Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 228 (19.5.1932)
- Date
- 1932-05-19
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3053752-3053963-3053983--2962-3058421- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
*c!te 8 DIE STIMME Nf. 228 — 19. Mai 193* Die ungekürzte Bibel fürs Selbststudium. „HIOB“ S 5'50, „HOHELIED“ S 2‘ —. Anleitung kostenlos, auch brieflich. Für Kenner viel Neues. WEISERVERLAG, VIII. Ledererg. 18 schäften einen sehr unfertigen und verschwommenen Eindruck machen. Sehr eigenartig sind die Scherenschnitte Gur-Ariehs. Das schönste an der ganzen Ausstellung sind aber die Skulpturen, insbesondere die herrliche Porträtbüste Frau Van Vrieslands von M e 1n i k o f f und die bekannte Gruppe «Horrah-Tänzer» der Batia Lischansky, in der die Lebensfreude der jüdischen Jugend Palästinas zum Ausdruk kommt, die Büsten Yashpas, Ftnkels und Dr. Sapirs. Bevor man den Saal verläßt, tut man noch einen Biick auf das Selbstporträt des verstorbenen Schatz, das man hier zum Andenken an den mitten aus der Arbeit gerissenen Künstler zwischen all diese Arbeiten junger Künstler gehängt hat. Mania R o s e n t a I. Max Liebermanns 85. Geburtstag im neuen Hause des Vereines Berliner Künstler in der Tiergartenstraße wurde am 9. Alai die Ausstellung von Bildnissen Max Liebermanns eröffnet, die sich als eine Vorfeier zum 85. Geburtstag des Meisters, der auf den 20 Juli fällt, darstellt. Die Reihe der Porträts, die 33 Werke umfaßt und von Früharbeiten um 1880 bis zu dem grandiosen Bildnis des Chirurgen Sauerbruch aus dem Jahre 1932 reicht, vermittelt eine außerordentliche, höchst eindrucksvolle Anschauung von diesem Sondergebiet der Liebermannschen Kunst. Rezitationsabend Jehuda Ehrenkranz. Jehuda Ehrenkranz wird Montag, den 23. d., im Architektenvereinssaat, I., Eschenbachgasse 9, zum ersten Male in dieser Saison in Wien einen Rezitationsabend geben. Zunr Vortrag gelangt Ernstes und Heiteres aus der jiddischen Literatur. Das Programm, das sich in drei Teile gliedert: I. Chassiddische Dichtungen, II. Soziale Satiren, HI. Humoresken und Grotesken, umfaßt Werke von Perez, Scholem Alejchem, Tunkeier u. a. Neues Programm. Karten von S 1.— bis S 4.— bei M. Rath, II., Taborstraße 20, R. Lanyi, I., Kä-ntnerstraße 44. — Anderweitiger Verpflichtungen wegen wird Ehrenkranz nur dieses einemal in Wien am Vortragspult erscheinen. Im Sommer wird der Künstlein den österreichischen und deutschen Kurorten Vorlesungen abh-alten; für den Herbst wurde er bereits für eine Tournee durch Deutschland, wo er auch gegenwärtig mit großem Erfolg auftritt, Holland, Belgien und Portugal verpflichtet. Ehrenabend Mina Deutsch. Fireitag, den 10. Juni, findet in den Jüdischen Künstlerspielen, H., Praterstraße 34, ein Ehrenabend der bewährten Künstlerin, Frau Mina Deutsch, statt. Zur Aufführung gelangt «Der Handschlag» von P. Hirschbein. Professor Gotthold Weil fünfzig Jahre. Am 13. Mai wurde der bedeutende Orientalist Dr. Gotthold Weil, ordentlicher Professor für semitische Sprachwissenschaft an der Universität Frankfurt a. M., fünfzig Jahre alt. Prof. Gotthold Weil ist Mitglied des Ku-atoriums der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, des Vorstandes der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, der Sprachwissenschaftlichen Kommission der Akademie für die Wissenschaft des Judentums und des Akademischen Rates der Universität Jerusalem. Er trat auch in dezionistischen Bewegung vielfach hervor. Schon als Student betätigte er sich in der Die Arbeit des Keren Ka]e* meth Jubiläums-Aktion. Bisheriger Gesamteingang: S 10.965.79. Im Laufe der Woche gingen weiters ein: Zentrale S 1.—; Sektion IV/V. S 14.—; Sektion VI/V1I. und «WIZO» VI/VII. S 50.70; Sektion VIII/IX. S 2.50; «WIZO» III. S 2.80. Goldenes Buch des Keren Kajemeth. Für die Eintragung Dr. Simon Holdengräber, initiiert durch die J. A. V. Jordania Wien und die Tikwah Suczawa, gingen bisher S 442.— ein. Garten Familie Friedrich Sinnreich. Auf diesen in der laufenden Woche begründeten Garten sind S 1000.— eingegangen. Clara Margulies-Hain. Durch die im Laufe der Woche eingegangenen weiteren S 500.— wurde der erste Garten im «Clara Margulies-Hain» komplett. Silbernes Buch des Keren Kajemeth. Herr Isak Haifon durch Frau Johanna Haifon, Ehrenpräsidentin, des sephardischen Frauenvereines in Wien. Lieder aus Palästina. Das Hauptbüro des Keren Kajemeth in Jerusalem hat eine Serie von zwölf Liedern, u. zw. hebräischer Text und Noten, in Postkartenform herausgegeben. Dieselben sind zum Preise von 15 Groschen pro Karte im Keren Kajemeth-Büro erhältlich. Briefpapier mit Palästina-Ansichten sind vom Hauptbüro des Keren Kajemeth herausgegeben worden. Die erste Serie, enthaltend zwölf verschiedene Ansichten, ist bereits erschienen und im Büro des Keren Kajemeth erhältlich. Preis einer Serie (l Dutzend) S 1.80. «Jozrlm uwonim» von Dr. Josef Klausner. 3 Bände ungebunden, sowie «Hatkufah», die Bände 24, 25, 26 und 27, gebunden, sind im Keren-Kajemeth-Büro erhältlich. Gebrauchte Briefmarken. Das Hauptbüro hat in London emr' SammelrMle für gebrauchte Marken der zionistischen Bewegung und 1920 gründete er mit einigen Freunden im Rahmen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland eine seinen Namen tragende oppositionelle G-uppe, aus der später die innerdeutsche zionistische Fraktion «Binjan Haarez» hervorging. „Kirjath Sepher“. Soeben erschien das erste Heft des neunten Jahrganges von „Kirjath Sepher", der von der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek, Jerusalem, herausgegebenen bibliographischen Vierteljahresschrift. — Das Heft enthält außer Mitteilungen der Bibliothek und einer ausführlichen Bibliographie von Palästinadrucken und Judalca aus aller Welt, dreizehn ausführliche Rezensionen von E. Hareubeni, B. Sch., S. Schunami, A. Kahana, M. Z. Sega), S. D. Goitein, M. D. Cohn, S. L., F. Racr, H. B„ A. Im Sukenik, H. Pflaum, D. H. Baneth. Ferner enthält die Nummer die folgenden Aufsätze: A. Yaarl: Maimonides’ Kommentar zur Mischna. Fine Bibliographie der veröffentlichten Teile. — M. Stekelis: Bibliographie der prähistorischen Forschungen in Palästina (Schluß). — G. Scholem: Fragmente des Buches von R. Schern Tov ihn Gaon über die Grundlagen der S'firoth-Theoric (Schluß). — Den Schluß des Heftes bilden Bemerkungen von J. Pograbinski über die Pseudonyme von J. L. Gordon. Die Philosophie Salomon Maimons. Im Verlag der Hebrew University Press in Jerusalem erschien soeben ln hebräischer Sprache ein Buch von Hugo Bergmann: Die Philosophie Salomon Maimons. (180 Seiten.) Das Buch, das aus Vorlesungen an der Universität hervorgegangen ist, stellt die Philosophie Salomon Maimons, insbesondere dessen Erkenntnistheorie dar, wobei auch die bisher von der wissenschaftlichen Literatur wenig beachteten hebräischen Quellen, vor allem Maimons Kommentar zum „Führer der Verirrten" des Maimonides herangezogen werden. Besondere Abschnitte sind dem Verhältnis Maimons zu Spinoza, Fidato und Hegel sowie der Philosophie der Mathematik bei Maimon gewidmet. 9\ Im «Liliom» Nun wissen wir endlich, wie ein Himmels-D-Zug ausschaut. Das Bedienungspersonal ist „himmlisch“ gekleidet. Im Zug selbst sitzt ein eleganter Gentleman (der liebe Herrgott oder sein Stellvertreter?). Aber auch die Hölle, wo man von seinen Sünden geläutert wird, fehlt in diesem Film nicht. Es ist auch eine Eisenbahn, die funkensprühend durch die Wolken rast. Charles F a r e 11 als Liliom zeigt schauspielerische Qualitäten. Es ist kein Wunder, daß dieser hübsche Ausrufer es als selbstverständlich auffaßt, von Frauen freigehalten zu werden. Die bildschöne Rose Hobart spielt die Julie schlicht und einfach. „Ein Schritt vom Wege“, ein neuer Foxfilm. In diesem deutschsprachigen Tonfilm der Fox, der die Geschichte einer leidenschaftlichen Liebe behandelt und zwischen New York, San Franzlsko, Schanghai und Honolulu spielt, wurden die Aufnahmen in den chinesischen Szenen mit waschechten Chinesen aus der Provinz Kanton in China gemacht, die von dem Chinesen Tom Gubbins, der als „König“ der Chinastadt in Los Angeles bekannt ist, in ihrer Landessprache angewiesen wurden, was sie zu tun haben. Die Hauptrollen spielen Janet Gaynor und Charles Farell. Regle führte Raoul Walsh. „Einer Frau muß man alles verzeihn“. Unter diesem Titel erscheint in den nächsten Tagen in mehreren Wiener Premierentheatern eine Tonfilmkomödie, die erfüllt ist von lustigen Verwechslungen, Liebesverwirrungen und Irrungen und getragen wird von einer heiteren, an Schlagerliedem reichen Musik, die Leo Leux komponierte. Die Hauptdarsteller sind die beliebten Filmstars Maria Paudler und Fritz Schulz, in weiteren Rollen ein großes Lustspielensemble. Regie: E. Thiele. ln Wien ganzen Welt errichtet. Die bisher an den Keren Kajemeth in Oesterreich abgelieferten Marken wurden nach London gesandt. Dringende Hornung Zionisten, zionistische Ortsgruppen und Vereine werden dringend gewarnt vor einem Schwindler, der unter den Namen Franz Sachs und Paul Klein auftritt und dem es durch ein listiges Manöver gelungen ist, sich in den Besitz von Dokumenten zu setzen, die auf den Namen Ing. H a y und Paul Weiner lauten. Es ist ein junger Mann, der aus Böhmisch-Budweis stammt, über zionistische Verhältnisse in Böhmen gut informiert ist und sich dadurch Vertrauen zu schaffen versteht. Wegen eines Schwindels an der Zionistischen Ortsgruppe in Klattau wird er steckbrieflich verfolgt. JDie hebräische (Bewegung «Brith Ivrith Olamith» Sitz der Zentrale: Berlin W 15, Kurfürstendamm 61. Die Zentrale gibt ein Bulletin heraus unter dem Namen: «Jedioth Habrith Haivrith Haolamith». In Amerika wurde ln Gegenwart von Nahum S o k o 1 o w und von 100 Delegierten der verschiedenen hebräischen und zionistischen Organisationen die amerikanische Filiale der «Brith Ivrith Olamith» geschaffen. Neue Wochenschrift Die Filiale der «B. I. O.» in Litauen gibt seit Februar eine hebräische Wochenschrift heraus unter dem Namen «Olamenu». Bucherscheinungen Es erschien «Niw Kwuzah», welches Buch den Fragen der Kwuzah in Palästina gewidmet ist. Es enthält P -:rhte und Erinnerungen über eine Reihe Zionistisches Lehen f von Kwuzoth, welche alle äußerst unmittelbar und lebendig wirken. Sie sind viel eher nach innen als nach außen gerichtet. «Histadruth. Ivrith» Oesterreich Bei der letzten Mitgliederversammlung am Samstag, den 14. Mai, sprach Dr. Nissan G o 1 d s t e i n über jüdisches Recht. Er führte aus, daß im Gegensatz zur europäischen Erziehung die jüdische eine juristische Erziehung war. An einer Reihe von Beispielen zeigte er den Unterschied zwischen jüdischer und europäischer Rechtsauffassung, sowie daß eine Uebersetzung der europäischen Termini ins Hebräische und der hebräischen in die europäischen Sprachen wegen der verschiedenen Auffassungen nicht gut möglich sei. Oberkantor Fränkel vom polnischen Tempel spricht am Samstag, den 21. Mai, über jüdische Musik und wird seine Ausführungen durch Gesänge illustrieren. Beginn der Veranstaltungen der «Histadruth Ivrith» an Samstagabenden t/29 Uhr. Die Mitglieder werden aufmerksam gemacht, daß die Veranstaltungen pünktlich beginnen und werden gebeten, sich danach zu richten. Ankündigungen und Mitteiiungen Zionistische Frauengruppe Sektion VI/VII. Es ist ein besonderes Verdienst der Leitung der Frauengruppe Sektion VI/VII, daß sie den am 5. d. in ihrem Klublokal zahlreich erschienenen Mitgliedern und Gästen einen genußreichen Abend verschafft hat. Der Präsident des Zion. Landeskomitees Dr. Oskar G r ü n b a u in besprach im Leitartikel der «gesprochenen Zeitung» die letzten politischen Ereignisse in der zionistischen Welt. Frau Sabine Hirschhorn referierte über den Muttertag. Frau Dr. Kestenbaum sprach über den Keren Hanaschim, Frau Dr. Lichtenstein- Rappaport behandelte im Feuilleton in gewohnt meisterhafter Weise «Disraeli und das Judentum», Fräulein Trude Glogau aus New York entwarf mit viel Schwung und Temperament ein Bild von den jüdischen Frauen in Amerika und deren Arbeit für Palästina, Frau Henny J e k e I trug ein ausgezeichnetes selbstverfaßtes Gedicht vor, das großen und verdienten Beifall fand. Eine besondere Attraktion der Veranstaltung bildete der Annoncenteil, gesungen von Frau Hilde Dulitzkaya, eine Neuerung, die weitesten Kreisen zugänglich gemacht zu werden verdient. Ungewöhnlich starker Beifall dankte der Künstlerin für ihre gelungenen Darbietungen, deren Originalität lebhaftes Entzücken hervorrief. Es war ein erfolgreicher Abend, für dessen Gelingen alle Mitwirkenden höchstes Lob verdienen. V. Z. H. «Theodor Herzl», Wien, II., Krummbaumgasse 10. Samstag, den 21. d., 8 Uhr, in unserem Heim, II., Krummbaumgasse 10, Feier zu Ehren unseres Bb. Viktor Kornmehl anläßlich seiner Promotion zum Doktor der Medizin. Alle A. H. A. H. werden höfl. eingeladen. Haschomer-Hazair Blau-Weiß. Die Histadruth Haschomer-Hazair Blau-Weiß feiert heuer den 20jährigen Bestand des Blau-Weiß. Aus diesem Anlasse werden eine Reihe von Veranstaltungen stattfinden. Die Termine sind noch nicht genau festgesetzt worden, doch dürften die Feiern voraussichtlich in folgender Reihenfolge stattfinden: Sportfest (11. Juni), Ausstellung (11.—18. Juni), Hodaah (15. Juni), Akademie (18. Juni). Es werden hiemit nochmals alle Alt- Blau-Weißen aufgefordert, ihren Willen zur Mitarbeit bekanntzugeben. Adresse: Kamillo Epstein, IV., Favoritenstraße 48. — Sonntag, den 22. Mai, in Brünn ein Treffen der Olim der Histadruth Haschomer-Hazair Blau-Weiß und des tschechischen Schwesterbundes Tcheleth-Lawan. Es werden organisatorische Fragen und die Hachscharahmöglichkeiten besprochen werden. Zionistische Jugendgemeinschaft «Brith-Herzl», Wien, XX., Jägerstraße 30. Wochenprogramm: Samstag, ab 4 Uhr nachmittags Sichoth aller Kwuzoth und der Kindergruppe. Spiel und Gesang. Halb 8 Uhr: Plenarversammlung mit anschließendem Vortrag. Sonntag, 8 Uhr früh: Wanderung ab Friedensbrücke. 8 Uhr abends: Zusammenkunft im Heim. Montag, 8 Uhr: Hebräischkurs. Dienstag und Mitwoch: Sichoth. Donnerstag, halb 8 Uhr: Führerkurs. Keren - Kajemeth - Jubiläumsfeier der Histadruth Ivrith. Samstag, den 16. April, fand eine von der Histadruth Ivrith zu Ehren des 30jährigen Jubiläums des Keren Kajemeth veranstaltete Feier statt. Nach einleitenden Worten des Präsidenten der H. 1. sprach über das Thema des Abends Dr. Chaim Tartakower. Israel B r a n d m a n n riß die Versammelten durch sein wunderbares Vortragen jüdischer Musik hin. Jehuda Ehrenkranz trug zum ausgezeichneten Gelingen des Abends durch seine Rezitationen bei. Def Reinertrag des Abends floß dem Keren Kajemeth zu. — Samstag, den 21. d. M., pünktlich halb 3 Uhr, Vortrag des Oberkantors E. Fränkel über: Tordoth han’ginah haivrith w’hithpathchuthah b’meschech haschonim Gesangproben. Klub der Palästinenser. Samstag, den 21. d« 8 Uhr, Zusammenkunft der Chawerim im Helm, ll* Praterstraße 13. Tagesordnung: 1. Vorlesung dei Choser vom Merkas der Klubs der Paläst'-ienser J0