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Die Stimme · 1932-08-04 · Heft 239 (4.8.1932) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 239 (4.8.1932)
Date
1932-08-04
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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DIE STIMME 4. August 1932 Jüdische Chronik 5. August 1802: geb. in Sulz Eliakim Carmoly, franz. Gelehrter und Literaturhistoriker. Sein Hauptwerk ist eine Geschichte der jüdischen Medizin. — 1842: gest. in Frankfurt a. M. Dr. Michael Creizenach, Theologe, Mathematiker und Pädagog. Er stellte ein ganzes Lehr, gebäude der jüdischen Religion in reformistischem Sinne auf. Seine Lehrbücher waren seinerzeit allgemein verbreitet. — 1846: geb. in Wien Ernst Fleischel v. Marxow, Professor der Physiologie, Erfinder verschiedener physiologischer Instrumente, Verfasser mehrerer Bücher über sein Fachgebiet. — 1856: geb zu Skwira bei Kiew Ascher G i n z b e r g, Ps. Achad Haam, der bedeutendste hebr. Schriftsteller der Gegenwart, Publizist und Philosoph. Sein vierbändiges Werk «AI paraschat derachim» (Am Scheidewege) und seine 6bändige Briefsammlung zeigen seine Wege und Ziele. — 1898: gest. in St. Louis Isidor Busch, Buchhändler und Literat, hat sich durch Herausgabe des «Jahrbuchs und Kalenders für Israeliten» bleibende Verdienste erworben. — 1918: gest. in Baden bei Wien Dr. Moritz Güdemann, Oberrabbiner von Wien, scharfsinniger Den. ker und Gelehrter. Während seiner 52jährigen Wirksamkeit in Wien hat G. eine große Menge von geschichtlichen Werken, Abhandlungen und Rezensionen aller Art geschrieben. Sein Hauptwerk ist die Geschichte des Unterrichts, und Erziehungswesens und der Kultur bei den Juden. — 6. August 1797: gest. in Karlsbad Markus Elieser Bloch, ein Ichthyologe, dessen Sammlung der Wasserbewohner nunmehr einen Teil des Berliner zoologischen Museums ausmacht. Die Frucht seiner vieljährigen Beobachtungen war das 9bändige Monumentalwerk «Ichthyologie oder Naturgeschichte der Fische Deutschlands», von der er 2 deutsche und eine französische Ausgabe herstellen ließ. — 1909: gest. in Nagymarosch, Ungarn, Moses Leib BI o c h, einer der hervorragendsten Talmudforscher der Neuzeit. Sein Hauptwerk «Schaare Torath hatakanofrh» (Die Institutionen des Judentums) erschien in 7 Bänden. — 7. August 1768: geb. in London Sir John Adolphus, englischer Jurist, Historiker und politischer Schriftsteller. Sein bedeutendstes Werk ist «Die Geschichte Englands», von welcher er 7 Bände herausgab, während der 8. Band erst nach seinem Tode erschien. — 1839: gest. in Hietzing bei Wien der Bankier und Philantrop Bernhard Freiherr v. E s k e 1 e s, der an allen großen Geschäften seiner Zeit beteiligt war. Seine Salons vereinigten die gebildeten Kreise der Residenz. — 1775: Befreiung der Stadt Algier von den Spaniern. Die Juden setzen zur Erinnerung ein lokales Purim, fest (Purim Edom) ein. — 8. August 1653: geb. in Ronen Jacob Christian Basnage de Beauval, christlicher Theologe. Er schrieb eine Geschichte der Juden von den Tagen des Josephus bis in seine Zeit (Rotterdam 1706 —1711). Die Bilanz der Lebensversicherungsgesellschaft «Phönix» Am 26. d. fand die Generalversammlung des Phönix statt. Der Rechnungsabschluß für das Jahr 1931 wurde einstimmig genehmigt und die fusionsweise Uebernahme des Versicherungshestandes der Universale beschlossen. Der Versicherungsbestand des Phönix von rund 2% Milliarden Schilling zeigt eine weitere Steigerung auch während des Jahres 1931. Die Gesellschaft weist in ihrem Bericht darauf hin, .daß. die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse, die in einem Teile ihres Arbeitsgebietes herrschen, besonders sorgfältge Pflege der bestehenden Versicherungen erfordern. Der Phönix arbeitet insgesamt in 19 Staaten. Von dem Versicherungsbestande entfallen etwa zwei Drittel auf Oesterreich, das Deutsche Reich und die Tschechoslow. Republik nicht ganz 10 Prozent auf Westeuropa und der Rest auf Ungarn, Jugoslawien, Polen, Rumänien und den nahen Orient. An Versicherte und deren Hinterbliebene sind im abgelaufenen Jahre rund 43 Millionen Schilling ausgezahlt worden. Mehr als 8000 Polizzen wurden infolge von Sterbefällen ohne Rechtsstreit liquidiert. Der Phönix steht auf dem Gebiete der Gruppenversicherung mit der Metropolitan Life Insurance Company in New York in Verbindung und hat Rückversicherungsverträge mit Versicherungsanstalten in einer Reihe von Staaten, darunter hauptsächlich im Deutschen Reich, in England und in Frankreich. Die Geschäftsverbindung mit der Prudential Assurance Company Ltd. in London ist im abgelaufenen Jahre erweitert worden. Von der Verwaltung der Gesellschaft erhalten wir nachstehende Mitteilung: Die 49. ordentliche Generalversammlung der Lebensversicherungsgesellschaft Phönix ist am 26. d. M. abgehalten worden. Der Versicherungsbestand Ende 1931 umfaßt 795.707 Polizzen mit S 2.745,843.121.— versicherter Summe und S 2,915.638.— jährlicher Rente. Der Reinzuwachs gegenüber dem Vorjahre beträgt S 187,306.529.— (7,3 Prozent) an Versicherungskapital und S 815.463.— (39 Prozent) an versicherter Jahresrente. Die Prämienelnnahme ist um S 27,040.326.84 (20,8 Prozent) auf S 157,216.555.53 gestiegen. Die Erträgnisse der Kapitalsanlagen haben sich auf S 24,424.814.12 belaufen. Der Grundbesitz der Gesellschaft im Gesamtwerte von S 74,636.362.45 umfaßt 85 Realitäten in Oesterreich, in der Tschechoslowakischen Republik, im Deutschen Reich, Frankreich, Belgien, Italien, Ungarn, Jugoslawien, Polen, Rumänien, Bulgarien und Aegypten. Der Wertpapierbesitz beträgt S 214,101.623.35, wovon S 202,752.585.95 auf festverzinsliche Anlagewerte und S 11,349.037.40 auf Anteile von Notenbanken, diverse Aktien und Beteiligungen an Versicherungsanstalten entfallen. Die Hypothekardarlehen haben sich auf S 22,909.146.68 und die Darlehen auf eigene Polizzen auf S 42,024.253.81 erhöht. Die gesamten Gewährleistungsmittel der Gesellschaft betragen S 471,930.857.91. In der Gruppenversicherung, die vom Phönix in Verbindung mit der Metropolitan Insurance Company in Newyork betrieben wird, ist bisher 40.957 Angestellten und Arbeitern Versicherungsschutz für ein Kapital von rund S 51,000.000.— gewährt worden. Die Rückversicherungsverträge der Gesellschaft sind nach einer vorsichtig bemessenen Erhöhung des Eigenbehaltes langfristig neu geregelt worden, so daß sich die Rückversicherung in erster Linie annähernd gleichmäßig auf die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft in München, die Prudential Assurance Company Ltd. in London, die Legal and General Assurance Society Ltd. in London und die Compagnie d'Assurances Generales in Paris verteilt. In der Generalversammlung ist beschlossen worden, den Versicherungsbestand der «Universale» Allgemeine Versicherungsgesellschaft in Wien im Fusionswege zu übernehmen; desgleichen den österreichischen Versicherungsbestand der «Fortuna» Versicherungs-Aktiengesellschaft in Wien, die sich in Betriebsgemeinschaft mit der «Universale» befindet. Nach Abrechnung der an die Versicherten ausgeechütteten Gewinnanteile ergibt die Jahresrechnung einen Ueberschuß von S 774.931.17 (im Vorjahre S 758.508.02). Hieraus erhalten die Aktionäre 5 Prozent Dividende, das ist S 200.000. —(im Vorjahre 8>/2 Prozent), der Rest wird den Kapitalsreserven zugeführt, beziehungsweise auf neue Rechnung vorgetragen. E Sprechsaal der Stimme Ffir die Mitteilungen, die in dieser Rubrik erscheinen, übernimmt die Redaktion keine Verantwortung. Merkwürdige Kampfmethoden Ein Leser unseres Blattes schreibt uns: Die «Neue Welt» vom 29. Juli 1932 veröffentlicht unter der Ueberschrift: «Dr. Weizmann klopft ans Tor» einen mehr alz zwei Spalten langen Brief ihres Londoner Korrespondenten, eines gewissen Dr. H. Rosenblum, der es verdienen würde, in allen zionistischen Zeitungen wörtlich abgedruckt zu werden, als abschreckendes Beispiel dafür, welcher hetzerischen Hemmungslosigkeit und unjüdischen Gesinnung Leute fähig find, die vorgeben, als Kinger des vornehmsten und edelsten Juden der Neuzeit, Theodor Herzls, das Judentum und den Zionismus zu «erneuern». Da aber der Raum Ihres Blattes zu kostbar ist, so will ich nur einige wenige Proben anführen, die jedoch hoffentlich genügen werden, eine solche Kampfesart in den Augen eines jeden anständigen Menschen anzuprangern. So heißt es in der erwähnten Stilübung beispielsweise: «Wenn er (Weizmann) trotzdem in Basel von seinem Amte schied, so geschah es aus denselben Gründen, aus welchen ein lebenslustiger, koscherer Hahn sich gewöhnlich dem jüdischen Samstagtisch als Braten präsentiert». Diesen geistreichen Satz findet die «Neue Welte wahrscheinlich als sehr «humoristisch». Oder: «W e i zmann selbst vergnügte sich irgendwo im Lande der Schwarzhaut i gen». Welch empörende Roheit! Das ist der Dank der «Hundertprozentigen» dafür, daß Weizmann, wiewohl der Kongreß — wie sie sagen — ihn «verjagt» hat und ohne Rücksicht auf seine schwer angegriffene Gesundheit, die mühovolle Reise nach Südafrika unternahm, um den von den Revisionisten boykottierten Fonden neue Mittel zuzuführen, während der Herausgeber und Eigentümer der «Neuen Welt», Herr Stricker, quietschvergnügt und ausgesorgt an seinem Wiener Stammtisch politisierte. Ferner: «Der Name Weizmann soll aus dem Archiv geholt, galvanisiert und wiederum zu einem Kampfnamen erhoben werden,» usf. Die Anhänger Weizmanns sind selbstverständlich «W e 1 z m a n n - M a r i o n e 11 e n», ja sie werden sogar als «unsere schwarzen Hundertschaften» beschimpft. Wenn man die Revisionisten mit Fascisten vergleicht, so sind sie sehr empfindlich und schreien, daß das eine «niederträchtige Verleumdung» sei. Aber Zionisten mit dem Namen der russischen Pogrombanden übelster Sorte belegen, das findet das Revisionistenblatt offenbar als sehr richtig. Die amerikanischen Zionisten werden mit «Pri n cip aus Sarajewo» und mit dem- «klassischen Dummkopf Herostratosi» in eine Reihe gestellt und der bekannte palästinensische Zionist Braude sehr eschmackvoll als «zionistischer Buchhalter aus e r u s a 1 e m» bezeichnet. Aber auch der jetzige Präsident der zionistischen Organisation, S o k o 1 o w, der mit den Stimmen der Revisionisten gewählt wurde, wird nicht verschont. So heißt es z. B.: «... daß sich Herr Sokolow sogar den Witz leisten zu können glaubte, die Züge seines Vorgängers bis auf dessen letztes Schönheitspflästerchen — die Revisionistenfressered — mit photographischer Genauigkeit z u kopieren,» oder: ^Während Herr Sokolow mit einem Spiegel in der Hand im Studium Weizmanns scharmanter Manieren vertieft war....». Ferner: «Sokolow ist eine zitternde Brücke zwischen zwei Regimen». Nichts zu sagen Mr. Rosenbloom ist wirklich ein tadelloser Gentleman. Und seine Auftraggeber nicht minder. Denn — wie sagte nur vor kurzem die «Neue Welt»? «Nicht die Schreibenden — die Auftraggeber sind schuld». H. E. Ankündigungen und Mitteilungen 9n die alten Herren der Zion. Ferial Verbindungen! Der Ring der Alten-Herrenverbände hat das Bestreben, die Alten Herren aller Verbindungen zu erfassen. Den Satzungen des Ringes gemäß können sich auch die Alten Herren von nicht mehr bestehenden Ferialverbindungen zu einer Gruppe organisieren und dem Ringe beitreten. Der Ring der Alten Herren will seinen Mitgliedern bei der herrschenden wirtschaftlichen Einengung gegenseitige Erwerbsmöglichkeit schaffen und gibt ein umfassendes, nach verschiedenen Gesichtspunkten geordnetes Verzeichnis ,das die Alten Herren von fast allen Verbindungen Europas (zirka 5000 Namen) enthalten wird, heraus. Alle Alten Herren von nicht mehr bestehenden Ferialverbindungen werden hiemit eingeladen, von ihren Anschriften unter Angabe des Berufes und anderer in Betracht kommenden Daten Gg. Dr. Rudolf Glücklich, Wien, I., Kärntnerstraße 28/2, zu verständigen. Die Angelegenheit wolle sehr dringend behandelt werden, da das Mitgliederverzeichnis in allerkürzester Zeit zur Drucklegung kommt. Für den Ausschuß des Alt-Herren-Ringes: Rechtanwalt Dr. Paul Stern m. p. akad. Maler Leo A. Robitschek m. p. Zion. Bez.-Sektlon XIl/XIV/XV, Sitz Herklotzgasse 21. Während des Sommers finden keine regelmäßigen Zusammenkünfte statt. Nächster Sektionsabend 4. September a. c. — Unser letzter Aufruf hat zur Folge gehabt, daß sich eine Anzahl von Gesinnungsgenossen als Mitglieder angemeldet hat. Wir erwarten, daß bis Anfang September mindestens eine Verdoppelung unserer Mitgliederanzahl erreicht sein wird. Wir bitten, Beitrittserklärungen an unsere obige Adresse zu senden. Mitgliedsbeitrag 60 Groschen pro Monat. Ankündigung. Samstag, den 6. August (Schabos- Chason), hält Herr Rabbiner Gerstel, um 4 Uhr, einen populär wissenschaftlichen Vortrag über «Die Zerstörung Jerusalems» im Bethaus der Kleingewerbetreibenden, II., Maltzgasse 1. S*t« 7 —. um ... ..»»■■■MM«—<1 Die Arbeit des Keren Kajf meth Jubiläumsaktion des Keren Kajemeth. Bisherig« Gesamteingang S 14.100.73. Briefpapier mit Palästinaansichten. Die erste Serif enthaltend 12 verschiedene Ansichten, ist erschiene! und im Keren-Kajemeth-Büro erhältlich. Preis eine Serie (1 Dutzend) S 1.80. Das Briefpapier wird aucl einzeln abgegeben. Preis eines Bogens samt Kuvef 15 Groschen. Liederkarten aus Palästina. Die erste Serie (12 ver schiedene Lieder) dieser vom Hauptbüro des Kerei Kajemeth herausgegebenen, den hebräischen Text uni die Noten enthaltenden palästinensischen Lieder ist erschienen. Preis pro Karte 15 Groschen.. Ho luden nicht unerwünscht sim Heilbad Schallerbach Im Jahre 1917 wurde gelegentlich einer Schürfung au Petroleum in einer Tiefe von 467 Meter die Schwefelquellt von Schallerbach erbohrt, eine der wirksamsten Heilquellen die in einer Mächtigkeit von 60 Sekundenlitern mit 36.6 Grat Celsius Wärme und mit ihrem Gehalt an Schwefel, Kohlen säure, doppeltkohlensaurem Natron, Jodnatrium, Borsäun und Eisensulfit nicht ihresgleichen in Europa hat. Die Wi* kung bei Gicht, Ischias, Rheumatismus, Nervenentzündung Blutdrucksteigerung, Zuckerkrankheit, Venenentzündung, fer ner bei chronischen nässenden Ekzemen ist in Tausendei von Fällen erprobt und der Zustrom von Heilungsuchende! aus Deutschland, Holland, Griechenland, England, Amerika ja sogar China beweist die Güte des Heilbades. Für gute Unterkünfte ist bei mäßigen Preisen in aus reichendem Maße vorgesorgt durch große Hotels, Pensionei und Miethäuser; die schöne Umgebung in leicht hügeligen Terrain lädt zu Ausflügen ein; für Unterhaltung ist u. a durch die ständige Kurkapelle (zweimal wöchentlich Militärmusik), Kino usw. gesorgt. Samstag, 30. Juli, erfolgte die teilweise Eröffnung dei neuerbauten imposanten Badehauses, das mit den modernster Errungenschaften der Technik ausgestattet ist. film Neuaufführung «David Golder» Der große, jüdische Tonfilm «David Golder: mit Harry Baur in der Hauptrolle, erscheint vom 12. bi1 18. August a.c. in Neuaufführung im Helios-Kino, Wien. II., Taborstraße 36. Der Film, der nach dem berühmten Roman von Irene Nemirowsky das Leben und Sterben des reichet David Golder schildert, wird dann längere Zeit in Wiei nicht mehr zu sehen sein, so daß es geboten erscheint sich rechtzeitig Karten zu sichern, *. Karl Ludwig Diehl in «Schuß im Morgengrauen». f)ii Hauptrolle in dem Kriminalfilm der Ufa «Schuß im Morgengrauen», den Alfred Z e i s I e r nach dem Bühnenstück von Harry J e r. k i n s «Die Frau und der Smaragd» inszenierte, spielt Karl Ludwig Diehl, einer der sympathischesten und kultiviertesten Darsteller des deutschen Films. Es ist höchst dankenswert, daß die Ufa endlich diesem Künstler Gelegenheit gab, in einer Hauptrolle hervor, zutreten, einem Schauspieler, dessen Platz schon lange unter den Ersten des Films sein müßte. Die große deutsche Kino, gemeinde schätzt in Karl Ludwig Diehl schon lange eine der markantesten Persönlichkeiten der Filmkunst. «Schuß im Morgengrauen» erscheint in Wien als erste Ufapremiere am 12. d. M im Gartenbau-, Ufa-Ton-, Stafa., Wienzeile, und Kolosseum-Kino. Schweden-Kino eröffnet am 18. August Das Schweden-Kino, das bekanntlich nach erfolgter gründlicher Renovierung als Avantgarde-Kino wieder eröffnet werden soll, beginnt seine neue Saison am 18. August. Zur Aufführung gelangt der in Paris und Berlin mit großem Erfolg gezeigte Film «Der König der Schuhputzer». Die Hauptrolle verkörpert der bekannte Pariser Komiker Georges Milton, der als «König der Blitzer» noch in allgemeiner Erinnerung sein dürfte. Siegfried Arno «Der Meisterschütze» Am Donnerstag, den 4. August, erscheint im Busch-, Haydn-, Kärntner-, Heimat- und Luxpalast-Kino der große Tonfilmschwank «Der Meisterschütze», dessen Hauptrolle der beliebte Komiker Siegfried Arno spielt. Arno gelangt in diesem Film zu besonderen Ehren, denn eine Kette von Mißverständnissen läßt ihn zu einem orientalischen Fürsten avancieren, der von den eitlen Bürgern des Städtchens Schilda mit viel Klimbim gefeiert wird. Neben Siegfried Arno sind in diesem Lustspiel Fritz Kampers, Eugen Rex, Margot Walter, Ida Wüst, Hans W a firn a n n, Betty A s t o r, Julius Falkenstein, Willi Prager und andere mehr beschäftigt. Regie: Adolf Trotx* der Schöpfer vieler Erfolgsfilme, wie «Elisabeth von Oesterreich», «Rasputin» usw. Musik: Hans May. Jüdistket fpoit Ein neuer Rekord der Hakoah-Meisterin Bienenfeld Einen neuen österreichischen Rekord im 200-Meter« Brustschwimmen konnte Frau Bienenfeld-Wertheimer mit der Zeit von 3:14.4 beim Schwimmeeting in Pörtschach aufsteilen. Im Wasserballspiel siegte Hakoah über den Tou. ringklub 6:3 (2:1). Das Spiel des Samstags endete 2:2 (0:1) unentschieden. Durch das bessere Torverhältnis von 6:5 Treffern gewinnt Hakoah den Pokal. Schiedsrichter besiegt Hakoah in Pilsen S. K. Pilsen—Hakoah 2:1 (0:0) Pilsen. Die Mannschaft der Hakoah, die in Karlsbad über die dortige Sparta trotz Ueberkombination und einet viel zu kleinen Platzes durch Treffer von Häusler und Eisen» hoffer einen beifällig aufgenommenen Sieg von 2:0 (1:0) gefeiert hatte, stand hier dem neuen Ligaverein der tschechischen Liga S. K. Pilsen gegenüber. Trotz sehr gutef Leistungen und gut klappendem Zusarnmenspieles mußte die Mannschaft eine ganz knappe Niederlage hinnehmen. Sie wurde aber nicht, wie man glauben sollte, von d<f gegnerischen Mannschaft überwunden, sondern vielmehr

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