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Die Stimme · 1932-09-08 · Heft 244 (8.9.1932) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 244 (8.9.1932)
Date
1932-09-08
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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DIL . Seite 9 Nr. 244 — 8. September 1932 Sprechsaal der Stimme Für die Mitteilungen, die in dieser Rubrik erscheinen, übernimmt die Redaktion keine Verantwortung. Die derzeitige überaus ernste wirtschaftliche und politische Lage, in welcher sich der Qroßteil des jüdischen Voljres, insbesondere in Oesterreich befindet, erfordert es nunmehr, daß sich die Judenschaft in diesem Staate auf national-zionistischer Basis politisch zusammenfindet, um den vehementen Angriffen auf die Ehre und Existenz, denen wir täglich — im wahrsten Sinne des Wortes — ausgesetzt sind, wirksam begegnen zu können. Vorerst ist es jedoch notwendig. daß unsere jüdisch-nationale Presse weitgehendste Verbreitung innerhalb der breiten Massen des österreichischen Judentums findet. Der Appell: «Das jüdisch-nationale Blatt in jedes jüdische Haus» darf nicht ungehört verhallen, denn nur das zionistische Organ kann uns Berater und Wegweiser in dieser Welt des Judenhasses und der Verleumdung sein. Karl Rephan, Krems. 0rle/e aus der (froviuM Wie wir bereits beriohtet haben, fand am 13. August in Bad Vöslau eine Veranstaltung für den Nationalfonds statt, die einen außerordentlichen propagandistischen und materiellen Erfolg brachte. Zu dem schönen Qelingen des Festes trug nicht wenig die sorgfältig zusamengestellte Akademie bei, die beim Publikum oft stürmischen Anklang fand. Da war Frau Pia Klein, die in ihrer scharmanten Art reizende kleine Chansons sang, dann der 7jährige Hansi Horner, ein entzückender Junge, der mit viel Talent, degagiert wie ein Großer, seine Geige meistert. Die jüdische Note des Programms vertrat der Konzertsänger Max König, der mit schöner Stimme jiddische Lieder brachte, und Dr. Oskar Teller mit Viktor Schlesinger Ln ihrem humorvollen politischen Kabarett. Alles in allem, ein äußeret gelungener Abend, der dem rührigen Damenkomitee zu danken Ist. Jüdisthet Spott FuOball Hakoah—Nicholson 0:0 (0:0) Stadion-Platz. 15.000 Zuschauern Schiedsrichter Janak. Hakoahs Start in der heurigen Meisterschaftskampagne vollzieht sich überaus glücklich. Die Blauweißen konnten aus den beiden ersten Spielen 3 Punkte ins Trockene bringen, eine respektable Reserve für die sicherlich noch kommenden mageren Zeiten! Wir wollen das Verdienst der mit ungeheurer Aufopferung kämpfenden Mannschaft nicht schmälern, wenn wir darauf hinweisen, daß diese Erfolge mit einem einzigen gelungenen Torschüsse erzielt wurden. Die Tatsache, daß derzeit zwischen Angriff und Hintermannechaflt eine Klassendifferenz besteht, wird eben durch das in zwei Spielen erzielte Torverhältnis von 1:0 klar demonstriert. Der Mentalität des Hakoah-Anhanges, der rasch in Siegestaumel und ebenso rasch in tiefste Depression verfällt, Rechnung tragend, wollen wir nochmals konstatieren, daß die Mannschaft ihre letzten Erfolge nicht durch wirklich gediegenes Können, sondern hauptsächlich durch ihren überaus erfreulichen Kampfgeist erzielte. Hoffentlich gelingt es der Se.ktionsleitung bald, den Angriff zu verstärken. Dann könnte reelles Können, gepaart mit der jetzt bewiesenen Aufopferung, die Fußballmannschaft der Hakoah wieder zu dem machen, was sie schon einmal war: Zu einem wirksamen Propagandamittel für die jüdische Sportbewegung. Nun zum Spiele selbst: Die Hakoah hatte ihren weitaus besten Mann in dem Tormann Löwy. Feldmann und Amster boten eine durchaus zufriedenstellende Leistung. In der Halfreihe spielte diesmal Placzek die 1. Geige, aber auch Donnenfeld konnte über die ganze Distanz mit einer gediegenen Leistung aufwarten. Drucker befriedigte nur in der 1. Hälfte, während er in der letzten halben Stunde der 2. Halbzeit zeitweise ganz verschwand und die Assistenz des ihm oft beispringenden Placzek sehr nötig hatte. Im übrigen würde auch einem größeren «Steher» als Drucker hinter diesem inferioren Sturm die Luft ausgehen. Der Angriff bot ein trostloses Bild. Ehrlich ist von seiner in den letzten Frühjahrspielen gezeigten Form weit entfernt. Mausner, der selbst geführt werden muß, kann nie einen brauchbaren Sturmführer abgeben und vergeudet daher auf verlorenem Posten viel Energie. Buchhalter könnte auch durch einen schlechten Grünwald übertroffen werden. Lediglich Eisenhofer repräsentierte den richtigen Stürmertyp, fand aber wenig Verständnis. Weißkopf bewies durch einige schneidige Läufe und güte Flanken, daß ein tüchtiger Nebenmann aus ihm trotz der derzeit noch vorhandenen Mängel viel heraushoien könnte. Schiedsrichter Janak irrte sich oft, war aber wirklich objektiv . Zusammenfassend kann gesagt werden, daß Nicholson wohl die ausgeglichenere Mannschaft stellte und viele Gelegenheiten vergab, so daß die Hakoahner mit der Punkteteil ung sehr gut wegkamen. Andrerseits verhauten aber auch die Hakoahner mindestens drei totsiohere Gelegenheiten, so daß das Endergebnis für beide Parteien als glücklich bezeichnet wenden muß. Nicholson findet sich rascher und Löwy hat einige Male Gelegenheit, sein Können zu zeigen. Eine glänzende Chance arbeitet Weißkopf heraus, der in prächtigem Laufe vorgeht und ausgezeichnet flankt. Buchhalter verdirbt die glänzende Gelegenheit. Jn der 30. Minute hat Ehrlich, der allein voms Tor kommt, eine glänzende Gelegenheit. Statt zu schießen, paßt er zu Eisenhofer zurück und die Situation ist bereinigt. Es beginnt stärker zu regnen und die Favoritner sind stank überlegen. Uridil verschießt off-side stehend aus günstiger Position. Dann wird ein Prachtschuß Eisenhofere geholten. Die 2. Hälfte sieht wieder die Favoritner in Front. Löwy zeichnet sich wiederholt aus. Nach einer Flanke Weißkopfs schießt Eisenhofer, Plaschka läßt den Ball fallen und Weißkopf, der rasch gestartet ist, erscheint auf der Torlinie, Auf unerklärliche Weise bleibt auch diese Situation unausgenützt. Es folgt eine kurze und erfolglose Angriffsperiode der Hakoahner, dann beherrschen die Blaugelben das Feld. Löwv wehrt sich verzweifelt und findet beste Unterstützung durch Konzertmeister Prof. Josef Zimbler IX., Hahngasse 31, ist vom Urlaub zurückgekelirt und übernimmt noch einige Schüler für Violinunterricht. die Torstangen. Knapp vor Schluß geht Eisenhofers Schoß nach einem Freistoß knapp daneben. Beim Schlußpfiffe hwt man den Eindruck, daß beide Mannschaften zufrieden sind. Es hätte für jeden auch schlimmer enden können! Hakoah: Löwy; Feldmann, Amster; Donnenfeld, Drukker, Placzek; Ehrlich, Eisenhofer, Mausner, Buchhalter, Weißkopf. Sp. S dmlmmen Der jüdische Schwimmklub «Hagibor» (P ag) gewann die Staatsmeisterechaft der Tschechoslowakei. Blinderen Anteil an diesem Erfolg hat Getreuer, der allein drei Einzelmeisterschaften gewann. Hocke« Hockey. Dem österreichischen Hockey verband ist es gelungen, die berühmte indische Hockeymannschaft, die aus den olympischen Spielen als Sieger hervongegangen ist, für ein Wettspiel zu gewinnen, das am Mittwoch, den 14. d. M, um i/25 Uhr auf dem Platze des Sportklubs W. A. C. vor sich gehen wird. In der österreichischen Mannschaft werden voraussichtlich folgende jüdische Spieler mitwirken: Im Tor: Max (Hakoah) oder Leo Brück (V. f. B.); Verteidigung: Dr. Ries (W. A. C.), Herz! (V. f. B.); Half: Kaftane (W. A. C.), Hans Wald (Allround); Stürmer: R 0 s e n f e 1 d (V. f. B.). Das Match verspricht sehr spannend und interessant zu werden. d. Die Sportwoche In Erez Israel (Von unserem W. F.-Korrespondenten.) Durch die große Hitze gestört, ruhte der gesamte Sportbetrieb Erez Israels einen ganzen Monat, Während der sportlichen Ruhepause fanden jedoch zwei äußeret wichtige Ereignisse statt: Die feierliche Eröffnung der neuen Makkabi- Tumhalle in Tel-Awiw und die Generalversammlung (Weidah) des palästinensischen Makkabikreises in Rischon le Zion. Moadon-Eröffnung in Tel-Awiw: Die Feierilchkeiten begannen bereits Samstag vormittags am Strand, wo ein Appell der ganzen Agudah Makkabi Tel- Awiw stattfand, Ueber dreihundert Turner und Turnerinnen sowie alle Sportsektionen standen um 8 Uhr früh auf dem Sommerturnplatz dea Makkabi beim Meere gestellt. David AI m a g 0 r, der Leiter der technischen Kommission verlas den Festappeil, die jüdische Fahne wurde am Mast hochgezogen und die Makkabim leisteten die Ehrenbezeigung. Dann begann ein Schauturnen unter der Leitung von David Almagor. Anschleißend daran führte die Leichathletiksektion einen Stillauf und ein Gruppenhochspringen vor. Dann trat die Schwimmsektion in Aktion und zeigte eine Reihe von vorbildlichen Crawlschwimmem. Großes Aufsehen erregte das Auftreten der Radfahrsektion mit ihren schönen Dressen. Auch einige Schiffe der Rudersektion waren zum Appell erschienen. Sie hatten beim Yarkon ihren Start und fuhren mittels Ruder zum Meere, wo die Segel flott gemacht wurden und kreuzten vor dem Turnplätze. Anschließend an den Aufmarsch fanden Spiele für Kinder statt, die ebenfalls recht zahlreich beschickt waren. Die Propagandaveranstaltung hatte dem Makkabi viele neue Freunde gewonnen und hinterließ unter den zahlreichen''Besuchern und Strandgästen den schönsten Eindruck. Um 8 Uhr abends marschierte der Makkabi Tel-Awiw in Uniform vom alten zum neuen Moadon (Turnhalle). An der Spitze fuhren die Radfahrer mit Fackeln. Sechs Radfahrer, die per Rad aus Polen via Türkei nach Erez Israel gekommen waren, erhielten die Ehre, die Spitze des Zuges zu bilden. Dann folgten die Mädchen und die vielen Kwuzoth der Turner und Sportler mit ihren Fahnen. Das neue Moadon —■ ein Prachtbau auch für verwöhnte europäische Begriffe — war bis auf den letzten Platz gefüllt. Ueber 1000 Personen waren im Saale anwesend und immer wieder begehrten neue Massen Einlaß. Vizebürgermeister von Tel-Awiw — Ing. Rokach — eröffnete die Feier und sprach über die Bedeutung des Makkabi im allgemeinen und über die Aufgaben des Makkabi Tel-Awiw im besonderen. Vorsitzender Jitzchak Ziesling, durch dessen Initiative der schöne wertvolle Bau zustande gekommen war, begrüßte vor allem die Gäste aus Polen, ferner auch Gäste aus Aegypten (Araber) und Vertreter aller Korporationen. Dann führte er die vielen Hindernisse an, die es gekostet hatte, bis der Makkabi zu dem Heim kam, das die größte und eine der schönsten Turnhallen eines einzelnen Vereines auf der ganzen Welt darstellt. Auch der Erbauer — Ing. Schiffmann von der Stadtverwaltung — sprach einige Worte. Dann folgten Bühnendarbietungen in Rhythmik, Gymnastik, Geräteübungen für Männer, Kinder und Frauen, Ringkämpfe, Jiu-Jitsu, Pyramiden, Radreigen und dergleichen. Die Tanzkapelle des Makkabi-Petach-Tikwah vereinigte die Makkabijugend bis in die Morgenstunden bei fröhlichem Tanz. Die Weidah in Rischon le,Zion. Am 5. und 6. August fand im Beth-Am von Rischon le Zion die diesjährige Generalversammlung des palästinensischen Makkabikreises stat. 107 Delegierte und 20 Mitglieder der Moazah sowie 7 Mitglieder der letzten Leitung waren aus allen Orten des Landes erschienen. Der Vorsitzende Uri Nadav (Jerusalem) eröffnete die Tagung und gedachte der Toten des Jahres. Nach den Rechenschaftsberichten erfolgte ein Referat über die Weltverbandstagung in Wien — gehalten von Natanel (Jerusalem) und ein Referat über Makkabi Hazair, gehalten von Dr. Eges (Jerusalem). Bei der Generaldebatte sprachen 47 Redner. Interesse erregten die Ausführungen von Jehoschuah Aluv (Jerusalem), Usiel (Haifa), Ing. Arazi (Jerusalem). Nach leidenschaftlicher Debattenführung wurde eine Reihe von Resolutionen per Akklamation angenommen. Sie betreffen die künftige Arbeit, das Verhältnis zum «Ha- Eoel», die Propagierung der 2. Makkabiah usw. ln die neue eitung wurden folgende Delegierte gewählt: Nadav, Arazi, Dänin, Natanel, Aluv (Jerusalem), Ziesling und Frankl (Tel- Awiw). Arbeitsgemeinschaft der Auslandsmakkabim in Tel-Awiw. Unter der Führung von Walter Frankl wurde vor zwei Monaten die Arbeitsgemeinschaft der Makkabim gegründet, die nach der Makkabiah in Tel-Awiw verblieben. Von 32 Chawerim, die in dieser Kwuzah organisiert sind, haben 27 bereits fixe Arbeit erhalten, die anderen arbeiten vorläufig bei Gelegenheitsarbeiten. Die Kwuzah hat einen Hebräischkurs (dreimal die Woche) eingerichtet, jeden Freitag finden Singabende statt. Chawer Elsbach (früher Hannover) arbeitet daran, eine Gitarrengruppe zusammenzustellen. Letzte Woche haben sich drei Chawerim aus Polen, ein Chawer aus Danzig und Chawer Schlesinger, der ehemalige Leiter des Makkabi Riga (Lettland) bei der Gruppe angemeldet. Bis alle Mitglieder der Gruppe auf festen Arbeitsplätzen sein werden, wird die Gruppe ihre Hauptaufgabe in der Stellenvermittlung für neue Auslandsmakkabim sehen. Schwimmen. Makkabi Tel-Awiw siegte im Wasserpolo gegen Herzlia-Gymnasium 10:0 und gegen die englische Militärmannschaf von Sarafend 8:1. — Am 10. September finden in Haifa die Meisterschaften von Erez Israel Im Schwimmen, Wasserhall und Kunstspringen statt. — In Nes*- Ziona wurde eine neue Makkahi-Scliwimmsektion gegründet^ die ein Bassin von 15 mal 15 m zur Verfügung hat. Leichtathletik. Auf der Weidah in Rischon wurden folgende Wettkämpfe für die nächste Saison abgeschlossen: 20. August Meeting in Petach-Tikwah um den Pokal der Moschawoth; 22. August Meeting in Rischon anläßlich des 50jährigen Jubiläums der Kolonie; 30. August Straßen-Staf» fellauf «Rund um Tel-Awiw», Kupferstein-Memorial; 3. September Jugendmeeting im Stadion von Tel-Awiw; 10. September Iriterklubkampf von Makkabi Rischon, Rochovoth, Ness-Ziona und Umgebung komb. gegen Makkabi-Tel-Awiw zweite Garnitur; 17. September Makkabi Petach-Tikwah gegen Makkabi Tel-Awiw in Petach-Tikwah; 24. September Interklubkampf Makkabi Tel-Awiw gegen Makkabi-Jerusalem in Jerusalem mit Exhibition im Hammerwerfen, Dreisprung und Hürdenlaufen für Männer und Frauen; 15. Oktober Kimm Hammakkabioth harischon im Stadion von Tel-Awiw (Frauensportfest); 22. Oktober 1. Zehnkampfmeisterschaft von Erez Israel; 29. Oktober Makkabi Tel-Awiw und Makkabi Haifa komb. gegen das schottische Militärteam in Bath Oatim. Außerdem finden im Herbst die Revanchekämpfe gegen den «Hapoel» und gegen Syrien statt. Fußball und Handball. Ruhen noch bis Ende August. Sendet Sportzeitungen — Sportbücher aller Art —* in jeder Sprache, wir leiden Not an Sportliteratur. Adresse für Sendungen: Makkabi Tel-Awiw P. O. B. 129, Palästina. Die Leichtathletiksektion des Makkabi Tel-Awiw hat die erste Nummer ihrer eigenen Zeitung «Bamaslul» (auf der Rennbahn) erscheinen lassen. Magdeburg ehrt Daniel Prenn. In Magdeburg, das in die vorderste Reihe der deutschen Tennis-Turnierstätten gehört, wurde ein neugeschaffener Centre-Court des Tennis- und Hockey-Clubs Grün-Rot eingeweiht, der zu Ehren der großen Erfolge von Daniel Prenn bei den Davis-PokaJkämpfcn «Prenn-Platz» benannt wurde. Es wurde sehr bedauert, daß Prenn wegen einer plötzlichen Erkrankung den Spielen anläßlich der Einweihungsfeier fernbleiben mußte. &Hm Die erste Fllm*Oper. Bisher hatte der junge Tonfilm noch keine vollständige Film-Oper hervorgebracht, sondern bloß bühnenmäßig gestellte Szenen aus bekannten Opern wiedergegeben. Der erste Versuch, eine Oper mit den künstlerisch reicheren Mitteln des Films zu inszenieren, also einen echten, bewegungslebendigen Film zu schaffen, den Musik und Gesang in natürlicher Entwicklung erfüllt, wurde erst vor kurzem in Deutschland unternommen. Es handelt sich hier um Friedrich Smetanas komische Oper «Die verkaufte Braut», die vom Regisseur Max Ophuels zum Film gewandelt wurde, wobei Theo Mackeben die Musik, ohne sie zu kürzen oder durch Zusätze zu ergänzen, dem fließenden, immer wechselnden Filmgeschehen einverleibte. Diese filmkünstlerisch höchst bedeutungsvolle Tat war von Erfolg gekrönt. Die Aufnahme der ersten Filmoper war seitens des Publikums und der Presse geradezu enthusiastisch. In Wien erscheint das Werk bereits in allernächster Zeit. «Quick» — Albers—Harvay. Die große interessanteste Stärvereinigung der Saison bildet ohne Zweifel die Partnerschaft Lijian Harvays und Hans Albere in dem Großfilm der Ufa «Quick». Die beiden, auf der Höhe ihres Ruhmes und Könnens stehenden Künstler spielen hier zum ersten- und wähl für lange Zeit zum letzten Male zusammen. «Quick» ist die nächste Uraufführung der Ufa im Gartenbau- Ufaton-, Wienzeile-, Stafa- und Kolosseum-Kino. «Die geheime Vergnügungswelt der Großstadt,» Der Sittenfilm «Die Geheimnisse eines Massagesatons», der nächste Woche in Wien erscheint, zeigt jene Vergnügungsstätten der Großstadt, von denen offiziell nichts bekannt ist, die aber trotzdem oder gerade deshalb von der Lebewelt besonders gern frequentiert wenden. Die Hauptrollen spielen Lude Englisch, Ida Wüst, Adele Sandrock, Sönta Söneland und viele andere. «Mikrophon auf Reisen», eine österreichische Tonfilmreportage, gelangt ab Dienstag, den 13. d, M„ in der Urania und im Margaretner Volksbildungshaus zur Uraufführung. Kreuzer «Emden». Eines der ruhmreichsten Kapitel de» deutschen Kriegsflotte bildet die abenteuerliche Heidenfahit des Kreuzers «Emden». Die «Emden» wird im gelben Meetf vom Kriegsausbruch überrascht und bekommt den Befehl, auf eigene Faust Kaperfahrten zu unternehmen. Es gelingt ihr, eine große Anzahl feindlicher Kriegs- und Handelsschiff« zu versenken, wobei sie sich wiederholt gegen eine bedeutende Uebermacht zu verteidigen hate. Sie war Monate hindurch dar Schrecken der Meere, bis sie der anglo-australische Kreuzer «Sydney» nach heldenmütiger Gegenwehr bezwang. Louis Ralph, der bekannte deutsche Filmschausptetef und Regisseur, hat die dramatischesten Momente aus den Kreuz- und Querfahrten der «Emden» zu einem spannungeredchen Film gestaltet, in dem er selbst die Rolle des Kapitäns von Müller gibt. Außerdem wirken mit: Renee Stobrawa und Werner Fütterer. Wiener Premiere demnächst. Ankündigungen und Mitteilungen Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt. Die Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt eröffnet die Reihe ihrer diesjährigen Vorträge am Donnerstag, den 15. d. M., mit einem Vortrag des Herrn Ing. Jakob O r n s t e i n. Herr Ing. Omstein, der seit zwölf Jahren in Erez-Israel lebt und der an der baulichen Entwicklung des Landes regsten Anteil genommen hat, hält sich in Wien kurze Zeit auf und ist gerne bereit, Interessenten nähere Auskünfte zu erteilen. Er wird über «Wirtschaftliche Vorteile einer Uebersiedlung nach Palästfcwi» sprechen. Der Vortrag beginnt pünktlich um 8 Uhr in unserem Heim, Praterstraße 13. Gäste willkommen. -3S "Der Moment" (Warschau, Nalewki 38) Ist bei allen Zeitung*- ständen zu haben. Besonders reichhaltiger Inhalt in den Freitagnummem. Ebenso die interessante u. reich illustrierte Wochenschrift "Der Hausfreund»

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