Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 244 (8.9.1932)
- Date
- 1932-09-08
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3053752-3053963-3053998--3119-3058607- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite!0 DIE STIMME Nr. 244 — 8. September 1932 Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs, Am 31. August 1032 fand im Festeaa! des sHotel Bayrteoher Hob die konstituierende Generalversammlung des Bundes jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs statt, zu der gegen 1000 neue Mitglieder und Delegierte sämtlicher Ortsgruppen erschienen waren. General Emil Sommer wurde unter brausendem Beifall in der Versammlung einstimmig zum Bundesführer gewählt. Der neue Bundesführer erläuterte in einer kurzen, aber kernigen Ansprache den Zweck des Bundes: Schutz der Ehre, des Lebens und Eigentums der Juden Oesterreichs gegen die unberechtigten Angriffe des Antisemitismus und forderte die Versammelten auf. nach Kräften am guten Werke mitzuarbeiten. Bei der Verlesung der Statuten, die in der Folge en bloc einstimmig angenommen wurden, entwickelte sich eine lebhafte Wechselrede. Auf Vorschlag des neugewählten Bundesvorstandes wurde Herr Rudolf Landes zufolge seiner besonderen Verdienste um die Gründung des Bundes per acclamationem zum ersten Ehrenmitglied des Bundes ernannt. Alle jüdischen Frontsoldaten, die Frontdienste nachweisen können, werden gebeten, sich beim Bund anzumelden, wo sie als ordentliche Mitglieder aufgenommen werden. Als außerordentliche und unterstützende Mitglieder können alle Juden eintreten, die Kriegsdienste geleistet haben oder den Bund durch tätige Mitarbeit sowie finanzielle Beihilfe unterstützen wollen. Solche Mtglieder und die Jugend werden in besonderen Sektionen vereinigt. «Hebräische Schute», Praterstraße 13, Stiege 1, Mezzanin 2. Wie alljährlich, veranstalten wir auch in diesem Jahre während der hohen Feiertage in den neu renovierten Räumen der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt, Praterstraße 13, einen Gottesdienst. Karten sind im Sekretariat täglich von 7 bis 10 Uhr abends zu erhalten. Jlzchak Qrünbaum in Wien. Der bekannte Sejmdeputlerte Jizchak Grünbaum, ehemaliger Präsident der zionistischen Gesamtorganisation Polens, spricht am 10. September 1932, f29 U h r abends, im Festsaale des Hotel Kontinental, II., Taborstraße 2, über: <Weltzionismus und Weltkongreß». Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler, IX., Türkenstraße 9. Unser Lesesaal, der allgemein zugänglich ist, wurde wiedereröffnet und ist täglich von 344 bis %8 Uhr mit Ausnahme von Sonn- und jüdischen Feiertagen offen. Es liegen 120 Zeitungen in verschiedenen Sprachen und verschiedenster Richtungen auf. Bethaus ln der Mensa academlca judaica. Der Verein zur Erhaltung und Förderung der Mensa academica judaica veranstaltet auch heuer anläßlich der hohen Feiertage im Lokale der Mensa, IX., Zimmermannplatz 8, ein Bethaus, (Minjan). Für gute Vorbeter wurde gesorgt. Das Reinerträgnis wird zur Gänze für Freitische an arme Studenten verwendet. Der Kartenverkauf findet täglich von 9 bis 5 Uhr im Sekretariate der Mensa, IX., Zimmermannplatz 8, Telephon B 47-4-66, statt. Verein der Sabbathfreunde «Schomre Schabbos» Wien, II., Leopoldsgasse 16, Telephon A 48-4*15. Es wird verkutbart: 1. Befreiung vom Schreiben an Sabbathen. Auf Grund des Erlasses des Stadtschulrates ZL 2316-IIa-30 und diesbezüglicher Erlässe des Unterrichtsministeriums, sind jüdische Schulkinder vom Schreiben, Zeichnen und der Verrichtung von Handarbeiten jeder Art an Sabbathen und jüdischen Feiertagen zu befreien. — 2. Schuldispens an jüdischen.Feiertagen. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß jüdische Schulkinder den Anspruch erheben können, an den jüdischen Feiertagen ■M.J. Ornsfeln aus Td-Awtw ist 4 Wochen in Wien. Kostenvoranschläge und Rentabilitätsberechnungen täglich von 9—11 Uhr bei Dr. A. Bernay, Rechtsanwalt, I., Rotenturmstraße 25. (Rosch-Haschono, den 1., Jaum-Ktppur, den 10., Sukkoth, den 15., 16., 22. und 23. Oktober) vom Schulbesuch befreit zu werden. — 3. Auszahlung der Arbeitslosenunterstützung. Jene strenggläubigen jüdischen Arbeitelosen, deren Kontroll- oder Auszahlungstag auf einen Sabbath oder jüdischen Feiertag fällt, werden eingeladen, in unserem Sekretariat um Ausstellung einer Bescheinigung anzusuchen, auf Grund welcher die Arbeitslosenämter den Kontrollbezw. Auszahlungstag auf einen Wochentag verlegen. — 4. Unsere kostenlose Stellenvermittlung. Trotz Wirtschaftskrise und Arbeitsmangel hat unsere Stellenvermittlung auch in den letzten Monaten schöne Erfolge aufzuweisen. Wir appellieren hiemit an die jüdischen Kaufleute, Handwerker und Gewerbetreibenden, die Angestellte beschäftigen, sich unserer kostenlosen Vermittlung zu bedienen. Wir vermitteln Angestellte und Arbeiter jeder Kategorie, die tüchtig und verläßlich sind und gewiß allen Anforderungen entsprechen. — 5. Kostenlose Rechtsberatung. Unsere Mitglieder erhalten bei Herrn Rechtsanwalt Dr. Arthur Funk, Wien, I., Gonzagagasse 12 (Montag bis Donnerstag von 3 bis 6 Uhr nachmittags) gegen Vorweisung der Legitimation kostenlos Rechtsauskiintte jeder Art. Legitimationen sind in unserem Sekretariat zu beheben — 6. Konsumrabatt «Schomra». Die vom «Schomre Schabbos» vor einem halben Jahr ins Leben gerufene Rabattaktion «Schomra», hat in der kurzen Zeit ihres Bestandes erfreulichen Zuspruch gefunden. Speziell die stets auf den eigenen Vorteil bedachten Kunden haben den Nutzen, den «Schomra» ihnen bietet, sofort erfaßt und auch danach gehandelt. Der Rabattaktion «Schomra» ist eine Anzahl Firmen aller Branchen — darunter eingeführte bekannte Großhäuser — angeschlossen, die den «Scfiomra»-Knnden einen öprozentigen Rabatt, von jedem Einkauf in der Form gewähren, daß sie für jeden Schilling eine Marke in das «Schomra»-Büchlein einkleben. Das vollgeklebte Büchlein (100 Marken), wird sodann vom «Schomre Schabbos» mit fünf Schilling bezw. das halbvollgeklebte mM zweieinhalb Schillingen eingelöst. Kauft mit «Schomra»!! — 7. Verlosung von Schomra» - Büchlein. Unter den bis 14. Oktober (Erew Sukkot/h) zur Einlösung gelangenden «Schomra»-Büch!ein werden 2 Preise zu 15 Schilling in der Woche nach Sukkoth öffentlich verlost. Halbvollgeklebte Büchlein, die mit dem entsprechenden halben Betrag (S 2.50) eingeldst werden, nehmen an der Verlosung ebenfalls teil, erhalten jedoch im Gewinstfalle nur den halben Preis (S 7.50) ausbezahlt. Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultus* gemeinde Wien Gottesdienst Der Vorstand der Israelischen Kultusgemeinde Wien veranstaltet anläßlich der diesjährigen hohen Feiertage im Großen Musikvereinssaal, 1., Dumbagasse 3, im Sofiensaale, 111., Marxergasse 13, sowie im Festsaale des Hotel Continental, II., Taborstraße 4, feierliche Gottesdienste. Jene Parteien, welche auf die im Vorjahre benützten Sitzplätze reflektieren, können die neuen Karten gegen Vorweisung der vorjährigen an der Kartenkassa der Israelitischen Kultusgtmeinde, Wien, 1., Seitenstettengasse 4, I. Stock, in der Zeit vom 13. September bis 21. September d. J. während der Amtsstunden von 8 bis 1 Uhr vormittags beheben. Der allgemeine Verkauf beginnt am 22. September d. J. Betsitzkarten ffir den Leopoldstädter Tempel Die P. T. Betsitzinhaber, welche auf ihre vorjährigen Sitzplätze m Leopoldstädter Gemeindebethause reflektieren, werden hiemiit ersucht, ihre Karten rechtzeitig zu erneuern. Dieselben können bis längstens Mittwoch, den 21. September d. J. während der Amtsstunden von 8 Zion. Bexirkssektion Leopoldstadt Donnerstag, den 15. September, 8 Uhr, in unserem Heim, II., Praterstraße 13 (Lloydhof), spricht Herr Ing. Jakob Ornstein (Tel-Avlv) über „Wirtschaftliche Vorteile einer Uehersiediung nach Palästina“ Gäste willkommen! Ws t Uhr mittags an der Betsitzkartenkassa der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Sock, behoben werden. Die bis dahin nicht emtuf'rten Sitzkarten gelangen ab 22. September während der Amtsstunden von 8 bis 1 Uhr an obgenannter Kassa zum allgemeinen Verkauf. Einschreibungen an der Sprach- und Bibelschule der Israel. Kultusgemelnde Wien, XX., Othmargasse 46, für das Schuljahr 1932/33. Die Eioscheibungen für Knaben und Mädchen der Volks-, Haupt- und Mittelschule finden für das Schuljahr 1932/1933 an der genannten Sprach- und Bibelschule m aur Zeit von 2 bis 7 Uhr nachmittags im Saale I an folgende-« Tagen statt: Dienstag, den 2ü. September 1932; Mittwoch, den 21. September 1932; Donnerstag, den 22. September 1932. Der Unterricht ist unentgeltlich. Wien, 1. September 1932. Der Vorstand. Anonyme Spenden Von nun ab werden in dieser Rubrik jene Spenden für Fürsorgezwecke der Israelitischen Kufrtusgemeinde ausgewiesen werden, bei denen mangels näherer Angaben über den Spender eine Empfangsbestätigung direkt an diesen nicht abgesendet werden kann.. Hella M. hat in gewöhnlichem Schreiben an die Fürsorge-Zentrale vom 1. September I. J. S 10.— (zehn) «zur Linderung jüdischer Not» eingeschickt, was hiemit auf diesem Wege dankend bestätigt wird. Die Klelder-Stelle der Fürsorge-Zentrale bittet dringendst um Zuweisung von brauchbaren Bekleidungsgegenständen jeder Art, Wäsche, Schuhe usw. für Männer, Frauen und Kinder. Telephonische oder schriftliche Benachrichtigung erbeten an die Fürsorge-Zentrale der israelitischen Kultusgemeinde, Wien, L, Seitenstettengasse 2, Telephon U 25-5-85, welche die Abholung veranlaßt. Mitteilungen des Keren Ka]emeth Wien, I., Kärntnerstraße 28, TeL R-27-3-20, Postsparkassen- Konto A 100.208. Büchsenleerung. Der Ausweis der Büchsenleerung erscheint in der Woche, in welcher der normale Spendenausweis nicht erscheint. Er umfaßt Beträge, welche die Jugendgruppen und sonstigen freiwilligen Mitarbeiter in der Auswersperiode an den Keren Kajemeth abgeführt und verrechnet haben. I. Bezirk: Stadttempel, Seitenstettengasse . . S 145.63 111. „ Bethaus, Hetzgasse 40. 41.62 VI. „ Sali Lampe!. 20.— IX. ,, Sekt. VU1/IX. 9.50 Sommerlager des Chajes-Gymnasiums, Dobein am Koitschachersee.. . „ 13.94 Austritte aus dem Judentum Weiß Antonie geh. Aszknesy, geb. am 5. März 1888 in Wien, wohnhaft UI., Kegelgasse 4. — Weiß Miecysles, geb. am 19. Jänner 1911 in Wien, wohnhaft II!., Kegelgasse 4. — Bittmann Theresia, geb. am 30. November 1908 in New- York, wohnhaft VI., Mariahilferstraße 93. — Lipper Immanuel, geb. am 22. November 1874 in Brody, wohnhaft VI., Hohlweggasse 10. — Ambeus Charlotte geb. Breier, geb. am 4. Juli 1902 m Wien, wohnhaft Wien, XV. —• Steiner Oskar, geh. am 9. November 1905 in Wien, wohnhaft XV., Rotenmühlgasse 64. — Bauernfreund Rosa geb. Mückstein, geb. am 19. Juli 1897 in Mährisch-Ostrau, wohnhaft 111., Baumgasse 37. — Bauernfeld Elfriede, geb. am 12. Oktober 1928 in Wien, wohnhaft HI., Baumgasse 37. — Stepler Wilhelmine geb. Vltek in Wien, wohnhaft 11., Große Pfarrgasse 2. — Falte Stella, geb. am 21. August 1903 in Wien, wohnhaft I., Reichsratstraße 17. — Fischl Friederike, geb am. 9. September 1899 in Wien, wohnhaft HL, Barichgasse 2. — JeUinek Irene, geb. am 28. August 1901 in Wien, wohnhaft VH., Döblergasse 2. — Koehler Isabella, geb. Feldmann, geb. am 28. Nov. 1903 in Wien, wohnhaft VIL, Zieglergasse 39. — Fried Hugo, geb. am 6. Jänner 1907 in Wien, wohnhaft IX., Grüne Thorgasse 33. — Honig Margarethe, geb. am 3. September 1898 in Wien, wohnhaft IX., Berggasse 17. Lebensversicherungs- Gesellschaft PHÖNIX GEGRÜNDET IM JAHRE 188? Versicheiangsbestand pei Ende Juni 1980 .. . . 2775 Millionen Schilling Gaiantiemittei pei Ende 1929 ... 472 Millionen Schilling Prämien and Zinseneinniihmen im Jahre 1929 .. . 187 Millionen Schilling A '/uhlungen an die Versicherten im Jahre 1929 . 43 Millionen Schilling 'i at‘"tceitseebiet dei Genenncn>It: (Josterreich. Deutsches Reich. Tschechoslowakische Republik, Belgien. Holland. Frankreich. Spanien. Italien. Ungarn. Polen. Jugoslawien. Bulgarien, Griechenland, Rumänien. Palästina. Syrien, Türkei, Aegypten. Die Gesellechatt schließt za billigen Prämien and günstigen Bedingungen Kapitalsand Kentenversicherungen jeder Art ab Nenaingaffihrt: KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung, Studienheitrag. Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) Invaliditataveraicherung (Zaniung ciiiüi Kente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Aaszahlung des ▼eitticherten Kapitals nach reiiährigei Itanei dei Invalidität) Per Ende 1941 waren beim Phönix 886.664 Personen versichert 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Unfeiridtff ln Klavier — Orgelspiel — Harmonielehre — Kontrapunkt — Instrumentenkunde und Chorgesang erteilt Prof. H. Ehrlich, Wien, II., Krummbaumgasse 10/14. Jüdisdket Jialendei September 1932 Elul 5692 9 Freitag 8, S.M». e«n0. ß*10 10 Samstag a 8»bb Ausg 7*_ 9, Woehanab. * aohnm Kitaial ' 11 Sonnlag 10a 12 Montag 11a 13 Dienstag 12a 14 Mittwoch 13a | 15 Donnerstag 14a Eigentümer, Verleger und Herausgeber: ZiuiiistiHhei l am1et>v» rhand Mit Uobh-rieidi, Wien, ln Kärwnmtcafte Nr 28. - Verantwortlicher Redakteur; ‘ Dr, ütgmuud Finkeistein, Wien4 Kän.verstraße Nr. 28. Java», Wien, VH., Lerchenteiderstrabe Nr. i, , .. - t L