Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 242 (25.8.1932)
- Date
- 1932-08-25
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3053752-3053963-3053996--3098-3058584- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nf. 242 — 25. August 1932 DIE STIMME Seite 7 Die SoziaU und WivischafisethiU des Riten Testaments Hans Qostars Vortrag im DeutscMand»Sender Fm Hinblick auf den Verleiinitliingsfeldzug der Nationalsozialisten gegen das Alte Testament und die im evangelischen Teil des deutschen Volkes überhandnehmende, sogar von manchen Kirchenkreisen genährte Bewegung, das Alte Testament als «rassisch-jüdisch* auch aus dem religiösen Leben auszuschalten, ist es bemerkenswert, daß der Deutschland.Sender Königswusterhausen Herrn Ministerialrat Hans Ooslar Gelegenheit gegeben hat, eine Vortragsreihe über «Sozial, und Wirtschaftsethik des Alten Testaments» zu halten. Der erste Vortrag der Reihe fand am Donnerstag, den 7. Juli, 18.30 Uhr, statt. Auch wir Heutigen, sagte Hans Goslar, können manches, ja sogar erstaunlich viel an großen Gesichtspunkten und Leitsätzen zu Nutz und Frommen unserer Zeit aus dem Sozial -und Wirtschaftssystem des Alten Testaments lernen. Man muß sich allerdings vorher darüber klar sein, daß das Alte Testament nicht eine Sammlung von Legenden und Heldensagen sein will — im Gegenteil bestätigen alle bisher gemachten Ausgrabungen in der alten vorderasiatischen Kultursphäre die geradezu verblüffend genaue und zuverlässige Berichterstattung der Bibel über alle historischen und völkerkundlichen Begebenheiten und Zustände ihrer Zeit und der Vorzeit. Das Alte Testament ist vor allem ein Lehr- und Gesetzbuch, das ein einheitliches System da.rstellt, das allerdings erst in seiner Ganzheit und in seiner gewollten Gegen, sätzlichkeit zu den vorzeitlichen und zeitgenössischen Kulturen klar erkennbar wird, wenn man das gewaltige Material mit berücksichtigt, das die sogenannte mündliche Ueberlieferung des Judentums — etwa 1800 Jahre hindurch getreu fortgepflanzt und erst dann in Form der «Mischna» niedergeschrieben — der schriftlichen Ueberiieferung der Bibel zur Seite stellt. Sehr geistvoll hat ein neuerer, fest auf dem Boden der sinaitischen Offenbarung der Bibel stehender jüdischer Gelehrter, Samson Raphael Hirsch, das Alte Testament das kurze, nur Lehrsätze enthaltende Stenogramm eines großen Kollegs genannt, das nur von dem voll verstanden werden kann, der das gesamte Kolleg — in diesem Fall die mündliche Lehre — gehört hat. Das Wirtschafts, und Sozialsystem ist, entsprechend dem Zweck der Erziehung einheitlicher Menschen, die sich zu einem harmonischen Volk als Vorbild endlich für eine einheitliche, in hochstehender friedlicher Gesinnung miteinander verbundene Menschheit zusammenfügen sollen, ein geschlossenes Ganzes. Ziel und Zweck des Systems ist vor allem der lebende Mensch, ist die Schaffung von Zuständen, die ihm ein arbeitsames, aber gerade darum freies und glückliches Leben ermöglichen sollen. Dieser Zustand kann nur erreicht werden, wenn das Volk nicht gespalten und zerrissen wird durch den unheilbaren Gegensatz zwischen Besitzenden und Besitzlosen. Den zwölf Stämmen wird je ein Bodenanteil im Lande zugewiesen. Als Siche, rungsmaßnahme dagegen, daß manche Familien für immer ihres Bodens verlustig gehen und als besitzlose Proletarier in die Stadt und ins Elend abgedrängt werden, wird gesetzlich bestimmt: der Boden kann überhaupt nicht auf immer verkauft werden. Rechtlich möglich ist nur die Abtretung des Bodens in Gestalt des Verkaufs der Ernten bis zum «Jubeljahr». Aber auch bis zum «Jubeljahr» kann der Besitzer jederzeit, sobald er wieder in bessere Verhältnisse gekommen ist, den Besitz wieder erwerben. Für den neuen Besitzer besteht gesetzlicher Zwang zur Wiederherausgabe. Ebenso kann ein Verwandter des Besitzers als «Goel» (Erlöser) jederzeit den Boden für den Verarmten zurückerwerben. Auch im schlimmsten Falle kann eine Familie niemals länger als auf eine Generation vom Bodenbesitz abgedrängt werden. Der Boden ist ein Lehen Gottes an die Menschheit, die Urproduktion durch die Bodenbarbeitung die gesunde und unersetzbare Grundlage jedes menschlichen Gemeinwesens. Daher darf der Boden niemals Spekulationsobjekt werden. Die Bestrebungen der Bodenreform von heute knüpfen aus. drficklich an diese dreieinhalbtausend Jahre alten vorbildlichen mosaischen Bestimmungen an. — Hans Goslar skizzierte die Grundlagen des Sabbatjahres (Schmittah) und führte dann aus: Ueber dieses großartige Dokument einer restlosen Volksolidarität ohne jede hemmende Einschränkung als eine immerwiederkehrende Anerkennung des göttlichen Lebenscharakters und infolgedessen des Allgemeingutes des ernte.tragenden Nährbodens wächst aber dieser Akt des Sabbatjahres noch hinauf in das ganz allgemein Menschliche. Denn es folgt die weitere Bestimmung, daß das alles keines- Im Herbst 1932 2 Palästinareisen Es werden bei genügender Beteiligung folgende zwei Palästinareisen veranstaltet: 1. Palästina-Reise: Abreise von Wien am 25. Oktober, von Triest mit der «Adria», Führung durch Palästina bis 16. November, Rückfahrt mit der «Adria». Ankunft ln Wien am 22. November 1932. Dauer vier Wochen. Preis: Bahn und Schiff III. Klasse S 450.— und 64 Dollar, für Oesterreicher S 900.—; Bahn und Schiff II. Klasse S 725.— und 103 Dollar, für Oesterrelcher S 1450.—. 2. Palästina —Aegypten-Reise: Abreise von Wien am 25. Oktober, Programm bis 16« November wie unter 1. angegeben, dann mit Bahn nach Kairo, Abfahrt am 19. November von Alexandrien mit der «Ausonia», Ankunft in Wien am 23. November 1932. Dauer vier Wochen. Preis: Bahn und Schiff UI. Klasse S 525.— und 74 Dollar, für Oesterreicher S 1050.—; Bahn und Schiff II. Klasse S 825.— und 117 Dollar, für Oesterreicher S 1650.—. Die Preise beinhalten Fahrkarten, Unterkunft ln guten Hotels, gute Verpflegung, Eintrittsgelder usw. von Wien bis Wien, exklusive Visagebühren und Versicherungsprämien. Visa werden eventuell besorgt. Sofortige Anmeldung bei der Verwaltung unseres Blattes erforderlich!!! P. S. Die «Pag» wird den über Wien fahrenden ausländischen Reiseteilnehmern kostenlos das jüdische Wien zeigen , bei genügender Beteiligung wird auch der Preis der Karten bis Wien und der Rückfahrkarten ab Wien ermäßigt werden können. wegs etwa nur für den Volksgenossen Geltung haben solle, vielmehr hat jeder Fremde, der sich im Lande aufhält, gleichgültig welcher Zunge und Nationalität, das gleiche Recht, in jeden Weinberg und auf jeden Acker zu gehen, sich das zu holen, was er als Tagesbedarf verzehren will. Hier wie bei vielen anderen entsprechenden Gelegenheiten die feierliche Feststellung des gleichen Rechtes für Einheimische und Fremde, das Verpönen eines Druckes oder auch nur einer Benachteiligung des Ausländers. Und endlich kommt der Gottescharakter des Nahrung spendenden Bodens auch noch darin zum Ausdruck, daß die übrigen Oottesgeschöpfe, die Tiere, ebenfalls nicht behindert werden dürfen^ wenn sie, vom Hunger getrieben, in die während des Sabbatjahres völlig ungeschützt und unbewacht liegenden Felder und An. Pflanzungen hmeinkommen, um zu fressen. Hans Goslar erläujerte eingehender die Institution der «Pcah», d. h. der Ecke des Feldes, die nicht abgeerntet werden darf. Jeder Landmann muß eine Ecke seines Feldes bei der Ernte übergehen und die Früchte stehen lassen; sie gehört den Armen, die einen festen Rechtsanspruch darauf haben. Der Feldhesitzer darf nicht einmal bestimmen, welcher Arme oder welche Kategorie von Armen den Anspruch gel. tend machen will. Immer wieder wird betont, daß es sich um kein Almosengeben des Landmannes handelt, sondern um einen festen Rechtsanspruch, den jeder Arme an den Besitzer des von Gott gegebenen Bodens hat. Demselben Geist entspringt die weitere Bestimmung, daß der Ernte auf dem Acker, im Weinberge, auf den Olivenbäumen und überall sonst keine Nachlese folgen darf. Was übersehen und liegen oder hängen gelassen worden ist, gehört ebenfalls den Armen, die dann ungehindert alles aufsammeln dürfen. Denselben Rechtsanspruch hatte auch der Fremde, also der Asylrecht genießende Ausländer. Diese Bestimmungen fügen sich sinngemäß in das gesamte Fremdenrecht ein, das von dem Grundsatz absolut gleicher Rechte flir Einheimische und Fremde ausgeht. Die volle Bedeutung eines solchen, auf gänzliche Gleichstellung, nicht nur auf widerrufliche Duldung aufgebauten Fremdenrechts wird uns erst klar, wenn wif bedenken, daß die biblische Gesetzgebung des Sinai etwa um 1500 vor Christi Geburt liegt, zti einer Zeit, als noch in den damaligen Kulturstaaten der Fremde zumeist als Barbar und als völlig rechtlos galt. Goslar umschrieb die Institution des «Maasser», d. h. der jährlichen Zehntabgabe von allem Geernteten, eine Abgabe, die jedes dritte Jahr ausschließlich den Armen gegeben werden muß, in anderen Jahren wieder mehr religiös.kultischen Zwecken zugute kommt. Immer ist die Lehrtendenz: Besitz verpflichtet. Das jüdische Gesetz verpönt den Zinsbegriff. Ein Geld, dariehen wird ausschließlich als brüderliche Hilfe aufgefaßt. Mit allen Mitteln soll jede Demütigung oder Beschämung des Schuldners ausgeschaltet werden. Der Gläubiger soll, wenn er den Schuldner von weitem des Weges kommen sieht, ihm ungesehen ausweichen. Denn es besteht die Gefahr, daß der Schuldner, wenn er dem Gläubiger begegnet, ihn im Gefühl der Verpflichtung zuerst und vielleicht untertänig grüßt, ln dem Zinsverbot kommt sichtbar die Tendenz der E n t k a p 1talisierung des Geldes zum Ausdruck. Geld soll Segen spenden, nicht aber Zinsversklavung sein. Hans Goslar schloß: Das alttestamentarische Gesetz hat zwei Bedeutungen: erstens die als die magna Charta, als Grundgesetz des jüdischen Staats- und Volkslebens, sodann aber darüber hinaus als Menschheitsvvegweiser durch Aufstellung eines Vorbildes in der jüdischen Staatsverfassung. Für das jüdische Volk konnte das Zinsverbot eingesetzt werden, weil hier Darlehenstichende und -gebende unter dem gleichen Recht standen. Gegenüber dem Ausländer war aber für den Bewohner des jüdischen Staates, der mit ihm in Handels- und Grenzverkehr stand, Gegenseitigkeit nicht verbürgt. Der Ausländer hätte wohl von der Wohltat des zinslosen Darlehens als Nehmer für sich vollen Gebrauch gemacht, aber niemals seinerseits das Zinsverbot als Darlehens, geber anerkannt. Damit wäre das Ganze widersinnig geworden. So muß sich denn das Alte Testament hier damit begnügen, dem Volk, dem es Staatsgesetz sein wollte, das Zinsverbot praktisch aufzuerlegen und damit allen anderen Völkern, die unter dem System ihrer Geldwirtschaft leiden, ein weithin sichtbares Fanal, ein Merkzeichen als Vorbild aufzurichten — ein Vorbild wie es sozialer und wirtschaftsethisch stärker nicht gedacht werden kann. Wißt Ihr schon? Es gibt viele Gebräuche im Judentum, die n i c h tjüdischen Ursprunges sind, so zum Beispiel die Sitte, Glasscherben auf die Augen der Toten zu legen. Wißt Ihr woher diese Sitte stammt? Aus Oldenburg. Dort lernten die Juden diese Sitte im Mittelalter kennen. Es steht auch nicht fest, ob die im Osten bei den Juden geübte Sitte, daß ein armer Mann gegen Bezahlung die Verantwortung im Jenseits für die Sünden eines reichen Mannes übernimmt, jüdischen Ursprungs ist. Ein derartiger Brauch findet sich auch in Wales bei den sogenannten Sin-eaters (Sündenessern). Die Amerikaner bilden sich bekanntlich viel auf ihre Freiheit ein. Wißt Ihr, daß kürzlich ein Jude in U. S. A. von Detektivs ermordet wurde? In dem Städtchen Nassau wurde ein junger Jude namens Keiman Stark unter dem Verdacht verhaftet, die Mutter des Detektivs Uzenski geschlagen und beraubt zu haben. Stark wurde nun von dem Detektiv Uzenski und anderen Detektivs einem Verhör «dritten Grades» unterworfen. Er wurde mit Stöcken und einem Gummistrumpf geprügelt. Da Stark weiter seine Un- Bei Grippegefahr schützt man sich mit gutem Erfolg durch Togaltabletten. Rechtzeitig genommen, kann Togal eine Erkrankung an Grippe, Influenza und dergleichen verhüten. Togal löst die Harnsäure, das Selbstgift des menschlichen Körpers, wodurch ebenso rasche wie oft dauernde Wirkung erzielt wird. Sie bekommen Togal in jeder Apotheke. schuld beteuerte, trampelte ein Detektiv auf ihm herum, indem er ihm abwechselnd in den Magen und auf den Adamsapfel trat. Stark starb hiebei. Präsident Hoover hat sich bekanntlich kürzlich energisch gegen die Anwendung des «dritten Grades« ausgesprochen. Wie sagte man doch in Rußland? «Rußland ist groß und der Zar ist weit.» ln Amerika scheinen die Dinge ähnlich zu liegen. A propos Amerika. Wißt Ihr, daß es in Amerika eine starke Numerus-clausus-Bewegung gibt? So verweigerte kürzlich die Columbia Universität dem Sohne unseres Gesinnungsgenossen Louis Lipsky «wegen Ueberfüllung» die Aufnahme. Es gibt heute schon viele Fälle, wo jüdische Studenten aus Amerika ihren Studien in England obliegen, um dem Antisemitismus an den amerikanischen Universitäten auszuweichen. Dabei handelt es sich oft um Universitäten, die durch Stiftungen jüdischer Millionäre gegründet wurden. Ein jüdischer Student leistete sich kürzlich folgenden Scherz. Er bewarb sich um die Aufnahme an einem College. Der Rektor fragte ihn, ob seine Eltern aus Rußland gekommen seien. «Nein», lautete die Antwort und der Bewerber wurde aufgenommen. Eines Tages wurde er zum Rektor gerufen, der ihn anschrie: «Wie konnten Sie es wagen zu behaupten, daß ihre Eltern nicht aus Rußland gekommen sind? Sie haben sich die Aufnahme erschlichen.» Unser Student antwortete ruhig: «Sie irren, meine Eltern sind nicht aus Rußland gekommen. Sie leben noch heute dort.» Wißt Ihr, was Coney Island für New York bedeutet? Das ist der dortige Prater, der kürzlich durch einen Riesenbrand vernichtet wurde. Wie bei jedem Unglück waren auch diesmal die Juden die Leidtragenden. Viele Juden besaßen in Coney Island Restaurants, Schaubuden und Geschäfte. Ueber 250 jüdische Familien wurden obdachlos und sind aller Existenzmittel beraubt. Ein Hilfskomitee unter Führung unseres Gesinnungsgenossen Abraham Goldberg und dessen Gattin nahm sich der Abbrändler an und sorgte für ihre Unterbringung. Viele von ihnen verweigerten solange die Nahrungsaufnahme, bis sie sich davon überzeugt hatten, daß das ihnen offerierte Essen streng koscher sei. Die jüdischen Flüchtlinge in Konstantinopel wollen nach Palästina Konstantinopel, August. (J. T. A.) Von den 500 persischen Juden, die im Zusammenhang mit Verfolgungen nach Konstantinopel flohen, sind soeben 41 nach Palästina abgereist. In den allernächsten Tagen begeben sich weitere 30 persische Juden nach Palästina. Die notwendigen Zertifikate hat die Jewish Agency zur Verfügung gestellt. » Seit Annahme des Gesetzes, welches Ausländern verbietet, in den meisten Erwerbszweigen tätig zu sein, durch das türkische Parlament, wächst unter den in der Türkei lebenden Auslandsjuden die Neigung, nach Palästina auszuwandern. Man bestürmt von Konstantinopel aus die Jewish Agency, eine größere Zahl von Palästina-Zertifikaten den ausländischen Juden in der Türkei zur Verfügung zu stellen. Berlin—Tiberias in zwei Tagen Berlin, August. (J. T. A.) Wie die Deutsche Luft-Hansa mitteilt, ist durch Einrichtung der Fluglinie Berlin—Saloniki—Athen die Reisedauer Berlin— Tiberias auf zwei Tage verkürzt worden. Der Fahrplan ist folgender: Der Abflug erfolgt jeden Montag unL 3 Uhr morgens in Berlin-Tempelhof. Der Flug führt über Wien—Budapest—Sofia nach Saloniki und Athen, wo die Landung um 18.30 erfolgt. In Athen besteht Anschluß an den Dienst der englischen Luftverkehrs- Gesellschaft Imperial Airways Ltd., deren Flugzeug jeden Dienstag um 7.30 Uhr startet und in Tiberias um 19.15 Uhr landet. — In umgekehrter Richtung startet das Flugzeug der Imperial Airways Ltd., jeden Sonnabend um 7 Uhr in Tiberias und landet in Athen um 15.45 Uhr. Da die Linie der Luft-Hansa nur bis Saloniki führt und der Dienst der griechischen Luftverkehrs- Gesellschaft, die das Teilstück Athen—Saloniki befliegt, am Sonntag ruht, muß der Zug benutzt werden, der abends Athen verläßt und morgens in Saloniki eintrifft. Hier startet das Flugzeug der Luft-Hansa um 9 Uhr und landet in Berlin am selben Tage um 19.45 Uhr. Juden auf den Philippinen Im Zusammenhang mit den Kriegswirren in Shanghai und im übrigen China sind mehrere jüdische Familien aus China nach den Philippinen abgewandert. Manila, die Hauptstadt 3er Inselgruppe, zählt heute mehr als 400 jüdische Familien. —————wp—mmm ■ ■ — Autobus-Gesellschaftsreisen durch die jüdischen Zentren I Unsere Leser werden auf folgende Autobus-Gesellschaftsreisen. die — unter Führung eines bekannten Fachhistorikers — Gelegenheit geben werden, vor den Augen der Reiseteilnehmer die Geschichte der Juden aufzurollen, aufmerksam gemacht: A) Ermäßigte Schülerfahrten: Fahrt ins mittlere Burgenland mit Sopron am 28. August S 11.— (Mittagessen S 2.—); Fahrt ins südliche Burgenland und nach Steiermark mit Graz vom 5. bis 8. September, 4 Tage, S 46.— (Verpflegung 23.—); Fahrt in die Wachau vom 14. bis 16. September, zweieinhalb Tage, S 25.— (Verpflegung S 12—). B) Gesellschaftsreisen: Fahrt nach Steiermark und Kärnten (Wörthersee) vom 11. bis 13. September, 3 Tage, S 60.— (Verpflegung S 20.—); Fahrt ins mittlere Burgenland mit Matter»- burg am 18. September S 15.— (Verpflegung S 3.—); Fahrt ins Salzkammergut, nach Salzburg. Tirol, Vorarlberg und Deutschland mit München (Sabbath-Aufenthalt) und Regensburg vom 19. bis 26. September 8 Tage, S 150.-- (Verpflegung S 65.—). Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen. Einkehr ist, wo nuf möglich, in jüdischen (koscheren) Restaurants vorgesehen. Detaillierte Programme liegen in d « f Verwaltung unseres Blattes au fl