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Die Stimme · 1932-09-16 · Heft 232 (16.9.1932) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 232 (16.9.1932)
Date
1932-09-16
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 DIE SUMME Nr. 232 — 16. Juni 19» graphie eignen würden. Es würde auch dazu beitragen, seine Arbeit in größerem Umfang unter dem Publikum bekanntzumachen.* Jüdische Kolonisation als Opem-Sujet Die Gesellschaft der Dramatiker und Musiker der Sowjet-Union hat beschlossen, das jüdische Kolonisationswerk in der Sowjet-Union in der Form einer Oper dramatisch-musikalisch zur Darstellung zu bringen. Die Oper soll anläßlich des 15. Jahrestages der Oktoberrevolution zur Aufführung gelangen. Der Dramatiker Ch. G a 1 i t z k y wurde beauftragt, ein Libretto herzustellen, dem das Material der Archive von Agro- und Komzet zugrunde gelegt werden soll. Der bekannte jüdische Komponist Milner wird die Musik schreiben. Engagement jüdischer Künstler verboten Unter scharfem Druck der Nationalsozialisten hat das neue Kuratorium des Dessauer Friedrich- Theaters, dem der derzeitige nationalsozialistische Ministerpräsident Freyberg präsidiert, eine Reihe schwerwiegender Maßnahmen beschlossen. Neben der Senkung der Abonnementpreise und der Schaffung einer eigenen Anrechtsreihe der nationalsozialistischen Bewegung sollen die Befugnisse des Intendanten eingeengt und das Neuengagement jüdischer Künstler verboten werden. Encyclopaedia Judaica, Band IX, und Hebräische Enzy* klopädie, Band II. Der neunte Band der „Encyclopaedia Judaica“' befindet sich im Druck und wird Anfang August erscheinen. Er enthält eine Reihe von größeren Monographien. von denen besonders zu erwähnen sind: Jeschiba, Jesaja, Jesus, Jiddisch, Josephus, Kabbala, Kalender, Karäer, Ketuba, Klagelieder. Der zweite Band der Hebräischen Enzyklopädie, der seit vielen Monaten fertiggestellt ist und infolge technischer Schwierigkeiten nicht erscheinen konnte, dürfte ebenfalls im August zur Ausgabe gelangen. Die Zeitschrift für den Aufbau Palästinas „Palästina“ bringt in ihrer Kummer 5—7 (Mai-Juni-Jull 1932) wieder zahlreiche hochinteressante Artikel, so u, a.: Die Entwicklungstendenzen der palästinensischen Landwirtschaft von David Horowitz, Tel-Awiw, Die Ergebnisse der Volkszählung von Dr. Walter Preuß, Tel-Awiw, Die Grundlagen der Rechtsentwicklung in Palästina von Dr. Karl Hilb, Berlin, Ländliches Volksleben in Palästina von Pfarrer Dr. Emil Lind, Speyer, sowie lehrreiche Nachrichten und Daten. $itm Rothschild im Film Die amerikanische Filmunternehmung Warner Bros, hat den Entschluß gefaßt, die Karriere des Gründers des Bankhauses Rothschild zu verfilmen. Dieser Film, der den Titel „The Rise and Fall of Rothschild“ tragen soll, wird in der nächsten Zeit in Angriff genommen. George Arliss wird die Hauptrolle spielen. Eine andere interessante Nachricht aus Amerika Ist, daß der berühmte Filmstar Colleen Moore, der zwei Jahre nicht auf der Filmleinwand zu sehen war, ins Filmatelier zurückgekehrt ist. Colleen Moore hatte sich so wie viele Verlautbarung des Landesftkomitees Das Landeskomitee fordert alle Sektionen, Bezirksgruppen und Sondervereinigungen auf, den Schekeldrive energisch zu forcieren. Die Ergebnisse sind wöchentlich dem Landeskomitee zu melden. Schekelblocks sind beim Landeskomitee erhältlich. Dr. Grünbaum S. Passweg Dr. Steinberg Mitteilungen des Palästinaamtes Wien Dienstag, den 21. Juni, trifft eine Palästinafahrer-Gruppe aus Polen um 6.40 Uhr früh auf der Ostbahn in Wien ein. Die Weiterreise der Palästinaauswanderer erfolgt am selben Tage um 7.40 Uhr früh von der Ostbahn. Telephon-Nummem-Aenderung. Das Palästinaamt ist von nun an unter der Nr, R 27-4-85 telephonisch zu erreichen. Parteien verkehr nur vormittags von 10 bis 12 Uhr. Die Arbeit des Keren Kaje* meth Jubiläumsaktion. Bisheriger Gesamteingang S 13.802.63. In der letzten Woche gingen ein: Zentrale S 2.—; Sektion VI/VIl S 28.05; Sektion VIII/1X S 5.—; Sektion X S 375.—; Sektion XVIII/XIX S 230.—; «Wizo» I S 44.—; «Wizo» Prater S 18.10; Frauengruppe VI/VII S 28.05. Goldbucheintragung. Durch die letztens eingegangenen Beträge wurden folgende Goldbucheintragungen komplett: Dr. David Ha Ipern, Oberkantor Gerson M a r g o 1 i e s, Eisig Torczyner. andere Sterne des stummen Films zur Zeit des Aufschwunges des Sprechfilms zurückgezogen und sich dem Theater zugewendet, wo sie in dem bekannten Lustspiel „Arm wie eine Kirchenmaus" die Hauptrolle spielte. Als ihre. Versuche, neuerlich ein gutes Fllmengagement zu bekommen, scheiterten, bildete sie eine Theatergruppe, mit der sie in Hollywood eine Modellaufführung des erwähnten Lustspieles veranstaltete. Zur Vorstellung lud sie alle bekannten Filmgrößen. Man sah im Zuschauerraum Dolores del Rio, Mary Pickford. Norma Shearer, Ernst Lubitsch, Estelle Taylor, Joan Crawford und noch viele andere. Die Aufführung gestaltete sich zu einem Triumph der mutigen Künstlerin, die nachher von dem als Zuhörer anwesenden Irving Thalberg einen zweijährigen Kontrakt für die Metro Goldwyn erhielt. Verrufene Gassen Dieses „Sittenbild aus einer amerikanischen Hafenstadt" bringt höchsten Naturalismus auf künstlerischer Höhe. Obwohl in den Matrosenkneipen viel getrunken \ind gerauft wird, obwohl das Dasein der Dirnen und ihrer Zuhälter lebenswahr ohne Beschönigung gezeichnet wird, wirkt keine Szene anstößig. Noch immer können die europäischen Regisseure und Schauspieler von ihren amerikanischen Kollegen lernen, wie man sich ln den Niederungen des Lebens bewegt, ohne den guten Geschmack zu verletzen. Selbstverständlich kommt auch in diesem Milieu das Kokottchen vor, das sich nach einem „anständigen“ Dasein sehnt und dieses Ziel nach manchen fürchterlichen Abenteuern auch erreicht, doch hier erscheint die Sache durchaus nicht kitschig. Das ist allerdings nicht allein das Verdienst der Regie De Tay- Garnett s, sondern auch der Darsteller Riccardo C orte z, der den Zuhälter gibt, Philips Holmes als Retter der Dirne und Helen Twelve trees als diese Prostituierte, die den Weg zu einer glücklichen Ehe findet. Einige ausgezeichnete Episodengestalten und eine ganze Reihe zwanglos eingestreuter komischer Szenen erhöhen den Genuß, den dieser Film bereitet. Im Vorprogramm, das im Apollotheater vor dem Film geboten wurde, erfreute ein Gesang- und Tanztrio unter der Fiihrunp Frank Stips durch Humor und lustige Einfälle. e. r. Ein toller Einfall Eine ältere Posse ist zu einem Konimersch wank verarbeitet. Das besagt eigentlich schon alles. Wenn man also keine zu hochgespannten Erwartungen hegt, insbesondere nicht, was künstlerisches Niveau betrifft, kommt man auf seine Kosten, Jedenfalls hat man reichlich Gelegenheit, über harmlose Situationskomik zu lachen, zu welcher der tolle Einfall, ein mit Meisterwerken der Mal- und Bildhauerkunst ausgestattetes Schloß, das verkauft werden soll, in Abwesenheit des Besitzers als Hotel zu benützen, genug Anlaß bietet. Willy Fritsch als der für diesen Streich verantwortliche Neffe des Schloßbesitzers lächelt so süß und springt so knabenhaft herum wie sonst Ros! B a r s o n y, das „Pupperl“, das den Neffen nicht freigeben will, leistet als Grotesk- Tänzerin ganz Ausgezeichnetes, aber im übrigen wirbelt sie zu stark herum und klimpert zu aufdringlich mit ihren Augendeckeln. Sehr gut sind Max Adalbert durch seine diskrete Komik, die begabte Dorothea Wieck in einer allerdings bescheidenen Rolle und Paul H ö r b i g e r. Leo S1 e z a k tritt leider nur in einer kurzen Episodenrolle auf, so daß man nicht viel'von seiner Gesangskunst zu hören bekommt Die Regie Kurt Gerrons beschert hübsche Bilder und Einzelszenen. Die blaue Adria. Unter diesem Titel erscheint am 21. d. in der Urania ein neuer Kulturfilm in österreichischer Uraufführung, der in meisterhaften Aufnahmen von Venedig über Triest, Istrien, die Brionischen Inseln, die dalmatinische Küste bis an die Grenzen des Orient führt. Goldbuch Ignatz Müller und Frau. Bei der am 12. Juni stattgefundenen Vermählung des Gg. Ignatz Müller wurde zwecks Eintragung des Brautpaares ins Goldene Buch der Betrag von S 300.— gesammelt. Dr. Isak Robinsohn - Garten. In den Kreisen der B. B. wurde eine Sammlung veranstaltet, um den Namen des verewigten Dr. Isak Robinsohn mit dem Aufbauwerk in Palästina durch Stiftung eines Gartens auf dessen Namen zu. verbinden. Bisher wurden ä conto dieses Gartens S 262.— abgeführt. Goldbuchölntragung Prof. Bela DDumant Die Sammlung wird fortgesetzt. Die Schüler, Freunde und Verwandten des Verewigten werden ersucht, zur Komplettierung dieser Eintragung das ihrige beizutragen. Silbernes Buch. Ignatz Stern durch den Verband radikaler Zionisten (Nr. 97); Dir. Ignatz G u 11mann und Frau Erna anläßlich ihres 35. Hochzeitstages am 5. Juni 1932 durch die Zion. Bez.-Sektion und Frauengruppe Vl/VII (Nr. 98); Karl und Genia Löffel anläßlich ihrer Hochzeit (Nr. 991; Dr. Siegfried Plaschkes durch das Präsidium des Keren Kajemeth (Nummer einhundert); Siegfried Graubart anläßlich seiner Wahl in das Präsidium des Keren Kajemeth (Nr. 101); Dr. Siegfried Knopfmacher durch die Arbeitsgemeinschaft «Chug Zirim Or» (Nr. 102). Verrechnung der Büchsenleerung Mai-Juni 1932. Als erster hat die Büchsenleerung der «Brith Herzl» durchgeführt und vollständig verrechnet. Palästina-Informationsbüro Der «Verband jüdischer Ingenieure und Techniker für den Aufbau Palästinas» hat nach der Rückkehr seines Präsidenten von einer Palästina-Studienreise ein Palästina-Informationsbüro eröffnet, das Großfleischltauerel SIEGM. KORNMEHL Zentrale IX, Berggasse 19, f ei. A 1 /-J-S9 n. A 16-9-34 Lieferant für Heilanstalten Abteilungen für "WD"Fleiech unter Aufsicht des Ehrwiirdlgeb Kabbmats der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Autosusfeilung .«oalenio* IX, Berggasse l XVlli Währingerstrafie Interessenten fachliche und sachliche Auskünfte über alle wirtschaftlichen Fragen des Palästina-Aufbaues zu erteilen in der Lage ist. Das Büro befindet sich vorläufig am Sitze des Verbandes, Wien, III., Landstraßer Gürtel 19/7; telephonische Anfragen vormittags unter Nr. B 52-3-58. 100. " ‘ ng in dos Silberne Buch des Keren Kajemeth Das in Oesterreich auf Anregung des Gg. Doktor Siegfried Plaschkes erstmalig geschaffene Silberne Buch hat sich ausgezeichnet bewährt. Es hat die Lücke, die zwischen dem Goldenen Buch, das nur beim Hauptbüro geführt wird, und den anderen Spendenmitteln, wie erwartet, ausgefüllt. In immer steigendem Maße bedienen sich seiner Zionisten und Nichtzionisten und es wächst sich allmählich zu einer Chronik des zionistischen und jüdischen Lebens in Wien und im übrigen Oesterreich aus. Anläßlich der 100. Eintragung, die inzwischen bereits überholt ist, veranstaltet der Keren Kajemeth Donnerstag, den 16. Juni, 8 Uhr, im großen Saal der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt, II., Praterstraße 13, eine Feier, an der u. a. mltwirken: Der Präsident des Keren Kajemeth, Herr Adolf Böhm, Herr Oberkantor Gerson M a r g o 1 i e s sowie ein Chor des Jugendbundes «Zirenu». Zu dieser Feier wurden eingeladen: die Eingetragenen, die Vertreter der zionistischen Institutionen und Gruppen. Oie Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt gratuliert Ihrem Vorstandsmitglied Herrn Ignatz Müller anläßlich seiner Vermählung mit Fräulein Bertha Steckei aufs herzlichste jDie AebröiscAe (Bewegung «Wizo»-Minjanim Vorige Woche fand die zweite Zusammenkunft der hebräischen Arbeitsgemeinschaft der «Wizo» statt. Es nahmen an ihr die meisten Mitglieder teil, die bei der ersten Besprechung anwesend gewesen waren. Der größte Teil der Teilnehmer erstattete ln hebräischer Sprache Bericht über das von ihnen Gelesene. Ein Teil in deutscher Sprache. An die Berichte knüpfte sich eine Aussprache, die sehr anregend verlief. Es wurde das Pensum der weiteren Arbeit während der Ferien besprochen. Die nächste Zusammenkunft wird Mitte September stattfinden. Die Teilnehmer hatten das Gefühl, an einer Sache teilzunehmen, die in sich den Samen einer gesunden Entwicklung trägt. Ankündigungen und Mitteilungen Die Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt gratuliert Herrn Dr. Leo M e n c z e r anläßlich seiner Vermählung mit Fräulein Gisa L y n c z y c und Herrn Theodor G o 1 d s t e i n anläßlich seiner Vermählung mit Frl. Steffi Austern. — Die Zionistische Bezirkssektion spricht ihrem Vizepräsidenten Dr. A. S c h m e rler und seiner Frau anläßlich des Ablebens ihrea Söhnchen ihr tiefstes Beileid aus. Zionistische Sektion VI/VII und Frauengruppt, Sonntag, den 5. Juni, hielt die zionistische Sektion VI/VII im Garten des Cafe-Restaurant Hietzingerhot ihre diesjährige Lag-Beomerfeier ab, an der auch Vertreter anderer Sektionen und zahlreiche Repräsentantin* nen der «Wizo» teilnahmen. Nach einigen Begrüßungsworten des Vorstandes hielt Dr. Ch. Tartakowef eine Ansprache, in der er die Bedeutung des Festes, insbesondere in nationaljüdischer Beziehung betonte. Im Anschluß daran sang die allseits beliebte Sängerin Hilde D u i i t z k a j a mit ihrer großen reinen Stimme und viel Charme eine Anzahl jüdischer Volkslieder, die mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurden. Die kleine achtjährige Rosi Gottes mann spielte Violine mit natürlichem Talent. Hervorragend zum Gelingen def Feier trug die Konzertsängerin Paula Rottensteifl Zionistisches Leben In Wien Ti/\i%irf kaufe sofort einen Schekel für sich und J6Q61 £Jwrll5l werbe mindest drei neue Schekelzahler 8044

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