Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 210 (14.1.1932)
- Date
- 1932-01-14
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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St. 210 — 14. Jänner 1032 PIE STIMME Sette 9 Zion. Sektion Zwischenbrücken. Freitag, IS. 4. M., baJb 8 Uhr abends, beglnn/t im Veroinalokal, XX., Leyatraße 81, ein Bibelzyklus unter Leitung des Herrn J. Rotmann. Um pünktliches Erscheinen ■wird’ gebeten. Gäste herzlichst willkommen; — Samstag, den- 23, d.- -M., 8 Uhr abends, Generalversammlung. Jüdischer Vsreln „Nord-Ost". Am Samstag, 18. d. M. 8 Uhr abends, spricht Herr Dr. Abraham Öchmerler ln un serem Vereinslokal, H., Taborstraße 21 a, Über «Politische Probleme der Gegenwart". Jugendakademie dag Haschomer Hadati. Sonntag, den Sl. d. M„ 3 Uhr nachmittags, findet im Festsaal des Hotel „Bayrischer Hof", II-, Taborstraße 39 (Eingang Ob. Atigar tenatraße), eine große Jugendakademie Aok Haschomer Hadati unter Leitung des bewährten Künstlers Oskar Teller statt. Zionistische Sektion Landstraße. Dienstag, 19. d. M. dreiviertel 9 Ubr abends, Im Cafd Lovrana, III., Löwen gasse 36, Vortrag des Herrn Prof. Dr. W. Stein „Das Toleränzedlkt Kaiser Josefs und die Juden". Gäste willkommen. Varsin zionistischer Hochschüler „Z. P. Chajss“. Der nächste Abend der hebr. Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Prof, Kästenbaum und Schlomoh Auerbach findet am Freitag, 15. d. M., präzise 8 Uhr abends, im Helm, Il„ Praterstraße 13, statt. Ein Jaaköw (Brachoth) mltbfingen Jüdischer Angestellten verband „Emunah", Wien. Am Samstag, 16. <1. M., 8 Uhr abends, im „Mirjamheim", I., Jordangasse 7, Vortrag des Herrn Rudolf Wantoch „Ist die Astrologie Aberglaube, Schwindel oder Wissenschaft?" Gäste willkommen — Sonntag, 17 d. M., 5 Uhr nachmittags, literarisch-musikalischer Abend unter Mitwirkung des Opernsängers Sandor Ultmann (Berlin), Haans Spitzer (Theater in der Josefstadt) sowie der Humoristen Oskar Teller und Viktor Schlesinger. Gäste willkommen. — Der Verband „Emunah" veranstaltet im Monat Jänner eine Werbeaktion mit wertvollen Prämien. Näheres in der nächsten Ausgabe dieses Blattes. Rahmenverband der ostjüdisohen Landsmannschaften in Wien. Die für die vorige Woche angesagte und infolge Ablebefas von Frau Frieda Haber auf einen späteren Zeitpunkt verschobene konstituierende Generalversammlung des Rahmenvertrages ostjüdischer Landsmannschaften in Wien (Arbeitsgemeinschaft) wird ln den ersten Februar stattfinden. Näheres ln der nächsten Nummer der „Stimme". Der JQd.-Akad. Philoaophenverein, DC, Zimmermannplatz 8, veranstaltet Samstag. 23. d. M.. 8 Uhr abends, ixn Herzl-Saal, IL, Untere Augartenatraße 38, eine Chamlscba Aasar-Feier mit ernstem -und! heiterem Prögrtünm. Kälten pu S 1.50 im Sekretariat des- Vereines täglich vot» 1 bis % Uhr lind an der-Abendkasse. 11 V. Zv H.-‘wTheodor' Herzl?S:. Stett»S]tag, 16, <jU M., spricht ln unserem Höira,JLf K^Himmbaujngas^e IQ*- Wieer Bb.’ Pani ßolomonlca über . „Landwlrtschaftiich'e KölotiisatldnsmÖglichkeiten in Palästina". Zionistische Hochschüler als Gäste willkommen. Z'ron. Sektion Prater, IL, Jungstraße 8. Freitag, 15. d. u, 7 Uhr abends, Oneg Schabath. — Dienstag, 19. d. M., 8 Uhr abends, Vortrag Dr. N. Frey über medizinische Fragen. Eintritt frei. Gäste willkommen. Pegrüßungsabend für B. Kärlinlus. Zü Ehren des in Wien wellenden jiddischen Schriftstellers B. Karllniua; Vorsitzenden des jiddischen, Schriftsteller- und p.o.urnal.iptenveretoes in Warschau, veranstaltet der Wiener* Jiddische Kulturklub Samstag, 16. d. M., halb 8 Uhr abends, im Klubsaal deB Caf<§ Arkaden, einen Begrüßungsabend, zu dem alle Freunde der jiddischen Literatur, elügeladen werden. — B. “'Karllnius ist Redakteur der literarischen Beilage der jiddischen Warschauer Tageszeitung „Der Moment" und einer der feinsinnigsten Essayisten und Kritiker des modernen jiddischen Schrifttums. ■ Organisation zion. Frauen. Oesterreichs* IX., Nußdorferotraße '42/8. Dienstag,. 19.;d,v M-,. 6 Uhr', abeiid^;Vorträg desiHerm Dr. Z, 4jV Fipkeiptein: .Tfösr.,,Die Dilu^ewe^ting und Chibath Zk)9“.;Ör£r ~L,‘ Jordangasse t^ (Mlrfafnheinr). -' Zionistische Jugondgemeinschaft „Brith-Herzl“, XX-, Jägerstraße *0; Wocheuprogramra; - ßa&atas,, J«.-. d.; M.: Siehöth der- Kwnzoth üDror“ . .iUhf)«. .«r^chVatf.,i Halb 8' .Uhr:T. -PWnaryereammluiig. mit, Referat des .Ch«. Reiskln -Über.- Psychoanalyse. Sonntag,: halb TJhr vormittags:'Wanderung; 5 Uhr: Mädchensichah. 7 Uhr:. Sichali Klalith. Montag, 8 Uhr: Hebräisch für Anfänger. ~ Dienstag und Mittwoch: Sichoth der Kwuzoth „Drör“, „Hatchijah“ und „Achwah“. —■ Donnerstag, 8 Uhr; Hebräisch'für Vorgeschrittene, Ghug Iwri. Samstag. 28. d, M, große Chamiscba-Assar-Feier mit reichhaltigem Programm, Grabsteineinweihung. Sonntag, den 10. d. M„ wurde der Grabstein, den die Wiener Kultusgemeinde dem vor Jahresfrist verstorbenen Herrn Regierungsrat Direkter Dr. SaJomon Krenberger und seiner ihm im Tode nach gefolgten .Gemahlin gewidmet hat, feierlich eiageweiht. Liga für das arbeitende Palästina in Oesterreich. Samstag, 16. d. M., präzise halb 8 Uhr abenda, im Feptsaal IV., Treltlstraße (Neubau der gastge werblichen Krankenkasse), Abend Jüdischer Kunst. Mitwirkend: Klarinettenquintett Stern, Hilde Dulitzkaja, jüdischer Gesangverein (Dirigent J. Brahdmann), Gertrud Krau« und ihre Truppe- Näheres;im heutigen Inserat* Zionistische Frauengrupp« Landstraße. .-.Die '.zlonist Frauengruppe Landstraße vötfanstaJtet -Sonntag,’. .J4»:.<L: AL»- 10 Uhr vormittags, te Bürgerklno, Londstraßer Hauptstraße Nr; 7<4, eine Chamlsfehä-ASsar-Fäler für Kinder nstit .reichhaltigem Programm, wie Filmvorführung, Märohenvorle*. surig (Estl Freud), Rezitationen usw. Karten, bei Rabino-, witZ, L, Rotenturmstrae 25, Telephon U 20-8-88. Öezirkssektlon Wieden-Margareten. Aus technischen Grtiüden' mußte der für den 18. d. M. angesetzt gewesene Vortrag kuf den 20.' d. M. verlegt' -werden. '• Herr Dr. L Waldmanü spricht an diesem Tage lm Zlrenuhelriv, TV., Wiedper Hauptstraße 180, halb 9 Uhr abends, über „Zionistische Probleme der Gegenwart". Gäste willkommen! — Am 23. d. M. findet ebenda eine Chamischa-Assar-Feier mit reichhaltigem Programm statt. Näheres ln der näohsteh Nummer dieses Blattes. Zionistisch« Frauengruppe Mariahilf-Neubau. Wir geben hlemit bekannt, daß der Unterricht in der hebräischen Schule der zlonist Frauensektiön VI/VH Abawath- Achim, VI., Millergasse 48, ln vollem Gänge ist. Einschreibungen oder Aufnahmen zum Unterricht, können jedoch täglich vorgenommen werden, und zwar findet der Unterricht für Kinder Mittwoch, von halb 8 bis halb 5 Uhr, und Freitag; von 2 bis 4 Uhr, und für Erwachsene Dienstag und Freitag, von 4 bis 6 Uhr statt. Vereinigung jüdischer Hörer an dar Hoeheehula für Welthand«!. Donnerstag, 21. d. M., 8 Ubr abends, findet in unserem - Verelnalokal, IX.,. ServitengäJH*». 4 a, Souterrain, I ein Vortrag über „Die Zukunft des JÜdtsohen Akademikers" 1 itatt Redner Dr. Leo Goldhammer, ehemaliger Präsident I üm sionistlschen Landeskomitees. Gäste willkommen. | liieraiur/Kunst/ Theater „Gott der Rache11 mit Paul Baratoff Jüdische Könsttersptete Cs ist ein altes und bekanntes Stück, eines der populärsten dramatischen Werke von Schalom Asch. Und auch Baratoff Ist uns als Jankel Schapschowicz seit jeher bekannt Wenn es auch nicht seine beste Rolle ist, so ist es eine seiner besten; eine, in der dieser wandlungsreiche Schauspieler die Wucht seiner Persönlichkeit, die Kraft seiner Expression und die Intensität seines seelischen schauspielerischen Erlebens hundertprozentig zum Ausdruck bringen kann. So ist denn der «Qott der Rache» mit Baratoff in der Rolle des ein inneres Doppelleben führenden Juden immer wieder ein Erlebnis, Welten liegen zwischen der zarten Sentimentalität, dem niedergeschmetterten Unglückstypus des von Baratoff welch gespielten «Fremden» von Gordln und der Heldengestalt der Tragödie von Asch. Wandlungsfähig, eine weite Skala des schauspielerischen Könnens ist immer der Beweis einer großen Begabung. Bei Baratoff ist dies zweifellos der Fall. Die Aufführung von «Gott der Rache» in den «Jüdischen KUnstferspielen» nahm aber auch sonst einen glanzvollen Verlauf. Es zeichneten sich in Ihren Rollen aus Klara Mel seis als Jankeis Frau Sure, Lea Weintraub-Graf als Hlndel, B. Siga 1 als Reb Eli und last but not least Ola S c h! 1 f k o w 11 z, die jüngste Errungenschaft der Jüdischen Künstlerspiele, als Rifkele. Das ausverkaufte Haus spendete den Darstellern reichen und verdienten Beifall. Eine große jemenitische Künstlerin Sarah Osnath Halevy in Wien Seit wenigen Tagen weilt die blutjunge und bildhübsche jemenitische Künstlerin Sarah Osnath Halev y mit ihrem Gatten, dem Schauspieler W o 1 i n, beide aus Tel-Aviv, in Wien. Sarah Osnath Halevy, die soeben eine von sensationellem Erfolg gekrönte Tournee in Rumänien absolvierte, ist eine Künstlerin von ganz be- Sondwem.-Genre;- Sie bringt in Originaikostümen^tuid mit öriginalhiüsik jemenitiSche/ spärtiolische, arabische und Überhaupt orientalische Tänze und Gesänge zum Vortrag. Sie ist weder Tänzerin im engen Sinne des Wortes, noch Sängerin: sie ist mehr als beides. Wir werden in unserer nächsten Nummer Ausführliches über dieses ganz eigenartige Phänomen dieser exotischen Kunst berichten und hoffen, sie bald in Wien sehen und hören zu können. Prof. Wolfsohns und J. Brandmanns Erfolg in Brünn. . ,In Brünn fand kürzlich ein hebräisches Festkonzert anläßlich des 30jährigen Bestandes des K. K. L. statt, das einen überaus glänzenden Verlauf nahm. Es wurde die Hebräische Suite von Prof. Wolfsohn gespielt Der Komponist, der den Klavierpart selbst übernahm, erntete reichen Beifall. Nikola Zvejic, der Bariton des Brünner Landestheaters sang unter anderem ein Lied von Beer-Hofmann, vertont von Prof, Wölfsohn, wie auch ein hebräisches Lied. Zum Schlüsse wurde die bereits mit Recht berühmt gewordene sinfonische Dichtung «Hechaluz» von Israel Brandmann gespielt. Dem jugendlichen Komponisten, der dieses Standardwerk jüdischer Musik persönlich leitete, wurden ebenso wie Prof. Wolfsohn rauschende Ovationen hereitet. P$r goldene Chuletn OtttapM der Stegfar-Trappe. Das «Neue Jüdische Theater» in der Taborstraße wird sehr stiefmütterlich behandelt. Dazu ist aber wahrlich kein Qfuhd vorhanden, denn die Truppe würde, an ihren Leistungen gemessen, ein besseres Los verdienen. Dies kam insbesondere bei der Aufführung des Lebensbildes «Der goldenen Chulem» zum Vorschein. Jedes einzelne Mitglied der Truppe spielt hervorragend. Frau Pastor, mit Recht die zweite P i c 0 n genannt, findet beim Betreten der Bühne sofort Kontakt mit dem Publikum, Man könnte sich die Truppe ohne Frau Pastor überhaupt nicht vorstellen. Frl. Siegler verfügt über große Stimmittel. Ihre Mutter, Frau Siegler, erinnert lebhaft an die Werbezirk. Herr Nachbar ist ein hervorragender Charakterdarsteller. Einen Reisenden verkörpert erstklassig Herr Pastor. Herr K oso wsky verleiht dem leidenden Verliebten echten Ausdruck. In den anderen Rollen gefielen die Damen Silber und Kosowska, sowie Siegler, das Haupt der Truppe. Die Musik besitzt neben einschmeichelndeh Weisen einige Schlager. Die musikalische l^ityng liegt in den Händen des jungen, talentierten Herrn Max. - ..Ein gelungener, gemütlicher und vor allem ein wirklich , unterhaltender Abend. d. sch. Olsa Heiden und Salo Prisament in der Jüdischen Bühne Da« bekannte Warschauer Künstlerpaar Gisa Helden und Salo Prlsament wurden von der Jüdischen Bühne, II„ Praterstraße 60, ab iß. d. fiir ein kurzes Gastspiel verpflichtet. Unter Mitwirkung dieser beiden Künstler gelang* kommenden Freitag die Operette ln drei Akten „D1 e Gallzianer Chasene“ zur Erstaufführung. Das Stück wird Samstag und Sonntag wiederholt Sonntag’, halb 4 Uhr, Nachmittagsvorstellung. Zur Aufführung gelangt die lustige Komödie „I t z i k e 1". Kinder zahlen nur 50 Groschen und werden mit schönen Geschenken bedacht Wohltfttigkeitskonzert der israelitischen Kultus gemeinde Sonntag, den 24. Jänner 1932, findet um Uhr abendf im Großen Konzerthaussaat zugunsten der Notstandsaktion der Israelitischen Kültusgemeinde in Wien ein großes Konzert statt. Mitwirkende sind: Herr Oberkantor Ingo Mann, Brünn, Herr Professor Julius Isserlis und Herr Kurt Fuchsgelb, Kartenverkauf Wien, 1., Seitenstetten gasse 2, 111/23. föttefiersefkau „Kowsz Maamarim" von Rabbinsr Dr. Samusl Gutt» mann, Lwow 1982, berausgegeben von Zwl Karl. — Vom Lemberger Rabbiner Dr. Guttmann, einem der ersten Anhänger des Zionismus in Galizien, ist ein Bändchen gesammelter Aufsätze über verschiedene Gebiete der jüdischen Geschichte und Literatur erschienen. Der Autor behandelt die Ethik und Aesthetik der Bibel, den Einfluß des Hellenismus auf das jüdische Leben in Alexandrien und Jerusalem, die historischen Hintergründe der Pessach- Hagada, die rabbinische Synode in Uscha und ihre Bestimmungen und schließlich die hebräische Poesie des Mittelalters, ihre verschiedenen Stilgattungen und hauptsächlichsten Vertreter. Mit gelehrtem Einblick in die Materie und in erlesenem Hebräisch bespricht der Autor die einzelnen Themen, wobei er zu bereits Bekanntem und Erforschtem Neues und Interessantes hinzuzufügen weiß. Zusammenhänge zwischen politischen Ereignissen und literarischen Erzeugnissen aufdeckt und die Geschehnisse der Vergangenheit dem Leser in neuer Beleuohtung vorzuführen versteht. Besonders interessant ist die Darlegung der Beziehungen des Hagädatextes zum Aufstand der Juden unter Bar Kochba. Die Erzählung von der Versammlung der fünf Tannaiten bei R. Akiba in Bene Berak ist nach Ansicht Guttmanns eine historische Reminiszenz an den am Pessach zum Ausbruch kommenden Aufstand, an dessen Spitze R. Akiba eine hervorragende Rolle spielte. Die Meldung der Schüler an die Lehrer: „es ist Zeit, das Morgengebet zu verrichten“, war ein versteckter Kampfruf: wir sind bereit,... den Kampf zu führen. Dia- Sitte heim ..Gebete. „Schjltte;•*. deinen Grimm über die. Völker“ die Tür zu öffnen, entstand '• damals als. ^ymbelv<ter~l?ieginne9de|i. Befreiung vom >ömi-. .. ■ sehen.-Joch.-Die von ..Liebe zum Judentum unfl "ä&hef ‘V^i'- ' “ gangenheit erfüllte gelehrte Darstellung Guttmanns, verbunden mit leichtfaßlichem Stil, bietet dem ‘ Gelehrten eine Fülle von Anregungen und dein Laien eine interessante Lektüre. Dr. Salomo Rappaport 8amuel Meiseis: Goeth« im Ghetto. Verlag „Die Neuzeit“, Wien. Anläßlich der 100. Wiederkehr von Goethes Todestag bieten diese Betrachtungen des bekannten jüdischen Literaturforschers besonderes Interesse. Die Abhandlungen behandeln nicht sb sehr die Stellung Goethes zuin Judentum, als umgekehrt das Verhältnis der Juden zu Goethe. In dieser Beziehung ist besonders auf den Aufsatz „Der Anteil der Juden an der Goethe-Forschung“ hinzuweisen. Besonderes Interesse bietet auch der Aufsatz über die Ausstrahlungen des Qoetheschen Werkes ins Ghetto sowie ein kurzer Ueberbllck Uber die Uebersetzungen von Werken des Dichterfürsten. Die Abhandlungen Meiseis sind in flüssigem Stil geschrieben und bringen ln vieler Beziehung neue Erkenntnisse. m. Jlotizen Gastepiei Ban Zwi-Baratoff in dah Jüdiaohan Künatlsrspielen, IL, Praterstraße 34, Tel. R 40-0-94. Wegen des ganz besonderen Interesses des Publikums für die Aufführung Schalom Asch* „Gott der Rache“ mit Ben Zwl-Baratoff in der Hauptrolle, verbleibt dieses Stück weiter auf dem Spielplan. Das täglich bis auf den letzten Platz gefüllte Haus beweist, daß in Wien für ein gutes Theater immer Platz ist. Jüdische Bühne, IL, Praterstraße 60 (Astor). Die ln Wien sehr schnell bekannt gewordene Soubrette Gisa Heiden und der Charakterdarsteller Salo Prlsament gastieren ab Freitag, den 15. <L M., an diesem Theater. Es wird allabendlich „Die Gallzianer Chasene“, Operette ln drei Akten von Goldberg, Musik von Sekunda, gespielL Außer den Gästen wirken mit die Damen Brazlaw&ky, Deutsch, Glattstein und Zucker und die Herren Bell, Hausknecht, Nöuwirth tmd Zucker. Im Neuen Jüdischen Theater, IL, Taborstraße 12, gelangt Freitag, den 15. d., die von Sigler neuinszenlerte Operette „Tate dl lachst?“ mit Sevilla Pastor in der Hauptrolle zur Erstaufführung. Das Stück wird Samstag, Sonntag und Montag wiederholt. — Sonntag, halb 4 Uhr, „Hallo Lilly“; Dienstag, 19. d., „Das Negermädel“^ Mittwoch, 20. d., „Kreuzersonate“ und Donnerstag, 21. d., „Schokoladenkönig“. Jüdleoher Kunstabend. Donnerstag, 21. d. M., 8 Uhr abends, Mirjamheim, I., Jordangasse 7, unter Mitwirkung von Dr. Oskar Neumann, Bratislava, liest aus eigenen Werken; Dagobert Buchhoiz, Klavier; Hans Lewitus, Klarinette; Israel Brandmann, Elsy Stein, Violine; Marcel Dick, Bratsche; Joachim Stutschewsky, Cello, bringen: Joel Engel: Suite aus „Hadibuk“ J. Stutschewsky; Kompositionen; Isr. Brandmann; Streichquartett Einmaligst Auftreten Paula Dreiblatt Mittwoch, den 20. d. M., halb 9 Uhr abends, findet im Neuen Jüdischen Theater, II., Taborstraße 12, eine Sondervorstellung von Gordlns „Kreuzersonate“ zu Ehren Paula Dreiblatts Johann Kremenezky ist eine Arbeit gewidmet die Dr. Tulo Nussenblatt im „Nowe Slowo“ in Warschau veröffentlicht und die die Gestalt S. Klatschkos, des Uebersetzers des „Judenstaates“ ins Russische, zum Gegenstand hat. ln diesem Zusammenhang ist die Erinnerung interessant daß* Johann Kremenezky aus eigenen Mitteln dl* russische Ausgabe des „Judenstaatea“ ermöglichte, .