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Die Stimme · 1932-06-09 · Heft 231 (9.6.1932) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 231 (9.6.1932)
Date
1932-06-09
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 DIE STIMME Nr. 231 — 0. Juni 1932 Goldbuch-Eintragung Prof. Bela Diamant s* A. Die bisherige Sammlung der Schüler und Bekannten ergab S 318.50. Es ergeht hiemit das Ersuchen an alle Schüler, Freunde, Verehrer und Verwandten des Verblichenen, zur Komplettierung der Eintragung das ihrige durch Spenden und Sammlungen beizutragen. Großer Büchsenertrag. Die Leerung einer Büchse eines ungenannt sein wollenden Gg. ergab den Betrag von S 184.27. Mai-Juni-Büchsenleerung. Die BUchsenfnhaber werden dringend gebeten, keinem Mitarbeiter die Leerung zu gestatten, der nicht im Besitze einer Legitimation des Keren Kajemeth sich befindet. Diese lautet ausschließlich für die im Gange befindliche Leerung (Mai- Juni-Leerung). Die Büchsenleerer werden dringendst gebeten, die Legitimation unaufgefordert vorzuweisen. Die Leerung an Sabbathen, an jüdischen Feiertagen und an den späten Nachmittagen der Vortage Ist absolut unzulässig. Liederkarten aus Palästina. Die erste Serie (12 verschiedene Lieder) dieser vom Hauptbüro des Keren Kajemeth herausgegebenen, den hebräischen Text und die Noten enthaltenden palästinensischen Lieder ist erschienen. Preis pro Karte 15 Groschen. Briefpapier mit Palästinaansichten. Die erste Serie, enthaltend 12 verschiedene Ansichten, ist erschienen und im Keren Kajemeth-Büro erhältlich. Preis einer Serie (1 Dutzend) S 1.80. Das Briefpapier wird auch einzeln abgegeben; Preis eines Bogens samt Kuvert 15 Groschen. «Jozrim u’wonim» von Dr. Josef Klausner, 3 Teile, ungebunden, sind im Keren Kajemeth-Büro zu erhalten. — «Hatkufah», die Bände 24, 25, 26 und 27 sind gebunden im Keren Kajemeth-Büro erhältlich. — Das «Menorah»-Wörterbuch (hebräisch-deutsch), ist gebunden, zum ermäßigten Preis im Keren Kajemeth- Büro erhältlich. Ab 1. Juni Durcharbeit. Wie alljährlich, wird auch heuer im Sommer im Keren Kajemeth ab 1. Juni die durchgehende Arbeitszeit eingeführt. Die regulären Amtsstunden dauern von y29 bis y24 Uhr nachmittags. Außerdem wird jeden Tag bis y27 Uhr Journaldienst durch einen Beamten des Keren Kajemeth gemacht werden. SHe hebräische ‘Bewegung Die letzten Vorträge in der «Histadruth Ivrith» Oberkantor Emanuel F r ä n k e 1 sprach über die Entwicklung der synagogalen Gesänge in sehr fesselnder Weise; ganz besonders anziehend waren seine Illustrationen durch Gesänge. — Ben -David aus Palästina, Kaufmann, referierte über jüdische Erziehung. Er repräsentiert einen neuartigen Typus, nämlich den modernen Magid aus Palästina. Glänzend war sein hebräischer Stil, sowie die Aussprache. — Schlomoh Auerbach führte dem Publikum eine Reihe der neuen hebräischen Erzähler vor. Er analysierte deren Stil und Darstellungsweise. Er war in der Lage nachzuweisen, daß die hebräische Erzählung unserer Tage sich auch in Europa sehen lassen kann. Der Vortrag des Genannten war sehr gehaltvoll, anziehend und aufschlußreich. S’lalm-Verrechnung Der Waad macht aufmerksam, daß alle Besitzer von S’laim-Heften diese bis spätestens 20. Juni verrechnen müssen. Diejenigen Mitglieder der Histadruth, welche noch nicht im Besitze von S’laim sind, werden daran erinnert, daß sie des Wahlrechtes zum Weltkongreß des «Brith Ivrith Olamith* nicht teilhaftig sein werden. Sie sollen daher den Zeitpunkt bis zum 20. benützen, um den Selah zu erwerben. Neuerscheinungen «T’kufatenu». Die Redaktion des «Haolam» hat ihr Versprechen eingelöst und den ersten Band der Vierteljahresschrift unter obigem Titel erscheinen lassen. Es umfaßt: Aufsätze von Moses Kleinmann (Mah millel), Dr. Arje Rosenberg (einen Essay über die Mystik des Nationalismus), einen Aufsatz von Hugo Bergmann (Schlomo Meinion und Fichte), Dr. Arje Tartakower (Zur Frage der Khilah im Golus), eine literarische Uebersicht von Koreh Watik. Ferner ein Drama von Jaakow Kohen, Gedichte von Schneur und NahumSokolow sowie eine Erzählung von Jakob Horowitz. — Suta-Spiwak: Geschichte unseres Volkes. Von diesem Lehrbuch der Geschichte, welches sich dadurch ausßeoeii den antisemitischen Terror Massenversammlung I Montag, den 13. Juni 1932, 8 Uhr abends, im Heime der Zionistischen Bezirkssektion XII.» XIV. und XV.» XV., Herklotz gasse 21 Redner: Dr. I. Klabar Dr. J. N. Körnar Benno Deutsch Juden der Bezirke XII—XV erscheinet in Massenl zeichnet, daß es zu gleicher Zeit die wichtigsten Vorgänge des Lebens der anderen Völker zur Darstellung bringt, sowie ungemein interessante Karten und Illustrationen besitzt, ist der zweite Band erschienen. (Verlag «Omanuth».) Hochzeit Ignatz Müller Die Mitglieder des Zionistischen Landeskomitees und des Finanzausschusses entbieten ihrem hochverdienten Kassaverwalter, Herrn Ignatz Müller zu seiner bevorstehenden Vermählung mit Fräulein Berta Steck el ihre allerherzlichsten Glückwünsche. Die Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt veranstaltet anläßlich der Sonntag, den 12. d., y25 Uhr, im Seitenstetten-Tempel stattfindenden Vermählung ihres Ausschußmitgliedes Ignatz Müller, während der Schwuothfeiertage, 10. und 11. Juni einen Gottesdienst. Beginn morgens 9 Uhr, abends 8 Uhr. E Herr Samuel H a 1 p e r n, Wien, II., Försterg. 6, gratuliert Herrn Ignatz Müller anläßlich seiner Vermählung mit Fräulein Bertha S t e c k e 1 aufs herzlichste. Zweite Rabbiner- und Lehrerkonferenz. Die Histadruth Iwrith veranstaltet Mittwoch, den 15. d., halb 8 Uhr abends, II., Praterstraße 13, die zweite Konferenz der Rabbiner und Lehrer. Tagesordnung: Erziehungsfragen. JinhündiHungen und Mitteilungen Zionistische Bezirkssektion XX., gibt hiemit bekannt, daß auf Wunsch der Mitglieder Oberkantor D. Resnik aus Rechowot (Palästina), XX., Jägerstraße 30, Freitag, den 10. d., vorbeten wird. ras? Am 14. und 15. Juni ist die Ziehung der ll. Klasse der XXVII. Lotterie. Lose zu haben bei der Geschäftsstelle der österr. Klassenlotterie I. M. Neufeld, Wien, II. Krummbaumgasse 16, Telephon A 45-9-65 Der Jüdische Hochschulausschuß veranstaltet am 19. Juni einen Tagesausflug nach Bratislava. Abfahrt mit Schiff um 8 Uhr 30 Min. von der Reichsbrücke. In Bratislava Empfang durch die jüdische Studentenschaft und die zionistische Organisation. Rückfahrt mit der Bahn. Kosten der Hin- und Rückfahrt ca. S 5.—. Anmeldungen werden täglich in der Zeit zwischen 1 bis 2 Uhr im Sekretariat des Hochschulausschusses, Wien, IX., Zimmermannplatz 8, entgegengenommen. Zwecks Erlangung eines Kollektivpasses ersuchen wir, ab Montag, den 13. d., die Heimatscheine ebenfalls im Sekretariat des Hochschulausschusses abzugeben. Akademischer Verein jüdischer Mediziner. Der Jüdische Hochschulausschuß veranstaltet Freitag, den 10. Juni, unter Führung des Akad. Vereines jüd. Mediziner einen Rundgang durch das jüdische Museum. Die kostenlose Teilnahme an dieser Führung kann nur gegen vorherige Anmeldung ermöglicht werden, die im Hochschulausschuß und im Akad. Verein jüd. Mediziner entgegengenommen wird. Gäste willkommen! Treftpunkt 4 Uhr nachmittags beim Eingang ins Museum, Wien, II., Malzgasse 1'6. Mittelschülerlager an der Adria. Der «Verband zion. Mittelschüler* veranstaltet sein heuriges Sommerlager auf der Insel Hvar bei Split in einem Schloß. Anmeldungen können an folgenden Terminen im Heim, II.,!m Werd 13, abgegeben werden: Mittwoch halb 8 bis halb 9, Sonntag 10—12 vorm., Montag 7—8, Mittwoch halb 8 bis halb 9, Donnerstag halb 8 bis halb 9, Samstag halb 8 bis 8. Nachmeldungen vom 18. d. ab in der Geschäftsstelle des Verbandes Dienstag und Samstag 7—8; an diesen Tagen können auch Auskünfte eingeholt werden. Auf Wunsch wird ein ausführlicher Prospekt zugesendet. — Samstag, den 11. d., 8 Uhr, findet im Heim ein Lichtbildervortrag über dieses Lager statt. Montag, den 13. d., 8 Uhr, wird dieser Lichtbildervortrag im Rahmen einer Elternversammlung wiederholt. Zionistische Jagendgemeinschaft «Brith-Herzl», Wien, XX., Jägerstraße 30. Samstag, 11. Juni, Punkt 2 Uhr, Führung Ins Neue Wiener Rathaus. Teilnahme frei. Treffpunkt vor 2 Uhr Eingang Lichtenfelsgasse 2. — Wochenprogramm: Samstag, 11. Juni, halb 8 Uhr abends: Mitgliederversammlung mit anschließendem Vortrag. Gäste willkommenI Sonntag: Wanderung. Treffpunkt Schwedenplatz 8 Uhr früh. Montag, 8 Uhr abends: Hebräischkurs. Dienstag und Mittwoch: Sichoth aller Kwuzoth. Donnerstag, halb 8 Uhr: Führerkurs. Haschomer Hazair-Blauweiß. Auf der Moazah, die die Histadruth Haschomer Hazair-Blauweiß gemeinsam mit der tschechischen Schwesterhistadruth Tcheleth Lawan vor nicht allzu langer Zeit abhielt, wurde beschlossen, alle Feierlichkeiten anläßlich des 20jährigen Bestehens des Blau-Weiß auf den Herbst zu verschieben, die Sommerlager allerdings schon unter der Devise «20 Jahre Blau-Weiß» zu veranstalten. Das heurige Sommerlager findet aller Voraussicht nach wieder am Wörthersee statt, wo die Histadruth ein Huttenlager besitzt, Klub der Palästinenser und Histadruth Iwrith, II., Praterstraße 13. Im Saale der zion. Sektion findet Samstag, den 11. Juni, halb 9 Uhr, ein Vortrag des Chawer Dr. Radowenski aus Nahalal (Palästina) statt. Thema: Mazaw-habriuth, b’erez Israel. Jüdische Hoohschüler aus Polen. In der am 23. Mai stattgefundenen Generalversammlung des Gesamtverbandes jüdischer Hochschliler aus Polen im Ausland wurde folgender Ausschuß gewühlt: Präses Leib Mazur; 1. Vizepräsea Naftal Katz; 2. Vizepräses Henryk Hlbegl; Stanislaw Neumark, Genia Ehrlich, Moisesz Kurzer, Hersz Stlber, Ryszarel Schochet. Schüler-Fürsorgeaktion der jüdischen Religionslehrer. Donnerstag, den 16. d., halb 6 Uhr abends, findet am Konstantinhügel (Prater) bei jeder Witterung ein Gartenfest mit Tanz zugunsten der Schüler-Fiirsorgeaktion der jüdischen Religionslehrer Wiens statt. Ein reichhaltiges, künstlerisches Programm und erstklassige Jazz sollen ebenso wie mancherlei Ueberraschungen für die Unterhaltung und Belustigung der OSste dieses Festes sorgen und der so wichtigen und erfolgreichen Aktion (kranke und blutarm« Schüler aufs Land) neue Freunde gewinnen. Der Eintrittspreis Ist der heutigen Zeit entsprechend mit 1 S festgesetzt. Trauung. Dr. Leo Menczor vermählt sich Sonntag, den 12. d., mit Fräulein Glsa L1 n c z y c um 4 Uhr nachmittags im Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4. Ferienkolonie Vöslau. Der Humanitätsverein für die westlichen Bezirke Wiens eröffnet wie alljährlich seine Ferienkolonie Vöslau, Florastraße 15, und zwar: 1. Turnus: Knaben und Mädchen von 7 bis 14 Jahren, 6. Juli bis 3. August; 2. Turnus: Knaben und Mädchen von 7 bis 14 Jahren, 9. August bis 7. September. Anmeldungen nur von 9 bis 12 Uhr im Sekretariat, VI., Mollardgasse 85 (Karl Fröhlich, Tel. B-29-1-65). Jüdischer fport Marathonläufer König Saul Im 4. Kapitel des I. Samme’bnche.s wird über die Kämpfe zwischen Israeliten und Philistern berichtet. In der Nähe von Aphek, einem Ort, der etwa 20 Kilometer nordöstlich von Tel-Awiw gelegen ist, kam es zu einer Entscheidungsschlacht, wobei die Israeliten besiegt wurden. Diese Nachricht sollte nun auf schnellstem Wege dem Hohepriester Eli gemeldet werden. Ein Läufer erhielt diesen Auftrag, und man kann bei der Wichtigkeit dieser Meldung ohne Bedenken annehmen, daß man nicht den schlechtesten ausgesucht hat. Die Bibel nennt zwar seinen Namen nicht und bezeichnet ihn nur als «einen Mann aus dem Stamme Bqnjamin». Das Ziel des Laufes ist Schilo, dessen Ruinen heilte noch zu sehen sind. Auf Grund dieser beiden Ortsangaben ist eine z:emi:ch genaue Berecnnung der Strecke T :i>7. eil. Dabei kommt man auf eine Entfernung von 26 Kilometer. Auf der Strecke selbst, insbesondere auf dem letzten Teil des Weges, sind gewaltige Steigungen zu überwinden. Es wird ausdrücklich hervorgehoben, daß der Läufer sein Ziel noch am selben Tage erreicht hätte. Nimmt man an, daß die Schlacht mit Rücksicht auf die Temperaturverhältnisse Palästinas am Vormittag begann und am frühen Nachmittag entschieden war, dann hatte der Läuter noen genügend während des Nachmittags von Aphek nach Schiio zu laufen, so daß er in längstens 3 Stunden noch vor Anbruch der Dunkelheit seine Meldung abgeben konnte. Nach einer alten Ueberlieferung im Midrasch soll der von der Bibel nicht namentlich aufgeführte Läufer kein Geringerer als Saul, der spätere König der Israeliten, gewesen sein. Unter Anlehnung an einen späteren Bericht, wo die Bibel in einem wundervollen Liede die gefallenen Helden Saul und Jonathan besingt, wird darauf hingewiesen, daß neben der Körperkraft dieser Helden auch ihre Schnelligkeit im Lauf rühmend her* vorgehoben wird (II. Sam. 1, 23). Dabei werden Zahlen genannt, die noch heute den Kennern des leichtathletischen Sports allen Respekt einflößcn können. So soll Saul an einem Tage 180.Mil 201,6 km im Lauf zurückgelegt haben. In diesem Zusammenhang liegt ein Vergleich mit dem griechischen Marathonläufer ziemlich nahe. Allerdings ist zu berücksichtigen, daß die Leistung des jüdischen Läufers etwa 600 Jahre vor Marathon erfolgt ist. Daneben ist jedoch als Hauptmoment zu betrachten, daß die jüdische Ueberlieferung diesen Läufer mit dem König identifiziert. Ringen Der Sieg der Hakoah Ober den tschechlsehen Meister Von Oskar G ü n s e r Es war vielleicht der gelungenste Kampfabend, den di« Hakoahringsektion bis jetzt veranstaltet hat. Die Engelmann- Arena ist ein herrlicher Kampfplatz. Das prächtige Frühlingswetter brachte eine Zuschauermenge von etwa 2000 — für Ringer ein Rekord — die den überlegenen Sieg der jüdischen Mannschaft über den fairsten Gegner, der je in Wien antrat, bewundern konnten. Gleich der erste Kampf brachte Stimmung. «Müxe» Finczus rang im schönsten Kampf des Abend« Kein Gesinnungsgenosse darf fehlen bei mir als Kunde Chemische Trochen-rulzerei gidAMAM-BM-Mill I* Walter, Wien, 2. Bezirk, Taborstraße Nr. 43L Tel. A 49 2 48 und Wien, 7. Bezirk, Mariahilferstraße& bringt sensationelle Votajlaoitprelae bei verläßlicher und pedanter Arbeit. Mantel, Anzug, Kostüm von S 4.50; Wollwesten S -.95; Kleider von S 3.50 NOte und AnsUge bügeln ln 18 Minuten 11.80 Kostenlose Abholung und Zustellung, Samstag geschlossen

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