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Die Stimme · 1932-09-29 · Heft 247 (29.9.1932) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 247 (29.9.1932)
Date
1932-09-29
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 6 DIE STliYlME Nr. 247 — 29. September 1932 PaNNfiiM im Jahre 5692 ■In UUMIMk In mtiKM Imn»»wI«Mi CIi. Han« (TcMwlw) Di« Politik Der Beginn des Jahres 5692 wird in der GescMchte der zionistischen Bewegung durch einen klaren Charakter gekennzeichnet Min: duroh den Abschluß einer Entwlckhmgs- und Kampfperiode in ihrer inneren Bewegung und in ihrer äußeren Politik, di« mit dem Realislermigsbeglnn der Balfour-Deklaration anfftngt und mit dem siebzehnten Zionisten-Kongreß sowie dem Rücktritt der englischen Arbeiterregienmg endet. Die großen Fragen, um die der Kampf ging, blieben in ihrer Unentschiedenheit hangen, weil die realen Umstände sieh ihrer Entscheidung widersetzten. Es trat eine Waf.eniruhe ein, in der jene grundsätzlichen Fragen zugunsten der einzelnen Tagesprobleme zurücktraten. Eine Etappe, durch Erschöpfung bisher angewandter Systeme gekennzeichnet, und eine Ruhepause, erzwungen für die notwendige Besinnung auf neue, die sich dem Wechselspiel der Realitäten anpassen. Es änderte sich nichts durch den heiß erstrittenen Rücktritt Weidmanns, und ebensowenig dadurch, daß das Arbeiterregime in England, das die zionistische Welt und das jüdische Palästina so schwer zu spüren bekommen hat, durch ein anderes ersetzt wurde, das von einzelnen, unscheinbar günstiger gesinnten Menschen geleitet wird. Die großen Zusammenhänge blieben bestehen, wie sie waren, und es handelte sich in diesem Jahre lediglich darum die Positionen die wir hatten, zu behaupten, Gefahren, wie die drohende Bodenverordnung, zu beseitigen und kleine Vorteile zu erzielen. Eine Schedule von 350 Zertifikaten war die letzte Gabe von Sir John Chancellor, der, wie es hieß, froh war, das Land wieder zu verlassen. Die Art seines Nachfolgers kam bisher dem psychologischen Ruhe- und Ausgleichsbedürfnis im Lande entgegen. Korrekt und gerade, kann man sein Verhalten am besten als das Bestreben ansehen, die heutige Londoner Politik genau durchzuführen, in Ihren für uns positiven und negativen Linien. Er sucht, wie bisher keiner seiner Vorgänger, die unmittelbare Berührung mit der Bevölkerung, und, in vorsichtiger Weise, die Berührung zwischen den führenden Kreisen beider Völker durch Veranstaltungen der Regierung (landwirtschaftliche Konferenz in Akko, Besprechung mit den Oberhäuptern der Städte, Pressekonferenzen) und vor allem durch die Bildung von permanenten Beratungskommissionen für verschiedene Gebiete der Verwaltung zu vermitteln. Diese Kommissionen sollen der Bevölkerung Gelegenheit geben, auf die Maßnahmen der Regierung einen Einfluß auszuüben, Seinem persönlichen Einfluß ist die Art der Regelung des Wadi-Chawareth-Streites zuzuschreiben. Es ist inzwischen bekannt geworden, daß die Regierung bei Asah Boden für die Ansiedlung der 200 Beduinen-Familien zu erwerben sucht, von 200 der angeblich «enteigneten» Araber, womit zu hofefn ist, daß die zwischen dem Keren Kajemeth und der Regierung getroffene Vereinbarung ordntmgsgiTTäß erfüllt werden wird. Der jetzige ObcrkommTsär geht um die großen Dinge vorsichtig herum und zeigt für cföe praktischen Probleme des Landes ein eingehendes Interesse, Dem arabischen Versuch, die Parlamentsfrage aufzuröllen, wich er aus und bei der Uebergabe des French-Berfchtes an die Exekutiven der Juden und Araber suchte er vorzeitige Spitzen möglichst umzubiegen. Diesem System scheint es zu entsprechen, daß die Einwanderimgsvorschriiten, die in einer neu kodifizierten Zusammenfassung veröffentlicht wurden, gegen die Juden rigoros gehandhabt werden. Dies ist eine jener großen Fragen, die ins jüdische Fleisch schneiden un-d die für die Periode April—September zugeteilten 2100 Zertifikate wirkten nur durch den Gegensatz gegen die Praxis der letzten Jahre in einem gewissen Grade erleichternd auf die jüdische Welt. Industrie und Handel ln dieser wenig günstigen politischen Lage bildet der unaufhaltsame Fortschritt der jüdischen Arbeit im Lande das einzige herzstärkende Moment. Palästina zeigte in diesem Frühjahr einem gesteigerten Touristen- und Einwanderer- Strom das fruchtbare, ununterbrochene Wachsen des Jischuw und die Bewunderung der Gäste brachte dem Jischuw selbst seine Leistung zti gesteigertem Bewußtsein. Diese neu entstandene jüdische Welt ist nicht nur ein nationales, sondern auch ein wirtschaftliches Erlebnis, besonders für diejenigen, die, aus den bedrückenden Verhältnissen der Qaiuth kommend. die Dinge auf sich wirken lassen. Wenn man die von Verkehr pulsierenden, vielfach seit den Unruhen von 1929 ausgebauten Geschäftsstraßen und Wohnviertel passiert, so drängt sich die Tatsache auf, daß auch diese für uns so opfervollen Ereignisse in ihrer letzten Auswirkung zu einer Stärkung der wirtschaftlichen Positionen des Jischuw beigetragen haben. Die Tel-Awiwer Levante-Messe war, trotz der arabischen Abstinenz, eine jüdisch-wirtschaftliche Kraftäußerung von großer Bedeutung, und was ihr ihren besonderen Wert gab, war die vielversprechende internationale Beteiligung und die schon heute gesicherte Kontinuität. Die kleine jüdische Industrie zeigte in einer konzentrierten Uebersicht Beispiele der jüdischen Schaffenskraft und Anpassungsfähigkeit unter schwierigsten Umständen, wenn man ihrer immanenten Dynamik freie Betätigungsmöglichkeit läßt. Die Industrie und das Handwenk beschäftigen heute 12.000 Arbeiter, und sie behaupten sioh nicht nur gegen eine traditions- und erfahrungsstarke ausländische Konkurrenz im Lande, sondern sie greifen zunehmend auf ausländische Märkte über. Die Industrie befindet sich in einer stabilen, allmählichen Entwicklung, neue Betriebe sind im Entstehen begriffen. Die Zollpolitik paßt siich ihren Bedürfnissen, wenn auch langsam, an, wie in diesem Jahre durch eine wesentliche Erhöhung der Sätze auf Schuhwaren, die eine Befestigung der inländischen Erzeugung bedeutet, Im Juni dieses Jahres wurde nach einem viereinhalb Jahre währenden, unter den größten Schwierigkeiten zu Ende geführten Baue das große RuMienbergsche firoBHeiscMiaueral SIEGM. KORNMEHL Zantrala IX, Berggasse IV, Tai. A l/-3-tWu. A16-9-8« Lieferant für Heilanstalten Abteilungen für IW^-Flelsch unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rahbinats der Israelitischen Kuitusgeraelnde Wien AuiorasH»llun0 Koiiemo« IX, Berggassa \b XVIII. W&hrlngerstraße 79 Elektrizitätswerk, mit einer Kapazität von 65 Millionen Einheiten, eröffnet, womit das Land einen Entwicklungsfaktor von größter Bedeutung erhalten hat. Die fortschreitende wirtschaftliche Entwicklung Palästinas kam in der bemerkenswerten Tatsache zum Vorschein, daß sich in der Handelsbilanz für das erste Vierteljahr 1932 Ein- und Ausfuhr — 1,490 000 Ein- und 1,400.000 Pfund Aus uhr— zum ersten Male fast die Waage halten. Wohl ist dieses Ergebnis durch die starke Orangenverscltiffung in dieser Jahresperiode saisonbedingt, aber diese Bewegung hat durch ihre stetige Ztfnahme die Tendenz nach einem Ausgleich im gesamten Außetihandelsverkchr Die stabile wirtschaftliche Lage des Landes kommt nicht zum mindesten in der Leichtigkeit zum Ausdruck, mit der die Regierung, in dieser Schmerzenszelt der meisten Staaten, ihr Budget in der auf 263.000 Pfund erhöhten Summe, die für öffentliche Arbeiten Im nächsten Jahre eingestellt wurde, atisbnlanciert. Ein unzweifelhafter Gradmesser für die Wirtschaft des Landes ist die stabile Lage »einer Banken und filr das Vertrauen in sie der bedeutende Zustrom von jüdischen Kapital aus dem Gallith. Die großen Geldbestände in den Banken aus Depositen und die gleichzeitige Unmöulichkelt, diese Kapitalien in die nach ihnen dürstende Wirtschaft langfristig elnstirömen zu lassen, zeugt für einen technischen Mangel im Finan-zsystem, aber auch für die Rei'e zu einer organisatorischen Umgestaltung der Krcditverhältn-rssc im Lande, die seiner wirtschaftlichen Entwicklung einen gewaltigen Antrieb zu geben geeignet wäre. Die Landwirtschaft Unsere stärkste Legitimation beim Aufbau ist die jüdische Landwirtschaft, denn städtisch-wirtschaftliche Leistungen haben die Juden in der ganzen Welt aufzuwelsen, Es ist heute nicht überflüssig, dieses sonst allgemein anerkannte Moment zu betonen. Die letzte Volkszählung ergab eine jüdische Landbevölkerung von 45.000 Seelen, das »st 26 Prozent des Jischuw. Das Verhältnis stellt nicht die Grenze unserer Wünsche dair, zeigt aber die gesunde Schichtungstendenz in der jüdischen Palästinawanderung. Die diesjährige Ernte hatte ein besseres Ergebnis, als man infolge der unnormalen Regenzeit befürchtet hatte. Es gab aber einzelne arabische Gegenden, die eine völlige Mißernte hatten, und besonders schwer ist die Situation der arabischen Fellachen, die an den Schädigungen der letzten Ernte und an den Folgen der Weltkrise zu tragen haben, Ihr Grad kommt in der Ermäßigung der Oscher-Steuer durch die Regierung um 70 Prozent und in der Zollerhöhung auf Getreide und Mehl zum Ausdruck. ln einem weit geringeren Grade machte sich die Ungunst dieser Lage in der jüdischen Landwirtschaft — wenn man von einigen, besonders dem nondgalileeischen Kolonien der «PICA», für deren wirtschaftliche Rückständigkeit besondere Faktoren verantwortlich sind, absieht — bemerkbar, nicht nur, weil sie in einer mannigfaltigeren Wirtschaft einen Ausgleich findet, sondern infolge Ihrer großen technischen Ueberlegenheit, die mit jedem Jahre mehr ihre Wirkungen zeigt. Das gilt besonders für unsere nationalen Siedlungen im F.mek Jesreel und im Jordantal, die so oft ein Gegenstand der Kritik in den zionistischen Reihen waren. Die glückliche Vereinigung eines an keine traditionelle Schwere gebundenen Und dem ständigen Fortschritt offenen Sinnes mit tiefer Hingebung an die Arbeit haben hier das Gesicht der Wirtschaft vollständig gewandelt. Der lebendige Kontakt mit den wissenschaftlichen Arbeiten der Versuchsstationen, das ständige Suchen nach größerer Wirtschaftlichkeit haben zu einer Bereicherung und Verfeinerung der Wirtschaftszweige, zu ihrer Rationalisierung, und zur Indienststellung der modernsten technischen Hilfsmittel geführt, die vielfach geringeren Arbeitseinsatz und höhere Erträge zur Folge haben. Infolge des ungünstigen Standes der nationalen Fonds konnten in den letzten Jahren keine neuen nationalen Siedlungen angelegt werden. Trotzdem steht auch die landwirtschaftliche Kolonisation nicht ganz still. Der starke Drang nach Seßhaftwerden auf dem Boden unter der landwirtschaftlichen Arbeiterschaft führte in der letzten Zelt zu der Erscheinung, daß immer größere Gruppen von ihnen, unter Außerachtlassung der finanziellen Unterstützung durch den Keren Hajessod, sich auf den Boden niederlassen, den ihnen der Keren Kajemeth zur Verfügung stellt, und zu wirtschaften beginnen, sich in der Hauptsache auf die Lohnarbeit in den Kolonien stützend, bis sie die eigene Wirtschaft ausgebaut haben werden. Der Keren Kajemeth hat diesem Drange bei der Aufteilung der Hälfte des Wadii-Chawereth-Bodens durch Zuteilung von Boden für mehrere hundert Arbeitersiedler entsprochen. Es hat allen Anschein, daß dieser Kolonisationsweg. trotzdem er für den Siedler mit ungeheuren Anstrengungen und Selbstaufreibung verbunden ist, immer weiter um sich greifen wird. Die Ausbreitung und das Gelingen dieser Kolonisation ist jedoch an zwei Voraussetzungen geknüpft: daß in den jüdischen Kolonien und Privatwirtschaften die rein jüdische Arbeit heilig gehalten und gesichert ist und zweitens und vor allem: daß der Keren Kajemeth in den Stand versetzt wird, in der Nachbarschaft dieser Wirtschaften immer neuen Boden zu erwerben An diese Voraussetzung Ist auch die Möglichkeit der in letzter Zeit so sehr geforderten Mittelstands-Kolonisation geknüpft, für die der Keren Kajemeth aus dem Wadi-Chawnreth-Komplex-Boden für 425 Familien zur Verfügung gestellt hat. Die landwirtschaftliche Privatinitiative, die sich naturgemäß fast ausschließlich auf das Orangengebiet beschränkte, hat auch im abgelaufenen Jahre starke Fortschritte gemacht. Ihr verdanken die bestehenden Kolonien im Scharon und Schomrongebiet ihr rasches Wachstum und neue Siedlungspunkte. Im Frühjahr 1932 wurden 17.000 Dunam Boden neu bepflanzt, womit der jüdische Pardeßbesitz ungefähr 85.000 Dunam erreicht hat. Nach der bisherigen Uebersicht werden in diesem Herbst und im nächsten Frühjahr weitere 25.000 Dunam Orangengärten angelegt werden. Die Orangenindustrie hat im letzten Jahre günstig abgeschlossen. Der Ertrag erreichte über 3,600 000 Kisten. Von der nächsten Ernte werden vier Millionen Kisten erwartet, und zwar wird der Zuwachs in der Hauptsache aus der jüdischen Wirtschaft kommen. Einen Mißton in diese bisher ungehinderte Entwicklung der ürangenindustrie brachte die englische Wirtschaftspolitik in Ottawa durch die Belastung der palästinensischen Früchte mit einem Zoll von dreieinhalb bis fünf Schilling für je fünfzig Kilogramm während der Monate April—Oktober. Diese Opferung der wirtschaftlichen Interessen Palästinas Ist für das Mandatarland um so unentschuldbarer, als sie vollständig in dessen Hände gelegt sind und als das Land keine Möglichkeit hat, zu ihrer Wahrung nacli dem Muster der anderen Staaten eine geeignete Zollpolitik zu führen. Es ist zu erj Alleinstehende Dame, auch in Palästina begütert, sucht all Gesellschafterin und Mitarbeiterin eine sehr sympathische, vornehme, gebildete und alleinstehende Frau oder Fräulein im Alter von zirka 80 Jahren. Offe.te mit genauer Lebensbeschreibung, Angabe von Referenzen und Lichtbild zu richten an die Adm. d. Blattes unter A. L. 595. warten, daß die Organenindustrie es verstehen wird, den Schaden durch eine weitere Rationalisierung und durch Anpassung an die neuen Verhältnisse zum Teife auszugleichen, (Weitere Artikel über «Städtische Siedlungen und Arbeitslage:», «Privatinitiative und nationale Fonds» folgen. Die Red.) Hebräische Kongreß in Palastino 1933 Beschlüsse des Zentralkomitees des hebräischen Weitverbanoes Be r 1 i n, 18. September. (J. T. A.) Vom 13. bis 15. September fand in den Räumen des Beth Am Iwri in Berlin die Plenarsitzung des Zentralkomitees der Brith Iwrith Olamith statt. Die Sitzung bekam ihr besonderes Gepräge durch die Beteiligung des Bürgermeisters von Tel-Awiw M. D iz e n g o f f und des Mitgliedes der Exekutive der Jewish Agency Professor S. Brodetsky an derselben. Nach einleitenden Worten des Leiters des Berliner Bureaus des Brith Iwrith Olamith, Dr. S. Rawidowitz, begrüßte Professor Brodetsky die Tagung iin Namen der Exekutive wie auch im Namen des englischen Komitees der Brith Iwrith Olamith und unterstrich die Bedeutung der hebräischen Bewegung und ihres Organs, des hebräischen Wcltverbandes, für die Entwicklung des Zionismus. M. Dizengoff überbrachte den Wunsch der Stadtverwaltung Tel-Awiw, daß der erste Kongreß des Weltverbandes in dieser Stadt stattfinde, die, wie er sagte, berufen ist, die «jüdische Kongreßstadt» zu werden. Es wurden ein Bericht des Zentralkomitees und Berichte über die Tätigkeit der lokalen Organisationen ln Polen, Litauen, Oesterreich, Deutschland sowie Uber die Arbeit in Palästina und in Amerika erstattet. Alle diese Berichte zeigten einerseits das wachsende Interesse für die hebräische Bewegung auf, andererseits das ungenügende Ausmaß der Arbeit sowohl im Zentralorgan als auch in der Peripherie, was seinen Hauptgrund hat — neben allgemeinen Faktoren — in der unzureichenden finanziellen Förderung, die die hebräische Bewegung bis jetzt gefunden hat. — Auch über die Lage des hebräischen Schulwerkes, insbesondere in den Randstaaten, wurde von Dr. Sohar (Warschau) und Herrn Lipez (Kowno) eine genaue Darstellung gegeben, Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage der Einberufung des Kongresses. Es wurde nach umfassender Aussprache der Beschluß gefaßt, den Kongreß Im Jahre 1933 nach Palästina einzuberufen. Zu diesem Zwecke soll ein spezielles Komitee in Palästina geschaffen werden, für das der Kern bereits in Form eines Lokalkomitees der Brith Iwrith Olamith besteht. Ferner soll auch in Amerika ein Kongreßkomitee Ins Leben gerufen werden. Die Grundlage für die Wahl zum 'Kongreß soll der «Sela» bilden, und zwar sollen je 300 Sela- Zahler einen Delegierten wählen. Dem Zentralkomitee wurde der Auftrag gegeben, das In allgemeinen Zügen festgesetzte Programm nach Verständigung mit den Landeskomitees zu veröffentlichen. Die vorbereitenden Arbeiten für die Abhaltung des Kongresses, sowohl die organisatorischen wie die finanziellen, sollen vom Zentralkomitee sofort ln Angriff genommen werden, in erster Reihe soll eine umfassende Propaganda für die Sela-Aktion und für den von der Brith Iwrith Olamith begründeten Fonds (Keren Tarbuth) auch durch Entsendung von Delegationen in verschiedene Länder elnsetzen. An den Beratungen nahmen außer den oben genannten Herren und den Mitgliedern des Berliner Zentralkomitees u. a. auch noch die Herren Professor I. Markon (Hamburg), D«\ H. Torczyner (Berlin), Privatdozent Dr. Schapiro (Kowno) und die Vertreter der österreichischen Landesorganisation Dr. Tartakower (Wien) und Ungerfold (Wien) teil. Von zahlreichen Mitgliedern des Rates der Brith Iwrith Olamith, die an der Teilnahme verhindert waren, sind Begrüßungen eingelaufen, so u. a. von Dr. S. ßernfeld (Berlin), L. Motzkin (Paris), Dr. Ehrenpreis (Stockholm), Dr. Patal (Budapest) u. a. m. * Der Beschluß auf Abhaltung des Kongresses in Palästina wurde von den Wiener Delegierten ln entscheidendem Maße beeinflußt. Rechtsaawaltsanwiirter gute Geseizeskenntnisse. versiert ln Schrift* sfl'zen wie In ProzeBführun”, prima Referenzen, si cht Steile, auch iJrovlii. Anträge unter «■Qahalt Vfaban*ach«“ an die Administration d eses Blattes. c

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