Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 227 (12.5.1932)
- Date
- 1932-05-12
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite o DIE STIMME Nr. 227 — 12. Mai 1932 Der Einsatz ins Goldene Buch Von Dr. Salomon Rosenheck Zum besseren Verständnis der von Löbel Taubes verfaßten Notiz «Der Ooldklang für den Keren Kajemeth •— Eine Episode» (Nr. 222 der «Stimme») möchte ich einige Ergänzungen hinzufügen: Als Leiter des zionistischen Agitationsbüros für Galizien und Bukowina (begründet im Jahre 1898) hatte ich als Vertrauensmann für das Gebirgsstädtchen Kossow Dawid Eltis, der gleichzeitig auch Kultuspräsident, Bürgermeister und Präses des dortigen Zionsvereines war. Im Jahre 5663 (1902) fuhr ich in Begleitung unseres altbewährten Gg. Löbl Taubes nach Kossow, wo außer einer Chanukkah-Feier auch der 70. Geburtstag des Gg. Eltis begangen wurde. Ich begab mich vorerst zum Kassower •Wunderrabbi (Zadek), dem ich in längerer Unterredung die Ziele des Zionismus klarlegte, um ihn zu einer wohlwollenden Neutralität zu veranlassen. Der Zadik machte mir folgende zwei Einwände von nennenswerter Bedeutung: 1. Wenn wir den judenstaat bekommen, müssen wir zunächst einen gesunden Bauernstand haben; das jüdische Volk ist aber in seinem zweitausendjährigen Golusleben ganz vom Ackerbau abgedrängt worden und deshalb hierin ganz unkundig. Ich erwiderte unter Hinweis auf die Vererbungstheorie, die uns belehrt, daß z. B. jeder Mensch den aufrechten Gang ererbt. Man stelle sich vor, daß in irgend einem ärztelosen Erdenwinkel ein Mensch wohnt, dem durch Mißhandlungen beide Beine ausgerenkt worden sind. Er wird dadurch gehunfähig. Nun kommt nach Jahren ein Arzt in diesen Ort, der auf operativem Weg die Gehfähigkeit wieder herstellt. Dieser Mensch wird seine ererbte Gehfähigkeit im Laufe der Jahre nicht verlernt haben. So wird es auch uns Juden ergehen. Wir sind die Abkömmlinge eines alten Ackerbauvolkes. Unser erster König wurde vom Pfluge weggeholt. Unsere Verkrüppelungen aus dem Golusleben wird der Arzt, das ist der Zionismus, gründlich heilen. 2. Wir strenggläubigen Juden müssen auf die messianische Erlösung warten und dürfen ihr nicht vorgreifen. Ich erwiderte: Ein jeder noch so styenggläubige Jude wird, wenn sein Haus zu brennen beginnt, bemüht sein, seine Angehörigen und Habseligkeiten aus den Flammen zu retten, freilich im festen Glauben, daß die Rettungsaktion nur dann gelingen kann, wenn Gott es will. So tut der einzelne Jude — und das ganze jüdische Volk soll mit verschränkten Armen dasitzen und ruhig Zusehen, wie die Flammen, immer mehr und mehr es umzingelnd, alles vernichten? s Nach dieser Unterredung, di* mir dao Versprechen äco ivossower Zadek Heb Mojschale auf Neutralität einbrachte, hielt ich in der Synagoge die Festrede und begab mich dann in das Kommerslokal. In meinem Toaste knüpfte ich an meine Konferenz mit Reb Mojschale an und verwies darauf, daß man nicht untätig auf eine übernatürliche Erlösung warten darf, sondern nur in der Selbsthilfe sein Heil suchen muß. Der Ausbau des Keren Kajemeth ist die heilige Pflicht eines jeden Juden. Dabei erzählte ich die Anekdote von der Jüdin, die beim Lottokollektanten sich erkundigte, ob sie einen Terno gemacht hat, wobei es sich herausstellte, daß sie überhaupt keinen Einsatzzettel hatte. Sie sagte aber dem Kollektanten: «Lachen Sie nicht, wenn Gott will, kann ich auch so einen Terno machen.» Da erhob sich der greise Jubilar Eltis und händigte mir 12 Goldstücke ä 20 Kronen mit den Worten ein: «Ich will meinen Einsatz machen — als Eintragung ins Goldene Buch.» Unter Hedad-Rufen warf ich die Goldstücke in die Büchse. Sind jüdische Vornamen altjüdische Sitte? Zu der Frage: «Wißt Ihr schon, daß jüdische Vornamen keineswegs altjüdische Sitte sind?» («Die Stimme» Nr. 226 vom 5. Mai), sei folgendes festgestellt: Es ist allerdings richtig und es wurde schon oft darauf hingewiesen, daß keiner der Tanaim und Amoraim, derer in Talmud und Midrasch gedacht wird, den Namen Moscheh und Abraham geführt haben. Allein der daraus von Rabbi Preuß in Bronx gefolgerte Schluß, daß die Sitte der biblischen Namen in dieser beinahe tausend Jahre währenden Epoche «außer Gebrauch» gekommen war, entspricht keinesfalls den Tatsachen. Wenn auch diese beiden Namen von keinem der vielen, ja sogar etwa 2000 Tanaiten und Amoräern getragen wurden, so bilden doch unzählige Fälle einen eklatanten Beweis, daß biblische Namen in der talmudischen Epoche nicht «außer Gebrauch» gekommen waren. Ich verweise bloß auf die Namen unserer Stammväter Isaak und Jakob, die von etwa anderthalb Hundert geführt wurden. Die Träger des Namens Jehuda erreichen eine Zahl von etwa 130. Nicht unbedeutend ist die Zahl jener, die die Namen Elieser, Elasar, löset, Jochanan, Josua, Samuel, Simon, Lewi usw. haben. Von Prophetennamen seien erwähnt die bekannten Namen: Jesaia, Jeremia, Jecheskeel, Obadja, Nahum, Daniel, Zacharja usw. Es fehlen auch nicht die Königsnamen Saul, Hyskia, Jozadak. Was aber das Fehlen gerade der zwei im Judentum besonders wichtigen Namen Moscheh und Abraham anlangt, wird es darauf zuriiekzuführen sein, daß eben wegen der Oie größte jiddische Tageszeitung Europas »Der Moment« (Warschau) Ist bei allen Zeitungsständen zu haben. Besonders reichhaltiger Inhalt in den Freitagnummern! Ebenso die interessante illustrierte Wochenschrift „Der Hausfreund“ Erhabenheit der ersten Träger — Abraham als der Stammvater der Nation und Moses als deren Befreier, Führer und Gesetzgeber — die Juden sich nicht getraut haben, diese zu «profanieren» und den neugeborenen Kindern beizulegen. Löbel Taubes. Die fttdisdke Stau Muttertagsfeier der W. I. Z. O. Die Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs veranstaltete am Vorabend des Muttertages im Festsaal des Hauses der Industrie eitle Feier unter der Devise «Die jüdische Mutter Wiens für die jüdische Mutter in Palästina», ln der Begrüßungsansprache schilderte Frau Marie Pollak die Bedeutung des Muttertages gerade für das jüdische Volk, dessen Interesse für diese Institution die natürliche Aeußerung der in Religion und Tradition verankerten Wertung der Familie ist. Die jüdische Mutter ist immer Über den Familienkreis hinaus für Glauben und Volk eingetreten und so ist sie auch in Erez Israel die ebenbürtige Pionierin des Mannes eworden. In der Galuth aber haben sich die jüdischen rauen in einer starken Organisation zusammengeschlossen, um das Aufbauwerk in Palästina zu schützen. Die Rednerin schilderte die Leistungen der WIZO in Erez Israel für die Mütter und die Kinder, eine Arbeit, die man nicht als sentimentale Philantropie ansehen kann, sondern als nationale und soziale Tat anerkennen muß, weil sie die heranwachsende Generation physisch und geistig für das Pionierland vorbereitet. Daher bedeutet die Unterstützung der WIZO in ihrem innersten Wesen Dank an die jüdischen Mütter. An die mit lebhafter Zustimmung aufgenommenen Ausführungen der Rednerin schloß sich eine Akademie, die in Ton und Inhalt ganz auf Muttertag und jüdisches Fühlen abgestimmt war. Alle Mitwirkenden, die sich in selbstlosester Weise zur Verfügung gestellt hatten, Margarete Bach (Rezitation), Marianne Mislap-Kapper (Gesang) und Grete Neufeld (Klavier), ernteten für ihre gediegenen Darbietungen den stürmischen Beifall der zahlreichen Zuhörer. Besonders tiefe Wirkling übten Beer-Hofmanns «Schlaflied für Mirjam», Finkeisteins «Herzte Mutter» und Martha Hoffmanns «Die blinde Mutter», von Margarete Bach mit edlem Pathos vorgetragen, sowie die von Marianne Mislap-Kapper gesungene Achronsche «Canzonetta» und Mittlers «Morgenlied». Von den Klavierstücken fanden Stutschewskys «Palästinensische Skizzen», die Grete Neufeld meisterhaft zu Gehör brachte, stärkstes Interesse. Kein Coty mehr kaufen! Wir erhalten folgende beachtenswerte Zuschrift: In der heutigen Nummer Ihrer geschätzten Zeitung lese ich unteder Ueberschrift «Verleumdungsklage gegen Coty», daß der französische Parfüm-Fabrikant und Zeitungschef Frangois Coty Judenfeind ist und antisemitische Artikelserien in seiner Zeitung veröffentlicht. Nun we-den gleich mir nur sehr wenig jüdische Frauen, die die Erzeugnisse Cotys (Puder, Parfüm usw.) kaufen, wissen, daß sie damit einen judenfeindlichen Fabrikanten unterstützen. Die Coty-Erzeugnisse sollten also von jüdischen Frauen und Mädchen boykottiert werden. Ich zumindest werde von nun an nie mehr «Coty» verwenden. Eine treue Leserin. Gebt Bücher für Rischon-Lezion! Dreißig Wiener Chaluzim und Chaluzot haben sich in den letzten Jahren in Rischon-Lezion, einer der ältesten jüdischen Kolonien Palästinas, angesiedelt. Sie haben dort inr Lande der sozialen und nationalen Renaissance des jüdischen Volkes eine auf den Prinzipien der gegenseitigen Hilfe aufgebaute Arbeitsgenossenschaft geschaffen, um als brüderliche Gemeinschaft ihr gemeinsames Ziel der Verwirklichung des sozialistischen Zionismus, der Produktivierung des jüdischen Volkes im Leben jedes Einzelnen zu verfolgen. Es ist ihnen gelungen, den Typus eines Arbeiters zu schaffen, der schwere körperliche Arbeit leistet ur.d doch am geistigen Leben seiner Zeit voll und ganz teiinimmt. Nicht an der Kraft unserer Freunde findet diese Synthese ihre Grenzen; es ist der sich gegenwärtig immer mehr fühlbar machende Mangel an deutscher Literatur, den sie, die mit der deutschen Kultur eng verbunden sind, schmerzlich empfinden und der ihnen die Möglichkeit der Aufnahme der europäischen Kulturwerte außerordentlich erschwert. Wir wenden uns an alle Zionisten, ein oder mehrere Bücher, ob diese nun der schönen oder der wissenschaftlichen Literatur zuzuzählen sind, der Bibliothek der Wiener Airheitergruppe in Rischon-Lezion zu widmen. Bücher werden im Sekretariate der jüdisch-sozialistischen Arbeiterjugend, Wien, II., Blumauergasse 1, entgegengenommen. Zehn Fragen 1. Wer war Apostumus? 2. Wer war Bernhard Behrend? 3. Was ist die Septuaginta? 4. Wer war Richard B'other? 5. Was ist das «Brunnenlied»? 6. Wie heißen die Scheba Kehiliot (Sieben Gemeinden) im Bungenland? 7. Wann kam die erste jüdische Arbeitergruppe nach Palästina? 8. Was war das Odessaer Komitee? 9. Gibt es in China eingeborene Juden? 10. Wer waren die Chiwwiter? Antworten 1. Apostumus war gegen Ende des zweiten Tempels ein Bed'änger Israels. Nach der Ueberiieferung der Mischna verbrannte er eine Thorarolle und stellte ein Bild im Tempel auf. 2. Bernhard Behrend war ein Vorkämpfer des Judenstaatsgedankens. 1832 propagierte er den Ankauf eines Territoriums in Nordamerika für eine jüdische Siedlung, Der Plan kam nicht zur Ausführung. 3. Die Septuaginta ist die in Aegypten entstandene Uebersetzung der Bibel ins Griechische. 4. Richard Brother (1757—1829), Marineoffizier, englischer Christ, entfachte die anglo-isiraelitische Bewegung, welche die Ansicht vertrat, daß die Bnten Nachkommen der Israeliten seien. 1795 verlangte er die Wiedererrichtung des jüdischen Reiches in Palästina. Er ließ sich sogar zum König der Juden ausrufen und wurde schließlich für wahnsinnig erklärt. 5. Das Brunnenlied (Num. 22, 17—18) ist ein Stück alter Volkspoesie, enthalten in einem Bericht Uber die Stationen der Wüstenwanderung. 6. Die sieben Gemeinden inr Burgenland sind: Deutsch- Kreuz, Eisenstadt, Frauenkirchen, Kittsee, Kobersdorf, Lackenbach und Mattersburg. 7. Im Juli 1882 kam eine Gruppe von dreizehn B'lu- Mitgliedern nach Palästina. Dies waren die e-sten jüdischen Arbeiter in Palästina. 8. Das Odessaer Komitee war die Vertretung der Chowewe Zion. Vom 18. bis 25. April 1890 fand in Odessa! \ Im neu errichteten JUd..-Heini in der Nähe von Graz finden Kinder von 6 bis 14 Jahren liebevolle Anfnahme Ständige pädagogische und ärztliche Aufsicht Lernnachhilfe Pensionspreis für 4 Wochen S 150-—. Saison Juni bis Oktober. Anmeldungen erbeten an: Lehrer H. Herrmann, Graz, Rechbauerstraße 34 die gründende Versammlung dir Gesellschaft zur Unterstützung jüdische' Bauern und Handwerker in Odessa statt. Das Odessaer Komitee wurde 1920 von den Bolschewiken verboten. 9. In Kai-fung-fu in China gibt es eingeborene Juden, die sich in ihrem Aussehen durch nichts von den Chinesen unterscheiden. Nach einer Inschrift in ihrer Synagoge wanderten sie während der Regierung de' Han-Dynastie ein, d. i. in der Zeit von 206 v. Chr. Geb. bis 221 n. Chr. Geb. 10. Die Chiwwiter waren eines der sieben Völker, di« das Land Kanaan vor dem Einzug der Israeliten bewohnten. Nach Gen. 10, 17 war de: Stammvater der Chiwwiter der sechste Sohn Kanaans. Ein Irrtümlich zu Boden geworfenes Koran-Exemplar Seit einer Woche betreibt die arabische Presse ein« heftige Propaganda im Zusammenhang mit deF Mitteilung, daß ein jüdischer Polizist, Wärter im Jerusalemer Gefängnis, einen den Koran lesenden moslemitischen Sträfl ng schlug und den Koran zu Boden warf. Ein von der Polizei herausgegebenes Kommuniquö teilt hierüber folgendes mit: Nach gründlicher Untersuchung der Angelegenheit wurde festgestellt: Der Gefangenenwärter ve-lor infolge Provokation durch den Gefangenen die Geduld. Er schlug den Gefangenen, als dieser sich beharrlich weigerte, eine ihm übertragene Arbeit zu tun. Dabei fiel das Koran-Exemplar zu Boden. Der Wärter wußte gar nicht, daß es sich um einen Koran handelt. Trotzdem wurde sein Vorgehen als unangemessen angesehen, er wurde strenge bestraft und wird versetzt werden. Herz! und seine Mutter. Die Fußnote zu dem Aufsatz «HerzI und seine Mutter» von Dr. T. Nussenblatt, die auf die Studie über Jeannette Herzl von Z. F. Finkeistein hinweist, stammt nicht vom Autor des Artikels, sondern von der Redaktion. ytumontstisdke idze Jüdisch Zu Zederbaum, dem Begründer der hebräischen Zcftung «Hameliz» im alten Petersburg, sagte einmal ein russischen Minister: «Diese ausländischen Zeitungen sind samt und sonders Judenzeitungen.» — «Scheint mir auch so», gab Zederbaum zurück, «denn sie kommen ja alle beschnitten (durch die Zensur) an.» Frau Einstein und Frau Newton Prof. Albert Einstein ist in zweiter Ehe mit seiner Cousine verheiratet (seine erste Frau, eine christliche Dame, lebt mit ihren zwei Söhnen in der Schweiz). Frau Einstein, die ihren Gatten auf allen Reisen begleitet und eine Art Impresario für den nicht sehr weltkundigen Gelehrten darstellt, ist natürlich auf ihren Mann sehr stolz. Amerikanische Zeitungen wissen nun folgendes zu berichten: Während des letzten Aufenthaltes in Kalifornien fuhr sie einmal allein von Pasadena, wo ihr Mann dem Studium oblag, nach der Großstadt Los Angeles, im Coupe kam sie mit einer anderen Dame in ein angeregtes Gespräch. Bei der Einfahrt in Los Angeles fragte die andere Dame Frau Einstein nach ihrem Namen. «Frau Albert Einstein», war die bescheidene Antwort. «Und der Ihre?» — «Ich», erwiderte die Dame schlagfertig, «ich bin Mrs. Isaac Newton...». (Newton ist der vor 200 Jahren verstorbene große englische Physiker, Einstein* größter Vorgänger.) Da« «rat« KUhltohrank-Baby. Der Electrolux-Konzera hat der Reihe nach eine Anzahl elektrischer Maschinen geschaffen, Noch harrte aber ein Wunschtraum der Hausfrau seiner Erfüllung: Das Problem der vollständig automatl* sehen Speisenkühlung, selbst lm bescheidenen Haushalte, Gerade ln seinem Jubiläumsjahr gelang es dem Electrolux* Konzern — vor 25 Jahren wurde die Electrolux-Organlsation geschaffen — einen „motorlosen“ Klein-Kühlschrank zu konstruieren, der einen Bruchteil des Preises der früheren Groß-Typen kostet und derart dimensioniert ist, daß er tatsächlich in jeder Kleinküche aufgestellt oder an der Wand aufgehängt werden kann. Die Wiener Gesellschaft, die unter der Führung ihres rührigen Direktors Czcrnin ju|t in den letzten Jahren einen sehr erheblichen Aufschwung genommen hat, veranstaltete am 6. d. M. im Tuchlauben-Kino einen Presseempfang, welchem eine große Anzahl geladener Gäste, der Königlich Schwedische Gesandte samt Gemahlin, der Königlich Schwedlsohe Generalkonsul, Repräsentanten der Handelskammer, des Gremium*, ■< der nlederösterrelchlschen Landesregierung usw., beiwohnte. Im Film wurden Ausschnitte aus dem Aufbau und dem Wirken des Electrolux-Konzerns gezeigt. Der Konzern hat heute in der ganzen zivilisierten Wolt etwa 8 Millionen elektrische Haushaltungsmaschinen bei den Kunden in Verwendung. Mit der soebon gelungenen Erfindung des Klein« ■ Kühlschrankes Baby lat aber dem Konzern Jedenfalls der beste Wurf geglückt. Der Besitz eines vollautomatischen Kühlschrankes ist von nun an nicht mehr ein Luxus für ganz Wenige, sondern ein ln Jeden rationell geführten Haushalt gehörender Bedarfsgegenstand. Den Schluß der Feier bildete die Taufe des Kühlschrank-Babys, welch« durch die Gemahlin des Schwedischen Gesandten vorgenommen wurde. Neuheit auf dem Gebiete der Bruchbehandlung! Bisher verwendete man immer Bruchbänder mit Federn und Pelotten, doch erfo'derte das Anlegen des Bruchbandes immerhin eine gewisse Geschicklichkeit, die man vom Laien natürlich nicht verlangen kann Deshalb versagen oft die vorerwähnten Bruchbänder und das Leiden wird schlechter. Ein Pariser Arzt, Dr. Barrfc'e, hat nun eine Bcuchbandage erzeugt, die keine Feder und auch keine Pelotten hat. Diese Bandage sitzt infolge ihrer genialen Ausführung unverrückbar fest Jeder, selbst der schwerste B-uch, ist mit einer solchen Bandage sicher zurückzuhalten, was eine große Anzahl von Attesten und Dankschreiben bestätigt, welch« das Institut Bständig für Fußheilbehelfe und Bandagen, Wieflb I. Teinfaltstraße 7 erhalten ha* D-^C