Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1932-05-05 · Heft 226 (5.5.1932) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 226 (5.5.1932)
Date
1932-05-05
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3053752-3053963-3053981--2940-3058397
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seife 10 PIE STIMME Nr. 226 — 5. Mai 1932 tefttmgen» 6er Hadassah um! «Schaare) Briuth»; den Fragen der Erziehung dienen: Hed Hachinuch; Hachinuch und Ganenti; dem Sport ist gewidmet «Hamakkabi»; der Jurisprudenz cHamischpat»; den Fragen der Erneuerung und Entwicklung der Sprache «Leschonenu»; der Bibliographie «Kirjath Sefer» und schließlich eine populäre naturwissenschaftliche Zeitschrift «Hatewa w’ Haares» (Natur und Land). Btich-Neuerscheinungen In der Bibliothek «Lanoar» erschien efn Bändchen von Dr. Josef Klausner über die Hebräische Universität. Die Geschichte der Araber und der Muselmanen in Palästina von Zeew Wilnai (Verlag Stybel). Zeew Ja wetz: Geschichte des jüdischen Volkes, Band X, Verlag Achiewer. Der Hechaluz in Rußland. M. Niemirofsky und Walter Preuß: Der Ökonomische Zustand in Palästina am Anfang de« Jahres 1932. (Varlag Da war). Durchfahrt polnischer Palflstinawanderer Dienstag, den 17. Mal, um 7.40 Uhr früh, reist eine Auswanderergruppe aus Polen durch Wien (Ostbahnhof) nach Erez Israel. Die Arbeit des Keren Ka]e* meth Jubiläumsaktion des Keren Kajemeth. Bisheriger Gesamteingang: S 10.693.73. In der letzten Woche gingen ein: Zentrale S 27.— (darunter Mandatare, Sammlung Kultusrat Moses Weiner S 21.—); Sektion X: S 25.—; Sektion XIII: S 10.—; Verband radikaler Zionisten: S 50.—; Vereinigte zion.-soz. Arbeiterorganisation «Poale Zion-Hitachduth» S 630.— (irrtümlich auf Zentrale gebucht); «WIZO». Prater: S 119.73; Salzburg: S 5.—. Statistik der Eingänge durch die Gruppen für das erste Halbjahr 5692 (1. Oktober 1931 bis 31. März 1932) I. Fortsetzung. Föderationen und Sondervereinigungen: H e r z 1k I u b, aufgebrachter Betrag S 2364.— (59 Prozent des Kontingents); M i s r a c h i 20.— (4 Prozent); Union der Zionisten-Revisionisten S 188.— (19 Prozent); Verband radikaler Z i o n i s t e n S 361.— (36 Prozent); Vereinigte zion. - so z. Arbeiterorganisation «Poale Zion-Hitachduth» S 674.— (22 Prozent); «WIZO»: Sektion I S 56.— (19 Prozent); Sektion II S 52.— (9 Prozent); Prater S 374.— (62 Prozent); Sektion III S 376.— (75 Prozent); Sektion VI/VII S 198.— (33 Prozent); Sektion IX S 677.— (56 Prozent); Sektion X/XI S 18.—; Sektion XV11I S 115.— (23 Prozent); Sektion XIX S 185.— (23 Prozent); Sektion XX S 423.— (70 Prozent); Zentrale S 545.— (136 Prozent). Jüdische Vereine: Verein der Buczaczcr S 50.— (25 Prozent); Jüd. Angestelltenverein «Emunah» S 15.— (7 Prozent); «Horodenkaer» S 15.— (7 Prozent); «Kaluszer» S 10.— (5 Prozent). Zion.-akad. Verbindungen und Vereine: J. A. V. I v r i a S 8.— (2 Prozent); J. A. V. J o r d a n 1 a S 327.— (65 Prozent); A. V. Kadimah S 120.— (60 Prozent); Lese- und Redehalle S 75.— (15 Prozent); J. A. V. Makkabäa S 143.— (47 Prozent); V. Z. H. T h e o d o r H e r z 1 S 11.— (2 Prozent); Verband zion. Hochschülerinnen S 30.— (15 Prozent). Mittelschulverbindungen und Vereine: B a 1 f o u r a S 93.— (19 Prozent); Giskalah S 17.— (3 Prozent); Jedidäa S 118.— (19 Prozent); Jeremia S 44.— (22 Prozent); Jordania S 249.— (83 Prozent); MassadahS 106.— (18 Prozent); T i b e r i a S 254.— (63 Prozent); Verband zion. Mittelschüler S 1132.— (50 Prozent). Jugendbünde und Provinz folgen in der nächsten Nummer. Goldenes Buch, Eintragung Eisig Torczyner. Mit den in dieser Woche eingegangenen S 50.— ergibt diese Eintragung bisher S 436.—. Silbernes Buch. Frau Lotte Plaschkes, durch den Verband radikaler Zionisten (Nr. 92). Große anonyme Spende. Durch Vermittlung eines Gesinnungsgenossen erhielten wir von einem ungenannt sein Wollenden den Betrag von S 1000.—. Ankündigungen und Mitteilungen Zionistische Bezirkssektion Innere Stadt. Dienstag, den 10. Mai, halb 9 Uhr, Cafe Excelsior, 1., Rotenturmstraße, Vortrag des Herrn Dr. Desider Friedmann «Aus der Geschichte der Juden in Mähren». Gäste willkommen. Zionistische Frauengruppe Vl/VII. Donnerstag, den 5. Mai, 8 Uhr, Cafe Mariahilf, Mariahilferstraße 89a, Geselligkeitsabend unter der Devise «Die gesprochene Zeitung» mit teilweise humoristischem und teilweise von Frau Dulitzkaya gesungenem Annoncenteil. — Die Frauengruppe sagt auch auf diesem Wege ihrer Vizepräsidentin Erna Guttmann den allerherzlichsten Dank für die anläßlich der Feiertage gespendeten Kartoffeln, mit denen eine große Anzahl armer jüdischer Familien beteilt wurde. Zion. Bezirkssektion XI1/XV. Montag, den 9. d., 8 Uhr, im Heime, Herklotzgasse 21, Vortragsabend. Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler, IX., Türkenstraße 9. Samstag, den 7, d„ spricht unser A. H, Dr. Korn im Rahmen des Konventes Über «Jüdische Krankheiten». — Beginn 8 Uhr 15. — Jüdische Akademiker als Gäste willkommen. — Unser Lesesaal ist täglich, außer Sonntag, von Uhr bis %8 Uhr für den allgemeinen Besuch geöffnet J&diech-Akademischer Juristen verein. Sonntag, den 22. Mal, Führung durch das Wiener Polizeimuseum. Da für diese hochinteressante, sonst nicht zugängliche Führung reges Interesse herrscht und die Teilnehmerzaht beschränkt wurde, ist vorherige Anmeldung notwendig. Treffpunkt 9 Uhr, IX., Rossauerlände 4. Regiebeitrag. Anmeldungen in den Bibliotheksstunden des Juristenvereines Montag und Donnerstag, 7 bis 8 Uhr, IX., Liechtensteinstraße 30. Jüd.-Akadem. Techniker-Verband, Wien, IX., Liechtensteinstraße 30. Herzl-Grabgang. Wir teilen mit, daß der diesjährige Herzl-Grabgang Sonntag, den 8. Mai, um y2\0 Uhr, stattfindet. Treffpunkt: Hochschule für Bodenkultur, Endstation des 40er-Wagens. Es ist Pflicht eines jeden jüdischen Studenten, am Platze zu seinl — Diskussionsabend. Dienstag, den 10. Mai, 7 Uhr, hn Verbandslokal. Thema: Aufgaben des jüdischen Technikers in Palästina. Es spricht Kollege Schreier, vorher gesprochene Zeitung aus dem jüdischen Leben. — Bibliothek. Die Kollegen werden aufmerksam gemacht, daß auch bei Nichtzahlung des Mitgliedsbeitrages Ihre Bücher eingemahnt werden. Verein zion. Hochschüler «Theodor HerzI». Samstag, den 7. d., y29 Uhr, eine Altherrenversammlung im Cafe de Francs. Histadruth Iwrith, II., Praterstraße 13. Samstag, den 7. Mai, 8 Uhr, II., Praterstraße 13, Fortsetzung des Hebräertages. Es sind mehrere Diskutanten angemeldet. — Die Pessachfeier der Histadruth Iwrith, die am 24. April hn Theatersaal «Reclame» stattfand, gestaltete sich zu einer mächtigen Kundgebung für das lebendige hebräische Wort im Sinne wahrhaft nationaler Tradition. Die aus der hebräischen Praterschule kommende Spielgruppe von Kindern, die sich dank ihrer alljährlichen Festaufführungen im Volksmund bereits den Ehrennamen «Habimah hak’tana» erwarb, hat unter der Leitung des Herrn Prof. M. Chartiner zum Gelingen der Feier das ihrige beigetragen. Es zeichneten sich besonders aus: Die durch die Liebenswürdigkeit der Frau Rokeach vorbereitete, durch Prof. Heymann einstudierte und vom jugendlichen Komponisten Sandor W e 1 s z am Klavier begleitete Tanzgruppe (Gavotte); ferner: Margit'S e eil nge p (jüd. Solotanz), Walter Roth (Sologesang), die kleine Festrednerin Selrna Süsser; im Pessachfestspiel von M. CharTiner «Sederabend beim Wunderrabbi»: David Pfeffer (Rabbi), Charasch (Chosen, auch als Führer in der Chaluzimszene «Schir haschirim»), Stein (Schames; Pristaw), Feldmann (Fuhrmann), Raab, Kreisel und Haber (Zeugen). Fri. Betty L e v i n hat mit ihrer ausgezeichneten Klavierbegleitung das künstlerische Moment der Feier kräftig unterstrichen. Jugendverband des Zionistischen Landesverbandes. Donnerstag, den 5. Mai, halb 8 Uhr, im Heime der Bezirkssektion, II., Praterstraße 13, Sitzung der Vertreter des Jugendverbandes des Zionistischen Landesverbandes. Verband zion. Mittelschüler. Samstag, den 7. Mai, Vorlesung von S. Schwager in den Sälen des jüdischen Verbandsheimes, II., Untere Augartenstraße 35. Beginn 8 Uhr. 50 g Regiebeitrag. Erscheint zahlreich! Zionistische Jugendgemeinschaft «Brith-Herzl», Wien, XX., Jägerstraße 30. Herzl-Grabgang: Die Bundesleitung richtet an alle Chawerim und Chaweroth sowie an die Freunde unserer Gemeinschaft die Aufforderung, sich mit uns geschlossen an der Massenkundgebung des Wiener Zionismus zu beteiligen. Wir treffen uns um %S Uhr früh vor dem Heim. Das genaue Aufmarschprogramm und alle Einzelheiten werden in der Mitgliederversammlung am Samstag um y28 Uhr abends verlautbart. — Wochenprogramm: Samstag, 7. April, ab 4 Uhr nachmittags Sichoth; y28 Uhr: Mitgliederversammlung mit anschließendem Vortrag. — Sonntag: Anschließend an den Herzl-Grabgang Wanderung mit Sichah kalith. — Montag: Hebräischkurs. — Dienstag und Mittwoch: Sichoth. — Donnerstag: y2S Uhr: Führerkurs; y20 Uhr: Chug Ivvri. — Pfingsttour: Für unsere große Pfingsttour vom 14. bis 16. Mai werden täglich im Heim Anmeldungen entgegengenommen und Auskünfte erteilt. Kostenbeitrag S 10.—. Mlsrachijugendzentrale. Herzl-Grabgang. Am Sonntag, den 8. Mai, findet der Herzl-Grabgang statt. Alle Chaweroth und Chawerim werden aufge- Klub der Palästinenser in Wien, 2., Praterstraße 13 Samstag, den 7. Mai um 8 Uhr abends, findet im Heime eine HerZl statt, Anschließend ein Vortrag des Chaw. K. Katz, Thema: „Mcllsclte Jugend der Oaluth, Eindrücke eines Palästinensers1* Die Chawerim und Chaweroth werden gebeten, pünktlich und vollzählig zu erscheinen zwecks Besprechung des am Sonntag, d.8. ds. stattfindenden Herzl-Grabgauges Der Vaad fordert, pünktlich und zuverlässig zu erscheinen. Zu» sammenkunft: %8 Uhr früh im Heim, II., Praterstraße Nr. 11. — Am 15. und 16. Mai per Schiff eine Reise nach Bratislava. Anmeldungen bis spätestens 10. Mal, von y28 bis 10 Uhr abends, im Heime, II., Prater» Straße 11. Jüdischer Angestelltenverband «Emunah». Samstag, den 7. d., Plenarversammlung, «Mirjamheim», I., Jordangasse 7, y29 Uhr. Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Sonntag, den 8. d., Ausflug nach Laab im Walde. Treffpunkt 9 Uhr vormittags, Straßenbahn-Endstation Mauer. Gäste willkommen! Konsumrabatt „Schomra“. Den Preis von S 20.—, der für Rabattbiichlein ausgesetzt wurde, die bis vor Pessach zur Einlösung gelangten, hat Frau Hilda Bondy gewonnen. Volksküche in Not! Der Verein zur Errichtung und Erhaltung jüdischer Volksküchen ln Wien, der auf ein 50jähriges Bestehen und auf eine karitativ ersprießliche Leistung zurückblicken kann, sieht sich augenblicklich gezwungen, an die jüdische Gesellschaft mit dem Ersuchen heranzutreten, ihr Scherflein einer Institution beizutragen, die der Ungunst der wirtschaftlichen Verhältnisse bis heute entgegenzutreten bestrebt war, doch im gegenwärtigen Zeitpunkt fast außerstande is^ die Weitererhaltung der Küchen aus den spärlich zufließenden Beiträgen zu sichern. Es bedarf keiner weiteren Erörterung, was diese Massenausspelsungen — täglich 300 Gedecke, darunter 23 permanente Freitische — für die Notdürftigen und verschämten Armen bedeuten. Wir hoffen, daß sich alle jüdischen Herzen bereitwilligst mobilisieren lassen werden, um durch rasche Hilfe einer Institution wieder auf die Beine zu helfen, die früher oder später ihr« Aktion einstellen müßte. Mitgliedsbeiträge (jährlich 12 S) und individuelle Geldzuwendungen, die den Volksküchen und damit zugleich den Aermsten zugute kommen, könnten ihre Weiterführung sichern. Jüdisdher fpott Unvergeßliche Tage in Tel-flwlw Tagebuchblätter aus Palästina. Von Alfred Guth Tel-Awlw, 28. März. Der Hafen mit seinem Trubel lag hinter uns, durch die engen, winkeligen Gassen des alten Jaffa rollte der Autobus in das moderne Tel-Awiw. Doch ehe wir noch Betrachtungen anstellen konnten, waren wir im «Hauptquartier» angelangt. Und schon setzte sich eine gut geölte, wohldurchdacht« Maschinerie der Gastfreundschaft in Bewegung, die uns auf Schritt und Tritt den Weg ebnete und den Aufenthalt angenehm machte. Die vom Dichter Thomas Mann entdeckt« Äehnlichkeit zwischen Juden und Deutschen trat uns zum erstenmal in der bis ins kleinste Detail durchgearbeiteten Organisation entgegen. Die Wirkung dieser Vorarbeit war auch ganz fabelhaft: Jeder mußte sich ganz einfach wohl fühlen. Und hier lag die Werbewirkung der I. Makkabiah. Wir waren in der Heimstätte der Juden als liebe Besucher willkommen. Die Privatquartiere stellten alle zufrieden. Die Gruppe der Sportler begann mit dem Training tm Stadion und im Meer. Die Läufer waren von der Bahn entzückt. Die Palästinenser wollen den Platz bis zur nächsten Makkabiah im Jahre 1935 auf den doppelten Fassungsraunt erweitern. Es ist imponierend, in welchem Tempo die Anlag« fertiggestellt wurde. Genau fünf Wochen, keinen Tag länger, durfte der Bau dauern. Und da ist noch zu bedenken, daß der Platz am Ufer des Flüßchens Jarkon auf Flugsand gebaut ist, auf dem übrigens ganz Tel-Awiw steht. Es mußte also für die Laufbahn und den Fußballplatz Erde zugeführt werden, was in Tag- und Nachtschichten, ohne Pause durch drei Wochen geschah. Es galt viele schwere Hindernisse zu überwinden: nur wer die Begeisterung der Leute sieht, versteht ihre unglaublichen Leistungen. Die Schwimmer hatten es mit dem Tiaining schwerer, das Meer ist vor Tel-Awiw nie ruhig, man trachtete also nur, sich an das Salzwasser zu gewöhnen, bis unser alter Freund Auerbach auftauchte und uns in ein kleines Süßwasserbassin, das einzige der Stadt, führte, das er für seine Schützlinge entdeckt hatte. (Er leitet die Schwimmabteilung des «Makkabi Tel-Awiw» und ist der schnellste Crawler des Landes.) Es liegt in einem arabischen Orangengarten. Köstlicher Duft schwebte über dem Schwimmbecken, das nach dem vielen «Salz» der letzten Tage eine Erquickung war. Nur mit Mühe kamen wir von dem idyllischen Trainingsplatz los. Tel-Awiw, 29. März. Tagsüber wurde von allen «Fakultäten» fleißig trainier^ für den Abend waren wir zum Empfang der Stadtverwaltung geladen. Gegen neun Uhr abends strömten festJich gekleidete Menschenmassen an der herrlichen Oper vorbei durch die fahnengescfomückten Straßen dem Riesenbau des Befh Ha’am zu. Vor den Einlaßtoren gab es ein beängstigendes Gedränge. Endlich gelang es uns doch einzutreten und schon nahm uns die eigenartige Umgebung gefangen. Man stelle sich einen Saal von Riesenausmaßen vor, von einem hohen Holzdach gedeckt, an der Wand die Symbole der Makkabäer, und in diesem Saal 6000 Menschen aus aller Herren Länder in Weihestimmung. An der Rückwand des enormen Raumes gab es kalte Speisen und Getränke für alle Gäste, die von der Stadtverwaltung und den Frauenverejnen vorsorglich bereitgestellt worden waren. Die Reih« der Reden wurde von dem Lordmayor der Judenstadt, Dizengoff, eingeleitet, der alle Teilnehmer an den Kampfspielen begrüßte. Während der Ansprache brannte in der Arena der 6000 nur die elektrische Flamme vor dem Redner, was vor dem schwarzen Vorhang und dem dunklen Saal ernst und eindrucksvoll wirkte. Nach den Ansprachen spielten die Künstler der Häbimah und Ohel kurze Szenen aus der Bibel« In einer kurzen Pause zeigte sich die ZUndkraft des zionistischen Gedankens. Schon auf dem Schiff hatten wir Hora tanzen gesehen. Doch was war das, verglichen mit dem hingegebenen Singen aller Anwesenden, welche die sechs in einem Winkel des Zuschauerraumes tanzenden Leute zu immer schnellerem Rhythmus peitschten. In der betonten Wiederholung der Worte: «Wir sind in das Land gekommen, um zu bauen und zu pflanzen» lag der jubelnde Ernst eine* GeU'bch’S. Tel-Awiw, 30. März. Ich hatte am heutigen Tag das eindruck vollste Erlebnis meines bisherigen Daseins. Den Tag des Zuges durch Tel- Awiw und der Eröffnung der Spiele im Stadion werde ich nie vergessen. Wir sammelten uns im Riesenviereck de» Herzl-Gymnasiums. Schon dort konnte man die schmucke* Dressen der Ländergruppen bewundern. Mit kllngendcfe

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.