Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1932-04-14 · Heft 223 (14.4.1932) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 223 (14.4.1932)
Date
1932-04-14
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3053752-3053963-3053978--2897-3058351
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Seite 2 OIE STIMME Nr. 223 — 14. April 1932 TCRKAiVl UNQL4VBLICH BIIEIQ SUmuerteppfche, ca. 1X3 I. Bouclt-TappU . . 8 1«.- rtpplch* .8 35.- Smyraa-Topplche. 1., 1X1 .... 8 33.— Asmlnster-Tepptcbe, 1X8 .... 8 110.— Boanes fern me*. fein .8 1.70 Bonnes femmto, hochfein 811.90, 8 Steppdecken .8 19.— Steppdecken, relaend geblümt . . 8 10.90 Lanltepptehe, per Meter .... 8 1.10 Lauftcpptcbe. Wolle, 00 «m breit . 8 3.90 FlaneLdhuken .8 l.so Flanell* nnd Kameldeeken 8 , 8 0.50 Doppelbettdeeken.8 7.90 Doppelbelldecken, hochfein 8 8*^ 8 15.— KAnatlervorhince . ..8 4.90 Mndraaeorhinge 8 12.—, 8 4.50 StPJIvorhftnga, reitend geetlckt , . 8 0.50 Bettvorleger, echt Boucld, 7«XM« . 9 4.90 UOfcOrwflrle ..I tt.- UebeneArfe, Plüsch. 8 «T,- UeberWArio, Karam*Ote ..... 8 M,— Tiacbdecken.811.*-, 8 fj| Bettgarnituren, 9 Stack.SU Bettgnrnitnren, Gobel., schwere QualitAt. 9 sftlek. 8 39.— Banyai- und Penertepplcbo enorm btltlt ▼-. raourtalalltei'Stf r. SOS / luBMtliroutofta Ia iraMr AaswiM / IV. Wl«dncr Ha«ai»tfatfa*. IO An Euch, Zionisten, ergeht daher der Ruf: Legt erneut das Bekenntnis zu Eurer Orginlsatlon ab. Indem Ihr den Schekel, das Symbol Eurer Verbundenheit mit dem Zionismus, erwerbt und so der Zionistischen Organisation die Mittel zu ihrer organisatorischen, propagandistischen und politischen Arbeit sichert Tragt durch Verbreitung des Schekels den zionistischen Gedanken in diejenigen Kreise unseres Volkes, die bisher unserer Bewegung femstanden! Tragt die frohe Botschaft der Hoffnung in das Jüdische Volk! Erobert die Herzen der Massen! Gewinnet neue Mitkämpfer! Werbet Mitglieder für die Zionistische Organisation und Ihre Landes- und Sonderverbände! Entrichtet und sammelt den Schekel! Stärkt und vergrößert die zionistischen Reihen 1 Die Exekutive der Zionistischen Reizmanns Abschied von Sfltfafriha Ansuchen um 4000 Chaluz-Zertifikate Weit mehr als 1000 jüdische Bürger Johannesburgs wohnten dem Empfang bei, der Dr. Chaim Weizmann und seiner Gattin Frau Vera Weizmann aus Anlaß ihres Scheidens aus Südafrika gegeben wurde. Der Vorsitzende der Exekutive der Zionistischen Organisation Südafrikas, B r a u d o, der den Abend leitete, teilte mit, daß seit dem Eintreffen Dr. Weizmanns in Südafrika bis heute 5 3.000 Goldpfunde für den Keren Hajessod aufgebracht worden sind. Das sei gegenüber den bisherigen Keren Hajessod-Aktionen ein Rekord. Weizmann versicherte, in den fundamentalen Fragen von Boden und Einwanderung gibt es kein Nachgeben, die gesamte Judenhe.t ohne Unterschied der Partei werde allen Versuchen, unsere Arbeit zu hemmen oder das Nationalhelm zu verkleinern, auf das Energischste widerstehen. Die im Brief des Premierministers MacDonald an mich gegebenen Zus cherungen, sagte er, sind zwar bisher nicht verwirklicht worden, aber jetzt eben kommt der Stichtag für ihre Erfüllung; Palästina ist heute wirtschaftlich gesünder als die merapen anderen Länder. Es wurde um 4000 Chaluzzertifikate anjpwucht. Weizmann hoß die Bedeutung der Privatinitiative in Palästina hervor, warnte aber davoir, sie als Schlagwort gegen das Werk des Keren Hajessod zu benutzen, Privatunternehmungen können nur gegründet werden auf der Basis der Chaluz-Siedlung, deren Instrument der Keren Hajessod ist. jlalAsfina Prozeß gegen den Großmufti Die arabische Opposition hat gegen den Großmufti einen Prozeß angestrengt. Es handelt sieh um die Verwendung des Rehgionsfonda (Wakf), der nach Ansicht der Kläger mißbraucht wurde. Die Kläger führten bei einer kürzlich stattgefundenen Verhandlung Klage Uber Korruption im Obersten Mosleminischen Rat, der bekanntlich etn willfähriges Werkzeug des Mufti ist. Dem Richter lagen 15 Dokumente vor, aus denen der Mufti nachweisen wollte, daß er das Recht gehabt habe, die aus dem Hebroner Wakf fließenden Gelder außerhalb Hebrons zu verwenden. Die Kläger brachten auch eine Klage des Inhaltes vor, daß der Mufti nicht legal Vorsitzender des Mosleminischen Rates wurde und verlangten Rechnungslegung über die letzten 9 Jahre. Der Richter vertagte die Verhandlung und trug den Klägern auf, ihre Bevollmächtigung durch die Konferenz der arabischen Opposition und die Registrierung der von der Konferenz der arabischen Opposition gewählten Exekutive nachzuweisen. Neuer Schulkonflikt? ln Palästina scheint sich ein neuer Schulkonflikt anzubahnen. Die Lehrer erscheinen in Massen im Bnreau der Jewish Agency und fordern die Auszahlung ihrer Löhne, während die Jewish Agency, die von sich aus das Möglichste für die Schulen geleistet hat, nicht mehr in der Lage ist, die Summen für die Gehälter vorzuschießen, da ihr Ersuchen an die Regierung, die staatliche Subvention für die hebräischen Schufen zur Auszahlung zu bringen, bisher erfolglos geblieben ist. Die Regierung macht t die Auszahlung der Subvention davon abhängig, daß ihre Vorschläge betreffend eine strengere Regierungskontrolle für hebräische Schulen in Kraft gesetzt und durchgeführt werden. Telephon-Verbindung Palästinas mit Europa und Amerika Die englischen und ägyptischen Postämter arbeiten mit Hochdruck daran, eine drahtlose Uebermittiung der Feier des siebenten Jahrestages der Hebräischen Universität zu Jerusalem, die am 17. April stattfindet, nach England und den anderen Ländern zu ermöglichen. Da zwischen Jerusalem und Kairo eine vorzüglich funktionierende Telephonverblndung besteht, liegt gegenwärtig die Schwierigkeit nur bei der Uebermittiung von Ansprachen aus Jerusalem auf dem Wege Kairo—London. Die ägyptischen Behörden hoffen jedoch, daß bis zum 17. AprH die Telephon Verbindung Kairo-London hergesteilt sein wird und daß dann di« Feier der Hebräischen Universität von lerusalem über Kairo nach London telephonisch übermittelt und dort durch Radio verbreitet werden können. Wenn einmal die Telephonverbindung Kairo—London fertiggestellt sein wird, wird eine gut funktionierende ständige telephonische Verbindung Palästinas mit Europa, später auch mit Amerika, bestehen. Warum werden alljährlich die weltberühmten STRUM-MAZZOTH von vielen Tausenden in steigendem Maße mit besonderer Vorliebe bevorzugt? 1. Well die nach einem speziellen Verfahren erzeugten Strum-Mazzoth im Wohlgeschmack trotz wiederholt versuchter Nachahmung unerreicht sind. 2. Weil jeder, der Strum-Mazzoth, Grieß und Farvel kauft, die Gewißheit besitzt, daß er nur garantiert frische Ware, heurige Erzeugung erhält. 3. Well die Strum-Mazzoth allen Anforderungen in hygienischer und streng orthodox-ritueller Hinsicht in unübertrefflicher Weise entsprechen. U* E*ne bwondere Delikatesse bedeuten die runden Strum-Mazzoth Die Erzeugung erfolgt mit eigens konstruierten patentamtlich geschützten Maschinen (üefen) auf elektrischem Wege; von fachmännisch geschulten jüdischen Arbeitern unter ununterbrochener Aufsicht Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiner Babad. Achten Sie daher in ihrem eigenen Interesse bei jedem Pakete, daß die Stampiglie «H. Strum» sich darauf befindet. Noch ein Toter mit durchschnittener Kehle Am 3. AprH morgens wurde der 2 t jährige arabische Chauffeur Isrnd Ela reff in »einem Auto mit durchschnittener Kehle tot aufgefunden, und zwar ungefähr an der gleichen Stelle, wo zwei Tage vorher der amerikanisch-jüdische Tourist Israel Wolf, ebenfalls mit durchschnittener Kehle, tot aufgefunden wurde. Man glaubt nunmehr, daß sowohl Wolf als auch Elareff Opfer einer arabischen Terroristengruppe sind, die die Morde zum Zwecke der Erregung von Unruhe organisiert hat. Palästinareise des Rabbi Meir Berlin Rabbi Mehr Berlin, Präsident des Weltmisrachi und früheres Mitglied der Zionistischen Exekutive, hat an Bord der «Majestic» die Reise nach Palästina angetreten. tDeutsctktand Exodus der Volkspartei aus der Berliner Jüdischen Gemeinde In der Sitzung der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde Berlin kam es zu überaus stürmischen Szenen. Die Antwort des üemeindevorstandes auf die Interpellation der Jüdischen Volkspartei wegen Gleichheit der Behandlung der Volkspartei mit allen anderen Parteien innerhalb der Einheitsgemeinde, die von dem liberalen Vorsitzenden des Vorstandes, Kleemann, vorgetragen wurde, war so unbefriedigend, daß sie von der Volkspartei geradezu als Verhöhnung aufgefaßt werden mußte. Die Volkspartei bemühte sich, eine Verschärfung des Konfliktes zu vermeiden, und Dr. Kollenscher brachte ein Minderheitsvotum des Vorstandes ein, das in sehr gemäßigter Form eine Weiterführung der Verhandlung ermöglichen sollte. Der Vorsitzende der Liberalen Fraktion, Dr. Fleischer, beantragte Uebergang zur Tagesordnung. Dieser Antrag wurde mit den liberalen Stimmen angenommen. Darauf verließen die Vertreter der Volkspartei den Saal. Auf der Galerie kam es zu stürmischen Kundgebungen. Es wurde die Hatikwah gesungen. Die Sitzung der Repräsentanten* Versammlung mußte geschlossen werden. Goten Führerkrise in der Warschauer Jüdischen Gemeinde ln der letzten Sitzung der Repräsentanz der War* schauer Jüdischen Gemeinde haben der Präsident der Gemeinde Herr M a z u r und der Vizepräsident L e r n e r, beide Führer der A g u d a sj i s r o e I, ihre Aemter niedergelegt, nachdem seitens der zionistischen 0 p p o s i fi o n scharfe Angriffe gegen die Leitung gerichtet worden waren. Das Vorstandsmitglied Elenberg (Zionist) forderte die Auszahlung der Beamtengehälter samt Feiertagszuschlttgen, während Mazur in seiner Darstellung der finanziellen hLag« der Gemeinde feststellte, daß die Geldmittel der Gemeinde vollkommen erschöpft seien, und daß man an eine weitere empfindliche Herabsetzung der Bcamtengehälter und -Pensionen schreiten müsse. Selbst für die notwendigste Pesaach- Aktion fehlt das Geld, auch fehlt es an Mitteln, um Unbemittelte Kranke und Schulkinder in die Sommerkolonien zu senden. Als bei der Abstimmung der Vorschlag auf weitere Reduzierung der Beamtengehälter abgelohnt wurde, erklärten Präsident Mazur und Vizepräsident Lerner, daß Sie ihre Aemter niederlegen. Die Demission wurde von der Mehrheit nicht angenommen. Ein Drittel der Warschauer Juden hilfsbedürftig Das jüdische Rettungskomitee hat soeben einen Tätigkeitsbericht veröffentlicht, dem zu entnehmen ist, daß sich rund 100.000 Warschauer luden (das ist ein ganzes Drittel der Warschauer jüdischen Bevölkerung) an das Komitee um Hilfe gewandt haben. Für die Pessach-Hilfe ln diesem Jahre sind ebenfalls 100.000 hilfsbedürftige Juden registriert worden. Dr. Grünbaums Abschied von Polen J. Grünbaum, Deputierter des polnischen Sejm, bisher Präsident der Zionistischen Organisation Polens^ der seif 15 Jahren fast ununterbrochen die Politik des national gesinnten Teiles der polnischen Judenheit geleitet hat, hat in diesen Tagen Polen verlassen, um ln Paris dauernden Aufenthalt zu nehmen, ihm zu Ehren gaben die zionistischen Führer Polens einen Abschiedsabend. (Rumänien Cuza beschimpft die jüdische Religion Im Verlaufe der Debatte über das Alkoholgesetz in der rumänischen Kammer beschuldigte der Antisemitenführer Prof. A. C, Cu za die Juden, daß sie als Erzeuger und Händler von Spirituosen die rumänische Bevölkerung systematisch vergiften. Diese Handlungsweise uer Juden entspreche den Vorschriften des Alten Testaments, das sie lehre, «vom Aase nichts zu essen, sondern es dem Gojim zu geben». Eine Religion, sagt Cuza, die den Grundsatz predige, andere Menschen utnzubringen, sei eine infame Religion. Der Sitzungsleiter ließ die Beschimpfung der jüdischen Religion in offener Parlamentssitzung ungerügt. Nachdem Cuza weitere Beschimpfungen des jüdischen Glaubens vorbrachte, gab Abg. Dr. Singer von der Tribüne dre Erklärung ab, er müsse angesichts der Tatsache, daß im rumänischen Parlament eine gesetzlich anerkannte Religion beleidigt werden könne, ohne daß der Beleidiger zurOrdnung gerufen wird, feststellen, daß nicht die jüdische Religion infam sei, sondern derjenige, der dies behaupte. HeimhehP der Wiener Mülfliübiüh- Teilneltmer Fast alle Wiener Teilnehmer an der «Makkabiah* sind bei bestem Wohlbefinden in Wien eingetroffen. Unmittelbar nach der Ankunft hatte unser Berichterstatter Gelegenheit mit Hirschl und Birnbaum zu sprechen. Beide sind voll des Lobes über ihre Reise und können nicht genug über die große Gastfreundschaft unserer Brüder ln Erez Israel erzählen Tel-Aviv, die jüdische Stadt, erregte die hellste Begeisterung aller Sportler. Bei der «Makkabiah» waren sämtliche Länder vertreten. Der Empfang war mehr als herzlich. Nach der Begrüßungsrede des Bürgermeisters setzten sich die Sportler unter grenzenlosem Jubel der Anwesenden und den feierlichen Klängen der «Hatikwah», die von mehreren Musikkapellen intoniert wurde, ln Bewegung. In blauen Hemden. rot-weiß-rotes Abzeichen am Aermef. darunter ein blauer «Mogen-David» auf weißem Grunde, das «Makkabi»-Ab- Zeichen auf der Brust, ln weißen Hosen, weißen Schuhen und mit stahlblauen Pullmannkappen, so zogen die österreichischen Vertreter unter Vorantragen der Fahne von Makkabi IX. und der Herzl-Fahne (die seinerzeit von Palästina als erste nach Europa, nach Oestereich, geschickt wurde) und dem österreichischen Banner, in das Stadion ein. Der sportliche Erfolg war der denkbar beste. Obwohl unter anderen 150 Polen, 200 Deutsche, 150 Tschechen aus unseren Nachbarländern teilgenommen hatten, konnte die kleine .Gruppe der 20 Oesterreicher den Preis der Nat’onen für Schwimmen und Ringen heimbringen. Die «Makkabiah» war das beste und überzeugendste Propagnndanrittel, um Assimilanten und Nichtzionisten der zionistischen Idee näherzubringen. Es war eine ganz ungeheure Leistung. Die Siedler kamen in großen Scharen auf Pferden zur Begrüßung. Mit Autos fuhr man nach Jerusalem und besuchte unter anderem die Klaeemauer, Dann ging es nach Haifa und Jaffa. Den stärksten Eindruck jedoch hinterließ Tel-Aviv. Palästina kennt kein« Arbeitslosigkeit. Junge arbeitsfreudige Kräfte wer* den ständig gesucht. Mit großer Freude und Stolz zeigt Hirschl eine klein« Mesusa, die er an seinem Hals trägt und als schönes Andenken von seinen Gastgebern in Jerusalem. Dr. Oroßmann und Frau, erhielt. D. Schmid. Wahlaufruf Wer Wein und Palästina liebt, wählt für den Sedertisch „Karmel-Original“ mit dieser Vignette auf den Flaschen f Nur dann ist die Gewähr vorhanden, daß die 8 der besten Sorten Weine direkt aus den altrenommierten Weinkellereien der Firma S. Friedmann & Söhne, Haifa- Petach Tikwah stammen. Alleinverkauf im Großen: N. Spindel, Wien, I Laurenzerberg 3 — Telephon R 29-7-34 ■» Niederlage bei Natan Brodetzky, Wien, II., Leopoldsgasse 43 — Telephone A 46-1-90, A 60-2-63, A 41-9-52

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.