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Die Stimme · 1932-04-01 · Heft 221 (1.4.1932) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 221 (1.4.1932)
Date
1932-04-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr. 221 r- 1. April 1932 DIE STIMME bene * Verband tionistiteh-akadamlteher Verbindung«!* und Varalna Oaaiarralahi. Im Raumen des Vortrafsayklua Ober ^Dfe gegenwärtige Lage im Zionismus“ spricht am Donners - tat» 1 April» Dr. Oskar Orünbaum alt Vertreter der allgemeinen Zionisten. Anschließend Diskussion. Ort: Lese- und Redehalle, IX, Türkenstraße 9. Zelt: t Uhr abends. Akademische Gäste willkommen! Kinder-Purimfeier dar 2ieniatisehen Sektion IV/V. Im vollgedrängten Theatersaal des Volksbildungshauses kleine und große Kinder in aufgeregter Erwartung, von den Begleitpersonen kaum im Zaun gehalten. Hinter der Bühne und im Künstlerzimmer eine Kinderschar erregt (aber nicht aufgeregt), kokett sich noch in den Spiegel schauend und an die Regisseurinnen, Frau Holser und Frau Sohladnloh, Immer noch und noch Fragen richtend. Endlich, genau sur festgesetzten Zelt, die Glocke, Ruhe tritt ein, die Spannung löst sich, das erste Kind tritt vor den Vorhang und das Pro* gramm wickelt sich ab. Ein vorbildliches Programm, von den Frauen der Zionistischen Beslrkssektlon IV/V sus&mmengeatellt Hebräische Gedichte, Tänse, ausgeführt von einigen Kindern des Pfadflnderbundes Zirenu, dann die Tanzschule Eysler mit Ihren Kindern, eines herziger als das andere. Man liest Ihnen die Freude von den Gesichtern ab. Dann lustige Tonfilme, ein Johlen vor Freude geht durch das ganze Haus und 2um Schluß das Purimspiel, zum Großteil ln historisch richtigen Kostümen aufgeführt. Reicher Beifall lohnt die kindlichen, glänzenden Schauspieler und jedes einzelne Kind lm Saal hat nur einen Wunsch: das nächste Mal auch mitspielen zu dürfen auf dieser wirklichen Bühne. — Auch die Winterhilfe der jüdischen Kinder wurde bei der Veranstaltung nicht vergessen. — Ein Vorbild für das ganze jüdische Wien waren diese Kinderfeiern, die von den Frauen von Wieden-Margarethen unter Führung von Frau Hochstimm ins Leben gerufen wurden, und diesmal hat die Feier die vorangegangenen womöglich noch Ubertroffen, da auch die Kostüme, die von Frau Rosenbaum zum Großteil angefertigt wurden, auf voller Höhe standen. Es war ein Fest auch für die Erwachsenen. a. h. Kinder-Purimfeier der ßektion Vl/Vll. Der von der Frauengruppe der Zion. Sektion Vl/Vll am 20. d. M. im Hotel „Milnchnerhof“ veranstaltete Kinder-Purimkostümbail war eines der schönsten und elegantesten Feste dieser Saison. Weit mehr als 200 Kinder mit ihren Begleitpersonen wohnten demselben bei und ergötzten sich an den glänzenden Darbietungen, welche ausnahmslos von Kindern der Mitglieder und solchen der hebräischen Schule bestritten wurden. Eine Dame des Vorstandes dieser Sektion betellte zehn Kinder mit Schuhen und Kleidungsstücken und sagen wir ihr auch auf diesem Wege herzlichsten Dank. Beseelt von dieser hochherzigen Tat und nicht zuletzt dadurch, daß sich die Frauen dieser Gruppe immer wieder bemühen, neue Mitglieder zu werben, konnte die Sektion einen Erfolg auch nach dieser Richtung hin Verzeichnen. Die Purimakademie der ßohUler des Che j«s-Real - - gymnaeiume. Es war eine Feier der Jugend und deshalb so voll Leben, so frei und natürlich und nicht wie üblich ohne Schwung, formell und schablonenhaft Es war eine Feier des Chajes-Realgymnaslums und deshalb spezifisch jüdisch. Die beiden Tatsachen genügen, um den Charakter . der Feier zu beleuchten, um den großen Wert dieser Feier au zeigen. Das Programm war lm wesentlichen nicht aus Einzelleistungen, sondern aus Gruppenleistungen, wie sie „idem Bilde der Feier eher entsprachen, zusammengesetzt Das Publikum wurde mit einem Lied begrüßt worauf eine Ansprache folgte. Dann wurde der erste Akt eines Stückes ..„Er ging und kam zurück“ von Schalom Asch ln hebräischer Üebersetzung aufgeführt Obgleich leider ein Teil der Zuhörer dem Inhalt wegen zu geringer hebräischer Kenntnisse nicht folgen konnte, so bewies er durch seine mustergültige Ruhe die Anerkennung der ungeheuren Arbeit, die zur Aufführung dieses Stückes notwendig war, denn erst durch jahrelanges Hebräischlernen waren die Grundlagen für diese Aufführung gegeben. Der zweite Teil war der lustige Teil. Eine Parodie auf die Lehrer, die auch bei den Zuhörern, die die Lehrer gar nicht kennen, großen Anklang fand, eine Spieldosenszene aus der Purimgeschichte, die wegen ihrer Vielseitigkeit besondere Wirkung ausübte. Das jiddische Stück „Der Doktor“ von Scholem Alechem, in dem den Schülern, w,ie im hebräischen Stück, die Gelegenheit gegeben wurde, Ihre schauspielerischen Fähigkeiten — und diese waren recht bedeutend -— zu beweisen, beschloß den Abend, der Mitwirkende und Zuschauer sehr befriedigt hatte. Ein großer Erfolg des Abends in technischer Beziehung war die gute Disziplin und Ordnung, die lm Uber- .füllten Saale herrschte. Hoffentlich haben wir recht oft so schöne Feiern. Der Hilfsverband der jüdisohen Kriegsopfer, Invaliden, Witwen und Waisen in Wien hält seine diesjährige Generalversammlung am Sonntag, den 8. April, um halb 10 Uhr vormittags in seinem Lokale, VIII., Bennoplatz 1 a, ab. Das Mitgliedsbuch ist unbedingt mitzubringen. Ohel-Rachel, Verein zur unentgeltlichen Ausspeisung jüdischer Notleidender, II., Kleine Pfarrgasse 8. Unser Verein, der täglich arme Bedürftige ausspeist, wird anläßlich der Pessachfelertage die hilfsbereite Tätigkeit erweitern. Alle jene Armen, die auf rituelle Beköstigung und Sederabende reflektieren, wollen Gesuche in unserem Vereinslokale bis inklusive 10. April d. J. überreichen. JUdisoh-akädomisöher Technikerverband. Bel der kürzlich stattgefundenen außerordentlichen Generalversammlung wurde Kollege Goldschläger zum Obmann und die Kollegen Brod, Goldberg, Perlrot, Roth und Steiner zu Ausschußmitgliedern gewählt. — Ata Donnerstag, den 7. April, findet in unserejfn Heim, IX., Liechtensteinstraße 80, eine Monatsversammluriii statt, bei der Kollege O. Schächter einen Vortrag über Popper-Lynkeus halten wird. Jüdisoher Witwen- und Waisenhilfs-Vcrein, Wien IX Dieser seit. 25 Jahren überaus segensreich wirkende Verein Unser Gesinnungsgenosse, Herr Natan Spindel, erhielt nachstehendes Schreiben: Herrn Natan Spindel, Wien, I., Laurenzerberg 8. Ich ermächtige Sie hiemit, ln meinem sowie im Namen meiner Fa. S. Friedmann & Söhne, Haifa-Petaohtlkwa, öffentlich' zu erklären, daß wir ln den letzten zwei Jahren niemandem anderen als nur Urnen in Oesterreich Weine unterer Kellereien geliefert haben und ist daher niemand berechtigt, Etiketten mit unserer registrierten Marke „Karmel- Original“ auf Weinflaschen anzubringen und ln Verkehr zu setzen. Sie, Herr Spindel, sind einzig und allein ln dieser peasachsalson berechtigt, unsere Etiketten mit der Marke „Karmel-Original" zu benützen, Verlautbarungen und Reklame für unsere Woine zu machen, was jedoch jedem anderen untersagt ist. . Mit aller Hochachtung U. Friedmann & Söhne, ppa. Salomon Friedmann m. p. m—dftflHMd dt mtHWOi» laiJMWtrbmd« Sonntag, dtn 3. April Gemeinsame Veranstaltung all«» Jugendbünde Es spricht ADOLF DOHM: „Oer dnrzoltfge Stand dos Painstlnaaufbaus und dit Möglichkeiten für dl« jadisdio Juntnd ln PallstlnaM Ort: Zion. Bezirkssektion II., Praterstraße 13 Zeit: '/«& Uhr abends veranstaltete am Sonntag, 27. d. M., ln den Lokalitäten des Caf6 Bauernfeld eine Purimfeier, die einen überaus animierten Verlauf nahm. Nach Begrüßung der zahlreich erschienenen Festgäste ergriff Rabbiner Dr. Arthur Z. Schwarz das Wort, um in überaus gehaltvoller und geistreicher Welse rühmend der Tätigkeit des Vereines zu gedenken und demselben weiteres Aufblühen und Gedeihen zu wünschen. Hierauf erfreute der zehnjährige Gelgenkünstler Herbert Bettelhelm — von seiner Mutter am Klavier begleitet — durch den Vortrag von je einer Komposition von Josef Haydn und von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Die Konzertsängerinneil Körner und Radelmesser erfreuten die Anwesenden durch meisterhaft vorgetragene Lieder. Den Glanzpunkt der Veranstaltung bildeten die Gesangsvorträge der Oberkantoren Margulies und Pestolow, welch ersterer jüdische Volkslieder, letzterer eine Arle aus der Oper „Das Mädchen aus dem goldenen Westen“, weiters ein Lied aus Händels „Israel“ und das jüdische Lied „Menasche“ ln formvollendeter Weise zum Vortrage gebracht haben. Die Klavierbegleitung besorgte in musterhafter Welse Fräulein I»ewin. Reicher Beifall folgte auch den Vorträgen des Herrn Eduard Munk, der die Gäste durch seinen Humor in die heiterste Laune versetzte. Es war ein schöner und genußreicher Abend. Bei der im Vereinslokale des „Ansohe Daafth Wezedek“, Wien, XX, Traunfeldsgasse 8, am 20. März 1982 stattgefundenen Generalversammlung wurden nachstehende Herren in den Vereinsvorstand gewählt: Seiden Plnkas, Feldschuh Rudolf, Griffel Samuel, Böhm Adolf, Mayer Moses, Gruber Plnkas, Forst Aron, Traum Isak, Wenkert Salomon, Plnkas Salamon, Sucher Oslos, Splndler Gerson, Feniger J. M., Bloch Moritz, Rosenblatt Mayer, Llnczyo Josef, Gelb Markus, Premltker Leizer. Hum. Verein Horodonka in Wien, Samstag, 2. April, 8 Uhr abends, findet im Festsaale des Hotel Continental, II., Steinmetz-Brot Es ist eine traurige, aber leider bekannte Tatsache, dp ft die Krankheltakurve aller JECulturnationen sieb seit vielen Jahren.in stetig a^wärtosteigenäer Linie bewegt. Kaum ist zuviel gesagt, wenn man behauptet, daß durch die heutigen modernen Krankheiten, angefangen von der Tuberkulose, Anämie, Rachitis, Skorbut, Berl-Beri bis zu der fürchterlichsten Geißel der Menschheit, der Krebserkrankung, ln den letzten Jahrhunderten die Bevölkerung mehr dezimiert wurde als durch alle Kriege in der gleichen Zelt. Die fähigsten Köpfe aller Nationen, die hervorragendsten Leuchten dor Wissenschaft und die berühmtesten Ernährungsforscher haben sich seit vielen Jahren mit diesem Problem beschäftigt und alle kamen zu dem gleichen Resultat, daß all die Ursachen dieser schweren Krankheiten auf Stoffwechselerkrankungen zurückzuführen sind, bedingt durch unsere heutige, unsachgemäße Ernährung. Durch unsere lm Laufe der Jahrhunderte überfeinerte Lebensweise führen wir unserem Körper viel zu wenig Stoffe zu, deren der Mensch zu seiner Gesunderhaltung und zum Aufbau seines Körpers unbedingt bedarf. Schon vor Jahrtausenden lebten die Menschen ausschließlich von dem Genuß von Früchten, Gemüsen und Wurzeln und waren bei einer solchen Ernährung lebensfroh, gesund und kräftig. Und wie anders doch heute! Heute kochen wir unsere Nahrung durch Feuer und Wasser tot, d. h. wir vernichten die darin enthaltenen lebenswichtigen Ergänzungsstoffen, und was noch übrig bleibt, schütten wir im Kochwasser weg. Wir müssen also trachten, die uns dadurch entgehenden, äußerst wichtigen Nährsalze und Vitamine anderweitig zu suchen und diese unserm Körper in natürlicher Welse zuzuführen. Und auf der Suche nach diesen Stoffen kam die Wissenschaft wieder auf unser allerwichtigstes Hauptnahrungsmittel, auf unser „tägliches Brot“ bzw. auf das Getreide. Dieses enthält alle Mineral-, Nähr- und Aufbaustoffe und alle diejenigen wichtigen Salze, deren der Mensch unbedingt bedarf. Aber nur durch sachgemäße Behandlung des Getreides können die darin enthaltenen wichtigen Stoffe ln ungebrochener Kraft erhalten werden. In dieser Hinsicht kann der verstorbene MUhleningenieur Stefan Steinmetz als Bahnbrecher bezeichnet werden. Haben wir früher, sozusagen, unser Brotgetreide mit „Dreck und Speck“ gegessen, so legte Steinmetz den allergrößten Wert auf hygienische Behandlung der Brotfrucht, und durch das von ihm erfundene, in allen Kulturstaaten patentierte Wasch-, Schäl- und NaßenthUlsungsverfahren wird es erst möglich, das Getreide vor der Vermahlung nicht nur von allem Schmutz und anhaftenden Bakterien, sondern auch auf nassen Wege enthülst, d. h. von der spießigen und vollständig unverdaulichen, nur den Darm reizenden äußeren Holzfaserschicht zu befreien. Auch die bitter schmeckende Cereallnschlcht wird durch Wasser gelöst und , weggeschwemmt. Erhalten bleibt ausschließlich der wertvolle Keimling, der allein die reichen Vitamine enthält, und ferner die milde Fruchtkleie (Aleuronschlcht), die allein zur Anregung der Darmmuskulatur vollständig genügt Das aus solchen Mehlen hergeetellte Steinmetzbrot (Kraft- und Vollbrot) enthält allein noch die im vollen Getreidekorn ln ungebrochener Kraft aufgespeicherten, wichtigen Mineral- und Nährsalze. Dies wurde auch durch das Deutsche Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft ynd durch den Reichsausschuß für Ernährungsforschung festgestellt und es wurde bestätigt daß ausschließlich im Steinmetsbrot noch der gesamte Vitamingehalt des verwendeten Getreidekornes enthalten ist. Da Steinmetzbrot nunmehr auch in Oesterreich und speziell in Wien erzeugt und verkauft wird, Hegt es im Interesse der heimlsohen Bevölkerung, sich diese Vorteile deutscher Wissenschaft und B. Forschung zunutze zu machen* B. Taborstraße 4» ein Repräsentationsball mit Akademie statt Akademieprogramm: Purirrtbilder aus Horodenka; Rezitationen: Frl. Zuckermann; Sologesang: Frl. Agadstein; Volkslieder: Paläst Konzertsänger S. Krybus; Klaviervorträge: Amerikanische Klaviervirtuosin Frau Weinreb-Michelsohn;, Lieder aus der Heimat: Potpourri, gespielt von der Konzertkapelle Isy Geiger. Alle Landsleute und Freunde werden auf diesem Wege herzlichst eingeladen. Gäste willkommen! Restliche Karten ä S 2.50 bei den Vorstandsmitgliedern und an der Abendkasse. Stellenvermittlung des „Sohomre Sohabbos“. Die Arbeitslosigkeit in den Kreisen der jüdischen Angestellten und Arbeiter hat gewaltige Dimensionen angenommen. Der Verband der Sabbathfreunde appelliert deshalb an sämtliche jüdischen Kaufleute, Gewerbetreibende und Handwerker und ganz besonders an die Lebcnsmittelhändler, die gewöhnlich vor Pess&ch Hilfskräfte benötigen, die kostenlose Stellenvermittlung des „Schomre Schabbos" in Anspruch zu nehmen. Verband der Sabbathfreunde „Schomre Schabbos“, Wien, II., Leopoldsgasse 16, Telephon A-48-1-15. Helfet Euren Brüdern und Schwestern! Vor Pessaoh „Sohomra“. Um unseren sparsamen Hausfrauen, die klugerweise ihre Einkäufe bei solchen Firmen tätigen, die dem „Schomra“-Konsumrabatt angeschlossen sind, noch einen besonderen Anreiz zu bieten, wird der Verband der Sabbathfreunde einen Preis von zwanzig Schilling unter jenen Rabattbüchlein verlosen, die bis einen Tag vor Erew Pessach, das ist bis Dienstag, 19. April, im Sekretariat des „Schomre Schabbos“, Wien, II., Leopoldsgasse 16, zur Einlösung gelangen. Histadruth Iwrith, II., Praterstraße 13. Samstag, den 2. April, 20.15 Uhr, Schluß Verhandlung und Urteilsverkündung des lit. Gerichtes über den Streit „Moznaim"-„Katuwim“. Nach Beginn der Verhandlung kein Einlaß. — Unser Klubzimmer Ist täglich von 18 bis 22 Uhr offen. Es liegen alle hebräischen Zeitungen auf. — Die „Hebräische Woche“ wurde für den 23. bis 30. April (Pessachwoche) festgelegt, ln diesen Tagen wird in Wien eine große Mitgliederkampagne für die Weltunion der Hebräer durchgeführt. Jedes Mitglied der Histadruth ist moralisch verpflichtet, ein neues Mitglied zu werben. Ein besonderer Preis wurde festgesetzt für diejenigen Mitglieder, die fünf neue Mitglieder der Histadruth zuführen. In der „Hebräischen Woche“ wird eine Reihe von Konferenzen stattfinden. Samstag, 23. April, findet eine Jugendkonferenz und eine Konferenz der zionistischen Vertrauensmänner aller Fraktionen statt. Montag, 25. April, findet abends eine Konferenz von Rabbinern und Lehrern statt Am 30. April findet eine Tagung aller Hebräischsprechenden ln Wien statt Klub jüdisoher Frauen, Cafö Kolonnaden, I., Rathausplatz 4. Mittwoch, 6. April, 16.30 Uhr, Vortrag jüdischer Autoren aus eigenen Werken. Der Wirtschaftsverband der Wiener Hausierer, IL, Floßgasse 7, Tel. A 47-4-39, Postsparkassenkonto C-84.306, sieht sich veranlaßt um in der großen Notlage und Verzweiflung in den Reihen unserer vielen Leidensgenossen infolge der allgemeinen Wirtschaftskrise helfend einzugreifen, am Abend des 9. April im Theatersaal des Hotel „Stefanie“, n., Taborstraße 12, eine Vorstellung zu veranstalten. Zur Aufführung gelangt das imposante Stück „König der Liebe“. . ln der Hauptrolle fungiert der allbeliebte Schauspieler Leopold Jungwürth.. unter Mitwirkung prominenter jüdischer Schauspieler. Im humansten Sinne der Nächstenliebe zugunsten vieler ehrlich arbeitenden, jedoch darbenden Familien, bitten wir um zahlreichen Zuspruch. Der Verein „Zaleszczyki“ in Wien veranstaltet' am Samstag, 2. April, 20 Uhr, im „Goldenen Saal“ des Caff Silier, I., Schwedenplatz, eine Gründungsakademie mit anschließendem Tanz. Karten bei Leo Weiser, Tel. R 40-400;: Jul Gottlieb, Tel. R 40-2-76, und Picker, Wenckert & Co., Tel. U 29-4-28. Das Reinerträgnis fließt Jer Osterhilfe armer Juden zu. Gäste herzlich willkommen. Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien, II., Ferdinandstraße 23/8. Montag, 4. April, im Klubsaal der Hakoah, I., Wiesingerstraße 11 (Ca£6 „Atlashof“, eigener Eingang, Souterrain), Vortrag des Herrn Ludwig B&to: „Don Joseph Nassi und Papst Paul IV.“. Beginn 19.30 Uhr. Eintritt frei. Gäste willkommen. Verein zion. Hochsohüler „Z. P. Chajes“. Der nächste Abend der von Prof. Kästenbaum und Schlomoh Auerbach geleiteten hebräischen Arbeitsgemeinschaft findet am Freitag, 1. April, 21 Uhr, statt. Bialik (Schirim) und Ejn Jaakow (Brachoth) sind mitzubringen. Der Abend findet im Heim, IL, Praterstraße 13, statt. Die Teilnehmer an der Arbeitsgemeinschaft werden dringendst ersucht, pünktlich und vollzählig zu erscheinen, da eine sehr wichtige Besprechung stattfindet. Der Verein der Husiatyner in Wien veranstaltet Samstag, 2. April, 20 Uhr, in den Sälen des Oesterr. Handelsmuseums eine Akademie. Anschließend Tanz. Ende 8 Uhr. Der Klub der Palästinenser veranstaltete im Heim, L, Jordangasse 7, einen Neschef Amnuti unter Mitwirkung der Palästinenser Chawerim Fräulein Roni Burstein, Josef Klarmann und der beiden Künstler Fräulein Gertrud Kraus und Jehuda Ehrenkranz. Im überfüllten Saale eröffnete der Chawer Dubi mit einem kurzen Vortrag über die Lage Palästinas und den Aufgaben des Klubs, den Neschef. Es folgten die künstlerischen Darbietungen der Mitwirkenden, Chawerah R. Burstein brachte in ausgezeichneter Weise ihre Klaviervorträge und erntete großen Beifall. Ebenso hervorragend waren die Leistungen des virtuosen Violinspielers Chawer Josef Klarmann. Große Begeisterung haben die palästinensischen Tänze des Fräulein Gertrud Kraus hervorgerufen. Trotz der kleinen Bühne hat die Künstlerin Hervorragendes geleistet. Alle Anwesenden erlebten große Freude und zollten der Künstlerin verdienten Beifall. Jehuda Ehrenkranz zeigte seine große Kunst in den Rezitationen in hebräischer Sprache. Den Abschluß bildeten gemeinsame Horatänzc und palästinensische Lieder dar Chawerim des Klubs. Der Klub bringt auf diesem Wegs seinen herzlichsten Dank sowohl den mit wirkenden Chawerim, besonders dem Fräulein Gertrud Kraus und Herrn Jehuda Ehrenkranz entgegen. Besonders dankt der Klub der Leitung für das Zustandekommen des gelungenen Neschef. — Am Samstag, 2. April, 20 Uhr, findet eine dringende Generalversammlung im Helm statt. Alle Chawerim werden aufgefordert, pünktlich zu erscheinen. Kür den mir bereiteten Abschiedsabend sage ich aut diesem Wege der Sektion und Frauengruppe Prater, allen Verwandten. Freunden u. Bekannten herzlichsten Dank Dora Nussenblatt

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