebt, jüdischen Glauben und Kultus als wesentlichen Teil der Verwirklichung des zionistischen Gedankens hochzuhalten. Es gibt keine Grenzlinie zwischen den zionistischen Parteien, nicht einmal ln dem Sinneeiner Grenzlinie, diedurch Zufall o der i n außer ge wöh nlichen Fällen gezogen werden kann Es ist ziemlich gleichgültig, ob so eine Grenzlinie besteht. Der Fall liegt nicht so, daß ein Zionist, der nicht der Arbeiterpartei angehört, nur ausnahmsweise ein Sozialist ist oder ein Zionist, der nicht der Mis>rachipartei angehört, nur ausnahmsweise ein religiöser Jude ist. Es ist Tatsache, daß man die Arbeiterpartei im Zionimus als die Zusammenfassung derjenigen zionistischen Sozialisten betrachtet, deren Glaube an den Sozialismus oder deren Interesse an seiner praktischen Anwendung in Palästina so stark ist, daß sie gezwungen sind, sich abzusondern, um die Interessen des Sozialismus in dor zionistischen Arbeit zu schützen. Aenhlich nehmen wir an, daß die Misrachipartei aus denjenigen religiösen Zionisten besteht, die überzeugt sind, daß sie im Interesse der Durchsetzung des orthodoxen Glaubens und Ritu* oeim zionistischen Aufbauwerk eine eigene Gruppe zur Erreichung dieser Zwecke bilden müssen Es wird gewiß niemanden bei diesen Parteien geben, der sagen könnte: Alle religiösen Zionisten gehen rechts und schließen sich dem Misrachi an; alle sozialistischen Zionisten gehen links und schließen sich der Arbeiterpartei an; und ihr alle, die Ihr weder religiös noch Sozialisten seid, bleibt, wo ihr seid! Ihr seid Allgemeine Z:onisten! Mit anderen Worten, es ist falsch zu glauben, daß AI1geme'ne Zionisten weder Sozialisten noch religiös sein dürfen. Viele Jahre haben wir Allgemeiner Zionisten erlaubt, daß man uns in dieser negativen Form definiert, und die Folgen waren unheilvoll. Die Verneinung der Ideale Anderer kann keine respektable Parole bilden Man kann sich nicht Allgemein-zionistische Missionäre vorstellen, die durch die Straßen des Judentums ziehen, mit einer Flagge, auf der geschrieben steht: «Versammelt Euch um das herrliche Ideal des Nichtsoziatismus und der Nichtreligion Die Allgemeinen Zionisten, jene Partei, die sich weder dem Ideal des Sozialismus noch dem Ideal des überlieferten Judaismus aitgeschlossen hat, sind nicht der Abschaum der zionistischen Organisationen. Eine große Anzahl von Allgemeinen Zionisten folgt zumindest einem dieser beiden Ideale, viele sind glühende Anhänger beider. Wenn nationale Kraft das Monopol der Radikalen und Revisionisten Sozialismus das Monopol der Arbeiterzionlsten und Religion das Monopol der Misrachisten wäre« dann wären die Allgemeinen Zionisten die schwächlichen, antisoziaiisi’schen, irrreligiösen Zionisten. Das wäre eine absurde Folgerung. Die Annahme, daß ein Allgemeiner Zionist reaktionär, irreligiös und knieweich sein muß, Ist die lächerliche Folge des Versuches, den Allgemeinen Zionismus mit Bezug auf die anderen anerkannten Par* telen Hi der Bewegung zu definieren. Man hat oft behauptet, das was dem Allgemeinen Zionismus fehle, sei der persönliche Kontakt mit Palästina, der Gedanke der Chaluziutii, der die Jugend befähigt sich höchst persönlich mit dem Aufbau Palästinas zu identifizieren und ohne Chaluziuth könne keine zionistische Gruppe hoffen zu erstarken und neue Anhänger zu gewinnen. Einige Leute glauben noch, immer, daß kraft eines Naturgesetzes der ANgemeine Zionismus, der Zionismus jener Personen sein müsse, die sich bloß für Palästina «interessieren», für Palästina arbeiten, während (He anderen Richtungen des Zionismus Männer und Frauen angehören, die tatsächl ch ln Palästina arbeiten. Anderseits wurde übrigens der unfreundliche und schmähende Vorwurf «Budget-Zionisten» gegen die Arbeiter- und Misrachipartei erhoben. Die Annahme, daß die Allgemeinen Zionisten nicht persönlich am Aufbau Palästinas interessiert sind, ist falsch. Sie ist unvereinbar mit den Grundlagen des zionistischen Idealismus. Sie verleiht der Aktivität der Männer und Frauen, welche die Last der Bewegung viele Jahre getragen haben und noch irnmeu tragen, einen falschen Schein von snobistischer Philantropie. Es ist wahr, daß die zionistische Organisation über ein Jahrzehnt nach dem Krieg unter Führung des Allgemeinen Zionis» mus ihr Hauptaugenmerk auf die Einwanderung der Chalu» zhn lenkte, auf die Einwanderung von Männern und Frauen, die hauptsächlich den proletarischen Teil des Jischuw bilden. Aber diese Politik war auf dem klaren Verständnis der lebenswichtigsten nationalen Erfordernisse aufgebaut nämlich der Schaffung der Grundlage einer jüdischen Ansiedlung, auf der später kommende Einwanderer weiter bauen können. Der erste Schritt im Prozeß des Aufbaues einer Nation ist im wesentlichen heroisch. Männer und Frauen müssen den Kampf au'nehmen und in vollkommener Selbstvergessenheit wagemutig sein, ohne an eine Rückzugsmöglichkeit zut denken Dagania, Ein Charod, Nachalal und Dutzende anderer Chaluzim-Siediungen, ttbeT deren Aufbaukosten Männer von weniger großem Scharfblick mit dem Rechenstift in der Hand Erörterungen gepflogen haben und noch immer pflegen, sind die Pfeiler die in den sumpfigen Boden Palästinas getrieben werden mußten, um denjenigen einen ersten Halt zu bieten, die das weniger heroischp aber gleichermaßen wichtige Werk des Aufbaues der wirtschaftlichen und oolitischen Struktur des nationaljüdischen Heims auf dieser Grundlage vollenden* Bescheidene, selbstlose und furchtlose jüdische Jugend mußte alle Brücken h:nter sich abbrechen um feste Wurzeln in einen Boden zu treiben, auf welchem sich Privatuntemehmungen noch nicht mit Er'olg durchsetzen konnten. Das ist es, was die Nachkriegskongresse ermöglicht haben. Der Chaluzgedanke der Arbeiterparteien zusammen mit deni werktätigen Verständnis, das ihm die Führer der Allgemeinen Zionisten entgegenbrachten, ermögFchten es den Kongressen die Besetzung der hauptsächlichsten strategischen Punkte im landwirtschaftlichen Leben des zukünftigen nationaljüdischen Heimes vorztmefomen. Während die am schwersten zu bebauenden und am1 wenigst ergiebigen landwirtschaftlichen Flächen den Chaluzim überlassen wurden, arbeiteten die Privatunternehmungen auf den leichteren und gewinnbringenderen Böden, wie in den» Orangenplantagen der Scharonebene Einem Teil dieser Privatuntemehmungen sind die fundamentalen Grundsätze für den Aufbau der Nation so fremd, daß sie sich auf die Erzielung eines Gewinnes konzentrieren, sogar wenn das einen beträchtlichen Boykott gegen jüdische Arbeit bedeutet. Daher kommt es, daß jüdische Arbeit in Palästina für ihr Recht auf Beschäftigung durch Juden zu kärnofen hat. Dadurch ist auch vielfach die irrige und gefährliche Meinung entstanden, daß der Kampf zwischen persönlichen! Profit und nationalem Interesse notwendigerweise ein wesentlicher Bestandteil der zionistischen Entwicklung ist; Allgemeine Zionisten wurden manchmal aufgefordert, an dem Kampf gegen jüdische Arbeiter Palästinas mit Rücksicht aul ihre Zugehörigkeit zu den Allgemeinen Zionisten teilzu» nehmen. Es muß deshalb volkommen klar gestellt werden, daß der Allgemeine Zionismus nicht eine Bewegung gegen jüdische Arbeiter und jüdische Gewerkschaften zugunsten privater Unternehmungen und persönlicher Gewinne ist Er ist nicht der Zionismus der Bourgeosle gegen den Ar« belterzlonlsmus des Proletariats. Der Allgemeine Zionismus darf mit den oberen, mittleren oder unteren Klassen des Kapitalismus oder mit den Gentlemanfarmern oder Industriekapitänen nicht identifiziert und nicht in Verbindung gebracht werden. Im Gegenteil, der Allgemeine Zionismus tritt für das Prinzip der jüdischen Arbeit bei jüdischen Unternehmungen in Palästina ein und betrach« tet jedes Abgehen von diesem Prinzip als einen Verrat an den Idealen der zionistischen Bewegung. (Fortsetzung folgt.) Frau Finy Glücklich ist aus PARIS zurückgekommen und bringt für Sie die schicksten Modellhüte zu kleinen Preisen — Auch Modernisierungen werden schick und billigst ausgeführt - Wien, IV., Blechturmgasse 8, Stock, Telephon U 47-6-50