Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 242 (25.8.1932)
- Date
- 1932-08-25
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 DIE STIMME Nr. 242 — 25. August T932 Sein bedeutendste? Werk war «Griechische Denker» sowie die Uebersetzung der Milschen Logik. — 31. August 1864: Tod Ferdinand L a s s a 11 e s. — 1673: Gest, im Smyrna C h a i m B e n v e n i s t e, Rabbiner und talmudischer Schriftsteller. Durch sein aus acht Folianten bestehendes Werk «Kneseth hagdolalr», Sammlung und Erklärung aller Dezensionen, machte er sich rühmlichst bekannt. — 1879: Geb. in Le Havre Maurice Bokanovski. Innenminister Frankreichs, später Handelsminister, in welcher Eigenschaft er am 5. August 1926 das erste Handelsabkommen mit Deutschland nach dem Weltkrieg schloß. Wirtscfkaft Im «Palästina Directory» ist soeben das erste und einzige Adreßbuch erschienen, das allen modernsten Ansprüchen genügt. Wer die \ erhäitn.sse im Orient kennt, kann den Wert und die ungeheure Arbeit schätzen, die in der Herausgabe eines solchen Standard-Werkes liegen. Der Handel und die Industrie Palästinas, für die die Herausgabe «Mischar w’Taasia», die Tel-Awiwer Handelskammer, wirklich maßgebend sind, rücken in der letzten Zeit in den Brennpunkt größten Interesses. Die im Frühjahr dieses Jahres stattgefundene «Levante-Messe von Tel-Awiw» hat den Beweis" erbracht, daß nicht nur der internationale Handel und Industrie für den Verkehr mit diesem aufstrebenden Land größtes Interesse haben, sondern hat auch den Aufstieg von palästinensischem Transithandel und eigener Industrie ganz klar erwiesen. Jeder einzelne und vor allem jede Körperschaft, die mit dem nahen Orient in Verbindung treten wollen, können dieses erstklassig ausgestattete Nachschlagwerk nicht entbehren. * E «The Palestine Directory and Handbook» (Adreß- und Handbuch von Palästina), das einzige, bestausgestattetste und modernste Nachschlagwerk von 1932, ist soeben erschienen und aus Gefälligkeit bei Bruno Rabinowitz, Wien, I., Rotenturmstraße 25 (Mezz.), Tel. U 20-8-33, zu beziehen. Preis Dollar 5.— (auch in Schillingen). Neuartiges Spritztechnik-Verfahren in Palästina Laut einer beim Palästinaamte Wien eingelangten Mitteilung des Handels- und Industriedepartements der Jewish Agency for Palestine ist in letzter Zeit eine Verbesserung in der Färbung von Transportkisten und Möbelstücken, besonders in Tel-Awiw, Ramath-Gan und in anderen Orten zu verzeichnen. Während früher mit gewöhnlicher Farbe und Pinsel gefärbt wurde, geschieht dies jetzt mittels Spritzmaschine, die mit motorischer Kraft und Nitrozelluloselack arbeitet. — Es besteht jedoch ein Mangel an gut qualifizierten Facharbeitern für dieses neue Verfahren der Spritztechnik. Interessenten erhalten nähere Auskünfte beim Palästinaamte, Wien, I, Kärntnersfcraße 28, zwischen 10 und 12 Uhr vormittags (Telephon R 27-4-86). Xiteratur und Jiunst Vet öffentlichungen der hebräischen Universität «t Dej. Verlag der Hebräischen Universität hat in letzter Zei* eine Anzahl von Werken veröffentlicht, die sich mit verschiedenen Zweigen des Wissens befassen. Zunr Andenken an Professor Joseph Horovitz, den berühmten Orientalisten, der das Orientalistische Institut der Universität bis zu seinem plötzlichen Tode leitete, ist ein Heft erschienen, «Joseph Horovitz, 1874—1931», das eine von Dr. W. Fischei zusammengestellte Bibliographie seiner Veröffentlichungen enthält. sowie eine Uebersicht über sein wissenschaftliches Werk, von Dr. F. Goitein verfaßt. Beide Verfasser sind frühere Schüler des Verstorbenen. Ferner erschien «Die Philosophie des Salomon Maimon» von Dr. Hugo Bergmarn (Hebräisch) in Buchform, und «B i b 1 i o g r a p ische Studien» von A. Tauber, eine Sammlung der Aufsätze eines kürzlich verstorbenen Mitgliedes der National- und Universitätsbibliothek. Sie enthalten u. a. eine Geschichte des jüdischen Druckwesens in Palästina und eine große Anzahl von Kritiken und Noten. In der Serie der Uebersetzungen von klassischen philosophischen Texten erschienen die Meditationen des Descartes,von Joseph Ur (Student) übersetzt und von Prof. L. Roth herausgegeben. Diese Uebersetzungen sind vor allem für die Studenten der Philosophie bestimmt und erscheinen in kleinen handlichen Bändchen zu billigem Preis. Die Serie enthält bereits Werke von Leibnitz (die Monadenlehre), Descartes (die Methode), Rousseau (der Gesellschaftsvertrag); Werke von Locke, Hume, Fichte, Kant und Mill sind in Aussicht genommen. In der Serie der akademischen Vorlesungen erschien die Antrittsvorlesung von Prof. Bodenheimer über «Den Ursprung der Arten im Lichte neuerer Forschung», die Antrittsvorlesung von Prof. N. Bentwich über «J e r u s a 1 e m als Friedensstadt», und zwei Achad-Haam -Gedächtnisvorlesungen von Prof. L. Roth über «Die Nachahmung Gottes und die Idee der Heiligkeit» und «Vernunft und Wille als religiöse Faktoren». Von der bibliographischen Vierteljahrsschrift «Kirjat Sefo ist das zwete Heft des neunten Jahrganges erschienen. Es enthält bibliographische Noten und Kritiken von jüdischem Interesse, und gibt die Neuerwerburegen der Nationalbibliothek an. Das älteste Schriftstück in jiddischer Sprache Dr. Salomon Bi r n b a u nr, ein Sohn Dr. Nathan Birnbaums, hat in den «Beiträgen zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur», Bd. 56, Heft 1, und in «Teuthonista», Jahrg. 8, Heft 3/4, eines der ältesten datierten Schriftstücke in jiddischer Sprache publiziert und behandelt. Es handelt sich um ein mitteldeutsches Manuskript aus dem Jahre 1396/97 «Schrift von der Kunst des Aderlassens und der Adern nach den Schriften der Aerzte». Das Original befindet sich im Archiv der Stadt Köln. $ifm «Die Herrin von Atlantis» In Kürze erscheint G. W. Papsts «Die Herrin von Atlantis», eines der bedeutendsten Filmwerke der Filmkunst, zurzeit das Tagesgespräch von Par.s, wo der Film bereits seit Wochen vor ausverkauften Häusern läuft. Dem Film liegt der vielgelesene Roman «Atlantis» von Pierre Benoit zugrunde, die Hauptrollen verkörpern Brigitte Helm, Gustav Die ssl und Tcla T s c h a i. Die Außenaufnahmen wurden in der Wüste Sahara gemacht, wohin eine Expedition ausgerüstet wurde, die in Gebiete vordrang, die bis heute noch keines Menschen Fuß betreten hat. Nächste Ufa-Premiere: Werner Krauss-Film Die nächste Ufa-Premiere bringt einen der eindrucksvollsten Werke der deutschen Filmkunst, den großen Film «Mensch ohne Namen», dessen Titelrolle Werner K r a u s s verkörpert. Die weiblichen Hauptrollen spielen Helene T h i m i g, die hier zum ersten Male auf der Tonfilmleinwand erscheint, Maria Bard, die Gattin Werner Krauss’, und die junge Hertha Thiele, bekannt aus dem Film «Mädchen in Uniform». Mathias W i e m a n n, Julius Falkenstein, Fritz Grün bäum, Eduard von Winterstein, Max Gülstorff und Hans Brausewetter ergänzen das Ensemble. Regie: Gustav U c i c k y. Jüdischer 'Sport Sdnvimmen und Wasserbau Im Wasserballturnier der Austria unterlag die Hakoah am Samstag gegen W. A. C. 4:1 (2:1). Am Sonntag siegte die jüdische Mannschaft über die des B. B. T. E. 4:2 (1:0). Für die Hakoah waren Flesch (2), Beck und Schwarz erfolgreich. Das eine Tor am Samstag schoß Mayer. Die Nennungen zum Meeting hat die Hakoah zurückgezogen, da auch Mitglieder des Ewask daran teilgenommen haben. Billiger Tagesausflug auf den Semmering Schlachtenbummler, die für das Schauschwimmen am Sonntag im neu eröffneten Bad am Semmering Interesse haben, mögen sich am Donnerstag abends an der Kasse des Schwimmklub Hakoah melden. Fahrpreis tour-retour inklusive Bad 15.— S. «Hamakkabi», Zeitschrift des Makkabi-Weltverbandes Berlin. Die erste Nummer des Zentralorgans des Makkabi-Weitverbandes «Hamakkabi» ist erschienen. Die Zeitung wird vom Präsidium des Makkabi-Weitverbandes herausgegeben und erscheint allmonatlich einmal, und zwar in hebräischer, englischer und deutscher Sprache. Die erste Nummer enthält eine Fülle interessanten Materials, darunter einen Leitartikel von Dr. Hermann Leiewer, Präsidenten des Weltverbandes Makkabi, über die erste Makkabiah und ihre Auswirkungen. Ein Brief Daniel Prenns an Dr. Leiewer Berlin. In der ersten Nummer des Zentralorgans des Weltmakkabi «Hamakkabi» wird ein Brief veröffentlicht, den Daniel Prenn, dessen Siege bei den diesjährigen Davis-Cup-Spielen in der ganzen Welt viel Aufsehen erregt haben, an Dr. Lelewcr, den Präsidenten des Makkabi-Weitverbandes, gerichtet hat. ln diesem Brief erklärt Daniel Prenn, daß er sich zum nationalen Judentum bekenne und daß er sich besonders mit der Makkabi-Bewcgung verbunden fühle, deren Aufschwung er mit Stolz begrüße. Eine palästinensische Sektion des Internationalen Leichtathletikverbandes Anläßlich der während der Olympiade in Los Angeles .stattgefundenen Tagung dcfs Olympischen Kongresses wurden die palästinensischen Leichtathleten als besondere Sektion in den internationalen Leichtathletikverband (Internation. Athlctic Amateur Federation) aufgenommen. „Eine Jüdische Veranstaltung“ So nennen die Nationalsozialisten die — Olympiade \ o n Los Angeles und protestieren energisch gegen den Beschluß des olympischen Komitees, die nächste Veranstaltung 1936 in Berlin abzuhalten. Man begreift diese Einstellung ohne weiteres, dn bei den olympischen Sportkämpfen streng auf F a i r n e s s e und Ritterlichkeit geachtet wird, während sich die Hakenkreuzler bekanntlich auf ein «Kräftemessen» mit Gegnern nur dann einlassen, wenn sie diesen Gegnern an Zahl mindestens zehnfach überlegen sind ... Mitteilungen des Keren Kaje* nseth Wien, I., Kärntnerstraße 28, Tel. R 27-3-20, Postsparkassen- Uonlo A 100.208 Büchenleerung Der Ausweis der Büchsenleerung erscheint in der Woche, in welcher der normale Spendenauswc.is nicht erscheint/ Eir umfaßt Beträge, welche die Jirgendgrtippen und sonstigen freiwilligen Mitarbeiter in der Ausweisperiode an den Keren Kajemeth abgefiihrt und verrechnet haben. M i s t e 1 b a c h : S 49.95. Salzburg: S 148.44: Heinrich Anninger 5.—, Johann Dacliinger 3.26, Ludwig Fischer 5.—, Johanna Klein 3.—, Hermann Kohn 5.77, Rudolf Löwy 5.—, Ludwig Löwy 10.-—, Otto Löwy 5.--, Rabb. Dr. Margulies 3.6C, Helene Neuwirth 4.—, Rob. imcl Rieh. Ornstein 4.77, Rudolf Ornstein 26.84, Ludwig lind Trude Pollak 8.80, Walter Schwarz 20.—, Doktor Paul Schwarz 9.—, S. L. Schwarz 8.88, Josef Schönborrt 5.02, Max Sonn 4.—, diverse 11.50. Anfcündi£un&en und JRMteilun&en Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt, Praterstraße 13. Die z.o11iSliie LL/.i i;ssr!;;,ua Leo s,a/. •uih.-.-rf h'eni.it ihrem Mitgliede Herrn Josef Kessler anläßlich seiner Vermählung mit Frl. Greti Morgenstern. Zion, Bez.-Sektion XX. jägerstraße 30. Anläßlich der hohen Feiertage veranstalten wir in unserem vergrößerten Heim, Wien, XX., Jägerstraße 30, ein Minjan. Als Vorbeter wird in liebenswürdiger uneigennütziger Weise Oberkantor Dawid R e s n i k aus Rechowoth, Palästina, fungieren. Kartenvorvcrkauf täglich von 7 bis 9 Uhr arbends im Heime, XX . Jägerstraße 30 Jüdischer Wehrsport- und Schützenverein Haganah. Anitssiunden u.i 1 on.ocldim■;cn nur Montag, Dienstag und Donnerstag von 8 bis 10 Uhr ahends, Austritte aus dem Judentum Zelinka Maria Valerie, geb. 3. Juli 1910, wohnhaft in Linz a. d. D., II., Ausstellungstraße 19. — Balter Maximilian, geb. 5. Dezember 1905 in Czernowitz, wohnhaft II., Gr. Stadtgutgasse 34. — Neustadtl Pachow, geb. 8. Februar 1883 in Wien, wohnhaft XV., Hiitteldorferstraße 4. — Prokop Hermann Herbert, geb. 11. Dezember 1925 in Wien, wohnhaft XIII., Breitenseerstraße 29 — Ehgartner Rosa geb. Ehrenfest, geb. 3. Februar 1888 in Giortsch, wohnhaft XVIII., Semperstraße 32. — Popper Otto, Dr., geb. 17. Juli 1867 in Wien, wohnhaft III, Reisnerstraße 26, — Brod Marie, geb. 27. November 1905 in Odaje, wohnha t XX., Denisgasse 5. — Frankel Elsa, geb. .25. August 1884 in Wien, wohnhaft XX., Leystraße 75. — Schwarz Irene, geb. am 28. Mai 1890 in Martickcw, wolmhalt IX., Saulengasse 21. .‘■r-'wmmmmmm Jüdisdtet Malender Aug./Sept. 1932 I Aw 5692 | 26 Freitag 2^^ 8abb. Ring. 640 1 27 Samstag am 8abb Auag. 780 1 Zu, Woehanabaehnltt »aaj i 28 Sonntag 26, 1 2» Montag 27, f 30 Diensag 28, |31 Mittwoch 29, | 1 Donnerstag 30, >jpty6'Y ’ 0 □ 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 ■ ■ Lebensversicherungs- DLJ O M IY Gesellschaft i 11 U11 l/V GEGRÜNDET IM JAHRE 18 8 2 Versicherungsbestand pei Ende Juni 1980 .. . 2775 Millionen Schilling Garantieinittei pei Ende 1929 . 472 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinuahinen im Jahre 1929 . . . , , , . 187 Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten im Jahre 1929 ...... 43 Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet dei Gesellschaft: Oesterreich. Deutsches Reich. Tschechoslowakische Republik, Belgien. Holland. Frankreich. Spanien. Italien. Ungarn. Polen. Jugoslawien. Bulgarien, Griechenland, Rumänien. Palästina. Syrien, Türkei, Aegypten. Die Gesellschaft schließt zu billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen jeder Art ab Neneingeführt: KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung. Studienbeitrag. Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) InvaHditätaveisicherung (Zahlung emei Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit and Auszahlung des versicherten Kapitals nach reijährtger Dauet dei Invalidität) Per Ende 1931 waren beim PhOnix 886.664 Persouen versichert 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Eigentümer, Verleger und Herausgeber: /loiiiHtischei L andesvirband tür (fester reich, Wien, I.. L/miimisii.ißt Nt 2h - Verantwortlicher Redakteur: Dr. Sfgiuuwt Finkeistein, Wien, I., Kärtnerstraße Nr. 28. — Druck: «Inva», Wien, VII., Lerchentelderstraße Nr. 1. /