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Die Stimme · 1932-04-01 · Heft 221 (1.4.1932) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 221 (1.4.1932)
Date
1932-04-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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--.te 10 DIE STIMME Nr. 221 —!. April 1922 Sprechsaal der Stimme Für die Mitteilungen, die ln dieser Rubrik erscheinen, fibernimmt die Redaktion keine Verantwortung. An die Redaktion der „Stimm©“, Wien. Sehr geehrter Herr Redakteuri Bezugnehmend auf Ihre Notiz ,Die letzte Synagoge ln Kiew enteignet" bin ich bereit, für die Transportkosten der obdachlosen Thorarollen 10.— S zu spenden. Es dürften sich noch weitere hundert bis zweihundert Wiener Juden finden, die den gleichen Betrag spenden werden, so daß diese Thorarollon nach Wien gebracht werden können. Hochachtungsvoll Theodor Krisshaber. Vom Verband jüdischer Ingenieure und Techniker für den Aufbau Palästinas wird uns folgendes mitgeteilt: Der Mitbegründer der Jüdischen Ingenieurverbände ln Tel-Aviv und in Wien und gegenwärtige Präsident des letzteren, Herr Ing. Josef Laszkowltz, hat sich am 22. d. M. nach Palästina begeben, um auf der diesjährigen Tel-Avlver Tagung des palästinensischen Ingenieurverbandes als österreichischer Delegierter ein Referat wegen Schaffung eines Technischen Museums ln Erez Israel zu halten: an dieser Tagung wird auch der Ehrenpräsident des Wiener Verbandes, Großindustrieller Ing. Johann Kremenezky, teilnehmen. Ing. Laszkowltz, der ein guter Kenner der wtrt« schaftlichen Verhältnisse Palästinas ist und dort lange Zeit gewirkt hat, wird sich überdies eingehend über die wirtschaftlichen und Insbesondere über die näunsten Industriellen sowie gewerblichen Möglichkeiten Erez Israels erkundigen; das von ihm gesammelte Material soll nach seiner Rückkehr in einer vom Verband jüdischer Ingenieure ln Wien errichteten Informationsstelle — der ersten ihrer Art ln Mitteleuropa — verwertet werden. Dem Informationsbureau wird schon heute in weitesten jüdischen Kreisen, weit über die Kollegenschait hinaus, lebhafte« Interesse entgegengebracht, da tatäschlicb zuverläßllcbes Informationsmaterial, wie es kapitalskräftige Personen verlangen, bisher nur vereinzelt außerhalb Palästinas zu erhalten war. TJeberdies hat Ing. Laszkowitz von einer Gruppe österreichischer Besitzer palästinensischer Böden die Aufgabe übernommen, Vorverhandlungen zwecks Verwertung ihres Besitzes durch Kultivierung und Häuserbau einzuleiten, wobei ein Weg boschritten werden soll, der für die Wirtschaft Palästinas von großer Bedeutung werden dürfte. Es ist bekanntlich ln erster Linie der Initiative Ing. Laszkowitz* zu danken, daß gerade ln Oesterreich zahlreiche Zionisten Böden in Palästina besitzen und bereits die Kuschans (Urkunden der grundbücherllchen Einverleibung) erhalten haben. Schließlich dürfte es weite Kreise interessieren, zu erfahren, daß der über Anregung von Ing. Laszkowitz vom Jüdischen Ingenieurverband ln Wien der Leitung des Technikums in Haifa gemachte Vorschlag zur Gründung eines „Ko mitees der Technikum- Freunde" von Ing. Kaplanski, dem neuen Direktor dieses vorbildlichen Institutes (der übrigens an der Wiener Technischen Hochschule studiert hat), mit Freude aufgegriffen wurde. Ing. Kaplanski hat sich bereit« zwecks Verwirklichung dieses Vorschlages auf eine Europareise begeben und dürfte in den nächsten Wochen auch nach Wien kommen. Der „Verband jüdischer Ingenieure und Techniker für den Aufbau Palästinas", Wien, III., Landstraßer Gürtel 19/7. Wien, 28. März 1982. An die verebrliche Redaktion der „Stimme“, Wien. Auf Grund des 9 28 des Preßgesetzes fordere ich Sie auf, ln der nächsten oder zweitnächsten Nummer der „Stimme" nachstehende Berichtigung Ihrer ln der Nr. 220 der „Stimme" vom 24. März 1982 unter der Rubrik „Sprechsaal der Stimme" auf Seite 6 erschienenen Mitteilung an derselben Stelle, mit denselben Lettern, zu veröffentlichen. 1. Eb ist unwahr, daß der im „Oesterreichischen Lehrerblatt" vom 15. März 1932 unter dem Titel „Jüdische Unduldsamkeit“ erschienene Aufsatz über Veranlassung des städtischen Religionslehrers, Herrn Josef Pick, erschienen ist Wahr ist vielmehr, daß Herr Religlonslehrer Josef Pick diesen Artikel weder selbst geschrieben noch dessen Abfassung veranlaßt hat» daher auch keinen ChlHul Haschern begehen konnte. 2. Unwahr ist daß Herr Religlonslehrer Josef Pick für diese „einzig dastehende Herabsetzung des Judentums" allein die Verantwortung trägt Wahr Ist vielmehr, daß Herrn Religlonslehrer Josef Pick für diese Veröffentlichung keine wie immer geartete Verantwortung trifft da er diese Art einer Veröffentlichung nicht voraussehen konnte. 8. Unwahr ist, daß Herr Religlonslehrer Josef Pick dieselbe Beschwerde auch beim Stadtschulrat eingereicht hat ohne, wie es scheint, eine Ihm erwünschte Erledigung erhalten zu haben, und daß er es sonst nicht unterlassen hätte, auch diese Erledigung zu veröffentlichen. Wahr ist vielmehr, daß Herr Religlonslehrer Josef Pick dieselbe Beschwerde beim Stadtschulrat nicht eingereiebt hat so daß der Stadtschulrat gar nicht in die Lage kommen konnte, sich mit der gegenständlichen Beschwerde zu befassen. Josef Pick, städt Israel. Religlonslehrer. Anmerkung der Redaktion: Wir bringen pflichtgemäß die Berichtigung des Einsenders, glauben jedoch, daß diese vage Bestreitung die schweren Vorwürfe vor der ganzen jüdischen Oeffentlichkeit nicht aus der Welt schaffen kann. Hiezu wäre einzig und allein ein ordentliches Gerichtsverfahren berufen. Im übrigen erhalten wir gleichzeitig in dieser Angelegenheit nachstehende Kundgebung der gesamten Jüdischen Lehrerschaft * mJüdisohe Unduldsamkeit". In der letzten Nummer der „Oesterreichischen Lehrerzeitung" ist ein Artikel mit der typisch antisemitischen Ueberschrift „Jüdische Unduldsamkeit" erschienen. Ala Grundlage dieses Artikels dient die Veröffentlichung eines Briefwechsels zwischen dem Vorstand der Israelitischen Kultusgemelnde und der „Vereinigung der städtischen Religlonslehrer“. Für diesen Artikel trägt einzig und allein der städtische Religionslehrer, Herr Josef Pick, die Verantwortung. Denn der städtische Religionslehrer, Herr Leopold Weiß, hat dem Vorstand der Kultusgemeinde erklärt, daß er mit der fraglichen Veröffentlichung nichts zu tun hat, diese ohne sein Wissen erfolgte und daß er eine solche Veröffentlichung nicht billigen könne. Die Religionslehrer der Kultusgemeinde erklären, daß das Vorgehen des städtischen Religionslehrers, Herrn Josef Pick, sich von selbst richtet Herr Pick hat nicht das Recht, im Namen der gesamten jüdischen Religionslehrer zu sprechen, da die im Dienste der Kultuagemeiude stehenden Religlonslehrer jedes Zusammengehen mit ihm in jedweder Angelegenheit rundweg ablehnen. Die Vertreter der Religlonslehrer der Kultusgemeinde haben die ln seinem Briefe an den Vorstand angeführten Beschwerden genau untersucht und sie als vollständig ungerechtfertigt gefunden. Daß der städtische Religionslehrer, Herr Josef Pick, Angriffe gegen den Vorstand der Kultusgemeinde in einer nichtjüdischen Zeitung veranlaßt hat, charakterisiert ihn als Religlonslehrer eindeutig. Die Religlonslehrer der Kultusgemeinde geben der jüdischen Oeffentlichkeit bekannt, daß die dadurch bewirkte Herabsetzung der jüdischen Ehre Herr Josef Pick allein zu verantworten hat. Zum Schluß sei noch bemerkt, daß das Inspektorat der Kultusgemelnde sich stets größter Sachlichkeit bemüht und daß dank der Loyalität des Stadtschulrates Bevorzugungen einzelner Religlonslehrer ln der Stundenzuweisung auf Kosten anderer Religlonslehrer nicht stattfinden. Ftir den Fachausschuß der Religlonslehrer der Kultusgemeinde: Rudolf Müller m. p., Obmann. Aron Schwertflnger m. p. Obmannstellvertreter. Hermine Tauber m. p., Schriftführerin. Austritte aus dem Judentum Schmitz Artur, 11. Oktober 1908, XVIL, Hernalser Gürtel 21. — Müller Egon, 28. August 1902, XVIII., Schmidberggasse 46. — Fein Erich, 25. Juni 1909, II.. Böckllnstraße Nr. 80. — Joaefovite Rudolf, 3. Februar 1905, II., Novaragasse 49. — Konstroioher Magdalena geb. Kajos, 7. Jänner 1908, n„ Taborstraße 21 a. — Bader Isidor, 27. April 1872, XIIL, Mltlsgasse 28. — Hartl Emma, 27. Oktober 1903, XHI., Serpentinengassee 4. — Sputz Anna geb. Löffler, 24. Dezember 1879, VIL, Siebensterngasse 29. Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultus* gemeinde Wien Konkureaueschrsibung. Im Spital der Israel. Kultusgemelnde Wien, XV m, W&hrtnger Gürtel 97, gelangt an der gynäkologischen Ab* tellung eine Sekundararztensstelle zur Besetzung1. Zur Anstellung sind erforderlich: die österreichische Staatsbürgerschaft, lediger Stand, die Berechtigung zur Ausübung der Heilkunde ln der österr. Republik, die körper* liehe Eignung (nachgewiesen durch ein von einem der Vorstände der medizinischen Abteilung des eigenen Spital©« ausgestelltes Zeugnis) und ein Alter von unter 85 Jahren. Mit der Stelle Ist nebst dem ln der Besoldungsordnung für die Abteilungsärzte des Spitales der Israel. Kultusgemelnde fixierten Barbezug die Benützung einer möblierten Naturalwohnung samt Beleuchtung, Beheizung und Bedienung sowie die volle Verköstigung verbunden. Für die letztere werden die Eigenkosten von dem Monatsbezug ln Abzug gebracht, wobei der Abzug ein Viertel der Bezüge nicht überschreitet. Mit den Personaldokumenten (Geburtsschein, Heimatsschein, Diplom, Nachweis der Zugehörigkeit zum Judentum. Zeugnisse über die bisherige fachliche Verwendung) belegt« Gesuche sind an den Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien, I., ßeitenstettengasse 4, bis längstens 15. April 1982, 12 Uhr mittags, zu überreichen. Wien, 25. März 1982. Der Vorstand der Israel. Kultusgemelnde Wien. Predigton in den israelitiaohen Gemeinde- und Bezirk«, eynagogen. Freitag; den 1. April 1982, werden bei dem um 18.25 Uhr beginnenden Abendgottesdienst in naebbenanntea Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: L, Seitenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. J. M. Bach). ' HI., Untere Viaduktgasse 13 (Rabbiner Prof. Doktor K. Kupfer). IX, Müllnergasae 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz). XIII., Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin). XVHL, Schopenhauergasse 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang). Samstag, den 2. April 1982 (beim Vorralttagsgottesdlenst). Drosohoh: II., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes). Exegetisch« Vorträge. XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B, Murmelstein), XXI., Holzmeistergasse 12, (Rabbiner Dr. M. Rosenmann); beim Nachmittagsgottesdienst: XIIL* Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin); XIX, DoUlnergasse 8 (Prediger Dr. A. Frankfurter). Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 2. April 1983, findet um 15 Uhr der Jugendgottesdienst für die israelitisch© Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt. Mitteilungen des Keren Kajemeth Wien, 1., KärntnerstraBo 28, Tel. R 27-3-20, Postsparkasten- Konto A 100.208. März-Büchsen leerung. Der Büchsenleerungsausweis erscheint in der Woche, in welcher der normale Speindenausweis nicht erscheint. Er umfaßt Beträge, welche die Jugendgruppen und sonstigen freiwilligen Mitarbeiter ln der Auswelsperiode an den Keren Kajemetb abgeführt und verrechnet l«aben. 1. Bezirk: Dr. Emil Reich 3.26, Dr. Leonhard Ekstein 10.91, Pension „Eilte" 3.26, Brüder Keßler 12.—. 2. Bezirk: Arnold Takacz 3.53, Dr. Friedländer 5.—* Dr. Gerson Kimmei 3.03, Ignatz Koch 3.50, Otto Pickhohl 3.11, Josef Rosner 8.—, Emil König 3.—, Hans Kann 15.—> Emil Landesmann 8.19, Heinrich Käufer 6.45. 3. Bezirk: Josef Diamant 8.—, Dr. Jonas Prochnik 3.—, Sigmund Wechsberg 8.83, Alexander Rafalowlcz 4.14* Adolf Friedenschein 5.—, Ernst Rosenberg 8.24, Dr. Walter Werner 14.60, Dr. Marek Scherlag 3.50, Dr. Bernhard Haha 3.10. 6. Bezirk: Ing. F. Olexincer 5.—. 7. Bezirk: Dr. Robert Fischer 3.82, Ctlll Singer 9.—* Berta Roth 8.40, Eduard König 4.14. 9. Bezirk: Simon Picker 3.21, Meier Schreier 8.18» Rudolf Wilhelm 4.—, Hofrat Dr. S. Frankfurter 3.—, Leib Bogad 3.—, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz 5.—. 11. Bezirk: Dr. Max Schnabel 5.29. 13. Bezirk: Moritz Lamberg 3.—, Abraham Stein 7.03, Friedrich Wohlfeiler 3.10. 14. Bezirk: Jakob Steiner 8.—. 15. Bezirk: Kindergarten 3.—, jüdischer Malender April 1932 Weatfar-Nissan5692 \ 1 Freitag A4 äabb. einging ä*»* «m uhr! 2 Samstag Sibb Auig. 7* Z3* Woohin b« hnht P«*rl|a!8 Sonntag 26* \ * Montag 27, 8 Dienstag 28« 6 Mittwoch 29. ü Donnerstag •mm*- NU* an ■ ■ Lebensversicherungs- OLJ M M IY Gesellschaft I liUMI#\ GEGRÜNDET IM JAHRE 188? Versieberungsbestsnd pei Kode Jam 1930 . . .«.•••. 2660 Millionen Schilling Garant letmttei pei Knae 1929 .. . . 878 Millionen «Schilling Prämien and Imseneintiahiiien im Jahre 1929 .»••»•• 160 Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten im Jahre 1929 . 85V, Millionen Schilling Tti'gk«i<ttneb>Bi <le> <ie*eiu»cnait Ot>si erreich. Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik* Belgien. Holland Krankreich. Spanien. Italien. Ungarn. Polen. Jugoslawien. Bulgarien. Griechenland. Rumänien. Palästina. Syrien* Türkei* Aegypten. Die Gesellsehatt schließt zu billigen Pr&mien and günstigen Bedingungen Kapitaleand Rentenversicherangen teilet Art ab Neneinge führt: KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung. Studienbeitrag. Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) Invaliditatsveisichernng (Zahlung emei Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit and Aamhlang des versicherten Kapitale nach reijihrtgei üaaei dei Invalidität) G 0 O 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 3fnrrir.¥.iMMMr7irnrr’-(T|[rifr][Tii7]|7](TinRMmrr)r7ir7ir7i(Tirhmrn(nmr7iiTiN10nmrT kigeuUimer, Verleget und Herausgeber- ZioniMischei Laiulnmiband tüi OebUrreith. Wien, I., KhmiiierHOnlie Nr dH - Verantwortlicher Kedakteurs Uf. Sigmund Finkeistein. Wien. L. Kärtnerstrafie Nr. 28. — U ruckt alnva». Wien, Vtl* Urchenlelderstrabe Nr. 1-

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