Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 214 (11.2.1932)
- Date
- 1932-02-11
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Oie STIMME SeHe 7 Nf. J14 — 11. Februar 1Ö32 Ankündigungen und Mitteilungen 01« tiemietisehe Sektion und Frauengruppe Prater ver. •nstaJtete Samstag, den 6. Februar 1032, im eigenen Heim einen Blallk-Abend. Das Heim war bis auf den letzten Stehplatz voll besucht. Präsidentin der Frauengruppe, Frau Brandclsteln, eröffnete mit einer herzlichen Begrüßung den Abend und erteilte der Bialik-Referentin das Wort, Frau Dr. Llchtenstein-Rappaport schilderte ln prägnanten Worten das Leben, Schaffen und die Persönlichkeit unseres größten hebräischen Dichters, wobei die Referentin einige Gedichte in deutscher Ucbersetzung vortrug. Es folgten Rezitationen von Bialik, Perez und Zuckermann, vorgetragen vom Gymnasiasten Weisinger. Frau Hilde Dulitzkaja begeisterte sodann die Anwesenden mit ihren hebräischen und jüdischen Liedern, insbesonders hob die Konzert- Sängerin die animierte Stimmung mit dem Liede „Der Chasen" und „dem Rcbcns Hawdule“. Den Abend beschloß Herr Schwager mit jüdischen Rezitationen. Es war ein gelungener, schöner Abend. Samstag, den 13. Februar 1932, um halb 8 Uhr abends, findet in der Sektion Prater, II., Jungstraße 8, der „Oneg- Schabat“ statt, Gäste willkommen. Eintritt frei. Dienstag, den 16. Februar 1932, findet im Heime der zionistischen Sektion Prater uni präzise 8 Uhr abends ein .Vortrag Dr. Z. F. Flnkel stelns mit dem Thema: „Plnsker und seine Zeit“ statt und bitten wir alle Gesin- __ nungsgenossen. und Freunde um pünktliches, bestimmtes Erscheinen. Makkabi-Hagair* Brith-Zlrenu. Samstag, 20. Februar 1933, -8 .Uhr abends, Akademie im Hotel „Post“, I„ Fleischmarkt 24. Eintritt S 2.—, 1.50, 1.—, Jugendliche S —.50. Verein zionistischer HoehsehUler „Z. P. Chajee“. Der nächste Abend der hebräischen Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Herrn Professor Kästenbaum und Sehlomoh Auerbach findet am Freitag, den 12. 4. M„ präzise 8 Uhr gbends im Heime II., Praterstraße 13 statt Es wird ersucht, pünktlich zu erscheinen. Schirim (Biallk) und Eyn Jaakow (Brachoth) sind mitzubringen. Die Zögllme des jüd. Waisenhauses Badan beabsichtigen, am Mittwoch, den 17. d. M„ ira Lokale der Talmud Thora, II., Czernlnplat* 4, eine GründungsverBammlung der ehemaligen Zöglinge des Jüd. Waisenhauses Baden bei Wien •bauhalten und fordern aille hlefür in Botracht Kommenden «uf. präzise 8 Uhr abends in obigem Lokal bestimmt zu .erscheinen. ... Zionistische, Bezirksaektion Inner« Stadt. Donnerstag, '4en 11. d. M., halb 9 Uhr, spricht Prof. A. Freud. Vortrags- ■ ert: Oef4 Exeelsior, I., Rotenturmstraßo 24. Gäste herzlich •willkommen. Zionistieehe Bezirksaektion Favoriten — JOdisoher ...Turnverein Makkabi, Sektion X. Donnerstag, den 25. d. M., Punkt 8 Uhr abends, im großen und kleinen Gartensaal des Arbeiterheims, X., I^axenburgerstraße 8—10, Akademie mit Tanz unter Mitwirkung erstklassiger Kunstkräfte. Eintritt 8 3.-—. Karten bei allen Ausschußmitgl ledern und Im Tum- . verein erhältlich. Gäste herzlich willkommen. Frauengruppe VI./VII. Uober Einladung der Frauengruppe VT./VU. spricht Donnerstag, den 18. d. J., um halb t Uhr abends im Caf6 Palace, Mariahllferotraße 101, Frau Cilla Waldmann über „Ethik in der Ehe“. Gäste willkommen. - Zionistische Sektion VIII./TX. gemeinsam mit der „WIZO“, Sonntag, den 14. Februar 1932, 8 Uhr abends, im •... Festsaale des Oesterrelchischen Handelsmuseums, IX., Berggasse 18, „Gesprochene Zeitung“, erste Nummer mit folgendem Inhalt: Dr. Deslder Friedmann: Nationale Weltanschauung; Dr. David Rothblum: Feuilleton über Ch. N. Blalik; Gisela Blauer: Die moderne jüdische Frauenbewegung; Doktor Isidor Klaber: Probleme der Jüdischen Fürsorge; Sabine Hirschhorn! Frauenarbeit in Eres Israel; Blanka Fedem- Ltpachütz: Theater, Kunst, Literatur und Annoncen; Doktor Alfred Löwy: Redaktion und humoristische Ecke. Voranzeige! Mittwoch, den 17, Februar 1932, veranstaltet die Zionistische Sektion. VIII./IX. eine Theatervorführung In •den Jüdischen Künstlerspielen, II., Praterstraße 34, mit Doktor Paul Baratoff (Uen-Zwi). V. Z.H. „Theodor Hersl“, II., Krummbaumgasse 10. Samstag, den 13. d. M., entfällt wegen des Delegiertentages der Judäa unser Seminarabend. Samstag, den 20. d. M., spricht Bb. Michael Patron über „Soziale Schichtung und wirtschaftliche Lage des Ostjuden ln der Blütezeit des Kapitalismus“. Die Zionistische Sektion „ZwieohenbrUokon“ bat eine Bibliothek für Ihre Mitglieder angelegt Auf diesem Wege wendet eloh der Sektionsvorstand an alle Geslnnuiwetfeno«- «en mit der Bitte um BUcherspeadon, die für die Sektion im . Sekretariat dos Zionistischen Landeskomltees hinterlogt werden können. Freitag um halb 8 Uhr fiiidot im Sektioiislo^ai der allwöchentliche Bibelkurs statt. Hiatadruth ivrith, II., Praterstraße 13. Samstag, den 13. Februar, pünktlich 8 Uhr abends, im Sai'e der zionistischen . Bezirksaektion. II., Pratorsträße 13, j, Glt Brenner- Abend, Redner; ß. Auerbach, Zigniotlsohe BesirkSeektion XH./XIV,/XV„ Bits: XIV.. HarkloUkaeae JL McmtAg, 3?. Feoruar, $ Uhr abends, Uri Bekttojjehelromedizinischer Vort.ag. Facharzt Dr. Alfred Löwy. Gäste willkommen. Die XVIII. ordentliche Generalversammlung der „Einheit“, Verein zur Errichtung und Erhaltung von Volksspelsehallen, Wien, XL, Malzgasso 12, findet am Sonntag, den 14. Februar 1932, um halb 10 Uhr vormittags im 1. Btock der Vereinslokallüiten (Mlttelstandsspelsesäle) statt. 100 Schilling für ein Wort! Das starke Interesse, das das vom „Bchomre-ßchabboa“ veröffentlichte Preisausschreiben hervorgerufen hat, gibt sich durch die zahlreichen schon in den ersten Tagen eingelaufenön Einsendungen kund. Zur Aufklärung vielfach äufgetretener Fragen gibt der „Schomre-ßchabbos“ noch folgendes bekannt: 1. Jeder Einsender kann auch mehrere Lösungen gleichzeitig eineenden und kann unter Umständen alle 4 Preise gewinnen. S. Der Hinweis auf den Veranstalter kann durch Verwendung der Anfangs- oder Endbuchstaben, sowie ganzer Silben aus dem Verelnatitel „Verband der ßabbathfreunde, Sctiomre-Schabbös“ erfolgen. 3. Auf leichte Aussprechbarkeit wird besonderes Gewioht gelegt. 4. Der Binsehdetermtn endet unwiderruflich am Freitag, den 19, Februar 1982. Adresse: Wien, II., Leopoldsgasso 18. Zaire Mleraohi — Brith Hanoar Hamleraohl, IL, Praterstraße 11. Samstag, den 18. d. M., präzise 8 Uhr abends, findet Im Heimo ein Diskusslonsabend statt Einleitondo Worte Clh. Koppel Blum. Erscheinen aller Clh. Pflicht Gäste willkommen. Samstag, den 8. d. M., ifand ln unserem Festsaale ein Vortrag des Herrn Rabbiner Doktor C. Mehrer statt Zionistieehe Jugendgemeinsehaft „Brith-Henri“, Wien, XX„ JägerstraBe 30, Wochenprogramm: Samstag, den 13. Februar, halb t Uhr abends: Vortrag des Chawers A. Katz aus Palästina über: „Das Wesen des Chaluzluth“. Vorher: Slchoth der Kwuzoth „Dror“ (5 Uhr), „Achwah“ (8 Uhr), „Tlkwah“ (halb 7 Uhr). Zusammenkunft der Kindergruppe. — Sonntag, 8 Uhr früh, Wanderung ab Schwedenplatz, 7 Uhr abends: Heimabend. — Montag, 8 Uhr: Hebräisch für Anfänger. — Dienstag und Mittwoch: Slchoth. — Donnerstag, halb 8 Uhr: Führerkurs; halb 9 Uhr: Chug Iwrl. Voranzeige: Am Donnerstag, den 25. Februar, hält Herr Dr. I. Waldmann ln unserem Helm einen Vortrag über „Sozialismus und Kommunismus“. Zionistische Bezirkssektion 4/5 — Frauengruppe. Mittwoch, den 17. d. M., halb 9 Uhr abends, findet im Zirenu- Heim, V., Wiedner Hauptstraße 130 (Eingang Ramperstorffergasse), eine gemeinsame Vortragsveranstaltung statt. Referenten: Frau Pr.. Martha Hof mann Uber „Die Stellung der jüdischen Frau-“ und Herr Dr. Chaim Tartakower über „Dna Jubiläum des Jüdischen Nationalfonds". Gäste willkommen. Jüdischer Angeetelltenverband „Emunah“. Samstag, den 13. d. M., Im „MirJamheim“, I., Jordangasse 7, Vortrag des Herrn Hans Hacker: „Als jüdischer Vagabund durch Gibraltar und Marokko“ (2. Teil). Beginn viertel 9 Uhr abenda Gästo willkommen. In den nächsten Tagen beginnen neue Unterrichtskurse ln englischer, französischer, italienischer und neuhebräischer Sprache (für wenig Vorgeschrittene), ferner ln Gymnastik und Tanz. Bibliotheksstunden Montag, Dienstag und Samstag von 7 bis 8 Uhr abends. Klub der Palästinenser, Wien, I., Jordangaase 7. Wir teilen den Chawerim und den Chaweroth, die aus Palästina nach Wien gekommen sind, mit, daß der Klub der Palästinenser ab Montag, den 15. d. M-, seine Tätigkeit beginnt. Auskünfte und Ratschläge in allen Angelegenheiten werden Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ln der Zelt zwischen 4 und 7 Uhr im Heime, I., Jardan&asse 7, erteilt. Gleichzeitig laden wir alle Chawerim und Ch&werot zu dem ahi Samstag, den 23. d. M., um 7 Uhr abends stattfindenden Heimabend in dem Heime, I., Jordangasse 7, höflichst ein. Auch andere hebräisch sprechende Chawerim sind willkommene Gäste. Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt, Wien, II., PrateretrsBe 11 Wochenprograrm»: Donnerstag, den 11, d. M.. um 8 Uhr abends: Gesprochene Zeitung mit reichhaltigem Inhalt (siehe Inserat). — Samstag, den 13. d. M-, halb 6 Uhr abends. Hebräischer Konversationskura Leiter Herr Donner; halb 7 Uhr abends: Hebräischer Literatürkurs, Leiter Herr Prof. M. .Rath. — Montag, den 15. d. M„ 8 Uhr abends: Gesellige Zusammenkunft — Donnerstag, den 18. d. M., 8 Uhr abends; Vortrag des Verbandes Allgemeiner Zionisten. Au» dem VortraQssaai Ueber mährisches Judentum. Auf Einladung der Zionistischen Sektion „Landstraße“ hielt vorige Woche Herr Dr. Friedmann einen außerordentlich interessanten Vortrag Uber die Geschichte des mährischen Judentums. Auf Grund der allerdings spärlichen vorhandenen Quellen wußte der Redner ein sehr anschauliches Bild Uber das Werden und Leiden der jüdischen An- Hiadlung in Mähren und Schlesien zu geben. Gab es doch hier schon seit vielen Jahrhunderten nicht nur jüdische Bevölkerung, sondern auch Jüdische Gemeinden und später sogar Jüdische autonome Gemeinden, aus deren Mitte sehr viele bekannte jüdische Familien stammen, die zum Teil noch heute in den mährischen Städten und Dörfern wohnen, zum Teil jedoch ausgewändert sind. Auch über das ziemlich rege geistige Schaffen dieser mährischen Juden konnte Dr. Friedmann sehr interessantes Material Vorbringen. Doch, wie gesagt, wie das Leben, so waren auch die Leiden dieser Juden in manchen Zelten sehr schwere. Oft mußten sie Haus und Hof verlassen, wenn es irgendeinem Lehensherrn gefiel, das Hab und Gut der Juden sich aneignen zu wollen, Und oft floß auch jüdisches Blut infolge der Verhetzung und des Hasses. Sicherlich haben aber gerade die Juden in Mähren zum Aufblühen der Wirtschaft, und vor allem der Industrie, ungeheuer viel beigetragen. Der Vortrag des Herrn Dr, Friedmann, der von lebhaftem Beifall begleitet war und großes Interesse der Anwesem den fand, hat sicherlich auch eino Anregung zur Vertiefung in dieses gerade hier interessierende Thema gegeben. Druckfehjer-Berichtlgung' BiaUJc als Gast des zionistischen Parteirates ln der unter diesem Titel in unserer letzten Nummer auszugsweise erschienenen Rede Dr. Oskar Orünbaums soll ea richtig heißen: «Dimer Parteihader, der unsere besten Kräfte absorbiert und uns das Mark aus den Knochen **ogt, hat ein Führer tum (nicht, wie es irrtümlich hieß, Judentum) gezeitigt, dem die Durchsetzung seiner angeblich allein selig, machenden politischen Ansichten wichtiger zu sein scheint als die großen Interessen der zionistischen Weltorganisation, der genialen Schöpfung Herzls.» Festkomma* zu Ehren Bialiks Zu unserem Berichte über den Festkommers zu Ehren Bialiks ist aus Versehen der Name des Dr. Israel Waldmann entfallen, der in Vertretung des Verbandes der radikalen Zionisten erschienen ist. Sichern Sie sich da# Splelvechf Die Ziehung der IV. Klasse der XXVI. Lotterie beginnt schon am 9. Februar 1932. Lospreise pro Klasse; t/a S 6.—, % S 12.—. A S 24.—. Vi i> 48.—, Lose sind zu haben bei der Geschäftsstelle der Klassenlotterie 1. M. Neofdd, Wien, U» KrummbaumgasM 16. Telephon Nr. A 45-0-Ö5. Plattform der Vereinigten zio. nlstisch-sozialistischen Arbeiterorganisation Poale Zion — Hitachduth Anläßlich der Vareiniguivgsfeier der Poalt Zion und der Hitachduth bringen wir nachstehende programmatische Grundlage des Zusammenschlusses dieser beiden Parteien. 1. Die Vereinigte Organisation erstrebt die Errichtung einer sozialistischen Gesellschaft jüdischer Arbeitender in Palästina, welche das jüdische Volk in edn freies, unabhängiges, in ein in allen Zweigen der Landwirtschaft und Industrie verwurzeltes Volk, das seine kulturellen Kräfte selbst entfaltet, umwände! t. Als Teil der internationalen Arbeiterklasse kämpft di« Organisation mit ihr für die Aufhebung der kapitalistischen Ordnung, der sozialen Knechtung und föndie Errichtung einer freien Gesellschaft der Arbeiter. Die Organisation betrachtet sich als ein Teil der Zionistischen Weltorganisation und beteiligt sich an allen ihren Institutionen. Als Teil der internationalen Arbeiterklasse ist sie mit ihr in der sozialistischen Internationale vereinigt Die Organisation erstrebt die Festigung der wirtschaftlichen, kulturellen, politischen und nationalen Position der jüdischen Gemeinschaft und die Erweiterung der Basis der produktiven Arbejt innerhalb der jüdischen Massen. Die Organisation erblickt in der Kooperation ein wichtiges Mittel auf diesem Tätigkeitsgebiet Die Organisation erstrebt die Verwurzelung des Chaluzgedankens in der jüdischen Jugend und in der jüdischen Arbeitergemeinschaft, da sie darin den Hauptweg zur Verwirklichung der Gesellschaft jüdischer Arbeiter in Palästina erblickt. Die Organisation führt den Klassenkampf der jüdischen Arbeiter auf dem Gebiete des politischen und wirtschaftlichen Lebens und sorgt für die Verbreitung des nationalen und kulturellen Bewußtseins innerhalb der jüdischen Arbeiterin assen in allen Ländern. II. 1. Die Organisation führt den Namen «Vereinigte ziorusqz. Arbeiterorganisation Poale-Zion-Hitachduth in Oesterreich». X Da#.Ziel der Organisation .ist es, für. die Erfüllung de* unter I angeführten Aufgaben zu wirken, Wie auch die lhteressen der arbeitenden und nach Arbeit strebenden jüdischen Massen in Oesterreich zu schützen. . 3. In Fragen der allgemeinen Politik In Oesferreich^sofidarislert sich die Organisation prinzipiell mit de* Sozialdemokratischen Partei Oesterreichs, in Fragen des inneren jüdischen Lebens entfaltet di« Organisation ihre Tätigkeit im Geiste der zionistisch-sozialistischen Arbeiterorganisationen (Poale Zion und Hitachduth), beziehungsweise des Weltverbandes, welchem die vereinigt« Organisation beitreten wird. 4. Es ist die Aufgabe der Organisation, durch ihr« Mitglieder und ihre Vertrete: in den verschiedenen Institutionen, wie durch den Einfluß Ihrer Mitglieder in der Sozialdemokratie die wirtschaftlichen und kulturellen Interessen der arbeitenden jüdischen Massen zu wahren, für den Zionismus und das arbeitende Erez Israel tatkräftigst einzutreten. 5. Gs ist Aufgabe der Organisation, dahin zu wirken, daß ihre Mitglieder sich in den freien Gewerkschaften und in der Sozialdemokratischen Partei organisieren. 6. Die Organisation wird dafür eintreten, daß in Oesterreich der zionistische Territorial verband ohne Verzögerung konstituiert werde. Der TerritoriaJverband ist zuständig für alle Fragen; di« der Kompetenz der zionistischen Weltorganisation unterliegen und über die auf den zionistischen Kongressen und deren Organe Beschlüsse gefaßt werden. Fragen, die der Kompetenz der zionistischen Organisation nicht unterliegen oder über welche man im Zweifel ist, ob sie dieser Kompetenz unterliegen, dürfen nur etnvernehmüch auf die Tagesordnung gesetzt und einverständlich entschieden werden. Die programmatischen Grundsätze der Organisation dürfen durch die Beschlüsse des T. V. nicht gefährdet werden. Das höchste Organ dieses Verbandes soU ein zumindest einmal jährlich zusammentretender Delegiertentag sein, def von den angeschlossenen Gruppen auf Grund ihrer numerischen Stärke beschickt werden soll. Ihm obliegt es, die Leitungen der zionistischen Institutionen und seine eigene Leitung zu wählen. 7. Die vereinigte Organisation macht sich zw Aufgabe* eine intensive Kultur- und Erziehungstätigkeit unter den Juden Oesterreichs zu entfalten, und zwar: durch die Einrichtung volkstümlicher Kurse aus allen Gebieten des jüdischen Wissens und Schaffens; durch Erweiterung des Hebräischunterrichtes, Verbreitung des hebräischen Buches und Druckschriften, wie durch die Schaffung eines systematischen Brztehtingsnetzes vom jüdischen Kindergarten bis zur jüdischen Mittelschule. 8. Für den Fall, daß es wider Erwarten zu keiner Einigung zwischen den Weltverbänden kommen soi'te, so wird die Organisation sich demjenigen Weltverband anschüeßen, dem die Vereinigte Arbeiterpartei in Palästina angehören wird. Sollte sie keinem Verband beitreten, so bleibt die Organisation ein Jahr außerhalb beider Weltverbände, Nach Ablauf desselben *oü endgültig entschieden weiden.