Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 216 (25.2.1932)
- Date
- 1932-02-25
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nf. 216 — 25. Februar 1932 DIE STIMME Sehe 7 Zionistisdies Leben In Wien Jubilftumsaktion des Keren Kajemeth Ziel: 500 Dunam irr der Kolonie «Ghibbath Zion». Jede zionistische Gruppe wird eine Anzahl voll Dunam (ä S 100.—) zu erlösen haben. Jede Gruppe wird eine kleine Leitung zur Durchfflhrung der Aktion einsetzen. Jfedea Mitglied der ziön- Gruppen stellt sich für die Sammelarbeit zur Verfügung. Zelt der Aktion: Die Purim-Woche: Laut Kongreßbeschluß hat der Keren Kajemeth ein Sammel- und Veranstaltungsmonopol für die Zeit von 10 Tagen vor Purim und 7 Tagen nachher. Jubiläumsveranstaltungen in den einzelnen Gruppen, bei denen Über Freud und Leid der Vergangenheit gesprochen werden soll. Gemeinsame Jubiläumskundgebung aller zion. Gruppen. Am Donnerstag, den 17. März, wird eine Kundgebung stattfinden, bei welcher die Nestoren der Bewegung sowie die Repräsentanten aller Föderationen und Sonderverbände sprechen werden. Gedenkheft der Jubiläumsaktion. Nach Abschluß der Aktion beabsichtigt der Keren Kajemeth ein Jubiläumsheft herauszugeben, das ungefähr enthalten wird: 1. Ein Bild aller Nestöfen unserer Wiener Bewegung. ■ 2.-Alle wissenswerten Daten über das Doppeljubiläum. 3. Die Namen stier .Spender von S 10.^** auf- ■4jr«bftsv Als Abschluß der jubiläumsitrdcln'^rfd jirefiienfgroBefi'Wiener Kino eine Paläatinafilmvorführung stattfinden, ' Keren-Kajemeth-Woche des Verbandes zion. Mittelschüler. Diese wurde am Samstag abends durch Sophiensaie eine Mitgliederversammlung im eigenen Heim des Verbandes, Im Werd, efngeleitet. Nach einer Eröffnung durch die Keren-Kajemeth-Kommissärin, Frl. Süßmann, sprach Gg. Dr. Chaim Tartakower über dap Doppeljubliäum. Nach dem, Referate verteilte die Vorsitzende das Sammelmaterial an die Verbandsmitglieder, die die Verpflichtung übernahmen, je S 4.— für den Kereit Kajemeth aufzubringen, Goldenes Buch. Eintragung Dr. Simon Holdengräber s. A. Es gingen weiters ein S 60.—. Silbernes Buch des Keren Kajemeth, ln dieses werden weiters eingetragen: Adolf Horowitz durch Sektion II (Nr. 64); die Gg. Dr. Josef OrÜrtberger und Dir. Max Birnstein durch die Sektion .VI1I/IX (Nr. 65/66), und schließlich die Gg. Max Schrötter und Kobi Zehner, welche sich .bereits zum dauernden Aufenthalte in Raananah>- Palästina, befinden, anläßlich.ihres. Geburtstages durch den zion. Jugendbund .($*.vM/6ß).. und Bina Wallach durch die! KKL-Ärbeitsgemoihsdiaft; des.-. Bundes «Zirenu» (Nr. 69); Asriel Schulmann durch Hasch. Hazair- BföttWeiß (Nr. 70).! Blalik-Autogramme. Bialik-Ansichtskarten mit der Öriginalunterschrift des Dichters sind in beschränkter Anzahl beim Keren Kajemeth erhältlich. Der fugendbtmd Hasch. Hazair-Blauweiß hat von Bialik die Unterschriften erhalten. Verrechnung der Dezember-Leerung. Diese Leerung hat weiters der Hasch. Hazair-Blauweiß zur Gänze abgerechnet. Ejtafe lugendfeier zu Ehren des zehnten - Todestages von A* D* Gordon Der Jugeindbund «Goirdonia» hjelt am 14. Februar rn den Kutistspielen eine Gordonfeier ab. Er hielt das, was man von diesem ruhig seinen Weg gehenden Jugertdbund erwartet hatte. Der Geist Gordons schwebte über dieser Feier. Sowohl die Einzelwie die Gesamtleistungen waren vom gleichen Geist getragen: von dem Geiste einer zionistischen Jugend, der es um ihren Zionismus, blutig ernst ist.. , Die Rede des Führers des Bundes, Herrn Jehuda Meilen, die er in' hebräischer Sprache hielt, war ein Erlebnis. Mit Recht, bemerkte ein Teilnehmer — ein Zuhörer —, daß mir;s6hir Wenige in Wien, solche' Sprachbeherrscher lil ihren Reden seien, resp. waren, wie Meilen. . Ein’ anderer Führer, Herr Aron Singer,. verdolmetschte Oie' Gefühle der Jugend für Gotdon in deutscher Sprache, ernst; sachlich bescheiden, er war auch der Ansager. Eine prachtvolle Gesamtleistung war der Sprechchor, welcher Bialiks. «Die Toten der Wüste» illustrierte. Die Massenszene, welche die Revolte der Toten gegen den Schöpfer «um Gegenstand hatte, war einfach mächtig hinreißend. Sehr stimmungsvoll, war ein Lagerfeuer des Bundes, bei Welchem hebräische palästinensische Lieder gesungen wüteten. Dramatische Szenen — «Arbeitssucher» wirkten weniger gut, weil sie zu viel boten und weil der natürliche Abschluß. — die Keren Kajemeth-Siedlungon, auf denen das Problem der jüdischen Arbeit «eine volle Lösung erhält — ^•rfcwütdfgerweite fehlte. Hingegen wirkte glänzend die Inszenierung eines jüdischen Volksliedes (ein Oesprtäch zwischen Vater und Sohn). Ein einziges *Nichtmitglied des Bunde* wirkte mit, der palästinensische Sänger Krybus. Er paßt wunderbar in den Rahmen. Er sang herrlich, mit Seele und großem Können, hebräisch und jiddisch. Ganz besonders sei das Gedicht. «Schare! moti» von Bialik hervorgehoben, das der junge palästinensische Komponist. Gabriel Grad zur Vollsten Zufriedenheit BifiUks komponiert hat; Krybus sang es In vollendeter Weise. Die weiteren Lieder «Mechorati», ein- Beduinenlied, und. das «Judali* waren gtäiuend. ' / ‘ .. ” Es berührte sehr angenehm uftd natürlich, daß die «Gordonia»,- welche für-Jrtebtäiaoh als, nationale Sprache nicht schwärmt, sondern mit großem Erfolge im .Bunde lebendig macht, auch dem Jiddisch einen Raum bei ihrer Veranstaltung gewährte. Das wahrhaft Volkstümliche, Gordon sehe, kam auch hier zum Ausdrucke. Diese Feier war wieder ein echtes Zeugnis von den großen Kräften, die in der auf Palästina eingestellten jüdischen Jugend leben — auch in diesen kritischen Zeiten leben. Vielleicht wegen der schweren Zeiten, Das jüdische Volk will leben und wild leben, weil seine Jugend es will. Dr. Chaim Tartakower. Ehrenabend für Dr. Chaim Tartakower Einer unserer besten und treuesten Gesinnungsgenossen, der langjährige Leiter des österreichischen Keren Kajemeth-Bureaus, Dr. Chaim Tartakower, feiert in diesen Tagen das zehnjährige Jubiläum seiner Arbeit im Keren Kajemeth* Aus diesem Anlasse veranstalten die Beamten der vereinigten zionistischen Bureaus Samstag, den 27. d., 7 Uhr, einen Abend zu seinen Ehren. Die Redaktion unseres Blattes nimmt diese Gelegenheit gerne wahr, um Herrn Dr. Tartakower, der zu den langjährigen Mitarbeitern der «Stimme» gehört, die herzlichsten Gratulationen darzubringen und ihm in seiner weiteren Arbeit viel Glück und Erfolg tu wünschen. Steinmann-Schlonsky-Abend Zu Ehren der zwei in Wien weilenden Gäste findet Dienstag, den 1. März, 8 Uhr abends, im Cafe de France, I., Schottenfing 3, ein Abschiedsabend (Meslbbah) statt, an dem die beiden Schriftsteller aus ihren Schriften vorlesen werden. Alle Chaverim-oth sind herzlich eingeladen. Purim-NacM in Tel-Iviv Jubiläumsveranstaltung der iioti. Jugend Wiens Die gesamte zionistische Jugend Wiens veranstaltet am Mittwoch, den 9. März, im Bayrischen Hof, eine Akademie zugunsten des Keren Kajemeth. Das Programm umfaßt: Chor (Verband zion.-revls. Jugend); Dramatische Aufführung (Chajes-Realgymnasium); Mandolinen-Ofchester und Solo-Gesänge (Brith Trumpeldor); Sprechchor, Bialik: Die Toten der Wüste (Hlstadruth Gordonia); Jüdische Tänze (Hasch. Hatr.- Blau-Weiß); BewegUflgöchof (Brith Mischmar Haowdlm); Lagerfeuer (Haschömer Hadati); Tänze (J. P. Oe.). Karten zum Preise von S 2.—, 1.— und 0.50 sind erhältlich beim Keren Kajemeth, Wien,!., Kärntner- Straße 28, und bei den zionistischen Jugendbünden. Gesellschaftsreise »ach Palästina Da der Dampfer «Adria» vom 16. März bereits komplett ist, veranstaltet das Palästinaamt Wien eine zweite Gesellschaftsreise für den 23. März 1932, Anmeldungen und Auskünfte beim Palästinaamte Wien, I., Kärntnerstfaße 28, in den Vormittagsstunden (Telephon R 27-4-86). Levante-Messe in Tel-Aviv Vom 7. bis 30. April 1932 findet bekanntlich in Tel- Aviv die Levante-Messe statt. Die Messeleitung hat von verschiedenen Schiffahrtsgesellschaften und BahnVerwaltungen bedeutende Fahrpreisermäßigungen fiir Messebesucher erlangt. Messekaften sind im Palöstinaamte, Wien, I., Kärntnerst.raße 28,. erhältlich. An alle FreMncte und Verehrer Bialiks Auf zählreich eingelaufene Anfragen-gibt das Sekretariat des Zionistischen Landeskomitees bekannt, daß -die anläßlich des-F es t b a n k e 11 s z u E lTr e n Bialiks verfertigten photographischen Aufnahmen nunmehr gegen einen mäßigen Befrag durch das Sekretariat, I., Kärntnerstraße 28, bezogen, werden können. Ebenso sind daselbst sehr g^ungene Einzelaufnahmen Bialiks zp haben. Der Präsident der zionistischen Landesorganisation der Tschechoslowakei in Wien Die Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien begeht ki den nächsten Tagen ihr 75. Semesterfest. Die Leitung der genannten Vereinigung veranstaltet aus diesem Anlaß u. a. auch ein öffentliches Meeting, an welchem als Gast der Präsident des Zionistischen Landesverbandes der Bel Erkältungskrankheiten, rheutttatischen, gichtischen und nervösen Schmerzen sind Togal-Tabletten unübertroffen. Togal scheidet die Harnsäure aus und geht daher direkt zur Wurzel des Uebels. Fragen. Sie Ihren Arzt. In allen Apotheken und Drogerien zu erhalten. — Preis S 2,40. Tschechoslowakischen Republik Dr. Josef Rufeisen über das Thema «Zur zionistischen Ideologie» sprechen wird. .Das Meeting-findet am Sonntag, den 28. d. M., im FeStsaa) des Händelsmuseüms, IX., Berggasse 16, bei freiem Eintritt statt. Beginn 8Uhr. / Der Vortrig Dr. Rufeisens, der im tschechoslowakischen Judentum eine führende Roiie einnimmt, wird gewiß größtem Interesse begegnen. Preisausschreiben Der „ Stimme der Jugend* Die Redaktion der «Stimme der Jugend» veröffentlicht hiermit ein Preisausschreiben für Aufsätze verschiedenster Art, die für die «Stimme der Jugend» sich eignen. Erster Preis: S 25.— bar. Zweiter Preis: Ein Jahresgratlsabonnement für die «Stimme». Dritter Preis: Ein Halbjahrgratisabonnement für die «Stimme». Mehrere Trostpreise* Die prämiierten Artikel gehen in das Eigentum der «Stimme» über. Die «Stimme» hat das Recht, diese honorarfrei zu veröffentlichen. Die Aufsätze müssen mindestens eine Schreibmaschinenseite, nicht mehr jedoch als fünf Schreibmaschinenseiten umfassen. Letzter Einsendetermin 15. März 1932. Die Jury besteht aus den Herren: Dr. Z. F. Finkelstein, Direktor Dr. Viktor Kellner und. Prof. Dr. Wilhelm Stein. Dank an Frau ManDSohnr-Tobies Anläßlich der Abreise der Präsidentin, Ftau Manhsohft«- Tobias aus Wien, fand am 17. d. im Heime deä . Vereines, «Esther zur Unterstützung;armer.Jildfecher., Bräute» ej.pe -Abr schiedsfeier statt. Bei Anwesenheit sä mtiicher VorstanHsmRglieder. würdigte Vizepräsidentin, Frau. Erna MeiselS in tiefempfundenen Worten die Verdienste uni den Verein der-nun leider endgültig von Wien scheidenden Frau Präsidentin. Die Rednerin betonte, daß das Hauptverdienst der Entwicklung des Vereines der aufopferungsvollen und rastlosen Arbeit der Frau Mannsöhn-Tobias zu2tischreiben sei. Als Gründerin hat sie in ihrer vierjährigen Tätigkeit, seit Bestand des Vereines, durch unermüdliches Werben von Mitgliedern und Veranstaltung von Wohltätigkeitsvorstellungen, 19. März 1932 dem Verein zu seiner heutigen Größe verholfen. Dadurch allein War es möglich, die vielen armen jüdischen Bräute zu ihrem Ziele zu führen.. Besonders rühmend hob Frau Meiselä hervor, daß die Präsidentin, Frau Mannsohn-Tobias unter Hintansetzung ihrer Persönlichkeit keine Mühe und Wege gescheut hat, um arme jüdische Mädchen selbst mit Rat und Tat zu unterstützen. Frau Meiseis nahm gerne die Gelegenheit wahr, um der Frau Präsidentin den Dank des gesamten Vorstandes auszusprechen, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß Frau Mannsohn-Tobias in ihrer neuen Heimat ein Ihrem Herzenswünsche entsprechendes Betätigungsfeld finden werde. Die Frau Präsidentin dankte in herzlichen Worten und wünschte dem Vereine für fernerhin ein glückliches Gedeihen. Dr. Rechter. Ankündigungen und Mitteilungen Di« zionistisch« Sektion Pratar hält Freitag, 26. d. M, im Heim, Jungstraße 8; ihren „Öneg-Schabat“ um 19.80 Uhl’ ab. . Di« zionistisch«. Sektion und FrausngriiRpc Prater veranstalten- Samstag, 87.. ,d. rM., .im Heim, IL, Jungstraße 8, präzise 20. Uhr, den vierten geselligen Abend, jn .welchem Rahmen Herr -Dr. H. Glanz einen Vertrag über „Bibel, Talmud, Kabal&h“ halten, Herr Oskar Teller Heiteres rezitieren und die Schauspielerin Frau Lea Weintraub-Qtaf jüdische Dieder vortragen wird. Di« zionistisch« Sektion Prater hält Dienstag, 1. Mäeit, präzise 20.30 Uhr, im Heim, II., Jungstraße 8, einen kulturellen Vortragsabend ab, anläßlich dessen Herr Dr. Leo Goldhammer über „Wohin steuert das Judentum?“ sprechen wird. Klub jüdischer Frauen, CofC Kolonnaden, L, Rathaus* platz 4, Donnerstag, 26. d. M., 16.S0 Uhr, Vortrag Frau Dr. Martha. Hof mann: „Arthur Schnitzlers jüdische Persönlichkeit“. Zionistieoh« B«sirkss«ktion Xli/XIV/XV, XV., H«rklotzgfcsse 31. Montag, 29. d. M., pünktlich 80 Uhr, Vertrag Dr. Alfred Löwy: „Gibt es spezifisch jüdisch« Krank« batten?“ Anschließend Referat über die JubUkiutttaläMl des KKL, Gäste sind herzlich willkommen. ... .....