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Die Stimme · 1932-07-01 · Heft 234 (1.7.1932) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 234 (1.7.1932)
Date
1932-07-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Sette s DIE STIMME Nf. 234 T. Juli 1932 isiisches Leßen ln Wien Zionisten! Die jüdische Jugend, deren erste Pflicht es ist, sich jüdisches Wissen anzueignen, kann diese Aufgabe nicht erfüllen. Nicht am Willen fehlt es, sondern an den Mitteln. Wo soll der junge Zionist sein Wissen erwerben, wenn es keine Bibliothek gibt, die ihm entsprechende Bücher billigst leiht, wenn der junge Führer Werke nicht zur Verfügung hat, die er unbedingt benötigt. Zionisten! An Euch, die Ihr zionistische und jüdische Werke besitzt, die in Euren Bibliotheken vermodern, ist es, der jüdischen Jugend die Möglichkeit des Studiums zu bieten. Wir wollen eine jüdische Jugendbibliothek gründen, die allen jüdischen Jugendlichen zugänglich sein soll. Jedes jüdische, zionistische, hebräische und deutsche, wissenschaftliche oder belletristische Werk ist uns von großem Nutzen, sei es nun das bekannteste oder ungelesenste, die jüdische Jugend braucht sowohl dieses wie jenes. Zionisten! Ihr habt eine große Schuld an der Jugend abzutragen. Helfet deshalb rasch, sie gutzumachen, indem Ihr Eure Bücher dieser Bibliothek spendet und sie aller zugute kommen läßt Zionisten! Die jüdische Jugend will sich Wissen aneignen. Schaffet jetzt ihr die Mittel und Möglichkeiten! Das Landeskomitee. Bücherspenden nimmt das Landeskomitee und die Redaktion der «Stimme», I., Kärntnerstraße 28, entgegen. Die Arbeit des Keren Kaje* meth Jubiläumsaktion des Keren Kajemeth Bisheriger Gesamteingang S 13.870.23. ln der letzten Woche gingen ein: Lese- und Redehalle S 63.—; J. P. Oe. S 4.60. Goldbuch des Keren Kajemeth Zur Komplettierung der Eintragung des Prof. Bela Diamant s. A. fehlt noch der Betrag von S 317.—. Die an dieser Eintragung Interessierten werden ersucht, die Komplettierung zu beschleunigen. Auf die Eintragung des D r. S i m o n Holdengräber sind bisher S 442.— eingegangen. Auf die Eintragung des Hochzeitspaares Ignatz Mülle r—B erta Steckei sind S 496.— eingegangen. Silbernes Buch des K. K. L.: Jakob Leser anläßlich seiner Promotion zum Doktor der allgemeinen Heilkunde am 4. Juli 1932 — durch seine Eltern. (N 103) Gordon-Wald Mit den zuletzt eingegangenen S 141.12 sind auf diesen Wald in Oesterreich bisher S 416.37 eingezahlt worden. Clara-Margulies-Hain Der erste Garten auf diesem Hain ist bereits komplett. Verrechnung der Büchsenleerung Mai-Juni Es haben weiters diese Leerung endgültig verrechnet: der Jugendbund «Z i r e n u» und «M a k k a b i IX». Die Kommissäre dieser Gruppen haben nach der Verrechnung zurückgebliebenes Material anderer Gruppen zur Leerung übernommen. Die Gruppen, die die Leerung noch nicht verrechnet haben, werden dringendst ersucht, dies umgehend zu tun. (Die Ferien stehen bevor!) Zusammenkunft der Nationalfondskommissäre. Donnerstag, den 30. Juni, vi7 Uhr abends, findet im Keren Kajemeth-Bureau eine wichtige Besprechung aller KKL-Kommissäre (Sektion, «W1ZO» und Jugend) statt. Tagesordnung: 1. Einführung eines einheitlichen kleinen zionistischen Abzeichens. 2. Gdud Hakeren Hakajemeth. 3. Junileerung. 4. Verrechnung von Materialien und Sammelbogen. 5. Kurorteaktion. üedenliet des jüdischen Buches! Die Jüdische Volksbibliothek «Zion» erläßt einen Aufruf, in dem es heißt: Ueberhandnehmende Ungeistigkeit, alleiniges Streben nach materiellen Erfolgen Schwinden altjüdischer Tradition, all dies bedroht das jüdische Volk in seinen Grundfesten. Mehr denn ie tut es daher not, die Geistesschätze und Werte des Judentums unseren Alten und Jungen wieder zugänglich zu machen. Seit fast 14 Jahren wird mit ungeheuren Opfern und Aufopferung Weniger die «Jüdische Volksbibliothek Zion» als ein Zentrum der Pflege des jüdischen Buches gehalten. Nächst der Kultusgemeindebibliothek bildet diese Institution die größte jüdische Bücherei mit vielen Tausenden von Büchern in deutscher, hebräischer und jiddischer Sprache, die anders als bei der Kultusgemeindebibliothek, Jedem auch nach Hause gegeben werden, gegen den geringfügigen monatlichen Beitrag von 80 Groschen für Erwachsene und von 40 Groschen für Studenten und Jugendliche. In einem jeden frei zugänglichen, gut eingerichteten Lesesaale werden an die fünfzig jüdische Zeitungen und Zeitschriften aufgelegt. Nehmet diese Bibliothek rege in Anspruch, tretet ihr alle als Mitglieder bei und ermöglicht durch Zuwendung von Geldspenden dieser so lebenswichtigen Anstalt, sich jene Mittel zu schaffen, die sie zum Ankauf der Neuerscheinungen und Ergänzungen ihres Bestandes benötigt. Für die Leitung: Dr. Leo Goldhammer, Präsident. Sonja Brandstätter, Schriftführerin. Dir. Gerson Wittlin, Vizepräsident. Geldspenden sind zu richten an die Volksbibliothek Zion, Wien, II., Kleine Mohrengasse Nr. 3 (Postsparkassen- Konto Nr. 111.398). Austro-Palästinenslscher-Wirtschafts-Dienst Eine Gruppe bekannter österreichischer Industrieller, Kaufleute und Gewerbetreibende, haben eine Institution geschaffen, welche die Förderung eines regen wirtschaftlichen Verkehrs zwischen Oesterreich und Palästina bezweckt — das fachmännisch und ehrenamtlich geleitete Bureau des Austro-Palästinenslschen Wirtschaftsdienstes, das sowohl in Palästina als auch ln Oesterreich hervorragend fachliche Berater aller Branchen zur Verfügung hat, erteilt allen Firmen, welche Waren nach Palästina liefern Die zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt gratuliert ihrem Mitgliede, Herrn Norbert Kürschner, anläßlich seiner Vermählung mit Frl. Else Kleiner wollen und Interessenten für palästinensische Produkte sind, die nötigen Aufklärungen. Der österreichisch-palästinensische Wirtschaftsdienst wird es sich angelegen sein lassen, den Reiseverkehr zwischen Oesterreich und Palästina zu intensivieren und allen jenen, welche sich in Palästina in industriellen, gewerblichen oder landwirtschaftlichen Unternehmungen beteiligen wollen, die Unterlagen zu verschaffen. Ins Präsidium wurden die Herren Hans Perutz, Oberbaurat Ing. Robert Stricker, Max Ernst und Fritz Richter gewählt. Ferner gehören der Leitung die Herren Oberfinanzrat Dr. Hugo Benedikt, Siegfried Graubart, Theodor Grubner, Direktor Josef Pollak, Dr. Bruno Singermann, Direktor Arthur Sternfeld, Dr. Jakob Weiner und Gustav Wilder an. Das Bureau des Austro-Palästinensisclien Wirtschaftsdienstes befindet sich im Handelsmuseum (IX., Berggasse 16, Tel. A 17-5-40) und sind die Sprechstunden des Sekretariats jeden Montag und Donnerstag von halb 5 bis 6 Uhr nachmittags. /Inßiindigiivigeii und Mitteilungen Die Vereinigte zion.-soz. Arbeiterorganisation Poale Zion-Hitachduth veranstaltet am Donnerstag, 7. Juli 1932, um 8 Uhr abends am Konstantinhügel, II., Prater Hauptallee, ein Gartenfest mit reichhaltigem Programm. Karten zu S 2.50 (Studenten und Jugendliche ermäßigt) im Sekretariat, II., Blumauerg. 1, und an der Abendkassa. In der Tageiserholungsstätte des Vereines «Jüdische Kinderfreunde» in Lainz sind noch einige Plätze für Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren frei. Anmeldungen täglich (außer Samstag) von 9 bis 12 Uhr und 3 bis 6 Uhr, im Sekretariate II., Obere Donaustraße 91. Zionistische Jugendgemeinschaft «Brlth-Herzl», Wien, XX., Jägerstraße 30. Wochenprogramm: Samstag, 2. Juli: 4 Uhr nachmittags. Zusammenkunft der Kindergruppe. Ab 5 Uhr: Sichoth aller Kwuzoth. 8 Uhr abends: Mitgliederversammlung. Sonntag: Wanderung. Treffpunkt Schwedenplatz, 8 Uhr früh. 8 Uhr abends: Zusammenkunft im Heim. Montag: Hebräischkurs. Dienstag und Mittwoch: Sichoth. Donnerstag, 8 Uhr: Führerkurs. Vereinigung d. Absolventen (innen) des hebräischen Pädagogiums Wien. Alle Kollegen (innen) treffen sich zur Mesibah mit ihrem Lehrer Prof. Dr. Baron. Zeit: Samstag, den 2. Juli, 8.30 Uhr abends. Ort: Cate Silier (Mezzanin) Schwedenplatz. An alle Juden Wiens Lesen! Anmelden! Weitergeben 1 Kommet in die jüdische Wehrsportvereinigung Haganahl Setzet dem Haß und den täglichen Drohungen die jüdische Ehre entgegen! Bekennet euch zum Wehrgedanken! Wir sind von Feinden umstellt! Niemals in unserer Geschichte war die Gefahr größer als heute. Wir müssen sie gemeinsam bekämpfen. Wir dürfen nur auf unsere Kraft, auf unseren Mut, auf unsere Entschlossenheit bauen. Wir werden angegriffen weil wir Juden sind. Wir wehren uns weil wir Juden sind. Wir müssen die Haganah, die Trägerin des jüdischen Wehrsportgedankens stärken. Alle ln die Haganah! Wir brauchen Menschen und Geld! Kommet all« zur Haganah! Schicket eure Söhne zur Haganah! Ueberzeuget eure Freunde von der Notwendigkeit der Haganah! Gebet Geld, bringet Menschen! Nur mutiges, entschlossenes Auftreten schafft Achtung. Nur eine starke, wohlausgebildete Haganah, nur eine jüdische Wehrsportorganisation kann den Sturm bestehen, Hinein in die Haganah. Amtsstunden: Montag, Mittwoch, Donnerstag von 20 bis 22 Uhr, IX., Nußdorferstraße 16. Jüd, Akad. Technikerverband. Exkursion des J. A. Technikerverbandes ins Hochhaus. Diese Führung ist für alle Mitglieder der Judäa als auch für Gäste frei. Treffpunkt Hochhaus, Herrengasse. Zeit: Samstag, 2. Juli, halb 2 Uhr. Da diese Exkursion äußerst interessant ist, bitten wir die Kollegen, zahlreich zu erscheinen. Die Zion. Frauengruppe «Wizo» XX hat einen sehr schmerzlichen Verlust erlitten. Ihre langjährige und verdienstvolle Kassierin, Frau Paula Singer, verstarb im jugendlichen Alter an einer tückischen Krankheit. Ihr Andenken wird stets in Ehren gehalten werden. «V. Z. H. Theodor Herzl». Samstag, 2. Juli, um 20.30 Uhr spricht in unserem Heime, II., Krummbaumgasse 10. A. H. Ing. Laszkowitz über: «Wirtschaftliche Perspektiven in Palästina». Jüdische Hochschüler als Gäste willkommen. Liga für das arbeitende iPalästina. Anfangs Juli wird der berühmte jüdische Dichter David Pinski in Wien weilen. Er kommt aus Palästina, wo er im Kreise der jüdischen Arbeiterschaft seinen 60. Geburtstag und das 40jährige Jubiläum seiner literarischen Tätigkeit feierte. Die Liga für das Arbeitende Palästina veranstaltet zu Pinskis Ehren ein großes Meeting. Näheres in den Tageszeitungen. Verein der Lemberger. Bol der kürzlich stattgefundenen Generalversammlung dos Humanitären Vereines der ln Wien wohnhaften Lemberger, berichtete der Obmann üner die Tätigkeit des Vereines im abgelaufenen Vereinsjahr, insbesonders über die veranstaltete Pessach-Aktion und wurde nach Entgegennahme des Berichtes dem Vorstande das Absolutorium erteilt. Anschließend wurde die Neuwahl vorgonommen, und zwar: Obmann: Herr Adolf Tarier, Obmann-Stellvertreter: Herr Oswald Reicher und Abraham Fränkel, Kassier: Herr Leo Zohn, Schriftführer: Herr Karl Ehrenpreis. Ferner die Herren: Bormann, lg. Fränkel, Golafitoin, Hornung, Kalisch, Langer, Rappaport, Schräge, Schläfrig, Senz und Wein. Vereinigte zion.-soz. Arbeiterorganisation Poale Zion- Hitachduth veranstaltet am Donnerstag, den 7. Juli 1932, am Konstantinhügel, II., Prater Hauptallee, ein Gartenfest mit reichhaltigem Programm. Jazzkapelle, künstlerische Vorführungen. Juxpost. Tombola. Beginn: 8 Uhr abends. Karten ä S 2.50 bei allen Vertrauensmännern, im Sekretariat, II., Blumauergasse 1 und an der Abendkassa. Studenten und Jugendliche Ermäßigung. Jeder I kaufe sofort einen Schekel für sich und warb« mindest drei neue Schekelzahler

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