Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 231 (9.6.1932)
- Date
- 1932-06-09
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Nf. 231 — 9. Juni 1932 DIE STIMME Seite V segen den Prager Kostal. Blitzschnelle Angriffsaktionen des Wieners parierte der Tscheche mit einer hier noch nicht gesehenen überaus harten Brücke und konnte sich so über die Distanz retten, ohne aber den überlegenen Punktesieg Finczus' gefährden zu können. E. Uottlieb feierte einen Sclitiltersieg über Cernik. Gleich nach dem Händereichen bringen zwei Souplessen den Prager der Niederlage nahe, er rettet sich aber geschickt. Am Boden setzt ihm GottHeb hart zu, um ihn schließlich mit Hammerlock in eine Brücke zu zwingen, aus der es kein Entrinnen mehr gibt. In 11 Min. 30 Sek. drückt hn der Haknalmer auf beide Schultern. Im Leichtgewicht verlor Schianger überraschend gegen ungemein fair ringenden Herda. Ich will keinesfalls seine rlage beschönigen, im Gegenteil, Schianger ist verdient klar von einem besseren Gegner besiegt worden. Beiernswert war aber sein Kampfgeist. Obwohl der alt Hase erkennen mußte daß für ihn nichts zu holen sei, kämpfte er aufopfernd, um schließlich ehrenvoll zu unterliegen. Wir können der heutigen Ringsektion nur noch einige solche Schiangers wünschen. Ein Sportler mit einer angeborenen Bescheidenheit, frei von jeder Eitelkeit, der nahezu nie ein persönliches Interesse im Auge hat, hält er zäh an seinem Posten fest, obgleich er weiß, daß er nicht mehr der Meister der früheren Jahre ist. Seine Niederlage mag vielleicht für Ihn peinlich sein, der Haknnh aber dürfte sie zum Vorteil Perelchen, denn der Ringer Schianger ist zu ersetzen, der unktlonär Schianger kann aber ein Gewinn bleiben. Daß auch Funktionäre nicht zum alten Eisen gehören, bewies Ochsenhorn, der sportliche Leiter der Ringsektion. Er machte mit seinem Gegner Fintier nicht viel Federlesens. Er bracht? ihn sofort ln die Bodenlage und anschließend mit seinem berühmten Aufreißer auf beide Schultern. Durch diesen Erfolg war der Klubkampf, in dem die Hakoah jetzt 10:4 führte, bereits sicher gewonnen. Birnbaum siegte dann In einem monoton geführten Kampf gegen Novük nach Punkten, während Bergmann, der für den verletzten Müller im Halbschwergewicht starten mußte, gegen den bedeutend schwereren Krltzner knapp nach Punkten verlor. Jetzt folgte der mit großer Spannung erwartete Hauptkampf: Klapuch gegen Hirsch!. Der Prager Ist um 14 kg schwerer als der Hakoahner. Beide prächtige muskulöse Athletenfiguren. Zwei bis drei Minuten vorsichtiges Griffesuchen. Klapuch versucht Untergriff, Hirschl pariert mit Salto und beide landen in den Seilen, die sich mehrmals — speziell aber fiir den Hakoahner — störend bemerkbar machen. In der 7. Minute bringt ein prächtiges Doppelsalto Hirsclils Klapuch auf die Schultern. Der überaus korrekt amtierende Bud apester Schiedsrichter Weltmeister Radvany will aber gesehen haben, daß der Prager mit einem Fuß die Seile berührte und gibt keinen Schultersieg. Diese Aktion genügt aber fiir einen Punktesieg und Hirschl riskiert nichts mehr. Bei weiterer Ueberlegenhcit des Wieners endet der Kampf mit einem sicheren Punktesieg Hirschl«. Der Klubkampf verschaffte den Hakoahnern einen 17 :9-Sieg. Boxen Die SelbstverteldigungsUunst des Boxens Von Jakob Dollinger, Leiter des Boxklubs „Makkabi“. Es boBteht die Neigung, das Boxen als einen Sport zu behandeln, der wenig mehr als eine gründliche Kenntnis des Stoßens, verbunden mit roher Kraft, erfordert. Niemals ist «in größerer Irrtum begangen worden. Das Boxen ist wirklich eine Kunst, die zu einem ganz hervorragenden Höhepunkt gebracht werden kann. In keinem anderen Zweig des Sportes ist die menschliche Note so ausgeprägt. Ich fordere Jedermann auf, mir einen Sport zu nennen, in dem das Moment der geistigen Mitwirkung mehr als hior in die Erscheinung tritt. Es spielt hior etwas Ursprüngliches, Männliches mit. Geradezu als ein Wunder erscheint es mir, daß ln der allgemeinen Beurteilung das Boxen nicht als großartigste aller Leibesübungen gilt. Ich behaupte, daß das Leben eines Boxers das reinste und moralischeste ist, wonn •r wirklich auf Erfolg bedacht ist. Der gewissenhafte Boxer ist ein sich stets gut benohmender, anständiger Bursche, ein Jüdische Sthiilerfürsorge Aktion Donnerstag, 16. Juni 1932, Vi6 Uhr nachmittags, findet am Konstantinhfigel Prater, ein großes Gartenfest mit Tanz statt. Erstklassige Kunstkräfte, Jazz und sonst reichhaltiges Programm. Entree S l*—. Der Reinertrag ist für die Aktion «Schulkinder aufs Land» bestimmt AVIGDOR HAMEJR1 34 DER GROSSE WAHNSINN Auii.r. üiMH'.lm!.'!!;)'.'.;ius livr.i kk-hrä;.~,du-ii von Sein Woli. Es geschah, kurz gesagt, folgendes: Die betrunkenen Kosaken teilten uns mit, daß heute russische .Weihnacht Ist. Auf dem Tisch wälzte sich unter vielen Flaschen ein bärtiger Menschenkopf. Anscheinend der Kopf eines Juden. Der Körper lag unter dem Tisch. Ein besoffener Offizier befahl Abraham Markus, vom Blute des toten Juden zu trinken. Das Blut mischte man mit scharfem Wein. Abraham Markus weigerte sich. Sie haben ihm mit einem Bajonett den Mund aufgemacht und ihn gezwungen, zu trinken. Er erbrach Blut und blieb tot liegen. Dann gab der Offizier den Befehl, Leib Adler an der Wand zu kreuzigen. Ais sie begannen, Nägel ln seine Hände einzujagen, ist er wahnsinnig geworden. Einer der Offiziere schoß und tötete ihn auf der Stelle. Mein junger Diener knirschte die ganze Zeit mit den Zähnen und wollte jeden Augenblick auf die Kosaken losstürzen. Mit schwerer Mühe ist es mir gelungen, ihn zurückzuhalten. Dann befahl der Offizier, unsere Hände zu binden, ein Qrab für mich zu schaufeln und mich lebendig zu begraben. Der Offizier flentlenmn von Natur und eine Zierde seiner Nation, Beim Boxklub „Makkabi" *um Beispiel hat das Boxen ln kurzer Zeit fiir die körperliche Uttd moralische Verbesserung der jüngeren Generation mehr Gutes gewirkt als Jahrzehnte der Belehrung. Es Ist eine feststehende Tatsache, daß die jüdische Rasse fiir diesen Sport Bloh besonders eignet — siehe die vielen Boxer von Weltklasse Ted Kid Loews, Beny Leonard, Berg, Izzl Schwarz, Samt Mandl usw, Ich will hoffen, daß die jüdische Jugend, Insbesondere die Studenten, aus diesem Setbstverteldlgungssport Vorteil ziehen wird. Je eher die guten Eigenschaften des Boxens allgemein anerkannt werden, desto rascher wird die edle Kunst der Selbstverteidigung zu ihrem Recht kommen, Jüdische Jugend, komm deshalb itt die Liechtensteinstraße 20 (I. Wr. J. T. V. „Makkabi“) und lerne boxen! Rulitoall Hahoah bleibt erstklassig Die Hakoahner siegen, 70 Minuten mit nur 10 Mann spielend, gegen Vienna 3:2 (1:0). Hohe Warte. Schiedsrichter Beranek. 12.000 Zuschauer. Die Hakoahner konnten in einem mit unerhörter Aufopferung geführten Kampf unter den widrigsten Umständen einen vom gesamten Publikum mit großer Begeisterung aufgenommonen Sieg erringen und sich so Ihren Weiterverbleib in der ersten Liga endgültig sichern. — Die Hakoahner verloren nach 20 Minuten Spielzeit Ihren Rechtsaußen Weißkopf, der einen Wadenbeinbruch erlitt, und hatten, numerisch geschwächt, noch gegen weiteres Pech anzukämpfen. Ein Teil der Döblinger hatte anscheinend die Absicht, den Kampf mit Gewalt für sich zu entscheiden, und schlug eine äußerst derbe Gangart ein. Die Stimmung im Publikum, das zum Großteil aus Hakoahnern, Austria- und Admlra-AnhUngern bestand, die ja auch an einer Niederlage der Vienna interessiert waren, war diesmal hakoahfreundlich und es kam zu stürmischen Protesten gegen das rohe Spiel des Meisteranwärters. Anfangs sympathisierten die Zuschauer also aus taktischen und egoistischen Gründen mit den Blau-Weißen. Als sich diese aber verzweifelt wehrten und aus einem vollkommen ungerechten Elfmeter den Ausgleichstreffer aufgepelzt erhielten, bekamen die Massen wirkliches Mitgefühl, und von da an war die Hohe Warte ein Hexenkessel. Als dann, nach dramatischem Verlauf, der Endsieg fcststand, kannte der Jubel keine Grenzen. Die Hakoah hatte diesmal keinen schwachen Punkt. Lediglich Eisenhofer fiel zeitweise aus dem Rahmen. Die Verteidigung arbeitete, abgesehen vom zweiten Verlusttor, das zu verhindern war, ausgezeichnet. Entscheidend war aber das grandiose Spiel der Halvesreihe, in der Donnenf e 1 d und Drucker Standardleistungen boten, und auch P1 a o z e k durchaus befriedigte. Der Angriff überraschte, so lange er komplett war, durch präzises und kraftvolle« Kombinationsspiel. Nach der Verletzung Weißkopfs beschränkte man sich, mit vier Stürmern spielend, auf sporadische Durchbrüche. Grünwald brachte durch sein ganz ausgezeichnetes Spiel eine große Ueberraschung, aber auch Mausner und speziell Ehrlich, der der Vater aller drei Tore war, verdienen großes Lob. In der 16. Minute Bchoß Ehrlich an die Querlatte und .Mausner verwandelte den abspringenden Ball mit dem Kopf. Nach Halbzeit spielte Mausner Links- und Ehrlioh Rechtsaußen. In der 25. Minute der zweiten Halbzeit diktierte der Schiedsrichter aus unerklärlichen Gründen einen Elfer gegen Hakoah, der auch verwandelt wurde. In der 34. Minute schoß Mausner scharf aufs Tor, Hochloitner pariert und Ehrlich „staubt ab". Zwei Minuten später kommt Vienna, als Löwy unzeitgemäß aein Tor verlassen hatte, zum zweiten Tor. Nach nervenaufpeitschendem Kampfe brachte Ehrlich, der den gegnerisehen Tormann aus 20 Meter Entfernung samt den Ball Ins Netz schoß, die vielbejubelte Entscheidung. Hakoah: Löwy: Amster, Feldmann; Donnenfeld, Drucker, Placzek; Ehrlich, Mausner, Eisenhofer, Grünwald, Weißkopf. H. Sp. Wasserbau Die Kämpfe der Hakoah In der ersten Runde der Wasserballmeisterschaft war die Hakoah spielfrei. Da Austria nicht angetreten ist, wurde das Spiel Touringklub 3:0 gutgesohrioben. Das Match W. A. C.—E. W. A. S. K wurde beim Stand 4:3 für E. W. A. S. K. wegen skandalöser Zwischenfälle und antisemitischer Ausfälle der E. W. A. S. K-Leute vom Schiedsrichter abgebrochen. Am 12. d. spielt die Hakoah gegen Austria, am 19. d. gegen E. W. A. S. K, Bei einem Spiel der Hakoah -Jugend gegen die der Austria am 4. d. siegte die Hakoah 10:2. konnte etwas deutsch sprechen. Es klang eher jiddisch als deutsch. Mein junger Diener fiel mir um den Hals, küßte mich und bat mich, ihm irgendein hebräisches Gebet zu lehren. Mit allen diesen wilden Bestien will er kein Christ sein. Man führte uns beide hinaus, um uns beide zu begraben. Am Himmel sah man schon die Morgenröte. Die russischen Soldaten, die unser Grab schaufelten, sprachen freundlich mit uns, da ihr Offizier nicht mehr dabei war. Einer von Ihnen ballte die Faust und hob sie gegen die Hütte. Wir stehen und warten, daß man uns begräbt. Plötzlich hören wir einen Kanonenschuß. Noch einen. Dann noch einen. Die Granaten schlagen um die Hütte ein und auch direkt in die Hütte. Es entsteht eine fürchterliche Panik. Die russischen Soldaten stoßen uns in die Grube. Es ist der einzige Platz, der irgendeinen Schutz vor Schüssen bietet. Die Offiziere fliehen. Die Kanonade wird immer stärker. Einige der Fliehenden fallen. Die kleine Hütte gleicht schon einem Trümmerhaufen. Alle sind geflüchtet, nur die zwei russischen Soldaten, die das Grab gegraben hatten, blieben mit uns. Nach einer kurzen Zeit erschienen meine Leute. Ais wir nach Hause gingen, unter dem Schutze unserer Batterien, sah ich, daß mein junger Diener vollständig ergraut war. Sein Harr war schneeweiß. Auch ich bekam viele graue Haare. Unterwegs fanden wir den unglücklichen erstoche- I nen Fardi und auch die beiden russischen Toten, von | Jüdische Meisterfechter Anläßlich der Anstr.-rvung der MelRt©fSOl1ftften llÄ Fechten für Jugoslawien auf dem Fechtturnier in T. j u b 1 j n 11 a errangen jüdische Sportler fünf von neun Meisterschaften: Vier Sieger sind vom Makkabi ln Zagreb, einer vom Makkabi ln N o v i n a d. Palästina-Sport Von unserem W. F.-B< . Iclüerstatter Walter Frankl, Leiter eines Lelchtathletik^SemUiars Am 2?. und 28, Mai fand in Tel-Awiw ein theoretische« und praktisches Seminar für Leichtathletik statt, das der „Hapoel" für seine Gruppen veranstaltete. Man hofft nun, durch regelmäßige Prüfungen und Wettkämpfe die Lel8tun* gen allmählich au steigern. Die Leitung des Seminars übernahm auf Einladung durch das Hapoel-Präsldium Walter Frankl vom Makkabl-Verbami. — Adl Gr über, ein ehemaliges Mitglied der Wiener M akoah, ist. zum dauernden Aufenthalt nach Tel-Awiw libersiedelt, wo er sieh mit gutem Erfolg beim Training der männlichen und weiblichen Zöglinge des Makkabi betätigt. * Zu SchaWUöth (10. bis 12. Juni) findet im Scharon ein Zweitagelager des Makkabi Tel-Awiw statt. Während des Lagers werden Vorträge, Wettkämpfe und Ordnungsübungen abgohalten werden. Ungefähr 500 Menschen werden zwei Tage lang in Zelten wohnen, im Freien abkochen und eine innige Gemeinschaft bilden. Vorbereitung der zweiten Makkabiah Mitte Juni d. J. begeben sich acht Mitglieder de# palästinensischen Makkabi-Krelses mit gewöhnlichen Fahrrädern auf eine Makkablah-Propagandatour durch Europa. Die Makkabim fahren von Tel-Awiw nach Jerusalem—Emek—Haifa—Akko—Ras el Nakura (Grenzstation) bis Beyrouth, wo sie sich nach dem Pyrntis einschiffen, Voll Athen fahren die Leute ununterbrochen auf ihren Rädern. Es sind folgende Länder im Reiseplan inbegriffen: Jugoslawien, Oesterreich, C. S. R., Polen, Litauen, Deutschland, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Schweiz, Italien. Alle acht Makkabim haben Arbeitsposten, Von denen sie Urlaub auf ein Jahr erhielten. Die Finanzierung der Tournee tragen die Leute selbst. — Es ist zum erstenmal seit Bestand der Makkabl-Organlsatlon der Fall, daß eine Gruppe Von Makkabim ein derart gewagtes Unternehmen beginnt. Dies wird auch nicht ohne Wirkung auf die europäischen Maltkabl-Kreise bleiben, um im Jahre 1935 unter allen Umständen den Besuch der Palästinenser zu erwidern. Die Radfahrer nehmen Bilder, Zeitungen, Wappen und Abzeichen des palästinensischen Makkabi-Verbandes zu Tauschzwecken mit, ebenso ein Album mit Tagebuch, das später dem Weltverband fürs Archiv überreicht werden soll. Bel der Frauen-Olympiade, die im Jahre 1631 in London stattfindet, wird Erez-Israel zum erstenmal aktiv vertreten sein, und zwar in Leichtathletik, Handball, Basketball, Turnen, Fechten und Sondervorführung in rhythmischer Plastik. — Mit der Vorbereitung des Teams wurden von der Hauptleitung in Jerusalem die Chawerim David Almagor und Walter Frankl betraut, die zu Sukkoth den ersten Frauenkinus (Sportfest) im Makkabia-Stadion veranstalten. Im Anschluß an die Londoner Olympiade Ist eine Europatournee der Erez Israel-Mannschaft geplant, die der Propaganda der zweiten Makkabiah dienen soll. W.F. Jüdischer Sport- und Schützenverein „Menorah“, IX., Nußdorferstraße 16, Anmeldungen und Auskünfte in den Amtsstunden Montag, Mittwoch und Donnerstag von 20 bis 22 Uhr, Training: Montag von 20 Uhr 80 bis 22 Uhr und Donnerstag von 19 Uhr 80 bis 20 Uhr 30. — Sonntag, den 12. Juni 1932, findet ein Ausflug statt. Gäste herzlich willkommen. Treffpunkt 9 Uhr im Helm. Studentenkorps „Haganah" im J. S. S. V. „Menorah". Amtsstunden wie oben. Training: Juristen, Philosophen, Welthandel: Montag von 19 bis 20 Uhr 30, Mediziner: Dienstag von 19 bis 20 Uhr 30. Techniker: Mittwoch von 19 bis 20 Uhr 30. I Wenn Ihnen unser I Bla« gefällt, B empfehlen Sie es, bitte, bei jeder fl Gelegenheit allen Ihren Freunden fl und Bekannten. Geben Sie uns B Adressen an, an die wir Probe- B nummern unserer Zeitung gratis fl u. unverbindlich absenden können denen der eine von Margulies erwürgt und der andere erschossen wurde. Wir nahmen sie mit uns und begruben sie dann zusammen mit Markus und Adler bei dem Hügel. Der Gefreite Margulies sagte Kaddisch. Dann begab ich mich zu Herrn Fieger und erstattete ihm den Rapport. Der elegante Oberst hörte mit Interesse zu. Und dann sagte er in voller Ruhe: «Ein toter Jude in der russischen Weihnacht — das ist ein sehr gutes Zeichen.» Als ich ihn verließ, würgte mir der Abscheu die Kehle: «Bestie!» Zweiundzwanzigstes Kapitel. D e r H o h n. Diese Begebenheit verzögerte anscheinend um einige Zeit den russischen Angriff, der für diese Tage vorbereitet war. So hatten wir Muße, darüber nachzudenken, was damals in jener fürchterlichen Hütte über uns ergangen ist. «Ausflüge» machten wir natürlich keine mehr. Noch ein derartiger Ausflug — und Ich bin ein Greis. Die oberste Heeresleitung allerdings empfing die Nachricht von unserem Ausflug mit größter Zufriedenheit: War es doch ein Zeichen besonderen Heldenmutes. A'iargulies profitierte von der ganzen Sache: Er wurde auf meinen Vorschlag zum Korporal ernannt. .(Fortsetzung f o 1 g tjj