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Die Stimme · 1932-10-06 · Heft 248 (6.10.1932) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 248 (6.10.1932)
Date
1932-10-06
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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?48 — 6. Oktober 1932 DIE 1 Nie baut man in Palästina 7 Vortrag von Ing. J. 0 r n s t e 1 n (Tel-Awlw). Auf Einladung dar neugegründeten «P A 0*. übet deren Bestrebungen in diesem Blatt berichtet worden ist, sprach am Montag abend« vor einem zahlreichen Publikum der gegenwärtig ln Wien weilende Tei-Awiwer Architekt Ing. J. 0 r n s t e i n. Unter den Anwesenden bemerkte man fast ausschließlich an der Aufbauarbeit ln Palästina wirklich Interessierte; Menschen, die bereits Boden besitzen und bauen wollen, solche, die sich ankaufen und dann zu bauen beabsichtigen, Industrielle, die Fifiatbetriebe errichten, und solche, die dorthin exportieren wollen. Man «ah auch Vertreter von kaufmännisch-jüdischen Körperschaften. Der Vortragende verstand es, seine Ausführungen so zu gestalten, daß er allen Teilen des Publikums gerecht worden ist. Das Thema war auf die Voraussetzungen und Möglichkeiten »m Hausbau in Palästina beschränkt. Und es war gut so, denn sonst wäre sowohl das vorgetragene Material als auch die darauf folgende Diskussion ms Uferlose gegangen. Und Herr Ing. Ornstein ist ein berufener Fachmann auf dem Qebiete des Häuserbaues in Palästina. In diesen Fragen konnte er uns wirklich erschöpfend alles das sagen, was im Rahmen eines öffentlichen Vortrages möglich ist. Vor allem die Tatsache, daß man in Tel-Awiw z. B. für 300 bis 350 Pfund bereits ein Kleinhaus bauen kann. Ja, für manche Häuser mit beschränkterem Komfort genügt auch schon der Betrag von 250 Pfund. Das wichtige Moment bei diesen Kleinbauten aber ist das moderne Prinzip, daß solche Häuser für Erweiterung von vornherein errichtet werden Und die Hausbesitzer rechnen damit, daß sie in absehbarer Zeit zuerst einzelne Räume, dann Stockwerke zubauen. So mancher Jude, der zuerst ein Haus mit zwei bi« drei Räumen bauen ließ, besitzt jetzt einen respektablen zwei- bis dreistöckigen Bau. Herr Ornstein erörterte dann die Fragen, wo, wie und mit welchen Mitteln in Palästina gebaut wird. Da« «wo» bezieht sich auf die Oertlichkelten. Denn es ist in vielen Beziehungen nicht gleich, oh man in ferusalem, Tel-Awiw oder Haifa baut. Jede dieser Städte hat seine verschiedenen Voraussetzungen, Baumöglichkeiten und Aussichten. Auch dem Bedürfnis de« Hausbesitzer« muß entsprochen werden. Die Wahl des Ortes hängt eben von der persönlichen Einstellung des Bauherrn ab, Auch das «w i e», das Baumaterial, ist in jedem der drei Orte anders. Es ergibt sich aus den dem Orte angepaßten Material. Jerusalem baut meistens aus Stein, Tel-Awiw mit den dort erzeugten Silikatwegein und Haifa hauptsächlich aus Zement (Beton), denn Haifa hat die große Ztmentfabrik. Selbstredend sind das nur allgemeine edingungen. Und die letzte Frage: «mit welchen Mitteln», daa heißt: wie beschafft man sich die zum Bauen notwendien Geldmittel. Da liegen die Dinge in Palästina, einem Lande, as täglich Zuwanderung von Juden hat, die aus aller Herren Länder mit und ohne Geldmittel kommen, natürlich ganz eigenartig. Aber trotz aller Kombinationen und Schwierigkeiten liegt mi Willen zum Aufbau, zum Hausbesitz, zur endgültigen Niederlassung ein tiefer, heiliger Ernst. Jeder ist sich dessen bewußt, daß er nicht für sich, für den Moment, sondern daß er für seine Familie, seine Nachkommen, tür das eigene Land, für Erez Israel baut. Und dieser heilige Wille schafft ungeheure Arbeit, ungeheure dauernde Werke. Die Summe aller in den letzten Jahren investierten Beträge ist — wir wollen heute Zahlen auslassen! — geradezu überwältigend und beweist, daß die jüdische Zähtgkeit noch ungebrochen ist. Dabei wird gerechterweise nicht übersehen, daß eine kaufmännische Basis vorhanden sein muß und Rentabilität immer ms Kalkül gezogen wird. Und das ist gut so. Gut für die Bauherren, gut für die Jugend und gut für das Land. Der große Beifall, der diesen Ausführungen folgte und das lebhafte Interesse, das s-ich ln zahlreichen sachlichen Anfragen an den Referenten kundgab, bewies, daß diese Art von Vortragsabenden, wie sie die «Pag» (Kreditkassa und Wirtschaftsveremiguiig r. g. m. b. H., In., Landstraßer Gürtel 9/10) veranstaltet, von großer Bedeutung Ist. ln Jedem Monat wird so ein Wirtschaftsvertrag stattfinden, der sich dann auch mit der Industrie, dem Handel, den Bodenverhältnissen u. dal, mehr jedesmal mit einem Fachreferenten beschäftigen wird. b. r. AUSLANDSCHAU Die englischen Faschisten wollen nicht Antisemiten sein! den persönlichen Anstrengungen des Vorsitzenden des Amerikanisch-Jüdischen Aerzte-Komitees Pr. Nathan Rat* noft zu danken sein wird. Die Hospitalflarbeit außerhalb Jerusalems macht immer weitere Fortschritte, Umfassend« Programme der Gesundheitsarbeit werden ln Tel-Awiw und in Haifa gleichmäßig durchgeführt. Die Kupath Chotim Amamith (Volkakrankenkasse), die im vorigen Jahre zun* Besten der ländlichen Bevölkerung begründet worden tet, entwickelt sich vielversprechend.!Deutaefifand Zu. . 85. Geburtstag Glückwünsche der Berliner jüdischen Gemeinde an den Reichspräsidenten Berlin, 3. Oktober. Aus Anlaß des 85. Geburtstages des Reichspräsidenten von Hindenburg wurde am 2. Oktober gemäß Anordnung des Vorstandes der Jüdischen Gemeind« Berlin während der Andacht am zweiten Rosch Haaehana* Tage des Reichspräsidenten in den Predigten der Rabbiner wie in der Lithurgie gedacht. Auch in den Synagogen in Preußen und?m Reiche wurde gemäß Anordnung der Leitung ot» Pr.. \;,lHu Landesverbandes jüdischer Gemeinden und der Leitungen der anderen jüdischen Landesverbände des 85, Geburtstages des Reichspräsidenten von Hindenburg tre'Hrht. Die Synagogen waren beflaggt. Aus Anlaß des 85. Geburtstages des Reichspräsidenten von Hindenburg hat der Vorstand der Berliner Jüdischen Gemeinde an den Reichspräsidenten ein vom Vorsitzenden les Oemeindevorstandes Dr, Kleemann unterzeichnetes, in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm g©r richtet. In dem Schreiben wird der Reichspräsident als Symbol der Einigkeit und als Schirmherr von Recht, Gerechtigkeit und Ordnung gefeiert, unter dessen Präsidentschaft die Gewähr ftir die Entwicklung aller sittlichen und religiösen Kräfte im deutschen Volke gegeben sei. Das Schreiben schLeßt mit dem Wunsche für segensreiches Wirken und enthält die Mitteilung, daß bei den am Sonntag stattfinden' den Gottesdiensten die Rabbiner des bedeutungsvollen Tages in der Predigt oder in der Lithurgie gedenken werden. Seitens des Preußischen Landesverbandes und d«f Reichsarbeitsgemeinschaft wurde an den Reichspräsidenten von Hindenburg ein gleichfalls herzliches Glückwunschschreiben gerichtet. Eine Erklärung von Sir Oswald Mosley London. Sir Oswald Mosley, das Oberhaupt der soeben gegründeten British Union of Fascists, gab über die Stellung seiner Partei zum Antisemitismus die folgende Erklärung ab: Antisemitismus ist kein Prob!eni des Faschismus und spielt deshalb ln der Politik der Britischen Faschistischen Union keine Rolle. Wohl greifen wir Juden an, sofern sie sich mit umstürzlerlscher Arbeit, wie z. B. Leitung der kommunistischen Partei, oder mit Internationalen finanziellen Transaktionen, wie es diejenigen waren, die kürzlich auch England erschüttert haben, befassen; niemals aber greifen wir Juden an, nur wen sie Juden sind. Diejenigen Juden, die loyale Bürger Eng’ands sind und lieber England als seinen Feinden dienen, werden von uns Immer fair behandelt werden. In dem soeben veröffentlichten Programm der British Union of Fascists wird der Juden überhaupt nicht Erwähnung getan. Tatsache aber ist, daß die meisten der ln England bestehenden kleineren ant'semitischen Gruppen sich um Mosley scharen. Die Erklärung Mosley» wird so gedeutet. daß er sich über seine Stellung zur ludenfrage noch nicht schlüssig geworden ist, Immerhin fällt seine scharfe Betonung des national-englischen Charakters der Bewegung auf und man nimmt an, daß diese Betonung indirekt gegen die Juden gerichtet sei. Mosley greift die Rothschilds direkt scharf an, aber nur im Rahmen seiner Bekämpfung der Hochfinanz. Und in Kordengland? London. Die Manchester-Ausgabe des «Daily Expreß» gibt eine Rede des Rev. Dr. I. Abelson, des Geistlichen der Großen Synagoge von Leeds, die dieser vor der Salem-Bruderschaft, einer christlich-kirchlichen Organisation, auf Einladung des Pastoren-Stabes gehalten hat, wieder, in der Dr. Abelson ungefähr ausgefilhrt hat: Junge Juden und Jüdinnen klagen, daß sie, weil sie Juden sind, von christlichen Arbeitgebern abgewiesen werden. Ich selbst kenne viele Juden, die bei Christen beschäftigt sind, aber ganz unbegründet sind diese Klagen denn doch nicht. Wo man Juden n cht genügend kennt, begegnet man ihnen mit Mißtrauen und Vorurteil. Oft ändern Jüdische junge Leute ihre Jüdisch klingenden Namen, um eine Anstellung zu bekommen. Leeds hat 23.000, Manchester 35.000, Liverpool 10.C00, Newcastle 2000 Juden; kleinere jüdische Gemeinden ex'stieren in Hüll, Bradford und Sheffield. In Leeds werden Juden von Inhabern gewisser Restaurants und Tanzlokale nicht gerne gesehen. Vielfach werden Billettverkäufer für private Tanzvergnügungen angewiesen, keine Billetts an Juden abzugeben. In Manchester sind Juden aus gewissen Tennis- und Golfklubs sowie einigen geselligen Organisationen ausgeschlossen. Eine hervorragende jüdische Tennisspielerin, Mitglied eines Tennisklubs in Manchester, wurde ersucht, «wegen ihrer Religion» aus dem Klub auszuscheiden. Nathan Lasky, Führer der jüdischen Gemeinde in Manchester, der ln der gleichen Versammlung sprach, erklärte, ihm sei nur ein Fall feindlicher Gesinnung gegen einen Juden in Manchester bekannt. Im Krankenhaus der jüdischen Gemeinde, das auch nichtjüdischen Patienten oftensteht, herrscht ein Oeist des Wohlwollens zwischen Juden und Christen. In Liverpool macht sich hin und wieder antisemitische Gesinnung geltend, doch könne man nicht behaupten, daß Arbeitgeber strikte Regeln hinsichtlich der Religion ihrer Angestellten aufsteilen. Rev. Samuel Frampton, jüdischer Senior-Geistlicher, sagte, wenn viele junge Juden nur schwer eine Anstellung finden, so liege dies an der Wirtschaftsdepression und nicht an religiösen Vorurteilen. Die Manchester-Ausgabe des «Daily Expreß» führt hiezu im Leitartikel aus: Die Arbeitgeber sollten sich sagen, daß es in ieder Religionsgemeinschaft gute und schlechte «cFranz-Joseto-Bltterwasser schafft gute Verdauung, freien Kopf, ruhigen Schlaf. Menschen gibt und daß, wenn sie Juden nicht anstellen, sie sich vielleicht des Nutzens einer ausgezeichneten Intelligenz begeben. Im Geschäftsleben gilt nicht religiöse Ueberzeugung, sondern Intelligenz. Jahreskonferenz der Federation zionistischer Frauen Großbritanniens London. Die Föderation zionistischer Frauen Großbritanniens und Irlands hielt in London ihre 13. Jahreskonferenz ab, Lady Samuel beglückwünschte in ihrer Ansprache die Föderation zü ihren glänzenden Leistungen für die zion stische Sache im verflossenen Jahre. Leopold Sehen hob die Tätigkeit der Föderation für den Jüdischen Nationalfonds hervor. Nach Verlesung eines Begrüßungssch-eihens von Prof. S. Brodetsky erstattete die Präsidentin der Föderation, Frau S < e f f, den Tätigkeitsbericht und stellte mit Genugtuung fest, daß die zehn Mitglieder der Wizo-Exektitivc, die während der letzten Wizo-Konferenz ausgeschieden waren, wieder in die Exekutive zurückgekehrt sind. Jimeviüa 18. Jahresversammlung der Kadassa In Palästina ist die Gesundheitsfürsorge von größerer Bedeutung als in Irgend einem anderen Lande New York, Im Hotel Comodore zu New York fand in diesen Ta^en die 18. Jahresversammlung der amerikanischen Organisation zionistischer Frauen und Mädchen «H a - d a s s a» statt. Dr Chaim Y a s s k y, der Direktor der Hadassa Medical Organisation in Palästina, erstattete Bericht über die Gesundheitsfürsorge der Hadassa und führte u. a. aus: ln Palästina hat die Gesundheitsfürsorge größere Bedeutung als in irgend einem anderen Lande. Einwanderer aus allen Teilen der Welt kommen in dieses Land und müssen sich den völlig verschiedenen klimatischen und sozialen Bedingungen anpassen, was oft außerordentlich schwer ist. Hauptursache der schlechten hygienischen Verhältnisse in Palästina war Unwissenheit, darum war Gesundheitsunterricht die Achise unseres Programms. Auch das Problem der Ernährung hat sich als lebenswichtig erwiesen. Im vergangenen lahre wurden 3600 Kinder regelmäßig beköstigt und dies hat sehr viel zur Besserung des Gesundheitszustandes der Kinder beigetragen. Obwohl die Oesundheitsarbeit auf ein bestimmtes Maß reduziert werden mußte, ist die prophylaktische Arbeit auf zwei Hauptgebieten uneingeschränkt fortgeführt worden: 1. Kinderhygiene, Fürsorge für schwangere und gebärende Mütter, Säuglingsfürsorge, Schulhygiene und Gesundheitsunterricht; 2. Bekämpfung ansteckender Krankheiten, wie Trachome und Tuberkulose. Es wurden Begrüßungstelegramme vom High Commissioner füt Palästina General S:r Arthur Wauchope, dem Präsdenten der lewish Agency Nahum Sokolow und dem Vizegouverneur des Staates New York Herbert H. Lehman verlesen, woraufhin der Präsident der Zionistischen Organisation Amerikas Morris Rothenberg, Richter Julian W. Mack, Rabbi Dr. Stephen S. Wise und Prof. Mordecai M. Kaplan Ansprachen hielten. Israel B. Brodie, Vorsitzender des American Economic Committee for Palestina, führte in seiner Ansprache aus, es sei notwendig, den Strom jüdischer Einwanderung nach Palästina zu verstärken; es sei wesentlich, daß Palästina in einer verhältnismäßig kurzen Zeit von sich selbst erhaltenden Juden bevölkert werde, Juden, die sich zu einem geschlossenen Volk als dem Träger hoher indischer Ideale entwickeln, bis sie schließlich ein sich selbst regierendes Gemeinwesen bilden können. Das in New York und in Tel-Awiw existierende «Economic Bureau» erleichtert den wirtschaftlichen Kontakt mit Palästina für jeden, der mit Kapital einwandern oder Kapital in Palästina investieren will. Die Hadassa-Präsideiitin Frau Edward Jacobs eröffnet« die von mehr als 1500 Frauen besuchte Tagung mit einer Ansprache, in der sie mitteilte, es bestehe begründete Hoffnung, daß sehr bald ein mit der hebräischen Universität verbundenes großes medizinisches Zentrum in Jerusalem erbaut werde. Zunächst wird eine Geburtsklinik samt Mütterberatungsstelle errichtet werden, deren Entstehen Sühne tür die judenfeindlichen Exzesse in ” ' Nationalsozialisten zu mehrmonatigen Gefängnisstrafen verurteilt Die schweren antisemitischen Ausschreitungen in Neidenburg in der Nacht nach der Reichstagswahl, bei denen der Kaufmann Kurt Bach derart mißhandelt wurde, daß er längere Zeit im Krankenhaus zubringen mußte, fanden nunmehr die gerichliche Sühne: Die angeklagten Nationalsozialisten Proska. Böhm, Busch, Pfahl wurden zu Gefängnisstrafen von drei bis sechs Monaten verurteilt. Dem Nebenkläger Bach wurde eine Buße zugesprochen und außerdem das Recht zuerkannt, das Urteil zu veröffentlichen Sämtliche Verurteilten mit Ausnahme von Böhm wurden sofort verhaftet und der Stra Vollstreckung zugeführt. Rosch-Haschanah in Berlin Die Berliner Jüdische Gemeinde hat in diesem Jahr an den Hohen Feiertagen in 16 Gemeinde-Svnagogen und in 26 Betsälen — jm ganzen also 42 — vollständige Neujahrs¬ und Versöhnungs-Festgottesdienste eingerichtet. In diese Zahl nicht einbegriffen sind die vielen Gottesdienste, die in Groß-Berlin von den zahlreichen liberalen und orthodoxen Privatvereinen, teilweise mittels Subvention durch die Jüdische Gemeinde, abgehalten werden. Waifher Rafhenaus 65. Geburtstag Kranzniederlegung am Grabe und an der Mordstelle Der 29. September ist im Gedenken an Walther Rathenaus 65. Geburtstag von der Walther-Rathenau- Stiftung und Walther-Rathenau-Gesellschaft begangen worden. An der Stelle, an der der Mord geschah, wie an der Gruft, waren Kränze niedergelegt. Der Kranz, den Stiftung und Gesellschaft für die Königsallee im Grunewald bestimmt haben, trägt als Inschrift ein Wort Walther Rathenaua: «Freie Verehrung erhebt!» Zum Tode Emil Orliks Die gesamte Presse gibt der Trauer um das Ableben des großen Graphikers und Malers Emil O r 1 i k, Professor an der staatlichen Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbe* museums Beilin, der am 28. September abends in Berlin, 62jährig, verstorben ist, Ausdruck. Emil Orlik war 1870 in Prag als Kind jüdischer Eitern geboren worden, trat aber in seinen Mannesjahren aus dem Judentum aus. Er gilt als einer der Bahnbrecher und der besten Lehrer auf dem Gebiete der Graphik. Canaan Trusiceshlp Co., Jerusalem ittocnBiöR man wjd öWl» Informationen, Ideen, Vorschläge, PläfMfc Programme, Kostenvoranschläge, fc* die Gründung, Abwicklung, Leitung un4 UUoviSI Ueberwachung von Unternehmungen odef Geschäften in Erez Israel. liefert Vertreter für Oesterreich; Ludwig Gutmann, Wien, L Fleischmarkt 22, IL, III., 58. Mündliche Besprechung nach vorheriger schriftlicher odtf telephonischer (R-25-7-79) Vereinbarung, 496122 684112

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