Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 210 (14.1.1932)
- Date
- 1932-01-14
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3053752-3053963-3053965--2752-3058207- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 10 DIE STIMME Nr. 210 — 14. Jänner 1932 firo8lletschnauerei SIEGM. KORNMEHL •. Zentrale IX, Berggasse 1 v, Te>. A 1/-Ö-9H q. A16-9-34 Lieferant für Heilanstalten Abteilungen für 1E?D-Flei*ch MW—BHWW***"«1 ■! H»*1 unter Aufsicht des Ehrwürdigen riabbmats der Israelitischer: Kultusgemeinde Wien Autosusleliunp «oiiemot IX« Berrgasse i XVII» Währincrerstraße 79 An die Käufer von Haifa-Grundstücken . Gg. Adolf Böhm teilt uns mit, daß er über Anfrage von der Haifa Bey Development Cy (Chevrath Hachscherath Mifraz Haifa) die Nachricht erhalten hat, daß die Käufer von Boden bei Erlegung des Restkaufbetrages unverzüglich den Kuschan (Besitztitel) erhalten können, Wollen sie eine Sicherheit, so können sie die Beträge bei der Bank (Ä. P. B.) in Haifa mit der Weisung erlegen, sic nur gegen Ufebergabe der Kuschane auszufolgen. Was ist mit der Jüdischen Flüchtlings- Bibliothek gesche en? Wie bekannt, wurde während der Kriegsjahre auf Staatskosten eine bedeutende Bibliothek gegründet, die für die Kriegsflüchtlinge bestimmt war. Nach dem Umsturz wurden die Bücherbestände in das Ministerium des Innern überführt, und es wurde bald danach über Intervention des Oberrabbiners Chajes s. A. und des seinerzeitigen Leiters dieser Bibliothek, Dr. Finkeistein, offiziell mitgeteilt, daß diese Bibliothek zur Gänze als Staatsbibliothek erhalten bleibt.-Herr. Oberrabbiner Chajes bemühte sich nämlich, diese Bibliothek, die einige tausend Bände aus allen Gebieten der jüdischen Literatur und Wissens umfaßte, für die Jüdische Kultusgemeinde in Wien zu erwerben. Jahre vergingen, ohne daß man über das Schicksal dieser Bücher. Näheres erfahren hätte. Zu unserem Erstaunen erfahren* wir nunmehr, daß ein gewisser Herr Pappenheim in Wien, il., diese Bücher unter der Hand verkauft. " Wir fragen nun,die kompetenten Behörden, mit welchem Rechte eine derart wertvolle jüdische Bibliothek ohne Einvernehmen mit-der hiezu gewiß berufenen Kultusgemeinde ah private Personen verschleudert und auf welche Weise qner privaten Person die Möglichkeit geboten wurde, aus-dieser Bibliothek Kapital zu schlagen. Vortragsreise Dr. Martha Hofmanri in Jugoslawien - ^ott der WlzorFöderation ln. Jugoslawien wird uns berichtet: - Mitte Dezember besuchte Frau Dr. Martha H o £ m a n n aJ* Delegierte der Londohär Wizo-ZentraJe 10 Städte Jugoslawiens, um dort die zionistische Frauenarbeit in propagandistischer und organisatorischer Hinsicht zu fördern. Diese Absicht gelang in außerordentlichem Maße. Obwohl Frau Dr. Hofmann kaum zwei Wochen zur Verfügung hatte, fanden nebst sehr stark besuchten öffentlichen Vorträgen —- worunter besonders der gemeinsame mit dem KKL. veranstaltete Vortrag ln Zagreb „30 Jahre KKL. — 12 Jahre Wtzo“ hervorgehoben sei — überall auch interne Arbeitsbesprechungen statt, wobei die Delegierte praktische und kulturelle Anleitungen für die Arbeitsweise der einzelnen Gruppen mit Berücksichtigung der jeweiligen Verhältnisse und mit Angabe allen Quellenmaterials hinterließ. An mehreren Orten gelang die Neugründung oder Reorganisierung von Frauen- und Mädchengruppen. Stuhl Verstopfung. Namhafte Magenärzte bezeugen, daß sich der Gebrauch des natürlichen „Franz-Josef"- Bitterwassera für den durch Essen und trinken überladenen Verdauungsweg als eine wahre Wohltat erweist {fcraonaUen Verlobung. Fräulein Cäcilie Eiben schüft, Tochter des Amtsleiters der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, XXI., Herrn Jonas Eibenschütz, hat sich mit Herrn Oskar Sofer, Kaufmann in Korneuburg, verlobt. Jüdisdiet 'Spott Fußball Hakoah—Weiß« Elf 1:1 (0:1). Hakoah-Platz. 1000 Zuschauer. Schiedsrichter Losanltzky. Die Hakoahner waren fast ununterbrochen im Angriff, konnten aber trotzdem gegen den Herbstmeister der II. Liga mit Ach und Krach nur ein mageres Unentschieden herausschinden. In der Verteidigung hatte Löwy zwar wenig, aber äußerst schwierige Aufgaben zu lösen. Amster verstand sich rrilt Feldmann diesmal absolut nicht und lief erst, zu voller Form auf, als nach der Pause . „Nazi“ durch .Weiß ersetzt würde: Der beste Mann im Felde war Heß, wie überhaupt die Halvesreilio der einzige ganz vollwertige Hannschaftsteil war. Der Angriff, der ohne Elsenhofer und BudaJ operieren mußte, litt unter dem vollständigen Versagen Ehrlichs und Mermelsteins. Da auch Weißkopf nicht auf der Höhe war und GrUnwald sich nur zeitweise bemerkbar machen konnte, ist das Resultat zur Genüge erklärt Mauaner war diesmal der einzige, der den Namen Stürmer verdiente. Hakoah ist gleich nach Anpfiff im Angriff, die Stürmer vergeben aber die besten Chancen. In dor 12. Minute verschuldet Feldmann durch ein überflüssiges Foul einen Elfmeter, der den Zweitklassigen zur Führung verhllft Diese verstärken ihre rückwärtigen Reihen und liefern von nun an ein ausgesprochenes Defensivspiel. Da überdies die Verteidiger Jellinek und Wiltschl ganz auf der Höhe-sind, andererseits die Hakoah-Stürmer eine geradezu erschreckende Unfähigkeit an den Tag legen, verlaufen' alle Angriffe der Hakoahner. erfolglos. Nach Halbzfeit dasselbe Bild wie vorher. In der 80. Minute erzielt Grünwald mit schönem Köpfler nach einem Korner Ehrliche den Ausgleich. Ehrlich spielt jetzt am linken Flügel, während Mäusner und Grünwald in die Mitte gerückt sind. Knapp vor Schluß zeichnet sich Löwy durch einige gelungene'Pa’r&den aus. Dann, scheint endlich: die. Entscheidung zu fallen, als Mausner, von Ehrlich in Front gebracht, in glänzender Manier durchbrennt, sein unheimlich scharfer Ball springt aber von der Torstange ab. Bald darauf Schluß. Während des Spieles kam es im Publikum zu Tumulten. Spieler und Anhänger eines Brigittenauer' Wiesenklubs, der das Vorspiel bestritten hatte, riefen einen Wirbel hervor. Im nachfolgenden Handgemenge erhielten die Rowdies eine gehörige Tracht Prügel. Zum Schlüsse schritt Polizei ein und nahm einige Verhaftungen vor. Aufstellung: Löwy; Feldmann (Weiß), Amster: Heß, Strohs, Placzek; Mausner, .Grünwald, Ehrlich,-Mermelsteln, Weißkopf. ,H* Sp. Rlnafen Die Hakoah-Ringsektion und die Makkabiah 1932. In den Reihen der Hakoah - Ringer sind Bestrebungen im Gange, an den Makkabi-Kampfsplelen teilzunehmen. Verhandlungen werden gepflogen, um diese Teilnahme in Form einer großangelegten Tournee durchzuführen. Die Reise dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach .über Jugoslawien — Rumänien — Bulgarien nach Palästina führen. Auf dem Rückwege wurde die Route Aegypten und Italien in Aussicht genommen* •' - Bevorstehender Kampf Hakoah (Wien)—U.T. E. (Budapest); Die Hakoah-Ringsektion ist bemüht, die ungarische Meistermannschaft U. T. E. (Neupester) für einen Kampfabend in Wien zu gewinnen. Das Treffen der berühmten Ungarn mit den Wiener Hakoah-Athleten soll — wenn die Vereinbarungen Zustandekommen —- Ende Jänner öder Anfang Februar stattflnden. U. T. E. zählt ln seiner heutigen Zusammenstellung zu den besten Mannschaften des Kontinentes. Wenn es den Hakoah-Ringern gelingen sollte, die Ungarn nach Wien zu bringen, wäre dies eine für Wien seit langem nicht dagewesene Sensation auf dem Gebiete des Amateur-Ring'* sportes. In der letzten Meisterschaft konnte U, T. E, von ¥ Fi « m 85 .« Re 85 9 m i O O ◦ Lebensversicherungs- Gesellschaft PHONIX GEGRÜNDET IM JAHRE 188 9 SS 9 S Versicherungsbestand per Ende Juni 1930 ,2560 Millionen Schilling Garantiemittei yei Ende 1929 .. . 378 Millionen Schilling Prämien and dinuenemnahmen im Jahre 1929 .,»•••, 150 Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten im Jahre 1929 ...... 851/, Millionen Schilling ■ £4 Tätigkeitsgebiet rtei Gesellschaft. Oesterreich. Deutsches Reich* Tschechoslowakische Republik« Belgien* Holland. Frankreich. Spanien. Italien. Ungarn, Polen. Jugoslawien. Bulgarien, Griechenland, Rumänien. Palästina. Syrien« Türkei, Aegypten. Die Gesellschaft schließt zu billigen Prämien and günstigen Bedingungen Kapitals* und Rentenversicherungen jeder Art ab Neu eingeführt: KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung. Studienbeitrag. Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) Invaliditätsversicheruog (Zahlung eine: Heute bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit and Auszahlung des versicherten Kapitals nach reijähnger Dauer der Invalidität) PS =5 ■ ■ den tu vergebenden sieben Meistertiteln vier für steh be« halten. Der Leiter der ungarischen Mannschaft Ist ein Jude* der bekannte mehrfache Weltmeister Ing. Edmund Radväny. Im Frühjahr 1932 zur Makkabiah nach Palästina Vom Makkabl-Weltverband erhalten wir folgende Zuschrift: Nur noch wenige Monate trennen uns von der ersten Makkabiah im Frühjahr 1932. Allen Schwierigkeiten zum Trotz ist der Makkäbl- Weltverband entschlossen, seinen vor drei Jahren gefaßten Beschluß zur Abhaltung der Makkabiah, an dessen Verwirklichung; ln allen Ländern mit beispielloser Beharrlichkeit gearbeitet wird, durchzuführen, und lm März und April 1932 zum ersten Mal jüdische Turner und Sportler aus aller Welt zu Wettspielen ln Palästina zu versammeln. Die gesamte jüdische Oeffentllchkeit schaut mit größtem Interesse auf dieses Werk. 1500 Turner, Sportler und Freunde der jüdischen Turn- und Sportbewegung werden in den Frühjahrsmonaten Palästina besuchen. Der Makkabl- Weltverband hat, lm Zusammenarbeiten mit dem Palestlne & Orient Lloyd und dem Palestlne & Egypt Lloyd, eine besondere Reise- und Touristikorganisation geschaffen. Er fordert alle diejenigen, die lm Frühjahr 1932 nach Palästina fahren wollen, auf, sich während der Makkabiah-Festtage in das Land zu begeben, und so Zeugen eines Ereignisses zu sein, das für die Geschichte des jüdischen Sportes, aber auch für die Geschichte des jüdischen Volkes überhaupt* von außerordentlicher Bedeutung sein wird. Freunde Palästinas, Freunde des jüdischen Sportes, kommt mit uns lm Frühjahr 1932 zur Makkabiah nach Palästina! ' Präsidium des Makkabi-Weltverbandes. Alle Informationen erteilt Ing. R. Wasservogel, I., Fleischmarkt 26,. Tel. R 20-1-11. # Jüdischer Sport* und SchUtzenverein Menorah. Das neue Helm befindet sich ln Wien, DC, Nußdorferstrae 16. Die Eröffnung der Schtestätte findet demnächst statt. Amtsstunden:; Mittwoch von 20 bis 22 Uhr. Studentenkorps „Haganah“. Die Amtsstunden finden ab. 10. d. M. im neuen Heim, IX., Nudorferstraße 16, statt, an welche Adresse auch Zuschriften zu senden sind. Zeit der Amtsstunden Montag und Mittwoch von 20 bis 22 Uhr, Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultus* gemeinde Wien Predigten in den isräelitlsohen Gemeinde- und Bezirke* Synagogen, Freitag, den 15. d, M., werden bei dem um 4.30 Uhr beginnenden Abendgottesdienst in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: I., Seltenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. Israel Taglicht); II., PUzmanitengasse. 6'(Rabbiner Dr. Z. Taubes); III., Untere yiädüktgasse. 13'(Rabbiner. Prof. Dr. K. Kupfer); V., Sie- P(göbrünflfftirasft| 1» (Rabbiner Dr. M. G. Mehrer); VI., Schmalzhofgasse 8 -(Rabbiner Dr. L Droblnsky); VHL, Neudeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer); XVI., Hubergasse Nr. 8 (Rabbiner Dr. L M. Bach); XX, Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein). Samstag, den 16. d. M., bei Vormittagsgottesdlenst (Bibelvorträge): XX, Kluckygasse 11. (Rabbiner Dr. B. Murmelstein); XXL, Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). Beim Nachmittagsgottesdienst: XIII., Eitel berggasse 22 (Rabbiner Dr. M- Lewin). Midraschvo’rtr'ag: II., Paimänitengasse 6, halb 4 Uhr nachmittags (Rabbiner Dr. Z. Taubes). Israelitischer Jugendijettesdienet. .Samstag, 16. d. M., findet ln allen Gemeinde-' und Bezirkssynagogen der Jugendgottesdienst um 3 Uhr nachmittags statt. Austritte aus dem Judentum Lang Eduard, 25. Juni 1912, II., Rodingerstraße 9. — Füchse! Hans Ludwig, 17. Mal 1913, II., Ob. Donaustraße 57. — Streicher Marie geb, Dovid, 25. Jänner 1895, VI.. Gumpendorferstraße 63, — Neumann Irma geb. Weiß, 10. Mal 1S98, I., Führichgasse 10. — Rittermann Daniel, 1. Mai 1864, IX, Schwarzspanierstraße 16. — Rosenzweig Sigfried* 10. Mal 1902, XXI., Donaufelderstraße 8. — Kohn Oskar* 22. Jänner 1890, IX. Pfluggasse 8. — Reiser Annie, 7. November 1906, IX, Wasagasse 2. — Streieher Karl, 81. Dezember 1981, VL, Gumpendorferstraße 63. — Mayer Maglta geh. Kadelburger, 6. April 1876, L, Bartensteingasse 9. — Mayer Flora, 15. November 1904, I., Bartenstetngasse 9, — Weiden Adele geb. Nebenzahl, 22. März 1897, IL, Große Mohrengasse 29. — Nebenzahl Ludwig, 15. Dezember 1931* IL, Große Mohrengasse 29. — Uhlik Julius, 9. Februar 1899* VL, Girardigasse 2. Jüdistftet Holender Jänner 1932 Schwat 5692 15 Freitag q 8«bb. Eingang ♦ 4 Uhr 30 16 .... Samstag fl 8abb. Auacang O« 6 U r •« 17 Sonntag 9« 18 Montag 10- 1» Oienstag tu 20 Mittwoch 12« L“ Donnerstag 1 flw* 13« Eigentümer, Verleger und Herausgeber: liunitttMchvi Landesverband für Oesterreich, Wien, .L..MiaU)t*.rslwüe Nr. .28 - Verantwortlicher Redakteur: ür, Sigmund Finkelstein, Wien* L, Kärtneretraße Nr. 28. — Druck: cinva», Wien* Vit* Lerchentelderstraße Nr. 1.