Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 244 (8.9.1932)
- Date
- 1932-09-08
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 DIE STIMME Nr. 244 — 8. September 1932 Aus der Generaldebatte Angriffe liegen Lichtheini Als Erster spricht in der Generaldebatte für die Fraktion der Aktivsten Weisl, der gleich zu Beginn erklärt, mir bei Anwesenheit Jabotinskys sprechen zu wollen. Es wird eine Panse eingeschaltet, Jabotinsky geholt, dann setzt Weisl seine Ausführungen fort. Er richtet einen heftigen Angriff gegen Lichtlieini. der durch seine Aeußerungen im «Hajnt* die primitivste Disziplin verletzt habe. Lichtneim habe sich dadurch unfähig gezeigt, eine führende Stellung einzunehmen und dürfe auch in Zukunft kein Amt mehr bei den Revisionisten bekleiden. Man nehme hier gegen Abi Achi Meir Stellung, der uns Jugend bringt und den heute in Polen schon jeder Jude kennt. Was hat aber Lichtheim geleistet, außer daß er Vizepräsident der revisionistischen Union genannt werde? In Polen kennt ihn kein Mensch, mir ist darum Abi Achi Meir zehnmal lieber. Weiter richtet Weis! einen scharfen Angriff gegen die Revisionistische Exekutive, die unter Großmanns Führung nicht imstande war, Ordnung in die revisionistischen Finanzen und Organisationen zu bringen. Ihre Außenpolitik war lächerlich schwach und es müsse an ihre Stelle eine starke, diktatorische Führung treten. Er schlägt vor: für die nächsten zwei Jahre solle die ganze politische und erzieherische Führung ausschließlich in die Hände Jabotinskys gelegt werden, dem ein unbeschränktes Vetorecht gegen alle Beschlüsse der revisionistischen Gremien zustehe. Auch die Stelle des Vizepräsidenten müsse abgeschafft werden. Zur Stärkung der Finanzen sollen Münzen mit dem Bildnis Bar Kochbas und Jabotinskys als internes Zahlungsmittel herausgegeben werden. Es gäbe außerdem genug Münzensammler, die sie sich kaufen würden. Auch die Autogramme des Führers würden neue Einnahmen erzielen. Auf dem Gebiete der Außenpolitik müßten neue Beziehungen zu allen Staaten angebahnt werden. Der Präsident der Union soll nach seinem Ermessen in jedem Lande einen politischen Gesandten ernennen, der ihn in seiner politischen Tätigkeit unterstützen müsse. Nach innen müsse ein FÜnfjahrpJan aufgestellt werden zur Organisierung von 100.000 militärisch erzogenen Jugendlichen. Um Lichtheims Stellung Zu lebhaften Auseinandersetzungen kommt es, als Dr. Ettisch namens der deutschen Revisionisten eine Erklärung abgibt, in der er sich zwar von den Ansichten Lichtheims distanziert, aber in entschiedener Form die rednerischen Entgleisungen Weisls zurückweist. Weisl springt erregt auf, gestikuliert mit beiden Händen und schreit erregt, daß es sich um keine Entgleisungen, sondern um eine bewußte Stellungnahme gegen Lichtneim gehandelt habe, hinter der die palästinensischen Revisionisten stünden. (Entrüstung und Pfui-Rufe in der Mitte, starker Beifall bei den Maximalsten und Aktivisten.) Weis! erklärt dann weiter: Lichtheim hat auch dann später im A.-C. vollkommen die revisionistische Linie verlassen und soll darum künftighin nicht mehr von unserem Präsidenten dorthin delegiert werden. Neuerliche große Unruhe, rechts wird ständig gerufen: Warum ist Lichtheim nicht zur Konferenz gekommen? Warum entzieht er sich der Verantwortung? Großmann (immer wieder von Weisl unterbrochen), versucht namens der Exekutive eine Erklärung abzugeben: Lichtheim habe seine Meinung über verschiedene Fragen in einem Privafbrief an die Mitglieder der Revisionistischen Exekutive gesandt. Eine der sechs davon bestehenden Kopien sei in die Hände Klinoffs gekommen, der ihn eben als Journalist weiter an seine Zeitung geleitet habe. Zwischenrufe: Warum hat die Exekutive nicht dementiert? Großmann: Zu dementieren gab es nichts, da der Brief in Wirklichkeit ja existierte. Weisl: Wenn Lichtheim nicht weiß, wie man mit Journalisten umgeht — und es war Klinoffs gutes Recht, den Brief zu veröffentlichen —, dann ist er eben nicht fähig, ein so wichtiges Amt zu verwalten. Auf Ersuchen Großmanns erklärt der Vorsitzende, daß über diesen Punkt nicht weiter gesprochen wird. Um die palästinensischen Revisionisten In der Abendsitzung spricht nach Dr. Wolf (Oesterreich), der gegen Jabotinsky polemisiert, Dr. Waschitz (Palästina) für die palästinensischen Revisionisten. Ein Volk, das nicht so eine Bewegung wie die um Abi Achi Meir hervorbringe, sei nichtswürdig. (Starker Beifall.) Es war überflüssig, daß sich die revisionistische Exekutive offiziell von dem Zentralorgan der palästinensischen Revisionisten distanzierte wegen eines Artikels Abi Achi Meirs über den Mörder des französischen Präsidenten. Waschitz richtet sodann einen heftigen Angriff gegen Großmann und die revisionistischen A.-C.-Mitglieder, da sie es unterließen, das KKL-Direktoriwn /.u stürzen. Im Herbst 1932 2 Palästinareisen Es werden bei genügender Beteiligung folgende zwei Palästinareisen veranstaltet: 1. Palästina-Reise: Abreise von Wien am 25. Oktober, von Triest mit der «Adria», Führung durch Palästina bis 16. November, Rückfahrt mit der «Adria». Ankunft in Wien am 22. November 1932. Dauer vier Wochen. Preis: Bahn und Schiff III. Klasse S 450.— und 64 Dollar, für Oesterreicher S 900.—; Bahn und Schiff II. Klasse S 725.— und 103 Dollar, für Oesterreicher S 1450.- 2. Palästina — Aegypten-Reise: Abreise von Wien am 25. Oktober, Programm Ws 16. November wie unter 1. angegeben, dann mit Bahn nach Kairo, Abfahrt am 19. November von Alexandrien mit der «Ausonia», Ankunft in Wien am 23. November 1932. Dauer vier Wochen. Preis: Bahn und Schiff UI. Klasse S 525.— und 74 Dollar, für Oesterreicher S 1050.—; Bahn und Schiff H. Klasse S 825.— und 117 Dollar, für Oesterreicher S 1650.—. Die Preise beinhalten Fahrkarten, Unterkunft in guten Hotels, gute Verpflegung, Eintrittsgelder usw. von Wien bis Wien, exklusive Visagebühren und Versicherungsprämien. Visa werden eventuell besorgt Sofortige Anmeldung bei der Verwaltung unseres Blattes erforderlich!!! P. S. Die «Pag» wird den über Wien fahrenden ausländischen Reiseteilnehmern kostenlos das jüdische Wien zeigen , bei genügender Beteiligung wird auch der Preis der Karten bis Wien und der Rückfahrkarten ab Wien ermäßigt %«rden können. Unter größter Spannung der Konferenz ergreift Abi Achi-Meir das Wort. Er spricht gegen Demokratie und Parlamentarismus, die in der ganzen Welt als abgetan gelten. In unserer Zeit est die Diktatur der einzige lebendige Faktor. der staatspolitisch Aussichten habe. In Herzls Zeiten war der Zionismus ievolutionär, dann geriet er in die Hände von Philistern, die nichts anderes leisteten, als Fonds zu gründen und kleinliche Arbeit in Palästina zu imitieren. Frankreich hätte auch ohne Elsaß-Lothringen sein Auskommen finden können und hat doch eine Million Menschen geopfert, um es zu erobern. Wir aber haben nichts geopfert. Wenn ihr wissen wollt, warum wir verloren haben, dann schaut auf den Müitärfriedhof in Jerusalem. Hunderte englische Gräber und nur ganz wenig jüdische! Wäre dieses Verhältnis ein anderes, dann hätten wir auch sonst andere Erfolge erzielt. Der Neo-Revisionismus in Palästina will mit dem Geist des Liberalismus und der Demokratie brechen, der den Zionismus zugrunde gerichtet hat. Zu Tumultszenen kommt es während der Rede des polnischen Delegierten Czeskin, der scharfe Kritik an der Arbeit der palästinensischen Revisionisten übt. Weisl springt wieder auf und ruft; Er darf nicht weitersprechen! Auch die übrigen rechten Delegierten beginnen laut zu protestieren, Weisl eilt zur Rednertribüne, um Czeskin am Reden zu verhindern. Der Lärm und Tumult dauert noch längere Zeit am, bis endlich der Vorsitzende sich Gehör verschafft und Czeskin das Weitersprechen ermöglicht. Dieser tritt namens der polnischen Delegierten für Großmann und ein Wciiterverbleiben der Revisionistischen Exekutive in London ein. Polemik mit Weisl und Achi-Meir Namens der Exekutive greift nun Stricker in die Diskussion ein. Lichtheim habe einen Fehler begangen. Was in jenem Briefe gestanden, hätte er hier in Wien Vorbringen müssen. Aber darum dürfe man ihn nicht des «Verrates» zeihen. Abi Achi-Meir bekämpft Demokratie, Parlamentarismus und Konferenzen, an deren Stelle er Feuer, Blut und Barrikaden setzen wolle. Aber er beteiligt sich doch an unseren Konferenzen und betreibt Zellenarbeit. Er trifft für die Diktatur ein. Ich möchte den Menschen sehen, der aus seinen Händen die Diktatur entgegennimmt. (Großer Lärm und Protest rechts, Zurufe: «Er hält eine Weizmann-Rede!») Wenn Abi Achi-Mcir außerordentliche Aktionen unternehmen will, so muß er dies auf eigene Gefahr tun und darf damit nicht unsere Organisation belasten. Das bezieht sich auch auf seine Artikel in «Chasith Haarn», wie z. B. den über Hitler. Ich hege große Hochachtung für ihn und habe es freudig begrüßt, als er auf der Universität die Volksverräteir gebrandmarkt hat. Er hätte noch zwanzigmal mehr tun können. (Starker Beifall.) Diese Art von Aktivität hat aber gar nichts damit zu tun, ob man Arthänger der Diktatur oder Demokratie ist. Auch Weisl hat unter unserer Firma manches versprochen, wofür wir die Verantwortung ablehnen müssen. Auch er soll seine Meinung auf eigene Verantwortung sagen. Wir können ihm nicht dazu das Podium bereitstellen. (Weisl: Konkreter!) Zu Weisl: Sie haben sich eine Kampfesart angewöhnt, für die wir menschlich nicht die Verantwortung tragen können. Wir müssen es ablehnen, wenn Sie sich öffentlich mit dem Privatleben unserer Gegner befassen. Stricker verteidigt dann die Arbeit der revisionistischen Exekutive, die es als ihren Erfolg buchen kann, wenn Weizmann gestürzt wurde. (Dr. Hoffniami: Er kehrt ja zurückl) Nur dann, wenn wir selbst von unseren Niederlagen sprechen worden. Ben Chorin (Palästina) geht zum Angriff gegen die Gakifchrrevtsionisten über. Der palästinensische Revisionismus sei zwar nicht stark, aber er hat immerhin viel Aktivität bewiesen. In Europa sind die meisten revisionistischen Organisationen im Rückgänge und demoralisiert, die revisionistische Presse ohne jede Bedeutung, der Tel Chaj Fond ohne Mittel. Die revisionistischen A.-C.-Mitglieder seien ganz im Schlepptau der übrigen Zionisten. — Der militärische Instruktor des Brith Trumpeldor, Halperin, verteidigt die revisionistische Exekutive. Lärmszenen Dienstag nachmittags hielten Lubotzky und Weinstein Referate über Jugendbewegung und Palästina. Anschließend wird die Generaldebatte fortgesetzt. Haller (Wien), ein Vertreter der Maximalisten, wirft dem abwesenden Lichtheim erneut «Verrat» vor und richtet leidenschaftliche Angriffe gegen die rev. Leitung. Man versucht Achi-Meir, der die palästinensische Jugend zu revolutionären Taten führt, lächerlich zu machen. Wenn Stricker in der «Neuen Welt» ein Loblied auf Sokolow anstimmen durfte, so konnte Achi-Meir mit gleichem Rechte im «Chasit Haam* ein Loblied auf den Terroristen Gorgulow singen. Diese Worte rufen im Plenum heftige Erregung hervor. Jabotinsky unterbricht den Redner und erklärt: «Es stand im .Chasit Haam’ niemals ein Loblied auf den hier erwähnten Genfjemen. Es war nur eine Taktlosigkeit, abur kein Loblied.» Im weiteren Verlaufe der Diskussion treten immer neue Oppositionsredner auf, unter ihnen auch der hebräische Dichter Uri Zwi Grünberg, der erklärt, wenn im A.-C. Lichitheim mit Leonard Stein zusammenarbeite, sei es genau dasselbe, als wenn die Revisonisten mit Weizmann Zusammenarbeiten. Die Führer der rev. Jugend, Dissentschik und Joelson, warnen davor, auch weiterhin sich mit bloßen Deklamationen abzugeben. Die rev. lugend verlange nach positiver Arbeit, aber die Konferenz nabe noch gar nichts in dieser Richtung geleistet. Wenn man der Jugend keine konkrete Aufgabe stelle, werde sie sich selbst ihre Tätigkeit und wahrscheinlich die Tätigkeit Abi Achi-Meir mit all ihren Schattenseiten kopieren. Klarman (Polen) verlangt den vollkommenen Austritt aus der Zionistischen Organisation. Jabotinsky habe im «Rasswjet* erklärt, es sei nicht moralisch, in der Zionistischen Organisatbion zu verbleiben mit Menschen, die den Grundgedanken des Zionismus verraten haben. Es ist also moralische Pflicht, diese Gesellschaft zu verlassen. Carbi (Italien) grüßt mit dem Faschistengruß, was bei der Mehrheit der Tagung stürmischen Jube! hervorruft. Er spricht den palästinensischen Revisionisten seine Sympathie aus. Der palästinensische Dichter Uri Zwi Grrnberg kritisiert mit starkem dichterischem Pathos den Geist in der revisionistischen Bewegung, der ihm als ein Ausdruck von Minderwertigkeitskomplexen erscheint. Die Versammlung zeige nicht den alten revisionistischen Geist, der ihn, den Dichter, von der Linken weg zu den Revisionisten geführt hat. Es handele sich nicht darum, den Judenstaat zu wünschen, auch Weizmann hat zu einer gewissen Zeit den Judenstaat gewünscht. Aber es komme auf den Geist und auf das Maß des Judenstaatswillens an. Das zionistische Kolonisationssystem gehe dem Bankrott entgegen und die politische Lage in Palästina sei schlechter als die Lage eines Juden in der Galuth. fn der Galuth ist zwischen einem Pogrom und dem anderen Ruhe und die Ehre des jüdischen Menschen gewahrt, aber fn Erez- Israel haben wir die Menschenehre verloren. Grlnberg wendet sich scharf gegen die Mitarbeit der sctoekelzahlenden Revisionisten im A. C. und fragt ironisch, warum nicht eine Zusammenarbei t Jabotinsky-Weizmnnn möglich sein soll, wenn Lkhtheim mit Arlosoroff zusnmmenarbeitct. Grrnberg schließt niirt der Warnung an die Exekutive, er und seine Freunde werden den Rückzug nicht mitmachen. «Ihr könnt uns einen Kommissär in Erez Israel einsetzen, aber ihr werdet dort keine revisionstische Partei haben!» Josef Kateenelson, der ebenso wie Grrnberg vor einigen Jahren von den Linken weg zu den Revisionisten kam, gab ebenfalls der Befürchtung Ausdruck, daß sich die Revisionisten den anderen zionistischen Gruppierungen nähern. Er warnt den Revisionismus ebenso vor ökonomischen Unternehmungen rm Namen oder im Rahmen der Union, da politischer Zionismus bloß die politischen Vorbedingungen zu schaffen habe, wogegen die Wirtschaft privat und frei gemacht werden soll. Der Revisionismus habe nur politische Arbeit zu leisten und bloß für politische Arbeit Geld aufzubringen. Redner spricht der nationalen Fondswirtschaft jeden Wert ab. Die Privatwirtschaft, erklärt er, entwickle sich immer stärker. Die Fonds seien eine Gefahr für die politische Organisierung des jüdischen Volkes und die Radikalisierung der jüdischen Massen; djese werden durch die Fondswirtschaft und durch die Beschwichtigungspolitik furchtsam und kampfunlustig gemacht. Sodann wird ein Brief Lichtheims an die Tagung verlesen, in dem er die Zurücknahme dar Beschlüsse von Calais fordert, die nur Unklarheit und Verwirrung angestiftet haben. Jabotinsky und Genossen mögen wieder ln die Zonistische Organisation zurückkehmen. In ganz scharfer Weise wendet er sich gegen die palästinensischen Revisionisten, bei denen nun Achi Meir am Ruder sei. Wenn ein Kranker um sich schlägt und Geschirr dabei zerbricht, ist es keine Heldentat, auch wenn er dabei cingespenrt wird. Die Verlesung dieses Briefes erregt wiederum Unruhe und Lärm auf der Rechten. Namens der Exekutive sollen nunmehr Großmann und Jabotinsky antworten. Während Großmanns Rede mußte die Sitzung abgebrochen werden, da — 3 Uhr früh — die polizeilich bewilligte Zeit bereits überschritten war. Großmann distanzierte sich von Lichtheims Auffassung Über die Beschlüsse von Calais. Das gebe aber niemandem das Recht, Lichtheim gleich Verräter zu schelten. Ueberhaupt soll man mit dem Worte «Verrat» vorsichtiger umgehen. Gestern habe man es Weizmann und heute Lichtheim entgegengehalten, morgen werde es vielleicht auch ihm und Jabotinsky gelten. Die vielen Oppositionsredner haben keinen einzigen Vorschlag gebracht, wie die revisionistische Abeit anders und besser geleistet werden kann. Sie haben gewohnheitsgemäß wie am Kongreß und im Waad Leumi Opposition betrieben. Leute, die früher auf Händen und Füßen um A. C.-Mandate gebettelt haben, machen den revisionistischen A. C.-Mitgliedern auf einmal ihre Tätigkeit im A. C. zum Vorwurf. Auf die Aufforderung, die namentlich zu erklären, nennt Großmann Ben Chorin und Weisl, was einen unbeschreiblichen Sturm der Entrüstung rechts und lauten Lärm im ganzen Saal hervorruft. Die Palästinenser schreien erregt «Lügner!» und drohen zu Großmann. Beschlüsse der Konferenz Wien, 5. September. (J. T. A.) Die fünfte Weltkonferenz der Zionisten-Revisionisten ging am Sonntag, den 4. September, nachts, nach neuntägiger Dauer zu Ende. Es winde eine fünfgliedrige Exekutive gewählt, die sich aus Wladimir Jabotinsky, Meer Großmann, Dr. Soskin, Stricker und Machower zusammensetzt. Sitz der Exekutive wird Genf sein. Jabotinsky und Großmann werden wahrscheinlich ihren ständigen Wohnsitz in Genf nehmen. Es wurde beschlossen, die «Petition» auf Grund der in der Kommission ausgearbeiteten Richtlinien auf internationalem Boden gegen England durchzuführen. Es wurde eine Kommission zur Ausarbeitung der Richtlinien für eine politische Autonomie der palästinensischen Revisionisten eingesetzt. Die Beschlüsse von Calais wurden bestätigt. Demgemäß steht es Mitgliedern der revisionistischen Union frei, der zionistischen Organisation anzugehören oder nicht. Es wurde aber beschlossen, daß sämtliche Mitglieder der Union, ob Schekelzahler oder nicht, ausschließlich der Disziplin der revisionistischen Union unterwollen Sie zeit, mene u. seid sparen? Dann gratulieren Sie Ihren Verwandten, Freunden und Bekannten, Kunden und Klienten zu Rosclo Haschanah durch die summe die in verstärktem Umfang mit interessanten Festbeiträgen am 29. September erscheinen wird. Der Preis für das > Einheitsinserat beträgt S 6*—, in doppelter Größe S 10'— Wir werden an je 5 Adressen, die uns mit der Oratulationsbestellung aufgegeben werden, je ein Exemplar kostenfrei zusenden. «DIE STIMME» Administration